Foto

Hier garantiert kein Adventskalender


Meiner ist mit Marzipan gefüllt

Im Advent öffnen sich Türen. Ursprünglich im christlichen genauer gesagt im protestantischen Umfeld entstanden, verkürzt uns der Adventskalender die Zeit bis zum Weihnachtsfest. Auch auf meinem Schreibtisch steht in diesem Jahr nach länger Abstinenz wieder ein Adventskalender. Gefüllt mit 24 Stücken – nein nur noch 22 Stücken- feinsten Marzipans.

Adventskalender 2.0?

Während der Adventskalender früher vor allem eine Zählhilfe darstellte und später vor allem Kinder erfreute. Für mich ist der Adventskalender beinahe so natürlich, wie für die nach 1980 Geborenen das Internet. Dient er heute vielen Unternehmen als Marketing Instrument. Durch das Internet hat der Adventskalender eine Renaissance und vor allem Erweiterung erfahren, denn die Adventskalender Gewinnspiele sind beinahe so alt wie das Internet selber. (Übrigens 15 Millionen Treffer bei google) Und – natürlich nicht ohne Hintergedanken- Unternehmen geben im Advent etwas an den Kunden zurück. Allerdings nur an die Gewinner!

Ich mag Montage mehr als Adventskalender

Menschen lieben Gewinnspiele und deshalb wohl auch Adventskalender Gewinnspiele im Internet. Ich hasse dagegegn Online Adventskalender. Vor allem hasse ich aber, dass jegliche Kontaktkanäle seit gestern mit Hinweisen auf Adventskalender Gewinnspiele verstopft sind. Leider auch die Social Media Kanäle, obwohl “Senden” dort doch eigentlich keine Option sein sollte. Hinzu kommt, dass sich die Adventskalender Gewinnspiele 1. alle gleichen – weil sie eben bei den üblichen Agenturen eingekauft werden, und 2. sich durch Social Media nicht verändert haben. Zumindest habe ich noch keinen Online Adventskalender gesehen, welcher – neben dem Gewinn- eine echte Bereicherung für meinen Alltag darstellen würde. Im Gegenteil: Online Adventskalender und die Hinweise darauf verschwenden meine Zeit.

Klassische Adventskalender erfreuen wenigstens die Zahnärzte

Und hat mal irgendeine Person im Unternehmen den wirklichen Nutzen eines solchen Angebots überprüft. Gut, die verantwortlichen Mitarbeiter haben Spass. Ich kenne Unternehmen, da ist der Online Adventskalender bzw. dessen Entwicklung und Veröffentlichung das wichtigste Ereignis des Jahres. Auch wenn ansonsten jeder Fehler begangen wird, den man im Internet machen kann oder für keinerlei Online Aktivität Budget da ist, der Online Adventskalender muss sein.

Was ist mit Zielen und der Überwachung der Ziele. Was ist mit Aufmerksamkeit, Response und Conversion? Haben Adventskalender einen Einfluss auf das Image bzw. transportieren diese einen Wert? Gibt es für Banken nicht wichtigere Aufgaben, als die Durchführung von Gewinnspielen und Adventskalender Gewinnspielen? Vertrauen entsteht nicht durch Gewinnspiele. Transparenz entsteht nicht durch Gewinnspiele. Sind Adventskalender Gewinnspiele authentisch? Zeigen sie wofür die Bank steht? Demonstrieren sie, dass bzw. warum Menschen eine Bank bzw. eine spezifische Bank brauchen?

Ich denke nicht und was denken Sie?

Kleine Polemik: Wie Facebook mich verstimmte


The unsocial network

Gestern fand die groß angekündigte Facebook Entwicklerkonferenz f8 statt. Und Facebook hat uns nicht enttäuscht: Marc Zuckerberg will offenbar die Weltherrschaft. Was einige Blogs oder auch Presseportale lapidar unter der Überschrift abtun, dass Zuckerberg Facebook zu unserem Tagebuch oder besser zu unserem “Lebenstagebuch” machen möchte, ist nichts anderes als die vollständige Durchkommerzialisierung des Lebens. Marc Zuckerberg macht aus jedem unserer Atemzüge und aus jeder menschlichen Entäußerung eine potentielle Chance auf den Verkauf eines Produktes oder einer Dienstleistung für irgendein Unternehmen auf der Welt. Gleichzeitig nimmt er uns das letzte Fünkchen  Hoffnung auf die verändernde Kraft des Internets. Dabei gibt Facebook die Regeln vor und die Unternehmen müssen mitmachen. Bei nunmehr 800 Millionen Nutzern weltweit gibt es für keine Branche mehr eine Chance sich nicht irgendwie auf Facebook und Zuckerberg einzulassen. Viele Unternehmen werden profitieren, die meisten Menschen werden dagegen verlieren, es sei denn Sie verzichten darauf Mitglied des Netzwerkes zu sein.

Werbenetzwerk statt soziales Netzwerk

Facebook schafft das größte Werbenetzwerk der Welt. Prinzipiell wird alles zur Werbung. Facebook wird ein weltumspannender Fernsehsender und der Mensch landet wieder auf der Couch, wenn er sie denn jemals verlassen hat. Wir können konsumieren und haben gleichzeitig noch den Eindruck selber etwas zum Programm beizutragen, indem wir gefällt mir oder zukünftig auch: gesehen, gefühlt, oder gekocht, klicken dürfen. Oder wie Douglas Rushkoff in seinem Buch Life Inc. schreibt:

Yes, we are using media differently, sitting in chairs and uploading stuff instead of sittin on couches and downloading stuff

Big Brother oder die Berlin WG von RTL 2 können wir nun live und in Farbe zu jedem Zeitpunkg und aus jeder Wohnung der Welt sehen und nebenbei katalogisieren wir jede unserer Regungen für alle, an unseren Daten interessierten Stellen: Staat, GEZ, Finanzbehörden etc. ,direkt noch mit.

Und als nächstes brauchen wir auch keine Staaten und Regierungen mehr. 800 Millionen weltweit vernetzte und wohl auch kontrollierte Menschen, dass können Staaten nicht leisten. So etwas funktionierte bisher nur über Kriege oder mühsame und teure Globalisierungsstrategien. Zukünftig kann dies ein soziales Netzwerk und deshalb beginnt nun der letzte Kampf der Giganten. Staaten vs. Facebook

Ich bin verstimmt. Spätestens jetzt gibt es für kein Unternehmen mehr eine Ausrede die sozialen Medien nicht zu nutzen. Wer weiter dabei bleiben möchte, muss sich anmelden. Aber es gibt auch eine gute Nachricht für Unternehmen. Die Regeln für Marketing, Vertrieb und Kommunikation haben sich eigentlich doch nicht geändert.

Und jetzt muss ich mich entscheiden: Bleibe ich dabei oder melde ich mich ab. Wie entscheiden Sie?

Alle Facebook Pläne auf einen Blick bei allfacebook.de

Samstag ganz kurz: A bank that doesn’t suck


Manchmal erkennt man schon am Marketing, dass Banken anders sind oder anders sein möchten. Nun ist BankSimple eigentlich keine Bank im eigentliche Sinne. Wenn das Unternehmen aber 2012 das Private Beta Stadium verlassen haben wird, dann wird wieder ein kleines Stück mehr in der immer schwereren Schale liegen, welche den Druck zur Veränderung auf die etablierten Banken ausübt.

By the way:

Lasst uns weniger über Social Media und mehr über innovative Bankmodelle sprechen, denn was ist Social Media für die etablierten Player:

Eine Notwendigkeit aber kein USP!

Lesen Sie mehr zu einer Bank, auf die man sich freuen darf:

BankSimple: A Bank That Doesn’t Suck

http://www.fastcompany.com/magazine/157/banksimple-josh-reich-shamir-karkal

Die Bösen können auch Gut: Commonwealth Bank Facebook Spendenaktion


Ich bin ja eigentlich ein sehr emotionaler Mensch und wenn es um die Analyse von Social Media geht, dann muss -bei mir – auch manchmal das Herz sprechen. Insofern finde ich Social Media Aktivitäten immer dann gut, wenn Untenehmen zeigen, dass es im Leben um mehr geht als nur  “Geld und Zinsen”. Auch wenn es sich bei vielen Spendenaktionen ja letztendlich auch nur um Marketing handelt, ist soziale Verantwortlichkeit und die Verantwortung von Unternehmen für Mensch, Natur und Gesellschaft ein wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Aspekt unternehmerischen Handelns.

Und aus Marketing Sicht funktionieren Videos und die Darstellung emotionaler Elemente immer besonders gut. Eigentlich wollen wir uns doch alle nur zurücklehnen und Fernsehen. Hier nun ein schönes Video zu einer schönen Akion der Commonwealth Bank, welche die Social Media Gurus noch als die Bank kennen, die mittels Social Media ihre Mitarbeiter überwachen bzw. diese zu Spitzeln entwickeln wollten. Man sieht: Die Bösen können auch Gut sein und “ It´s good to be good!

PS Hier kann man mitmachen

http://www.facebook.com/commonwealthbank?sk=app_120975381315712

Ideen zum stehlen: Aus Techparents.org bankparents.org machen?


In meinem ersten Beitrag des Jahres habe ich angekündigt hier mehr regelmässige Rubriken zu etablieren. Eine dieser Rubriken soll sich mit Ideen aus anderen Branchen beschäftigen. Es soll dabei um solche Ideen gehen, die man als Finanzunternehmen eventuell kopieren oder adaptieren kann. Man muss das Rad nicht immer neu erfinden.

Wobei: Banken kopieren ohnehin gerne. In der Regel kopieren sie aber gerne von anderen Banken, was z.B. die Einheitlichkeit der Facebook und twitter Aktivitäten vieler Finanzunternehmen erklären könnte. Vielleicht ist es besser mal bei NichtBanken nach Inspirationen zu suchen.

Techparents.org erklärt

Ich habe vor kurzem die folgende Idee gefunden. Initiator war offensichtlich google. Auf der Seite http://www.teachparentstech.org können junge Menschen eine Art Technik Care Paket zusammenstellen, mit welchen Eltern über verschiedene Videos technische Zusammhänge erklärt werden können. Die Videos sehen dann zum Beispiel so aus:

Nun hat es die Finanzbranche mitunter auch mit komplexen und wenig aufregenden Zusammenhängen zu tun. Was dazu führt, dass sich viele Menschen gar nicht damit auseinandersetzen wollen, was wiederum zu falschen Entscheidungen oder zur Abhängigkeit von falschen Experten führen könnte.

Könnte man diese Idee nicht kopieren? Erfahrene Bankkunden könnten jungen Menschen Produkte oder wirtschaftliche Zusammenhänge erklären. Zumindest eine spannende Marketing Idee aus der sich aber noch viel mehr machen ließe, wenn man zum Beispiel Hilfen ohne Hintergedanken anbieten würde.

Was denken Sie? Eine Idee zum stehlen.

Genobanken zeigen: Marketing mit Facebook funktioniert


Die grössten Volksbanken

Die grösste Volksbank kommt aus dem Schwarzwald und sie beweisst, dass Facebook Marketing funktioniert. Offensichtlich gilt dies zumindest für regional agierende Banken, die in ihren Märkten bereits als starke, erlebbare und nahe Marken positioniert sind. Meine in zahlreichen Workshops vorgetragenen These, dass Social Media zum genetischen Code der genossenschaftlichen Gruppen gehört, scheint sich damit offenbar zu bestätigen, denn nicht nur die Volksbank Triberg zeigt, das es mit Hilfe von Facebook relativ schnell gelingen kann eine große Zahl von Menschen in sozialen Online Netzwerken, für die Aktivitäten einer Bank interessieren kann.

Volksbank Triberg            1005 Fans

http://www.facebook.com/#!/VobaTriberg

Volksbank Göppingen eG 945 Fans

http://www.facebook.com/#!/pages/Goppingen-Germany

Volksbank Bühl                 891 Fans

http://www.facebook.com/#!/VobaBuehl

Was führt zum Erfolg?

Sehen wir einmal davon ab, das die Anzahl der Facebook Fans sicherlich noch nicht der perfekte Erfolgsmaßstab zur Bewertung der Online Marketing oder Social Media Aktivitäten einer Bank sind, so kann man aber zumindest schon erkennen, dass Menschen durchaus bereit und daran interessiert sind sich mit Banken zu vernezten und zu erfahren, was diese im Internet anbieten.

Alle beschriebenen Banken sind regelmäßig teilweise täglich aktiv, indem sie Beiträge posten und versuchen Dialoge mit Verbrauchern in Gang zu bringen. Auch wenn die Anzahl wirklich interessanter Dialoge, die offensichtlich auch etwas mit den Angeboten der Banken zu tun haben, sich auf den Facebook Seiten noch in Grenzen halten, ist erkennbar, welche Aktivitäten wirklich funktionieren:

  • Gewinnspiele
  • Veranstaltungstipps
  • Umfragen
  • Interessante Linnks
  • Besondere Angebote (meistens geht es aber nicht um Finanzangebote)
  • Beantwortung konkreter Fragen ( ist aber noch eher die Ausnahme)
  • Darstellung der Bank von Innen bzw. von einer anderen Seite

Ähnliche Ergebnisse erbrachte übrigens auch eine – jedoch nicht spezifisch auf Banken bezogene – Studie, welche vor einiger Zeit auf emarketer.com veröffentlicht wurde

Finanzthemen spielen bei allen Banken eine Rolle. Diese stehen allerdings nicht im Mittelpunkt sondern werden immer mal wieder behutsam eingestreut. Hier ist auf den Facebook Seiten dann in der Regel auch wenig direkte Reaktion zu erkennen. Wenn Finanzangebote per Kurztext und Link dargestellt werden, führen diese meistens auf die Homepage der Bank. Dies deutet auf eine besondere Herausforderung für die Banken hin: Wie soll man zukünftig die vielfältiger werdenden Online Aktivitäten orchestrieren? Führt man die Nutzer auf die eigene Homepage? Oder ist es sinnvoller direkt in Facebook (siehe ASB Bank) die gesamte Dienstleistung anzubieten?

Die Aufwände der Facebook Nutzung sollten allerdings nicht unterschätzt werden. Es ist wichtig täglich mehrmals auf die Seite zu schauen, um auf Beiträge reagieren zu können. Jeder neue Post und insbesondere jedes neue Gewinnspiel erzeugt Aufwand. Je professioneller man agieren möchte, desto mehr muss man sich auch mit Facebook auskennen. Hier beweist zum Beispiel die Volksbank Bühl wie wichtig und erfolgsversprechend es ist, die Seite nach den eigenen Wünschen und den Bedürfnissen der Nutzer gestalten zu können. Hier gibt es zwar viele hilfreiche und teilweise auch kostenlose Tools. Was aber die Bank nicht davon befreit sich mit der Materie zu beschäftigen. Und Zeit ist- das sollten die Banken nicht verkennen – bekanntlich Geld. Es ist deshalb wichtig, auch die Aufwände zu messen und mit Erfolgen abzugleichen. Letztendlich beansprucht Social Media mit der menschlichen Arbeitskraft die teuerste Ressource im Unternehmen. Es ist also ein Irrglaube Social Media sei umsonst. Social Media kostet Geld, es ist  allerdings umsonst, wenn man nicht professionell an das Thema herangeht.

Mit Facebook Marketing Kunden gewinnen?

Aus Facebook Marketing Kampagnen mit Banken merken wir, dass es sogar möglich ist über Facebook Werbung Abschüsse zu generieren. Die Werbung funktioniert aber immer besser, wenn das werbende Unternehmen eine eigene Facebook Seite betreibt. Es ist erstaunlich, welche regionale Reichweite mit Facebook Werbung erreichbar ist. 20 – 40 % der Bewohner einer Region können heute teilweise bereits über Facebook erreicht werden.

Was bei Volksbanken Raiffeisenbanken offenbar besonders gut funktioniert ist die Verbindung von Veranstaltungen mit dem Online Kanal. Die Fans der Bankenseiten sehen darüber hinaus, dass sich das Unternehmen in der Region engagiert. Das machen Genossenschaftsbanken eigentlich schon immer, hier aber in den Kanälen, welche besonders von jungen Menschen geliebt werden. Und genau jene jungen Kunden, welche Volksbanken Raiffeisenbanken heute nur schwer über die klassischen Kanäle gewinnen können, sind in der Regel Facebook Nutzer. Dies ist möglicherweise auch eine Chance die jungen Kunden auch dann noch halten zu können, wenn diese zum studieren oder aus anderen Gründen die heimatliche Region verlassen. Denn letztendlich gibt es keinen einfacheren Weg zu alten Freunden und Bekannten zu halten, als über eine soziales Netzwerk wie Facebook.

Was kann Facebook Marketing noch?

Die österreichische Raiffeisenbak Eberndorf macht es den deutschen Genossenschaftsbanken aktuell noch vor. Hier sind mehr als 2200 Menschen mit der Seite vernetzt. 2200 Menschen, welche regelmässig erreichbar sind und über die Bank eine Menge weiss oder in Erfahrung bringen kann. Da kommt so mancher Newsletter nicht mit und die Filialen schon lange nicht mehr.

Im Faebook Marketing steckt noch einiges Potential, welches weit über die Anzahl der Fans hinausgeht. Dafür müssen die Banken aber noch professioneller werden. Sie müssen gezielter und bewusster agieren. Es wichtig sein genau herauszufinden welche Maßnahme, bei welchem Kunden und zu welchem Zeitpunkt funktioniert. Facebook Marketing braucht einen Plan

Es reicht langfristig nicht aus mit Facebook nur auf Image- und Aufmerksamkeitsziele zu gehen . Es sollte geübt werden, in konkrete Kundendialoge einzutreten, die dann auch noch mehr auf die Unternehmensziele einzahlen. Bisher wird auch noch zu wenig zugehört bzw. die Verbraucher geben noch zu wenig Möglichkeiten zum Zuhören, da offenbar auch nur wenige wirklich den Bedarf an wirklicher Social Media Kommunikation haben.

Facebook Marketing ist darüber hinaus mit den anderen Social Media und Online Marketing Aktivitäten zu vernetzen. Welche Rolle soll z.B. Social Media im Konzert der Online Destinationen (und es werden zukünftig mehr werden) einnehmen. Wie vernetzt man Social Media mit der eigenen Homepage, ohne die Nutzer einfach strategielos wegzuschicken. Und natürlich ist auch die Verbindung von Online und Offline wichtig. Deshalb sollte man sich nicht von kurzfristigen Erfolgen auf Facebook blenden lassen. Insgesamt sind die erfolgreichen Beispiele der Volksbanken Raiffeisenbanken ein starker Hinweis darauf sich im digitalen Marketing zu professionalisieren, um das gewaltige Potential zu heben. Volksbanken Raiffeisenbanken müssen endlich zu digitalen Profis werden

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass Facebook durchaus ein Marketing Kanal für Untenehmen ist. Und viele Nutzer sind hier durchaus auch klassisch anzusprechen, wenn man ihnen nur einen Mehrwert bietet. Da reicht die Möglichkeit etwas gewinnen zu können, meistens schon aus.

Facebook kann aber noch viel mehr sein, hier stehen wir gerade mal am Anfang. Ich wünschte mir, dass mehr Genossenschaftsbanken den Mut haben Social Media professionell zu nutzen. Denn die Aktivitäten der vier beschriebenen Banken zeigen ja auch, dass mit dem Start einer Facebook Seite nicht automatisch alle kritischen Kunden die Plattform suchen, um sich berechtigt oder unberechtigt über irgend etwas zu beschweren. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein.

Hier übrigens noch ein interessantes Video der Kärntner Raiffeisenbank, in welchem auf deren Facebook Aktivitäten hingewiesen wird. Auch wenn das Video ein wenig steif wirkt. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Und noch ein Link auf einen interessanten Artikel in der SZ zu den Social Media Aktivitäten der Banken.

Aber bitte auch nicht übertreiben.

Ehrlich verdient am meisten


Wie kommuniziert man Vorteile, die nicht auf der Hand liegen?

Eine genossenschaftliche Bank ist anders als  Privatbanken, Direktbanken und auch Sparkassen, denn eigentlich gehört die Bank ja dem Kunden oder Mitglied.  Was die Genossenschaft tut, macht sie nur für ihre Besitzer. Also werde Besitzer und bleibe nicht nur Kunde. Es ist sinnvoll diesen und all die anderen Unterschiede  immer wieder darzustellen. Zu jeder Gelegenheit, an jedem Ort und in jedem Gespräch. Und beim sagen darf es natürlich nicht bleiben.

Leider sind gerade Genossenschaftsbanken  nicht für ihr offensives Marketing bekannt. Die besonderen Vorzüge werden sehr  zurückhaltend kommuniziert und man traut sich nicht auf die Fehler und Versäumnisse der Anderen hinzuweisen  Und solche Fehler gab es ja zumindest während der Finanzkrise zu hauf.

Viel zu häufig setzen wir voraus, der Verbraucher wüsste dies schon oder mache sich – zumindest bei der Auswahl der Bank und der Bankprodukte – schon die Mühe die Unterschiede herauszufinden.  Ein Unternehmen, welches diese Schwäche erkannt hat, ist Credible Finance, die sowohl mit ihrer Bewertungsplattform www.credible-finance.de als auch auf Facebook offensiv für die besonderen Vorteile der regionalen Banken werben.

Menschen entscheiden einfach

Als Kreditgenossenschaft ist man also häufig in Erklärungsnot. Erschwert wird diese Erklärungsnot durch die Zunahme der Wahl- und Vergleichsmöglichkeiten für Verbraucher. Denn auch für diese bedeutet mehr Transparenz mehr Komplexität und durch unsere Neigung zu schnellen und häufig wenig rationalen Entscheidungen, wirken die einfachen, kurzfrisig einschätzbaren und zunächst offensichtlichen Vorteile eines Angebotes stärker auf die Entscheidungsfindung

Also spielen Konditionen eine wesenliche Rolle bei der Entscheidung. Eine Bank   und gerade eine in den Regionen vor Ort präsente Genossenschaftsbank wird aber – wenn man mal ehrlich ist – nicht deshalb neue Mitglieder gewinnen wollen (und wohl auch nicht können), weil sie bessere Raten und Konditionen hat. Das – also die besseren Konditionen und Raten – ist der Grund warum der Verbraucher Mitglied der Bank werden möchte. Aber warum möchte die Bank (also die Genossenschaftsbank) dass der Verbraucher Kunde wird?

Gelungene Kampagne

Und hier beginnt eine – meiner Meinung nach – sehr gelungene Kampagne der Denver Community Credit Union über welche The Financial Brand berichtet hat und die man sich dort oder bei youtube unbedingt anschauen sollte.

Hier das erste von insgesamt drei Videos dieser absolut gelungenen und originellen Kampagne, die  wohl auch bei den Verbrauchen  sehr gut ankam. Offenbar kann sich Ehrlichkeit auch lohnen und sie muss nicht langweilig und schulmeisterlich dargebracht werden. Auch die Produktion der Kampagne wirkt nicht aufwändig oder teuer. Sie lebt vielmehr von der Idee. Und wenn man den Artikel auf The Financial Brand weiter liest, erkennt man zugleich, dass die Menschen, die hinter dieser Kampagne und der Bank stehen, offensichtlich auch nicht das Bild von einem Banker wiedergeben, welches die Mehrheit der Verbraucher so vor Augen hat, wenn sie an Banken denkt.

Der you tube Channel

Hier geht es zur Denver Community Credit Union

Und was denken Sie? Ich freue mich über Ihre Meinung

So klingen Banken (VII)


Lange ist mir kein Einfall mehr für die Vertonung einer Bank gekommen. Zum Glück gibt es aber so inspirierende Banken wie Cortal Consors, wobei man sich wohl eher bei deren Agentur bedanken muss. Einige Tage lang konnten sich Interessierte (und es gab wohl wirklich welche – aber Big Brother, das Dschungelcamp und Co. haben ja auch Zuschauer) ein sogenanntes Live Experiment anschauen, dessen Ergebnis man allerdings wohl schon im voraus wissen konnte. Ist aber nicht schlimm, schliesslich ging es ja auch nur um Marketing unter Verwendung der sozialen Medien. Womit bewiesen wäre, dass Social Media eben erst durch das Denken und Handeln der dahinter stehenden Menschen mit Sinn gefüllt wird.

Und die Aktion war aus Banken- und Agentursicht auch erfolgeich. Man könnte sagen: Die Einschaltquote in der relevanten Zielgruppe war gut. So wie damals bei Jürgen und Zlatko. Gut das ich in Urlaub war.

Für mich klingt Cortal Consors deshalb ab heute so:

Dies ist ein Folgeartikel von ” Wie klingen eigentlich Banken“. Geschrieben im März dieses Jahres

Auch Social Media macht aus Scheiße kein Gold


Bei dieser Hitze müssen auch mal reißerische Überschriften erlaubt sein. Sonst gelingt es ja nicht die schwitzenden Menschen aus dem Eiscafe oder der Strandbar an den PC zu bewegen und das ipad stellt in der Sonne ja relativ schnell den Dienst ein. Außerdem passt eine reißerische Überschrift auch zur Firma BP, die in diesem Falle herangezogen werden soll, um darzustellen, dass die beste Social Media Strategie überhaupt nichts hilft, wenn das Unternehmen einfach nicht so ist, wie es sich im sozialen Internet darstellt. Das Internet  – und das wurde hier schon mehrmals gesagt – befördert uns ins Zeitalter der Transparenz. Ehrlichkeit und wirklich nach – und werthaltige Beiträge zum menschlichen Wohlbefinden werden zukünftig erfolgreiche von weniger bzw. nicht erfolgreichen Unternehmen unterscheiden.

Öl Desaster und PR Desaster

In einem sehr interessanten Aritkel von http://www.mediapost.com beschreibt Erik Sass wie sich BP, nach dem Öldesaster im Golf von Mexiko – wobei es ja noch immer kein nach dem Öldesaster gibt – hilflos den Protestaktionen sich über das Internet vernetzender Menschen ausgeliefert sah. Man stolperte von einem PR Desaster in das Nächste. Aktivitäten der Internetgemeinde und der klassischen Medien schaukelten sich geradezu gegenseitig auf.

Social Media Strategie vs. authentische Wahrnehmung

BP begann allerdings  aus diesen Fehlern zu lernen und entwickelte mit der Hilfe von Experten eine Strategie und fing an die Dinge richtig und regelgerecht anzugehen. Zumindest in der Theorie. Es klaffte aber eine große Lücke zwischen der neuen Außendarstellung  und dem tatsächlichen Handeln des Unternehmens.  In den sozialen Medien wurde zwar offen auf die Fragen der Menschen eingegangen, es wurde diskutiert und Lösungen wurden angeboten. Am tatsächlichen Verhalten änderte sich jedoch nichts. Ganz im Gegenteil. Insbesondere einige Führungskräfte verhielten sich geradezu respektlos und wenig mitfühlend in der Öffentlichkeit. Die Glaubwürdigkeit der Social Media Aktivitäten wurde nachhaltig beschädigt

As the social media strategy finally takes flight, however, it’s becoming increasingly clear that no amount of Tweeting or YouTubing can fix the basic problem: BP’s bosses, who seem hellbent on embodying the stereotype of the venal, uncaring corporate overlords. Even their attempts to express determination or sympathy somehow come out wrong, from CEO Tony Hayward’s plaintive wish to get his life back (yacht racing, etc.) to chairman Carl-Henric Svanberg’s feudal concern for the serfs — sorry, “small people.

Das Beispiel BP zeigt in beeindruckender Manier, dass Social Media nicht einfach als Marketing Instrument begriffen werden kann. Es zeigt, dass die Unternehmen überwiegend immer noch nicht erkannt haben, dass sich die Regeln grundlegend verändern und dass diese Veränderungen von den Menschen oder Verbrauchern und nicht mehr von den Unternehmen selber definiert werden. Kleinere und im alten Denken verhaftete Anpassungen an klassischen Kommunikations- und Marketing Strategien werden nicht ausreichen. Damit Social Media funktionieren kann braucht es ensprechende Grundlagen.

Ein Zitat aus einem Artikel der aktuellen gdi – impuls, Nummer 2 2o1o, der wiederum eine Übersetzung eines Textes von www.socialdatarevolution.com darstellt, gibt die Richtung vor:

Die Märkte werden von Verbrauchern geschaffen, durch Verbindungen und Interessen, die sie in Unterhaltungen mitteilen. Vertrieb durch Konversation ist die neue Produktionsmethode

Social Media ist kein Kostüm, in welchem man eine Rolle spielen kann, die einem eigentlich nicht zusteht bzw. die man eigentlich nicht ist. Social Media hat mit Schauspiel wenig zu tun. Der Mediapost Artikel endet mit folgendem Fazit:

Summing up, social media is just that — media, a means for conveying content. It cannot substitute for the content itself. It can’t, say, transform a gaffe-prone exec into a sparkling public speaker. Even the most brilliant social media strategist can’t turn crap into gold. At this point, fixing BP’s problems is up to its board of directors; once they get that sorted out, maybe they can use social media to begin repairing the company’s image.

Oder wie Umair Haque es immer wieder in seinen Artikeln ausdrückt. Business as usual ist kein Erfolgsprinzip. Die alten Regeln werden immer häufiger versagen. Für immer mehr Unternehme wird es wichtig sein sich von “Great to Good” zu entwickeln. Wirklich werthaltige Angebote werden nicht mehr nur von “Ökospinnern” und Weltverbesserern nachgefragt werden, sie werden zum wirtschaftlichen Mainstream. Nur diese werden noch Erfolg ermöglichen.

We can feel it, I suspect, most of us, deep in our gut. Bailouts, global debt crisis, fourth estate destroyed, nature ravaged, future stolen. Welcome to the roaring teens.
Unless we do something about it, there won’t be much of a tomorrow.

Here’s the score. The global economy faces a series of tectonic structural shifts. The great gears of this vast machine must be reset over the next decade. Consumption must fall. Savings must rise. Investment must be more productive. Incomes and wealth must be shared more broadly. Borrowing from tomorrow must slow. The rate at which we value the future must grow. Growth itself must be revitalized.

Think of it as a great reboot of prosperity itself. How will it happen? Who will reset these great gears? Institutions are the “dials” that tune the gears, that set the rates. Exurbs, corporations, arms-length exchanges, industries, resources, “profit”, and “GDP“. All that’s the stuff of the industrial era. Yet those are the institutions that still surround us today. A better kind of prosperity demands a new set of institutions. New kinds of cities, companies, communities, markets, capital, contracts, growth (to name just a few).

Hier der Mediapost Artikel:

http://www.mediapost.com/publications/?fa=Articles.showArticle&art_aid=130558

Und der vollständige Artikel von Umair Haque:

http://blogs.hbr.org/haque/2010/05/the_betterness_manifesto.html?

Oder kann Social Media am Ende doch aus Scheiße Gold machen? Was denken Sie? Her mit den Kommentaren

6 Fragen und Zusatzfrage: Asstel ProKunde über Blogs, Social Media, erste positive Erfahrungen und eine Hymne


Das Leben lehrt uns, dass viele Dinge leichter gehen, wenn man von den Erfahrungen anderer profitieren kann. Wir wachsen von Anfang an durch Nachahmung und schöpferische Interpretation in die Welt hinein. Dies ist einer der Gründe, weshalb ich hier in regelmässigen Abständen kurze Interviews mit Experten aus der Bankenbranche führe und diese über Ihre Erfahrungen im Umgang mit den neuen Herausforderungen für Unternehmen und insbesondere Banken berichten lasse. Eine diese Herausforderungen ist sicherlich das Internet, welches nicht nur das Machtverhältnis zwischen Verbraucher und Unternehmen umgkehrt. In Zukunft wird zuhören – das klingt so einfach, ist aber ungemein schwer – zum 1 x 1 der Kundenkommunikation werden und man kann beinahe sagen, dass das mobile soziale Internet die Kommunikationsmethoden der Banken umstülpen wird.

An dieser Stelle vielen Dank an  Herrn Carlo Bewersdorf, Geschäftsführer  der Asstel ProKunde Versicherugskonzepte GmbH. Er war so freundlich meine Fragen zu beantworten und vermittelt dadurch einen kleinen Einblick in die Möglichkeiten, Chancen und Herausforderungen bei der Einführung und Nutzung von Social Media.

1. Sie haben sich dafür entschieden Social Media zu nutzen. Was hat  Sie dazu bewogen?

Mit dem Relaunch unserer Website Anfang Mai haben wir uns auch für ein Blog entschieden. Allerdings ist es nur ein Teil eines größeren Social-Media-Konzepts. Fünf unserer Mitarbeiter sind als eine Art Markenbotschafter im Web2.0 unterwegs. Im Blog schreiben sie darüber, geben Einblicke in ihren Berufsalltag und behandeln Branchenthemen genauso wie private Erlebnisse. Die User sollen sehen, dass bei einer Direktversicherung ganz „normale“ Menschen arbeiten, die man auch über die sozialen Netzwerke erreichen kann.

2. Ihre ersten Schritte in Sachen Social Media wurden von einer  Agentur begleitet. Wobei kann eine Agentur helfen? Was muss das Unternehmen selber machen?

Mit der Agentur achtung! aus Hamburg haben wir gemeinsam ein Social-Media-Konzept inklusive des Blogs entwickelt. Die Inhalte und die Botschafter haben wir im Unternehmen gesucht und gefunden. Fünf Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen verwenden nun, ganz offiziell, 15-20% ihrer Arbeitszeit für ein Engagegment in den Social Media, namentlich auf Twitter, wer-weiss-was, Facebook, gutefrage und wer-kennt-wen. Im laufenden Prozess der Umsetzung des Konzepts steht uns die Agentur weiterhin als permanenter Ansprechpartner, wie ein Coach zur Verfügung.

3. Wie sind Ihre bisherigen Erfahrungen mit Social Media? Was ist  positiv, was ist vielleicht auch negativ?

Da es das Blog erst seit knapp zwei Monaten gibt, können wir noch nicht mehr als ein erstes Zwischenfazit ziehen. Wir erkennen aber ganz klar, dass die User Interesse an einem Austausch haben. Die Kommentare im Blog lassen dies  erkennen. Und dabei geht es nicht nur um Policen. Auch in den jeweiligen Netzwerken kommt der Austausch mit den Usern in Gang. Am deutlichsten zum Beispiel im Frage-Antwort-Portal gutefrage. Negative Erlebnisse hatten unsere Botschafter bisher noch nicht. Wenn jemand eine Beschwerde über das Blog an uns heranträgt oder wir an andere Stelle auf Unzufriedenheiten stoßen, dann antworten die Botschafter immer auf einer persönlichen Ebene. Eben als Mensch. Dieser offene und ehrliche Umgang wurde bisher sehr wohlwollend aufgenommen und resultierte nahezu ausnahmslos in einem freundlichen und respektvollen Kontakt. Manch ein im ersten Schritt erboster Kunde entschuldigte sich und bot im Nachhinein sogar die Löschung sämtlicher negativer Einträge an.

4. Welche Ziele verfolgen Sie mit Social Media? Wann sind Ihre Aktivitäten erfolgreich?

Unser Hauptziel ist es, Asstel ein Gesicht zu geben. Versicherungen haben ja eher ein angestaubtes Image und Direktversicherungen sind zudem noch anonyme Gebilde. Durch Aktivitäten in Social Media möchten wir anfassbar werden und die Anonymität aufheben. Die Erfolgsmessung ist natürlich eine Herausforderung und die Frage, die die meisten Unternehmen in Bezug auf Social Media umtreibt. Für uns ist ganz klar: Wir wollen mit Kunden und Interessenten in einen Dialog treten und ein Gespür für ihre Bedürfnisse entwickeln. In den Netzwerken sowie auf dem Blog passiert das nun. Diese Teilnahme und Interaktion möchten wir natürlich noch weiter ausbauen und bis sich ein Blog etabliert hat, vergeht natürlich auch einige Zeit. Wenn wir Ende 2010 Stammleser für unser Blog begeistern konnten, ist dies ein toller Erfolg.

5. Was ist Social Media für Sie? Ein Marketing- und Vertriebsinstrument oder vielleicht sogar mehr?

Social Media ist für uns eine hervorragende Möglichkeit mit Kunden und Interessenten in Kontakt zu treten. Als Direktversicherer, der die meisten Verträge durch Online-Abschlüsse generiert, wollen wir uns dort tummeln, wo auch unsere Kunden sind. Und das ist im Word Wide Web. Soziale Netzwerke gehören zu der Internet-Nutzung heutzutage dazu. Als Vertriebsinstrument nutzen wir Social Media gar nicht. Die Botschafter sollen nicht verkaufen und haben demnach auch keinen Zahlendruck, denn das wäre die falsche Herangehensweise. Wir möchten unterstützend beraten und einfach ein offenes Ohr für die Anliegen unserer Kunden haben.

6. Haben Sie Social Media Guidelines entwickelt und halten Sie solche Guidelines für unbedingt erforderlich?

Ja, wir haben Social Media Guidelines. Für das Blog gibt es eine Policy. Ebenso haben wir einige Regeln für das Auftreten in den sozialen Netzwerken erarbeitet. Das klingt aber alles weitaus starrer als es tatsächlich ist. Letztendlich geht es darum, dem eigenen Menschenverstand zu vertrauen. Die meisten handeln doch intuitiv richtig. Dennoch haben schriftlich fixierte, verbindliche Regelungen als grober Rahmen eine beruhigende Wirkung und geben den Mitarbeitern Sicherheit. Im Alltag liest da natürlich niemand kontinuierlich nach. Und obwohl, oder gerade weil unsere Botschafter alle online-affin sind und den Ton in Blogs und sozialen Netzwerken kennen, stimmen wir uns im Einzelfall auch mal ab bevor jemand reagiert.

Die  Zusatzfrage

Wenn Sie Asstel vertonen würden? Wie würde Asstel aus Ihrer Sicht  klingen. Gibt es ein Musikstück, welches Asstel beschreibt?

Paul Kalkbrenners „Sky and Sand“ passt perfekt zu uns. Mit einem sehr stimmungsvollen Film haben wir allen Mitarbeitern die neue Positionierung und das neue Logo präsentiert. Paul Kalkbrenners Musik lieferte eher zufällig den Soundtrack. Die Mitarbeiter waren aber derart gerührt, dass das Lied mittlerweile zu einer richtigen Asstel Hymne geworden ist.

Hier geht es zum Asstel Blog

Das nächste Interview folgt schon bald. Diesmal mit Credible Finance

_____________________________

Hier die weiteren Interviews in denen es in erster Linie um die Erfahrungen von Banken mit Social Media sowie um neuere Ansätze innerhalb der Finanzbranche geht, also zum Beispiel um Social Banking, Finance2.0, mobile Banking usw.

Die Bankonauten

Marko Haschej

Guido Augustin

Lothar Lochmaier

Suitbert Monz

Dr. Harald Meissner

Mustapha Behan