Wandel lernen mit “The wizard of oz”


Ich nehme kurz nochmal das Thema Wandel auf. In meinem letzten eigenen Blogbeitrag (No.999) habe ich mich im Rahmen einer Blogparade schon intensiv damit auseinander gesetzt. Nun möchte ich einen kleinen Nachtrag hinzufügen. Dabei beziehe ich mich auf ein Musical aus dem Jahr 1939: THE WIZARD OF OZ. Dort wurden drei wesentliche Grundvoraussetzungen für Wandel genannt und musikalisch aufbereitetet. Mir erscheint es angebracht zu sein, auf diese Grundvoraussetzungen noch einmal hinzuweisen, können wir doch beinahe tagtäglich beobachten ( wir müssen aktuell ja nur nach Berlin schauen) wie Wandel scheitert oder gar nicht erst in Bewegung kommt.

Hier sind also die drei Grundprinzipien in der von mir für richtig gehaltenen Reihenfolge.

If I only had a heart (Liebe)

If I only had the nerve (Mut)

If I only had a brain (Klugheit)

http://www.youtube.com/watch?v=nauLgZISozs

By the way

Vor Weihnachten muss ich unbedingt noch einmal einen Musical Tag vor dem Fernseher einlegen. Mal sehen was die Familie dazu sagt. Vielleicht muss ich allein schauen.

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Stilfragen: Mehr als Geld und Zinsen


Banking mit Stil

Die Finanzbranche hat mehr zu bieten als nur Geld und Zinsen. Spätestens seit 2007 erfreut, belustigt und frustriert sie uns durch tägliche Schlagzeilen in allen Medien. Das in dieser Branche aber vor allem Menschen tätig sind, die wie wir alle auch aus Fleisch und Blut bestehen vergessen wir dabei häufig.Und diese Menschen interessieren sich für ganz viele Dinge und Themen, die jeden von uns antreiben. Zum Beispiel auch für Mode, Musik, Kunst, Literatur und andere ganz normale Erfindungen des menschliches Geistes. In meiner neuen RUBRIK Stilfragen geht es ab sofort vor allem um Mode und Musik. Wie sollte sich ein Banker kleiden? Welche Kleidung führt zum Erfolg? Hören Banker Mozart, Rammstein oder Heino? Machen Kleider wirklich Leute und findet Innovation, die diesen Blog ja umtreibt, auch bei diesen nicht unwichtigen Alltagsfragen statt?

Den Anfang macht ein Interview mit einem jungen Bankmitarbeiter einer Volksbank. Wer sich hier zukünftig einbringen möchte, der ist hiermit eingeladen sich zu beteiligen.

Also Bühne frei für Alexander Weinmann

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1.) Welche Kleidung trägt man als Mitarbeiter einer Bank?

Es fällt schwer, hier eine pauschale Aussage zu treffen. Das hängt grundsätzlich von der Aufgabe ab, die man im Unternehmen erfüllt. Wer mit Kunden oder Geschäftspartner zu tun hat, sollte nicht nur fachlich, sondern auch outfittechnisch überzeugen. Dabei sollte man immer beachten, wer der Gegenüber ist. Wer überwiegend mit jungen Menschen zusammenarbeitet darf gerne locker auftreten. Eine farbige Chino, ein Hemd und ein legeres Sakko reichen hier völlig aus. Bei Terminen mit institutionellen Kunden oder in Meetings mit dem Vorstand hingegen bietet sich ein klassisches Outfit an. Mit einem dunklen Anzug, einem hellen Hemd und einer unauffälligen Krawatte macht man hier nichts falsch. Wichtig ist, dass das Outfit nicht aufgesetzt wirkt. Wer sich in einen ungeliebten Zwirn zwängt, dem sieht man das auch an.

2.) Ist Kleidung wichtig? Ich meine: Machen Kleider Leute?

Auf jeden Fall. Für einen Sternekoch gilt das Motto: “Das Auge isst mit” – das übertrage ich auch gerne auf das äußere Erscheinungsbild. Gut gekleidet zu sein hat enorme Wirkung auf Freunde, Kunden und Kollegen. Es wirkt einfach professionell und rundet den perfekten Auftritt ab. Darüber hinaus hilft das richtige Outfit, das Selbstbewusstsein zu stärken.

3.) Wie würdest Du Deine Kleidungsstil beschreiben?

Stilsicher, elegant und modern.

4. ) Darfst Du Dich so in der Bank kleiden oder denkst Du selber, dass in der Bank sowas nicht getragen werden sollte?

Das klassische Bild des Bankers wird durch Anzug, Hemd und Krawatte geprägt. Dieses Verständnis gilt in vielen Häusern auch als Regel i.S. Dresscode. Ich breche gerne auch mal das ein oder andere Tabu. Fliege statt Krawatte, bunte Akzente durch Einstecktücher und Socken, hellgraue Schuhe, Armbänder. Das fällt den Leuten positiv auf.

5. ) Was hast Du Dir zuletzt gekauft und was ist Dein aktuelles Lieblingskleidungsstück?

Cognacfarbene Derby-Shoes aus Glattleder mit blauen Schnürsenkeln. Mein Lieblingsstück ist ein knallrotes Sakko, italienisch geschnitten.

6.) Welches Accessoire braucht der Mann in diesem Sommer! Also falls der Sommer noch kommt?

Aktuell geht nichts über bunte Socken. Ich persönlich bevorzuge einfarbige Socken in kräftigen, warmen Farbtönen wie rot oder orange.

7.) Dein Statement zu Mode und Musik?

Zwei Begriffe, die sich sehr ähnlich sind und auf jeden Fall in einem Atemzug genannt werden dürfen. Mode ist ebenso vielseitig und individuell wie die Musik. Jeder hat einen Stil, den er bevorzugt. In Sachen Musik empfehle ich das aktuelle Brett vor dem Herrn “So Good to Me” von Chris Malinchak.

8.) Wo kaufst Du ein und wie viel gibst Du für Mode aus?

In der Regel online. Absolut empfehlen kann ich http://www.asos.de. Hier gibt es Anzüge, Hemden und unzählige Accessoires in den jeweils angesagten Farben und Formen der Saison. Und das zu unvergleichbaren Preisen! Ich schätze, dass meine monatlichen Ausgaben für Bekleidung im Schnitt bei 150€ liegen.

9.) Ist modische Kleidung männlich? Ich meine: Sollten Männer nicht lieber auf modische Kleidung und Shopping verzichten?

Mode und Männlichkeit schließen sich keinesfalls aus! Im Gegenteil: Mode ist männlicher denn je! Das lassen vor allem Designer in ihren Storekonzepten und mehrmals jährlich wechselnden Kollektionen erkennen. Hier liegt ein enorm hoher Fokus auf dem männlichen Geschlecht. Wer sich in Sachen Outfit übrigens gerne inspirieren lassen möchte, dem empfehle ich zwei Großmeister in Sachen Stil: Nick Wooster und Lapo Elkann.

10.) Was hast Du sonst noch auf dem Herzen? Gib meinen Lesern eine Message!

Bei Mode gilt eine wichtige Regel: Authentizität. Man(n) muss sich in seiner Kleidung in erster Linie wohl fühlen und darf nicht künstlich wirken.

Zu meiner Person:

Mein Name ist Alexander Weinmann. Ich bin Bankkaufmann, Student und bekennender Schuhliebhaber aus dem Westerwald. In meiner Freizeit beschäftige ich mich überwiegend mit Technik und Mode. Somit bin ich über die neuesten Trends immer bestens informiert und meinen Mitmenschen stets ein guter Ratgeber.

Tanz den Mai und ein wenig Banking


Wenn die Gedanken nicht richtig fließen, mir also mal so absolut nichts einfallen will, dann muss die Musik herhalten. Einerseits zum Entspannen. Andererseits um einen regelmäßigen “Blogging”-Rhytmus einzuhalten. Denn schließlich bin ich ja nicht nur der “finance20uncle” sondern auch der electrouncle. Hier also 10 Songs, die man sich in diesem Mai mal anhören sollte:

1. Working Class Hero von John Lennon

2. Working von Nina Kraviz

3. Levi Stubbs Tears von Billy Bragg

4.Babylon von David Gray

5. The times they are a changing von Bob Dylan

6. The compete Banker von The Divine Comedy

Im Mai immer bei mir auf der Playlist

7. Forest Fire  von Lloyd Cole

Aktuell wieder in den englischen Charts

8. Together in electric dreams in der Version von Philip Oakey und Giorgio Moroder

9. Midnight Express von Himan mein Elektro Goodie des Monats

10.Der Turm stürzt ein von Ton Steine Scherben darf im Mai natürlich nicht fehlen

Wer jetzt noch was über Banking hören möchte:

Das mobile Payment Rennen in Großbritannien wird spannender. O2 ist offensichtlich mit dem bisher attraktivisten Angebot auf den Markt gekommen. Das meint zumindest Chris Skinner. Let the mobile wallet wars beginn

Mit WIkifolio gibt es einen Neuzugang im deutschen Finance20 Markt. Das Angebot erinnert ein wenig an etoro. Menschen können in Aktien investieren, indem sie erfolgreichen Handelsstrategien, sogenannten wikifolios Folgen können. Demnächst mehr

Am 04. Mai kann man mich übrigens auf der co funding Konferenz in Berlin treffen. Am 09. Mai darf ich auf der Euroforum Konferenz Baufinanzierung etwas zu Social Media erzählen und ich habe doch tatsächlich eine Anwendung für Pinterest gefunden.

In diesem Sinne. Bitte Musik hören. Geht auch auf der Republica 2012

Echo 2012: Schrott Business statt Show Business


Letzten Donnerstag schaute ich Fernsehen. Ich sehe leider noch sehr oft Fernsehen. Für die Bar Netzwerk war ich zu müde, also habe ich in meinem kleinen Zimmer auf Schloss Montabaur bei der ADG immer mal wieder in den Echo 2012 gezappt. Nehmen Sie es mir nicht übel, hier geht es heute nicht um Banking und Finance, denn offensichtlich gibt es Branchen, die sind noch viel schlimmer dran.

Auch deutsche Künstler möchten ab und zu mal einen Preis bekommen und weil kein anderes Land auf der Welt einem deutschen Künstler freiwillig einen Preis aushändigen würde, muss man eben seinen eigenen “Publikumspreis” erfinden. Dieser wird nun seit 1992 verteilt und mit der Verleihung des Preises kann man dann auch mal die ein oder andere vom Fernsehzuschauer teuer bezahlte “Fernsehstunde” verschwenden. Wer noch nach einem Grund für die Abschaffung der GEZ-Gebühr sucht, kann nach dieser Sendung die Suche einstellen

Das deutsche Show Business besteht offensichtlich aus wenig talentierten, wenig einfallsreichen und oder alternden ewig gestrigen Künstlern, die sich gegenseitig feiern und nebenbei kleine Ereignisse der Film- und Fernsehgeschichte nachspielen. Oder wieso kommen Ina Müller (diese Frau ist kaum zu ertragen) und Barbara Schöneberger (diese Frau ist noch viel weniger zu ertragen)  darauf, sich auf der Bühne zu küssen? Wen soll das noch schockieren und welche Generation sprechen diese Moderatorinnen eigentlich an? Hatte Pop Musik nicht mal was mit Jugendkultur zu tun? 

Aber warum schaue ich mir sowas auch an und noch viel schlimmer: Warum überrascht mich das noch. Man muss ja nur das deutsche Dudel Radio einschalten, um zu erkennen, dass es um die deutsche Pop- und Rock Musik noch viel schlimmer bestellt ist, als um jede andere Branche. Jede Minute BFBS entlarvt die Armseligkeit deutscher Unterhaltung. Wie kann es sein, dass eine Band wie die “Toten Hosen” oder die Ärzte nach wie vor die Arenen füllen und ansonsten nur Plagiat Pop- und Rock oder volkstümliche Pop Musik ala Silbermond die Radiowellen verschmutzen. Warum hört man einige Songs 50 bis 100 mal am Tag und zwar auf allen Radiosendern? Und warum beschweren sich dann noch Vertreter dieser Branche, über das böse Internet, welches die Einnahmen der Künstler und Verlage auffressen soll. Dabei sind es doch die Künstler, Verlage und Medien selber, die den Musik Interessierten verprellen und zu Tode quälen.

Pop Musik stand für mich auch immer für Devianz. Sie hat in Frage gestellt und war mal ein Motor zumindest aber ein Anstoß für Veränderung. Wie soll man von Unternehmen Veränderungen erwarten, wenn die Jugend nicht mal mehr mit einer Popkultur aufwächst, die noch etwas verändern möchte.

Auf der Facebook Seite von Mario Sixtus habe ich am Freitag den folgenden Link gefunden, der auf einen Artikel von Malte Welding hinwies. Malte Welding fragt in seinem Essay zur deutschen Fernsehkultur, ob das Volk vor Langeweile stirbt. Diesem Artikel ist kaum noch etwas hinzuzufügen, außer vielleicht: Ich bin bei der Verleihung des Echo 2012 nicht an Langeweile gestorben, weil die Wut mich wach gehalten hat. I

Banker schaut auf dieses Video


Wieder einmal ein schönes Video, welches kurz und knackig zusammenfasst, wie das Internet Branche um Branche disruptiv verändert. Diesmal geht es um die arg gebeutelte Musikbranche und in einigen Jahren werden wir ein solches Video sicherlich auch zur Bankenbranche finden.

Und Musik treibt mich hier ja auch immer wieder um. Zum Beispiel in meinen bankercharts

Bankercharts


Neuzugänge

Im Juli gibt es drei Neuzugänge vorgeschlagen von Alexander Majonek von mybankrating.de

Mike Oldfield. Five Miles Out (1982)
Paul Kalkbrenner. Sky and Sand
The Killers.  Mr. Brightside

Weitere musikalische Favoriten empfange ich natürlich gerne per Kommentar, twitter (@bankercharts) oder auch Facebook! Die Bankercharts auf twitter. Folgen Sie @bankercharts

die bisher genannten Musikstücke

Eagles. Hotel California
Placebo. Without you I´m nothing
Frank Sinatra. New York, New York
Motorhead. I got mine
Donna Summer. Hot Stuff
Tom Waits. The piano has been drinking
Annie Mc Donald. Your time will come
Johnny Cash. 25 minutes to go
Joan Baez. Deportee (Plane Wrec At Los Gatos)
30 seconds to mars. Hurricane
Marc Ribot´s Ceramic dog. Marlene
Guns n´ Roses. Rocket Queen
Boston. Peace Of Mind
Dio. Gipsy
Mia. Hungriges Herz
Guns ‘n Roses. Patience
Eminem. Loose yourself

Und noch 2 neue (alte)Favoriten von mir

The Stray Cats. Rock this town

Und etwas neuer

Benny Benassi.Cinema (Skrillex Remix)

Happy birthday Bob Dylan


Ein großer Mann

Ehre wem Ehre gebührt. Auch in einem Finance Blog hat Bob Dylan seinen Platz. Und zum siebzigsten Geburtstag muss man den wohl bekanntesten und einflussreichsten Vertreter eines vermutlich sogar aussterbenden musikalischen Genres doch huldigen. Wie sieht die Zukunft des Protestsongs wohl aus. Gibt es keine Gründe für die musikalische Auseinandersetzung mit Politik und Gesellschaft mehr oder hat sich einfach nur die Musikbranche und die Musiker verändert? Eventuell drückt sich Protest ja auch stärker in den sozialen Netzwerken aus und die Musik wird vom Internet als Ausdrucksform abgelöst.

Gr0ße Männer im Banking

Gab es oder gibt es große bzw. herausragende Banker, die eine ähliche Strahlwirkung wie Bob Dylan haben?  Vielleicht sind ja Friedrich Wilhelm Raiffaisen und Franz Hermann Schulze Delitzsch die “Protestsänger” der Finanzbranche. Andere große Namen fallen mir in jedem Fall nicht ein.  Und dabei könnte man von Bob Dylan so viel lernen. Aber da kann der werte Leser mir ja helfen. Welche Banker haben  für Sie historische Bedeutung?

Und nun Musik von Bob. Allerdings ist es mit dem freien Internet auch nicht mehr so weit her. Keine Originale von Bob zu finden. Danke an die GEMA

Bitte mitmachen: Die Banker Charts


Wie klingen Banken?Was hören Banker?

Von Zeit zu Zeit bricht meine musikalische Ader durch und dann muss was mit Musik in den Blog. Im letzten Jahr versuchte ich mich deshalb dem Sound von Banken anzunähern. Wie klingen eigentlich Banken war meine Frage. Aber nach 8 Teilen ist mir nichts mehr eingefallen, zumal meine geschätzten Blog Leser wohl auch nicht in der Lage waren den Klang von Banken herauszuhören. Vielleicht liegt das an der mangelnden Emotionalität von Finanzprodukten, die offenbar auch nicht dadurch emotionaler werden, dass man sie wie in der Q 110 Filiale in eine Dose verpackt.

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Was hören Banker?

Wenn es also nicht gelingt den Klang von Banken herauszuhören, dann bleibt nur die Möglichkeit die Angestellten von Banken nach ihren Lieblingsliedern zu fragen. Deshalb habe ich auf meiner www.facebook.com/diefinance20 Seite einen ersten Aufruf gestartet. Für richtige Charts reicht das Ergebnis noch nicht. Aber hier sind die bisher gewählten Musikstücke, die jedoch sehr genossenschaftslastig sind:

Eagles – Hotel California
Placebo – Without you I´m nothing
Frank Sinatra – New York, New York
Motorhead – I got mine
Donna Summer – Hot Stuff
Tom Waits – The piano has been drinking
Annie Mc Donald – Your time will come
Johnny Cash – 25 minutes to go
Joan Baez – Deportee (Plane Wrec At Los Gatos)
30 seconds to mars – hurricane
Marc Ribot´s Ceramic dog – Marlene

Gunsn Roses – Rocket Queen
Boston – Peace Of Mind
Dio – Gipsy
Mia – Hungriges Herz

Hier noch meine drei aktuellen Favoriten

Yuck – The Wall
Hunx and his Punx – Too Young to be in Love
Sparkadia – Postcards

Und hier zum Anhören der Song von Hunx and his Punx

Und jetzt bitte mithelfen!

Hören Banker eventuell lieber Oldies? Mit anderen Worten wir brauchen aktuelle Lieblingslieder, denn wer es böse mit den Bankern meint, könnte direkt wieder auf eine dumme Analogie kommen. Nennen Sie hier in die Kommentare oder auf meiner Facebook Seite Ihre Lieblingslieder. Es dürfen maximal 3 sein.

Und damit noch nicht genug. Ich suche noch ein schönes Chart Tool? Gibts da vielleicht nicht noch was von twitter? Bitte bei Teilnahme auch noch kurz hinzuschreiben, bei welcher Bank Sie tätig sind. Auch Menschen oder Mitarbeiter mit Bankbezug dürfen mitmachen

We are hunted (Internet mal ohne Banken)


Als ich ein kleiner Junge war

Eigentlich war ich schon ein Teenager. Meine erste Schallplatte, es war eine Single, war von den Bay City Rollers. Gekauft habe ich diese 1974 oder 1975. Ihr Titel war “Give a little love”. Diese Schallplatte war in der Kleinstadt, in der ich aufgewachsen bin (Gummersbach) leicht zu bekommen, denn die Bay City Rollers waren damals sowas wie später Take That und in den zwei Plattengeschäften des Ortes (eines  war eigentlich eine Musikalienhandlung – es gab dort also auch Musikinstrumente und Notenhefte etc.) war die Platte auf Lager. Auf Lager waren jedoch nur Hits. Der Long Tail war sozusagen noch nicht erfunden.

Der Song:

Mein Musikgeschmack ist in den darauffolgenden Jahren zum Glück etwas komplexer geworden. In der Kleinstadt gab es neue Plattengeschäfte, die Musikalienhandlung ging den Weg von Tante Emma und der komplexere Musikgeschmack führte zu ersten Frustrationen, denn meine Musik konnte ich im Plattengeschäft nicht mehr bekommen, weil sie zu weit weg vom Mainstream war.  Die letzte Platte, die ich ohne Probleme bekam, war glaube ich ein Album von Queen mit dem Namen All that Jazz.

Hier ein Song vom Queen Album:

Einer der Plattenhändler war dann irgendwann so freundlich, die von mir gewünschten Platten auch zu bestellen. Jedoch dauerte dies manchmal 3 -4 Wochen. Das war mir natürlich zu lange. Irgendwann folgten dann regelmässige Fahrten zu Saturn in Köln, die damals so was wie der Long Tail der 80er Jahre waren, denn dort gab es alles was mein Herz begehrte. Man musste nur in einer Musikzeitschrift die Namen der Musiker und der Platten aufschreiben, bei Saturn nach den Bestellnummern suchen und dann durch die langen Regalreihen wandern, um die entsprechende Platte zu finden. Das hatte natürlich was.

Natürlich gab es auch noch das Radio. Anfänglich Mal Sondocks Hitparade. Eine samstägliche Chart Show mit Robert Treutel, deren Namen mir entfallen ist. Später die Radioshow von Günther Jansen oder Götz Alsmann auf WDR 1 am Freitag abend oder John Peel auf BFBS

Ein Paradies für grosse Jungen

Eine lange Einleitung. Was ich eigentlich sagen wollte. Im Jahr 2010 leben Musik Interessierte im Paradies. Nahezu jedes Musikstück ist über das Internet in kurzer Zeit ohne grossen Aufwand und mit geringen Kosten zu bekommen. Man kann die Musik kaufen oder einfach nur hören und man findet über so geniale Plattformen wie last.fm, blip.fm usw. auch ganz schnell andere Menschen, welche dieselbe Musik hören. Man kann sogar mit diesen über das Internet Musik machen. Das sind dann die Momente in denen man sich wünscht doch noch mal jung zu sein. Denn das macht einfach Spass. Natürlich gibt es auch Spielverderber wie die Gema und die revolutionären Vorreiter der kostenlosen Musik, landen, weil die Gesellschaft noch nicht so weit ist, vor Gericht oder sogar im Gefängnis. Trotzdem sind die Vorteile sowohl für die Konsumenten als auch die Produzenten einzigartig. Die Filter des schlechten Mainstream Geschmacks haben ausgedient. Und das ist auch nicht mehr umkehrbar.

We are hunted

Einer dieser genialen Online Dienste ist “we are hunted“. Ich nutze diesen Dienst jetzt seit etwa 2 Jahren. Im regelmässigen Rhythmus werden auf der Internetseite Charts veröffentlicht. Die Charts ändern sich eigentlich täglich in Echtzeit.Diese Charts bilden sich aus den Aussagen von Menschen im sozialen Internet. In Blogs, bei Facebook, my space, twitter, p2p Netzwerken, Foren etc. Die Songs dieser Charts kann man zu einer eigenen Liste hinzufügen und damit seine eigenen Charts erstellen. Es ist darüber hinaus möglich die Songs über itunes und andere offizielle Musikplattformen zu kaufen, wenn sie dort bereits erhältlich sind und wenn man wie ich aus einer Generation kommt, die noch bereit ist für Musik zu bezahlen.

Das “we are hunted” Tool wertet Sentiments, Ausdrücke und Fantbotschaften (advocacy) aus, um zu verstehen, was Menschen mögen und nicht mögen. Keine Popstars Juroren, keine Plattfirmen, Zeitungen oder andere Filter,welche Charts verfälschen. Der Künstler muss noch nicht einmal eine Platte, CD oder mp 3 bei einem Label veröffentlicht haben.

Und das Tool macht Spass. Es gibt z.B. eine schön für das iphone aufbereitete Internetseite mit der ich heute auf meiner Heimfahrt von Bonn nach Düsseldorf ohne Unterbrechung über das Internet Musik gehört habe, für die ich keine GEZ Gebühr bezahlen musste, die nicht durch Moderation, Nachrichten oder Werbung unterbrochen wurde und die nicht durch die Interessen von Plattenfirmen beeeinflusst wurde.

Und dieses Erlebnis hat mich ganz einfach gefreut. Was für eine geniale Erfindung das  Internet doch ist. Das Tool “we are hunted” macht einach Spass. Nicht mehr abe auch nicht weniger. Zumindest noch so lange bis die Spassverderber kommen und das Internet noch ein wenig löchriger machen, weil Sie sich nur so zu helfen wissen und dieses Vorgehen ja bisher auch immer funkioniert hat.

Hier geht es zu we are hunted:

http://wearehunted.com

Und hier zu meinen we are hunted Charts:

http://wearehunted.com/a/#/by/electrouncle/:

Und was ich aktuell noch ganz gerne höre, denn die Schallplatte vermisse ich schon ein wenig

Ich empfehle für heute abend. Einfach mal die alte oder auch neue Musik hören. In diesem Sinne ein schönes Wochenende

So klingen Banken leider noch nicht (Teil VIII)


Im November

Wenn es kälter, häufig neblig und in der Regel feuchter wird, ist seelische Schwere und Melancholie erwünscht. Doch auch wenn die Blätter fallen und dann ja noch der kalte Winter kommt, keimt schon die erste Vorfreude und Hoffnung auf den Frühling.

Vielleicht klingen die Banken im kommenden Frühling also so wie Madsen es hier besingen.

Gestern

War übrigens Reformationstag. Der Tag mit den 95 Thesen. Der ein oder andere wird sich trotz der kommerziellen Erfolgsgeschichte von Helloween noch daran erinnern.  Martin Luther war es, der die rund um die Buchdruckkunst entstandende technologische Revolution, zur gesellschaftlichen Revolution machte. Klaus Jarchow ist der Meinung, dass heute eigentelich alles so ist wie vor 500 Jahren. Nur der Luther fehlt noch.

Lesen Sie dazu seinen sehr inspirierenden Artikel Luther2.0 in der GDI Impuls Nummer 3 2010. Erhältlich in jedem gut sortierten Zeitungskiosk oder als Abo. Oder besuchen Sie seinen Blog www.stilstand.de. Der erste November ist ja noch nicht vorbei

Ein solcher Luther 2.0 könnte auch die Voraussetzung für den Durchbruch von Social Banking sein, denn erst, wenn Social Banking die Vorsilbe “Social” nicht mehr braucht, ist das Ziel vor Augen.