Banken und die “collaborative Economy” (Teil 1)


Banken und die "collaborativve Economy"Ein Wirtschaftssystem in dem Eigentum und Zugang zwischen Menschen, Startups und Unternehmen geteilt wird, das ist die Collaborative Economy. Einem solchen Wirtschaftsmodell nähern wir uns gerade an und diese Entwicklung wirft vor allem für die klassischen, etablierten und nicht digitalen Unternehmen einige Fragen auf. Nach Social Media und der Demokratisierung von Information und Interaktion, werden nun auch Produkte und Dienstleistungen geteilt und Unternehmen, welche dieses Teilen organisieren, gewinnen an Bedeutung mit entsprechenden Konsequenzen für Unternehmen, deren Geschäftsmodelle darauf ausgerichtet sind.

Nun ist das Teilen unter Menschen keine neue Entwicklung und keine Errungenschaft der Digitalisierung. Teilen ist  – so schreibt GDI Forscherin Karin Frick in der aktuellen  Ausgabe der GDI – Impuls – das Fundament menschlichen Zusammenlebens. Wir haben das Teilen mit der Zunahme unseres Wohlstandes ganz einfach verlernt (vielleicht ist uns auch systematisch entlernt wurden?) und durch den einsamen Konsum, der uns nicht nur vereinsamt sondern auch von unseren sozialen Verbindungen entfremdet, ersetzt. Das nun die kollaborative oder teilende Ökonomie entsteht, hat verschiedene Gründe. Diese sind sozialer, ökonomischer und technologischer Natur.

Was die kollaborative Ökonomie treibt

In vielen Volkswirtschaften verschlechtern sich die ökonomischen Verhältnisse. Die bisherige Unvereinbarkeit von wachsenden Volkswirtschaften und dem gleichzeitigen Schutz und  Erhalt des Ökosystems in Verbindung mit einer weiter wachsenden Weltbevölkerung führen bei vielen, vor allem den jüngeren über soziale Medien weltweit vernetzten, Menschen zu neuen Denk- und Verhaltensweisen, die durch neue Technologien erst ermöglicht werden.

Teilen, Nachhaltigkeit, eine andere Einstellung zu und andere Erwartungen an Unternehmen und Marken stehen auf der Tagesordnung. Jüngere Generationen entwickeln auf der Suche nach Verortung, Zugehörigkeit und Identität andere Ideen vom zusammen leben und der Organisation von Arbeit und Zusammenarbeit. Viele Unternehmen entstehen nicht  nur, um dem Gründer und seinen Mitarbeitern ein Einkommen zu sichern sondern auch  weil die Gründer eine andere Vorstellung von Ökonomie haben und den etablierten Unternehmen zeigen möchten, dass wirtschaften nicht unbedingt aus Raubbau an Natur und Mensch, Egoismus und rücksichtslosem Profitstreben bestehen muss.

Die Ökonomie der Zukunft könnte wieder eine Ökonomie des Teilens werden, die – so schreibt Karin Frick – den Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken und suffiziente Verhaltensweisen fördern werde. Die Geschäftsmodelle der „collaborative Economy“ stellen dabei eine Herausforderung für die alte Ökonomie dar. Natürlich auch für Banken

Die Altimeter Group spricht von einer nicht mehr aufzuhaltenden Bewegung und hat ca. 200 Unternehmen der Sharing Economy genauer betrachtet. Im Banken Markt sind dabei Trends wie crowdfinance, p2p lending und auch Social Banking zu erkennen, bei denen Banken als Mittelsmann ersetzt werden, bzw. dort wo es regulatorisch noch erforderlich ist, in den Hintergrund gedrängt werden. Als herausragendes Beispiel nennt die Altimeter Group lending Club, die inzwischen mehr als 2 Milliarden Dollar an Krediten vergeben – sagen wir besser- vermittelt haben. Auch weiß die Altimeter Group von ersten Banken zu berichten, die zumindest in Kooperation mit Unternehmen der kollaborativen Ökonomie getreten sind. Zum Beispiel citi:

http://citibikenyc.com/

Die Säulen der kollaborativen Ökonomie

Die Geschäftsmodelle der Unternehmen der collaborative Economy beruhen auf drei Säulen, die teilweise einzeln und teilweise auch in Kombination vorkommen. Diese Säulen sind:

  • Company as a service
  • Motivate a Marketplace
  • Provide a Platform

Um die Bank als Servicedienstleister zu verstehen bzw. zu betreiben gilt es auf die Tatsache zu reagieren, dass Verbraucher verstärkt Zugang zu Produkten und Dienstleistungen wünschen, ohne diese zu besitzen. Unternehmen müssen also die Beziehung zum Verbraucher verändern und neue Leistungen wie die Möglichkeit zum Mieten, zum Abonnieren oder kurzfristigem Leihen anbieten.

Beim zweiten Modell “Motivate a Marketplace” geht es darum einen Marktplatz zu managen oder zu organisieren, den man nicht mehr selber besitzen kann. Das Ziel besteht also darin den Menschen dabei zu helfen, die erwünschten Aktionen untereinander abzuwickeln. Man könnte also sagen sich selbst zu helfen und der aufmerksame Genossenschaftsbanker sollte an dieser Stelle aufhorchen. Für die Bank geht es dann also darum in einen Marktplatz einzusteigen, der sich in der Sharing Economy bereits entwickelt hat bzw. sich gerade entwickelt.  Hier gibt es eine Menge von Aktivitäten, die auch die Bank als Betätigungsfeld prüfen könnte. Es geht grundsätzlich um die Weiterveräußerung von Produkten, Mitinhaberschaft, der Tausch von Waren, die Kreditvergabe oder auch die Förderung gegenseitiger Schenkungen. Gerade in ländlichen Regionen wird der Bedarf nach dieser Art von Marktplatz wachsen.

Und schließlich – in der dritten Phase – kann das Unternehmen oder die Bank eine Plattform anbieten, welche das Ziel verfolgt die eigenen Kunden bzw. die Verbraucher zu stärken und diese dazu führt zukünftige Produkte und Services selbst zu erstellen. Stichworte wären: Kollaboration, Cofunding, Cobuilding, Codesign, Coselling, CoRevenue Sharing usw.

Ende Teil 1

Lesen Sie am Montag den zweiten Teil: WAS BANKEN TUN KÖNNEN

Wenn´s um Dialog geht Sparkassen


Kompliment

Einige Tage habe ich die neue Facebook Seite beobachtet. Was ich zunächst skeptisch betrachtete, muss an dieser Stelle einmal ausdrücklich gelobt werden. Die Sparkassen haben den Mut aufgebracht sich den Fragen von Kunden und Nicht- Kunden zu stellen und diskutieren auf “Finanzkrise: Sparkassen im Dialog beinahe rund um die Uhr ohne irgendein kritisches Thema auszulassen.

Während einige Banken für ihre Facebook Seiten Verhaltensregeln formulieren, die man gekürzt in der Aussage zusammen fassen könnte: Alles was uns nicht passt, wird hier umgehend gelöscht, zumal Kommentar und Verhaltensregeln nach Facebook FAQ ohnehin verboten sind, klingt dies bei den Sparkassen so:

Verhaltensregeln

Der offene und auch kritische Dialog ist uns sehr wichtig. Dennoch legen wir Wert auf respektvollen Umgang. Das bedeutet: keine Kraftausdrücke, keine Beschimpfungen, und selbstverständlich keine diskriminierenden, rassistischen oder sexistischen Aussagen.

Ebenso bitten wir Sie, keine kommerzielle Werbung einzustellen. Wir behalten uns das Recht vor, im Einzelfall selbst zu bestimmen, ob ein Verhalten diese Rahmenbedingungen dieser Seite erfüllt oder nicht mehr erfüllt, sowie auch das Recht, jene Maßnahme zu ergreifen, die uns am geeignetsten erscheint, bis hin zur Löschung von Pinnwandeinträgen oder dem Ausschluss eines Users von dieser Seite.

Ausdrücklich möchten wir betonen, dass keine Löschung vorgenommen wird, wenn von uns abweichende Meinungen und Positionen vertreten werden. Dies gehört für uns zu einem offenen Dialog dazu.

Dankeschön

Zum Jahresende also endlich nochmal ein Highlight in der Nutzung der interaktiven Möglichkeit des Internets. Nicht nur, dass offener, unzensierter und transparenter Dialog geführt wird, auch der Aufbau und die Betreuung der Seite ist genauso, wie ich mir den Auftritt einer Bank oder Bankengruppe bei Facebook vorstelle. Diese Maßnahme bewerte ich wesentlich höher als die “Giro sucht Hero” Kampagne, denn diese brachte zwar Fans aber kaum Dialog und zeigte darüber hinaus keine Bereitschaft sich auch wirklich zu verändern.

Dies bleibt natürlich ein zu beobachtender interessanter Aspekt an der Sparkassen Aktivität. Hört man nur zu und diskutiert oder ist man auch bereit Selbstverständlichkeiten des tief eingeprägten finanzwirtschaftlichen Glaubensbekenntnisses über Bord zu werfen. Denn im Dialog besteht die Chance zu erkennen, dass finanzwirtschaftliche Regeln und Verhaltensweisen nicht von Natur gegeben sondern von Menschen, wenn auch zumeist nicht bewusst geplant, geschaffen wurden. Demnach ist alles veränderbar, man muss nur aus der Gruppe der Lemminge ausscheren und einen eigenen Weg finden. Und das geht einfacher, wenn viele Menschen bereit sind diesem Weg zu folgen.

Was denken Sie?

Regionale Banken brauchen regionale Mehrwerte


Ideen zum klauen:Coworking Spaces

Als Mitarbeiter einer Bank kennen Sie den Anblick leerer oder fast leerer Filialen. In dem ein oder anderen Fall haben Sie sogar schon erlebt, dass Filialen geschlossen wurden oder Sie versuchen Immobilien an den Mann oder die Frau zu bringen, die Sie aber über Jahre nicht verkauft bekommen. Mit anderen Worten Ihre Bank verfügt über ungenutzte Räume, die zudem oft noch sehr gut ausgestattet sind.

Regionalität

Nun ist es so, dass einer der wesentlichen Vorteile bzw. USPs regionaler Banken – und das klingt jetzt tautologisch – deren Regionalität ist. Das wissen diese Banken in der Regel selber, ohne diesen Vorteil aber wirklich  zeitgemäß zu nutzen. Die regionale Sparkasse oder Genossenschaftsbank sieht aus wie jede andere Bank, handelt wie jede andere Bank und schafft es nicht sich von den anderen – nicht regional geprägten- Banken zu unterscheiden. Dr. Hans Jörg Leichsenring hat dies – danke für die Vorlage – im folgenden Blogartikel: Regionale Banken ohne regionalen Bezug sehr schön geschildert

Von einer regionalen Bank sollte man die enge Vernetzung mit regionalen Einrichtungen erwarten. Neben regionalen Partnerprogrammen (was in der genossenschaftlichen Welt ja z.B. gelebt wird) und der Kenntnis des regionalen Marktes, sollten Banken jenseits bzw. in der Peripherie ihres klassischen Angebotes aber beginnen, weiter zu denken, ihr Profil zu schärfen und deshalb auch neue Leistungen zu entwickeln, welche die Menschen der Region stärken und damit Potentiale für regionales und nachhaltiges Wachstum bieten. Was – das sei am Rande erwähnt – dann auch bedeutet, sich nicht nur auf die Kunden zu fixieren, die ohnehin gut mit Geld versorgt sind, denn das machen letztlich alle anderen Banken auch, weshalb Banken für die überwiegende Mehrheit der Menschen ununterscheidbar sind.

Bieten Sie Coworking Spaces

Eine Möglichkeit die Region zu stärken und vor allem auch bestehende oder zukünftige Firmenkunden zu stärken, wäre die Einrichtung von Coworking Spaces, die sich vor allem in Städten steigender Beliebtheit erfreuen. Und wie schon gesagt, die regionalen Banken verfügen über Räume,die entweder gar nicht, unzureichend oder nur temporär genutzt werden.

Coworking Spaces sind das Ergebnis einer sich verändernden Arbeits- und Unternehmenswelt. Den klassischen Firmenkunden wird es zukünftig immer weniger geben, wodurch sich auch die klassischen Prinzipien und Prozesse der Betreuung von Firmenkundenverändern werden und auch hieran werden sich die regionalen Banken anpassen müssen, da ihr Bild vom Firmenkunden häufig weniger modern und realistisch ist, wie das der großen Privat- oder Direktbanken.

Coworking Spaces richten sich vor allem an Menschen, deren Arbeit nicht von einem Ort abhängig ist, die also kaum Büroräume benötigen, aber dennoch auf eine entsprechende technische Ausstattung wie .z.B: Netzwerk, Drucker, Scanner, Fax, Telefon, Beamer, Besprechungsräume, etc) angewiesen sind, in die sie aber nicht selber investieren möchten oder können. In Coworking Spaces treffen sich i Menschen und Firmen, die voneinander profitieren, sich also temporär in Projekten zusammenfinden oder sich gegenseitig kleinere Dienstleistungen anbieten können. Die Arbeitsplätze können Tages-, Wochen oder Monatsweise angemietet werden. Ansonsten herrscht absolute Flexibilität zu sehr geringen Kosten. Der Anteil der fixen Kosten an einer Unternehmensgründung kann damit extrem reduziert werden. Die Gründung eines Unternehmens wird einfacher und weniger riskant. Solche Coworking Spaces, die Idee stammt aus den USA, sind Innovationszentren und bringen häufig junge, kreative Start ups hervor, da Sie unter anderem auch Fähigkeiten und Ideen zusammenbringen.

Eine Studie unter Coworkern zeigte sehr deutlich, wie diese voneinander profitieren können: Verbesserte Interaktion, höhere Produktivität und Motivation und sogar höhere Einkommen, sind laut einer Umfrage aus dem Januar 2011 besondere Vorteile.

Quelle:  www.coworking.de

Geben und Nehmen

Banken haben nicht nur Räume, in denen solche Coworking Spaces eingerichtet werden könnten, sie besitzen außerdem die Infrastruktur und können den Nutzern in vielerlei Bereichen Hilfestellungen anbieten. Darüber hinaus können Sie von den jungen Unternehmern lernen, wie sich Arbeitswelt und Unternehmenswelt zukünftig verändern werden und damit auch, wie Sie ihre eigenen Angebote und Leistungen anpassen müssen. Insofern ist coworking in den Räumen der Bank auch eine Chance zum crowdsourcing und zur Innovation. Gleichzeitig können Banken Unternehmen oder Selbstständige, welche an einer Finanzierung interessiert sind, sogar eine zeitlang begleitend beobachten. Dadurch lässt sich mehr Sicherheit bei der Finanzierung erzielen. Zahlreiche weitere Optionen würden sich bieten. Letztendlich wäre die Einrichtung regionaler Coworking Spaces in Banken eine echte Win – Win Situation.

Auch die Region profitiert

Und um noch einmal auf den regionalen Aspekt zu kommen: Die Bank zeigt so wirklich regionale Nähe. Sie stärkt die Unternehmen der Region, indem Sie tagtäglich an deren Alltag partizipiert. Es entstehen neue Arbeitsplätze. Gelder fliessen zurück in die Region. Arbeitsplätze werden geschaffen. Das wäre echtes soziales Business: Hilfe zur Selbsthilfe oder wie sagte es ein weiser Mann vor vielen Jahren: Was der einzelne nicht vermag, dass vermögen viele.

Also lieben Regionalbanken: Legen Sie los. Und falls Sie schon losgelegt haben, würde mich Ihre Story interessieren. Oder ist das mal wieder eine Schnapsidee. Was meinen Sie? Kommentare, tweets an @electrouncle oder Meinungen auf http:www.facebook.com/diefinance20seite sind erwünscht.

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Andere Ideeen zum klauen:

Geschenk am Getränkeautomat

Bankersprache übersetzen

Mehr Infos zum Coworking:

www.deskmag.com

www.coworking.de

http://www.coworking-news.de

Ein Coworking Space in Düsseldorf:

http://garagebilk.de/

Und das könnte Sie auch interssieren:

Social Banking: Volksbanken Raiffeisenbanken

Temporäre Normalität


Spieglein, Spieglein an der Wand,

welche Bank ist die Beste im ganzen Land? Glaubt man dem webmonitoring von Faktenkontor, dann ist dies die ING Diba. Denn nur 16 Prozent der Kundenmeinungen zur ING Diba im Internet sind negativ. Auf der anderen Seite wird über die Deutsche Bank und über die Sparkassen besonders schlecht gesprochen. 60 % der Äusserungen über die Deutsche Bank und etwa 50 % der Meinungen über die Sparkassen sind negativ.

Link zur Pressemitteilung von Faktenkontor

Ganz anders fällt  jedoch das Ergebnis aus, wenn man der repräsentativen Erhebung des Marktforschungsinstitutes ICON glauben schenkt. Demnach bringen 63 % der Deutschen den Sparkassen hohes oder sogar sehr hohes Vertrauen entgegen. Und natürlich liegen die Direktbanken in dieser Umfrage an letzter Stelle.

Link zur Pressemitteilung zur ICON Studie

Internet Vertrauen vs. Filial Vertrauen

Es soll an dieser Stelle gar nicht um die Qualität oder Repräsentativität der Umfragen gehen. Wahr oder falsch ist mir egal. Offensichtlich ist es aber so, dass die Internetnutzer eher den Direktbanken vertrauen (Faktenkontor) und die eher auf die klassischen Kanäle ausgerichteten Menschen, eben genau den Banken, welche diese Kanäle in den Mittelpunkt stellen. Vertrauen wird hier einmal über den Internetkanal und einmal über die Filialen generiert.

Aus Sicht einer Filialbank scheint es deshalb sinnvoll zu sein, die Filiale als den entscheidenden qualativen Unterschied gegenüber den Internetbanken darzustellen. Im Umkehrschluss gilt für die Internetbanken das Gleiche.

Internet fast immer dabei

Nehmen wir nun noch eine etwas andere Studie hinzu. Die Deutsche Bank hat in Zusammenarbeit mit google herausgefunden, dass bei 50 % aller gekauften Finanzprodukte das Internet eine Rolle bei der Kaufentscheidung spielt. Mit anderen Worten ein Teil des Kaufprozesses erfolgt unter Einbeziehung des Internets, unabhängig davon, über welchen Kanal der Verbraucher erstmals mit einem Produkt in Verbindung gekommen ist.

Link zur Studie

Zurück zur Normalität

Banken und möglicherweise auch Kunden wünschen sich die Rückkehr zur Normalität oder “one best way“. Die Welt könnte so einfach sein, oh könnte sie doch wieder so einfach sein, hört man die Banken rufen.

Stattdessen leben wir in einer multioptionalen und komplexen Welt, in der mehrere – vielleicht sogar gleich gute – Lösungen – nebeneinander exisiteren und von den Menschen nach ihren Vorstellungen genutzt werden.

Nein, die Filiale ist nicht die Antwort auf alle Fragen. Nein, auch das Internet ist nicht die Antwort auf alle Fragen. Insofern sollte man sich das Geld für Studien sparen, welche den Status Quo einer nicht mehr konservierbaren Vergangenheit bewahren sollen.

In der Zukuft wird Normalität ein temporärer Zustand sein. Stattdessen werden Unsicherheiten und Instabilitäten an der Tagesordnung sein. Die Krise wird permanent und die Filiale ist nur noch eine Option

Und wo liegt das Problem?

Film ab: Brett King (Autor von Bank 2.0) im Bloomberg Interview

Weltspartag


Von Kindern und Banken geliebt

Als ich ein kleiner Junge war, habe ich mich auf den Weltspartag immer sehr gefreut. Auch wenn meine Sparbüchse nie voll genug war, um die richtig tollen Geschenke zu erhalten. Die bekamen nur die Kinder der hohen Tiere.

Traditionen

Erfunden wurde der Weltspartag im Jahre 1924 auf dem ersten internationalen Sparkassentag in Mailand und schon ein Jahr später am 31. Oktober wurde der erste Weltspartag begangen.

Unhinterfragt

In den letzten beiden Wochen war ich viel in Banken unterwegs und in der ein oder anderen Bank war der Weltspartag tatsächlich noch im Angebot. Was allerdings fehlte, waren die Kinder mit den freudig strahlenden Augen und dieser etwas chaotische Moment, wenn direkt mal 10 oder noch mehr Kinder gleichzeitig mit ihren Eltern die kleine und damals noch sehr sachliche Bankfiliale stürmten.

Und wer freut sich heute noch über den Weltspartag. Es scheint so, als hätten die Banken einfach nur vergessen diesen abzuschaffen und wenn sich überhaupt noch Jemand dafür interessiert, dann sind es Eltern, einige Banker und vielleicht noch der ein oder andere Lehrer.

Ein Tag für Nostalgiker

Der Weltspartag steht für mich als Synonym für die mangelnde Innovationsfähigkeit (haben Sie eigentlich eine Innovationsstragegie oder sowas wie eine wöchentliche Innovationssprechstunde beim Vorstand?) der Bankenbranche. Eine Veranstaltung die keiner mehr will und die von keiner mir Bekannten Bank neu gedacht und innoviert wird, denn letztendlich ist finanzielle Aufklärung – wofür der Weltspartag auch steht – heute nötiger denn je. Und im Internet – wo die jungen Menschen inzwischen zuhause sind – gäbe es genug Möglichkeiten eine neue Formen für den Weltspartag zu finden.

Was hat Dich bloß so ruiniert? (die Sterne)

Es gibt übrigens sogar einen Blog zum Thema Weltspartag,  der ähnlich prickelnd wie der Weltspartag selber ist. Wenn Sie aber wissen möchten, wie der Weltspartag früher war und warum er so heruntergekommen ist, dem empfehle ich diesen wunderschönen Artikel und Podcast, den ich heute auf der Heimfahrt von Rüsselsheim auf WDR 4 gehört habe. Allein die Stimme des Autors hat mich sofort 35 Jahre zurückversetzt. Da muss man auch mal Danke sagen an Ferdinand Quante.

Spar – Animation in Zeiten der Bankenkrise

PS

Im ersten Halbjahr dieses Jahres haben die Deutschen übrigens wieder mehr gespart. Habe ich auch im Radio gehört. Durchschnittlich 190 Euro pro Kopf. Ob das Ersparte aber immernoch den Banken anvertraut oder lieber unter der Matratze vor den Banken ( nicht alle Banken sind gemeint) versteckt wird, konnte ich dem Radiobeitrag leider nicht  entnehmen.

Und nun singe ich mich einfach in den Schlaf:

Brückenpost: The Complete Banker mit Links


Viele Menschen in einigen Bundesländern hatten gestern einen sonnigen Feiertag und viele Menschen geniessen deshalb heute der Lieblingserfindung aller Deutschen: Den Brückentag. Und auch der Blogger – also zumindest dieser Blogger – kennt Brückentage. Und an diesem Brückentag gibt es ein nettes kleines Video und einen netten Song über den kompletten Banker. Vorsicht Ironie

The Complete Banker

written and performed by “The Divine Comedy

Im Vorteil

Und wenn wir schon einmal beim perfekten Banker sind, möchte ich noch einen Link posten, der – von unabhängiger Stelle – bestätigt, was ich schon immer wusste. Nämlich, dass Sparkassen und Genossenschaftsbanken in Sachen authentischem Online Dialog gewisse Vorteile gegenüber den Privat- und Direktbanken haben. Das sagt zumindest die Smaboo AG in ihrem Blog

sparkassen-und-volksbanken-haengen-die-grossen-in-sachen-social-media-ab

Hoffnungsschimmer

Und auch die Banken der Generation 2.0 finden langsam mehr Anhänger. Gibt es möglicherweise doch Hoffnung auf eine bessere “Banken”welt?

http://www.vdi-nachrichten.de/vdi-nachrichten/aktuelle_ausgabe/akt_ausg_detail.asp?cat=3&id=48054&source=homepage

In jedem Fall erscheint durch die Sonne einiges in einem anderen und vielleicht sogar besserem Licht. In diesem Sinne wünsche ich ein schönes Wochenende

Sparkassen werden noch mobiler


Ich entnehme aus einer offiziellen Pressemitteilung der Sparkassen, die Information neben dem iphone nunmehr auch für Nokia und Blackberry mobile Banking Anwendungen existieren.

Auch für Android und Marketplace existieren inzwischen Apps. Beeindruckend auch die Zahl der Downloads der vorhandenen Apps für das iphone. 140.000 Downloads wurden bisher gezählt. Die Sparkassen Apps gehören damit  mit zu den erfolgreichsten Anwendungen für das iphone in Deutschland

Mit Spannung schaue ich auf die Aktivitäten der anderen Banken. Einige Filialfinder oder auch Banking Anwendungen existieren bereits. Ein sinnvoller nächster Schritt wäre sicherlich das Zusammen Wachsen von Banking und Filialfinder. Nur was kommt danach? Bisher ist kein weiterer Schritt z.B. in Richtung Mobile Personal Finance Management oder gar Mobile Payment erkennbar.

In einem der nächsten Blogbeiträge wird es hier wieder um die Welt der Online Finanzen gehen. In Teil II geht es vor allem auch um Payment.

Reblog this post [with Zemanta]

Ein Glas Sekt auf die Sparkassen und Volksbanken Raiffeisenbanken


Das Wort Vertrauen spielt eine grosse Rolle, wenn wir über den Erfolg oder Misserfolg von Banken sprechen. Wenn es einer Bank gelingt das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen und dies über einen längeren Zeitraum zu erhalten, dann ist sie auch langfristig erfolgreich. Vermutlich ist diese Formel zu einfach, aber auch auf der Webciety Diskussion fiel der Begriff sehr häufig. Vertrauen könnte deshalb ein wesentlicher USP sein.

Vertrauen und Image

Wenn Menschen Banken und deren Beratern vertrauen oder nicht vertrauen, dann hat dies auch Einfluss auf das Image der Bank.  Das Image aber auch eine zeitliche oder historische Komponente. Obwohl – wie zahlreiche Studien belegen – Banken aktuell nicht das grösste Vertrauen geniessen, kann eine historisch gewachsene starke Marke gerade auch in Krisenzeiten ein wichtiger Wettbewerbsvorteil sein.

GFK Studie zum Image von Banken

Die Gesellschaft für Konsumforschung beschäftigte sich in einer kürzlich veröffentlichten Studie deshalb mit der folgenden Frage:

Wie beeinflusst die Marke einer Bank „die Vorstellungen, Einstellungen und das Verhalten ihrer Zielgruppen?

Das Ergebnis

Vor allem die starken Marken der Sparkassen und der Volksbanken Raiffeisenbanken stehen offenbar unerschütterlich im Gegenwind der Finanzkrise. Die Verbraucher vertrauen diesen Marken nach wie vor. Und auch der beachtliche Kundenzuwachs, den z.B. einige Volksbanken Raiffeisenbanken verzeichnen können, ist Beweis dafür.

Im Imageranking ergibt sich das folgende Bild:

1. Sparkassen (49,3) 2. Volksbanken und Raiffeisenbanken (42,8)
3. ING DiBa (41,0)
4. Postbank(37,5)
5. DKB (35,4)
6. Deutsche Bank (33,9)
7. Comdirect (28,0)
8. Commerzbank (27,7)
9. Citibank (24,5)
10. HypoVereinsbank (20,8)

Quelle: Geld Kompakt

Die Zahlen sind sicherlich ein Beleg dafür, dass Sparkassen und Volksbanken Raiffeisenbanken immernoch einen guten Job machen. Das wird von den meisten Kunden auch wahrgenommen und honoriert. Auch wenn die regionalen Aktivitäten dieser beiden Bankengruppen aktuell weniger in der Öffentlichkeit diskutiert werden, als die noch recht bescheidenen Erfolge einer Noa Bank.

Jetzt nur nicht ausruhen

Es besteht aber sicherlich gar kein Grund sich auf diesen Erfolgen auszuruhen und sich zurückzulehnen. Schon ein etwas genauerer Blick auf die Ergebnisse sollte zu denken geben. Mit der ING Diba ist eine noch sehr junge Bank, die noch dazu nicht auf Filialen setzt schon auf Rang 3. Vertrauen lässt sich also möglicherweise auch ohne kostenintensive Filialen herstellen. Der Schluss das die Beratung vor Ort der entscheidende USP sein könnte, liegt möglicherweise nicht auf der Hand. Und auch die DKB belegt schon einen erstaunlich guten Platz.

Ausserdem wäre es interessant zu erfahren, wie einzelne Altersgruppen die Banken einschätzen. Es ist zu vermuten, dass Sparkassen sowie Volksbanken Raiffeisenbanken vor allem bei älteren Menschen gepunktet haben. Darüber hinaus gibt es ja durchaus eine Tendenz in Krisenzeiten zunächst mal auf das Bewährte zu setzen. Unabhängig davon, ob dieses Bewährte wirklich aus der Krise heraus führen kann.

Auch Sparkassen und Volksbanken Raiffeisenbanken müssen sich jeden Tag neu in Frage stellen. Sie müssen die guten Basiswerte und – prinzipien an der Realität überprüfen und sich auch neuen Aufgaben stellen. Das Bewährte gilt es zu modernisieren. Die Nähe zum Kunden muss weiter intensiviert werden.

Neue Regeln beachten

Allerdings sollte man die Spielregeln der aufkommenden neuen Welt beachten. Denn wer Kundenwünsche heute nicht in den Mittelpunkt seines Handelns stellt, wird relativ schnell abgestraft. Die Kraft der Vergangenheit wird immer weniger Wirkung erzielen. Vertrauen muss man sich jeden Tag neu erabeiten und verdienen. Neuen Marken ist es gelungen in sehr kurzer Zeit sehr viel Vertrauen zu erlangen. Und was passiert, wenn die Tendenz von Nicht Banken Angeboten in der Bankenbranche anhält. Denn gerade dort sind Marken mit hohen Vertrauens Vorschüssen unterwegs.

Noch können die Sparkassen sowie Volksbanken Raiffeisenbanken das verdiente Gläschen Sekt trinken. Aber sie sollten weiter intensiv an sich arbeiten und innovativer werden bzw. die Innovationen der Menschen in das Unternehmen hinein holen.

Dennoch: Ein Glas Sekt ist erlaubt

Mal davon abgesehen leisten Sparkassen und Volksbanken Raiffeisenbanken in der Region häufig hervorragende Arbeit. Die Marken wirken ja nicht über einen Top/Down Prozess. Die Wirkung ergibt sich aus der Multiplikation der  Leistungen der vielen selbstständigen und unabhängigen Einzelbanken. Das ist gar nicht so einfach, denn das Vertrauen stellt sich immer in den Erfahrungen mit einer einzelnen Bank und einem einzelnen Berater ein. Insofern möchte ich dann doch mal ein Kompliment aussprechen

Das wiedergewonnene Vertrauen muss zu einer Initialzündung führen

Alle Banken sind schon da


Als ich vor ca. zwei Jahren mit meiner Social Finance Liste begonnen habe, war jede neue Aktivität einer Bank eine kleine Sensation. Inzwischen ist Social Media bei allen Banken als ein mögliches Instrument den Kunden oder noch nicht Kunden zu erreichen, angekommen. Die Sinnfrage wird sich offenbar immer weniger gestellt, d.h eine grundsätzliche Ablehnung von Twitter + Co findet man kaum noch. Und das obwohl twitter in Deutschland alles andere als einen Nutzer Boom erlebt. Betrachtet man dann aber die Ausführung der Social Media Aktivitäten wünschte man sich schon, dass die Sinnfrage wieder auf die Tagesordnung käme.

Denn die meisten Unternehmen und vor allem Finanzunternehmen sind dabei die Social Media Landschaft zu zerstören, bevor sie richtig zu blühen begonnen hat. Social Media wird überwiegend als Marketing Instrument und Sendemedium verstanden und verwendet. Fast 80 % der Banken scheinen nicht in der Lage zu sein menschliche Gespräche im Internet zu führen.

Bei der grossen Zahl der Social Media Aktivitäten kann man sich fragen, ob es überhaupt noch Sinn macht eine solche Liste zu führen. Stattdessen sollte man wohl nur noch diejenigen Aktivitäten festhalten, die wirklich gut gelungen sind. Ich werde mir das überlegen und verspreche in nächster Zeit öfters über – aus meiner Sicht – gelungenen Social Media Dialog zu berichten. Zwischen den Jahren werde ich die Social Finance Liste aber auch noch mal überarbeiten und etwas sortieren. Ausserdem habe ich mir vorgenommen eine Art Jahresrückblick zu schreiben. Ich hoffe meine Zeit lässt dies zu, da ich auch noch einen Gastbeitrag für den “Visible Banking Blog” schreiben muss.

Hier sind aber nun wieder einige neue Social Media Aktivitäten bzw. einige Neuzugänge für meine SocialFinanceListe:

http://twitter.com/SKTrier

Sparkasse Trier

http://twitter.com/KSKRatzeburg

Kreissparkasse Ratzeburg

http://twitter.com/Stadtsparkasse

Stadtsparkasse München

http://twitter.com/SPKminusWM_DE

Sparkasse Werra Meissner

http://twitter.com/SVSachsen

Sparkassenverband Sachsen

http://twitter.com/planspielboerse

Twitter Account für das Planspielbörse der Sparkassen

http://twitter.com/LzO

Landessparkasse Oldenburg

http://twitter.com/WartburgSpark

Wartburg Sparkasse

http://twitter.com/Sparkasse_Kleve

Sparkasse Kleve

http://twitter.com/VRBankeG

VR-Bank eG Schopfheim-Maulburg

http://www.facebook.com/profile.php?id=100000484839913

Volksbank Mittweida bei Facebook

Samstags Links zum abbiegen


Nicht nur die Banken wollen Geld vom Staat. Auch das öffentlich rechtliche Fernsehen vermag nicht ohne Subventionen auszukommen, die in diesem Fall aber GEZ Gebühren heissen. Dabei unterliegt man dem Irrglauben, dass Unabhängigkeit und Qualität nur über eine Art Steuer Finanzierung herzustellen sei. Beim Einschalten der entsprechenden Sender wird dies von den Sendern aber sehr schnell selbst widerlegt und von politischer Unabhängigkeit kann man nach dem Fall Bresser auch nicht gerade sprechen. Aber das ist ein anderes Thema und reiht sich nahtlos ein in die Reihe wöchentlicher Schwachsinnigkeiten, die man von Parteien, Medien und anderen staatstragenden Institutionen so mitbekommt.

So wehrt man sich gegen Innovation

Zum Glück finden sich immer wieder Menschen, die sich dem Schwachsinn entgegenstellen. Kathrin Passing zum Beispiel hat einen wirklich lesenswerten Blog Artikel zu den Standardsituationen der Technologiekritik geschrieben, die wohl schon fast solange existieren, wie wir Menschen selber. Hier die 9 Standardargumente gegen Innovationen

  1. What the hell is it good for?
  2. Wer will denn so was?
  3. Die Einzigen, die das Neue wollen, sind zweifelhafte oder privilegierte Minderheiten.
  4. Das Neue ist eine Mode, die vielleicht wieder vorbeigeht.
  5. Täuschen Sie sich nicht, durch das Neue wird sich absolut nichts ändern.
  6. Das Neue ist nicht gut genug.
  7. Schwächere als ich können damit nicht umgehen!
  8. Es schickt sich nicht, das Neue (Buch, Mobiltelefon, Notebook etc.) in der Öffentlichkeit zu benutzen.
  9. Hat die neue Technik mit Denken, Schreiben oder Lesen zu tun, dann verändert sie ganz sicher unsere Denk-, Schreib- und Lesetechniken zum Schlechteren.

und hier der ganze Artikel

http://www.online-merkur.de/seiten/lp200912adz.htm

Was ist Social Banking wirklich

Auch in der Bankenwelt begegnet man Innovationen mit Skepsis. Das gilt sowohl für Banken als auch für Verbraucher. Zusätzlich muss das was für die Banken eine wichtige Innovation ist noch lange nicht nützlich für die Kunden sein. Und was die Kunden wollen, wollen dann die Banken nicht. In Sachen Social Banking scheint es jedoch einige Banken zu geben, die der Meinung sind, dass es besser sozial verantwortlich zu handeln. Vielleicht handelt es sich aber einfach nur um einen Marketing Gag, diese Vermutung äußert zumindest Anette Rehm in ihrem Artikel im Geld Magazin.
http://www.geld-magazin.de/finanzen/aktuell/aktuell-einzelansicht/article/social-banking-marketinggag-oder-echte-wende.html

Und was ist Social Media?

Social Media ist zumindest in aller Munde und jetzt haben es die twitternden Banken endlich auch in die Print Medien geschafft. Banken und Finanzdienstleister twittern und die Welt hat es gemerkt. Wobei mit der Welt nur die deutsche Tageszeitung gemeint ist.

Jede Freude wird aber meistens getrübt, weil man als Tageszeitung ja auch die möglichen kritischen Aspekte von Social Media nennen muss. Ausserdem reicht es offenbar aus, wenn man sich nur einige der twitternden Banken anschaut, denn warum ausgerechnet die comdirect hier lobenswert erwähnt wird, bleibt mir ein absolutes Rätsel. Aber vielleicht ist es noch nicht bis zu Hern Höfling durchgedrungen, dass das Gegenteil von Gut nur gut gemeint ist. Dabeisein ist bei Social Media nämlich nicht alles, sondern nichts.

Und schmunzeln musste ich auch über den letzten Absatz:

Ein Umstand, der Fachleute sogar davon abhält, sich überhaupt bei den Netzwerken anzumelden. Mikko Hyppönen etwa, Chef des Sicherheitsanbieters F-Secure und Berater von FBI und Scotland Yard, sagte dem “Guardian”, er werde Facebook nicht beitreten. “Seiten wie diese sind für Kriminelle erste Wahl”, so Hyppönen. “Die jüngsten Fälle sind erst der Anfang.”

Warum sollte sich Herr Hyppönen denn auch anmelden, er könnte doch direkt die Kollegen von FBI und Scotland Yard fragen, denn die durchsuchen und überwachen  das Internet doch ohnehin. Bekommen also alles mit.  Aber wie sagt man doch so schön: “Der Lauscher an der Wand hört seine  eigene Schand

http://www.welt.de/die-welt/finanzen/article5440249/Kundensuche-mit-Gezwitscher.html

In dem Artikel wurden übrigens auch die GLS Bank und die Noa Bank erwähnt und diese haben die positive Erwähnung wirklich verdient. Weitere Infos zu twitternden Banken in meiner Social Media Liste

Social Media Studie

Das Social Media nicht nur in aller Munde ist, beweist eine aktuelle Studie von Construktiv, in welcher untersucht ob und wie Deutschlands Top 50 Unternehmen Social Media nutzen. Und siehe da: 60 % dieser Unternehmen nutzen Social Media, wobei wohl nur 5 % eine Social Media Strategie haben sollen. 39 % nutzen twitter, was angesichts der immer noch recht geringen Nutzer Zahl ein wenig verwundert. Natürlich sind die Finanzunternehmen in der Social Media Nutzung ganz am Schluss und zwar zusammen mit der Chemie Industrie. Was natürlich sehr verwundert, denn im Mittelpunkt der Bankdienstleistung stehen doch Menschen.

Übrigens auch hier musste ich mir einmal verwundert die Augen reiben. Angeblich haben die Sparkassen eine Social Media Strategie. Natürlich sind viele Sparkassen bei twitter aktiv und es gibt ja auch einen Account von sparkasse.de, aber wie eine Strategie wirkt das nicht, was einige Sparkassen da so in der Social Media Welt machen.

http://www.construktiv.de/newsroom/wp-content/uploads/2009/12/social-media-studie_langversion_091207.pdf

Dieser Mann darf hier nicht fehlen

Weil sein Blog einfach phantastisch ist.

Chris Skinner und 10 Managementtipps von Tesco
http://thefinanser.co.uk/fsclub/2009/12/sir-terry-leahys-ten-commandments-.html

Amerikas Social Media Star

Weitere Social Media Aktivitäten von Wells Fargo, die wirklich jede Spielart von Social Media nutzen und auch perfekt zu beherrschen scheinen. Die Infos sind ebenfalls auch dem Chris Skinner Blog.

http://thefinanser.co.uk/fsclub/2009/12/stagecoach-islands-in-the-stream.html

Alleinstehnde Mütter

Gehören nicht gerade zu den Kundengruppen, auf welche sich Banken in der Regel konzentrieren. Dabei haben diese gerade in finanziellen Fragen einigen Beratungsbedarf. Eine Kreditgenossenschaft aus den USA hat dies erkannt und eine spezielle Internetseite geschaffen. Wäre doch auch was für deutsche Genossenschaftbanken. Wie war das noch: Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung,
http://www.veritymom.com/about

Mit Chase  lernen

Mal wieder eine kleine Innovation von einer amerikanischen Bank. Mit Chase kann man mehr über Finanzen und das persönliche Finanzverhalten lernen. In Deutschland muss man dafür wohl in die Bank gehen.

https://www.chase.com/blueprint/

Jetzt geht es Schlag auf Schlag

American Express  bietet kleinen Unternehmen über ihre Social Media Plattform Open Forum nun auch die Nutzung von  Twitter an.  Dort kann man dann in 140 Zeichen lesen, was kleine Unternehmen gerade tun.
http://www.mediapost.com/publications/?fa=Articles.showArticle&art_aid=118058

Und bei manchen Genosssen ist die Welt noch in Ordnung. Die Zeit berichtete von der Raiffeisenbank Ichenhausen, die in einem engen lokalen Markt sehr erfolgreich ist. Ohne Intenet. Und alle fragen sich, wie das gehen kann. Aber lesen sie selbst:

http://www.zeit.de/wirtschaft/geldanlage/2009-09/raiffeisenbank-ichenhausen

Und hier ein interessanter Artikel aus dem Handelsblatt. Schon etwas älter aber dennoch sollte man mal nachlesen, auch wenn man nicht christlich oder gar katholisch ist. Die Frage, ob zuerst der Markt oder das Geld kommen sollte und dann erst der Mensch kann man sich doch mal stellen. Ist doch auch ein interessantes Thema für unsere Social Banking Diskussion, denn ohne eine Wertdiskussion ist auch Social Banking nichts. Oder?

http://www.handelsblatt.com/meinung/essays/erzbischof-reinhard-marx-zuerst-kommt-der-mensch-dann-der-markt;2483756

In diesem Sinne: Morgen ist schon wieder der dritte Advent und zum Schluss gibt es noch ein Video. Jakc Dorsey der Erfinder von twitter hat ein neues  mit dem Namen Square und das erklärt er hier und ich denke die Finanzunternehmen werden dieses Projekt mit Interesse beobachten. Auch wenn der Anfang langweilig wirkt. Zum Schluss wirds spannend.