Finovate 2012: Der erste Eindruck


Am 07.02.2012 fand in London die zweite Finovate Europe statt. Hier mein erster Eindruck von der Veranstaltung. Mehrere Blogbeiträge hierzu werden folgen.

Meine Eindrücke im Videoformat

Meine Eindrücke in der Zusammenfassung

Das Format

  • 35 Teilnehmer
  • 4 Demo Sessions
  • Jeder Anbieter hat 7 Minuten Zeit um seine Idee vorzustellen
  • Kein Power Point. Nur live Präsentationen

Gewinner Best of the Show

etoro  

Nennt sich Social Trading. Man kopiert die Trades erfolgreicher Trader. Wirkt aber wie ein Tool zur Verlängerung der Finanzkrise.

http://www.etoro.com/

Cardlytics

Transaction Driven Banking. Meint Targeted Advertising im Banking. Überzeugt durch einfache Anwendbarkeit für die Werbetreibenden und Banking. Sie erhalten Rabatte und Coupons von großen Marken direkt im Banking und die Marken können hiermit das Kaufverhalten beeinflussen. Auch lokale Händler oder Banken könnten dies nutzen

http://www.cardlytics.com/Advertisers/WhyBanking.aspx

Nutmag

http://www.nutmeg.co.uk/

Sehr intuitiver und optisch gelungener Online Investing Manager. Einfaches und verständliches Persönliches Finanzmanagement orientiert an definierbaren Zielen. Führt den Anwender über einfache Fragen und Antworten und drückt sich klarer aus als die meisten Berater

Dynamics

Intelligente und sichere Kredit- und Geldkarten. Aber wer braucht noch Karten?

http://www.poweredcards.com/

Meine Favoriten

Nutmag

siehe oben

Backbase

Portal Software der nächsten Generation. Setzt auf vorhandene Systeme auf und ist für jedes gerät individuell gestaltbar. Ermöglicht zudem jedem Bereich einer Bank sich auf Ihre Kernkompetenzen zu kritisieren. Sagen wir es so: Techniker können sich auf Technik, Vertriebler auf Vertrieb und Marketer auf Marketing konzentrieren.

Gewaltig.

Demnächst mehr

http://www.backbase.com/

Holvi

Gefiel mir vor allem wegen der etwas anderen Banking Philosophie, welche sich auch im individuellen Auftreten des Referenten aus Finnland zeigte. Holvi macht so etwas wie ein Group Banking für soziale Organisationen. Insofern auch ein Hauch von “Social Banking”. Was mir ebenfalls sehr gut gefiel, war das reduzierte Design und die Aufteilung des Screens in Soll und Haben in direkter Gegenüberstellung. Hierzu auch mehr in einem späteren Blockbeitrag.

https://holvi.com/

Themen und Trends

  • Personal Finance Management
  • Mobile Payment
  • Tablets + Smartphones
  • Online Identitätsmanagement
  • Social Media Integration in Online Finance Prozesse

Worst of the Show

  • Das Essen

Sympathie Punkte für

Etronika

Online Banking durch Gesten und Sprache gesteuert. Sinnvoll für das Online Banking im Wohnzimmer zum Beispiel mit dem Smart TV. Allerdings noch nicht so gut wie “Just Dance” auf der Playstation

http://www.etronika.lt/#2

Dynamics

Für den selbstbewusstesten und verkäuferischsten Auftritt

Und hier geht es zur Finovate Seite

Sechs Fragen mit Zusatzfrage: Annette Straßburger R+V 24


Anette Straßburger arbeitet für die R+V Direktversicherung AG im Bereich Online Marketing. Die R+V Direktversicherung AG ist seit mehreren Monaten auf verschiedenen Social Media Plattformen aktiv. Eines der eingesetzten Instrumente ist ein Blog, der von Frau Straßburger geführt wird

Frau Straßburger war so freundlich mir einige Fragen zu  beantworten. Bloggen gehört aktuell nicht zu den Lieblingsbetätigungen der genossenschaftlichen Bankengruppen. Die wenigen Banken und Zentralinstitute, die Social Media nutzen tummeln sich – wohl wegen der vermeindlich geringen Aufwände und schnell sichtbaren Erfolge- eher bei Facebook oder auf twitter. Um so interessanter finde ich die Blogging Aktivitäten der R+V Direktversicherung AG. Aber lesen Sie selbst.

1.) Wie wird man zu einer Unternehmensbloggerin?

Seit Anfang 2009 beschäftige ich mich mit Social Media und den Möglichkeiten und Potenzialen, die die sozialen Netzwerke für ein junge Direktversicherung wie der R+V24 bieten. In Zusammenarbeit mit einem PR-Berater haben wir eine Social Media Strategie für R+V und R+V24 entwickelt. Ein wichtiger Baustein dieser Strategie war u.a. auch die Einrichtung des R+V-Unternehmensblogs. Als Initiatorin sehe ich mich daher natürlich auch in der Pflicht regelmäßig zu bloggen.

2.) Welche Erfahrungen haben Sie vor Ihrer Blogging Aktivität für die R+V bereits im Internet gesammelt?

Ich beschäftige mich eigentlich schon seit vielen Jahren intensiv mit dem Internet. Bevor ich den Aufbau der sozialen Netzwerke für R+V24 übernommen habe, habe ich bereits Erfahrungen mit dem Aufbau von Webauftritten aus Usability-Sicht gesammelt. Darüber hinaus betreibe ich das Suchmaschinen-Marketing und die Suchmaschinen-Optimierung für R+V24. Seit 2008 habe ich den Aufbau und Implementierung eines Webcontrolling-Tools vorangetrieben. Das Internet ist mir insofern in vielen Facetten ein geläufiges Medium und ständig kommt Neues hinzu. Das nächste spannende Thema wird der mobile Auftritt von R+V24 sein.

Welche Eigenschaften und Fähigkeiten sollte eine Bloggerin mitbringen?

Als Bloggerin sollte man gerne schreiben und recherchieren und immer auf der Suche nach interessanten Themen sein. Da ich unseren Twitterkanal (http://www.twitter.com/rv24_de) mehrmals täglich mit Neuigkeiten rund um Auto, Mobilität und Versicherung „ füttere“, sitze ich sozusagen an der Quelle.

3.) Wie viel Zeit verbringen Sie in der Woche mit bloggen?

Da ich nicht nur selbst blogge, sondern auch unsere Autoren unterstütze und berate, verbringe ich in der Woche ca. 3 Stunden meiner Arbeitszeit mit Tätigkeiten rund um das Blog. Dazu gehört auch das Controlling und die Promotion des Blogs im Unternehmen.

4.) Welche Arbeiten fallen bei der Erstellung eines Blog Beitrages an?

Bloggen heißt mehr als nur für das Web zu schreiben. Zunächst ist es wichtig ein griffiges Thema zu finden, das für die Leser von Interesse sein könnte. Hierfür recherchiere ich Hintergrundinformationen, führe Interviews mit Fachleuten aus dem Hause und suche auch noch das ein oder andere passende Bild für den Blogbeitrag. Der Artikel selbst sollte natürlich in einer möglichst leicht verständlichen Sprache aufbereitet werden, so dass auch beim schnellen Scannen über den Artikel der Inhalt leicht erfassbar ist.

5.) Wie ist die Resonanz auf Ihren Blog? Was funktioniert, was funktioniert nicht so gut?

Der R+V-Unternehmensblog ist noch recht neu und relativ unbekannt. Der Launch war am 18.08.2010, d.h. wir sind jetzt seit ca. 100 Tagen im Netz. Ein Anlass, um zurückzublicken und das erste Fazit zu ziehen. Die Resonanz auf den Blog war bisher durchweg positiv. Zurzeit arbeite ich an einem Konzept, um die Bekanntheit der Seite http://www.ruv-blog.de zu verbessern. Damit erhoffe ich mir mehr Kommentare auf die einzelnen Artikel. Momentan probieren wir noch sehr viel aus und zwar hinsichtlich der Auswahl der „ richtigen“ Themen, der Länge der Artikel, der Anzahl der Artikel pro Woche, etc.

6.) Welche Ziele verfolgen Sie mit den Blogging Aktivitäten?

Ein wichtiges Ziel ist, die Markenbekanntheit der Marke R+V im Netz weiter zu stärken. Dies geschieht im Zusammenklang mit unseren anderen Social Media Aktiviäten wie Twitter, Facebook, YouTube und demnächst auch unseren Social Media Newsroom. Wir möchten zeigen, dass auch eine eher konservative Branche wie die Versicherungsbranche in den sozialen Netzen überzeugend auftreten kann. Mit dem Blog haben wir die Möglichkeit, die Menschen unseres Unternehmens zu zeigen, über ihre Tätigkeiten zu berichten und die Themen vorzustellen, die sie vorantreiben. Wir wollen uns für unsere Kunden und Interessenten öffnen und ihnen die Möglichkeit bieten, über diese Medien mit uns in Kontakt oder besser in den Dialog zu treten.
7.) Die private Zusatzfrage:

Welches Buch lesen Sie gerade und gibt es ein Buch, welches Sie Bloggern zum Einstieg empfehlen können?

Ich lese gerade
Fridtjof Nansen: In Nacht und Eis. Die norwegische Polarexpedition 1893 – 1896.

Für Blogger empfehle ich das Buch von
Jeff Jarvis: Was würde Google tun? Wie man von den Erfolgsstrategien des Internet-Giganten profitiert.

Vielen Dank für das Gespräch und zumindest das zweite Buch kann ich ebenfalls sehr empfehlen. Vielleicht als Weihnachtsgeschenk. Vielleicht für den Vorstand Ihrer Bank.

Und hier die weiteren Interviews aus meiner kleinen Serie:

Jochen Döring (Digital Native)

Marco Ripanti ( ekaabo GmbH, Yiid.com)

Katharina Beck (Institut für Social Banking)

Axel Liebetrau (Zufkunftsforscher und Managementberater)

Matthias Kröner (Fidorbank AG)

Thorsten Hahn (Banking Club)

Frank Kleinert ( Innovationsmanager bei einer Rechenzentrale)

Alexandre Janicki (Credible Finance)

Herr Carlo Bewersdorf (Asstel ProKunde)

Florian Schwarz und Florian Schwarzbauer (Die Bankonauten)

Marko Haschej (Raiffeisenbank Eberndorf)

Guido Augustin (Bürgschaftsbank Hessen)

Lothar Lochmaier (Social Banking 2.0)

Suitbert Monz (R+V)

Dr. Harald Meissner (Hochschulprofessor und Unternehmer)

Mustapha Behan (whofinance)

Auch für Banken interessant: Schönes Video zum Thema Kollaboration


Ein spannendes Buch, ein toller Blog und ein inspirierendes Video. Es hat sich schon sehr viel verändert. Wir nehmen es in unserem Alltag nur nicht so intensiv wahr. Smava und auxmoney oder social lending sind nur zwei besonders herausragende Beispiele einer Entwicklung. Digitale Technologien verändern und verbessern die Art und Weise wie wir gemeinsam kooperieren, kommunizieren, interagieren, tauschen, lernen, etc. Was für den Menschen prinzipiell gut ist, gefährdet überkommene Geschäftsmodelle und Institutionen.

Das folgende Video fasst sehr schön zusammen was alles möglich ist bzw. schon gemacht wird. Es ist der Trailer zu einem Buch, dessen Kauf ich für die Weihnachtstage wärmstens empfehle, denn was dort beschrieben wird, hat auch was mit Banken zu tun.

[Vimeo 14408878 ]

Aufruf zur Diskussion: Hat Banking eine Zukunft?


Gestern schrieb ich in meinem Blog über “Misslungene Sozialisation”. Meine aus den Wünschen von Menschen wie Venessa Miemis abgeleitete These: We don´t need banking anymore. Hier nun ein Link auf einen Artikel von Chris Skinner, der endlich auch die grundsätzliche Frage stellt und sich damit auseinandersetzt, was junge Menschen zukünftig wohl von Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft erwarten. Den Artikel sollten Sie unbedingt lesen.

http://thefinanser.co.uk/fsclub/2010/11/so-is-there-any-chance-of-ever-getting-rid-of-the-banks.html

Ich denke damit ist die Diskussion eröffnet. Wie ist Ihre Meinung?

Venessa Miemis hat es getan: SIBOS 2010


Über Venessa Miemis habe ich hier schon kurz berichtet. Sie hatte die Gelegenheit einen Vortrag auf der SIBOS in Amsterdam zu halten und hat dafür ein Video gedreht. Das Anliegen: Junge Erwachsene stellen dar, wie Sie über Geld denken. Sie disktuieren darüber, was in unserer modernen Gesellschaft Wert darstellt. Wie kann man neue Systeme der Wohlstands Genierierung und des Reichtums entwickeln? Was ist Wohlstand und Reichtum überhaupt. Wie wird die Zukunft von Banken in einer Welt aussehen, in der p2p Austausch, soziale Verbindungen und soziale Gemeinschaften vermittelt über und basierend auf digitalen Technologien in den Vordergrund treten?

Das 7 Minuten lange Video mit teilweise ganz anderen Ansichten darüber, was wertvoll und wichtig ist und welche Rolle Geld für Menschen spielt, kann auf Vimeo betrachtet werden. Wir treffen Menschen mit neuen Denkweisen, aus denen die Unzufriedenheit mit Institutionen hervorgeht, die sich von den Menschen, für welche sie eigentlich da sein sollten immer stärker entfernt haben.

http://vimeo.com/16025167

[Vimeo 16025167 ]

Venessa Miemis hat inzwischen eine Blogbeitrag über ihre Tage auf der SIBOS in Amsterdam verfasst. Und aus ihren Worten klingt eine Menge Unverständnis für die Banken und auch ein wenig Spott für eine Welt, die sie und viele andere Menschen ihrer Generation nicht mehr verstehen – aber im Gegensatz zu unserer Generation – verstehen möchten.

Auf der anderen Seite hat Venessa Miemis Vortrag wohl auch viele verständnislose Banker hinterlassen. Und was bleibt ist offenbar Kopfschütteln. Aber auch aus Kopfschütteln muss ja irgendwann auch mal was substanzielles werden. Oder nicht? Mich würde mal interessieren, wie das hierzulande aussieht. Wie sehen die unter 30.  -jährigen die Banken?

Blogpost von Venessa Miemis

Blogpost von Chris Skinner

Und hier noch ein Zitat von Venessa Miemis:

The impression I got over the week is that the finance industry is in the business of making money and maintaining the status quo. They threw around a lot of words like “rebuilding trust” and “resilience” and “innovation,” but I never heard any conversation about what those things mean and how they intend to do them.

Fremdleselinks zum abbiegen


Online Banking ist keine Fata Morgana

Wie wir alle wissen misst Comscore die digitale Welt. Diesmal gibt es interessante Informationen aus Großbritannien. Demnach haben im November 10 Millonen Briten im Internet nach Finanzinformationen gesucht und dabei durchschnittlich 15 Minuten auf entsprechenden Seiten verbracht. Besonders lange wurde die Seite www.moneysupermarket.com besucht. Money  supermarket ist eine unabhängige Preis- und Produktvergleichsseite, welche Verbrauchern den Weg zum richtigen Angebot weist.

Hier geht es zur Info auf comscore.com

Experimentieren gefragt

Nur wie soll man das tun, wenn man aus einer Branche kommt, in welcher die Vergangenheit, Sicherheit, Revision,  Null Fehlertoleranz und mächtige IT Systeme dominieren?

Brett King beschreibt auf bank + innovation wie das gehen könnte und nennt auch noch Beispiele, die beweisen, dass es auch gehen kann.

Hier geht es zu bank + innovation

Ein schlechtes Preis- Leistungsverhältnis

Dies bemängeln deutsche Bankkunden bei ihren Banken. Am liebsten – so mein Eindruck -wollen deutsche Verbraucher überhaupt nichts für Bankleistungen bezahlen. Vielleicht, weil viele den Eindruck haben gar keine Leistung zu erhalten.

Die Studie Geschäftsptenziale im Bankenvertrieb des Instituts für Management und Wirtschaftsforschung befragte etwas mehr als 2000 Menschen über 18 Jahre und erhielt dieses Ergebnis. Mehr zur Studie kann man zum Beispiel bei forium.de erfahren.

Willst Du mobile Payment fördern, dann

halte Dich an die mobile Generation. Genau die Generation Y, für die Banken eine Strategie haben sollten. Dies ergab eine Studie von Hitachi Consulting

BAI Study Shows That Biggest Opportunity to Grow Emerging Consumer Payments Lies With the Under-35 Age Group

By the way. Ich wusste gar nicht, dass es Hitachi überhaupt noch gibt.

Zeitung kaufen

Kann auch manchmal sehr lohnenswert sein. Ich empfehle deshalb den kauf der aktuellen DE:BUG. Denn neben Musik, Mode und elektronischen Lebensaspekten geht es diesmal auch um Geld. . Es geht um Flattr, Social Currencies, p2p Banking usw. Also kaufen und lesen. Die Zeitung gibt es wie immer in jedem gut sortierten Zeitungskiosk.

Hier die Heftvorschau

Banken und die Generation Y – Empfehlungen in 2 Aspekten (Aspekt1)


Millenials, Generation Y oder Digital Natives. Drei Begriffe für Menschen, die zwischen 1980 und 1992 geboren wurden und denen gemeinsam ist, eine Zeit ohne Computer, Mobiltelefon und Internet kaum noch zu kennen. Diese Generation gilt deshalb als sehr Technik affin und löst Probleme des täglichen Lebens größtenteils anders als vorhergehende Generationen. War  zum Beispiel für die Baby Boomer oder die Generation X noch das Festnetztelefon das wesentliche Kommunikationsmedium, so kommuniziert die nachfolgende Generation bevorzugt per E-Mail, SMS, Instant Messenger und neuerdings sozialen Medien.

17 % der Weltbevölkerung gehören zur Generation Y. 13 % der Europäer.

Dieser Generation ist außerdem noch gemeinsam, dass Sie in Zeiten wirtschaftlicher Prosperität auf- und als Kinder der sogenannten Baby Boomer sehr umsorgt und konsumorientiert herangewachsen ist. Von den Eltern finanziell unterstützt, besitzen sie TV Gerät, MP 3 Player, Mobiltelefon, Computer usw. Größtenteils (Deutschland) als Einzelkinder oder mit einem Geschwisterteil  groß geworden, verfügen sie über gänzlich andere Werte, was sich z.B. im Verhalten gegenüber Autoritäten oder der Bedeutung von Familien und Freundeskreisen zeigt.

Der Freundeskreis oder das soziale Netzwerk hat eine große Bedeutung. Die Beziehungen zu Freunden werden intensiv gepflegt und hierzu wird vor allem auch das Internet verwendet. Eher passive Mediennutzung – wie z.B. Fernseh schauen- findet seltener oder nur noch nebenbei statt bzw. wird durch das Internet interaktiv erweitert.

Man legt Wert auf eigene Erfahrungen und wird in Meinungen, Einstellungen und Kaufentscheidungen stark durch Freunde oder Online Bekannte beeinflusst. Klassische Experten und Institutionen verlieren an Bedeutung und Einfluss. Ein gut bezahlter Job und materielle Werte sind wichtig. Wünsche sollen nach Möglichkeit sofort erfüllt werden. Sparen steht weniger im Fokus. Kurzfristiges Handeln und Denken dominiert gegenüber langfristiger Planung.

Weshalb – aus Bankensicht betrachtet – eine Beschäftigung mit der eigenen Altersvorsorge aus eigenem Antrieb in der Regel nicht auf der Tagesordnung steht. Bei der Wahl des Berufes ist insbesondere bei den gut ausgebildeten jungen Menschen – und  hier entsteht in Deutschland gerade ein Angebotsüberhang,  welcher deren Wahlmöglichkeiten vergrößert – auch die Work Liftime Balance sehr wichtig. Es werden weniger Kompromisse eingegangen. Die Bereitschaft selber etwas auf die Beine zu stellen steigt. Neue  Arbeitsformen entstehen:  Arbeit wird virtueller, ist nicht mehr an einen bestimmten Ort gebunden, erfordert keine langfristige Bindung an einen festen Arbeitgeber, ist internationaler und kooperativer. Streng hierarchisch organisierte Unternehmen verlieren als Arbeitgeber an Attraktivität

Die disruptive Kraft des Internets hat einige dieser Veränderungen erst möglich gemacht oder zumindest stark beeinflusst. Betrachten wir die Entwicklungen aus Sicht einer Bank oder der gesamten Finanzbranche, dann ist eine wesentliche Entwicklung, dass die Entscheidung über bevorzugte Produkte und Dienstleistungen immer stärker durch das Internet beeinflusst wird. Wer heute ein Bank- oder Versicherungsprodukt benötigt, hat gänzlich andere Möglichkeiten als die Vorgänger Generationen. Ihm stehen vielfältige Informations- und Vertriebskanäle zur Verfügung. Er ist weniger gezwungen und bereit die Bankbeziehung von den Eltern zu erben und er ist darüber hinaus immer weniger darauf angewiesen einen bestimmten Ort aufzusuchen, um dort seine Bank- und Versicherungsgeschäfte zu erledigen. Die soziale  nicht familiäre Bezugsgruppe wird als Beeinflusser und Ratgeber bedeutender.

Die gestiegenen Möglichkeiten und die Kompetenzvorteile der „Digital Natives“ in der Nutzung der sozialen Medien  macht es für Banken und Versicherungen nicht gerade leicht Wege zu finden, um diese Zielgruppe, die in naher Zukunft die wesentliche Grundsteine für ihre finanzielle Zukunft und Sicherheit legen muss, zu erreichen. Neue Marketing- und Vertriebsstrategien sind zudem nicht die Lösung. Die junge Generation erwartet von Banken und Versicherungen gänzlich neue Angebote, neue Verfahren und sogar eine neue Kultur.

Mit anderen Worten: Ihre Bank braucht eine Generation Y Strategie

Ihre Generation Y Strategie sollte dabei mindestens 2 Aspekte beachten:

  • Welche Produkte und Dienstleistungen muss eine Bank anbieten, um diese Generation zu erreichen. Und wie erfolgt die Ansprache dieser Generation.
  • Welche Kanäle können verwendet werden, was spricht die jungen Menschen an, wie erzeugt man Begeisterung und entfacht die Kraft der Weiterempfehlung.
  • Was wird überhaupt von einer Bank erwartet bzw. gibt es überhaupt eine Zukunft für Banken.

Der zweite Aspekt betrifft die Bank als Arbeitsplatz.

  • Welche Erwartungen stellen die Millenials an diese.
  • Können die bisherigen Bankarbeitsplätze überhaupt noch eine interessante Option sein, zumal die Finanzkrise nicht gerade zum guten Ruf der Branche beigetragen hat.

Was muss die Millennial Bank den zukünftigen Verbrauchern bieten?

Banken müssen zunächst einmal mehr über die Generation Y in Erfahrung bringen. Denn diese Generation wird die Art- und Weise wie finanzielle Transaktionen abgewickelt werden, entscheidend verändern.

Die Ansprache wird sich von den bisherigen Verfahren grundsätzlich unterscheiden. Ein wesentlicher Aspekt ist hier zum Beispiel, wie die potentiellen Kunden erreicht werden und welche Kanäle oder Verfahren diese nutzen werden. Schon heute ist abzusehen, dass Social Media bzw. das Internet im Allgemeinen eine zentralere Rolle spielen muss.

Klassische Zielgruppen Konzepte werden, da es bei allen Ähnlichkeiten auch immer mehr Unterscheidungen  gibt – nicht mehr funktionieren. Stattdessen werden Kundenprofile wichtiger. Hierzu benötigt man Daten, die sich allerdings nicht auf das reine Kunden- oder Kaufverhalten beschränken dürfen. Stattdessen werden soziale Daten benötigt. Es geht also um die Verbindungen zwischen den Verbrauchern und die tieferen Ebenen der Entscheidungsfindung

Es sind gänzlich neue Produkt- und Serviceangebote zu entwickeln. Viele dieser Produktangebote werden kostenlos, auf individuelle Bedürfnisse angepasst oder gebündelt sein müssen. Eine Frage ist zum Beispiel ob klassische Sparprodukte bei einer Generation ankommen werden, die gelernt hat Konsumentscheidungen sofort und unmittelbar zu treffen und die auch bereit ist, sich dafür zu verschulden. Dabei investieren sie große Summen des zur Verfügung stehenden Einkommens in technische Geräte, in Urlaube und konsumorientierte Freizeitbeschäftigungen.  Langfristige Planung steht bei dieser Generation nicht im Mittelpunkt. Komplizierte und wenig emotionale Produkte werden nicht nachgefragt. Themen, die keine kurzfristige Bedürfnisbefriedigung bringen, werden verdrängt oder – falls die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen –outgesourct.

Es ist davon auszugehen, dass die Vermittlung von finanzieller Kompetenz durchaus Nachfrage generieren kannf, wenn das Angebot entsprechend aufbereitet ist. Es also in die Lebenssituation passt, die Werkzeuge und Kanäle der der Digital Natives nutzt und einen relevanten Mehrwert bietet.

Die Bereitschaft für Bankdienstleistungen zu bezahlen, wird abnehmen. Ein kostenloses Girokonto wird zur Grundausstattung gehören. Dieses kann auch gerne über einen dritten Partner subventioniert werden. Die Bereitschaft auf ein durch Werbung oder Sponsoring finanziertes und dadurch kostenloses Girokonto zurückzugreifen dürfte vorhanden sein. Da die Generation Y mit starken emotionalen Marken aufgewachsen ist und diese teilweise die Integration in oder Zugehörigkeit zu gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen ersetzen, ist davon auszugehen, dass Girokonten oder andere Produkte auch bei Nichtbanken nachgefragt werden. Ebenso dürften neue Anbieter, welche auf das Internet und Social Media setzen, zunehmend attraktiver werden.

Den vorhandenen klassischen Banken wird es deshalb gelingen müssen Ihre vorhandenen Produkte anzupassen und Ihre Dienstleistungen zu erweitern. Dabei dürfte verstärkt die Kooperation mit großen Markenartiklern auf der Tagesordnung stehen, um möglicherweise über diese White Label Produkte anzubieten.

Regionale Banken sollten auf Dienstleistungen und Partner setzen, welche regionale Bedeutung für die Generation Y haben. Dabei sollte aber auch  verstärkt auf das Internet und Social Media gesetzt werden. Es wird dabei wichtig sein zu einem relevanten Teil des Alltags der jungen Menschen zu werden und einen tatsächlichen Nutzen anzubieten. Man muss jedoch kein Prophet sein, um einschätzen zu können, dass es die regionalen Banken besonders schwer haben werden, die Ansprüche in Sachen Ästhetik, Freizeitwert, Unterhaltung und Kundenerlebnis zu erfüllen.

Internetnutzer sind es gewohnt sich aktiv mit Themen auseinanderzusetzen und an der Lösung von Problemen sowie der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen teilnehmen zu können. Die Digital Natives sind sozusagen parallel mit dem Internet groß geworden. Sie nutzen dieses Medium,  verändern und gestalten es aber auch. Wenn sie das Internet nutzen, haben sie zusätzlich die Option damit Umstände und Verhältnisse zu beeinflussen und zu verändern, die auch außerhalb des Internets liegen. Nun gehört zwar aktuell nur ein geringer Teil der deutschen Internetnutzer zur Personengruppe, die aktiv eigene Blogs betreiben, an Diskussionen teilnehmen und Initiativen starten, dennoch ist davon auszugehen, dass die aktive Beteiligung der Verbraucher, Interessenten und Kunden ein weiterer Erfolgsfaktor für Banken  oder deren neue Konkurrenten sein wird.

Aktive Beteiligung ist grundsätzlich in vielerlei Hinsicht möglich. Voraussetzung dafür ist in erster Linie der Wille und die Bereitschaft der Anbieter und damit verbunden auch die fehlende Angst vor den antizipierten Gefahren. Dass sich bei den Banken dafür erst noch ein anderes Bild vom Kunden entwickeln muss, soll hier ausnahmsweise mal unberücksichtigt bleiben. Eine Spitze in Form einer Frage sei aber erlaubt: Wessen Ängste sind aktuell berechtigter. Die der Verbraucher oder die derBanken?

Nur wer die Millennials aktiv einbindet, wird in der Lage sein Produkte anzubieten, welche auch nachgefragt werden. Die Zeiten in denen Produktplaner wissen was die Kunden wollen, scheinen zumindest in der Bankenbranche vorbei zu sein. In Sachen Produktinnovation sieht es ohnehin so schlecht aus, dass man nur hoffen kann, dass durch die Einbindung der Verbraucher, Angebote entstehen, die sich deutlich vom Einheitsbrei vorhandener Angebote unterscheiden. Neben der Entwicklung von Produkten kann aber auch bei der Gestaltung von Filialen, der Ausgestaltung neuer herausragender Serviceleistungen, der Ausbildung anderer Verbraucher oder sogar beim Vertrieb- und Marketing auf die Hilfe der jungen Generation zurückgegriffen werden. Dies belegen zahlreiche Beispiele: Starbucks, Dell oder auch der Fidorbank. Eine entsprechende Belohnung ist allerdings erforderlich.                                                                                                                                                           Die Volksbanken Raiffeisenbanken hätten auf Basis der Mitgliedschaft besonders gute Voraussetzungen, die insbesondere auch in der Region eingesetzt werden könnten.  Hier kann die regionale Präsenz dann auch ein Vorteil sein, denn letztendlich leben Menschen nicht an virtuellen sondern in realen Orten. Insofern dürfte auch die Bereitschaft sich vor Ort zu engagieren und gemeinsam mit der Bank, Vereinen, Verbänden und Schulen lokale und kommunale Probleme zu lösen vorhanden sein. Und hierdurch können wiederum Bindungen entstehen, welche der Bank bei der Gewinnung von Kunden helfen.

110.000 erwartete Privatinsolvenzen und die Überschuldung von ca. 3. Millionen Privathaushalten deuten an, wo sich Bedarfe und Spielräume für neue Angebote ergeben, zumal gerade die Angehörigen der Generation Y – aufgrund ihres häufig spontanen Konsumverhaltens und mangelder Vorbilder bzw. fehlender Ausbildung, zu den am stärksten von Überschuldung betroffenen Verbrauchern gehören. Hier gilt es deshalb faire und transparente Produkte zu schaffen, die vor Überschuldung schützen, die aber diesen Schutz nicht nach dem Prinzip des erhobenen Zeigefingers verwirklichen. Angebote wie Personal Finance Management oder Produkt Bundles, die bei jeder Geldausgabe automatisch etwas Geld ansparen, sowie die Möglichkeit bei vermeintlich attraktiven Finanzierungsangeboten am Point of Sale schnell und unkompliziert z.B. durch ein App auf ein Vergleichsangebot zurückgreifen zu können, wären sinnvolle Angebote

Die junge Generation ist in ihren Anforderungen und Erwartungen an Banken anspruchsvoller. Darüber hinaus ist sie wechselwilliger und wechselbereiter. In Sachen Zeit, Kosten und Bequemlichkeit werden höchste Ansprüche gestellt. Eine intensive und tiefe Auseinandersetzung mit Finanzthemen wird bei der Mehrheit schwer zu erreichen sein, da diese- ihre ohnehin immer knapper bemessene Zeit lieber in Hobbies, interessantere und relevanterer Themen oder die Pflege sozialer Beziehungen investieren.

Wenn junge Menschen überhaupt noch die Bankfiliale besuchen sollen, dann wird sich diese vollständig verändern müssen. Mehr Self Service oder Banking on the go Angebote werden nötig werden. Die Ausstattung und Einrichtung von Filialen wird sich verändern. Neue erweiterte Nutzungsmöglichkeiten werden gefordert.  Es gibt nicht mehr nur einen Filialtyp sondern gleich mehrere. Die eigentliche Dienstleistung der Bank rückt in den Hintergrund und findet im Separee statt.

Junge Generationen sind Multi Kanal User. Sie nutzen den jeweils für sie bequemsten, einfachsten und schnellsten Weg, um ihre Bankgeschäfte zu erledigen. Dabei werden die Kanäle nach Belieben gewechselt: Manche Produkte und Services werden vollständig Online in Anspruch genommen, für manche zusätzlich oder auch ausschließlich auf die Filiale zurückgegriffen.  Eine besondere Bedeutung hat schon heute das Mobilgerät, welches sich in den letzten Jahren fast schon zu einem Körperteil des Digital Natives entwickelt hat. Es ist die überall und immer vorhandene Verbindung zu den Freunden, Bekannten und Familien Mitgliedern und auch die Unternehmen werden, beispielsweise über mobile soziale Netzwerke immer stärker zum Teil des täglichen Lebensnetzwerkes (dies ist die Herausforderung), wenn sie sich an die von den Verbrauchern oder in diesem Fall Handy Nutzern definierten Regeln halten

94 % der jungen Menschen haben ein Mobiltelefon und dieses wird für alle möglichen Anwendungsgebiete eingesetzt. Immer mehr Menschen können sich vorstellen auch alle anderen Medien über das mobile Endgerät zu nutzen.

Darüber hinaus vertrete ich die These, dass wir es mit einer Generation sozialer Menschen zu tun haben, die lieber mit anderen Menschen kommunizieren, interagieren und kooperieren, als sich passiv vor das Fernsehgerät oder das Radio – also die Medien der Generation X – zu setzen. So nutzen 72 % der jungen Menschen soziale Netzwerke, um zusammen mit Freunden Spaß zu haben. Beachten Sie bitte das Wort Freunde. Eine freundschaftliche Beziehung ist etwas anderes als eine Kundenbeziehung. Wenn ein Internetnutzer auf der Facebook Seite einer Bank den gefällt mir Button klickt, dann nicht weil er eine emotionale und freundschaftliche Beziehung zu Ihnen aufbauen möchte. Er wird an der Regel an Gewinnspielen, kostenlosen Angeboten oder für ihn interessanten Veranstaltungen interessiert sein. Banken sind langweilig. Die Produkte sind langweilig. Und häufig sind die Mitarbeiter auch nicht besonders aufregend. Sie sind keine beliebten und coolen Marken, sie bieten keine spannenden Erlebnisse. Sie buhlen vergeblich um die Aufmerksamkeit und knappe Zeit der Millennials. Können Banken geliebt werden, können sie eine geliebte Marke sein? Nicht mit dem was sie heute tun und anbieten. Und dann ist da noch die oftmals verstaubte und angekratzte Vergangenheit, die einerseits den Verantwortlichen in der Bank im Wege steht und andererseits nicht aus den Köpfen der jungen Generation zu entfernen ist.

Wie kann eine Bank Social Media nutzen und wie kommt sie auf das mobile Endgerät des jungen Kunden. Ich denke es geht nur mit absoluter Zurückhaltung. Banken müssen sich unsichtbar machen. Sie dürfen nicht aufdringlich sein und nicht vergeblich versuchen die Herzen der jungen Generation zu erreichen. Banking ist eine Commodity. Deshalb müssen die Banken hilfreich sein. Sie sollten über soziale Medien als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Sie sollten mehr über die jungen Verbraucher in Erfahrung bringen und auf der Basis des entstehenden Wissens, individuelle Lösungsstrategien entwickeln. Sie sollten vorsichtig fragen, ob sie helfen können und vor allem einfache und unaufdringliche Produkte, Services und Tools anbieten, die es ermöglichen die finanzielle Situation selber im Griff zu behalten.

Banking ist keine Kunst mehr. Die Banklizenz ist einer der letzten verbliebenen USPs. Die einzige Chance besteht darin:

  • herausragende Kundenerlebnisse zu bieten,
  • langfristige soziale Beziehungen aufzubauen,
  • ein hilfreicher und nützlicher Partner darzustellen,
  • aber überwiegend unsichtbar im Hintergrund zu bleiben,
  • über die von den Kunden gewünschten Medien und Kanäle schnell und einfach erreichbar zu sein,
  • einfache an Kundenwünschen orientierte Produkte zu entwickeln,
  • nicht überheblich und schulmeisterlich aufzutreten,
  • sich mit starken Marken zusammen zu tun oder neue Marken(Unternehmen) zu gründen,
  • junge Entscheidungsträger ins Boot zu holen,
  • die Zielgruppe wirklich aktiv einzubinden,
  • sich von der Vergangenheit zu lösen,
  • sich auf das zu konzentrieren was man wirklich gut kann,
  • menschlich zu sein,
  • hilfreich zu sein,
  • nicht aus Widersprüchen zu bestehen
  • die Mauern und Fassaden abzureissen
  • junge Mitarbeiter einzustellen, die ihre Alltagswerkzeuge uneingeschränkt nutzen dürfen

Damit der Beitrag an dieser Stelle nicht zu lang ist verweise ich auf einen zweiten Teil, den ich aber erst noch schreiben muss. Es geht dann um

den zweiten Aspekt. Was erwarten die Generation Y von einer Bank als Arbeitgeber.

Datenquellen und Quellen der Inspiration:

studie go Smart: 2012: always in touch otto group. google.tns infratest.trendbüro

studie mepublic – globale studie on social media youth – mtv networks

Außerdem die folgenden Blogs:

http://www.mobileyouth.org/

http://millenialmarketing.com

http://bank2book.wordpress.com

http://thefinancialbrand.com/

Freue mich auf und über Meinungen, Hinweise und Kritiken. Vielen Dank

 

 

 

 

 

 

 

 

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Tränende Augen bekomme ich,


wenn ich diesen aus Deutschland stammenden Versuch jungen Menschen mehr Finanzbildung zu vermitteln:

http://www.max-manni.de/

mit diesem aus Australien stammenden Versuch, vergleiche:

https://coinland.com.au/

Nun hinkt dieser Vergleich sicherlich. Hinter dem einen Versuch steht eine Stiftung (QFZ Stiftung) . Hinter dem anderen Versuch eine große australische Bank. Allein in der Höhe der zur Verfügung stehenden Budgets dürften damit erhebliche Unterschiede bestehen. Damit ist die Bank natürlich auch abhängiger und muss eine entsprechende Marketing Botschaft übermitteln. Wobei die Plattform coinland selber schon die Botschaft ist: Man muss jungen Menschen helfen, spielerisch Finanzthemen zu erlernen, damit sie schon früh die Kompetenz erwerben, sich persönlich um die eigenen Finanzangelegenheiten kümmern zu können.

Eine Systemfrage

In Deutschland ist das Bildungssystem anders aufgebaut. Wenn Unternehmen in Sachen Bildung unterwegs sind, gilt das – beim eher misstrauischen deutschen Durchschnittsbürger – gleich als verdächtig. Deshalb sind in der Regel Schulen, Verbände und eben Stiftungen für die notwendige Kompetenzvermittlung verantwortlich bzw. fühlen sich berufen, was ich ehrlich gesagt – angesichts eines nur schlecht mit finanziellen Mitteln  ausgestatteten und stark verknöcherten Bildungssystems – nicht ganz verstehen kann. Die Unternehmen müssen hier mehr Verantwortung übernehmen und dürfen sich nicht auf die Zulieferungen des staatlichen Bildungssystems verlassen. Dafür muss man dann auch mal Geld in die Hand nehmen.

Kann man so Kinder erreichen?

Außerdem ist es wichtig die Zielgruppe auch richtig anzuprechen und die Medien und Werkzeuge dieser Generation zu verwenden. Und mal ganz ehrlich – auch wenn Max, Manni und Moneten sicherlich einen guten Ansatz darstellt und zumindest youtube verwendet wird – so wirkt die Internetseite doch wie aus einer längst vergangenen Zeit. So etwas kann man heute selbst Kindern nicht mehr vorsetzen. Pädagogische Konzepte genügen nicht, um die Zielgruppe zu erreichen. Wie wäre es denn, wenn man diese einfach zur Weiterentwicklung einbeziehen würde. Vielleicht findet sich ja auch noch eine große Bank, die es besser macht oder die Aktion ganz einfach unterstützt.

QFZ steht übrigens für “Qualität schafft Zukunft”

Oder wie sehen Sie das

So klingen Banken leider noch nicht (Teil VIII)


Im November

Wenn es kälter, häufig neblig und in der Regel feuchter wird, ist seelische Schwere und Melancholie erwünscht. Doch auch wenn die Blätter fallen und dann ja noch der kalte Winter kommt, keimt schon die erste Vorfreude und Hoffnung auf den Frühling.

Vielleicht klingen die Banken im kommenden Frühling also so wie Madsen es hier besingen.

Gestern

War übrigens Reformationstag. Der Tag mit den 95 Thesen. Der ein oder andere wird sich trotz der kommerziellen Erfolgsgeschichte von Helloween noch daran erinnern.  Martin Luther war es, der die rund um die Buchdruckkunst entstandende technologische Revolution, zur gesellschaftlichen Revolution machte. Klaus Jarchow ist der Meinung, dass heute eigentelich alles so ist wie vor 500 Jahren. Nur der Luther fehlt noch.

Lesen Sie dazu seinen sehr inspirierenden Artikel Luther2.0 in der GDI Impuls Nummer 3 2010. Erhältlich in jedem gut sortierten Zeitungskiosk oder als Abo. Oder besuchen Sie seinen Blog www.stilstand.de. Der erste November ist ja noch nicht vorbei

Ein solcher Luther 2.0 könnte auch die Voraussetzung für den Durchbruch von Social Banking sein, denn erst, wenn Social Banking die Vorsilbe “Social” nicht mehr braucht, ist das Ziel vor Augen.