Wandel lernen mit “The wizard of oz”


Ich nehme kurz nochmal das Thema Wandel auf. In meinem letzten eigenen Blogbeitrag (No.999) habe ich mich im Rahmen einer Blogparade schon intensiv damit auseinander gesetzt. Nun möchte ich einen kleinen Nachtrag hinzufügen. Dabei beziehe ich mich auf ein Musical aus dem Jahr 1939: THE WIZARD OF OZ. Dort wurden drei wesentliche Grundvoraussetzungen für Wandel genannt und musikalisch aufbereitetet. Mir erscheint es angebracht zu sein, auf diese Grundvoraussetzungen noch einmal hinzuweisen, können wir doch beinahe tagtäglich beobachten ( wir müssen aktuell ja nur nach Berlin schauen) wie Wandel scheitert oder gar nicht erst in Bewegung kommt.

Hier sind also die drei Grundprinzipien in der von mir für richtig gehaltenen Reihenfolge.

If I only had a heart (Liebe)

If I only had the nerve (Mut)

If I only had a brain (Klugheit)

http://www.youtube.com/watch?v=nauLgZISozs

By the way

Vor Weihnachten muss ich unbedingt noch einmal einen Musical Tag vor dem Fernseher einlegen. Mal sehen was die Familie dazu sagt. Vielleicht muss ich allein schauen.

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Die Steinstrategie und die Raiffeisenbank Gammelsfeld


Schon wieder ein Strategiebuch

Zuerst dachte ich an einen Witz. Ein Buch mit dem Titel: Die Stein Strategie. Von der Kunst nicht zu Handeln.  Eigentlich gar keine schlechte Idee, sich einmal über die Unmengen an unnützen Alltags- und Strategiebücher lustig zu machen. Jeden Tag ein neues Tierstrategiebuch – von Mäusen, über Bären bis hin zu Igeln. Jeden Tag ein neuer Ratgeber, der uns dabei hilft unser Leben zu ändern. Denn darin besteht bei fast allen diesen Ratgebern Einigkeit. Wir müssen uns verändern, weil sich die Welt anscheinend immer schneller dreht. Eine Steinstrategie – wie sie Holm Friebe – auf 200 Seiten vorstellt, schien mir da nahezu absurd zu sein.

Aber es war kein Witz. Genauer betrachtet begegnet uns die Kunst nicht zu Handeln tagtäglich, wenn wir unsere Kanzlerin agieren bzw. – um es auf den Punkt zu bringen – nicht agieren sehen. Aber nehmen wir die Kanzlerin hier nicht als Vorbild, denn ob sie wirklich weiß, was sie tut, ist lange noch nicht ausgemacht.

Was ist die Steinstrategie

Die Stein Strategie ist ein richtiges und sehr inspirierendes Strategiebuch, welches uns in Zeiten, in denen alles nach Innovation, Veränderung und Wandel schreit, innehalten lassen sollte und innehalten lässt. Anfangs mit etwas Widerwillen gelesen, denn schließlich predige ich auch überall wo ich aufschlage von Wandel, digitaler Transformation und dem Zwang sich neuen Technologien zu öffnen. Nur so könne – so meine These – die Bankenwelt auch in Zukunft noch bestehen. Die Stein Strategie steht nicht für Stillstand. Sie  – so der Autor – ist das Gegengift wider voreiligen Handelns, blauäugiger Beherztheit und konfusen Hyperaktivismus.  Es geht nicht um Faulheit, denn wer das Unterlassen zur Strategie machen möchte, sollte auch Handeln können. Er entscheidet sich sozusagen bewusst gegen das Handeln. Und die Stein Strategie fordert das Überdenken unseres Innovationsbegriffes. Jenes Begriffes also, der die Chance hat, den Begriff „Social Media“ als Hype Wort des Jahres abzulösen.

Innovation im Sinne der Stein Strategie orientiert sich eher am „Cradle to Cradle“ Prinzip oder an dem von Umair Haque geprägtem Begriff der „Awesomeness“. Holm Friebe möchte, dass wir die Frage stellen: „Sind es die Innovationen, die uns wirklich zum Glück fehlen? Und suchen wir an der richtigen Stelle danach? Sollten wir nicht viel lieber das, was schon da ist besser machen?

Mal ganz ehrlich? Was hat uns denn das Internet oder das Smartphone bisher wirklich gebracht, außer, dass wir uns inzwischen totaler Überwachung ausgesetzt sehen, dass wir ständig mit Produktangeboten konfrontiert werden, die wir nicht brauchen, oder dass wir andere Menschen gar nicht mehr treffen müssen, um mit ihnen zu kommunizieren und an ihrem Leben teilzunehmen. Immer mehr geschieht in Echtzeit, immer weniger lässt sich aufarbeiten, kann sich setzen und erzielt Wirkung. Douglas Rushkoff spricht von Present Shock als die ständige Überforderung durch den Zwang sich immer und in Echtzeit im Fluss der Weltereignisse zu bewegen.

Wenn wir mehr Lebensqualität wünschen – und immer mehr Menschen sind auf der Suche nach diesem Phänomen- man muss sich ja nur anschauen, welche Bücher unsere Bestsellerlisten dominieren – dann sollten Awesomeness – also die Schaffung realer bedeutsamer nicht zerstörerischer Werte, durch kreative Menschen, die das lieben was sie tun – und Cradle to Cradle, bei dem das Bestehende radikal anders gemacht wird, indem 90 % des in Gebrauch befindlichen weggelassen werden und die Produkte so entworfen werden, dass man am Ende problemlos  wieder an die Rohstoffe kommt- zu den Grundprinzipien unserer Ökonomie gehören.

Steinstrategie bei der Raiffeisenbank Gammelsfeld?

Die Steinstrategie. Manche Unternehmen folgen ihr, ohne dies zu wissen. So zum Beispiel die Raiffeisenbank Gammelsfeld. Eine kleine Bank in einem Dorf mit 350 Einwohnern hat in einer mehr als 120 jährigen Geschichte allen wirren Ideen der Finanzbranche getrotzt und ist der ursprünglichen Idee einer Bank und vor allem einer Genossenschaftsbank immer treu geblieben. Die Kunst nicht zu Handeln hat dieser Bank eine stets ausgeglichene Bilanz und hochzufriedene Kunden beschert. Die Entscheidung gegen das Handeln zum richtigen Zeitpunkt macht diese Bank zu einem Vorbild für andere Genossenschaftsbanken – allerdings ohne dass diese das bereits erkannt hätten. Eine herausragende und einzigartige Bank wird man nicht nur durch die Nutzung moderner Technologien. Der eigne Kern, die eigenen Werte, die grundlegende Geschäftsidee, muss man, nein darf man – wie das Beispiel Gammelsfeld zeigt-  nicht aus den Augen verlieren und leichtfertig über Bord schmeißen. Dies ist nun kein Plädoyer dafür, dass alle Genossenschaftsbanken auf das Internet und andere moderne Errungschaften verzichten sollten, aber ein Stück mehr Steinstrategie, wäre vielleicht keine so schlechte Idee. Vielfalt beibehalten  bzw. fördern, anstatt sich durch die Unternehmensberater dieser Welt in eine Einheitlichkeit treiben zu lassen, die das System fragiler machen und durch Effizienz die Selbtheilungskräfte bzw. Anpassungskräfte des Systems zerstören.

Die Steinstrategie von Holm Friebe ist ein Buch, welches ich wirklich nur empfehlen kann.

Das Awesomeness Manifest von Umair Haque

Text zum cradle to cradle Prinzip bei wikipedia

Artikel zur Raiffeisenbank Gammelsfeld in der Financial Times Deutschland

Die Steinstrategie bei amazon bestellen

Volksbank Bühl: Eine Innovationswerkstatt im Interview (Teil II)


Volksbank Bühl

Innovationswerkstatt der Volksbank Bühl

Auch der zweite Teil meines Interviews mit den Mitarbeitern der Bühler Innovationswerkstatt bringt einige spannende Antworten und die Erkenntnis, dass wir uns über unsere Zukunft wenig Sorgen machen müssen, wenn wir den jungen Menschen richtig zuhören und bereit sind von ihnen zu lernen. Führungskräfte sollten sich stärker in der Kunst des Loslassens üben, dann klappt das auch mit der Zukunft

Finance20: Wie stehen die anderen Kollegen zu Eurer Arbeit?

FSW: Wer sich mit Innovationen beschäftigt weiß, dass es immer Widerstände gibt. Allerdings befinden wir uns auf einem sehr guten Weg. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen sind von diesem Weg überzeugt und unterstützen uns.

ht: Mit jedem erfolgreich umgesetzten Projekt steigt die Akzeptanz. Alle Skeptiker wird man aber nicht bekehren können. Jedoch versuchen wir in Workshops und Vorträgen den Kollegen neue Themen näher zu bringen und dabei dann doch den ein oder anderen Skeptiker vom Sinn unserer Arbeit zu überzeugen.

FG: Teilweise mit Skepsis, teilweise mit Bewunderung. Interessant ist für mich zu sehen, wie sich plötzlich anfängliche “Skeptiker” für die Arbeit der Innovationswerkstatt interessieren, sich in Diskussionen einbringen oder interne Workshops besuchen.

 Finance20: Was war Euer bisheriges Highlight während der Arbeit im Innovationsteam?

FSW: Meine persönlichen Highlights waren zum einen der Launch unserer Social Business Plattform “Volksbank Bühl Connect” und der Crowdfunding-Plattform “Viele-schaffen-mehr.de”. Zum anderen freue ich mich aber immer wieder über die perfekte Arbeitsatmosphäre und die Stimmung im Team.

Age: Das waren auch meine Highlights. Damit haben wir viel verändert und sind immer noch dabei. Außerdem war einmal mehr die re:publica eine tolle Zeit, die das Team wieder ein Stück mehr zusammengerückt hat. Zudem freue ich mich schon auf unsere verschiedenen externen Workshops, die wir sowohl unseren jungen Kunden als auch den Eltern unter unseren Kunden zum Thema “Social Media” anbieten.

MTJ: Mein persönliches Highlight ist der Erfolg der Einführung von Mitarbeiter-Workshops. In diesen Workshops versuchen wir, unter Anwendung von verschiedenen Kreativ-Techniken, spielerisch Ideen gemeinsam mit anderen Mitarbeitern aus unterschiedlichen Abteilungen zu entwickeln. Als nächstes steht ein Workshop mit verschieden Impulsvorträgen an, auf den ich mich jetzt schon sehr freue!

 Finance20: Was können andere Banken von Euch lernen?

Zi: Dass Begeisterung ansteckend ist und bei einem gemeinsamen Ziel ein von einander lernen auf einfache Art möglich wird, woraus wieder viel Neues entstehen kann.

ht: Das abwarten nicht immer die richtige Strategie ist!

MTJ: Innovativ und kreativ zu sein sowie vieles weitere rund ums Web2.0 ;), siehe: http://blog.volksbank-buehl.de/dienstleistungen/

Finance20: Wo und wie seht Ihr Eure persönliche Zukunft?

Zi: Nach Abschluss meines berufsbegleitenden Studiums zum Master of Banking & Finance, das mir die Volksbank Bühl ermöglicht, möchte ich bei uns weitere Verantwortung übernehmen. Hier sehe ich meine Stärken in analytischen und strategischen Aufgabenstellungen.

ht: Meine persönliche Zukunft sehe ich in der Volksbank Bühl bei der Weiterentwicklung der elektronischen Vertriebswege. Gerade dieser Bereich bietet in Zukunft viel Neues und das macht die Arbeit doch erst richtig spannend und abwechslungsreich.

MM: Nach Abschluss meines Fernstudiums, will ich mehr Verantwortung übernehmen und unser Team nach vorne bringen. Vielleicht auch die ein oder andere Innovation im IT-Bereich vorantreiben.

FG: Nach meinem berufsbegleitendem Studium (Master in Wirtschaftspsychologie) möchte ich schnellstmöglich Verantwortung als Führungskraft übernehmen. Dabei sehe ich mich im Bereich Coaching, Personal(-entwicklung). Mich fasziniert die Frage, wie ich Menschen motivieren und Sie dabei fordern und fördern kann.

MTJ: Ich möchte so schnell wie möglich mein Bachelor-Studium abschließen und mich in der Volksbank Bühl weiterentwickeln. Ein Bereich im strategischen Marketing beziehungsweise im Produktmanagement wären sehr interessant. Mehr Verantwortung und ein eventuelles Master-Studium sind meine mittelfristigen Pläne.

Finance20: Habt Ihr vielleicht einen Tipp für gleichaltrige Kollegen in anderen Banken?

MTJ: Meiner Meinung nach sollte man hin und wieder versuchen die gewohnten Denkmuster zu verlassen um neue Ideen zu entwickeln. Man sollte sich trauen neue Dinge anzupacken, Ideen anzusprechen und sich nicht von alten Denkweisen oder Gegenstimmen entmutigen lassen.

FG: “Constant and never ending improvement” (Konstante und niemals endende Verbesserung) : Das Cani-Prinzip von Tony Robbins inspiriert mich ungemein. Es ist gegenüber sich selbst eine andauernde Selbstverpflichtung.

Age: Ihr könnt was! Auch wenn ihr am Anfang denkt, ihr seid dem ganzen nicht gewachsen – es ist eure Aufgabe vorauszugehen. Habt keine Angst, sonder stellt euch selbstbewusst neuen Herausforderungen.

BOJ: Probiert´s einfach aus! Haltet die Augen nach Neuem offen, denkt quer, teilt und diskutiert Eure Ansichten im Unternehmen. Ihr werdet sehen, dass das echt Spaß macht und man sich weiterentwickelt.

Finance20: Und was macht man so in Bühl, wenn mal Freizeit ist?

Zi: Sportliche Aktivitäten in der freien Natur; bei geeigneten Wetterlagen am liebsten fliegend mit dem Gleitschirm an den Bergen in der näheren Umgebung.

FG: Sport, Freunde treffen, Fußball schauen und meinen persönlichen Blog vorantreiben https://www.facebook.com/Wirtschaftspsychologie2.0, bald auch unter http://frankgutknecht.de.

Age: Viel Sport =), Zeit mit Familie, Freunden und Verein verbringen und nicht auf der Stelle stehen.

MM: Sport, Lernen, viel mit Freunden und Familie unternehmen, technische Spielereien ausprobieren, schnelle Autos fahren.. :-)

Vielen Dank für das äußerst anregende und spannende Gespräch. Da wünsche ich mir ja glatt nochmal so jung zu sein wie ihr

Das waren meine Gesprächspartner

Franz Sebastian Welter
Meike Boj
Maik Jost
Frank Gutknecht
Michael Merkel
Thomas Hochfeld
Wibke Ziegler
Anja Gempler
Madlen Fischer

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Volksbank Bühl im Interview

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Volksbank Bühl:Eine Innovationswerkstatt im Interview (Teil I)


 sfd

Inzwischen kenne ich alle Mitarbeiter der Bühler Innovationswerkstatt. Zuletzt habe ich einige zusammen mit dem Vorstand Herrn Claus Preiss auf der republica2013 getroffen. Sozusagen auf Innovations Expedition. Eine solche Gelegenheit darf man nicht verstreichen lassen. Finance20 stellte einfach mal einige Fragen, denn schließlich ist es nicht alltäglich, was da in Bühl passiert.

Ich kenne ehrlich gesagt überhaupt keine Bank, die sich so umfassend mit der Beobachtung von Veränderungen im Bankenmarkt beschäftigt. Noch dazu basierend auf der Motivation und Kreativität junger Mitarbeiter. Nahezu im Eigenbetrieb. Wenn man dann noch rekapituliert, wohin sich die Aktivitäten bis hierhin entwickelt haben, dann könnte man sagen: Die Volksbank Bühl hat ein junges Team von Entrepreneuren und kultiviert eine neue Art von Mitarbeiterkultur. Da fragt man sich doch, ob man in diese Mitarbeiter nicht investieren könnte. Investition in Humankapital zum Beispiel über crowdfunding. Aber das ist eine ganz andere Sache. Lesen Sie nun spannende Antworten auf Finance20 Fragen. 

Finance20: Was ist eigentlich eine Innovationswerkstatt?

FSW: Unsere InnovationsWerkstatt ist ein interdisziplinäres Team von 10 Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Fachbereichen.

Age: Wir sind eine Truppe interessierter und neugieriger Menschen, die durch ihre unterschiedlichen Interessen und Sichtweisen einen tollen Mix ergeben.

MTJ: Und trotz der unterschiedlichen Aufgabenbereiche jedes einzelnen, sind wir mittlerweile als Innovationswerkstatt ein Teil des Organigramms der Volksbank Bühl.

 Finance20: Und warum hat eine Bank eine Innovationswerkstatt?

FSW: Kurz gesagt, um auf dem Laufenden zu bleiben und innovative Projekte umzusetzen.

BOJ: Je innovativer ein Unternehmen ist, desto stabiler und profitabler kann es agieren. Die InnovationsWerkstatt ist ein Teil davon: Wir halten die Augen für Trends, neue Dienstleistungen, innovative Geschäftsmodelle, etc. offen und tragen so andere Sicht- und Denkweisen in die Bank hinein.

FG: Oder wie Dieter Zetsche (CEO Daimler) sagte: “Es ist immer klug Teil der Veränderung zu sein! “

 Finance20: Was macht die Innovationswerkstatt?

FSW: Die InnovationsWerkstatt identifiziert und bewertet Trends für die Volksbank Bühl und überlegt, wie wir diese Trends für uns nutzen bzw. wie wir daraus resultierende Risiken abwehren können. Darüber hinaus ist die InnovationsWerkstatt ein Team von qualifizierten Nachwuchskräften – es geht also auch ein bisschen um Personalentwicklung. Die Arbeit der InnovationsWerkstatt findet größtenteils außerhalb der “normalen” Arbeitszeit statt.

Age: In unseren regelmäßigen Treffen bewerten wir Neues und können dabei richtig diskutieren. Wir gewinnen nicht nur über das Lesen von Fachblogs neue Eindrücke, sondern besuchen auch Messen und Veranstaltungen, die unseren Horizont erweitern. Wie eben in der vergangenen Woche die re:publica 2013. Jeder nimmt dabei die für ihn besonderen Themen zur weiteren Verarbeitung mit. Außerdem sehen wir es als unsere Aufgabe unseren Mitarbeitern Innovationen und Trends ein Stück verständlicher und greifbarer zu gestalten. Wir versuchen den Durchblick zu behalten und unsere Mitarbeiter, Kunden und die Bank davon profitieren zu lassen.

Zi: Die InnovationsWerkstatt bietet auch intern Mitarbeiterschulungen und extern Vorträge zu den Themen: Bank 2.0, Social Media, Innovationsmanagement, Enterprise 2.0 und Employer Branding an. Diese können entweder als Präsenzveranstaltung oder als Webinar in Anspruch genommen werden. Zudem haben wir ein breites Repertoire an Kreativitätstechniken und Workshopmethoden zur Entwicklung innovativer Ansätze und Konzepte im Programm.

Finance20: Warum beschäftigt ihr euch mit so hohem Engagement auch außerhalb eurer Arbeitszeit mit Innovation?

MTJ: Zum einen um die neuestens Trends nicht zu verpassen und zum anderen, weil es einfach Spaß macht! Zudem sehe ich es auch als sehr wichtig für meine persönliche Entwicklung bei der Volksbank Bühl. Neben meinem Stipendium zum Bachelor of Management & Finance werden einem Türen zu innovativen Messen und einem außerordentlich interessanten Netzwerk ermöglicht.

Zi: Alles ändert sich und das ständig und vor allem immer schneller. Um am Ball zu bleiben, ist die InnovationsWerkstatt mit ihrer heterogenen Zusammensetzung ein ideales Umfeld. Außerdem wird durch viele Anwendungen auf die wir bei unseren Recherchen stoßen, auch vieles einfacher bzw. effektiver und oft überhaupt auch erst möglich. Und dann sind da noch die Neugier auf alles Neue und ein gewisser Spieltrieb, die sich regelmäßig einstellen.

FG: Ich habe hier die Möglichkeit meine Interessen wie Psychologie, Wirtschaft und Kommunikation mit Social Media zu verknüpfen. Gleichzeitig übernehme ich im Team Verantwortung und kann die Zukunft der Volksbank Bühl aktiv mitgestalten.

Age: Am Anfang mag es für einen selbst viel zu viel sein, aber mit der Zeit und Kontinuität über die Arbeitszeit hinaus daran zu arbeiten und sein Spektrum zu erweitern, bringt für alle Beteiligten nur Vorteile mit sich. Zudem spürt man selbst wie die Identifikation mit dem eigenen Unternehmen wächst und alles mehr Spaß macht. Wir spüren alle die Anerkennung, die uns zuteil wird.

MM: Die Innovationen warten nicht auf uns :-) Wenn wir da nicht am Ball bleiben, bleiben wir auf der Strecke. Da wir nicht nur national sondern auch international Trends beobachten, gibt es schon alleine durch die Zeitverschiebung auch außerhalb der Arbeitszeit Neues zu entdecken.

Finance20: Glaubt Ihr, dass sich Banken verändern müssen und Ihr dazu etwas beitragen könnt?

ht: Jede Branche muss sich verändern bzw. weiterentwickeln, dazu gehören auch Banken. Mit Nokia und Kodak gibt es zwei gute Beispiele, wie es etablierten Firmen ergehen kann, wenn man dies vernachlässigt.

Age: Definitiv. Wer will schon als verstaubt gelten.

BOJ: Ich glaube es nicht nur, ich weiß es :). Veränderung ist essentiell, das hat man in den letzten Jahren sehr deutlich gesehen. Auch unsere Kunden verändern sich. Wir wollen für sie immer die Nummer 1 bleiben und können dazu meiner Meinung nach sehr viel beitragen und gestalten.

Lesen Sie am kommenden Montag den 27.05. den zweiten Teil dieses Interviews

 Das waren meine Gesprächspartner

Franz Sebastian Welter
Meike Boj
Maik Jost
Frank Gutknecht
Michael Merkel
Thomas Hochfeld
Wibke Ziegler
Anja Gempler
Madlen Fischer

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Wer selber keine Ideen hat, der…


kann seine Kunden oder ganz allgemein die Verbraucher fragen

und gründet beispielsweise eine Ideabank. Es  gibt es schon einige Banken, die diese Möglichkeit nutzen. Nun ist auch die Royal Bank of Scotland mit einer eigenen Ideabank an den Start gegangen. Sieht ganz gut aus und einige Ideen klingen recht vielversprechend. Aber schauen Sie hier:

http://www.rbs.co.uk/global/customer-charter/g1/ideas-bank.ashx

In Deutschland sieht man solche Initiativen oder Plattformen noch recht selten. Wieso eigentlich. Es lohnt sich in diesem Zusammenhang aber noch einmal bei enylab vorbeizuschauen, denn hier können Bankkunden bereits ihre Ideen einbringen. Auch wenn es sich bei enylab nicht um eine Bank handelt. Die Seite mit angeschlossener Community macht Spaß und ist nützlich. Hier ein Ideenwettbewerb, der kürzlich durchgeführt wurde. Gesucht wurden Sparideen.

http://enylab.ch/de/idea/voting_results

Nochmal zu Deutschland

Vielleicht fehlt es dem Land der Ideen auch an Ideen oder der Bereitschaft der Verbraucher sich an der Entwicklung von Produkten zu beteiligen. Wäre ja eigentlich kein Wunder,denn nach der Politikmüdigkeit kommt wohl die nächste Ermüdungswelle auf uns zu. Warum soll man Unternehmen helfen, die ihren Kunden eigentlich auch nicht helfen sondern diese einfach nur abkassieren möchten.

Eine richtig gute Idee..

…kommt dagegen mal wieder aus Holland. Ist es die erste Versicherung, die den Abschluss von Versicherungsprodukten per Facebook ermöglicht? Pascal Spelier berichtet in jedem Fall von Kroodle, einer  Versicherung, die einfacher sein, soziale Medien einbeziehen und vor allem die jüngeren Menschen erreichen und ansprechen sollte. Eine ansprechende Online Seite, die nach dem Prinzip mobile first und als Responsive Design entwickelt wurde, ist nicht alles was www.kroodle.nl zu bieten hat. Alle Versicherungen lassen sich einfach über das Mobiltelefon oder auch über ein Tablet verwalten.

Die Anmeldung zum Service erfolgt übrigens über Facebook. Facebook wird auch für die Kunden Kommunikation und das Marketing genutzt. Private und vertrauliche Informationen sowie rechtsgültige Aktionen werden jedoch nicht über Facebook ausgeführt.

Mehr Informationen finden Sie auch in diesem Video

Warum noch über die Innovation der Finanzbranche sprechen?


Wenn die Wirtschaftswoche titelt: Banken: Eine vom Aussterben bedrohte Spezies? dann wird es aber höchste Zeit sich Gedanken zu machen. Oder man kann damit aufhören über Innovationen und Veränderungen zu berichten, weil es ohnehin zu spät ist. Eigentlich müsste man sich langsam mit der Politik an einen Tisch setzen, um eine Art Leistungsschutzrecht für Banken auf den Weg zu bringen, denn irgendwie scheint es nicht zu gelingen die Schlachten (Entschuldigung für diese Formulierung) gegen Regulierungsanforderungen und um das Kundenvertrauen zu gewinnen. Offensichtlich gibt es so viele Baustellen, dass man gar nicht mehr weiß wo man anfangen soll oder diejenigen, die anfangen möchten, treffen auf Jene, die lieber noch warten möchten, da sie mit Unsicherheit nicht umgehen können oder mehr zu verlieren als zu gewinnen haben.

Wenn die Banken sich nicht selber innovieren können, dann müssen eben die Anderen ran z.B. Online Pioniere, wie man sie in großer Zahl auf der Finovate in London sehen konnte. Und inzwischen kommen diese Online Pioniere immer häufiger auch aus Deutschland. Auf der Finovate waren es Figo, Pockets United und Sum up. Aber das waren nur 3 von vielen weiteren Unternehmen, die sich direkt oder indirekt mit der Dienstleistung Banking beschäftigen. Denn wenn Banking ins Leben integriert wird, also- wie Chris Skinner es nennt- zum Proactive Personal Finance Management wird- dann kann prinzipiell jeder in diesen Markt eintreten, der einerseits eine herausragende User Experience und andererseits Daten in Echtzeit analysieren und daraus Kundenwerte extrahieren kann.

Technologie ist aber nur die eine Seite der Medaille. Es ist ganz toll, wenn man jetzt als Amex Kunde einen twitter Hashtag zum bezahlen verwenden kann wir CNN berichtet. Aber das Vertrauen kommt damit nicht zurück. Einfache Prozesse sind schön und gut. Aber was ist mit Einfachheit und Transparenz als Grundprinzip. Ich würde nicht deshalb meine Bank wechseln, weil ich dort technologischen Firlefanz nutzen kann. Nur müssen sich die neuen Anbieter überhaupt damit beschäftigen was Banken ausgemacht und was sie in die Rolle gebracht hat, die sie für Jahrhunderte für Menschen gehabt haben.

Wer heute für die finanzielle Gesundheit eines Menschen sorgen möchte, muss und sollte sich vielleicht gar nicht als eine Bank betrachten. Aber wie sollen Banken das bitte machen? Die Angst der Banken scheint also mehr als berechtigt zu sein. Und alles worüber ich hier seit 2007 geschrieben habe, ist oder wird bald schon Realität sein. soll ich denn jetzt eigentlich noch schreiben?

Finovate 2013. Der erste Nachbericht


Ein neuer spannender Finance Blog von Elmar Borgmeier mit einem vielversprechenden Start. Gerade erst ist die Finovate2013 in London beendet und schon gibt es den ersten Bericht.

Finovate Europe 2013 – Live Bericht
“Mind the Gap” warnt die Underground Bahn an jeder Station in die Londoner City, traditioneller Sitz der traditionellen Finanzbranche. Der für zwei Tage (12.-13-2.2013) auch Veranstaltungsort der Finovate Europe 2013 Konferenz ist, der wichtigsten europäischen Konferenz für Next Generation Finance. Mind the Gap.

Ich schicke Sie dann einfach mal
weg.

http://nextgf.de/finovate2013/

Finovate 2013. Eine kurze Vorschau (Teil 3)


 

Finovate 2013

Seit heute morgen läuft die Finovate in London. Hier also der dritte Teil einer Vorschau, die eigentlich keine Vorschau mehr ist. Deshalb möchte ich vorab auch meine Rangliste der aktuell innovativsten Finanzunternehmen oder Finanzideen darstellen. Dabei nehme ich eine technologische Sichtweise ein. Alle aufgeführten Ideen haben aber das Potential die Finanzbranche elementar zu verändern, wobei diese Veränderungen auch inhaltliche Dimensionen des Bankings erreichen können.

Die Top Finance20 Unternehmen im Februar 2013.

1. Moven (ehemals Movenbank) 

www.moven.com

Moven hat erkannt, dass Banking gerade dann gebraucht wird, wenn Banken in der Regel nicht da sind. Nämlich bei unseren täglichen Finanztransaktionen. Menschen könne      vernünftig mit Geld umgehen, wenn sie bei ihren täglichen Unterscheidungen auf einfache und automatisierbare Unterstützungsleistungen zurückgreifen können. Moven bietet damit Banking für die 90 %, die bei den meisten Banken kaum entsprechend ihrer Bedürfnisse beraten bzw. denen wenig geholfen wird, da sie in der Regel zu den nicht lukrativen Kundengruppen gezählt werden. Moven bietet sowas wie Financial Performance Management. Wenn man will also bereits eine Weiterentwicklung des sich gerade auch hierzulande steigender Beliebheit erfreuenden Personal Finance Managements. Dem Kunden wird also geholfen mehr zu sparen. Sie erhalten besondere Angebote direkt während des Kaufprozesses. Sie erhalten Vorschläge für die richtige Zahlungsweise oder Finanzierung. Immer basierend auf dem Ziel nicht ins Minus zu geraten und irgendwelche Strafzinsen bezahlen zu müssen

2. Simple

www.simple.com

Simple ist offensichtlich noch nicht so weit wie Moven. Hier überzeugt aber vor allem die Vereinfachung des Bankings und der täglichen Entscheidungen. Das Angebot wird die zunehmende Zahl der Smartphone Nutzer und sicherlich auch die jüngeren Menschen stark ansprechen.

3. Go Bank

  www.gobank.com

Auch gobank geht in die Richtung von Moven und Simple und ist zudem der neuste Player in dieser Rubrik der Finanzdienstleister der nächsten Generation. Go Bank agiert ebenfalls überwiegend mobil. Im Gegensatz zu Moven greift gobank aber noch auf über 40.000 Geldautomaten zurück. Verwendet als Basis der Geschäftsbeziehung eine Debit Card. Bietet ein Online Scheckbuch (denn Schecks sind in den USA ja noch von Bedeutung), kann aber auch Geld transferieren an Freunde und ermöglicht die Anzeige des Kontostandes über das einfache ziehen eines Reglers auf dem Smartphone. Überziehungszinsen gibt es bei gobank übrigens auch nicht. Ach ja: Kunden können selbst entscheiden, wie viel ihnen dieser Dienst wert ist

4. Fidorbank

www.fidor.de

Zur Fidorbank muss man der deutschen Online Öffentlichkeit nicht mehr viel erzählen. Chris Skinner – Großbritanniens wichtigster Finanz Blogger – nennt sie “Most innovative bank in the world”. Fidor fehlt es zwar noch an einer überzeugenden mobile Strategie. Zumindest ist sie für Kunden noch nicht sichtbar und auch die User Experience ist nicht so elegant und intuitiv wie bei Moven, Simple oder gobank. Allerdings beschreitet die Bank mit ihrem Community Ansatz und mit den ständigen technologischen Weiterentwicklungen und Produktangeboten einen interessanten und absolut neuartigen Weg, der gerade in der Online Welt immer mehr Interessenten, Mitglieder und Kunden findet. Letzter Meilenstein für mich: Die Teilnahme am Sibos Projekt: The digital asset grid und das entsprechende Angebot der Fidorbank, die demnächst einen Online Tresor zum sicheren Datenaustausch anbieten werden, wenn ich das richtig verstanden habe.

5. Osper

https://meetosper.com/

Über Osper kann man noch gar nicht viel sagen. Bisher gibt es die Bank oder das Angebot nur in Form einer Internetseite auf der man sein Interesse an mehr Informationen bzw.  an der Teilnahme innerhalb der Beta Phase anmelden kann. Der Slogan “Positive Banking for Tomorrow’s Adults” klingt aber sehr vielversprechend. Das Unternehmen baut die weltweit erste Bank für Kinder: “We’re empowering young people to manage their money responsibly
by building the world’s first children’s bank.” Und natürlich spielt auch hier das Mobiltelefon als zentrale Plattform des Angebotes eine große Rolle.

Und was passiert auf der Finovate

Ich schreibe, also bin ich nicht da. Die Veranstaltung hat vor wenigen Stunden begonnen. Hier geht es zum twitter Feed. Neben den bereits vorgestellten Unternehmen erscheint mir das Angebot von freeagent.com recht spannend, die eine einfach Online Software für kleine Unternehmen anbieten und diesen dabei bei Aufgaben helfen, die ansonsten umfangreiche Kompetenzen und wohl auch Mitarbeiter erfordern würden, was für viele kleine Unternehmen schon in der Startphase sehr große Aufwände erzeugen kann. Auch hier haben Banken bisher wenig adäquate Angebote anzubieten. Sie schätzen nur ab, helfen aber recht wenig. Es ist davon auszugehen, dass in diese Lücke viele neue Unternehmen stoßen werden. Figo geht ja offensichtlich auch in diese Richtung, wie man im Figo Blog nachlesen kann.

Ebenfalls beachtenswert: Voice Trust. Voice Trust ist in den Bereichen Digital Payment und Biometrische Sicherheitsverfahren unterwegs, die natürlich mit dem fortschreiten des mobilen Internets immer wichtiger werden, da die Verfahren der alten Online Welt zunehmend nicht mehr hinreichend sind. Stimmerkennung ist spätestens seit Siri ein immer wichtiger werdendes Thema, das auch die Bankenbranche weiter bewegen wird.

Last but not least und unter den vielen spannenden Produktideen besonders bemerkenswert. Das openbank Projekt ist auf der Finovate angekommen. Die Bank als Plattform mit offenen Schnittstellen und offenen Transaktionsdaten für prinzipiell Jedermann.  Mit Transparenz gegen die Ursachen der Finanzkrise vorgehen. Eine ganz besondere Herausforderung. Mehr dazu in diesem Video:

Und hier geht es zur Website des open bank projects

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Innovation und Technologie sind nicht identisch und man darf die Begriffe nicht miteinander vermischen. Allerdings erkennen immer mehr Unternehmen, dass durch den Einsatz von Technologien echte Mehrwerte für Menschen geschöpft werden können. Erfolgreiche Technologien helfen Menschen dabei, etwas schneller, einfacher, kostengünstiger oder anders zu machen. Erfolgreiche Technologien, dass sollte man nicht vergessen, sollten aber auch nur geringe externe Effekte erzeugen, also möglichst wenig negativen Einfluss auf Mensch, Natur und Kultur haben. Bei vielen Errungenchaften der digitalen Welt ist das durchaus noch umstritten

Die inzwischen weltweit stattfindende Messe für Finanzinnovationen Finovate kommt in diesem Frühjahr auch wieder nach Europa. Ich kann leider nicht dabei sein. Welcher Rheinländer würde schon freiwillig auf Karneval verzichten?

Auf der Finovate geht es in erster Linie um Technologien. Inhaltliche Aspekte des Bankings, also z.B. Social Banking oder ethisches Banking werden hier nicht thematisiert (mit einer Ausnahme). An zwei Tagen stellen sich Technologie startups, Anbieter von Infratsruktur für Banken und auch einige Banken vor. Genauer gesagt stellen sie ihre neusten Produkte oder Ideen vor, die dan der ein oder anderen Stelle narürlich auch inhaltliche und kulturelle Selbstverständlichkeiten der Finanzbranche infrage stellen.

Ich habe mir im Vorfeld der Veranstaltung einmal die 64 ausgewählten Unternehmen angesehen, die in jeweils 7 Minuten langen Präsentationen ohne Powerpoint 3 Sieger ermitteln werden. Die Trendthemen auf der diesjährigen Finovate werden Mobile Payment, PFM, Anwendungen für kleine Unternehmen und Sicherheit sein. In vielen Gebieten erkennt man eine Professionalisierung oder Weiterentwicklung von Angeboten. Der große Game Changer fehlt, sieht man einmal von der movenbankab, die in diesen Monaten ihre Vision einer gänzlich anderen Bank, einer Bank On the move, die ins Leben integriert ist und dazu die Daten der Kunden aus ihren täglichen Interaktionen extrahiert und in wertvolle Impulse und Produkte für das finanzielle Wohlbefinden umwandeln will. Wir dürfen auf die Reaktion der Kunden sehr gespannt sein. In Deutschland würde das sicherlich so nicht funktionieren. Zumindest ein Herr aus Schleswig Holstein hätte etwas dagegen.

Erfreulicherweise nehmen an der Finovate nicht nur mehr Mitarbeiter von deutschen Unternehmen teil. Einige deutschsprachige Unternehmen nehmen am Wettbewerb teil.

Sum up aus Berlin – vielleicht das europäische Silicon Valley- präsentieren beispielsweise ihre Version eines Payment Angebotes für kleine Unternehmen, durch Verbindung eines Smartphones mit einem Karten Lesegerät. Es handelt sich also um eine weitere deutsche Version des amerikanischen Vorbildes Square.

Nicht aus Berlin sondern aus München – ich nenne es mal das neue Silicon Valley der Bankbranche, denn schließlich sitzt auch Deutschlands modernste Bank Fidorbank dort – kommt Pockets United, die eine Group Payment Lösung für IOS und Android Geräte anbieten. Jeder der einmal eine Reise mit vielen Freunden gemacht hat, kann abschätzen wie nützlich ein solches Tool sein kann und im Alltag der meisten Menschen gibt es sicherlich noch viele weitere praktischen Anwendungsmöglichkeiten.

Ebenfalls in London dabei: Additiv aus der Schweiz, die eine kundenzentrierte Betreuungs- und Interaktionsplattform für die Bank 2.0 entwickelt haben. Das Angebot richtet sich an traditionelle Banken, lässt sich leicht in bestehende IT Systeme integrieren und berücksichtigt vor allem Sicherheits- und Compliance Anforderungen.

Börse Gound Lean Bankingg komplettieren die deutschsprachigen Teilnehmer. Beide kommen ebenfalls aus München. Lean Banking wird die bereits hinlänglich bekannte und in Sachen User Experience sehr gelungene PFM App Figo vorstellen. Ich nutze sie selber sehr gerne. Welche konkrete Anwendung Börse Go vorstellen wird, ließ sich über das Internet nicht recherchieren. Das Unternehmen ist allerdings Spezialist für Finanzportale, Finanzinformationen und IT Lösungen in diesem Umfeld. Man darf gespannt sein. Vielleicht gibt es sogar einen deutschen oder deutschsprachigen Sieger.

Links auf die genannten Unternehmen

Sum up
Square
movenbank
additiv
Pockets United
Lean Banking
Börse Go

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