2014: Ein Meer voller Fragen


Kopfüber ins Meer

Wieder sind zwölf Monate vorbei und mit einem Meer voller Fragen gehen wir in das neue Jahr. Schon Karl Popper hat geschrieben, dass alles Leben Problem lösen ist und nicht zuletzt aus der Medizin wissen wir, dass jede vermeintliche Lösung neue Risiken und Nebenwirkungen mit sich bringt. Jede beantwortete Frage wirft somit auch schon die nächste Frage auf, wagen wir uns also in das nächste Fragenmeer. Mal sehen, wo wir wieder aus dem Wasser steigen.

Zum Abschluss dieses Jahres noch einige ganz interessante News aus der Finance 20 Welt und eine Ankündigung in eigener Sache, bevor ihr die Korken und Raketen knallen lassen oder die “Jahres”tränen der Rührung vergießen könnt. Bezüglich der Raketen eine kleine Bitte: “Investiert das Geld sinnvoller”.

Finance News

Nicht gerade eine Revolution, aber ein ganz nützliches Tool. Mit Revolution Credit kann man seinen finanziellen IQ verbessern. Dafür muss man nur einige Fragen beantworten im Gegenzug gibt es Belohnungen. Das nennt man dann wohl Gamification. Banken sollen übrigens auch davon profitieren und wichtige Hinweise für die Kreditvergabe erhalten.

http://www.revolutioncredit.com/

Mit coinding finden nicht nur die Kleinen einen einfachen Einstieg in die bitcoin Welt und wer weiss wofür es gut ist? Vielleicht sind bitcoins einmal alles was uns bleibt. Das mobile Spiel funktioniert ganz  einfach, mit dem Smartphone als coin – Magnet kann man bitcoins sammeln, während man spielt, sich bewegt oder einkauft und erhält gleichzeitig Tipps, wie und wo man diese ausgeben kann. Spielerisch zum bitcoin Propheten werden.

http://www.coinding.com/

Wealthminder ist ein weiterer PFM Dienst, der aber nach dem Prinzip eines Navigationsssystem aufgebaut ist. Sozusagen ein Wohlstands GPS. Der Nutzer legt einen Ausgansort fest, wählt eine Route, sagt wie er dorthin kommen möchte und erhält wichtige Inputs um seinen Weg korrigieren zu können. Es werden mehr als 100 Finanzinstitutionen unterstützt. Möglicherweise ein ganz spannender Ansatz für den Private Banking Bereich.

http://www.wealthminder.com/how-it-works/

Alles Neu in 2014. Der neue Blog ist da

Unter www.financezweinull.de findet ihr ab sofort meinen neuen Blog. Nun endlich selbst gehostet. Ab Mitte Januar wird dann auch die alte URL www.finance20.de auf den neuen Blog verlinken und der alte Blog wird eingestampft. Leider ist es mir beim Umzug nicht möglich gewesen alle Abonnenten meines Blog mit rüber zu nehmen, deshalb möchte ich Euch bitten mir gewogen zu bleiben und auch die Beiträge meines neuen Blogs ebenfalls zu abonnieren. Vielen Dank

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch in das neue Jahr und für 2014 alles Gute. Bleibt mir gewogen

electr(o)fying banknews


WATCHES

Vor einigen Monaten habe ich erstmals über die Bedeutung von Smart Watches für Banken und die Bankdienstleistung geschrieben. Ich halte “Watches” für eine größere Herausforderung als “Glasses”. Die Artikel tragen den Titel

Neue Herausforderung für Banken: Smart Watches

Die Bank am Handgelenk

Nun ist es also  passiert. Hier ist es

Das erste “smartwatch banking”. Die Australian St George Bank entwickelt die erste banking App für eine smartwatch.

http://www.bankfutura.com/2013/10/smartwatch-banking/

Die Chance eine eigene Bank – Smartwatch zu entwickeln ist also noch da

FINANCE20 KONFERENZ

In der Schweiz gibt es nun eine Finance 2.0 Konferenz. Leider konnte ich der Einladung zur Teilnahme nicht folgen. Also muss ich die diversen Blogs durchforsten, um herauszubekommen, welche spannenden Themen dort besprochen wurden. Einem Artikel der Schweizer Computerworld zufolge tut sich die Schweiz vor allem noch schwer mit dem Social Banking, der Artikel meint damit in erster Linie Banklösungen und -angebote, die mobile Technologien und das soziale Internet nutzen bzw. einbeziehen. Auf der Konferenz bot sich nun für die etablierten Banken die Chance eine Nachhilfestunde zu nehmen. Ändern wird dies wahrscheinlich wenig, denn Nachhilfestunden bekommen ja alle Banken, in fast allen Nationen zu allen möglichen Gelegenheiten nicht nur auf Konferenzen  sondern auch in den Medien und vor allem im Internet. Geholfen hat es bisher wenig. Nimmt man mal einige wenige besonders innovative Player wie die Fidorbank, BBVA, ING, Citi, Barclay, mbank, Alior Sync aus. Erwähnen – das sei hier erlaubt – möchte ich auch die Volksbank Bühl, für welche die jetzt schon vollzogenen Innovationen ungleich schwerer zu erreichen waren, als für die eben genannten Unternehmen, zumal Innovation sich nicht auf Technologie beschränken lässt.

Ganz so unbeleckt sind die Schweizer übrigens nicht. Immerhin gibt es die Next Generation Finance Invest von Marc Bernegger, die in innovative Finanz startups investiert. Bernegger nannte  in dem Artikel auch gleich die Gründe, weshalb sich die Schweiz in Sachen Finance 2.0 noch ein wenig schwer tut:

 Als Gründe für die aktuelle Zurückhaltung hierzulande sah Bernegger die vergleichsweise geringe Verbreitung von Social Media im professionellen Umfeld und die Zurückhaltung bei den Verbrauchern. Auch die Regulierung bilde eine hohe Hürde für den Markteintritt.

 Schweiz tut sich schwer im Social Banking (computerworld.ch)

Ein HERZ ÖFFNET VIELE TÜREN

In einer Welt voller LogIn Zwänge und knackbarer Passwörter wird das Gefühl von Unsicherheit und der Wunsch nach mehr Sicherheit virulent. Die Zivilisation schafft mit jedem scheinbar gelöstem Problem mindestens ein neues Problem. Wer kann uns Sicherheit bieten? Sollte Sicherheit nicht gerade auch ein Angebot der Banken sein, vielleicht der Strohalm auf der Suche nach einem Mehrwert und einer Bestandsgarantie?

Nur warum kommen dann die wirklich beeindruckenden Ideen mal wieder aus einer anderen Richtung. Zum Beispiel ein Armband, das dafür sorgt, dass wir uns mit unserem Herzschlag identifizieren können. Deshalb get Nymi

Mehr bei Slidehare: http://www.springwise.com/wristband-replaces-keys-passwords-users-heartbeat/

THE GREAT HOLVI

Holvi ist ein wirklich beeindruckendes banking start up. Das Prinzip des “Holvi – bankings” ist einfach erklärt. Man fügt dem banking einfach den Kontext hinzu, in welchem es sich bewegt: Also den Menschen um uns herum, den Kundenwünschen, -bedürfnissen, – und Aufträgen, den Bildern, den Orten. Außerdem verfolgt man das Ziel interaktiver, dialogischer und mehr aktiverender als Banken zu sein.

Aber lesen Sie selbst das Interview mit Holvi Gründer Kristoffer Lawson im moneymakermagazin

Auch Fußballvereine machen jetzt crowdfunding

Und zwar der Hamburger SV. Nicht weil man einen Spieler braucht, aber weil die gute Tat eben auch für gutes Image sorgt. Komisch eigentlich dass Fußballvereine hier klüger als Banken sind.

Info Beitrag auf Sat 1 regional

Banken und die “collaborative Economy” (Teil 1)


Banken und die "collaborativve Economy"Ein Wirtschaftssystem in dem Eigentum und Zugang zwischen Menschen, Startups und Unternehmen geteilt wird, das ist die Collaborative Economy. Einem solchen Wirtschaftsmodell nähern wir uns gerade an und diese Entwicklung wirft vor allem für die klassischen, etablierten und nicht digitalen Unternehmen einige Fragen auf. Nach Social Media und der Demokratisierung von Information und Interaktion, werden nun auch Produkte und Dienstleistungen geteilt und Unternehmen, welche dieses Teilen organisieren, gewinnen an Bedeutung mit entsprechenden Konsequenzen für Unternehmen, deren Geschäftsmodelle darauf ausgerichtet sind.

Nun ist das Teilen unter Menschen keine neue Entwicklung und keine Errungenschaft der Digitalisierung. Teilen ist  – so schreibt GDI Forscherin Karin Frick in der aktuellen  Ausgabe der GDI – Impuls – das Fundament menschlichen Zusammenlebens. Wir haben das Teilen mit der Zunahme unseres Wohlstandes ganz einfach verlernt (vielleicht ist uns auch systematisch entlernt wurden?) und durch den einsamen Konsum, der uns nicht nur vereinsamt sondern auch von unseren sozialen Verbindungen entfremdet, ersetzt. Das nun die kollaborative oder teilende Ökonomie entsteht, hat verschiedene Gründe. Diese sind sozialer, ökonomischer und technologischer Natur.

Was die kollaborative Ökonomie treibt

In vielen Volkswirtschaften verschlechtern sich die ökonomischen Verhältnisse. Die bisherige Unvereinbarkeit von wachsenden Volkswirtschaften und dem gleichzeitigen Schutz und  Erhalt des Ökosystems in Verbindung mit einer weiter wachsenden Weltbevölkerung führen bei vielen, vor allem den jüngeren über soziale Medien weltweit vernetzten, Menschen zu neuen Denk- und Verhaltensweisen, die durch neue Technologien erst ermöglicht werden.

Teilen, Nachhaltigkeit, eine andere Einstellung zu und andere Erwartungen an Unternehmen und Marken stehen auf der Tagesordnung. Jüngere Generationen entwickeln auf der Suche nach Verortung, Zugehörigkeit und Identität andere Ideen vom zusammen leben und der Organisation von Arbeit und Zusammenarbeit. Viele Unternehmen entstehen nicht  nur, um dem Gründer und seinen Mitarbeitern ein Einkommen zu sichern sondern auch  weil die Gründer eine andere Vorstellung von Ökonomie haben und den etablierten Unternehmen zeigen möchten, dass wirtschaften nicht unbedingt aus Raubbau an Natur und Mensch, Egoismus und rücksichtslosem Profitstreben bestehen muss.

Die Ökonomie der Zukunft könnte wieder eine Ökonomie des Teilens werden, die – so schreibt Karin Frick – den Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken und suffiziente Verhaltensweisen fördern werde. Die Geschäftsmodelle der „collaborative Economy“ stellen dabei eine Herausforderung für die alte Ökonomie dar. Natürlich auch für Banken

Die Altimeter Group spricht von einer nicht mehr aufzuhaltenden Bewegung und hat ca. 200 Unternehmen der Sharing Economy genauer betrachtet. Im Banken Markt sind dabei Trends wie crowdfinance, p2p lending und auch Social Banking zu erkennen, bei denen Banken als Mittelsmann ersetzt werden, bzw. dort wo es regulatorisch noch erforderlich ist, in den Hintergrund gedrängt werden. Als herausragendes Beispiel nennt die Altimeter Group lending Club, die inzwischen mehr als 2 Milliarden Dollar an Krediten vergeben – sagen wir besser- vermittelt haben. Auch weiß die Altimeter Group von ersten Banken zu berichten, die zumindest in Kooperation mit Unternehmen der kollaborativen Ökonomie getreten sind. Zum Beispiel citi:

http://citibikenyc.com/

Die Säulen der kollaborativen Ökonomie

Die Geschäftsmodelle der Unternehmen der collaborative Economy beruhen auf drei Säulen, die teilweise einzeln und teilweise auch in Kombination vorkommen. Diese Säulen sind:

  • Company as a service
  • Motivate a Marketplace
  • Provide a Platform

Um die Bank als Servicedienstleister zu verstehen bzw. zu betreiben gilt es auf die Tatsache zu reagieren, dass Verbraucher verstärkt Zugang zu Produkten und Dienstleistungen wünschen, ohne diese zu besitzen. Unternehmen müssen also die Beziehung zum Verbraucher verändern und neue Leistungen wie die Möglichkeit zum Mieten, zum Abonnieren oder kurzfristigem Leihen anbieten.

Beim zweiten Modell “Motivate a Marketplace” geht es darum einen Marktplatz zu managen oder zu organisieren, den man nicht mehr selber besitzen kann. Das Ziel besteht also darin den Menschen dabei zu helfen, die erwünschten Aktionen untereinander abzuwickeln. Man könnte also sagen sich selbst zu helfen und der aufmerksame Genossenschaftsbanker sollte an dieser Stelle aufhorchen. Für die Bank geht es dann also darum in einen Marktplatz einzusteigen, der sich in der Sharing Economy bereits entwickelt hat bzw. sich gerade entwickelt.  Hier gibt es eine Menge von Aktivitäten, die auch die Bank als Betätigungsfeld prüfen könnte. Es geht grundsätzlich um die Weiterveräußerung von Produkten, Mitinhaberschaft, der Tausch von Waren, die Kreditvergabe oder auch die Förderung gegenseitiger Schenkungen. Gerade in ländlichen Regionen wird der Bedarf nach dieser Art von Marktplatz wachsen.

Und schließlich – in der dritten Phase – kann das Unternehmen oder die Bank eine Plattform anbieten, welche das Ziel verfolgt die eigenen Kunden bzw. die Verbraucher zu stärken und diese dazu führt zukünftige Produkte und Services selbst zu erstellen. Stichworte wären: Kollaboration, Cofunding, Cobuilding, Codesign, Coselling, CoRevenue Sharing usw.

Ende Teil 1

Lesen Sie am Montag den zweiten Teil: WAS BANKEN TUN KÖNNEN

Darf ich vorstellen: Der Banker Klaus


Den Banker Klaus gibt es nicht. Er ist meiner Phantasie entsprungen. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder vielleicht verstorbenen Personen ist natürlich ein Zufall und nicht beabsichtigt.

Der Banker Klaus – den es nicht gibt – ist Vorstand einer Bank – die es nicht gibt. Diese Bank – ich nenne sie der Einfachheit halber Klaus Bank – soll 100 Jahre alt sein. Die Zeiten waren – so ist das nunmal im Leben eines Menschen und auch im Leben von Unternehmen – wechselhaft. Es gab gute und es gab schlechte Zeiten. Weltkriege wurden überstanden, Währungsreformen, Wirtschaftskrisen der Tod von Elvis Presley, denn der Klaus ist  -damit er auch ein private Seite Bekommt – Elvis Presley Fan, was schon in den Siebzigern, als Klaus seine große Zeit hatte, schon nicht mehr so richtig modern war. Aber der Klaus ist ja auch konservativ und Sicherheit ist für ihn sehr wichtig. Das hat er gelernt in einer von 2 Weltkriegen und zwei totalitären Systemen geprägten Gesellschaft.

Jetzt geht er bald in Rente. 3 oder 4 Jahre muss er noch und da macht er sich Gedanken wie es weiter geht mit seiner Branche, die in den letzten 15 Jahren immer schneller zu werden scheint. Erst kam das Internet und dann auch noch die Bankenkrise. Vom Euro wollen wir gar nicht sprechen. Und in sein Haus – also in die Bank – kommen immer weniger Leute. Aber sehen Sie selbst was Klaus sich so denkt!

Tanz den Mai und ein wenig Banking


Wenn die Gedanken nicht richtig fließen, mir also mal so absolut nichts einfallen will, dann muss die Musik herhalten. Einerseits zum Entspannen. Andererseits um einen regelmäßigen “Blogging”-Rhytmus einzuhalten. Denn schließlich bin ich ja nicht nur der “finance20uncle” sondern auch der electrouncle. Hier also 10 Songs, die man sich in diesem Mai mal anhören sollte:

1. Working Class Hero von John Lennon

2. Working von Nina Kraviz

3. Levi Stubbs Tears von Billy Bragg

4.Babylon von David Gray

5. The times they are a changing von Bob Dylan

6. The compete Banker von The Divine Comedy

Im Mai immer bei mir auf der Playlist

7. Forest Fire  von Lloyd Cole

Aktuell wieder in den englischen Charts

8. Together in electric dreams in der Version von Philip Oakey und Giorgio Moroder

9. Midnight Express von Himan mein Elektro Goodie des Monats

10.Der Turm stürzt ein von Ton Steine Scherben darf im Mai natürlich nicht fehlen

Wer jetzt noch was über Banking hören möchte:

Das mobile Payment Rennen in Großbritannien wird spannender. O2 ist offensichtlich mit dem bisher attraktivisten Angebot auf den Markt gekommen. Das meint zumindest Chris Skinner. Let the mobile wallet wars beginn

Mit WIkifolio gibt es einen Neuzugang im deutschen Finance20 Markt. Das Angebot erinnert ein wenig an etoro. Menschen können in Aktien investieren, indem sie erfolgreichen Handelsstrategien, sogenannten wikifolios Folgen können. Demnächst mehr

Am 04. Mai kann man mich übrigens auf der co funding Konferenz in Berlin treffen. Am 09. Mai darf ich auf der Euroforum Konferenz Baufinanzierung etwas zu Social Media erzählen und ich habe doch tatsächlich eine Anwendung für Pinterest gefunden.

In diesem Sinne. Bitte Musik hören. Geht auch auf der Republica 2012

Finovate 2012: Der erste Eindruck


Am 07.02.2012 fand in London die zweite Finovate Europe statt. Hier mein erster Eindruck von der Veranstaltung. Mehrere Blogbeiträge hierzu werden folgen.

Meine Eindrücke im Videoformat

Meine Eindrücke in der Zusammenfassung

Das Format

  • 35 Teilnehmer
  • 4 Demo Sessions
  • Jeder Anbieter hat 7 Minuten Zeit um seine Idee vorzustellen
  • Kein Power Point. Nur live Präsentationen

Gewinner Best of the Show

etoro  

Nennt sich Social Trading. Man kopiert die Trades erfolgreicher Trader. Wirkt aber wie ein Tool zur Verlängerung der Finanzkrise.

http://www.etoro.com/

Cardlytics

Transaction Driven Banking. Meint Targeted Advertising im Banking. Überzeugt durch einfache Anwendbarkeit für die Werbetreibenden und Banking. Sie erhalten Rabatte und Coupons von großen Marken direkt im Banking und die Marken können hiermit das Kaufverhalten beeinflussen. Auch lokale Händler oder Banken könnten dies nutzen

http://www.cardlytics.com/Advertisers/WhyBanking.aspx

Nutmag

http://www.nutmeg.co.uk/

Sehr intuitiver und optisch gelungener Online Investing Manager. Einfaches und verständliches Persönliches Finanzmanagement orientiert an definierbaren Zielen. Führt den Anwender über einfache Fragen und Antworten und drückt sich klarer aus als die meisten Berater

Dynamics

Intelligente und sichere Kredit- und Geldkarten. Aber wer braucht noch Karten?

http://www.poweredcards.com/

Meine Favoriten

Nutmag

siehe oben

Backbase

Portal Software der nächsten Generation. Setzt auf vorhandene Systeme auf und ist für jedes gerät individuell gestaltbar. Ermöglicht zudem jedem Bereich einer Bank sich auf Ihre Kernkompetenzen zu kritisieren. Sagen wir es so: Techniker können sich auf Technik, Vertriebler auf Vertrieb und Marketer auf Marketing konzentrieren.

Gewaltig.

Demnächst mehr

http://www.backbase.com/

Holvi

Gefiel mir vor allem wegen der etwas anderen Banking Philosophie, welche sich auch im individuellen Auftreten des Referenten aus Finnland zeigte. Holvi macht so etwas wie ein Group Banking für soziale Organisationen. Insofern auch ein Hauch von “Social Banking”. Was mir ebenfalls sehr gut gefiel, war das reduzierte Design und die Aufteilung des Screens in Soll und Haben in direkter Gegenüberstellung. Hierzu auch mehr in einem späteren Blockbeitrag.

https://holvi.com/

Themen und Trends

  • Personal Finance Management
  • Mobile Payment
  • Tablets + Smartphones
  • Online Identitätsmanagement
  • Social Media Integration in Online Finance Prozesse

Worst of the Show

  • Das Essen

Sympathie Punkte für

Etronika

Online Banking durch Gesten und Sprache gesteuert. Sinnvoll für das Online Banking im Wohnzimmer zum Beispiel mit dem Smart TV. Allerdings noch nicht so gut wie “Just Dance” auf der Playstation

http://www.etronika.lt/#2

Dynamics

Für den selbstbewusstesten und verkäuferischsten Auftritt

Und hier geht es zur Finovate Seite

Mal eben noch nach vorn schauen: 14 Erwartungen für 2012


Das Jahr liegt auf dem Sterbebett. Schauen wir mal kurz nach vorne. Was kommt auf die Banken im Jahr 2012 zu?
1. Finanzkrise 
Leider werden nicht nur die guten Filme oder Fernsehserien fortgesetzt. Das gilt offensichtlich aber auch für das reale Leben. Ist das noch das reale Leben? Auch im nächsten Jahr wird uns die Finanzkrise voll im Griff haben. Vielleicht wird alles sogar noch schlimmer und dann könnte es passieren, dass die Banken auch mal selber darunter leiden müssen.
2. Mehr Regeln
Der Finanzkrise sei Dank. Im nächsten Jahr wird es noch mehr neue Regularien für Banken geben. Das Geschäft wird nicht einfacher. In jedem Fall sind Gesetze und Regeln genau zu studieren. Der bürokratische Aufwand wird steigen. Ob der Verbraucher davon profitieren wird, ist noch nicht abzusehen. Neue Regeln werden Banken aber noch vorsichtiger machen. Was wiederum nicht darauf hindeutet, dass Banking einfacher und für Menschen nachvollziehbarer wird.
3. Mehr Social Media
Dennoch werden Banken natürlich mehr in Social Media investieren, denn die ein oder andere Bank hat  gemäß des Lemminge Prinzips noch etwas aufzuholen. Ob es im nächsten Jahr aber noch ausreicht einfach nur dabei zu sein. Und ob immer mehr Social Media nutzende Konsumenten wirklich ihre Aufmerksamkeit auf die Socal Media Aktivitäten von Banken richten werden? Es gibt einige Umfragen, die daran zweifeln lassen.
Und die Werbeagenturen und Berater werden ebenfalls alles dafür tun, die Banken auf den Social Media Pfad zu setzen. Ist doch schön, wenn man ausnahmsweise mal Geld von den Banken bekommen kann.
4. Mindestens ein großer Shitstorm
Ich möchte es ja nicht beschreien. Aber eine Bank oder Bankengruppe wird es im nächsten Jahr erwischen. Es wird einen Shitstorm geben, der nicht auf das Internet begrenzt bleibt und der nicht nur den Social Media Gurus auffallen wird. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Unzufriedenheit der Verbraucher im nächsten Jahr sinken wird. Eine Verschärfung oder Fortsetzung der Finanzkrise, eine stagnierende Wirtschaft und der Verlust an Persönlichkeiten, die noch Ideale und Werte authentisch vorleben und kommunizieren können, bereiten die Basis. Mehr Social Media Nutzung und zu viel Social Media Marketing oder nicht authentische und isoliert gedachte Kampagnen werden der Auslöser sein. Auf manchen Social Media Seiten von Banken geht es ja jetzt schon recht hoch her.
5. Mobile Payment
Nein es wird da keinen Durchbruch geben. Die Deutschen bleiben skeptisch und vielleicht ja sogar ängstlich und die Wahrscheinlichkeit, dass schon im nächsten Jahr ein Unternehmen kommt, welche die Sicherheits Bedenken der deutschen Bürger durch eine herausragende Steigerung der Bequemlichkeit beim Zahlungsverkehr vom Tisch wischt, ist sehr gering. Zumal ja nicht der Verbraucher allein über das Wohl und Wehe des mobilen Payments entscheidet.
Aber im nächsten Jahr werden sich alle Banken intensiver mit dem Thema beschäftigen. Viele werden an Karten denken. Einige an das Smartphone. Den ersten größeren Pilotversuch erwarte ich in Deutschland aber eher von einem Telekommunikationsunternehmen. Die Telekom Tochter Coupies stattet ja demnächst erste Gechäfte mit NFC Lesegeräten aus. Zwar noch nicht zur Zahlungsabwicklung. Aber da ist der Weg ja nicht mehr so weit. Die google wallet wird wohl in Großbritannien starten. Paypal ist ja gerade in Schweden sehr aktiv.

6. Mehr Realitätsverleugnung

Manche Dinge möchte man ja eigentlich nicht wahr haben. Zum Beispiel die disruptive Kraft des Internets. Da denkt man schnell, dass Menschen immer in eine Filiale möchten, um Bankprodukte abzuschließen und immer einen Menschen von Angesicht zu Angesicht sehen müssen, um Vertrauen aufzubauen. Es ist aber auch nicht so einfach kulturelle Veränderungen anzunehmen. Vor allem wenn in den letzten Jahrzehnten scheinbar alles gleich geblieben ist. Schon die Kutscher konnten sich nicht vorstellen, mal ein Taxi zu fahren. Und je näher die großen Veränderungen kommen, desto stärker umfasst man den Strohhalm der Vergangenheit. Also Augen zu und durch.

7. Mehr Starre

Und wer nicht mehr weiter weiß, der beginnt oft zu erstarren. Ich erwarte deshalb eigentlich weniger Innovation und keine Aufbruchstimmung sondern das Warten auf den Tod. Das klingt jetzt sehr hart. Aber wie bekommt man eine 180 Grad Wende hin und wie reagiert man auf junge, innovative und disruptiv ausgerichtete Unternehmen und deren Tempo. Möglicherweise kommt die Revolution durch Technologie. Zwar ohne Masterplan. Aber hat jeweils eine Revolution solche Veränderungen hervorgerufen, wie wir sie heute erleben. Wir müssen das Internet doch inzwischen als ein Grundbedürfnis und als einen wesentlichen Pfeiler der Demokratie bzw. der Zukunft der Demokratie begreifen. Es ist doch klar, dass Tim Benzko keine Worte dafür hat. Es gibt sie eben noch nicht.

8. Mehr Klagen

Kurz vor der endgültigen Erstarrung kommt häufig noch das Prinzip der Klage. Man versucht die neuen Wettbewerber und die Veränderungen durch entsprechende juristische Maßnahmen in den Griff zu bekommen. Hier sehe ich im nächsten Jahr durchaus noch Einiges auf uns zukommen. Kann aber auch sein, dass dies bis 2013 dauert. Andere Branchen haben diese Phase schon lange erreicht

9. Mehr Politik

Manchmal reicht es auch schon aus eine gewisse Nähe zu Institutionen aufzubauen, welche wesentliche Rahmenbedingungen für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft setzen. Insofern werden wir auch in den nächsten Jahren viele politische Aktivitäten und natürlich auch viele neue Verstrickungen und Beeinflussungen erleben. Das könnte noch ein wenig Zeit bringen

10. Mehr Cloud

Cloud Computing wird die Banken umtreiben. Hier liegen doch einige Möglichkeiten für Kosteneinsparungen verborgen und eventuell auch neue Geschäftsmodelle. Allerdings spielt auch hier das Thema Sicherheit eine große Rolle

11. Weniger Filialbesuche

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie 2012 mehr Besucher in Ihren Filialen erwarten dürfen. Falls ich mich geirrt habe, senden Sie mir eine Mail

12. Mehr Verlust an Vertrauen

Der Vertrauensverlust geht weiter. Ob er Konsequenzen hat, bleibt abzuwarten. Wobei nicht jeder der seiner Bank noch vertraut, ist auch bereit bei dieser Bank zu bleiben. Der Kunde vertraut ja in der Regel ohnehin nur seinem Berater oder Kundenbetreuer und nicht der Bank. Da sich Vertrauen aber insgesamt verändert und sich Vertrauen ja eigentlich auch nie wieder richtig herstellen lässt, wird ehrliche, authentische und Kunden orientierte Arbeit nächstes Jahr sehr hoch auf der Agenda stehen. Veränderung könnte da hilfreich sein.

13.Mehr Non Banks

Noch mehr Finanz Angebote von Unternehmen, die keine Banken sind. Die Telekommunikationsunternehmen könnten beispielsweise im nächsten Jahr Gas geben. Das ein oder andere kleinere Start up könnte in den Markt eintreten. Und die Aktivitäten der großen Internetunternehmen werden auch für Banken spürbarer werden. Ja auch in Deutschland, der Insel der Glückseligen

14. Personal Finance Management

Wenn kleine Apps wie Finanzblick HD schon in der Lage sind einen durchschnittlichen Bankkunden in Begeisterungsstürme ausbrechen zu lassen, ist voraussehbar, dass Personal Finance Management ein Angebot sein wird, über welches sich die Kunden sehr freuen würden. Auch wenn sie dies in Umfragen nicht sagen, weil sie es ja nicht kennen und nicht abschätzen können, welche Vorteile sie dadurch hätten. Die Banken werden sich deshalb damit beschäftigen, sonst kommt ein Anderer und macht es.

Und was habe ich jetzt vergessen? Oder ist das mal wieder vollkommener Quatsch?

Nachtrag

PXT Money nutzt Gamification um MobilePaymen attraktiv zu machen. Aber für Gamification ist es in der deutschen Bankenwelt noch zu früh. Und deshalb waren es nur 12 Erwartungen

Halber Mensch


Social Media nutzer sind nicht unbedingt gut

Die Bank of America wird von Zeit zu Zeit positiv erwähnt, wenn es um die Nutzung von Social Media oder auch um die Entwicklung und Bereitstellung moderner Online Technologien für das Banking geht.

Auf der anderen Seite fällt der Name aber oft auch im Zusammenhang mit der Finanzkrise, weil die Bank of America eigentlich keine gute Bank ist, zumindest nicht, wenn man unter einer guten Bank eine am Gemeinwohl orientierte Bank versteht.

Rollentheorie

Nun ist es so, dass Menschen im Leben bestimmte Rollen einnehmen und spielen müssen. Mal sind sie Familienvater, mal Autofahrer, mal Angestellter eines Unternehmens, manchmal Kunde einer Bank. So muss der Mensch – eigentlich ein ganzheitliches Wesen – tagtäglich eine Menge von Rollen spielen, für die es Drehbücher gibt. Und diese Drehbücher werden eigentlich immer schlechter, fordern immer weniger unsere wahren Werte und Talente und – wenn wir ehrlich sind – werden immer weniger von uns oder von anderen Menschen definiert sondern von corporativen Akteuren. Wir sind von unseren Rollen und Drehbüchern entfremdet.

Unternehmen und staatliche Institutionen schicken uns ständig neue Drehbücher, die wir nicht ablehnen können, auch wenn wir uns schon lange von ihnen beleidigt fühlen. Es geht uns also wie einem guten Schauspieler in einer Welt in der es nur noch Super RTL und RTL 2 gibt, die er aber benötigt, weil er sonst verhungern müsste.

Der Beweis dafür

Ja, den sollte ich noch liefern. Womit ich wieder bei der Bank of America wäre. Diese hat als Reaktion auf die Occupy Bewegung einfach mal auf die schöne Rollen Theorie zurückgegriffen. Vor dem Hintergrund einer vom Lobbyismus geprägten Welt, in der man mit viel Geld offensichtlich sogar die ausführenden Organe staatlicher Stellen  zur Überwachung schwachsinniger Regeln und Weltbilder zwingen kann, wurde also festgelegt, dass ein Protestierer nicht gleichzeitig auch ein Kunde sein kann. Aber sehen Sie selbst:

Was wir lernen

Das “Social” in Social Media steht nicht unbedingt für gut. Es steht für viele Unternehmen noch nicht einmal für “Veränderung” sondern für Marketing. Die Bank of America nimmt die für sich positiven Effekte von Social Media gerne an.  Social Media in der Hand und als Instrument von bzw. für Protestgruppen ist aber nicht besonders beliebt bei der “Bank of America”, es sei denn wesentliche wirtschaftliche Interessen sind betroffen und es gibt keine Möglichkeit mehr, die Realität zu verzerren oder gar zu verändern. Wie z.B. in diesem Fall

How our petition beat Bank of America

Und nun noch eine Frage: Wem hilft Social Media eigentlich?

Tipp: Social Stream der Occupy Bewegung. Das ist auch das Internet!

http://occupationalist.org/

Natürlich gibt es hierzu auch noch Musik. Folgt mal diesem Link zum Song von den einstürzenden Neubauten. Halber Mensch

 

 

 

Kennen Banken Ihre Kunden?


IdeenGute Frage

Verstehen Sie diese Überschrift nicht als Eigenlob. Chris Skinner hat seinen aktuellen Artikel genau mit dieser Überschrift versehen. Ich wurde also nur inspiriert. Während Chris Skinner in seinem Artikel einige eindrucksvolle Zitate von Firmenkunden und von Banken nennt, die darauf schließen lassen, dass es durchaus – sagen wir mal – Verständnisprobleme gibt – möchte ich die Frage etwas allgemeiner angehen. Ich   gebe aber direkt  zu: Ich habe keine Antwort.

Aber ich habe eine Meinung

Viele Banken denken zumindest, dass sie wissen, was die Kunden wollen. Das beruht aber zumeist nicht auf aktivem Zuhören und der Bereitschaft auf jeden Kunden gleichermaßen intensiv und individuell einzugehen. Stattdessen hat sich eine Art Banken spezifischen Menschenbild eingeprägt. Es gibt sozusagen eine implizite Theorie, nach denen der Bankmitarbeiter handelt und nach der er sehr häufig auch handeln muss.

Zumal Bankkunden ja der Einfachheit halber auch gerne vorab in bestimmte Kategorien gesteckt werden. Es gibt also A- Kunden, B- Kunden und C- Kunden, Beratungs- und Selbstservice Kunden, Anlegertypen, Private Banking- und ? Ja was ist eigentlich die andere Seite vom Private Banking? Öffentliches Banking? Das will der Kunde doch wohl bitte auch nicht, dann müssten Banken sich ja mal richtig mit Social Media beschäftigen.

Um ihre Kunden besser kennen zu lernen, greifen Banken gerne auf Studien zurück. Das ist einfacher und ungefährlicher. Und davon gibt es ja im Zeitalter des Internets ja Haufenweise.Fragen stellen sie selten. Zum Beispiel in den sozialen Medien. Ich kenne nur wenig Banken, die mal gefragt haben, was die Kunden oder Nutzer eigentlich erwarten. Es wird zumeist gesprochen und nicht gefragt. Es wird unernsthaft gespielt (Gewinnspiele) und nicht spielerisch voneinander gelernt. Echtzeit Marktforschung via. Social Media ist auch eher selten.

Um noch mal auf die – das Leben erleichternden – Kategorien  zurückzukommen. Eigentlich ist ja der Begriff Kunde oder Verbraucher schon eine einschränkende Kategorie, die dazu führt Menschen in einer gewissen Weise zu behandeln. Die zumindest ganz viele Dinge ausblendet, die den Menschen ausmachen und die auch eine Auswirkung auf seine Bankbeziehung haben könnten. Ich bin zum Beispiel der Überzeugung, dass viele Menschen für einen perfekten Service auch mal auf die Topkondition verzichten würden. Der Mensch ist nämlich nicht gierig. Die Gier – die heute gerne auch mal den Kunden zugeschrieben wird- wurde nämlich gesellschaftlich oder auch kulturell produziert. Der Mensch möchte aber fair und respektvoll behandelt werden. Er möchte Vertrauen können.

Die Kunden kennen lernen

Wenn man mal genauer darüber nachdenkt, dann fragt man sich ja: Wen kennen wir eigentlich überhaupt noch? Kennen wir unsere Nachbarn noch? Kennen wir die Menschen unseres Dorfes oder der Straße in der wir wohnen? Kennen die Kunden die Banken?

Wir sollten uns wieder besser kennen lernen. Nur wie geht das?