Schattenbanken: Neues Buch von Lothar Lochmaier


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Dieses Buch lege ich mir unter den Weihnachtsbaum. Wobei. Kann man sowas im Zeitalter der Digitalisierung überhaupt noch sagen? Egal!

Was mich als Leser erwartet

 Die als eBook erschienene Publikation „Schattenbanken“ von Lothar Lochmaier setzt eine Branche ins Licht, die bislang lieber im Diskreten blieb. Das Werk ist eine kreative Mischung aus Roman, Wirtschaftskrimi, Sachbuch und Szenariowerkstatt zum Mitmachen, die sich mit der Frage auseinandersetzt:

Wer oder was sind Schattenbanken?

Sebastian Heilfrisch (48) leitet die Stabsstelle IT-Sicherheit bei der fiktiven Frankfurter Handelsbank. Das global verzweigte Institut sieht sich verstärkt Hackerattacken ausgesetzt, die nach und nach die Grundfesten der Geschäftstätigkeit erschüttern. Doch weder gelingt es, die Urheber der Angriffe ausfindig zu machen, noch greifen die eingeleiteten Gegenmaßnahmen. Am Ende scheint es keinen Ausweg aus einem alptraumhaft anmutenden Bedrohungsszenario zu geben.

Der Autor rückt vor allem die hintergründige gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Begriff Schattenbanken in den Mittelpunkt, jenseits von vorgefertigten Feindbildern und ideologischen Schablonen. Denn Schattenbanken können vieles sein, verschuldete Staaten ebenso wie der unregulierte Teil der Banken und Finanzindustrie. Aber auch der unmündige Bürger, der keinen bewussten Umgang mit dem Geld pflegt, kann ein Teil dieses weit verzweigten Systems sein. Das Buch gibt deshalb vor allem Denkanstöße, auch zu kreativen Alternativen, wie etwa sinnvolle demokratische Beteiligungsformen, um die Finanzindustrie künftig enger am Puls der Realwirtschaft und menschlichen Arbeitskraft zu verorten.

Veröffentlicht ist das Werk des Wirtschaftsjournalisten Lothar Lochmaier im Selbstverlag auf der Berliner ePublishing-Plattform Xinxii, was keine chinesische Geheimorganisation darstellt, sondern der direkte und unkomplizierte Weg zwischen Autor und Leser. Das Lesen der „Schattenbanken“ erfordert dabei kein spezielles Lesegerät, da das Manuskript im .pdf-Format erhältlich ist (ePub-Standard, auch für externe Betreiber und Plattformen geeignet).

Hier kaufen und direkt lesen

Titel: Schattenbanken

Autor: Lothar Lochmaier

Erscheinungstermin: 01. Dezember 2011

Länge: 103 Seiten

Preis: 12,90 Euro

http://www.xinxii.com/schattenbanken-p-332530.html

 Link zum direkten Download: http://bit.ly/vo6Hv8

Und wenn Sie das Buch gelesen haben, werden Sie sicherlich zum regelmässigen Leser des Weblogs ‚Social Banking 2.0 – der Kunde übernimmt die Regie’ www.die-bank-sind-wir.de

Wo sind die innovativen Banken


Social Media

Wenn man den Begriff Social Media ausspricht, dann schwingt die Bedeutung „Innovation“ immer mit. Social Media steht immer auch für Veränderung, also für die durch Social Media, und wohl auch durch das Internet allgemein, ausgelösten oder angestoßenen Veränderungen, welche die Unternehmen wiederum zu Reaktionen zwingen. Wenn eine Bank sich also mit Social Media beschäftigt, sollte sie nicht nur die Nutzungsmöglichkeiten betrachten.

Ist ein Unternehmen aber innovativ, weil es Social Media nutzt? Und hilft Social Media einer Bank Wettbewerbsvorteile zu erlangen oder verlorene Wettbewerbsanteile zurückzugewinnen? Vor allem aus Sicht etablierter und langjährig agierender Banken muss man dies sehr bezweifeln. Es scheint ja als seien diese Unternehmen dazu verdammt, auf jedes neue Thema oder jede Veränderung nur mit dem Prinzip Anpassung zu reagieren.

Anpassung

Finanzunternehmen verändern sich nur sehr langsam. Eigentlich passen Sie sich immer nur an. Nur äußere Störungen und interner Kostendruck führen zu Anpassungen. Äußere  Störungen sind zum Beispiel neue Technologien, staatliche Eingriffe und sehr selten auch die Macht der Verbraucher. Zumeist bedarf es sogar einer Kombination all dieser Faktoren.

Aber sind diese Veränderungen wirklich Innovationen? Und für wen ist eine Innovation nützlich? Nur für die Bank? Für einige Kunden oder für alle Kunden? Für die lokale, nationale oder gar globale Wirtschaft. Wirkliche Innovationen sollten keine spezifischen Interessenlagen berücksichtigen oder Folgewirkungen ausblenden. Und auch die Frage, ob Anpassungen, die grundsätzliche Strukturen nicht erneuern, angesichts der immer herausfordernderen Umweltbedingungen, überhaupt noch ausreichen, darf gestellt werden

Warum Banken wenig innovativ sind, erklärte Ulrich Linnebank kürzlich in einem Gastbeitrag für diesen Blog . Neben den internen Gründen spielt aber auch die Umwelt bei der Lähmung der Banken eine gewisse Rolle. Denn das System ist weitgehend so angelegt, dass Innovationen eher kontraproduktiv und teilweise gar nicht gewünscht sind.  Die notwendige Regulierung des Systems ist gleichzeitig ein Hemmnis für mögliche Veränderungen und auch der Verbraucher schreit, solange er sich nicht vernachlässigt oder betrogen fühlt, nicht nach Veränderungen. Wer soll die Banken also verändern?

Stillstand

Die deutschen Banken scheinen besonders veränderungsresistent zu sein. Wenig hat sich getan in den letzten zwanzig oder dreißig Jahren: Ein wenig Online Banking, einige Aufkäufe oder Fusionen, die Direktbanken, etwas Finanzkrise und nun einige zarte Finance 2.0 Ansätze. Die Fidorbank, Smava, kontoblick und neuerdings Yavalu  oder stockpulse. Und natürlich spiel auch Mobile Banking und Mobile Payment eine Rolle.

Die etablierten Banken beobachten diese Entwicklungen und überlegen, welche es nachzuahmen oder zu integrieren gilt, denn letztendlich wird der deutsche Durchschnittsverbraucher seine Bank nicht wegen etwas besserer Technologie oder fairerer Produkte verlassen.  Da ist eine herausragende Kondition schon von ganz anderem Kaliber. Die kleinen ehrgeizigen Startups, welche die Finanzbranche in der Regel als Nichtbank innovieren wollen, schaffen es entweder in die Nische oder werden in der Komplexität der Strukturen und regulatorischen Hürden zerrieben.

Anpassungen haben in den letzten Jahrzehnten eigentlich immer genügt. Ob sich das im Internetzeitalter groß ändern wird, bleibt fraglich. Es wäre jedoch wünschenswert, wenn Banken (wieder) zu finanziellen Dienstleistern für die breite Masse der Gesellschaft werden könnten. Einiges spricht dafür, dass Technik eine immer größere Rolle spielen wird und diese auch die Chance bietet Banking transparenter, schneller, einfacher und bequemer zu machen und das mit immer weniger Aufwand und möglicherweise sogar mit immer weniger Banken. Oder vielleicht sogar ganz ohne Banken. Denn meine These ist, dass eine wirkliche Innovation erst dann möglich wird, wenn man sich als Entrepreneur von dem historisch geprägten Begriff und den damit verbundenen Bedeutungen und Bildern wirklich trennt

Also werden Banken gar nicht zu einer fundamentalen Innovation in der Lage sein. Schon mit dem Erwerb einer Banklizenz ist die Entwicklung vorgezeichnet. Was ändert sich beispielsweise, wenn Banken PFM einsetzen, aber dennoch nicht von Provisionsmodellen und der Bevorzugung eigener Produkte abweichen, also darauf angewiesen bleiben, dass Verbraucher nicht den vollständigen Marktüberblick bekommen.

Kann eine Bank einer konstruktiven Strategie folgen. Also – wie Umair Haque in seinem Buch: The new capitalist manifesto definiert – wettbewerbsfähig wird, indem sie radikal nützlicher und hilfreicher für Menschen, Kommunen, Gesellschaft, Umwelt und zukünftige Generationen wird, als die Konkurrenten? Kann das dann wirklich noch eine Bank sein, wie wir sie heute kennen.

Ich will nicht unfair sein. Es gibt Ansätze und nur Schritt für Schritt lässt sich eine so dramatische Veränderung- die nicht weniger ist, als eine Umkehrung der Grundhaltung- vollziehen bzw. intern durchsetzen.

Welche Bank ist nun innovativ?

Da fallen mir ehrlich gesagt in Deutschland nicht so viele ein. Auch im Visible Banking Blog von Christopher Langlois- der sich intensiv mit Innovationen in der Bankenbranche und mit Social Media beschäftigt –werden relativ selten deutsche oder deutschsprachige Banken erwähnt.

Häufiger werden spanische Banken, die Danske Bank oder auch die holländische Rabobank erwähnt. Aus den Niederlanden kommt übrigens auch das Angebot Mone You von ABN Amro, die ihr noch einfacheres, schnelleres und vor allem auch mobiles Direktbankangebot am 01.07.2011 auf den deutschen Markt bringen. Möglicherweise aufgrund der intelligenten und einfachen Apps eine Bank, die vor allem jüngere Menschen anziehen könnte.

Beispiele

BBVA  Crowdfunding: Friends and Family 

Rabobank Community für  kleine Unternehmer: Startercommunity 

Danske Bank Crowdsourcing auf Facebook: Ideabank

Adelaide Bank Crowdsourcing/-funding/-collaboration/-financing?:planbig

Aber auch hier sind erst einmal keine substanziellen Veränderungen von Produkten oder gar des Geschäftsmodells erkennbar. Warten wir also weiter, auf die Bank, die das Banking revolutioniert. Oder brauchen wir am Ende gar keine innovativen sondern nur gute Banken?

Samstag ganz kurz: A bank that doesn’t suck


Manchmal erkennt man schon am Marketing, dass Banken anders sind oder anders sein möchten. Nun ist BankSimple eigentlich keine Bank im eigentliche Sinne. Wenn das Unternehmen aber 2012 das Private Beta Stadium verlassen haben wird, dann wird wieder ein kleines Stück mehr in der immer schwereren Schale liegen, welche den Druck zur Veränderung auf die etablierten Banken ausübt.

By the way:

Lasst uns weniger über Social Media und mehr über innovative Bankmodelle sprechen, denn was ist Social Media für die etablierten Player:

Eine Notwendigkeit aber kein USP!

Lesen Sie mehr zu einer Bank, auf die man sich freuen darf:

BankSimple: A Bank That Doesn’t Suck

http://www.fastcompany.com/magazine/157/banksimple-josh-reich-shamir-karkal

Wir sind mobil


Ich bin dann mal mobil

Mobilität ist ein menschliches Bedürfnis. Und die inhaltliche Bedeutung dieses Bedürfnisses hat sich in der Historie der menschlichen Spezies ganz schön verändert. Menschen können heute in immer kürzerer Zeit selbst die größten Entfernungen überwinden. Und die finaziellen Kosten für diese Mobilität sind zumindest in den letzten Jahren immer geringer geworden, auch wenn wir hier inzwischen an einen Wendepunkt angekommen sind: Und um dass zu erkennen, muss man noch nicht mal mehr all jene ökologischen und gesellschaftlichen Kosten einbeziehen, die ja schon immer unkalkuliert geblieben sind.

Was ich an dieser Stelle aber einfach nur sagen möchte: Dieser Blog ist jetzt mal für einige Tage still, da der electrouncle mobil ist und dabei nicht arbeiten kann und möchte.

Mobilität überwinden

Heutzutage kann man auf Reisen immer den Kontakt zu seinem sozialen Netzwerk halten. Hierbei helfen Geräte und Technologien, die man an nahezu jedem Ort der Welt nutzen kann und die gleichzeitig auch das Potential haben, wirkliche Bewegungen im Raum zu vermeiden. Die mobilen Technologien kommen prinzipiell also gerade richtig, um die Reisetätigkeit einzuschränken. Noch fällt es uns schwer dies zu begreifen: Verkehrspolitik bedeutet bei uns deshalb heute: Wir bauen zusätzliche Straßen, Schienentrassen etc. und nicht wir schaffen eine Infratstruktur um weitgehend auf Reisen verzichten zu können. Wobei wir uns die Urlaubsreise natürlich nicht nehmen lassen müssen. Könnten wir dann ja sogar direkt am Urlaubsort wohnen bleiben.

Mobilität und Banken

Auch Banken müssen sich schon immer mit dem Thema Mobilität beschäftigen. Früher brauchte man Orte, an welchen Finanzgespräche  durchgeführt wurden und der Kunde (bzw. Interessent) musste zur Bank kommen. Irgendwann kam dann das Internet und der Interessent oder Kunde musste nur noch zur Steckdose bzw. an den PC kommen. Demnächst kommt dann das Mobiltelefon und die Bank kann in die Hosentasche.

Mobile Banking muss warten

Das ist zumindest die Vision, die vor allem natürlich durch die mobile Branche getrieben und geschürt wird, wobei der Durchbruch für den mobilen Kanal ja schon seit Jahren prophezeit wird. Deshalb können wir auch davon ausgehen, dass es so schnell nicht gehen wird mit mobile banking, mobile payment oder mobile personal finance management und was noch so alles an Möglichkeiten bestehen würde.  Weil Banken eben alles andere als innovativ sind, Kunden die mobilen Möglichkeiten auch nicht gerade herbeisehnen, und die Unternehmen der Mobilbranche nicht daran interessiert sind wirklich eine Bank zu sein. Natürlich darf man auch nicht vergessen, dass Technologie getriebene Enwicklungen ohnehin am Ziel vorbei schießen, weil es für den Menschen ohnehin immer nur darum geht eine soziale Handlung auf dem jeweils bequemsten und einfachsten Weg auszuführen – auch wenn ihm dies selber natürlich fast nie bewusst ist. Aber wo ist z.B. aus Sicht des Sozialen der Unterschied zwischen Brief, Telefon, E-Mail, SMS, sozialem Netzwerk usw? Es geht grundsätzlich immer nur um Kommunikation!

Mobile Infos

Kommen wir zum Wesentlichen. Natürlich darf man nicht vergessen, dass die mobilen Endgeräte vor allen in Schwellenländern eine sehr große Bedeutung haben und dass man dort nicht mehr über mobile Banking, mobile Payment, etc. diskutieren muss. Dort sind diese Lösungen lange schon da und werden in den nächsten Jahren einen weiteren Boom erleben und dabei werden Entwicklungen übersprungen werden, die bei uns schon vor Jahrzehnen zu Lösungen geführt haben, die  so etabliert sind, dass sie noch lange domineren werden. Das ist ja auch das Schlimme mit der Innovation: Wer schon alles hat, muss sich scheinbar nicht mehr bewegen. Zum Glück zeigt uns die globale Welt, dass dies anders ist.

Bei uns geht es ja eher um neue Märkte. In Schwellen und Entwicklungsländern um infrastrukturelle Grundlagen. Wenn man jetzt klug wäre, könnte man natürlich erkennen, dass uns unsere alten Wege irgendwann einmal einholen werden.

Hier also einige Links aus der mobilen Welt. Fangen wir mit den Banken an. Da tut sich ja doch was. Die ING Direct bietet z.B. die Möglichkeit p2p Transaktionen durch das zusammenschlagen von Handys auszuführen. Bisher nur eine netten Spielerei, die ja auch schon andere anbieten. Grundsätzlich macht es das Leben aber leichter, schneller und bequemer.

http://www.intomobile.com/

Die Zukunft könnte übrigens auch aus Papier sein, d.h. Mobiltelefone könnten aus Papier sein. Können wir dann vielleicht mit dem Geldschein telefonieren? In Sachen Ökologie wäre das ja gar nicht schlecht.

Wer in der mobilen Welt erfolgreich sein möchte, egal, ob er nun eigene mobile Lösungen entwickelt oder Menschen über mobile Geräte erreichen und Ihnen was verkaufen will, der braucht Daten. Google hat kürzlich sehr interessante Daten geliefert. Die stammen zwar aus den USA sind aber sicherlich teilweise übertragbar einfach mal hier nachschauen. Die Studie heisst The mobile movement und steht zum kostenlosen Download zur Verfügung. Man ist google böse

Und viel mehr Daten und vor allem der beste und informativste Newsletter den ich in den letzten Jahren gelesen habe, den gibt es auf und von www.mobilbranche.de. Von dort stammen auch die hier erwähnten Links.

Und jetzt mach ich mal Pause. Übrigens ein Lieblingsfilm von mir:

10 Links zu Ideen und News


IdeenMahala – Kostenloses Mobile Banking Netzwerk in Afrika

13 Millionen Afrikaner haben kein Bankkonto. Sie haben noch nicht einmal die Möglichkeit ein Bankkonto zu eröffnen. Mahala bietet nun mobiles Banking auf Basis eines Fremium Models an. Nicht der Kunde bezahlt sondern Unternehmen, die über diesen Weg Produkte anbieten oder Value added Services nutzen oder bieten.

via springwise

Rockhealth – Etwas nützliches entwickeln (Gesundheitswesen)

Wer Ideen hat und in der Lage ist Anwendungen für den Gesundheitsbereich zu entwicklen und damit ein wirklich sinnvolles und hilfreiches Angebot unterbreiten möchte, durch welches es Menschen besser geht, der kann die neue Internetplattform Rockhealth nutzen. Rockhealth ist zugleich ein Inkubator, der junge Unternehmensgründer in der Gesundheitsbranche berät und unterstützt.

http://rockhealth.com/

Ahhha – Ideen zum leben erwecken

Von der Idee bis zur Umsetzung ist es oft ein weiter Weg. Sehr häufig findet man noch nicht einmal Menschen, die ähnliche Ideen haben bzw. bereit wären etwas zur Verwirklichung der Ideen beizutragen. Ahha ist eine neue crowdsourcing Plattform, die vielleicht auch neue Ideen im Banking hervor bringen kann. So wird aus der privaten Idee, wenn gewünscht, vielleicht das neue grosse Ding.

via. springwise

oder direkt zur Crowdsourcing Plattform

First National Bank – Überweisungen am Geldautomat ohne Bankkarte

Die Bankkarte ist ja auch so ein empfindlich und sorgsam zu hütendes Instrument auf das man gut verzichten könnte, wenn es einen Ersatz gäbe. Zum Beispiel das Mobiltelefon – dass man ja ohnehin immer dabei hat. Bei der First National Bank in Johannesburg kann man auf jeden Fall Geldautomaten nun ohne Bankkarte nutzen. Dabei wird eine Pin direkt aufs Banking geschickt und kann dann für einen begrenzten Zeitraum zum Geld abheben verwendet werden.

via. springwise

Adzookie – Das Haus mit Werbung finanzieren

Da hätte man eher drauf kommen können, denn Werbung findet man heute ja überall. Warum also nicht das Haus mit Werbung finanzieren. Mit Adzookie ist es möglich. Nur das Stadtbild wird dann recht gewöhnungsbedürftig sein. Wobei in manchen Regionen wäre sogar das noch eine Aktivität zur Verschönerung.

via.springwise

http://www.adzookie.com/paintmyhouse.php

Getupp – Motivieren durch Freunde

Gamification ist ja gerade in aller Munde und wird sicherlich zum Trend werden, denn schon meine Generation ist eine mit Computer Spielen groß gewordene. Warum soll man dann Spiele nicht auch nutzen, um menschliches Verhalten zu fördern oder zu verändern und Wettbewerb ist ein menschlicher Trieb ebenso wie das Bedürfnis anderen gegenüber einen möglichst positiven Eindruck zu hinterlassen. Dies hat sich das deutsche startupp getupp zunutze und zur Aufgabe gemacht. Über eine ortsbasierte Anwendung können Ziele definiert und Freunde dazu eingeladen werden. Die Freunde können dann darüber entscheiden, ob das Ziel wirklich erreicht bzw. die Tat tatsächlich ausgeführt wird. Über das einloggen an den Orten, an welchen das Ziel verfolgt wird (z.B. Fitnessstudio) erfolgt dann die Kontrolle. Einfach mal selber anschauen bei http://www.getupp.com/de

oder nachlesen bei springwise

Chromaroma – Beim U Bahn fahren spielen

Und noch ein Spiel. Gespielt werden kann es nur in London. Es hat mit Location based Services zu tun, ermöglicht die Verbindung mit anderen Menschen, hat Wettbewerbscharakter  und macht U-Bahn fahren spannender.  Im Netz anschauen oder direkt nach London fahren.

http://www.chromaroma.com/

Thick and Thin Value

Zwei Begriffe, die ich von Umair Haque geliehen haben und mit denen er in seinem Buch ” The new capitalist manifesto” den Unterschied zwischen dem auslaufenden Modell des Kapitalismus und dem gerade aufkeimenden Modells des konstruktiven Kapitalismus darzustellen. Zur Kategorie Thick Value gehört dann wohl diese Idee: Der erste Computer aus Papier.

http://www.pegadesign.com/en/portfolio-pp.html

In die Kategorie Thin Value gehört offensichtlich Apple. Zumindes wenn es um das Thema Energie geht. Eine Studie von Greenpeace hat offenbar herausgefunden dass Apple und auch Facebook die schmutzigsten Datencenter auf der Welt führen

http://futurezone.at/digitallife/2816-greenpeace-apple-hat-schmutzigste-datencenter.php

http://www.pegadesign.com/en/portfolio-pp.html

Und wenn wir schon einmal bei den eher negativen Dingen sind, dann sollten wir auch noch mal über Geldfresser sprechen.

Geldfresser

Es braucht nicht immer Menschen um dessen Erfindung und liebstes Kind sprichwörtlich in Luft aufzulösen. Auch Termiten verspüren wohl gelegentlich den Drang in die menschlichen wirtschaftskreisläufe einzugreifen. Mehr Infos bei Focus Online

http://www.focus.de/panorama/welt/buntes-geldgierige-termiten-fressen-millionen_aid_620833.html

Bitte mitmachen: Die Banker Charts


Wie klingen Banken?Was hören Banker?

Von Zeit zu Zeit bricht meine musikalische Ader durch und dann muss was mit Musik in den Blog. Im letzten Jahr versuchte ich mich deshalb dem Sound von Banken anzunähern. Wie klingen eigentlich Banken war meine Frage. Aber nach 8 Teilen ist mir nichts mehr eingefallen, zumal meine geschätzten Blog Leser wohl auch nicht in der Lage waren den Klang von Banken herauszuhören. Vielleicht liegt das an der mangelnden Emotionalität von Finanzprodukten, die offenbar auch nicht dadurch emotionaler werden, dass man sie wie in der Q 110 Filiale in eine Dose verpackt.

Die Bankercharts auf twitter. Folgen Sie @bankercharts

Was hören Banker?

Wenn es also nicht gelingt den Klang von Banken herauszuhören, dann bleibt nur die Möglichkeit die Angestellten von Banken nach ihren Lieblingsliedern zu fragen. Deshalb habe ich auf meiner www.facebook.com/diefinance20 Seite einen ersten Aufruf gestartet. Für richtige Charts reicht das Ergebnis noch nicht. Aber hier sind die bisher gewählten Musikstücke, die jedoch sehr genossenschaftslastig sind:

Eagles – Hotel California
Placebo – Without you I´m nothing
Frank Sinatra – New York, New York
Motorhead – I got mine
Donna Summer – Hot Stuff
Tom Waits – The piano has been drinking
Annie Mc Donald – Your time will come
Johnny Cash – 25 minutes to go
Joan Baez – Deportee (Plane Wrec At Los Gatos)
30 seconds to mars – hurricane
Marc Ribot´s Ceramic dog – Marlene

Gunsn Roses – Rocket Queen
Boston – Peace Of Mind
Dio – Gipsy
Mia – Hungriges Herz

Hier noch meine drei aktuellen Favoriten

Yuck – The Wall
Hunx and his Punx – Too Young to be in Love
Sparkadia – Postcards

Und hier zum Anhören der Song von Hunx and his Punx

Und jetzt bitte mithelfen!

Hören Banker eventuell lieber Oldies? Mit anderen Worten wir brauchen aktuelle Lieblingslieder, denn wer es böse mit den Bankern meint, könnte direkt wieder auf eine dumme Analogie kommen. Nennen Sie hier in die Kommentare oder auf meiner Facebook Seite Ihre Lieblingslieder. Es dürfen maximal 3 sein.

Und damit noch nicht genug. Ich suche noch ein schönes Chart Tool? Gibts da vielleicht nicht noch was von twitter? Bitte bei Teilnahme auch noch kurz hinzuschreiben, bei welcher Bank Sie tätig sind. Auch Menschen oder Mitarbeiter mit Bankbezug dürfen mitmachen

Die Botschaft verstanden?


Vergessen wir einmal kurz, dass Wells Fargo auf der Liste der “Guten Banken” nicht gerade ganz oben steht. Dann können wir uns unbefangen dieses Video anschauen. Ein Flashmob – ich liebe übrigens Flashmobs. Zumindest dann, wenn sie mit Musik und Tanz zu tun haben und es schaffen Menschen emotional zu bewegen. Dies ist nun der erste  – sicherlich Marketing Zwecken dienende – Flashmob einer Bank, dem dies gelingt.

Und was dieses Video vor allem im Bezug auf die jungen Menschen verdeutlicht. Nur soziale Marken, die es schaffen eine wichtige Rolle im realen Lebenskontext der Menschen zu spielen und zu übernehmen, können wirklich von den sozialen Medien profitieren. Oder ist das ein Irrglaube?

Zuhören aber richtig


Wenn der Social Media Berater im Unternehmen ist, dann ist “Zuhören” eine grundsätzliche Empfehlung, die als erster kleiner Gehversuch vor den großen Schritten steht. Bei aufwachsenden Menschen ist das ganz ähnlich: Auch Sprache lernt man über “Zuhören” . Wie überhaupt “Zuhören” und “Zuschauen” eine große Rolle bei der menschlichen Sozialisation und im menschlichen Leben allgemein spielt.

Zuhören hilft

Bei diesem einfachen Hinweis sollte man eigentlich mit dem Kopf schütteln. Warum muss man Unternehmen den Hinweis geben, dass “Zuhören” eine gute Strategie sein könnte bzw. was ist passiert, dass die Menschen, die in Unternehmen arbeiten offenbar nicht oder nicht richtig zuhören können? Gerade in vielen Banken, deren Produkte in der Regel recht kompliziert, wenig haptisch und vor allem vollkommen unemotional sind, scheint das “Zuhören” lange Zeit überhaupt gar nicht notwendig gewesen zu sein, denn offenbar hatte der Kunde ohnehin keine große Wahl, denn egal wo er das Produkt oder die Dienstleistung in Anspruch nahm, grosse und vor allem für den Kunden erkennbare Unterschiede gab es ohnehin kaum.

Und wenn Menschen zuhören, dann reicht das meiner Meinung auch noch lange nicht aus. Es gibt ja herausragende Zuhörer, die den Gegenüber nicht nur zu Wort kommen und ausreden lassen, sondern denen es gelingt auf den Redner einzugehen und ihm das Gefühl geben, seine Meinung zu achten und seinen Hinweisen zu folgen. Aus einer solchen Person wird dann häufig ein guter Vertriebler.

Zuhören hilft nicht

Zig Ziglar ist ein berühmter amerikanischer Verkaufstrainer, dessen Buch “Der totale Verkaufserfolg” ich einmal vor mehreren Jahren im Urlaub gelesen habe. Er ist der Prototyp eines Verkäufers, der in der Lage ist alles zu verkaufen. Und er ist ein guter Zuhörer. Wenn er auch nur zuhört, um seine Verkaufsstrategie entsprechend auf den Kunden auszurichten. Er hört zu, sucht aber nur nach Lücken und Hebeln, um dem Verbraucher ein Produkt zu verkaufen, welches er eigentlich gar nicht braucht.

Wenn “Zuhören” die Basis einer solchen Strategie bildet, dann kann man sich den Hinweis, dass man als Unternehmen zuhören sollte, eigentlich direkt vergessen. Denn Zuhören würde dann gar nichts ändern und es verwundert eigentlich auch nicht, dass die meisten Unternehmen beim Zuhören und dessen technische Entsprechung “Monitoring” immer erst an Gefahrenabwehr denken, also erst einmal nur wissen wollen, ob schlecht oder vielleicht auch gut über sie gesprochen wird.

Zuhören muss zu Veränderung führen

Ein solches Zuhören ist Wirtschaft 1.0 und führt in dieser transparenter werdenden Welt zum Mißerfolg. Denn wer immer nur hört, was er hören will und sich erklärt und argumentiert, aber nie über den Schatten der Veränderung springt, hilft Kunden nicht. Er hilft nur sich selber, erzeugt dabei aber externe Effekte (Unzufriedenheit, Vertrauensverlust, etc.) , die – auch weil es inzwischen neue Wettbewerber gibt, die den Kunden wirklich bestimmen lassen – mittel- bis langfristig zum Scheitern des Unternehmens führen werden.

Zuhören bedeutet mitunter und bei Banken in vielen Fällen auch Verhaltensänderungen. Wer richtig zuhört, kann verstehen, was der Verbraucher wirklich wünscht und prüft, ob deren Gespräche Chancen zur Veränderung und Verbesserung liefern.

Was macht man als Bank, wenn Kunden sich ein kostenloses Girokonto wünschen, obwohl der Gehaltseingang unter 1250, – Euro ist. Was macht man, wenn man als Bank nur Geld mit Menschen verdient, die Geld haben. Diejenigen Menschen, die kein oder wenig Geld haben, Banken aber viel dringender gebrauchen könnten? Nun man könnte es z.B. wie hello wallet machen. Hello Wallet ist ein amerikanischer Personal Finance Anbieter, der für jeden fünften bezahlten Account einen kostenlosen Account an eine bedürftige Person oder Familie gibt.

Aber warum führt zuhören so selten zur Veränderung? Können Banken sich gar nicht verändern?

Energie


German Angst

Fukushima bewegt die Deutschen und schürt unsere Ängste. Das aus allen deutschen Bürgern ab sofort Klimaschützer geworden sind, ist sicherlich zu bezweifeln. Allerdings zeugen die jüngsten Wahlerfolge der Grünen davon, dass eine grundlegende Bereitschaft zum umweltpolitischen Neuanfang existiert. Ob nun aus Vernunft und Einsicht oder aus purer Angst spielt dabei keine Rolle.

Social Business und eine spezielle Chance

Mit dem Verzicht auf die Atomenergie sind natürlich nicht alle Probleme gelöst. Eigentlich fangen Sie erst an, denn dieses Land benötigt ein energiepolitisches Konzept und auch damit wird es nicht getan sein. Das was auf uns zukommt und worin auch eine große Chance besteht ist der Weg in eine neue Art des Wirtschaftens, die Umair Haque in seinem Buch „The new capitalist manifesto als  Social Business beschreibt. Social Business bedeutet eine wirklich nachhaltige und unschädliche Wirtschaftsweise und damit natürlich auch die entsprechende Veränderung der gesellschaftlichen und kulturellen Grundlagen. Aber während Umair Haque in seinem Buch auf Unternehmen schaut und einige beeindruckende Beispiele von Unternehmen zeigt, die durch disruptive Veränderungen ihrer Arbeits- und Handlungsweisen Wettbewerbsvorteile erlangen, könnte Deutschland als traditionell stärker an sozialen und auch ökologischen Werten orientiertes Land, welches wirtschaftlich zusätzlich eine große internationale Bedeutung hat, in der Umstellung auf „Social Business eine neue Perspektive und Chance erhalten.

Um es nicht zu kompliziert zu machen. Social Business bedeutet seine Wirtschaftsweise so auszurichten, dass Mensch, Community, Gesellschaft, Natur und zukünftige Generationen nicht geschädigt werden. Dies läuft darauf hinaus, dass alle Kosten – auch die externalisierten – bei der Produktion von Waren und Gütern einbezogen werden.  Aus Wertschöpfungsketten oder Prozessen werden Kreisläufe.

Dieses Land braucht eine Vision

Statt weinerlich zu argumentieren, dass die anderen Nationen nicht auf Atomkraft verzichten werden und – erlauben Sie mir den zynischen Scherz –wir deshalb trotzdem alle sterben oder aber – weil wir ja in einem globalen Markt agieren – wirtschaftliche Nachteile haben werden – was ja für die – nur noch weinerlich argumentierenden Politiker und Wirtschaftsbosse – 1.0 dasselbe zu sein scheint- sollten wir die Chance sehen. Dieses Land braucht eine Vision, die uns zu einem neuen Wunder führt. Das Modell China hat keine wirkliche Zukunft, das neue Modell Deutschland könnte eine haben, denn – um nochmal auf Umair Haque zurückzukommen – Unternehmen wie Nike, Walmart oder auch Lego – die sich in einigen Bereichen vollkommen neu in Richtung Social Business aufgestellt haben – machen dies sicherlich nicht aus wohltätigen Gründen sondern eher aus harten wirtschaftlichen Überlegungen.

Auch Banken können einen Beitrag leisten

Laut Umair Haque gibt es noch kein Unternehmen, das in allen Aspekten Social Business betreibt. Aber es gibt schon zahlreiche Beispiele. Hätte er stärker auf den deutschen Markt geschaut, so wäre er hier sicherlich auch fündig geworden. Selbst in der Bankenwelt ist Nachhaltigkeit (nicht als Marketing Instrument) ein immer wichtiger werdender Wert. Bezogen auf die Themen Umwelt und Klima ist vor allem auch die GLS Bank ein Vorreiter. Viele Banken offerieren ihren Kunden besondere  Angebote, um in Sachen Strom und Heizung auf regenerative Energien umzusteigen. Ökologische Finanzprodukte und –investitionen sind weitere Trends. Aber wie sieht es mit den eigenen Gebäuden aus. Inwiefern gehen die Banken hier als gutes Beispiel voran? Wie wird Energie gespart? Wird umweltfreundlich gebaut? Wie sieht es mit der Ökobilanz einer Filiale aus und wie z.B. mit der Ökobilanz einer Online Filiale.

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(Interessante Projekte wären mir hier einen Gastbeitrag wert! Einfach Vorschlag an @electrouncle senden).

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Sind Facebook, twitter und Co. die aktuell so beliebten sozialen Medien eventuell sogar ein Beitrag zum Energie sparen?

Das Problem mit den neuen Technologien

Auf der anderen Seite was kosten uns die ganzen technischen Innovationen. Alle neuen Ideen – über die ich hier immer wieder berichte – verbrauchen Energie.  Laut eines Heise Artikels aus dem Jahr 2008 steigt der Energieverbrauch des Internets exponentiell. Jede Suchanfrage bei google schädigt die Umwelt. Wobei der Produktabschluss über das Internet vermutlich aber Energie effizienter als der Abschluss in der Filiale ist. Das mobile Internet, NFC Payment und alle anderen NFC Dienste werden Energie brauchen. Jeder Computer, jedes elektronische Gerät, jeder automatische Türöffner. Mit dem Ausstieg aus der Atomenergie ist es nicht getan. Das Stichwort Green IT gehört auf die Tagesordnung. Wir müsse an vielen Stellen Energie einsparen und uns in Richtung Wiederverwertung bewegen.

Visonäre statt Angsthasen und Bestandsverwalter

Viele Fragen, die es auf allen Ebenen zu thematisieren gilt: In Unternehmen, Organisationen, Institutionen, durch jeden einzelnen Menschen. Eine Gesellschaft könnte sich neu erfinden, wenn wir in die Zukunft schauen, die lieb gewonnen und für den Einzelnen noch profitablen Verhaltensweisen über Bord werfen und unseren eigenen Weg gehen. Wenn Politik und Wirtschaft es schaffen uns diese Vision zu vermitteln, statt ängstlich auf die anderen Angsthasen zu schauen, dann haben wir die Chance zur modernsten und zukunftsfähigen Volkswirtschaft der Welt zu werden. Also legen Sie bitte los!

Und was denken Sie? Hier kann diskutiert werden!

www.facebook.com/diefinance20seite

Und natürlich auch hier

NFC und meine Hosentasche


Einfaches für den Einfachen

Menschen sehnen sich  nicht nach NFC Anwendungen oder Diensten. Es existiert sozusagen kein natürliches Bedürfnis. Aber haben sie sich Autos, Fernsehen oder das iPad gewünscht? Dennoch kann man sich ein Leben ohne diese kulturellen Hervorbringungen heute kaum noch vorstellen. Starbucks hat innerhalb von nur 3 Monaten in 6800 Filialen über 3 Millionen Menschen dazu gebracht mit dem iPhone oder Blackberry zu bezahlen. Auch wenn hier statt NFC noch 2D Barcodes genutzt wurden, zeigen diese Zahlen, dass Menschen offenbar bequeme, einfache und Aufwände reduzierende Technologien sehr schnell annehmen. Zumindest in Ländern, die nicht Deutschland heißen.

Die mobilen Geräte werden unser Leben weiter verändern. Viele Dinge werden einfacher, schneller und bequemer werden. Auf der anderen Seite werden Diskussionen zu den Themen Datenschutz, Sicherheit, Privatheit, Persönlichkeitsrechten und auch Herrschaftsfragen neuen Stoff erhalten. In Sachen Vereinfachung und Bequemlichkeit liegen die Pro Argumente für NFC auf der Hand und es ist deshalb kein Wunder das google auf diese Technologie setzt und auch Apple. Man greife einfach mal in seine Hosen- und Jackentaschen, um das Potential dieser Technologie abschätzen zu können.

Meine Taschen nach aussen gekehrt

Fangen wir bei meiner Geldbörse an. Diese ist in der Regel gefüllt mit Bargeld, diversen Karten, alten Taxiquittungen, Rechnungsbelegen, Visitenkarten, einem Ausweis und einigen Bildern. Sie ist dementsprechend dick und beult sowohl Hosentaschen als auch Anzugtaschen ganz schön aus. Ästhetisch gesehen kein sehr schöner Anblick:

Kreditkarte und Bankkarte liessen sich mittels NFC sehr leicht in das Mobiltelefon integrieren. Besonderer Vorteil: Mit einem intelligenten Tool liessen sich alle Transaktionen übersichtlich darstellen. Eine Echtzeitverbindung zum Konto würde Kostenkontrolle zu jedem Zeitpunkt ermöglichen.

Der Schritt zur Ersetzung von Münzen und Scheinen ist technisch ein sehr leichter. Kulturell sieht das sicherlich anders aus. Meine Geldbörse fühlt sich aber schon leichter an.

Meine Krankenversicherungskarte ist ebenfalls leicht zu ersetzen. Sie wäre in vielerlei Hinsicht erweiterbar bis zur Hinterlegung von Krankheitsdaten, die im Notfall über ein noch zu entwickelndes Sicherheitssystem wertvolle Daten für Ärzte oder Erstretter liefern könnten. Grundsätzlich wären auch Terminvereinbarungen und -Erinnerungen um einiges leichter.

Dauerkarte und Mitgliederausweis des 1FC Köln. Schwups im Mobiltelefon verschwunden. Auch hier sind viele Zusatzdienste integrierbar: Zahlungsmittel, Fahrkarte, besondere Angebote und Coupondienste, Mitgliederzeitung, etc.

Karte für die Autoversicherung: Nicht mehr erforderlich.

Sixt Karte gestrichen!

BahnCard. Wird endlich nicht mehr gebraucht. Zusätzlich würde der lästige und dauerhafte Griff zur Geldbörse wegen ständiger Kontrollen obsolet. Einkäufe in der Bahn kein Problem. Reservierung ohne langes Warten oder anstehen. Erwerb und Buchung von Bonuspunkten . Rabatte und Coupons für Verspätungen.

Personalausweis und Reisepass wären ebenfalls sehr einfach zu ersetzen und es gäbe viele schöne Zusatzfunktionen, über die sich zumindest staatliche Institutionen freuen würden.

Auch Taxiquittungen und andere Belege könnten der Vergangenheit angehören Ganz zu schweigen von Visitenkarten. Selbst die Karte für das Sonnenstudio, welche ich – was mir ein wenig peinlich ist – in meinem Portemonnaie mit mir führe- wäre zu ersetzen und im Sonnenstudio wäre Selbstbedienung zu allen Tageszeiten möglich. Eventuell liesse sich sogar ein System ausdenken, welches aus der natürlichen und künstlichen Sonnenstrahlung eine Art Risikoprofil erstellt.Dafür braucht es natürlich mehr als NFC.

Kein Problem ist auch das Ersetzen jeglicher Art von Schlüssel oder Zugangskontrolle, womit meine Hosentaschen erst einmal leer wären. Vom Brillenputztuch einmal abgesehen.

Was NFC noch alles könnte:

  • Austausch von Kontaktdaten
  • Vergleich von Produkten, Preisen, etc.
  • Bewertungen einholen und abgeben
  • An Orten einchecken und auschecken
  • Werbung und Informationen einholen
  • Lernen und Verstehen bei tägliche Aktivitäten ( Einkauf, Medizin, etc.)
  • Lebewesen und Sachen finden, identifizieren und überwachen
  • Intelligente Dinge
  • Neue Sicherheitssysteme
  • ….

Herausforderungen für Banken

NFC wird Banken nicht überflüssig machen, es wird aber im Bereich Payment auch keine neuen Märkte für die Banken schaffen. In den westlichen infrastrukturell bereits sehr gut ausgerüsteten Märkten, bedeutet mobile Payment lediglich eine Modernisierung allerdings mit erheblichen Kosten Vorteilen. Ausserdem wird es eine gewisse Zeit dauern, bis die Bürger in ihrem Verhalten umschwenken werden. Man betrachte nur mal die skeptische und zurückhaltende Haltung zur Kreditkarte. Oder nehmen wir den wohl gescheiterten Geldchip auf der Bankkarte.

Dennoch sollten sich Banken rechtzeitig mit dem Thema beschäftigen. Kooperationen mit TK Unternehmen oder Technologieanbietern wären sinnvolle Schritte, da wir uns hier in eine Richtung bewegen, welche Banken nicht mehr alleine beherrschen können und sie werden die technologische Entwicklung und vor allem das Entwicklungstempo nicht bestimmen.

Möglicherweise gibt es aber ausserhalb der Payment Anwendungen durchaus auch neue Geschäftsfelder für Banken. Zum Beispiel als Sicherheits- oder Vertrauensprovider, denn noch besteht ja durchaus ein Vertrauensvorsprung z.B vor Telekommunikationsanbietern. Dann sollten aber auch in Sachen Bequemlichkeit und Einfachheit der Lösungen und Dienstleistungen Fortschritte gemacht werden, denn – wie zu Beginn der Ausführungen gesagt- hierin liegen entscheidende Verkaufsargumente für alle Produkte innerhalb einer ständig komplexer werdenden Welt. Anwendungen, welche diese Komplexität reduzieren und hierzu gehört NFC mit Sicherheit versprechen hohe Erfolgchancen.

Was denken Sie? Ist NFC eher Fluch oder Segen für die Banken?