Das große Umschulen


Internet als fundamentale Kernkompetenz

Die Veränderung ist längst in vollem Gange. Das Internet, gezogen von der Lokomotive web 2.0 ,verändert die Finanzbranche und bereits auf die Überholspur aufgefahren, folgt das mobile Internet. Sozusagen die vollständige Bank in der Hosentasche.

Damit wird das Internet zur fundamentalen Kernkompetenz der Banken und der Mitarbeiter der Banken. Das Internet ist die wichtigste und größte Quelle für neue Einnahmen, es ist der wichtigste Kommunikations-, Service- und Vertriebskanal der Banken. Sie müssen also damit beginnen, das Internet mindestens genau so wichtig zu nehmen, wie die Filiale. Wer noch nicht damit begonnen hat, sollte das Jahr 2013 einem entsprechenden Umbau der Organisationsstruktur widmen.

Bauen und schulen Sie um

Vergessen wir an dieser Stelle einmal die ganzen technologischen Anpassungen, die jede Bank vornehmen muss. Mir ist jedenfalls kaum ein Online Auftritt einer deutschen Bank oder Bankengruppe bekannt, der dem Internetnutzer ein auch nur zufrieden stellendes online oder mobile Erlebnis gewährt, zumindest wenn man dieses Erlebnis als ganzheitlich und Kanal übergreifend betrachtet. Um der Herausforderung Digitale Welt gerecht zu werden, gilt es in erster Linie Kultur zu entwickeln und Mitarbeiter darauf vorzubereiten. Die Bank benötigt neue online affine Mitarbeiter, die mit diesem Medium aufgewachsen sind und es nicht ablehnen, für die das Internet selbstverständliches Handlungs- und Lebensinstrument ist. Sie muss sich aber über kurz oder lang auch von jenen Mitarbeitern trennen, die diesen Weg nicht mitgehen möchten, die sich dem Internet verweigern, es ablehnen und als irrelevant betrachten.

Was Sie zum Beispiel tun müssen

Die Bank mit Zukunft organisiert sich rund um den Kunden. Sein Verhalten und seine Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt. Interne Vernetzung und Tempo bis zu Reaktionen in Echtzeit werden essentiell, ebenso wie das Wissen um das Verhalten und die Bedürfnisse der vielfältigen Kundengruppen. Informationen müssen schnell an die richtige Stelle im Unternehmen fließen können, deshalb dürfen die Kanäle organisatorisch nicht mehr voneinander getrennt werden. In einem Zeitraum von 2 -3 Jahren werden die Mitarbeiter des Online Bereiches immer wichtiger für ihre Bank.

Haben Sie schon einen solchen Onlinebereich und steht dieser bereits im Zentrum ihres Unternehmens?

  • Machen Sie aus ihrem Marketing Leiter einen Leiter Digital Marketing
  • Aus ihrem Marken Manager wird ein Marken Manager Digital
  • Ihr Vertriebsleiter wird zum Leiter Online Vertrieb
  • Ein Vorstand Online muss her
  • Sie benötigen einen Kundenprozess oder Kundenbedürfnis Manager
  • Ein Experte für die Auswertung von Kunden Daten (CRM) wird notwendig
  • Alle Mitarbeiter Ihres Call Centers sollten auch Social Media Kanäle bedienen können
  • Sie benötigen einen Mitarbeiter, der sich um Innovationsfähigkeit und den Aufbau einer entsprechenden Kultur kümmert
  • Sie benötigen Content Experten.
  • Sie benötigen Produkt Entwickler, welche bei der Produktentwicklung das Kundenverhalten und deren bevorzugten Abschlusskanal einbeziehen
  • Sie benötigen einen Webcontroller bzw. einen Mitarbeiter der sich um das Controlling aller Vertriebskanäle einer Bank kümmert.
  • Sie benötigen Sicherheitsexperten mit gelebter Online Kompetenz, der in Zusammenarbeit mit den Vertriebsexperten Friktionen beseitigt, ohne dabei gegen rechtliche Rahmenbedingungen zu verstoßen
  • Und in der Anfangsphase benötigen Sie Missionare, welche dies Veränderung vorantreiben

Die Zeit läuft

Wer auch im nächsten Jahr darauf wartet, dass sich das Kundenverhalten wieder ändert und die Filiale so voll wird, wie die Kantine zur Mittagszeit, gefährdet die Existenz der Bank und auch die Zukunft der Mitarbeiterschaft

Kea fördert die Gesundheit Ihres Unternehmens


Arbeit macht krank

Verbrauchte Luft. Ungesunde Sitzhaltung. Zu wenig Bewegung. Ungesunde Ernährung. Fehlende Zeit. Arbeit ist in den wenigsten Fällen der Gesundheit förderlich. Die Folge: Das Personal ist häufig krank,es enstehen hohe Gesundheits- oder Krankheitskosten sowohl für das Unternehmen als auch für die Gesellschaft.

Menschen sind faul

Das soll jetzt keine fatalistische Aussage sein, auf der irgend eine Idee oder ein Wirtschaftsmodell aufgebaut werden soll. Also sagen wir lieber : Viele Menschen sind faul. Ich bin zum Beispiel in Sachen Sport und Gesundheit sehr faul. Wenn meine Frau nicht wäre, dann wäre ich wahrscheinlich schon zwanzig Kilo schwerer und gefühlte 5 Jahre älter. Wenn Menschen also faul oder auch nur bequem sind, dann haben Sie eine Mitschuld an ihrer gesundheitlichen Situation und wenn wir die wirtschaftliche Komponente einfach mal vergessen, dann ist es eben trotzdem nicht gut, wenn man zu dick oder unbeweglich ist bzw. man immer nur ungesundes Zeug in sich hinein stopft ohne einen Ausgleich in sportlichen Aktivitäten zu finden.

Aber der Mensch spielt gerne

Wir sind eine Gesellschaft von Spielern und Spielerinnen: Fussball, Handball, Kartenspiele,Brettspiele, Lotto, Totto, Rennquintett, Gewinnsparen und nicht zuletzt Computer Spiele. Und diese Neigung zu Spielen wird immer stärker auch unter der Perspektive betrachtet Menschen ungewolltes Verhalten abzugewöhnen und gewolltes Verhalten anzutrainieren. Lassen wir dieses Mal die Gefahr der Manipulation einmal unberücksichtigt, dann gibt es durchaus viele Gründe, weshalb “Gamification” ein Instrument sein wird, welches zukünftig bei der Ausbildung, Erziehung und Sozialisation von Menschen eine Rolle spielt.

In einem gesunden Unternehmen…

da herrscht eventuell ein gesunder Geist. Gesunde Mitarbeiter könnten motivierter, produktiver und ideenreicher sein. Drei Dinge, welche moderne Unternehmen benötigen. Multiplizieren wir nun Online Spiele wie zum Beispiel Farmville mit dem Bedürfnis eines Unternehmens nach geringeren Gesundheitskosten, dann kommt das Unternehmen Keas heraus.

Keas hat sich “The Future of corporate Wellness” verschrieben und möchte glücklichere, gesündere und engagiertere Mitarbeiter produzieren, wofür man auf “Gamification” setzt. Die Basis ist die von Unternehmen nutzbare Interneplattform keas.com, mit welcher die Mitarbeiter des Unternehmens mit anderen Mitarbeitern oder Mitarbeitern anderer Unternehmen in einen Wettbewerb treten können, die alle das Ziel verfolgen die Gesundheit der Mitarbeiter zu verbessern also z.B. Übergewicht zu reduzieren. Um diese Ziele gegeneinander oder gemeinsam zu erreichen, müssen Aufgaben erfüllt oder regelmäßige Aktivitäten (Sport) durchgeführt werden. Die Preise werden von den Unternehmen zur Verfügung gestellt und können von den Mitarbeitern auf der Plattform ausgewählt werden.

Bisherige Ergebnisse des sich noch in einer frühen Testphase befindenden Unternehmens haben übrigens ergeben, dass es weniger die Preise sind, welche die Menschen motivieren. Die Möglichkeit Ziele im Team oder für ein Team zu erreichen sind weitaus motivierender. Es zählt also der soziale Aspekt. Jetzt müssen wir nur noch eine solche Plattform für Investment Banker erfinden und alle Probleme sind gelöst.

Aber Spaß beiseite.

Was halten Sie von dieser Corporate Wellness Plattform und welche weiteren Ideen könnte man hieraus ableiten? Und wann startet Ihre Bank damit? Oder ist das mal wieder alles eine technologische Spinnerei und wir gehen   stattdessen weiter zum Betriebssport? Den gibt es hier aber leider auch nicht.

Weitere Informationen hierzu

Artikel aus dem Wall Street Journal

Ein Kea Konkurrent

Banker schaut auf dieses Video


Wieder einmal ein schönes Video, welches kurz und knackig zusammenfasst, wie das Internet Branche um Branche disruptiv verändert. Diesmal geht es um die arg gebeutelte Musikbranche und in einigen Jahren werden wir ein solches Video sicherlich auch zur Bankenbranche finden.

Und Musik treibt mich hier ja auch immer wieder um. Zum Beispiel in meinen bankercharts

Killt Echtzeit die Banken?


Das Leben wird immer schneller. Auch wenn die Monate, Tage und Stunden nicht wirklich schneller vergehen, sind wir einer täglich steigenden Komplexität und einem gefühlt rasantem Veränderungstempo ausgesetzt. In nahezu allen Lebensbereichen werden die eingespielten Selbstverständlichkeiten aufgelöst und hinterlassen uns verwirrt und hilflos. Es bleibt darüber hinaus kaum noch Zeit sich in aller Ruhe mit neuen Problemlösungen zu beschäftigen, geschweige denn diese langfristig zu etablieren. Alles geschieht in Echtzeit. Veränderung ist der Normalzustand und nicht die Ausnahme.

Wem wäre es unter solchen Bedingungen zu verübeln, orientierungslos zu verharren oder im Gegenteil jeder neuen Idee erst einmal blind nachzulaufen, ohne ihre Relevanz zu überprüfen bzw. mangels Bezugsrahmens überhaupt überprüfen zu können. Der Irrtum oder die kurzfristige Richtungsänderung wird zum Normalzustand werden. Auch für Unternehmen, die auf eine solche Welt kaum eingestellt sind.

Sind Banken auf eine solche Welt eingestellt.? Können grosse Unternehmen mit vielen tausend Mitarbeitern und Millionen Kunden überhaupt realisieren, was passiert. Und können sie- falls sie es realisiert haben-  sich entsprechend verändern oder anpassen, obwohl die Kasse noch klingelt.

Wie können Banken, deren Geschäft auf Langfristigkeit, Planbarkeit und Kalkulierbarkeit angelegt ist, mit einer Umwelt umgehen, in der Menschen ihr Leben immer stärker nach eigenen Ideen gestalten oder umgestalten können. In der eine feste – auf Jahre hinaus vorbereitete – Lebensplanung immer unwahrscheinlicher wird. In welcher höchste Variabilität gefordert und gewünscht wird. Die Erfahrungen, welche die Menschheit in den letzten 10 Jahren gemacht haben, führen zu  abnehmenden Erwartungen und zu abnehmendem Vertrauen. Von staatlichen Institutionen, der Politik, grossen Organisationen und auch Banken wird immer weniger erwartet und ihnen wird immer weniger vertraut.  Die Enttäuschung der Erwartungen konnte in den letzten Jahren auf allen Ebenen erlebt werden. Wenn die Altersversorgung nicht sicher ist, setzt man dann auf eine private Altersvorsorge bei Unternehmen, die auch nicht gerade erfolgreich in der Erfüllung von Erwartungen und der Rechtfertigung von Vertrauen waren. Wird da nicht alles beliebig? Nimmt man da sein Glück nicht lieber selber in die Hand?

Wird man in einer schnelleren und in Echtzeit funktionierenden Welt tatsächlich noch Interesse an klassischen Bankprodukten entwickeln oder wecken können?Wird man sich wirklich noch die Mühe machen in die Filiale zu gehen, wenn der Aufwand den richtigen Berater zu finden schon höhere Kosten erzeugt, wie der mögliche Irrtum bei der eigenen Entscheidung für ein Finanzprodukt. Das Internet tut sein übriges. Wir lernen tagtäglich, bzw. werden darauf ausgerichtet, den Maschinen mehr zu vertrauen als anderen Menschen oder uns selbst. Berater, die ich nicht über das Internet finden kann, sind für mich persönlich gar nicht mehr existent. Das liegt nicht nur an mir. Die Unternehmen haben mit Geldautomaten, Call Centern oder auch nur der Kundenkategorisierung, usw. eine Mitschuld. Auch Social Media ist nur dann wirklich ” Social” wenn das Unternehmen von wahrhaftigen” menschlichen und damit auch menschlich initiierten Gesprächen profitiert.

Das Internet führt zu einer Zerlegung der Welt. Es erzeugt einen weiteren Individualisierungsschub, der wie ein Drucker im Dauerbetrieb wirkt. Immer mehr Optionen, immer mehr Herausforderungen, immer weniger Orientierung, immer weniger Dauerhaftigkeit und Verbindlichkeit. Banking wird nur noch eine Funktion, die von vielen erbracht werden kann. Das Zeitalter der Banken geht definitiv zuende!

Diese Online Filiale könnten Filialbanken lieben


Prolog

Man kommt morgens zu einem Vortrag in die Bank und die Filiale ist gähnend leer. Man verlässt diese Filiale abends wieder uns sie ist immernoch gähnend leer. Dennoch hat die – so wollen es uns ja auch ganz viele Studien weismachen – Filiale Zukunft, denn wo sonst sollten sich Menschen von freundlichen und kompetenten Beratern, über Finanzprodukte informieren lassen und wo sonst sollte man das oder die Finanzprodukte oder -lösungen erwerben können. These: Menschen wünschen sich den persönlichen Berater oder Ansprechpartner und deshalb wird die Online Filiale niemals die – sagen wir mal – natürliche Filiale ersetzen können.

Ist das wirklich so?

Stellen Sie sich folgende virtuelle Filiale vor:

  • 1 zu 1 Telefon Support
  • Sichere E Mail
  • Live E Mail Chat
  • Verschiedene Instant Messaging Möglichkeiten
  • Persönliche Betreuer sind Online von 7 Uhr morgens bis 20.00 Uhr abends erreichbar
  • Die Kunden können mit Hilfe verschiedener Online Tools und mit einem fest zugeordneten persönlichen Online Betreuer ihre Finanzangelegenheiten regeln. Dafür steht eine breite Palette moderner Kommunikationskanäle zur Verfügung.

Der Clou dabei ist der eigene persönliche Online Berater. Erreichbar sind ein Filialleiter und entsprechende Finanzexperten.

Die virtuelle Filiale besteht aus 3 Bereichen:

  • Den persönlichen Berater treffen
  • Mit dem persönlichen Berater sprechen
  • Und eine Seite mit generellen Informationen.

Kunden, welche diese Filiale nutzen wollen, können mit Ausnahme der Geldautomaten keine anderen traditionellen Kanäle der Bank mehr nutzen

Für Bankdienstleistungen, die nicht automatisiert oder per E-Mail erledigt werden können, gibt es spezielle Kurier Services.

Alle Kundendaten werden in einem speziellen Informationsbereich geführt, der zusätzlich spezielle Funktionen enthält, die anderen Kunden der Bank nicht zur Verfügung stehen.

Die Kunden der Online Filiale können auf spezielle Telefon- und SMS Services zurückgreifen, die immer zum persönlichen Ansprechpartner durchgeleitet werden.

Das Angebot ist kostenlos. Produkte und Serviceleistungen sind günstiger oder verfügen über bessere Konditionen.

Neukunden müssen sich einmal in der Filiale legitimieren.

Statt einer Internetseite gibt es virtuelle Filialen, die relativ eng an vorhandene Filialen angebunden sind. Das Personal ist teilweise identisch.

Eine schöne Vision?

Nein Realität in Israel

Original Artikel gefunden bei thefinancialband:

Und hier ist die Mimic Bank, welche diesen Service anbietet. (Seite in hebräischer Sprache)

Und könnte diese virtuelle Filiale die “richtige Filiale” ersetzen?

Der Firmenkunde im Internet


Firmenkunde oder Privatkunde

Banken unterscheiden  zwischen Firmenkunden und Privatkunden. Wenn man sich – wie ich täglich und beruflich- mit der Nutzung des Internets für das Bankgeschäft beschäftigt, dann kommt der Firmenkunde meistens zu kurz. Die Suche nach der Killerapplikation für die Firmenkunden von Banken blieb  bisher erfolglos.

Eine Online vernachlässigte Kundengruppe

Vor einigen Wochen hatte ich die Gelegenheit mich im Rahmen einer Präsentation mit der Frage zu beschäftigen: Was können Banken ihren Firmenkunden im Internet bieten? Keine leichte Aufgabe, wie ich schnell feststellen musste. Schon während der Recherche für den kurzen Vortrag bei der ADG in Montabaur wurde klar: Firmenkundengeschäft ist sehr persönlich. Die Beziehung zwischen Firmenkunde und Firmenkundenberater ist eine sehr persönliche und vertrauensvolle Beziehung. Der Firmenkundenberater weiß sehr viele Details über das Unternehmen des betreuten Kunden. Insofern spielt hier die Filiale bzw. der persönliche Berater vor Ort eine sehr große Rolle.

Alte Argumente, neue Gründer

So verwundert es auch nicht, dass man in Diskussionen sehr schnell Argumente hört, die man vor Jahren auch in Sachen Privatkundengeschäft und Internet gehört hat: Firmenkunden nutzen das Internet nicht, um sich über Banken und Bankprodukte zu informieren, diese zu vergleichen, zu bewerten und auszuwählen. Wer über das Internet zum Beispiel nach einem Kredit suche, der sei wahrscheinlich auch gar nicht kreditwürdig und für die Bank deshalb auch gar nicht interessant.

Da ich selber kein gelernter Banker  bin und auch nur sehr selten mit Firmenkundenberatern in Kontakt komme, musste ich mich dem Thema sehr allgemein nähern und mich damit beschäftigen was ein Firmenkunde eigentlich ist, wie er sich verhält und was er möglicherweise erwartet? All diese Fragen habe ich versucht zu beantworten und mit den Teilnehmern der Veranstaltung zu diskutieren. In den folgenden Folien finden Sie das Ergebnis meiner Arbeit und natürlich würde ich hierzu gerne mit Ihnen diskutieren, da ich der Meinung bin, dass der Firmenkunde – den es übrigens so eigentlich gar nicht gibt – mehr Aufmerksamkeit im Internet verdient hat und jene Banken, die sich dieser Aufgabe intensiv widmen zukünftig einen Wettbewerbsvorteil haben werden. Denn machen wir uns nichts vor: Die Gründer von heute und morgen sind mit dem Internet groß geworden. Auch sie schätzen die Bequemlichkeit, Schnelligkeit, Vollständigkeit und Effizienz dieses Instrumentes und werden deshalb selbstverständlich in ihrem zukünftigen Verhalten von dieser Kultur geprägt. Sie gründen darüber hinaus Firmen, die viele Banken heute gar nicht finanzieren könnten oder würden, weil sie deren  Geschäftsmodell oder Kostenkalkulation nicht verstehen würden, denn wir kann man z. B ein Unternehmen ohne Büroräume, IT Kosten usw. betreiben?

Die Folien als Diskussionsgrundlage

Diskussion gerne auch hier:

http://www.facebook.com/diefinance20seite

Finale: Wirtschaftsblog des Jahres


Auch in disem Jahr kürt Smava wieder den Wirtschaftsblog des Jahres. Und ich freue mich natürlich mit meinem Blog schon einmal zu den 15 Blogs zu gehören, die es in die letzte Runde geschafft haben. In der Fussball Bundesliga hätte ich damit einen Abstiegsplatz vermieden und das wünsche ich mir auch für meinen Lieblings Fussball Club, mit dem zusammen ich morgen um die nächsten 3 Punkte kämpfen muss, wenn auch nur als Unterstützer auf der Südtribüne.

Wer Finance20 einen oberen Tabellenplatz gönnt, kann dies HIER beeiflussen

Und welche Blogs würde ich wählen?

Alle Blogs haben einen Preis verdient, denn in jedem Blog steckt eine Menge Liebe und vor allem auch Arbeit. Diese Arbeit wird in der Regel nicht bezahlt und noch nicht mal in der Absicht auf Bezahlung ausgeführt. Hinter jedem Blog stecken Menschen, die sich leidenschaftlich und begeistert mit Themen auseinandersetzen, die sie für wichtig und relevant halten und über die sie sich mit anderen Menschen auseinandersetzen möchten. Dabei bringen sie nicht nur andere Perspektiven ein als die Mainstream Medien oder versuchen Dinge oder Verhältnisse zu verändern.

Es müsste mehr solcher Preise geben. Also Ihr Unternehmen und Medien zeigt den Bloggern, dass ihre Arbeit geschätzt wird.

Blog Wettbewerb von smava:

http://www.smava-blog.de/

Blog Wettbewerb der comdirect Bank:

http://finanzblog-award.de/

Ein Videobeitrag für uns Helfershelfer


Liegt es an meiner eingeschränkten Perspektive oder kann es sein, dass es in Deutschland keine großen Denker mehr gibt, die in der Lage sind, die vermeindlichen Wahrheiten unserer Gesellschaft wirklich kritisch zu hinterfragen, die also nicht nur lediglich ein wenig abweichen von den gängigen vermarktbaren Wahrheiten. Und die noch dazu mit ihren visionären Ansätzen Wege in die Zukunft weisen.

Offensichtlich bilden sich Wahrheiten hier und heute auch immer schneller und werden dann wenig kontrovers ve übernommen verbreitet und niemals diskutiert. Das gilt genauso oder vielleicht sogar noch viel stärker für die Internetwelt – in der es auch kaum Bewegung jenseits der von meinungsführenden Bloggern verbreiteten Thesen – gibt. Ein einfaches “Gut”  “Böse” Modell bestimmt die Diskussion.

Mein Bücherregal quillt gerade eher mit Büchern aus den USA über. Umair Haques “new capital manifesto” Clay Shirkys “cognitive surplus” und neuerdings auch noch “life inc” von Douglas Rushkoff. Rushkoss Buch folgt der Leitlinie: How corparatism conquered the world, and how we can take it back. Darin befasst er sich u.a. auch damit, wie wir die Chancen des Internets wegschenken und stattdessen den Unterehmen den Weg in eine Nutzung ebnen, die letztendlich wieder nur den Institutionen (und einigen wenigen Menschen) hilft und gar nichts verändert.

In diesem etwas älteren Video kann man einen kurzen Einblick in seine Thesen erhalten. Es geht übrigens auch um Banken, die Finanzkrise und alte und neue Währungen.Ein schönes Wochenende. Ich muss jetzt weiter lesen.

Wenn Arbeit keinen Ort mehr hat,


und das ist ja eine Schlussfolgerung dieser bemerkenswert einleuchtenden Videobotschaft von Jason Fried. Welchen Ort hat dann Banking noch? Die Filiale? Eines steht fest. Das Internet wird den Arbeitsplatz Bank ganz schön durch den Reisswolf ziehen. Oder?