Beim nächsten Hangover. IND Group Banking App hilft


Schon einmal einen Filmriss erlebt? Übermäßiger Konsum von Alkohol oder anderen gefährlichen Rauschmitteln soll hierzu führen.

Noch nicht erlebt? Dann kennen Sie sicher den Film Hangover und seine zwei schlechteren Nachfolger.

Vor dem nächsten Gedächtnisverlust nach einem Filmriss brauchen Sie jetzt keine Angst mehr zu haben. Ihre Bank hilft Ihnen. Allerdings nur, wenn sie die neue Banking App der IND Group verwendet. Preisträger auf der Finovate Asia und hier ist der Film dazu! Kleine Warnung noch Laiendarsteller – aber die Message zählt

Blogparade: Trends und Wünsche für die Finanzbranche


Bitte mitmachen

Das ist meine erste Blogparade. Schande über mich. Nach 8 Jahren bloggen und mehr als 1000 Artikeln die erste Blogparade. Vor 4 Wochen kannte ich zwar das Wort, hatte aber noch nie an einer Blogparade teilgenommen. Jetzt habe ich meine ersten beiden Artikel für eine Blogparade geschrieben und es hat Spaß gemacht.

In meiner Blogparade soll es um Trends und Wünsche für das Jahr 2014 gehen. Aufgerufen sind alle Blogs. Da es sich bei diesem Blog aber um einen Finance Blog handelt, sollten Trends und Wünsche mit diesem Thema zu tun haben. Schreibt also bitte einen Blogbeitrag mit dem Titel: „ Meine Trends und Wünsche für (an) die Finanzbranche(welt) 2014“Geschrieben werden darf bis Mitte Januar 2014

Für alle die noch nicht ganz sicher sind, was eine Blogparade ist, zitiere ich aus den FAQ von blogparade.de

Was ist ein Blog-Karneval bzw. eine Blog-Parade?

Ein Blog-Karneval bzw. eine Blog-Parade ist eine Blog-Veranstaltung, bei der ein Blog-Betreiber als Veranstalter ein bestimmtes Thema festlegt (z.B.: Was ist Deine originellste Methode, eine Flasche Bier zu öffnen?), dieses als Blog-Beitrag veröffentlicht und die lesenden Blogger dazu auffordert, innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums (üblich ist ein Zeitraum von 1-4 Wochen) einen Artikel zu diesem Thema im jeweils eigenen Blog zu veröffentlichen und den Veranstalter entsprechend über die Veröffentlichung zu benachrichtigen.
Spätestens nach dem Ablauf des vorgegebenen Zeitraums listet der Veranstalter des Blog-Karnevals in einem neuen Blogbeitrag alle eingereichten Artikel und kommentiert diese entsprechend, fasst diese zusammen und/oder vergibt z.B. Prämien für die besten oder etwa originellsten Artikel. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Beim Schreiben des Artikels also nicht die Verlinkung auf diesen Blog vergessen!

Und nun folgt meine Vorlage für diese Blogparade. Meine Trends und Wünsche für das Jahr 2014. Das schöne ist, so viel  vorweg auch als kleine Beruhigung für alle Teilnehmer, nichts ist so vergänglich wie Prognosen und niemand wird für falsche Prognosen vor den Kadi gezerrt. Und über Wünsche müssen wir gar nicht sprechen: Manchmal werden sie nicht erfüllt.

Trends und Wünsche für das Jahr 2014

1. Die Digitalisierung schreitet voran

Für diese schon seit einigen Jahren andauernde Entwicklung hat Brian Solis den Begriff Digital Darwinismus gefunden und geprägt. Immer mehr Unternehmen, Produkte, Dienstleistungen, Geschäftsmodelle und eigentlich unsere ganze Wirtschaft und Gesellschaft werden durch die digitalen Technologien erheblich verändert.

Auch die Bankenwelt ist davon betroffen und auch  in den nächsten 12 Monaten werden Banken sich auf diese Veränderungen einstellen und darauf reagieren müssen. Einige werden dies gut andere weniger gut hinbekommen. Im nächsten Jahr und wohl auch in den Folgejahren wird noch keine Bank dieser Entwicklung zum Opfer fallen. Aber wer nicht spätestens im nächsten Jahr entscheidende Weichen stellt, sollte sich zumindest schon einmal auf das nahende Ende einstellen.

Banking ist nun „bits and bytes“, wird zum Long Tail Markt und wird immer weniger von einer Banklizenz abhängen, auch wenn dies heute noch eine entscheidende Grundvoraussetzung im deutschen Markt ist. Banking ist – wie Chris Skinner in seinem Buch „Digital Banks“  schreibt – augmented Reality und kann schon heute beinahe vollständig unterwegs und über mobile, ständig mit dem Internet (und hier mit der Cloud) verbundene Geräte erledigt werden.

2. Wer Mobile nicht ins Zentrum stellt, hat schon verloren, auch wenn er es noch nicht merkt

Womit wir beim zweiten Trend werden. Bei allen Weiterentwicklungen die Banken heute und in den nächsten Monaten angehen, sollte die mobile Nutzung eine wesentliche Rolle spielen. Man könnte von Mobile First sprechen, besser wäre es allerdings von Kunde First zu sprechen, da dieser natürlich auch weiterhin verschiedene Zugangswege zu seinen Finanzen nutzen wird. Allerdings wird es wichtig sein, nicht mehr an Webseiten sondern an nützlichen Kontextbezogenen Lösungen zu arbeiten. Vor allem sollte man nicht mehr aus der Filiallogik heraus entwickeln und dieser alle strategischen Entscheidungen unterordnen. Löst mein Problem oder befriedigt mein Bedürfnis. Dort wo ich es möchte und wo ich gerade bin, möglichst schnell, möglichst bequem, einfach und kostengünstig. Macht es wie Apple!

3. Mobile Payment wird sich auch 2014 nicht durchsetzen

Das Thema Mobile Payment wird uns auch im Jahre 2014 in Atem halten. Schon in diesem Jahr ist bereits erstaunlich viel passiert und die Frage wer das Rennen gewinnt, bleibt auch 2014 heiß aber sehr wahrscheinlich unbeantwortet. Es wird weiter experimentiert und sicherlich wird es einige Vorstöße geben, die weitere Menschen zur gelegentlichen Nutzung des mobilen Zahlungsweges bewegen werden.

Es wird – so meine vorsichtige Prognose- wohl auch einige Nutzung- und oder Kundenprozesse geben, die- ähnlich wie  mytaxi – nahezu perfekt anmuten und uns zur Nutzung bewegen werden. Sicherlich im Apple Store, vielleicht bei Starbucks oder bei einer anderen Kaffee Kette möglicherweise auch im Supermarkt.

Paypal wird gewiss noch häufiger in den Medien auftauchen. Außerdem der ein oder andere kleinere und neue Player. Eventuell hören wir mehr vom google wallet.  Werden Apple, Facebook, Amazon oder Samsung uns überraschen. Mastercard, Visa oder American Express? Die Telekom und/ oder andere Netzbetreiber. Oder möglicherweise sogar eine Bank?

4. Bitcoin bleibt ein Thema der Stunde

Was wird auch bitcoin? Das kann ich ehrlicherweise nicht so richtig einschätzen. Bitcoin nicht nur im Gespräch sondern wird noch intensiver diskutiert werden. Vor allem Staaten werden sich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigen. In Schweden (bitcoin Geldautomaten) wird in den nächsten Tagen der erste europäische bitcoin Geldautomat aufgestellt. Die Anzeichen, dass bitcoin noch stärker in unseren Alltag eindringen wird, nehmen zu. Mit der Fidorbank wird bald auch die erste deutsche Vollbank ein bitcoin Produkt anbieten. Mehr Menschen werden bitcoin als Zahlungsmittel einsetzen. Und ob mehr Staaten den Chinesen folgen oder eher andere Wege gehen, wird sich zeigen. In Sachen bitcoin hat sich die Bundesregierung ja ausnahmsweise einmal modern gezeigt. Das war allerdings vor der großen Koalition (Artikel aus netzpolitik.org)

5. Viele Finance startups werden kommen, viele werden gehen

Die startups entdecken zusehends den Finanzmarkt. Auch in Deutschland. Rocket Internet hat mit lendico den Schritt gewagt. Das werte ich  als Zeichen dafür, dass die Dynamik im nächsten Jahr nochmal zunehmen wird. Bei vielen startups – Andre M Bajorat hat sich hier die Mühe gemacht eine Übersicht aller aktuellen deutschen finance start ups zu erstellen – stellt sich allerdings die Geschäftsmodell Frage. Manche scheinen sogar zu übersehen, dass für bestimmte Handlungen eine Banklizenz erforderlich sein könnte oder zumindest die BAFIN konsultiert werden müsste. Mit anderen Worten es fehlt manchmal an  der enstprechenden Vorbereitung für diesen komplizierten, regulierten und wohl auch politischen Markt.

Ob es im nächsten Jahr bereits erste Opfer zum Beispiel in der crowdfinance Szene gibt, ist schwer zu sagen. Ich hoffe natürlich nicht, denn die startups Szene ist sehr wichtig für die Bankbranche und vor allem für  den Bankkunden. Eine Konsolidierung wird es jedoch mit Sicherheit geben.

6. Crowdfunding kommt in die Region, crowd investing wird Thema für Banken

Womit ich beim Thema crowdfinance wäre. Einer der spannendsten Trends mit beeindruckenden Zahlen im zu Ende gehenden Jahr. Viele Banken beschäftigen sich mit dem Thema. In den Niederlanden hat die ABN AMRO inzwischen als erste europäische Bank eine eigene crowdinvesting Plattform ins Leben gerufen. Möglicherweise wird das auch in Deutschland 2014 eine Bank wagen.

Sicher ist aber, dass crowdfunding 2014 in die Regionen kommen wird. Die Volksbank Bühl hat den Anfang gemacht. Weitere Volksbanken Raiffeisenbanken werden folgen. Bis Mitte nächsten Jahres erwarte ich eine zweistellige Zahl. Und wenn ich ganz ehrlich bin, sehe ich auch im regionalen crowdinvesting erhebliches Potential. Dieses Potential können meiner Meinung nach aber eher Banken heben als startups.

Auf der crowdfunding Konferenz in München wurde darüber diskutiert dass aktuell nicht klar erkennbar sei, ob und welche crowdfinance Plattformen überhaupt ein langfristig tragfähiges Geschäftsmodell haben. Einig war man sich darüber, dass es derzeit zu viele Plattformen gibt, dass es eine Konzentration geben wird oder muss, dass beim Markteintritt eines internationalen Players (wie z.B. kickstarter) viele der aktuellen Betreiber Probleme bekommen könnten und das deshalb eine Internationalisierung kommen müsse, da der deutsche Markt zu klein sei. Crowdfinance ist allerdings –welch Wunder – Teil des Koalitionsvertrages der zu diesem Zeitpunkt noch nicht regierenden großen Koalition. Es bleibt also Trend.

Ich wünsche mir aber nach wie vor mehr Community Funding und bin von der Idee regionaler crowdfinance Initiativen geradezu elektrisiert.

7. PFM wird schon zum Standard

Die Volksbanken Raiffeisenbanken haben es, die comdirect Bank, die Postbank ein wenig und die anderen Banken werden im nächsten Jahr nachziehen. Nun können wir endlich erleben wie intensiv und lange der Bankkunde diese neue Möglichkeit nutzt und wie die Banken davon profitieren. Wenn sie profitieren.

Und der Weg wird weiter gehen.  Was folgt auf PFM? Social Financial Management oder etwas ganz Anderes? Viele neue Kunden kann man durch PFM sicherlich nicht gewinnen. Allenfalls mit einem attraktiven Preismodell oder einem originellem Produktbundle. Die Banken sollten auch versuchen die eigene Unternehmensvision in das jeweilige PFM zu übertragen. Außerdem sollten sie vorhandene Beratungsmodelle mit dem PFM verbinden und nicht allzu sehr darauf hoffen der nunmehr besser informierte Kunde, käme jetzt wieder häufiger in die Filiale, um dort das zu tun, was er eigentlich nun auch Online und sogar unterwegs tun kann.

8. Große deutsche Banken forcieren mobile Banking

Da im letzten Jahr nicht so viel von den Banken gekommen ist. Sie waren wahrscheinlich mit Regulierungsanforderungen, Sepa Umstellung, ein wenig Social Media und größtenteils mit Luft holen beschäftigt, können wir für 2014 einiges erwarten.

Die Hello Bank wird die Workhopergebnisse endlich in die Tat umsetzen,  die Deutsche Bank überrascht uns mit neuen mobilen Andwendungen und Produkten, die Commerzbank startet eine mobile Initiative und die Sparkassen machen natürlich auch etwas herausragendes?

Oder auch nicht.

Luft geholt und gesammelt haben sollten sich die Banken aber inzwischen. Und da sie nun agieren statt reagieren müssen, erwarte ich viel mobile Banking, mobile Initiativen und mobile Innovation von den Banken.

9. Wir sprechen über Big Data

Auch 2014 werden wir viel über Big Data sprechen. Was machen wir mit den Daten, die wir sammeln? Wie lässt sich hieraus Kundennutzen stiften? Welche neuen Produkte und Dienstleistungen können und möchten wir anbieten?

Aber auch Fragen wie: Ist unsere IT – Infrastruktur hinreichend ausgestattet. Wie können wir den Vorsprung von Unternehmen wie Amazon und Co. aufholen? Dürfen wir die Daten unserer Kunden überhaupt nutzen? Wie bringen wir vorhandene Daten mit externen Daten zusammen?

Und was erwarten die Kunden eigentlich? Möchten Sie, dass wir ihre Daten verwenden? Wer soll über die Datennutzung bestimmen und, und und.

Passieren wird im deutschen Markt – glaube ich – aber nicht viel. Zu komplex, umstritten und vorbereitungsintensiv ist das Thema. Letztendlich beschreiten wir eine neue Welt, auf die wir noch nicht hinreichend vorbereitet sind und an die wir nicht so experimentell und forsch wie google und co. herangehen können. Daten mussten bisher in erster Linie geschützt werden. Das Daten schützen und Daten nutzen kein Gegensatz darstellen, werden Banken und Bankkunden erst noch lernen. Leider in einer politisch und gesellschaftlichen Umwelt, die eher zur Verwirrung als zur  Schaffung verlässlicher Rahmenbedingungen beiträgt

10. Macher verzweifelt gesucht

Und nun fallen mir keine Trends mehr ein. Den Schluss bildet die verzweifelte Suche nach Machern.  Also nach Menschen, die nicht nur wissen, was zu tun ist – mangelndes Wissen ist nicht mehr das Problem – sondern die Umsetzung.  Ron Shelvin  (www.snarketing 2.0) hat mich mit einem spannenden Artikel – Banks need leaders woh get it done)  auf diese Spur gesetzt.

Das Problem der Banken besteht doch eigentlich darin, dass man keinen hat oder findet, der erkennt was zu tun ist und dann auch die Ärmel umkrempelt und den Prozess in Bewegung setzt. Es geht ja – so Ron Shelvin – nicht um Technologie sondern um Geschäftsprozesse, Produkte, Dienstleistungen,  Geschäftsmodelle, kulturelle Anforderungen und Kundenverhalten, welches durch Technologie verändert und möglich wird. Banken, die diesen Macher finden, werden erfolgreich sein. Das ist aber gar nicht so einfach, denn kann der wirklich von außen kommen und kann ein junger Wilder dies bewerkstelligen. Hinzufügen müsste man wohl noch, das eine Person womöglich gar nicht ausreicht. Es müsste vielleicht ein Team  (Starsky + Hutch?) sein aus jung und alt, erfahren und wild, ausgleichend und provokativ….

Meine Wünsche für 2014

Neulich wurde ich auf einer Veranstaltung  (ExexI/O) gefragt, wann  es die letzte wirkliche Innovation in der Finanzbranche gab? Ich habe die falsche Antwort gegeben. Die richtige Antwort wäre gewesen:

Vor mehr als 150 Jahren die genossenschaftliche Idee aus der später die regionalen Spar –und Darlehensvereine wurden.

Die Mitarbeiter von Volksbanken Raiffeisenbanken sollten sich  jetzt aber nicht gemütlich und selbstgefällig zurücklehnen. Es hat sich seitdem viel verändert. Kundenverhalten und technologische Entwicklung stellen Herausforderungen da, auf die man reagieren muss. Vertrauen wird anders generiert. Darüber hinaus hat sich die Gruppe, bis auf wenige Ausnahmen, doch sehr in Richtung klassisches Banking entwickelt und muss die wesentlichen USP mühsam wieder ausgraben und positionieren. Was um so schwerer ist, da erste Konkurrenten in die gleiche Richtung laufen.

Ganz grundsätzlich wünsche ich mir  aber mehr Werte und Wertorientierung im Banking. Dabei fällt mir Gemeinwohlorientierung und Awesomeness ein. Unternehmensideen, Produkte, Dienstleistungen, Geschäftsmodelle, die sich an diesen Prinzipien orientieren. Egal ob es sich nun um startups oder etablierte Banken handelt. Davon wünsche ich mir mehr. Viel mehr.

Die Orientierung am Kundenerlebnis wäre ein weiterer Wunsch. Das wünsche ich mir als Kunde der Bank und das sollten Banken ohnehin ganz oben auf ihre Agenda stellen, sonst fährt der Zug bald ab. Hierfür bedarf es an einer wesentlichen menschlichen Kernkompetenz: Der Empathie. Sich in andere Menschen hineinversetzen und mit ihnen zu fühlen, das könnte helfen, nicht nur im Banking. Und wer emphatischer ist, macht auch weniger Werbung, setzt stattdessen auf Engagement, Relevanz und Kundennutzen. Das Marketing übernehmen dann zufriedene Kunden.

Etwas abseits des Bankings in Politik und Gesellschaft wünsche ich mir ebenfalls noch einige Dinge. Zum Beispiel:

Ein kompetente und mutige Netzpolitik, die innovationsfreundlich ist, aber die Interessen der Verbraucher entsprechend berücksichtigt.

Eine Politik, die Menschen Perspektiven aufzeigt und sie aus der staatlich produzierten Unmündigkeit befreit. Schon in den Schulen müssen die Menschen lernen mutig eigene Wege zu gehen. Dabei darf man ihnen dann aber nicht ständig mit irgendwelchen unsinnigen Regeln im Weg stehen. Weniger Bürokratie wäre also auch mehr.

Wir Menschen sollten uns ebenfalls wieder mit Werten auseinandersetzen und unser Handeln stärker am Wohl der Anderen, also am Gemeinwohl und dem größeren Ganzen orientieren. Das gilt für Arbeit, Familie, Freizeit. Die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft lösen wir nur in Kooperation. “Kooperation ist dabei vor allem dann konstruktiv, wenn versucht wird Menschen zusammen zu bringen, die unterschiedliche oder sogar gegensätzliche Interessen verfolgen”, schreibt Richard Sennett im Handelsblatt vom Dienstag: Gemeinsam statt einsam.

Der Sozialwissenschaftler Sennett vertritt die Ansicht, das die moderne Gesellschaft die Kooperation geschwächt hat – trotz Social Media, vielleicht sogar wegen Social Media. Eine wesentlicher Faktor der Schwächung ist allerdings die soziale Ungleichheit. Ökonomische Ungleichheit – die vor allem intragesellschaftlich gewachsen ist und wachsen wird – führt zu sozialer Distanz und Abgrenzung. Es entsteht ein “Wir” gegen “Die”. Die Elite distanziert sich von der Masse und auch in unseren Organisationen werden wir durch Silos und Hierarchien voneinander getrennt und  die immer kurzfristigeren und oberflächlicheren Arbeitsverhältnisse beeinflussen das Wissen um die und die Identifikation mit der Organisation. Was zu einem Rückzug in sich selbst führt. Ein Phänomen, das sowohl in den großen als auch den kleinen gesellschaftlichen Systemen erkennbar ist. Sennett spricht von einem neuen Charaktertyp, der darauf bedacht ist Ängste zu verringern, die durch Unterschiede ausgelöst werden. Erregungen werden vermieden, man meidet als Unterschiede und verweigert sich deren Wahrnehmung. Rückzug und ein auf Neutralität bedachtes Weltbild sind die Folge. Kooperation wird unwahrscheinlicher.

In diesem Sinne freue ich mich auf viele spannende Blogbeiträge von Euch. Also legt bitte los. Ich werde es Euch lohnen im späteren Leben. Einstweilen Vielen Dank

electr(o)fying news: Von C bis Garanti PFM


Kredit für Facebook Fans?

Ein Unternehmen im Vereinigten Königreich möchte Kredite an Menschen vergeben, die ansonsten kein Kredit “mehr” bekommen. Kredit ohne Schufa sozusagen. Das besondere an dieser Idee. Im Kreditantragsformular wird die Zahl der Facebook Freunde erfragt. Ob die gut für den Kreditnehmer und/oder seine Freunde ist, lässt sich noch nicht sagen. Die Daten werden offenbar abgefragt ohne schon genau zu wissen wozu. In jedem Fall soll der Prozess der Kreditvergabe humaner  werden. Wir sind gespannt.

But the second page asks for your car registration and how many friends you have on Facebook.
Paul Noble, chief operations officer of 118118Money says: ‘We’re looking to make it more human and we can learn more about our customers and how to interact. At the moment, we’re collecting data to learn about our customers.’

Mehr lesen: http://www.dailymail.co.uk/money/cardsloans/article-2450471/118118-check-credit-Facebook-status.html#ixzz2iHBQ5szM

Oder direkt besuchen: http://www.118118money.com/

Die Occupy Money Cooperative

Ein weiterer Versuch banking zu verändern. Manche Menschen wollen dies sogar ohne Banken schaffen bzw. sie sehen nur darin eine echte Chance. Das Ziel ist nicht mehr und nicht weniger als eine Revolution. Und das geht so:

The Occupy Money Cooperative is like a bank, but better.
Like a bank we offer access to financial products like prepaid debit cards. And like a bank your money is FDIC insured.
But unlike a bank, you’ll get a better deal.
Because the Cooperative will be run by its members. Which means we won’t have to answer to Wall Street or to profit-hungry directors.

Also eigentlich nennt man das Genossenschaftsbank. Das Menschen trotzdem neue Genossenschaftsbanken zu gründen versuchen, mag auch daran liegen, dass Genossenschaftsbanken zu sehr wie Banken geworden sind und das Wort “Genossenschaft” ein wenig vernachlässigt haben.

Hier mehr zur Occupy money cooperative:  http://www.occupycooperative.com/

Der Blog: http://www.occupycooperative.com/blog

Die Watch kommt

Immer mehr Menschen beginnen die smartwatch auch in ihrer Bedeutung für das banking zu beobachten. In jedem Falls scheint bald die google watch zu kommmen. Es wird spannend. Glasses oder watches? Oder vielleicht sogar Beides?

9to5: http://9to5google.com/2013/10/14/google-watch-is-happening-soon-heavy-into-kit-katgoogle-now-functionality/

Die Garanti Bank weiss, das der Kunde mehr weiss

Deshalb hat die türkische Bank eine nahezu “geile” mobile Anwendung entwickeln lassen. Der Nutzer kann direkt entscheiden, welches Feature er benötigt. Funktioniert ähnlich wie beim Smartphone. Zum Start gab es 15 Apps, die in Kooperation mit Fjord und Accenture entwickelt wurden.  Diese Apps heißen zum Beispiel Cash Tank oder Money Bar und besitzen verschiedene Fähigkeiten bei der Planung der persönlichen Finanzen. Handelt es sich um so eine Art PFM Baukasten? Mehr in diesem Artikel vom American Banker:

http://www.americanbanker.com/issues/178_184/turkish-bank-lets-customers-build-their-own-apps-1062335-1.html

Banken und die Digitalisierung ihrer Branche


Vor einigen Wochen hatte ich die Gelegenheit einen

Eine kleine Bankfiliale

Eine kleine Bankfiliale

Vortrag an der Universität Stuttgart vor Studenten im Grundstudium des Fachbereichs Finanzwirtschaft zu halten. Der Vortrag fand im Rahmen einer Veranstaltungsreihe mit dem Titel Financial Hotspots statt. Initiator dieser Veranstaltung ist Professor Dr. Henry Schäfer. Die Gelegenheit vor mehr als 200  jungen Zuhörern über die Digitalisierung der Finanzbranche zu sprechen und zu diskutieren, habe ich sehr gerne genutzt. Hierfür habe ich einige Folien zusammen gestellt, die ich inzwischen etwas überarbeitet auch bei Slideshare veröffentlicht habe. Mein Ziel war es dabei darzulegen unter welchen Voraussetzungen Banken zu einer Veränderung gezwungen sind, dass die Zeit nunmehr dafür reif ist und welche technologischen Trends diese Entwicklung treiben. Anschließend habe ich einige Trends dargestellt, die aktuell in Deutschland recht präsent sind und daraus entsprechende Anforderungen für Banken abgeleitet. Wie können Banken auf die Digitalisierung ihrer Branche reagieren. Zum Schluss dann noch der Versuch einige – aus meiner Sicht – sehr moderne und wegweisende Banking Ansätze vorzustellen und deren Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten.  Das Thema Regulierung, welches mit Sicherheit negative Auswirkungen auf die Innovationsfähigkeit der Banken hat, habe ich dabei nicht betrachtet. Der ein oder andere meiner Leser wird vielleicht eine Inspiration in den Folien finden und hat Interesse an einem weiteren Austausch.

In dem Vortrag habe ich natürlich auf vorhandenes Material und auf Ideen zurückgegriffen. Eine Folie von Andre M. Bajorat habe ich beispielsweise vollständig übernommen, da es ihm sehr beeindruckend gelungen ist, darzustellen, das man bereits heute schon ohne Banken auskommen könnte, wenn man es denn drauf anlegen würde.

Ein Trend sich gänzlich von Banken abzuwenden – wie  aktuell in den USA zu beobachten –  gibt es in Deutschland nicht. Auch Ron Shelvin, Brett King und Brian Solis – 3 ausgesprochene Experten der Digitalisierung – haben mich stark inspiriert.

Lesen Sie aber nun den gesamten Slideshare Vortrag über Banken und die Digitalisierung ihrer Branche. Und feuer frei für Lob, Kritik, Anregungen und Diskussionsansätze. Ihr könnt das ganze Wochenende zum laden der Wortgewehre nutzen.

Hier der ganze Vortrag von Andre M. Bajorat

http://paymentandbanking.com/2013/06/26/chancen-die-banken-verpassen-oder-geht-moderner-zahlungsverkehr-auch-ohne-banken/

Noch eine neue Herausforderung: Echtzeit Banking


Die Herausforderungen für Banken nehmen gar kein Ende mehr. In diesen Tagen ist es sicherlich nicht einfach die Ruhe und den Durchblick zu bewahren. Was könnten neue strategisch wertvolle Mehrwerte sein, auf die der Kunde wartet bzw. die er mit Begeisterung annehmen wird, wenn er sie erstmals wahrnimmt und dann ausprobieren kann.

Für mich hat mytaxi einen solchen Effekt ausgelöst. Ich hatte eigentlich kein Bedürfnis nach einer neuen Möglichkeit um ein Taxi zu bestellen. Dann war die App aber plötzlich da und ich durfte – nach kleineren Anfangsschwierigkeiten- einen perfekten Kundenprozess erleben. Heute wird jede normale Taxibestellung und -fahrt zu einem Ärgernis. Am Rande erwähnt: Die Taxibranche hätte diese App nie erfinden können und in den nächsten 20 Jahren wäre – außer vielleicht neue Fahrzeuge – keinerlei Innovation zu erwarten gewesen.

Könnte in der Finanzbranche das Echtzeitbanking ein solcher Mehrwert, den Kunden mit Begeisterung aufnehmen würden, sein? Was macht die Bank mit meinem Geld, wenn ich eine Transaktion oder eine Überweisung getätigt habe? Und ist es in Zeiten – in denen Vergangenheit keine Rolle mehr spielt und Zukunft immer weniger prognostizierbar ist – nicht ohnehin erforderlich alles direkt in Echtzeit zu verarbeiten?

In Polen ( mal wieder ) und auch in Schweden gibt es inzwischen erste Projekte bzw. bereits eine funktionierende Infrastruktur. Die sechs größten schwedischen Banken haben im Rahmen einer Kooperation “swish“, einen Real Time Bezahlsystem, entwickelt.

Realtime und Mobile! Und wenn wir den Blick auf Moven oder auch gobank werfen, also auf die rein auf den mobilen Kontext ausgerichteten Finanzanwendungen, dann spielt “Realtime” hier auch schon eine wichtige Rolle. Realtime ist letztendlich vor allem auch unterwegs besonders wichtig und interessant. Auch eine Entwicklung, die es beim Konzept für die erste “Finance Watch” zu berücksichtigen gäbe

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google watch Screenshot via.t3

the google watch. Screenshot via.de

Das Smartphone wird Banken und Banking verändern. Wir befinden uns inmitten dieser Veränderung. Glasses bieten – wie ich in diesem und in diesem Artikel bereits aufgezeigt habe – ebenfalls neue Möglichkeiten für Banken und vor allem für deren Herausforderer. Wir sollten aber besonders intensiv auf die Möglichkeiten der Watches schauen. Auch diesen Trend habe ich hier  bereits einmal zur Diskussion gestellt und allmählich beginnt sich meine Erwartung zu konkretisieren und wenn Banken der Konkurrenz einmal voraus sein möchten, dann könnte es eine gute Idee sein, eine eigene Watch zu entwickeln, welche das finanzielle und alle anderen möglichen Arten von Wohlbefinden überwacht und sichert.

The Quantified self is on it’s way und die Zukunft des Bankings wird touchless, seamless und möglicherweise sogar thinkless sein. Die Bank am Arm ergänzt und ersetzt vielleicht sogar die klassische Bankberatung, zumindest für alle Services und Produkte, die keine oder immer weniger Beratung erfordern und am Ende des Tages – so meine These – wollen die Menschen keine Beratung sondern sie möchten eine hilfreiche Lösung von einem vertrauenswürdigen Companion, die sie verstehen können. Wer das digital abbilden kann, der hat bereits gewonnen.

Google – so habe ich in einem interessanten Artikel auf http://www.businessinsider.com nachlesen dürfen , beschäftigt sich mit vielen Ideen, die mit ihrem eigentlichen Geschäftsfeld wenig zu tun haben z.b. mit einem Aufzug in den Weltraum. Aber auch mit Technologien, welche für die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells extrem wichtig sind. Zum Beispiel mit einer eigenen Watch. Und eine solche Watch bietet ideale Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die Wallet Funktion und das Payment.

Die vorhandenen Watches können immer mehr. Neue Watches toppen die alten mit neuen und nützlichen Funktionen, die Überwachung der eigenen Fitness und Gesundheit wird zum Kinderspiel. Zuletzt trumpften Sony und die Kreyos Watch mit interessanten Entwicklungen auf und auch die Smart Watch von Samsung kommt. Man hört, sieht und liest auch immer mehr über Watches, während Smartphones langsam schon an ihre Grenzen zu stoßen scheinen.

Paypal macht sich ebenfalls sehr intensive Gedanken über Watches, wie man einem Vortrag von John Lunn, Global Direktor for PayPal Developer, den dieser auf der Wired Money Konferenz gehalten hat. Dabei hat vor allem der folgende Satz meine Aufmerksamkeit gefunden:

The best type of payment is the payment you don’t see. You want it to be invisible,” says Lunn. He predicts wearable tech such as Google Glass and smart watches will also be key to simplifying this process by reducing the amount of time you’ll need to hold your phone in your hand. “Your mobile phone will turn into a modem and just sit inside your pocket.”

Meine These ist ja, dass der beste Typ von Finanzlösung, die ist, die man nicht sieht und nicht einmal fühlt, da die meisten Menschen nur wünschen, dass es funktioniert.

Bei Venture Beat hat Skooks Pong  Senior Vice Präsident Technologie bei Synapse
nun einen Artikel geschrieben, der meine These, dass Smart Watches die neue Herausforderung und Chance für Banken sein könnten, unterstützt. Er schreibt dort in erster Linie über Payment und über den Trend zu sogenannten “Wearables” wie glasses und auch watches und beginnt seine Argumentation mit der Erkenntnis, dass, trotz einer weiten Verbreitung von Smartphones in der USA, noch kein richtiger Trend zum oder gar Durchbruch des Mobile Payment(s) zu erkennen ist.

iwatch Prototyp, via venturebeat via Vene Studio

Wearables haben aus seiner Sicht aber das Potential den Durchbruch für mobile Payments zu bringen:

Instead, we need a new kind of device for which NFC as a payment solution truly makes sense for the consumer. We need a wearable device.

Möglicherweise hat Apple dies schon erkannt, was deren zögern bei der Integration von NFC in das iphone erklären könnte.

But, what if Apple realized more, that their decision wasn’t a knock against NFC, or a sign that they needed a better technology, but instead, that the smartphone as a device isn’t inherently conducive to driving mass, in-store mobile payment adoption?

Das Jahr 2013 ist das Jahr des “wearable” Computers. Diese Entwicklung hat Einfluss auf neue Payment Technologien und es scheint, als wäre das Smartphone hier bereits auf der Verliererstraße. Damit aber zum Beispiel die “Watches” ein weitere Verbreitung bis in den Mainstream der Bevölkerung bekommen, brauchen diese Geräte eine besondere Funktion wie zum Beispiel NFC Payment.

But in order for this movement to really stick and drive adoption among the masses, the bigger players must add a new functionality to these devices that would address a much larger market, a functionality that would not only suit the tech-obsessed, but would make both a 20-something-year-old sibling and a 60-something-year-old mother run to the store

Und in seinem Fazit bringt er eine Entwicklung auf den Punkt, mit der man sich heute schon beschäftigen sollte, wenn man nicht zu den Opfern dieser disruptiven Zeiten gehören möchte.

The wrist-worn wearable device, because of its body positioning and therefore its inherently advanced security, has the ability to make it the device that you don’t leave home without — the device that could eventually replace the smartphone. Combining the Pebble Watch and the FuelBand in a wearable to deliver both alerts and activity tracking to your wrist-worn device has a certain appeal, but in order to drive mainstream adoption, the new device needs a technology that would extend its functionality and drive a similar shift in consumer behavior caused by the iPhone.

Und letztendlich wird eine “smart watch” – ist sie erst einmal mit einer Payment Funktion ausgestattet – noch ganz andere Auswirkungen auf das banking der Zukunft haben. Es bleibt spannend. Zurücklehnen ist nicht angesagt

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Wired co.uk: Paypal

Venture Beat: Why smart watches are the real future of payment

Diesen Artikel bei scribd.com herunterladen

http://de.scribd.com/doc/151875855/Neue-Herausforderung-fur-Banken

Lendstar: Wie wird diese Idee ankommen?


Wenn Du Geld brauchst….

Geld leiht man sich von der Bank. Oder von Freunden und Verwandten. Das war eigentlich schon immer so und ohne, dass es hierzu bisher einer ausgefallenen Internet Idee bedurft hätte, werden Monat für Monat Milliarden Beträge unter Freunden und Verwandten entliehen und geliehen. Allerdings hat uns die Individualisierung natürlich auch aus klassischen Bindungen herausgelöst, was in Sachen Geld leihen, gut für die Banken war.  In Zeiten , da sich das Vertrauen der Verbraucher wieder weg von den klassischen oder vielleicht sagt man besser “neo klassischen” Institutionen und hin in Richtung der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten und das soziale Netzwerk bewegt (eventuell sogar ein Retrotrend, verursacht durch neue technische Möglichkeiten), könnte ein Geschäftsmodell, welches diese Entwicklung ausnutzt durchaus von Erfolg gekrönt sein.

Lendstar die web2.0 Sparkasse?

Wer Lendstar nutzen möchte, benötigt zunächst einmal ein IOS oder Android fähiges Smartphone und die entsprechende App. Nach der Anmeldung muss man eine Gruppe erstellen und kann sich dann mit Freunden verbinden, was entweder über Facebook oder per Mail funktioniert. Es können mehrere Gruppen angelegt werden. Zum Beispiel kann man ein Gruppe Freunde, Familie oder Arbeit anlegen. Innerhalb einer Gruppe kann man sich dann Geld leihen bzw. Geld verleihen, hierzu ist die Angabe der Konto und/oder Paypal Daten erforderlich. Die Finanzierung eines Wunsches kann durch eine oder durch mehrere Personen erfolgen. Alle notwendigen Informationen und Übersichten findet man in der einfach zu bedienenden App.

Ein nützlicher Service

Der Markt für diese Idee dürfte vorhanden sein. Lendstar selber spricht von 12. Millionen Menschen, die regelmäßig ihren Dispo in Anspruch nehmen und 25 Millionen Menschen in Europa, die als underbanked gelten, was für den deutschen Markt so allerdings wohl nicht gilt. Die Lösung wird sich in erster Linie auch an die junge Zielgruppe richten, die in vielen Fällen heute ohnehin keinen Kredit von ihrer bzw. einer anderen Bank bekommt. Ältere Zielgruppen dürften dem Angebot misstrauen oder würden es für nicht notwendig erachten. Entsprechende Nachfrage nach Krediten oder Mikrokrediten wird es also sicherlich geben, ob das für die Kreditgeber auch gilt, bleibt abzuwarten. Lendstar vereinfacht in jedem Fall die Möglichkeit sich untereinander Geld zu leihen.

Dabei ist lendstar comfort pay das erste konkrete Produkt, für das dann eine eigene lendstar Kreditkarte genutzt werden muss, durch welche das Geld, welches Freunde übertragen haben auch verwendet werden kann. Hierfür ensteht eine Gebühr. Zusätzlich sind solche Premium Services natürlich kostenpflichtig.

Da ich irgendwie nicht mehr in dem Alter bin, mir Geld von Freunden zu leihen, außer wenn ich meine Geldbörse vergessen habe, kann ich schlecht beurteilen, wie stark die Zielgruppe das Produkt annehmen wird. Grundsätzlich muss eine hohe Online Affinität und ein gewisses Vertrauen in Dienste wie Facebook oder auch Paypal vorausgesetzt werden. Die Fixierung auf Facebook erscheint mir auch ein wenig zu kurz gegriffen, aber da wird es sicherlich noch Weiterentwicklungen geben. Ich gehe auch nicht davon aus, dass man auf einmal Geld von Menschen geliehen bekommt, die man nicht persönlich kennt. Da habe ich eine gewisse Skepsis  gegenüber der Veränderungsbereitschaft der Deutschen, auch gegenüber der jüngeren Zielgruppe. Zudem erscheint mir die Idee sehr leicht kopierbar. Sobald ein größerer Player in diesen Markt einsteigt wird es schwer werden, dauerhaft einen eigenen Markt zu finden. Allenfalls in der Nische. Auch Banken müssten ja eigentlich nur ihre grundsätzliche Haltung gegenüber Innovationen und Experimenten überwinden, um einen solchen Dienst anbieten zu können. Das dies passiert, ist kurzfristig jedoch nicht zu erwarten.

Für die App spricht, dass sie einen wirklichen Kundennutzen bietet und das die User Experience wirklich herausragend ist, zumal die Sharing Economy momentan ja in aller Munde ist. Ob beim Geld die Freunschaft dann aufhört, oder vielleicht sogar erst beginnt, wird sich zeigen müssen.

Im folgenden Video und auf der Website gibt es mehr Informationen über lendstar. Und demnächst finden Sie hier auch ein Interview mit den Gründern von lendstar. Wer an die Geschäftsidee glaubt, kann sich aktuell über seedmatch an dem Unternehmen beteiligen. Ich prüfe gerade noch die Investition, kann mir aber durchaus vorstellen einen gewissen Betrag in lendstar zu investieren, auch wenn die Aussage, dass lendstar eine echte Alternative zu Banken darstellt, wohl “noch” nicht mehr als eine sehr selbstbewusste Marketing Aussage darstellt.

 

 

Wer selber keine Ideen hat, der…


kann seine Kunden oder ganz allgemein die Verbraucher fragen

und gründet beispielsweise eine Ideabank. Es  gibt es schon einige Banken, die diese Möglichkeit nutzen. Nun ist auch die Royal Bank of Scotland mit einer eigenen Ideabank an den Start gegangen. Sieht ganz gut aus und einige Ideen klingen recht vielversprechend. Aber schauen Sie hier:

http://www.rbs.co.uk/global/customer-charter/g1/ideas-bank.ashx

In Deutschland sieht man solche Initiativen oder Plattformen noch recht selten. Wieso eigentlich. Es lohnt sich in diesem Zusammenhang aber noch einmal bei enylab vorbeizuschauen, denn hier können Bankkunden bereits ihre Ideen einbringen. Auch wenn es sich bei enylab nicht um eine Bank handelt. Die Seite mit angeschlossener Community macht Spaß und ist nützlich. Hier ein Ideenwettbewerb, der kürzlich durchgeführt wurde. Gesucht wurden Sparideen.

http://enylab.ch/de/idea/voting_results

Nochmal zu Deutschland

Vielleicht fehlt es dem Land der Ideen auch an Ideen oder der Bereitschaft der Verbraucher sich an der Entwicklung von Produkten zu beteiligen. Wäre ja eigentlich kein Wunder,denn nach der Politikmüdigkeit kommt wohl die nächste Ermüdungswelle auf uns zu. Warum soll man Unternehmen helfen, die ihren Kunden eigentlich auch nicht helfen sondern diese einfach nur abkassieren möchten.

Eine richtig gute Idee..

…kommt dagegen mal wieder aus Holland. Ist es die erste Versicherung, die den Abschluss von Versicherungsprodukten per Facebook ermöglicht? Pascal Spelier berichtet in jedem Fall von Kroodle, einer  Versicherung, die einfacher sein, soziale Medien einbeziehen und vor allem die jüngeren Menschen erreichen und ansprechen sollte. Eine ansprechende Online Seite, die nach dem Prinzip mobile first und als Responsive Design entwickelt wurde, ist nicht alles was www.kroodle.nl zu bieten hat. Alle Versicherungen lassen sich einfach über das Mobiltelefon oder auch über ein Tablet verwalten.

Die Anmeldung zum Service erfolgt übrigens über Facebook. Facebook wird auch für die Kunden Kommunikation und das Marketing genutzt. Private und vertrauliche Informationen sowie rechtsgültige Aktionen werden jedoch nicht über Facebook ausgeführt.

Mehr Informationen finden Sie auch in diesem Video

Mobile First ist ein Geschäftsmodell


Mobile First

In letzter Zeit höre ich in vielen Terminen die beiden Worte „mobile first“. Das selbst in dem sehr deutschen Kontext, in dem ich mich täglich bewege, immer mehr englischsprachige Ausdrücke und Redewendungen Einkehr halten, sollte zu denken geben. Wo stehen wir, wenn es nicht mal deutsche Begriffe oder Übersetzungen hierfür gibt?

Wenn von „mobile first“ die Rede ist, dann ist meistens gemeint, dass man jetzt und in Zukunft zuerst für mobile Endgeräte entwickelt werden muss. Wir sehen uns also mit einer sehr technologischen Sicht konfrontiert, die manchmal immerhin so weit geht, dass man auch von mobilen Nutzungsszenarien spricht.

Mein Bankberater ist immer dabei

Nur sehr selten können sich selbst die innovativsten Kollegen vorstellen, dass „mobile first“ bedeuten könnte, dass Menschen schon sehr bald nicht mehr in Bankfilialen rennen werden, sondern banking unterwegs und immer dann betreiben, wenn ihr Verhalten es erfordert oder vorsieht. Nicht nur der Mensch und sein Geld sind dann in Bewegung, sondern die ganze Bank. Was aber nicht bedeutet, dass wir nun alle Berater und Mitarbeiter unserer Hausbank immer mitnehmen müssen, wenn wir was vorhaben.

Das eine solche Sichtweise viel mehr von einer Bank als das Angebot einer neuen Technologie oder eines weiteren – die Komplexität erhöhenden – Kanals erfordert, ist klar. Mobile first ist eigentlich auch people first, nicht zuletzt weil dem Menschen „Mobilität“ in die Wiege gelegt wurde und weil die moderne Technik uns ganz neue Möglichkeiten der Kontrolle über unser Verhalten einräumt. Wobei in einer people first Sicht diese Kontrolle auch dem Menschen und nicht der Bank überlassen bleibt.

Mobile First würde zudem bedeuten sich langsam aber sicher auf eine organisatorische Neuausrichtung einzustellen, in welcher der Leiter einer Filiale nicht mehr der Herrscher über die anderen – nennen wir sie mal angehängten – Kanäle ist. Die Zugmaschine und wahrscheinlich sogar das Verkehrsmittel sind auszutauschen. Kunden Analyse oder wie die Engländer sagen „Customer Analytics“ wird eine unverzichtbare Kernkompetenz und dafür sollte man auch mit dem gleichberechtigten Dialog im Netz beginnen. Und Marketing ist nicht mehr länger Aufgabe der Marketing Abteilung, wobei Marketing noch nicht einmal mehr Marketing sein wird.

Aber jetzt mal einige Tipps, die helfen könnten:

  1. Realisieren Sie, dass die Mehrzahl Ihrer Kunden von morgen schon heute das Smartphone als soziales Lebensinstrument begreift. Diese Kunden erwarten viel von Ihren mobilen Angeboten und wenig von Ihren Gebäuden
  2. Erkennen Sie den signifikanten Unterschied zwischen den neuen Anforderungen und Ihren vorhandenen Denkweisen, Strukturen, Angeboten, Kanälen und Software Produkten. Um im beginnenden Post PC Zeitalter erfolgreich zu sein, sollten Sie den Kundenprozess über alle Bildschirme und Kontaktpunkte perfekt und harmonisch orchestrieren. Der Kunde erwartet fließende Prozesse und beachten Sie den Kontext, denn dieser ist  – wie Sie hier nachlesen können – der neue König
  3. Erfinden Sie sich neu, bevor es andere tun. Das was Sie auf mobilen Plattformen tun, kann alle ihre Aktivitäten auf anderen Plattformen oder in anderen Kanälen beeinflussen Und dabei sollten vor allem auch die nicht digitalen Kanäle berücksichtigt werden. Wenn Sie sich nicht neu erfinden, werden mobile first Unternehmen dies tun. Schauen Sie doch mal auf Moven oder mytaxi
  4. Sie müssen zu allen Gelegenheiten relevant sein. Durch den mobilen Kanal wird Ihr Angebot atomisiert, damit es in das tägliche Leben und die täglichen Aufgaben des Menschen passt.
  5. Deshalb müssen Sie müssen sich mehr mit Ihren Kunden beschäftigen. Bauen Sie enge emotionale Beziehungen auf. Ein Fokus auf den mobilen Kanal hilft ihnen dabei  Ihre Organisation um den Nutzer zu organisieren statt um Plattformen und Kanäle
  6. Sie benötigen Design Kompetenz. Design wird eine Königsdisziplin. Sie müssen besser werden. Wenn Sie eine Führungsrolle einnehmen möchten, müssen Sie herausragende Kundenprozesse gestalten. Herausragendes Design ist unverzichtbar. Mit Design sind aber keine bunten Bildchen gemeint.
  7. Entwickeln Sie sich  sich von einer Kanal getriebenen zu einer Kunden getriebenen Organisation. Aber treiben Sie den Kunden selber voran, denn schon Margaret Mead wusste: What people say, what people do, and what they do are entirely diffent things

Liebe Banken: Die Antwort lautet in jedem Fall Mobile


Liebe Banken,

ich schreibe Euch jetzt mal einen kurzen Brief. Den schicke ich aber nicht ab, denn wer verschickt schon noch Briefe. Auch an Weihnachten macht das kaum noch jemand. Und jetzt bald ist Weihnachten, wenn nicht am 21.12 die Welt untergeht. Wenn sie untergeht, würde Euch dies zumindest vor der disruptiven Kraft des Internets retten und alles könnte bleiben, wie es ist.

Wenn die Welt aber nicht untergeht, dann werden die nächsten Jahre sehr hart. Warum?

Weil es nur dann eine Zukunft für Euch gibt, wenn Ihr erkennt, dass die Filiale keine Zukunft mehr hat und Ihr schleunigst mobiles, in den Alltag integriertes Echtzeit Banking anbieten müsst. Und ich erklär jetzt mal kurz  wieso das so ist:

In den Schwellen- und Entwicklungsländern – und das sind ja die Märkte der Zukunft – gibt es heute noch keine vernünftige Infrastruktur. Um die Finanzdienstleistung zum Menschen zu bringen, ist das mobile Endgerät der einzige sinnvolle Weg.

Aber auch bei uns wird “Mobile” bald der einzig noch sinnvolle Weg sein. Warum?

Wir werden immer älter und immer mehr Menschen ziehen in die Städte. Die Folge: Gerade dort, wo Eure teuren Filialen stehen, leben immer weniger Menschen und es wird sich immer weniger rechnen dort Filialen oder auch nur Geldautomaten zu betreiben. Und wie kommt die Landbevölkerung dann zu ihrem Geld? Dann hilft nur noch mobiles Bezahlen oder gar digitale Währungen. Ich spinne?

Stimmt nicht, denn in einer deutschen Kleinstadt wird gerade genau diese Diskussion geführt, weil sowohl Volksbank als auch Sparkasse ihren Geldautomat abgebaut haben, weil er sich nicht mehr rentiert. Das ist erst der Anfang. Aus meiner Sicht gibt es genau drei Gründe, die einen Menschen noch zu einem Besuch der Bank bewegen.

1. Er möchte Geld holen

2. Er muss ein Dokument unterschreiben, weil er gesetzlich oder von der Bank dazu gezwungen wird

3. Er hat ein Problem, dass er alleine nicht lösen kann und muss oder will Beratung haben.. Meistens bekommt er aber etwas verkauft.

Zum Glück für den Bankkunden hat sich der Payment Markt in diesem Jahr sehr rasant entwickelt. Infos hierzu finden Sie in dieser tollen Präsentation von Andre M. Bajorat, dessen Blog Sie unbedingt regelmäßig besuchen sollten.