Aufruf: Bitte mitmachen – Eines Tages


Eine Tages. Wie wird unsere Zukunft aussehen? Fragen wir uns das nicht Alle? Zum Jahresende und -anfang kann man überall Prognosen lesen. Dabei sind schon die Prognosen über kurze Zeiträume immer Fehler anfälliger und macht es überhaupt noch Sinn an Megatrends zu glauben?

Entweder kommt eine Entwicklung schneller als man denkt oder sie kommt langsamer, dafür aber besonders intensiv. Manchmal trifft es einen auch besonders hart, weil man den Wandel und die selbstbestimmte Erneuerung nicht gewohnt war und deshalb gar nicht mehr mit Veränderung rechnen konnte.

Ich möchte Sie nun einmal in die Zukunft schauen lassen.Schreiben Sie einen kurzen Text – maximal eine Seite – und beschreiben Sie eine Veränderung mit der Sie ganz fest rechnen. Beschreiben Sie auch warum Sie eintreten wird und vielleicht auch wann und was dies für Sie, Ihren Arbeitgeber, Ihre Branche oder gar die Gesellschaft bedeuten wird. Ihr Artikel wird hier in diesem Blog veröffentlicht und vielleicht machen wir auch ein kleines e-paper daraus.

Ihr Artikel könnte also folgendermaßen heißen:

Eines Tages wird niemand mehr zur Arbeit fahren müssen
Eines Tages werden Menschen fliegen können
Eines Tages wird es keine Banken mehr geben
Eines Tages werden alle Menschen glücklich sein
……

Wählen Sie ein Thema, das Sie interessiert. Wäre schön, wenn es mit Banking und Veränderung durch Technologie zu tun hätte. Das ist aber kein Muss.

Wie können Sie mitmachen

Bekunden Sie zunächst Ihr Interesse über einen Kommentar zu diesem Artikel.
Hinterlassen Sie dabei Ihre E – Mail Adresse.
Gerne können Sie mich auch über Facebook, google+, twitter oder per Mail kontaktieren.
Es gibt keine Auswahl.
Jeder vorgeschlagene Artikel wird hier veröffentlicht, solange er nicht gegen Gesetze verstößt oder fremdenfeindliche oder sonstwie radikale Ansichten vertritt.
Zu jedem Artikel benötige ich dann noch ein Bild und eine kurze Beschreibung Ihrer Person.

Unter allen Autoren wird das Buch “Next Generation Finance” im Wert von 50 Euro verlost.

Also bitte fleißig Vorschläge schicken.

Apropos Dienende Banken


Banken waren niemals Diener

Die Geschichte der Banken war von Anfang an eine Geschichte der Macht. Und diese Geschichte war – welch Wunder – eine Geschichte, in der Männer die Hauptrolle spielten. Man muss nicht die gesamte Weltliteratur gelesen haben, um feststellen zu können, wie diese mächtigen Männer von der Mehrheit der Menschen beurteilt und eben von den Autoren beschrieben wurden.

Die Geschichte der Banken war und ist zusätzlich eine Geschichte des Rechts, der Regulierung und der Politik. Noch heute sind zahlreiche Produkte für den Kunden eher Zwangsprodukte. Der Mensch braucht ein Gehaltskonto, er benötigt diverse Versicherungen oder eine Riester und Rürup Rente. Gerade die beiden zuletzt genannten Produkte beschreiben die Verbindung zwischen Politik/Staat und den Banken ganz gut. Menschen brauchen Banken nicht, weil sie ein wirkliches Bedürfnis nach Bankdienstleistungen haben. Menschen brauchen Banken, weil dieses Bedürfnis künstlich geschaffen wurde, z.B. weil Geldgeschäfte reguliert werden müssen und einer zentralen Steuerung bedürfen. Wobei dies auch nur ein vorgeschobener Grund sein könnte.

Historisch betrachtet hat es deshalb zwischen den Banken und deren Kunden eigentlich nie eine richtige Kundenbeziehung gegeben. Die Beziehung war eher eine Abhängigkeit, vergleichbar mit der Beziehung eines Bürgers zum Staat und seinen Behörden. Deshalb hat lange Zeit das Wort Bankbeamter auch den Sprachgebrauch geprägt und Banken haben in ihren Kunden eigentlich auch nur selten Kunden gesehen oder sehen müssen.

Die Kundenbeziehung, die es gar nicht gibt

Eigentlich also kein Wunder, dass Banken sich mit der Kundenbeziehung besonders schwer tun. Für Banken ist es relativ neu, dass der Kunde die Regeln bestimmt. Im Internetzeitalter dreht sich jedoch der Wind und es ist viel von Transparenz, Offenheit, Engagement oder auch Empathie die Rede. Man spricht von Unternehmen und Marken als Diener. Nur wie soll das gehen, wenn nicht einmal mehr Politiker zu wissen scheinen, dass Sie eigentlich Diener des Volkes und nicht einzelner Menschen oder Unternehmen sein sollen.

Servil Brands so schreibt trendwatching.com in seinem Oktober Briefing reagieren auf die Tatsache, dass Konsumenten informierter und fordernder sind als je zuvor. Zudem haben Konsumenten weniger Zeit und mehr Auswahl (thank god/ internet). Erfolg und „Wachstum“ setzen heute voraus, dass die Bank ihren Kunden jeden Wunsch von den Augen abliest auch (wie ich hinzufügen möchte) wenn die Augen gar nicht mehr zu sehen sind.

In Zukunft wird dienen überlebenswichtig

Dienende Marken handeln demnach nach den folgenden (wohl nicht vollständigen) Regeln

  • Dienende Marken lassen Kunden testen
  • Dienende Marken helfen Kunden ihr Leben im Griff zu behalten
  • Dienende Marken helfen Kunden alles in Echtzeit zu finden und zu verstehen
  • Dienende Marken sind da, wenn der Kunde sie wirklich braucht
  • Dienende Marken springen ein, wo Verwaltungen und klassische Institutionen versagen oder sich zurückziehen
  • Dienende Marken helfen den Konsumenten Geld zu sparen
  • Dienende Marken helfen Menschen das Beste aus allem zu machen
  • Dienende Marken bieten Kunden Empfehlungen, die wirklich für sie persönlich relevant sind
  • Dienende Marken bieten einen nahtlosen und widerspruchsfreien Service an

Also legen Sie los und werden Sie zum Motor der Bewegung in Ihrem Unternehmen. Man wird es Ihnen danken, wenn der erste Widerstand erst einmal überwunden ist.

Und welche Regeln für dienende Marken fallen Ihnen noch ein?

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Wenn Brett King wirklich recht hat, dann…


Ihre Banking Instinkte verändern sich

Wenn Menschen instinktiv handeln, dann rufen sie eine eingefahrene Routine ab, über die sie eigentlich gar nicht mehr nachdenken müssen. Solch instinktives Verhalten bildet sich in zahlreichen Lebensbereichen. Brett King fragt in einem aktuellen Artikel nach dem Banking Instinkt und bringt die Veränderungen in der Bankenwelt sehr gut auf den Punkt, indem er feststellt, dass Banking in den nächsten Jahren immer weniger ein Ort sein wird, zu dem man geht, sondern etwas das man tut. Und zwar nahezu überall und zunehmend auch instinktiv.

Digitalisierung und Echtzeit

Wir werden in den nächsten Jahren erleben, wie innerhalb der Bankenbranche alles digitalisiert wird, was digitalisierbar ist.  Ein bevorzugter Banking Partner wird nach Brett King in der Lage sein müssen, mir einen Zugang zu meinem Geld und zu meinen Finanzdienstleistungen zu ermöglichen, wann immer und wo immer ich mir dies wünsche. Und das bedeutet schlichtweg, dass ich zu jedem gewünschten Zeitpunkt in der Lage sein sollte, mir einen Eindruck über meine aktuelle finanzielle Situation und den daraus abzuleitenden Möglichkeiten zu verschaffen. Es reicht beispielsweise nicht mehr aus mit einer Kreditkarte nur bezahlen zu können. Ich möchte zum Zeitpunkt der Bezahlung meine aktuelle Transaktion, die Summe meiner Transaktionen im Monat und auch eine Analyse  bzw. Bewertung meiner Kreditkarten Nutzung einsehen können. Dadurch entsteht eine Transparenz, welche meinen Umgang mit Finanzmitteln einfacher macht und die Wahrscheinlichkeit des Fehlverhaltens reduzieren würde.

Auch in Sachen Sicherheit ist eine solche Transparenz ein sehr starkes Argument. Brett King geht sogar so weit zu behaupten, dass Sicherheit eher für das Mobiltelefon als Zahlungsmittel spricht, als für Karten. Verschlüsselungstechniken, Geo Location, Biomtetrie oder aktives Identitätsmanagement sind Möglichkeiten, die Karten nicht bieten. Was sollte also für Karten sprechen, außer vielleicht Nostalgie. Aber auch die größten Nostalgiker werden akzeptieren müssen, das “Wetten Dass” ein totes Format ist, welches sich nicht wider beleben lässt.

Lesen Sie den spannenden Artikel von Brett King und sagen sie mir, wie Sie die ganze Sache sehen?

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Einleitung

Wir leben in Organisationen. Vom Tag unserer Geburt bis zum Tag unseres Todes. Organisationen beeinflussen was wir tun und was wir lassen und mit der Zeit beginnen Sie sich offenbar zu verselbstständigen. In Organisationen wirkt Macht und Herrschaft. In jeder Organisation werden die Herrschenden aber irgendwann zu den Beherrschten.  Wenn Organisationen wichtiger, bedeutender und offenbar mit mehr Rechten ausgestattet  sind wie Menschen, dann haben wir ein Problem. Das wir aktuell dieses Problem haben, mag folgendes Zitat aus einem Artikel von Chris Skinner verdeutlichen:

“To the question ‘can banks be good citizens?’ the answer must be ‘yes’. But I’m mindful of what was said to me three years ago:

Können Unternehmen Bürger sein? Dürfen Unternehmen die gleichen oder sogar noch mehr Rechte haben wie Menschen. Vielleicht gibt die Occupy Bewegung  eine Antwort auf diese Frage.

life inc

Das Buch von Douglas Rushkoff ist aus dem Jahr 2009. Ich habe es in diesem Jahr gelesen und ich lege es hiermit allen meinen Lesern ans Herz. Als kleinen Vorgeschmack poste ich hier ein Video:

Und noch ein sehr aktueller Auftritt von Douglas Rushkoff

Und hier geht es zum Blog von Douglas Rushkoff

Volksbank Bühl im Finance2.0 Interview


Ein paar Worte vor dem Interview

Die Volksbank Bühl war die erste der Volksbanken Raiffeisenbanken, die sich mit dem sozialen Internet auseinandergesetzt und sich dann Schritt für Schritt tiefer in die digitalen Logiken hineinbewegt hat. Das soziale Internet hat dabei die ganze Bank ergriffen und auch ein Stück weit verändert. Heute lernen nicht nur genossenschaftliche Banken von den Fortschritten und Erfahrungen der Volksbank Bühl.

Der Mut und die Kraft Veränderungen in Bewegung zu bringen und zuzulassen, erfordert immer auch besondere Persönlichkeiten, welche das Alte hinterfragen, das Neue behutsam propagieren und voran treiben und dabei noch die Fähigkeit besitzen, die anderen Menschen mitzunehmen und zu begeistern. Ich freue mich deshalb ganz besonders, dass sich mit Claus Preiss (Vorstand)  und Franz Welter (Teamleiter E-Business) die zwei Initiatoren und Motoren der – ich nenne sie mal – Bühler Bewegung, bereit erklärt haben, meine 6 Fragen mit Zusatzfrage zu beantworten.

Das Interview mit Claus Preiss und Franz Welter

1. Die Volksbank Bühl hat im vergangenen Jahr auf sich aufmerksam gemacht. Sie sind vielleicht die bekannteste Volksbank im Internet? Bitte erzählen Sie kurz, wie sich ihr Unternehmen durch die intensive Nutzung und Integration des sozialen Internets verändert hat.

Preiss: Ob wir die bekannteste Volksbank im Internet sind, sei mal dahingestellt. In jedem Fall hat die Nutzung sozialer Medien deutliche Auswirkungen auf unser Unternehmen. Nicht nur in Bezug auf organisatorische oder rechtliche Fragestellungen, sondern vielmehr noch in Bezug auf kulturelle Aspekte. Mitarbeiter vernetzen sich mit Kunden oder mit anderen Kollegen. Teilweise nutzen wir Social Media sogar schon in internen Projekten.

Welter: Mit dem Erfolg unserer Social Media Nutzung steigt auch die interne Akzeptanz dieser Medien. Immer mehr Mitarbeiter nutzen mittlerweile Facebook & Co. Es wird immer mehr zur Normalität sich mit Neuem außerhalb des Unternehmens (und des genossenschaftlichen FinanzVerbundes) zu beschäftigen.

2. Wie reagieren Mitarbeiter, Kunden und Shareholder auf Ihre Aktivitäten?

Welter: Wie ich eben schon erwähnte, die Akzeptanz steigt kontinuierlich. Unsere Facebook-Spendenaktion hat ein überwältigendes Echo bei uns in der Region ausgelöst. Immer mehr Mitarbeiter sind davon überzeugt, dass wir mit unserer Social Media Nutzung den richtigen Weg gehen. Und auch von unseren Kunden bekommen wir ein tolles Feedback zu unserer Social Media Nutzung.

Preiss: Auch bei unseren Geschäftspartnern stoßen unsere Aktivitäten auf reges Interesse. Fast täglich erhalten wir Anrufe zu unserer Social Media Strategie. Wir begrüßen die Vernetzung im genossenschaftlichen FinanzVerbund und wollen diese weiter fördern. Letztes Jahr haben wir das erste Barcamp im genossenschaftlichen Verbund organisiert. Das Barcamp kam super an und der zweite Termin steht schon fest. Die sozialen Medien fördern also auch die Selbstorganisation und Vernetzung im genossenschaftlichen FinanzVerbund.

3. Was ist aus Ihrer Sicht der wesentlichste Aspekt von Social Media? Wo zahlt es sich am meisten aus?

Preiss: Soziale Medien sind für uns in erster Linie ein Kommunikationsinstrument. Wir nutzen die Chance, unseren Wettbewerbsvorteil – die Nähe zur Region und die Beziehung, die wir mit unseren Kunden pflegen – auf das Internet zu übertragen. Natürlich präsentiert man sich durch die Nutzung dieser Medien auch als innovatives und offenes Unternehmen.

Welter: Ich betrachte Social Media mittlerweile als ein Instrument zur Steigerung der Lernfähigkeit von Unternehmen. Man bekommt viel direktes Feedback von Kunden und unglaublich viele Ideen durch die Kontakte in den sozialen Netzwerken sowie dem regelmäßigen Lesen von Blogs & Co. Ich glaube, wenn wir es schaffen diese Ideen in unser Unternehmen einfließen zu lassen und Kunden und Mitglieder in verschiedene Prozesse zu integrieren, können wir sehr zuversichtlich in die Zukunft schauen.

4. Wie abhängig ist Social Media von Personen?

Preiss: Ich denke schon dass die Nutzung auch von Personen abhängig ist. Ein Großteil unserer Social Media Aktivitäten findet ja auch außerhalb der üblichen Arbeitszeit statt. Dabei geht es dann weniger um Dinge wie Social Media Monitoring oder administrative Tätigkeiten. Diese Aspekte werden schon während der Arbeitszeit erledigt. Aber für das Lesen von Blogs und Büchern bzw. dem Sammeln oder Entwickeln von Ideen ist während der Arbeitszeit häufig zu wenig Zeit. Wir sind uns aber bewusst, dass diese Tätigkeiten für die Zukunftsfähigkeit der Volksbank Bühl enorm wichtig sind.

Aus diesem Grund haben wir das Projekt „Internet & Innovation“ initiiert mit dem Ziel, Trends und Innovationen kontinuierlich zu beobachten und hinsichtlich einer Nutzung in der Volksbank Bühl zu bewerten. Den Großteil des Arbeitsaufwands erledigen die Projektmitarbeiter außerhalb der Arbeitszeiten. Dafür stellt ihnen die Bank iPads zur Verfügung, und sie dürfen Vorträge und Messen besuchen oder Fachbücher bestellen. Vor kurzem hat die Projektgruppe beispielsweise das Innovationsforum der GAD in Münster besucht. Im Januar ist ein Workshop zu Thema „Banking der Zukunft“ mit T-Systems Multimedia Solutions auf der Agenda und im April geht’s zur republica nach Berlin. Natürlich ist das Engagement der Mitarbeiter ein wesentlicher Erfolgsfaktor, aber die Bank muss auch die notwendigen Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen.

Ab Anfang Februar ist übrigens ein Blog zu dem Projekt online: blog.volksbank-buehl.de

5. Messen Sie die Ergebnisse von Social Media? Kann man dies überhaupt?

Welter: Klar messen wir die Ergebnisse. In einem Rahmen, den wir für vernünftig halten. Wir messen z.B. die Reichweite unserer Beiträge, die Feedback-Rate sowie die Entwicklung der „Likes“ bzw. Follower.  Was wir nicht messen ist so etwas wie ein ROI für unsere Social Media Nutzung. Das ist meiner Meinung nach nicht wirklich sinnvoll. Wir betrachten Social Media ja in erster Linie als Kommunikationsinstrument und für andere Instrumente wie z.B. E-Mail oder das Telefon stellen wir auch keine ROI-Analysen auf.

6. Sie haben inzwischen auch einen eigenes Innovationsteam und einen Innovationsblog ins Leben gerufen. Was sind aus Ihrer Sicht die wesentlichen Herausforderungen für eine regionale Genossenschaftsbank in den nächsten 5 Jahren?

Welter: Technologische Entwicklungen, Demographischer Wandel, Bankendichte in Deutschland, regulatorische Anforderungen, sich wandelnde Kundenanforderungen… Diese Liste könnte nahezu unbegrenzt fortgeführt werden. Im Rahmen meiner Master Thesis beschäftige ich mich mit der Innovationsfähigkeit der Volksbank Bühl. Ich bin der Überzeugung, dass es in den nächsten 5 Jahren darauf ankommt, die richtigen Weichen zu stellen, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

Preiss: Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Innovation und Tradition – das wird in den nächsten Jahren wichtig sein. Das heißt für uns zum einen die Weiterentwicklung unserer Multikanalstrategie und eine kundenorientierte Prozessoptimierung in Kombination mit wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen. Zum anderen bedeutet das aber auch zielgerichtete Investitionen in eine moderne Personalentwicklung als der wichtigste Erfolgsgarant für die Zukunft.

Die Zusatzfrage(n):

Was erreicht der Karlsruher SC in der Saison 2010/2011 noch? Und wo haben Sie sich zuletzt erholt?

Welter: Ich hoffe, dass der KSC nicht absteigt. Zuletzt „entspannt“ habe ich in New York im Rahmen meines Studiums…

Preiss: Ich wünsche dem KSC von Herzen einen Platz vor dem Relegationsplatz. Zuletzt erholt habe ich mich beim Ski-Fahren in der Schweiz.

Anmerkung: Auch der Autor dieses Blogs wünscht dem KSC das er nicht absteigt und hofft natürlich auch das sein eigener Lieblingsverein nicht absteigt

Die Volksbank Bühl in den sozialen Medien

http://www.volksbank-buehl.de/homepage/social_media0.html

und als Toparbeitgeber bei kununu

Last but not least auch im TV

Wie man Claus Preiss und Franz Welter auf twitter erreicht

@fsw

@claus_preiss

In diesem Zusammenhang habe ich übrigens heute festgestellt, dass Claus Preiss bei fourthsquare Mayor im Genohaus in Stuttgart ist. Das muss sich ändern :-)

Die Interviews aus dem letzten Jahr

finden Sie hier:

http://www.scribd.com/doc/46314339/Finance20-Interviews2010

Talking about a revolution? 2,5 Finance Blogger zu wikileaks


Hier sind 2 interessante Artikel von Bloggern, die sonst eher über Banken und Finanzthemen bloggen. Aber wenn man genau hinsieht, dann hat wikileaks durchaus was mit der Finanzbranche zu tun. Einerseits soll es da ja noch Daten über eine amerikanische Bank geben, welche unser Finanzsystem erschüttern könnte (so zumindest die Ankündigung von wikileaks). Andererseits gehört das Geld und damit auch die Finanzbranche zu den bestimmenden Institutionen der westlichen und zunehmend auch der restlichen Welt und wikileaks bedroht jene Institutionen und die dahinter stehenden Macht- und Funktionseliten. Aber lesen Sie selbst zunächst den Artikel von Chris Skinner aus dem Financial Services Club´s  Blog gespickt mit einem Hauch von Humor.

wikileaks-set-to-cancel-christmas-

Und noch beeindruckender der Blogbeitrag von Brett King:

What wikleads means for the finance sector

Hier die finale Konklusion des Artikels:

Julian Assange, and Bradley Manning (who allegedly provided Wikileaks with much of the information about the US government), will probably be looked back on in the future much in the way Gutenberg was, as groundbreaking revolutionaries who pushed the ’system’ to evolve for the betterment of all. Right now, it doesn’t look like that, but with the momentum, transparency and global nature of the web as a medium, to think that this cat can be put back in the box is simply irrational or wishful thinking.

Eine kleine Korrektur sollte man jedoch noch vornehmen. Johannes Gutenberg erfand die Buchdruckkunst, welche die technische Grundlage für eine soziale Revolution legte. Das Internet ist wiederum die technische Grundlage für eine weitere soziale Revolution, eventuell eine nächste bedeutende Stufe. Die soziale Revolution zu Gutenbergs Zeiten benötigte aber zunächst noch einen Martin Luther, bevor die Wissens- und Deutungsmonopole der damaligen Zeit aufbrechen konnten und eine weite Bevölkerung erreicht bzw. aktiviert wurde. Die soziale Revolution unseres Zeitalters beginnt erst jetzt mit wikileaks.

Talking about a Revolution?

Wenn Arbeit keinen Ort mehr hat,


und das ist ja eine Schlussfolgerung dieser bemerkenswert einleuchtenden Videobotschaft von Jason Fried. Welchen Ort hat dann Banking noch? Die Filiale? Eines steht fest. Das Internet wird den Arbeitsplatz Bank ganz schön durch den Reisswolf ziehen. Oder?

Videos zur Zukunft der Banken


Bank 2.0 Video (überarbeitet)

Gerade bei der Vorbereitung einer Präsentation gesehen, dass Brett King sein Bank 2.0 Video überarbeitet hat. Ganz interessante und vor allem pointiert vorgetragene Fakten und Thesen.

Weitere Fragen zur Zukunft des Bankings

Dazu passt dann noch das – hier zwar auch schon gepostete  aber im Zusammenhang sinnvolle – Abschlussvideo von der SIBOs 2010.

Düstere Aussichten?

Ein weiteres Video – von dem ich mich inhaltlich absolut distanziere – zeigt aber an, wie stark das Vertrauen in die Banken teilweise zerstört ist. Auch wenn wir in Deutschland jeden Tag mit Nachrichten über  eine boomende Wirtschaft erfreut werden und es den Banken – Dank Steuergeldern und geschickten lobbyistischen Schachzügen – wieder gut geht. Der Verbraucher bleibt offensichtlich irritiert und verständnislos zurück. Man könnte annehmen, es habe sich nichts wirklich substanzielles verändert.

Zu dieser These ein interessanter Gasbeitrag von Michael Moser im Social Banking 2.0 Blog:
Warum Banken aus der Krise nichts gelernt haben?

Die Vertreter extremer Positionen reagieren dann beispielsweise so wie Eric Cantona. Die Mittel sind zwar sicherlich falsch. Aber auch in diesem Beispiel lässt sich die disruptive Kraft des Internets sehr deutlich erkennen. Gleichzeitig wird auch die Hilflosigkeit klassischer Organisatoinen und Institutionen deutlich. Ich bin in jedem Fall gespannt, was am 07. Dezember in Frankreich wirklich passieren wird.

(Normale) Menschen wünschen sich natürlich eine positive Zukunft

Die Zukunft des Geldes könnte aber auch so aussehen. Das Video zum Venessa Miemis Projekt im Rahmen der Sibos 2010. Und das verursacht eigentlich keine Angst. Auch wenn eine vollkommen andere Sichtweise auf Banken und Finanzunternehmen gezeigt wird. Die im Video auftretenden Menschen stellen Forderungen und drücken Wünsche aus, die zwar eine andere Art von Banking nahe legen, möglicherweise aber genau jene Art, die wir uns alle wünschen und die für unsere Zukunft unabdingbar erforderlich ist.

Dafür muss eigentlich nur die Bereitschaft zur Veränderung gegeben sein.

PS Wie immer, wenn ich von den Banken spreche, meine ich nicht alle Banken. Es gibt sehr viele Banken da draussen und auch sehr viele Bankmitarbeiter die “verdammt noch mal” einen sehr guten Job machen.

Misslungene Sozialisation?


Erster Akt:Venessa Miemis (the future of money) versteht die Welt nicht (mehr). Oder anders formuliert: Sie versteht die Welt der alten Männer und Frauen nicht. Jener alten Männer und Frauen aus meiner und der vorhergehenden Generationen. Und besonders gross ist ihr Unverständnis gegenüber jenen Menschen, die innerhalb der Finanzbranche arbeiten. Ihr Unverständnis lässt sich mit dem folgenden Zitat ganz gut zusammen fassen:

The problem isn’t just that we are speaking different languages, but that we live in different worlds.

Der Artikel d Venenessa Miemis nach der Veranstaltung geschrieben hat und aus dem hier zitiert wird.

Akt Zwei: Der Vortrag von Venessa Miemis auf der SIBOS 2010 hat Wirkung erzielt und Spuren hinterlassen. Nicht die Spuren, die sich Venessa Miemis gewünscht hat:

The video we presented during Monday morning’s keynote was intended to plant a seed about what is going on, to provoke them, to inspire them. The feedback I received afterwards was mostly positive, but the message seems to have mostly gone over their heads.

Aber es ist zumindest eine Diskussion entstanden zwischen Menschen, die sie überhaupt nicht verstanden haben (oder wollten). Die stattdessen wohlwollend (eben väterlich oder mütterlich)  aber verständnislos den Kopf schüttelten über die Naivität der jungen Frau und der Menschen, die in ihrem Video agierten. Denn schließlich ist “Banking” kein Spielplatz sondern Big Business, in welchem Wünsche nach sozialer Relevanz und werthaltiger Unternehmensziele keine Rolle spielen können.

So reagierte zum Beispiel Elisabeth Lumley von Finextra, die offensichtlich in ihrer langjährigen Berufszeit innerhalb der Bankenbranche schon manchen Hype hat kommen und gehen sehen. Und sich auf Basis dieser Erfahrungen gelassen zurücklehnt und davon ausgeht, dass auch das, was gerade in der Bankenbranche passiert, inklusive Social Media und Social Banking, bald wieder Vergangenheit ist. Also – wie wir in unserem Land sagen: Nichts so heiss gegessen wird, wie es gekocht wird.

When you, as an innovator, come up with a hot new strategy or bit of tech that will make every bank a seamless, automated, cost saving, customer enhancing dream firm, I do understand the tendency to bristle when someone expresses scepticism. Someone, who may have a few more, (possibly, cynical) world-weary years of experience over yourself. The tendency to sign and say ‘Oh well, another grey suited, old-fogey that ‘just doesn’t get it’, must be hard to resist.

Nun ist sicherlich nicht auszuschliessen, dass Eliabeth Lumley  auch ein wenig Recht hat. In jedem Fall versteht hier die ältere Generation die jüngere Generation nicht. Das ist aber nichts Neues. Denn wir alle waren einmal jung und kennen dieses Gefühl und die Kämpfe aus eigener Erfahrung. Allerdings hatten wir damals nicht die Werkzeuge, um uns Parallelwelten aufzubauen, aus denen heraus faktische Gegengewichte zu den bestehenden Verhältnissen erwachsen konnten. Das Internet liefert der heutigen Generation junger Menschen jedoch mächtige Werkzeuge, um Dinge nicht nur neu zu denken und in verbalen Kämpfen auszudrücken sondern diese sogar um- und gegen die alten Verhältnisse einzusetzen.

Insofern ist zu befürchten, dass  Elisabeth Lumley schon bald die Welt nicht mehr versteht, denn offensichtlich stellen die Spielzeuge der älteren Menschen und deren Kampf um Macht und Geld für viele junge Menschen überhaupt keinen Wert mehr da.

Elisabeth Humley in ihrem Blog bei finextra.com

Akt Drei: Brett King und Chris Skinner, die wir ja als innovative Denker der Bankenbranche kennen, waren offensichtlich auch Beide auf der SIBOS 2010 und haben den Film von Venessa Miemis gesehen. So hat Brett King auch auf den Blog Post von Frau Lumley geantwortet. Das folgende Zitat bringt seine abweichende Meinung auf den Punkt:

Financial services may not be changing, but the world is. There will be some in the FSI sector that adapt and change with this, and others that watch the change from afar. But the fact is change will occur whether we like it or not. Call it innovation, call it behavioral shift, call it progress – the fact is change is speeding up and putting your head in the sand is a very different strategy to deciding to try to scale everest. Those are essentially the choices…

Wenn die Welt sich verändert und zwar schneller denn je, und die Finanzbranche es nicht tut. Tja: Wie sagen wir in Deutschland: Wer sich nicht verändert, wird verändert. Es gibt da ja Branchen, die das schon erfahren haben und nur noch über GEZ ,GEMA, Leistungsschutzrecht oder ähnlichen Schwachsinn reanimiert werden können.

Chris Skinner schreibt auch sehr viele kluge Sachen zur stummen Verständnislosigkeit zwischen Venessa Miemis und jenen Menschen, welche sie repräsentiert und den Bankern, die auf der SIBOS 2010 natürlich auch in der Überzahl waren. Auch er sei hier kurz zitiert:

But he is right.And she is right

Dieses Zitat wirkt ein wenig aus dem Zusammenhang gegriffen und ich empfehle tatsächlich seinen ganzen Artikel zu lesen, es gibt aber seine vermittelnde Haltung, die zwar ein wenig grossväterlich wirkt, aber durchaus auch seine Richtigkeit hat, wieder. Welche Forderungen und Wünsche können Banken nach Chris Skinner erfüllen?

I think she points to some interesting things that banks could do: more transparency, more information enrichment, more analysis of customer needs and opportunities. Her request is for banks to enable her to be more socially connected with people, causes, services and investments that suit her lifestyle.

Banks could, should and some are doing something about all of these areas, which I’ll blog about tomorrow, but overall Venessa is talking about something fundamentally different to banking.

Der Chris Skinner Artikel - The Financial Service Blog

Vierter Akt: Wenn es also nach Chris Skinner geht, haben alle Recht. Jeder kann sich also wohl fühlen. Bei mir hat die Diskussion aber auch den ein oder anderen Gedanken ausgelöst. Und dieser Gedanke wurde durch eine Studie verstärkt, von der in dieser Woche einige Zeitungen berichtet haben. Ich bin auf der Facebook Seite der Fidorbank darauf aufmerksam geworden.

Ein Ergebnis der Studie: Nur jeder zweite Jugendliche weiß, was ein Girokonto ist und nur jeder vierte Jugendliche ist selbstständig in der Lage herauszufinden, wie man den günstigsten Handy Vertrag ermitteln kann. Mit anderen Worten: Jugendliche haben keinerlei Ahnung von Finanzen. Ein weiterer Beweis dafür: Die Zahl der Privatinsolvenzen bei jungen Menschen steigt. Offenbar ist kurzfristiger Konsum wesentlich wichtiger als Sparen. Das Leben auf Pump ist Normalität.

Und was hat das mit Venessa Miemis zu tun?Es gelingt unserer Gesellschaft offenbar immer weniger die nachwachsenden Generationen zu sozialisieren und zu integrieren. Selbst wichtiges Alltagswissen kann vom maroden Bildungssystem nicht mehr vermittelt werden. Der lange Zeit geltende gesellschaftliche Konsens bröckelt. Bezogen auf die Finanzwelt bedeutet dies: Geld wird zwar nach wie vor gerne für Konsum ausgegeben, aber dafür muss man dieses nicht mehr verdienen. Irgendwo bekommt man schon Kredit. Im Zweifelsfall helfen noch die Eltern. Die klassischen Institutionen werden nicht mehr akzeptiert. Banken verlieren an Vertrauen. Einige haben ja sogar vorgemacht, dass man auch unlauter zu Geld kommen kann.

Was Venessa Miemis ausdrückt, ist möglicherweise viel mehr als der Wunsch nach anderen Banken. Sie steht für eine Generation von Menschen denen Geld als Wert weniger bedeutet. Die nach neuen Wegen des Austausches und der Bewertung von Leistungen suchen. Die sich eine sozialere und weniger ausbeuterische Welt wünschen. Eine Generation, die begriffen hat, dass es um ihre und nicht die Zukunft der schwarz gekleideten alten Männer und Frauen geht. Venessa Miemis wünscht sich eine nachhaltigere Wirtschaftskultur und eine Politik für Menschen und nicht für Unternehmen und zerstörerische Institutionen. Und sie hat das Recht dazu, weil sie jung ist und noch eine Zukunft haben möchte. Ist das falsch? Ist das naiv? Kann die Finanzbranche diese Wünsche ignorieren? Vielleicht noch einige Jahre. Mal sehen, welche Gebühr man sich einfallen lässt. Wobei haben wir nicht gerade erst durch unsere Steuern die Finanzbranche gerettet?

Und hier noch mal was von Umair Haque. Es geht um die Verbesserung von Institutionen. In dem Artikel ist zwar nicht alles gold, aber er hinterfragt jene Selbstverständlichkeiten, welche für viele als Naturgesetze gelten. Auch Banken fielen nicht vom Himmel.

http://blogs.hbr.org/haque/2010/09/the_institutional_innovation_m.html

Venessa Miemis hat es getan: SIBOS 2010


Über Venessa Miemis habe ich hier schon kurz berichtet. Sie hatte die Gelegenheit einen Vortrag auf der SIBOS in Amsterdam zu halten und hat dafür ein Video gedreht. Das Anliegen: Junge Erwachsene stellen dar, wie Sie über Geld denken. Sie disktuieren darüber, was in unserer modernen Gesellschaft Wert darstellt. Wie kann man neue Systeme der Wohlstands Genierierung und des Reichtums entwickeln? Was ist Wohlstand und Reichtum überhaupt. Wie wird die Zukunft von Banken in einer Welt aussehen, in der p2p Austausch, soziale Verbindungen und soziale Gemeinschaften vermittelt über und basierend auf digitalen Technologien in den Vordergrund treten?

Das 7 Minuten lange Video mit teilweise ganz anderen Ansichten darüber, was wertvoll und wichtig ist und welche Rolle Geld für Menschen spielt, kann auf Vimeo betrachtet werden. Wir treffen Menschen mit neuen Denkweisen, aus denen die Unzufriedenheit mit Institutionen hervorgeht, die sich von den Menschen, für welche sie eigentlich da sein sollten immer stärker entfernt haben.

http://vimeo.com/16025167

[Vimeo 16025167 ]

Venessa Miemis hat inzwischen eine Blogbeitrag über ihre Tage auf der SIBOS in Amsterdam verfasst. Und aus ihren Worten klingt eine Menge Unverständnis für die Banken und auch ein wenig Spott für eine Welt, die sie und viele andere Menschen ihrer Generation nicht mehr verstehen – aber im Gegensatz zu unserer Generation – verstehen möchten.

Auf der anderen Seite hat Venessa Miemis Vortrag wohl auch viele verständnislose Banker hinterlassen. Und was bleibt ist offenbar Kopfschütteln. Aber auch aus Kopfschütteln muss ja irgendwann auch mal was substanzielles werden. Oder nicht? Mich würde mal interessieren, wie das hierzulande aussieht. Wie sehen die unter 30.  -jährigen die Banken?

Blogpost von Venessa Miemis

Blogpost von Chris Skinner

Und hier noch ein Zitat von Venessa Miemis:

The impression I got over the week is that the finance industry is in the business of making money and maintaining the status quo. They threw around a lot of words like “rebuilding trust” and “resilience” and “innovation,” but I never heard any conversation about what those things mean and how they intend to do them.