Neue Herausforderung für Banken: Smart Watches


google watch Screenshot via.t3

the google watch. Screenshot via.de

Das Smartphone wird Banken und Banking verändern. Wir befinden uns inmitten dieser Veränderung. Glasses bieten – wie ich in diesem und in diesem Artikel bereits aufgezeigt habe – ebenfalls neue Möglichkeiten für Banken und vor allem für deren Herausforderer. Wir sollten aber besonders intensiv auf die Möglichkeiten der Watches schauen. Auch diesen Trend habe ich hier  bereits einmal zur Diskussion gestellt und allmählich beginnt sich meine Erwartung zu konkretisieren und wenn Banken der Konkurrenz einmal voraus sein möchten, dann könnte es eine gute Idee sein, eine eigene Watch zu entwickeln, welche das finanzielle und alle anderen möglichen Arten von Wohlbefinden überwacht und sichert.

The Quantified self is on it’s way und die Zukunft des Bankings wird touchless, seamless und möglicherweise sogar thinkless sein. Die Bank am Arm ergänzt und ersetzt vielleicht sogar die klassische Bankberatung, zumindest für alle Services und Produkte, die keine oder immer weniger Beratung erfordern und am Ende des Tages – so meine These – wollen die Menschen keine Beratung sondern sie möchten eine hilfreiche Lösung von einem vertrauenswürdigen Companion, die sie verstehen können. Wer das digital abbilden kann, der hat bereits gewonnen.

Google – so habe ich in einem interessanten Artikel auf http://www.businessinsider.com nachlesen dürfen , beschäftigt sich mit vielen Ideen, die mit ihrem eigentlichen Geschäftsfeld wenig zu tun haben z.b. mit einem Aufzug in den Weltraum. Aber auch mit Technologien, welche für die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells extrem wichtig sind. Zum Beispiel mit einer eigenen Watch. Und eine solche Watch bietet ideale Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die Wallet Funktion und das Payment.

Die vorhandenen Watches können immer mehr. Neue Watches toppen die alten mit neuen und nützlichen Funktionen, die Überwachung der eigenen Fitness und Gesundheit wird zum Kinderspiel. Zuletzt trumpften Sony und die Kreyos Watch mit interessanten Entwicklungen auf und auch die Smart Watch von Samsung kommt. Man hört, sieht und liest auch immer mehr über Watches, während Smartphones langsam schon an ihre Grenzen zu stoßen scheinen.

Paypal macht sich ebenfalls sehr intensive Gedanken über Watches, wie man einem Vortrag von John Lunn, Global Direktor for PayPal Developer, den dieser auf der Wired Money Konferenz gehalten hat. Dabei hat vor allem der folgende Satz meine Aufmerksamkeit gefunden:

The best type of payment is the payment you don’t see. You want it to be invisible,” says Lunn. He predicts wearable tech such as Google Glass and smart watches will also be key to simplifying this process by reducing the amount of time you’ll need to hold your phone in your hand. “Your mobile phone will turn into a modem and just sit inside your pocket.”

Meine These ist ja, dass der beste Typ von Finanzlösung, die ist, die man nicht sieht und nicht einmal fühlt, da die meisten Menschen nur wünschen, dass es funktioniert.

Bei Venture Beat hat Skooks Pong  Senior Vice Präsident Technologie bei Synapse
nun einen Artikel geschrieben, der meine These, dass Smart Watches die neue Herausforderung und Chance für Banken sein könnten, unterstützt. Er schreibt dort in erster Linie über Payment und über den Trend zu sogenannten “Wearables” wie glasses und auch watches und beginnt seine Argumentation mit der Erkenntnis, dass, trotz einer weiten Verbreitung von Smartphones in der USA, noch kein richtiger Trend zum oder gar Durchbruch des Mobile Payment(s) zu erkennen ist.

iwatch Prototyp, via venturebeat via Vene Studio

Wearables haben aus seiner Sicht aber das Potential den Durchbruch für mobile Payments zu bringen:

Instead, we need a new kind of device for which NFC as a payment solution truly makes sense for the consumer. We need a wearable device.

Möglicherweise hat Apple dies schon erkannt, was deren zögern bei der Integration von NFC in das iphone erklären könnte.

But, what if Apple realized more, that their decision wasn’t a knock against NFC, or a sign that they needed a better technology, but instead, that the smartphone as a device isn’t inherently conducive to driving mass, in-store mobile payment adoption?

Das Jahr 2013 ist das Jahr des “wearable” Computers. Diese Entwicklung hat Einfluss auf neue Payment Technologien und es scheint, als wäre das Smartphone hier bereits auf der Verliererstraße. Damit aber zum Beispiel die “Watches” ein weitere Verbreitung bis in den Mainstream der Bevölkerung bekommen, brauchen diese Geräte eine besondere Funktion wie zum Beispiel NFC Payment.

But in order for this movement to really stick and drive adoption among the masses, the bigger players must add a new functionality to these devices that would address a much larger market, a functionality that would not only suit the tech-obsessed, but would make both a 20-something-year-old sibling and a 60-something-year-old mother run to the store

Und in seinem Fazit bringt er eine Entwicklung auf den Punkt, mit der man sich heute schon beschäftigen sollte, wenn man nicht zu den Opfern dieser disruptiven Zeiten gehören möchte.

The wrist-worn wearable device, because of its body positioning and therefore its inherently advanced security, has the ability to make it the device that you don’t leave home without — the device that could eventually replace the smartphone. Combining the Pebble Watch and the FuelBand in a wearable to deliver both alerts and activity tracking to your wrist-worn device has a certain appeal, but in order to drive mainstream adoption, the new device needs a technology that would extend its functionality and drive a similar shift in consumer behavior caused by the iPhone.

Und letztendlich wird eine “smart watch” – ist sie erst einmal mit einer Payment Funktion ausgestattet – noch ganz andere Auswirkungen auf das banking der Zukunft haben. Es bleibt spannend. Zurücklehnen ist nicht angesagt

Das sollten Sie auch lesen

Finance20: Google Glasses im Banking Einsatz

Finance20: Die Bank durch Google Glasses gesehen

Finance20: Die Bank am Handgelenk

Business Insider: 10 Mindblowing products google is working on right now

Mobile Geeks: Samsung: Wird die Smart Watch Gear heißen?

Wired co.uk: Paypal

Venture Beat: Why smart watches are the real future of payment

Diesen Artikel bei scribd.com herunterladen

http://de.scribd.com/doc/151875855/Neue-Herausforderung-fur-Banken

Die Bank durch “google glasses” gesehen


Not google but my glasses

Schon bald wird man sie kaufen können und dann wird es wohl auch nicht mehr lange dauern, bis Ihnen der erste Tech Geek mit google glasses gegenüber steht. Was könnte dies eigentlich für Banken bedeuten, wenn der Kunde oder der Bankberater eine Brille der Sorte google tragen würde?

1. Dumme oder nervende Fragen könnten der Vergangenheit angehören

Denn ein mit google glasses ausgestatteter Bankberater könnte, wenn die Banksysteme dies zulassen, per Gesichtserkennung einen Kunden identifizieren und würde die Kundendaten direkt auf den kleinen in die Brille eingebauten Bildschirm präsentiert bekommen. Er müsste dafür nur den Satz sagen: ” Ok glasses, Identity the Customer.

Nehmen wir jetzt noch an, das der Kunde ein leidenschaftlicher Online Nutzer und Datenspender ist, dann könnte der Berater wahrscheinlich direkt sehen, wieso der Kunde gekommen ist. Das Beratungsgespräch könnte beginnen.

2. Der Bankberater kann auch unterwegs helfen

Der Kunde ist unterwegs. Sagen wir mal in einem Autohaus. Er ist auf der Suche nach einem neuen Auto mit Finanzierung. Oder nehmen wir an er findet auf einem Spaziergang seine Traum Immobilie.

Kann die Bank helfen? Wird se den Autorkredit gewähren oder kann sie ein attraktives Leasing Angebot unterbreiten? Günstiger als das Autohaus? Sind mögicherweise Klauseln im Kreditvertrag eingebaut, die zum Nachteil des Kunden sein könnten oder ist die angebotene Ratenzahlung des Autohauses undurchsichtig und verführerisch. “Glasses please Contact financial advisor” “Give reading permisson” Und schon könnte der Bankberater durch die Augen oder sagen wir lieber die Brille des Kunden sehen.

Schauen wir nochmal kurz auf die Traum Immobilie. Der Berater kann mal kurz checken, ob die Immobilie in Ordnung ist und vielleicht direkt das Finanzierungsangebot auf die Brille oder das zugeordnete Smartphone senden.

3. Ganz einfach: Etwas suchen und finden

Der Kunde sucht einen Geldautomat. “Glasses please find ATM” Oder einen Bankberater: “Glasses please find my financial advisor” Der zweite Befehl wäre natürlich nur innerhalb der Filiale nützlich. Bzw. nützlich wäre er auch so. Aber wir wollen das stalken mal nicht übertreiben.

4. Für Eilige: Schneller einen Service erhalten

Nehmen wir an es ist Mittagspause. Sie gehen in eine Bankfiliale, um mal schnell etwas zu erledigen. Die Bankfiliale ist aber voll. Alle Schalter und auch die Geldautomaten besetzt. Es haben sich lange Schlangen gebildet. Der Kunde könnte seinen Bankberater ausmachen oder ihm eine Nachricht zukommen lassen, in welcher er seine zeitliche Situation darstellt. Eventuell könnte man angeforderte Daten direkt in die Brille übertragen oder über die Brille den Kunden zu einem freien oder besser noch zu seinem Berater navigieren

5. Etwas vergleichen

Mit der Brille vor Ort ein Foto machen und dieses direkt mit dem Internet abgleichen, um z.B. günstigere Preise oder alternative Angebote erhalten zu können

6. Klar: bezahlen

Wenn man mit dem Smartphone schon bald bezahlen kann, warum nicht auch direkt mit der Brille. Zum Beispiel über NFC und die Freigabe der Bezahlung erfolgt direkt sicher per Biometrie durch das scannen des Auges

7. Geld abheben und abholen

Ähnlich wie beim bezahlen. Der Einbau von Biometrie ermöglicht das abheben von Geld ganz ohne Karte oder andere Geräte. Es müsste lediglich eine Kommunikation zwischen Brille und Geldautomat stattfinden. Die google wallet ließe sich gleich mit einbauen. Welches Zahlungsmittel ist gerade das beste und wo in meiner Nähe bekomme ich ein besonderes Angebot, vielleicht unterstützt von meiner Lokalen Bank

8. Auf Geräte in der Filiale verzichten.

Braucht man eigentlich noch große und kleine Computer in der Filiale, wenn man von Brille zu Brille kommunizieren kann?

Fazit

Was wäre noch möglich? Manches klingt vielversprechend. Manches natürlich auch beängstigend. Was wir aber konstatieren müssen. Nach dem Smartphone oder dem Tablet kommt nun mit großen Schritten das Internet der Dinge. Und schon wieder könnte Banking ganz anders aussehen.

Weitere Informationen

Auch hier hat man sich Gedanken zu den glasses und zur Bank gemacht

http://www.americanbanker.com/bankthink/google-glass-will-change-your-branches-1057312-1.html?zkPrintable=1&nopagination=1

Hier ein Artikel der Osnabrücker Zeitung zu den glasses

http://www.noz.de/deutschland-und-welt/gut-zu-wissen/69799437/datenbrille-google-glasses-kommt-noch-in-diesem-jahr


Und hier noch ein Filmchen von google

Verlage


Verlage sind wirtschaftliche Unternehmen, die überwiegend reichen alten Männern gehören. Diese Verlage bilden ein Oligopol und hätten gerne ein Monopol. Der Dumont Verlag aus Köln zum Beispiel. Zum Dumont Verlag gehören die Tageszeitungen: Kölner Express, Kölner Stadtanzeiger, Kölnische Rundschau, Frankfurter Rundschau, Mitteldeutsche Zeitung, Berliner Morgenpost, Berliner Kurier, Berliner Zeitung. Im Jahr 2010 hat der Dumont Verlag 711 Millionen Euro eingenommen. Neben den Zeitungen führt der Verlag diverse Beteiligungen in den Bereichen Funk, Fernsehen und Internet. In den letzten Jahren sind einige Verlage immer größer geworden. Andere wurden kleiner oder verschwanden ganz von der Bildfläche. Was vielleicht daran lag, dass manche Verleger gerne Monopolisten wären. So wie google. Die sollen – so die Verleger und Politiker – Monopolisten sein und dürfen – weil sie ja wirtschaftliche Interessen haben – nicht an der politischen Meinungsbildung partizipieren. Ist ja auch klar, denn das ist ja die Rolle der Verlage.

Die Verleger – nicht immer alte Männer, manchmal auch die Söhne der alten Männer – haben in fast 20 Jahren nicht erkannt, dass sie ihre Geschäftsmodelle auf die neuen Marktbedingungen ausrichten müssen. Und das, obwohl viele jüngere Männer ihnen das immer wieder gesagt haben. Andere jüngere Männer haben ihnen direkt mal ihr eigenes Internet Unternehmen verkauft und sich ins Fäustchen gelacht, weil ihnen schon klar war, dass sie damit nie hätten Geld verdienen können.

Nun diese Verleger umgeben sich gerne mit Prominenten, Politikern oder mächtigen Persönlichkeiten. Das ist auch ganz klar, denn in ihren Zeitungen und Zeitschriften schreiben sie über diese und machen aus unbekannten Menschen bekannte Menschen und konzipieren Stars, beeinflussen Wahlen, machen Leute und zerstören Leute. Das ist ihre demokratische Aufgabe, weshalb man uns weismachen möchte, dass es ohne Zeitungen und Zeitschriften keine Demokratie mehr geben werde.

Gerne sagen uns die Verleger auch, dass man für ihre Erzeugnisse bezahlen müsse, weil es sonst keinen guten Journalismus mehr gäbe, dabei beschäftigen sie sehr viele Freiberufler, denen sie sehr wenig Geld bezahlen. In ihren Zeitungen steht darüber hinaus immer dasselbe, was man aber nur merkt, weil es das Internet gibt, denn früher hat man ja meistens nur eine regionale Tageszeitung und vielleicht noch die FAZ oder die Süddeutsche gelesen.

Im Internet – warum das so ist, kann ich mir eigentlich gar nicht erklären – wurden die Inhalte der Zeitungen und Zeitschriften von Anfang an kostenlos angeboten. Jetzt kaufen aber immer weniger Menschen die Papiererzeugnisse der Verlage wollen im Internet aber nicht für die Inhalte bezahlen. Und das Werbegeld verdient ja google. Jene Inhalte übrigens von denen google angeblich so unheimlich profitieren. soll Denn eigentlich wird google nur genutzt, weil man so die tollen Inhalte der Verlage erreicht, die man ohne google ja gar nicht finden könnte. Wobei google doch eigentlich nur Geld mit Werbung verdient und mal ganz ehrlich, es gibt kein google Angebot, welches ich seltener nutze als “google News”.

Gut für die Verlage ist allerdings, dass sie viele gute Bekannte in Politik und Wirtschaft haben. Die alten Verleger kennen die alten und teilweise auch die jungen Politiker. Und weil die sich alle so gut kennen, kann man da auch mal was machen. Ein Gesetz, welches die Verlage vor dem Wettbewerb schützt. Da ist dann Freiheit und Marktwirtschaft auf einmal nicht mehr so wichtig. Nicht der freie Markt und die evolutive Auslese treiben nämlich unsere Wirtschaft und Gesellschaft. Es ist der organisierte Markt. Das war schon immer so. Heute ist das jedoch viel stärker spürbar, weil wir uns ja in einer wirtschaftlichen Dauerkrise befinden. Wenn dann also ein ehemals erfolgreicher und mächtiger Wirtschaftszweig Probleme bekommt, dann trifft man sich. Heraus kommt dann ein Gesetz. Das trägt in diesem Fall den Namen Leistungsschutzrecht. Gesetz zum Schutz der Verlage vor dem Wettbewerb wäre wohl ein angemessenerer Name.

Natürlich könnte die Verlage ihre Inhalte auch vor dem Zugriff durch google schützen. Das wäre nur ein kleiner technischer Eingriff. Offenbar vertrauen sie der Qualität ihres Angebotes aber nicht und da ist ein Gesetz allemal besser. Das soll dann dabei helfen, dass die Verleger in den nächsten Jahren noch ihre roten Teppiche für die Prominenz ausrollen und Preise an diese vergeben können. Zum Beispiel den Bambi, wo sie dann auch ihre jungen Frauen zeigen und filmen lassen können. Zum Glück sind viele Verleger alt und bekommen vielleicht gar nicht mehr mit, dass ihr Leistungsschutzrecht nicht funktionieren wird. Dieses und viele andere dumme Gesetze oder Gesetzesentwürfe werden Deutschland im globalen Wettbewerb stattdessen einige Nachteile bereiten. Schuld daran ist nicht zuletzt die Überalterung und  die durch Angst und Angstmacher geprägte Kultur unseres Landes.

Was ist eigentlich aus den Dinosauriern geworden und was kommt als nächstes? Ein Gebäude Schutzrecht für die Filialbanken

Interessante Links zum Thema natürlich einseitig wie in der Presse

Netzpolitik org

Die google Kampagnenseite
Stefan Niggemeier. Dann reden wir mal über Zensur

Igel Kampagne gegen Zensur

PS. Ich werde nicht mehr wählen gehen

Don´t be too evil


Das klingt doch eigentlich wie die perfekte Vision eines Unternehmens, welches wir in die Kategorie Social Business einordnen würden. Und in der Tat entspricht google vielen Kriterien eines “Social Businesses”. Offenbar ist es aber im Alltag gar nicht so einfach dieser Vision zu folgen. Je größer ein Unternehmen wird, desto eher scheint aus dem offenen und geliebten Disruptor ein selbstsüchtiger Gigant zu werden, der alles tut, um Konkurrenten abzuwehren.Die finden wir Böse

Die Finden Wir Böse

In den USA kämpfen die gut vernetzten Lobbyisten der Filmindustrie, gegen die Jungspunde aus der Internetbranche, um die alten Verhältnisse wieder herzustellen. Das Internet reagiert empört und reagiert mit machtvollen Protestaktionen. Das ganze nennt sich Sopa (Stop Online Piracy Act) in dessen weiterem Verlauf das ganze Internet schwarz und leer werden könnte. Zumindest temporär.

Wikipedia zum Stopf Online Privacy Act

Die nennen wir nützlich

Aber auch google ist nicht ohne Schuld bzw. verwendet die gleichen Methoden. Um das eigenen soziale Netzwerk zu stärken,  beschädigt das Vertrauen der Nutzer, indem man deren Inhalte ungefragt einfach in die öffentlichen Suchergebnisse pumpt und dabei noch das eigene soziale Netzwerk höher priorisiert als die Konkurrenz – also zum Beispiel twitter.

Kritischer Artikel zu googles neusten Entwicklungen der Suche

(Quelle Mediapost.com)

Die lieben wir, obwohl..

Facebook ist immer wieder in der Diskussion. Mal berechtigt, mal unberechtigt. Sehr häufig begleitet von übertriebenen Reaktionen durch Medien, Politik und den anderen bedrohten Unternehmen und Institutionen. Allerdings muss der werte Nutzer immer mal wieder genauer hinschauen, was denn mit seinen Daten eigentlich alles gemacht wird und ob die kostenlose Nutzung z.B.aufwiegt, wenn – wie aktuell geschehen – alle geposteten Beiträgen, die im politischen Wahlkampf verwendet werden können, d.h die einen direkten Bezug zum aktuellen Wahlkampf in den USA haben, direkt an die Reaktion des Newsportals Politico gesendet werden. Natürlich ohne den Nutzer zu fragen.

The social network is now mining public and private Facebook posts for data that Politico can use in its reporting. Anytime you reference Mitt Romney driving to Canada with the family dog strapped to the roof of his car (that means you, Gail Collins), Facebook will tabulate your feelings about it and send it over to Politico’s editorial desk.

Quelle: Mediapost.com

Artikel von npr.com der Licht in das Rätsel bringt

Wer nicht böse ist, der werfe…

Wem kann man also heute überhaupt noch vertrauen? Klar, das nennt mal wohl Vertrauenskrise und beinahe täglich erfährt und fühlt man, dass wir mitten drin sind. Wie war das noch mit dem Bundespräsidenten?  Und was war mit dem gesunkenen Kreuzfahrtschiff? Welche ökonomischen Prinzipien haben hier mehr als 20 Menschen das Leben gekostet? Orientiert sich Apple an Prinzipien der Nachhaltigkeit oder reicht es aus einfach nur cool und praktisch zu sein? Es reicht wohl aus. Geht Social Business überhaupt noch, wenn das Unternehmen wächst? Ist Wachstum deshalb vielleicht sogar ein Ziel, welches gar nicht zu Social Business passt, weil man dann den Spielregeln der Großen folgen  oder die eigenen Spielregeln auslegen muss. Oder weil man den Kontakt zu seinen Kunden verliert und mit jedem neuen Kunden die Befindlichkeit und Zufriedenheit eines einzelnen Kunden an Bedeutung verliert. Vielleicht hilft Social Media, die Verbindung zum Kunden nicht zu verlieren bzw. ermöglicht sogar den Kunden direkt einzubinden. Ist es aber wirklich Social Business, wenn mir ein Unternehmen nicht mehr die eigenen Lösungen sondern die Lösungen der anderen Kunden verkauft und dafür dann auch noch Geld nimmt. Wofür brauche ich eigentlich Unternehmen? Um Bedürfnisse zu befriedigen, die ich ohne die Unternehmen gar nicht hätte?

Um aber realistisch zu bleiben. Als Kunde werde ich – wenn ich z.B. keine Wurst mag* – niemals die 100 % Transparenz und Kompetenz haben, um letztendlich dass wirklich nachhaltige und schadlose Produkt auszuwählen. Zumal Nachhaltigkeit ja auch seinen Preis hat und das Geld schränkt unsere Spielräume ein.

* kleine Anspielung auf die Frage, ob die ING Diba Herrn Nowitzki Wurst essen lassen darf. Ich denke Sie darf. Unser Hund bestätigt dies gerne. Andere können auch anderer Meinung sein, aber ob man dafür die Facebook Seite einer Bank zumüllen muß? Social Business kann man auch auf die Spitze treiben. Ab morgen   gibt es wieder Beisspiele.

Google wird nicht zur Bank


Nein, google beabsichtigt nicht eine Bank zu werden und möglicherweise ist das Unternehmen noch nicht einmal daran interessiert mit Zahlungsverkehr Geld zu verdienen. Offenbar soll google wallet die Brücke zwischen Online und Offline herstellen. Google erschliesst sich also den Offline Kanal um noch mehr Geld mit Werbung zu verdienen. Dafür muss google seinen Werbekunden einen USP bieten, der offenbar in den Daten besteht, welche den Händlern zukünftig über die google wallet zur Verfügung stehen werden, welche diesen wiederum helfen strategischere Entscheidungen zu treffen. Zukünftig weiss der Werbetreibende dann auch, welche Werbegelder er wo verschwendet :-).

Schon heute kann google sagen, welchen Einfluss Online Werbung auf den Offline Kauf hat. Diverse Studien, wie z. B die Ropo Studie oder auch der Zero Moment of Truth Blog lassen sich als Beweis heranziehen. Die Verwendung der google wallet wird dann noch vorhandene Informationslücken schliessen. Die Wallet wertet Impressions, Klicks und Coupons aus, die in der wallet gespeichert werden und der Händler liefert die Daten am Point of Säle. Diese Daten sollen zunächst händisch später wohl auch automatisiert ausgewertet werden. Statt dem Klick auf eine Anzeige wird z.B. ein in die wallet geladeneren Coupon mit entsprechenden Vorteilsangeboten im lokalen Handel eingelöst und direkt mit der wallet bezahlt. Es gibt prinzipielle keine Informationslücke mehr. Der Händler kann wertvolle Kunden identifizieren und entsprechend belohnen. Website Kauf und Offline Kauf können über die wallet miteinander verbunden werden.

Marc Freed-Finnegan, Google’s Senior Business Product Manager for Google Wallet erklärte diese Zusammenhänge unlängst für Mediapost. Und der Begriff bezahlen oder Zahlungsverkehr fiel erstaunlich selten.

Dennoch besteht für Banken kein Grund zur Entspannung, denn einerseits wird google in jedem Land nur mit einzelnen Unternehmen kooperieren, da zu viele Partner natürlich auch den Nutzungsprozess erschweren könnten. Auch die Konzentration auf Kreditkarten und ein eigenes Kartenangebot scheint nicht in Stein gemeisselt zu sein.Terminals lassen sich vermutlich nachrüsten oder könnten auch einfach verschenkt werden. Selbst der Sicherheitsaspekt ist keine wirkliche Hürde für die Nutzung. Und die Bank gibt auch als Partner wesentliche Teile Ihrer Kernkompetenz an den Partner ab, die Kundenbeziehung wird weiter geschwächt und in jedem Fall ist die Bank nur Juniorpartner. Wohin führt der Weg der Banken?

Quelle: http://www.mediapost.com/publications/?fa=Articles.showArticle&art_aid=159275&nid=131532

Jauchzet und frohlocket: Google mobile wallet ist gestartet


Seit gestern kann man in Seattle mit der sogenannten mobile wallet von google bezahlen. Verschiedene amerikanische Blogs und Medien berichten darüber. Sehr ausführlich zum Beispiel:

 

Google Blog

Mashable

Techcrunch

Nicht uninteressant auch, dass Visa – trotz eigener  mobile Payment Aktivitäten – ab sofort mit google kooperiert, was durchaus zu einer schnelleren Akzeptanz des mobilen Bezahlens in jenen Regionen führen könnte, die eigentlich mit einer sehr guten Payment Infrastruktur ausgestattet sind. Also zum Beispiel in Deutschland.

Hier das offizielle Video zum google wallet Angebot

Hier der erste inoffizielle google Wallet Nutzer

Und im Blog Engadget gibt es einen sehr schönen Artikel mit dem Titel:  A week with google Wallet. Dieser enthält ein kurzes Video sowie eine ausführliche Beschreibung der Funktionalitäten sowie einen Erfahrungsbericht

A week with google Wallet

Damit beginnt das Warten. Wann können wir in Deutschland erste praktische Erfahrungen mit der google wallet machen. Oder kommt eventuell Paypal dem Konkurrenten zuvor. In dem folgenden Video kann man in jedem Fall sehen, wie sich Paypal die Zukunft des Einkaufens und des Bezahlens vorstellt.

Bei aller Begeisterung für das mobile Bezahlen frage ich mich jedoch auch, welche Folgen das entstofflichte Bezahlung für unseren sozialen Verbindungen haben wird? Der Wert der in Waren und Dienstleistungen steckenden Arbeit wird damit noch unsichtbarer. Die Beziehung zum Produkt und zur Dienstleistung und vor allem zu den Menschen, die das Produkt herstellen und im Geschäft verkaufen (also den Wertproduzenten) wird noch oberflächlicher und verschwindet ganz. Das mobile Bezahlen wird aus kultureller und gesellschaftlicher Perspektive zu einer weiteren Individualisierung führen, es wird den einzelnen Menschen weiter aus sozialen Zusammenhängen herauslösen. Der einzelne Mensch wird immer schwächer, er wird definitorisch auf sich Selbst gestellt ohne es überhaupt noch zu merken.Auf der anderen Seite werden Unternehmen und Institutionen  stärker. Die Fremdbestimmtheit nimmt zu. Da bleibt die Frage wie wir zukünftig leben wollen und müssen natürlich auf der Strecke. Beziehungsweise können wir diese Frage immer weniger individuell, persönlich und aus menschlicher Sicht beantworten.

Ihre Meinung würde mich interessieren

Gastbeitrag: Nachbericht zur Next Finance in Frankfurt


Dies ist ein Gastbeitrag von Christine Fettich. 

Am vergangenen Donnerstag lud SinnerSchrader zum 10-jährigen Jubiläum des Frankfurter Büros und zur NEXT Finance ins neue Büro im Frankfurter Ostend ein – und Dank des von @electrouncle verlosten Tickets war ich mit dabei.

Leider ging wohl das Einladungskonzept anscheinend nicht richtig auf, da die Räumlichkeiten – übrigens neu und sehr schön clean – hauptsächlich von SinnerSchrader Mitarbeitern aufgefüllt werden mussten.

Der Inhalt der Vorträge wurde leider zum Ende hin immer schwächer, aber die Keynote von Chris Skinner war definitiv ein Highlight.

Highlight Chris Skinner Keynote

Auf den kurzen Abriss der Entwicklung der Internetgiganten Apple, Amazon, Ebay und Google vom SinnerSchrader Standortleiter Dirk Hibbeler, folgte Chris Skinner mit seiner Keynote “why banking will disappear, but banks will not”.

Der Service wandelt sich seiner Einschätzung nach von “human”, also menschlich, hinzu “self”, also selbstbestimmt. Es geht um die Kunden-”Experience”, also dass der Kunde selbstbestimmt machen kann, was er will, wo er will und wann er will im Bereich Banking. Mit dieser Einschätzung erinnert Skinner stark an Brett King und sein Buch “Bank 2.0″. Skinner sagt vorher: “Branches will disappear because of selfservice (online)” und hält “augmented service” für den neusten Trend.

Pelle Braendgaard von Picomoney wies treffend auf die Möglichkeiten hin, die sich durch die relativ leichte Erstellung von virtuellen Währungen ergeben. Ebenfalls berichtete er von open universal transaction standards, die jeden in die Lage versetzen könnten, genauso sicher wie Banken, Transaktionen durchführbar zu machen. Zudem zeigte er interessante Beispiele zu Crowdfunding, die jedoch ein wenig an smava und kiva erinnerten.

Was können Banken tun?

Zum Schluss gab er konkrete Hinweise, wie Banken ihren Status sichern können:

  • Das Kerngeschäft sollte ins Web migriert werden, nicht nur kleine Funktionalitäten
  • Das Risiko sollte (online) minimiert werden, z.B. durch den Verzicht auf Kreditkarten
  • 100% der vorhandenen Infrastruktur sollte verwendet werden, dabei kann man von Google lernen
  • Um Sabotageversuche (va durch die IT-Abteilung) bei Innovationen zu verhindern, sollten man sich Support vom Vorstand holen
  • Innovationen, die nicht in die eigene Kernkompetenz fallen, sollte man sich einkaufen

Google Wallet

Nach einer kurzen Kaffeepause erklärte Salvatore Pennino, Produkt Manager bei Google, das Prinzip von Google Wallet, ließ sich jedoch nicht auf Nachfragen zur Monetarisierung ein. Er präsentierte die 3 Hauptfunktionalitäten: Transaktionsfunktion, Google Offers (lokale Angebote) und ein Bonusprogramm für Käufer á la Payback.

Nur eines stellte er hinsichtlich der Monetarisierung klar: Google wird nicht durch Provisionen Geld verdienen und plant auch nicht die Banken zu ersetzen. Meiner Einschätzung nach, möchte Google an den “offers” verdienen als auch an der Erstellung von Konsumentenprofilen zur Marktforschung. aber die Zeit wird dies zeigen…

Seine Tipps für Unternehmen:

  •  “Integrieren sie online”
  • “Test and learn” (Neues ausprobieren und verbessern)
  • “Seien Sie opportunistisch/kooperativ” (d.h. Partner suchen)
  • “Seien Sie schnell und risikobewusst” (d.h. Nicht jeden Trend mitgehen, aber dennoch Dinge schnell umsetzen)

Paypal

Auf Pennino folgte Matthias Setzer von PayPal, der kurz die Geschichte von PayPal zusammenfasste und dann mit interessantem Zahlenmaterial aufwartete: Monatlich werden 55.000 Transaktionen über PayPal durchgeführt von denen 15.000 mobil erfolgen, Tendenz steigend. Und das, obwohl die meisten Shopping-Seiten nicht für die mobile Nutzung optimiert sind. Seine Folgerung daraus: “ecommerce ist tot” und xcommerce (Shopping über alle Kanäle) lebt.

Fred Schuster von der Deutschen Bank versuchte die Implementierung von Design Thinking als Neuerung darzustellen, was es auch ist, wenn man die Tatsache anerkennt, dass Banken nicht die schnellsten bei der Einführung neuer Prozesse sind.

Friendsurance

Als smarte Alternative zu schwerfälligen und vor allem teuren Versicherungen präsentierte Sebastian Herfurth friendsurance, eine Versicherung unter Freunden, die bei auszuzahlenden Summen bis 250€ sinnvoll scheint. Topargument hier: Betrugsfälle nehmen ab, denn “Freunde betrügen ihre Freunde nicht”. Um herauszufinden wie der mögliche Kunde tickt, nutzt mein bei friendsurance Personas, in diesem Fall “Anna”, deren Hauptaussage war: “Ich hasse Versicherungen.” Die Gründe dafür umgeht friendsurance geschickt durch Ersparnismöglichkeiten für die Kunden und Vereinfachung des Versicherungsprozess.

Zu guter Letzt zeigte Ralf Weitz von ImmobilienScout24 wie erklärungsbedürftige Produkte (hier Immobilienfinanzierungen) dennoch online platziert werden können.

Er hielt fest, dass der Kunde entscheidet, wer sein Finanzierungspartner sein soll, da er recherchieren und vergleichen kann. Seine Folge daraus war, dass man dorthin muss, wo die Kunden sind: Ins Web. Ein Praxisbeispiel dafür ist Meine-baufinanzierung.de

Anschließend lud SinnerSchrader zum kleinen Get together mit interessanten Gesprächen und warmen Imbiss in den Hof.

Fazit

Alles in allem war es eine kleine feine Veranstaltung, die jedoch thematisch hätte mehr bieten können.

 Zur Autorin

“Christine Fettich ist ein Digital Native und ein Kind der Medienbranche, das von seiner Arbeit unter anderem als Jr. PR Manager bei amiando und als Mitarbeiterin im Trademarketing bei Condé Nast Digital Germany geprägt wurde. Aktuell ist sie in der Finanzbranche tätig und beschäftigt sich eingehend mit dem Thema Social Media im Bereich Investor Relations, dem sie auch ihren Blog  http://social-media-for-ir.tumblr.com widmet.”

Googeln = Bezahlen


Eins und Eins

Der Duden muss geänadert werden. Ab sofort ist googeln nicht mehr nur suchen, sondern auch bezahlen. Zunächst  google Advisor, nun die mobile Wallet. Die Lücke zum Personal Finance Management ist nicht mehr so groß. Wenn man eins und eins zusammen zählt, dann ist das, was google in den letzten Tagen veröffentlicht und angekündigt hat, eine weitere vom Internet ausgelöste Revolution, welche die Logiken einer Branche auf den Kopf stellt. Es ist deshalb kaum überzogen, dass Chrsi Skinner in seinem Blog die Frage stellt: Will banking follow movies, music and books?

Brauchen wir die Banken noch?

Durch googles Initiative wird das Mobiltelefon nicht nur , wie das Handelsblatt in seiner Freitagsausgabe schreibt, zur Kreditkarte. Liest man im google Blog einmal genauer nach, dann lässt sich erkennen, dass Personal Finance Management in Echtzeit möglich wird. Vollkommen selbstständiges Banking wird möglich. Beim Treffen der richtigen Entscheidung hilft die Weisheit der Masse und nicht mehr der in Provisionsregelungen gefangene Bankmitarbeiter.

Und der Schachzug mit citi und Mastercard zwei alte Player der Finanzbranche mit ins Boot zu holen, ist gut durchdacht. Mal ganz davon abgesehen, dass auch das google Betriebssystem Android einen Schub bekommen wird und Apple entsprechend nachziehen muss. Schon im Jahr 2012 könnten dann die Telekommunikationsunternehmen in den Markt einsteigen, so schreibt das Handelsblatt. So schnell hätte ich ehrlich gesagt nicht mit dieser Entwicklung gerechnet. Jetzt wird es richtig spannend. Vor allem auf die Reaktionen der Banken bin ich gespannt, denn bis auf citi und Visa sind die anderen klassischen Anbieter eher zurückhaltend unterwegs. Besonders unverständlich ist das Verhalten der deutschen Banken. Dort handelt man offenbar lieber nach dem Prinzip: Imer mehr vom Selben. Vor allem mehr und lauteres Marketing für unzeitgemäße oder kaum mehr ertragreiche Produkte und Dienstleistungen. Die Sparkassen lassen Clever und Smart (oder so ähnlich) mit viel Wirbel auf die jungen Kunden los , die deutsche Bank feiert sich selbst (bzw. versucht es) auf der Aktionärsversammlung. Innovationen weit und breit nicht zu sehen.

Zukunft

Wie die Zukunft des Retail Bankings möglicherweise aussehen könnte, sieht man vielleicht hier (gefunden im Blog von Chris Skinner)

Paypal nicht vergessen

Von denen hätte man eine mobile wallet ja fast noch eher erwarten können. Möglicherweise gibt es aber einen Grund dafür, dass google schneller war. Das müssen wohl demnächst die Gerichte klären. Lesen Sie hier bei ZDNet.de.. Und nun interessiert mich natürlich Ihre Meinung.

NFC und meine Hosentasche


Einfaches für den Einfachen

Menschen sehnen sich  nicht nach NFC Anwendungen oder Diensten. Es existiert sozusagen kein natürliches Bedürfnis. Aber haben sie sich Autos, Fernsehen oder das iPad gewünscht? Dennoch kann man sich ein Leben ohne diese kulturellen Hervorbringungen heute kaum noch vorstellen. Starbucks hat innerhalb von nur 3 Monaten in 6800 Filialen über 3 Millionen Menschen dazu gebracht mit dem iPhone oder Blackberry zu bezahlen. Auch wenn hier statt NFC noch 2D Barcodes genutzt wurden, zeigen diese Zahlen, dass Menschen offenbar bequeme, einfache und Aufwände reduzierende Technologien sehr schnell annehmen. Zumindest in Ländern, die nicht Deutschland heißen.

Die mobilen Geräte werden unser Leben weiter verändern. Viele Dinge werden einfacher, schneller und bequemer werden. Auf der anderen Seite werden Diskussionen zu den Themen Datenschutz, Sicherheit, Privatheit, Persönlichkeitsrechten und auch Herrschaftsfragen neuen Stoff erhalten. In Sachen Vereinfachung und Bequemlichkeit liegen die Pro Argumente für NFC auf der Hand und es ist deshalb kein Wunder das google auf diese Technologie setzt und auch Apple. Man greife einfach mal in seine Hosen- und Jackentaschen, um das Potential dieser Technologie abschätzen zu können.

Meine Taschen nach aussen gekehrt

Fangen wir bei meiner Geldbörse an. Diese ist in der Regel gefüllt mit Bargeld, diversen Karten, alten Taxiquittungen, Rechnungsbelegen, Visitenkarten, einem Ausweis und einigen Bildern. Sie ist dementsprechend dick und beult sowohl Hosentaschen als auch Anzugtaschen ganz schön aus. Ästhetisch gesehen kein sehr schöner Anblick:

Kreditkarte und Bankkarte liessen sich mittels NFC sehr leicht in das Mobiltelefon integrieren. Besonderer Vorteil: Mit einem intelligenten Tool liessen sich alle Transaktionen übersichtlich darstellen. Eine Echtzeitverbindung zum Konto würde Kostenkontrolle zu jedem Zeitpunkt ermöglichen.

Der Schritt zur Ersetzung von Münzen und Scheinen ist technisch ein sehr leichter. Kulturell sieht das sicherlich anders aus. Meine Geldbörse fühlt sich aber schon leichter an.

Meine Krankenversicherungskarte ist ebenfalls leicht zu ersetzen. Sie wäre in vielerlei Hinsicht erweiterbar bis zur Hinterlegung von Krankheitsdaten, die im Notfall über ein noch zu entwickelndes Sicherheitssystem wertvolle Daten für Ärzte oder Erstretter liefern könnten. Grundsätzlich wären auch Terminvereinbarungen und -Erinnerungen um einiges leichter.

Dauerkarte und Mitgliederausweis des 1FC Köln. Schwups im Mobiltelefon verschwunden. Auch hier sind viele Zusatzdienste integrierbar: Zahlungsmittel, Fahrkarte, besondere Angebote und Coupondienste, Mitgliederzeitung, etc.

Karte für die Autoversicherung: Nicht mehr erforderlich.

Sixt Karte gestrichen!

BahnCard. Wird endlich nicht mehr gebraucht. Zusätzlich würde der lästige und dauerhafte Griff zur Geldbörse wegen ständiger Kontrollen obsolet. Einkäufe in der Bahn kein Problem. Reservierung ohne langes Warten oder anstehen. Erwerb und Buchung von Bonuspunkten . Rabatte und Coupons für Verspätungen.

Personalausweis und Reisepass wären ebenfalls sehr einfach zu ersetzen und es gäbe viele schöne Zusatzfunktionen, über die sich zumindest staatliche Institutionen freuen würden.

Auch Taxiquittungen und andere Belege könnten der Vergangenheit angehören Ganz zu schweigen von Visitenkarten. Selbst die Karte für das Sonnenstudio, welche ich – was mir ein wenig peinlich ist – in meinem Portemonnaie mit mir führe- wäre zu ersetzen und im Sonnenstudio wäre Selbstbedienung zu allen Tageszeiten möglich. Eventuell liesse sich sogar ein System ausdenken, welches aus der natürlichen und künstlichen Sonnenstrahlung eine Art Risikoprofil erstellt.Dafür braucht es natürlich mehr als NFC.

Kein Problem ist auch das Ersetzen jeglicher Art von Schlüssel oder Zugangskontrolle, womit meine Hosentaschen erst einmal leer wären. Vom Brillenputztuch einmal abgesehen.

Was NFC noch alles könnte:

  • Austausch von Kontaktdaten
  • Vergleich von Produkten, Preisen, etc.
  • Bewertungen einholen und abgeben
  • An Orten einchecken und auschecken
  • Werbung und Informationen einholen
  • Lernen und Verstehen bei tägliche Aktivitäten ( Einkauf, Medizin, etc.)
  • Lebewesen und Sachen finden, identifizieren und überwachen
  • Intelligente Dinge
  • Neue Sicherheitssysteme
  • ….

Herausforderungen für Banken

NFC wird Banken nicht überflüssig machen, es wird aber im Bereich Payment auch keine neuen Märkte für die Banken schaffen. In den westlichen infrastrukturell bereits sehr gut ausgerüsteten Märkten, bedeutet mobile Payment lediglich eine Modernisierung allerdings mit erheblichen Kosten Vorteilen. Ausserdem wird es eine gewisse Zeit dauern, bis die Bürger in ihrem Verhalten umschwenken werden. Man betrachte nur mal die skeptische und zurückhaltende Haltung zur Kreditkarte. Oder nehmen wir den wohl gescheiterten Geldchip auf der Bankkarte.

Dennoch sollten sich Banken rechtzeitig mit dem Thema beschäftigen. Kooperationen mit TK Unternehmen oder Technologieanbietern wären sinnvolle Schritte, da wir uns hier in eine Richtung bewegen, welche Banken nicht mehr alleine beherrschen können und sie werden die technologische Entwicklung und vor allem das Entwicklungstempo nicht bestimmen.

Möglicherweise gibt es aber ausserhalb der Payment Anwendungen durchaus auch neue Geschäftsfelder für Banken. Zum Beispiel als Sicherheits- oder Vertrauensprovider, denn noch besteht ja durchaus ein Vertrauensvorsprung z.B vor Telekommunikationsanbietern. Dann sollten aber auch in Sachen Bequemlichkeit und Einfachheit der Lösungen und Dienstleistungen Fortschritte gemacht werden, denn – wie zu Beginn der Ausführungen gesagt- hierin liegen entscheidende Verkaufsargumente für alle Produkte innerhalb einer ständig komplexer werdenden Welt. Anwendungen, welche diese Komplexität reduzieren und hierzu gehört NFC mit Sicherheit versprechen hohe Erfolgchancen.

Was denken Sie? Ist NFC eher Fluch oder Segen für die Banken?

Die soziale Online Suche kommt – Vernetzt Euch


Wir sind – sozusagen von Natur  – soziale Wesen. Menschen kommen hilflos auf die Welt und sind arm an Instinkten. Keine andere Primaten Form braucht so lange, um selbstständig lebensfähig zu werden und ist deshalb auch so lange der Sozialisation ausgesetzt. Diese lange Jungendzeit befähigt uns aber auch zur Lösung von Problemen (man müsste gerechterweise aber auch sagen Erzeugung von Problemen), die keine andere Lebensform bewältigen könnte. Um diese Problem zu lösen sind wir auf die Zusammenarbeit in sozialen Kontexten angewiesen.

Durch Social Media wird kein neues menschliches Bedürfnis geweckt, es entstehen keine neuen Eigenschaften. Der Mensch bleibt genauso langweilig oder interessant wie zuvor. Das Internet liefert allerdings Instrumente, welche die Eigenschaften und Bestrebungen menschlicher Lebewesen unterstützt, unterstreicht, hervorhebt und intensiviert. Und es versieht das menschliche Handeln zusätzlich mit einer symbolisierenden Struktur, die überall in Form von Daten sichtbar wird. So als habe man uns „heimlich“ ein Stück Kreide unter die Schuhe gebaut.

Diese Spuren finden sich im Internet heute an ganz vielen unterschiedlichen Orten und irgendwann – in nicht allzu ferner Zukunft -werden diese automatisiert zu Personen, Unternehmen usw. zusammengeführt werden. An einer solchen Zusammenführung arbeitet zum Beispiel google und die soziale Suche – die man mit einem google Account und der amerikanischen Suchfunktion bereits ausprobieren kann – geht genau in diese Richtung. Zukünftig werden 2 Personen z.B. bei Eingabe des Suchbegriffes Tagesgeld unterschiedliche Suchergebnisse in Abhängigkeit davon erhalten, mit wem sie im Internet vernetzt oder verbunden sind.

Zukünftig werden unter den Ergebnissen von Finanz bezogenen Suchanfragen Bewertungen anderer aber vor allem auch mir bekannter Menschen auftauchen. Es werden von mir bekannten Menschen  gesendete Artikel zum Finanzprodukt oder zum Finanzunternehmen erscheinen und es wird immer unwichtiger werden, was die Bank selber über sich sagt. Die schönste Marketing Fassade wird dann keinen Bestand oder Wert mehr haben.

Vernetzt Euch möchte man den Finanzunternehmen zurufen. Vernetzt Euch mit euren Kunden und Nicht Kunden und füllt die Suchmaschinen mit Inhalten über die wechselseitig erfolgreiche Beziehung zwischen der Bank und dem Kunden.  Löst Probleme, damit Verbraucher und Kunden über Euch sprechen. Stellt Fragen, damit ihr heraus findet was Verbraucher  (nein Menschen) von Euch erwarten. Lernt den nicht mehr trennbaren Zusammenhang von nicht Internet bezogenen und Internet bezogenen sozialen Handlungen kennen. Vergesst Media. Vergesst Technologie. Lebt und handelt wie Menschen. Social ist überall und hat etwas mit Erwartungen und der Erfüllung dieser Erwartungen zu tun. Begreift, dass wir eigentlich Nichts Wissen. Verändert Euch und lasst Euch auf Neues ein, denn die Welt ist im Wandel. Und der hört nicht mehr auf.

Infos zur sozialen Suche im google Blog