Das grosse Spiel


wird heute beginnen.

Reservebank

Wie schon gesagt. Das Thema Banken muss zumindest heute für die wichtigste “Nebensache” der Welt in den Hintergrund treten. Dies sieht übrigens auch Chris Skinner so, der ebenfalls einen WM Post veröffentlicht hat. Nun spielen Banken auch beim Fussball eine Rolle. Wobei die Reservebank nicht der attraktivste Ort ist. Nur die wenigsten Fussballer möchten dort sitzen bleiben. Nur Trainer und Betreuer stimmt das zufrieden. Jetzt könnte man im übertragen Sinne auch auf die Idee kommen, dass ja einige Banken gerade ohnehin auf der Reservebank sitzen und da sind auch einige Top Stars drunter. Meiner Meinung nach sind aber die richtigen Banken auf dem Feld geblieben.

Hoffungsträger

Von den aktuellen Feldspielern in der Bankenwelt ist übrigens die Fidorbank inzwischen in der Lage Geld über twitter zu überweisen und plant damit auch Retweets zu belohnen. Für mich die Marketing und Vertriebsidee des Monats. Fidor ist damit offensichtlich in ähnlich guter Form wie Lukas Podolski,  der uns den vierten Stern schon besorgen wird

Und nun nochmal eines meiner Lieblings WM Songs

Wie klingen eigentlich Banken? Teil I


Strophe

Es gibt Marken  die es geschafft haben, eine kognitive Verbindung zwischen einer Melodie und ihrer Marke herzustellen. Auf Anhieb fällt mir hier T – Mobile ein. Immer wenn ich diese Melodie höre, denke ich wie der Pawlowsche Hund an das Unternehmen, für welches ich jetzt nicht noch mehr Werbung machen möchte.

Solche Melodien denken sich in der Regel kreative Werber aus.Sie  sorgen dann – vereinfacht gesagt – durch entsprechend hohen Werbe- und Aufmerksamkeitsdruck dafür, dass Verbraucher dieser Melodie gewahr werden und sich im Zeitverlauf eine Verbindung zwischen Melodie und Marke bzw. sogar Melodie und Produkt und umgekehrt herausbildet. Wie das funkioniert hat viel mit Psychologie zu tun.

Refrain

Auch in der Bankenbranche gibt es zumindest ein Beispiel für eine gelungene Verknüpfung von Melodie und Marke. Die ING Diba Melodie ist mir sofort geläufig.  Und die Verbindung ist schnell hergestellt.

Um solche, von Marketern erfundene und in das Bewusstsein der Menschen eingebrannte, Musik, soll es hier aber gar nicht gehen. Als intensiver Musikhörer – und früher habe ich auch mal selber Musik gemacht – möchte ich  vielmehr versuchen, Banken mit Hilfe von Musik zu charakterisieren. Dabei steht natürlich mein persönlicher Musikgeschmack im Fokus. Andere Menschen würden sehr wahrscheinlich andere Musik wählen. Es geht auch nicht um die Inhalte der Texte. Die spielen nur am Rande eine Rolle.  Das Lebensgefühl, welches über einen Song vermittelt wird, steht im Mittelpunkt. Und dieses Lebensgefühl charakterisiert die emotionale Ebene der Bank.

Ich starte mit der Fidor Bank AG:

Die meiner Meinung nach so klingen würde:

Damit ist die Diskussion eröffnet. Hoffe auf viele Inputs und andere Vorschläge

Eine Vision die keine war


Vor gut zwei Monaten hatte ich die Gelegenheit dem Bankmagazin meine Vision der Bank im Jahr 2020 darzustellen.  Am Anfang des neuen Jahrzehnts scheint es so, dass viele von mir angesprochenen Punkte schon viel schneller Realität werden könnten. Dies betrifft besonders die technologischen Aspekte meiner Aussage, denn Banken waren gegenüber technologischen Veränderungen, welche ihnen Kosteneinsparungen und Effizienzverbesserungen versprechen, schon immer sehr offen. Aber machen sie sich selbst ein Bild:

Die Bank in der Hosentasche

Die Generation der „Digital Natives“, die mit dem Internet aufgewachsen ist, hat deutlich größeres Vertrauen in Handy-Anwendungen als die heute über 40-Jährigen. Daher wagt Boris Janek die Vorhersage: „Mit dem Smartphone – oder wie auch immer das künftige Gerät heißen wird – können alle Finanztransaktionen durchgeführt werden.“
Das gehe sogar so weit, dass „ich über mein Mobiltelefon mein Konto sperren und entsperren kann, wann immer ich es will“.

Persönliches Finanzmanagement in Echtzeit

Künftig auf einen Blick einen kompletten Überblick über alle Finanzen zu erhalten, darauf hofft Boris Janek. Seine Vision: „ Das Mobiltelefon ist direkt mit meinem Konto verdrahtet. Wenn ich also irgendwo bezahle, dann kann ich die Transaktion direkt in Echtzeit auf meinem Konto sehen. Mein Kontostand wird ständig aktualisiert. Dieser Kontostand ist unabhängig von einer Bank. Mein persönlicher Finanzmanager ist zu jeder Zeit über jede einzelne Kontobewegung auf allen meinen Konten informiert.“

Verbindung zum und Abgleich mit dem Kaufverhalten

Boris Janeks Vorstellungen gehen sogar noch weiter: „Der persönliche und mobile Online-Finanzmanager analysiert mein Kaufverhalten. Er vergleicht es mit zurückliegenden Zeiträumen, führt Prognosen durch und ist auch in der Lage festzustellen, ob es ein  ähnliches Produkt woanders zu einem besseren Preis  mit besseren Finanzierungskonditionen gibt.

Austauch mit Dritten (selbst definierte Privatheit)

Noch reine Web 2.0-Zukunftsmusik ist Janeks Vorstellung, diese Information – auf der gleichen Plattform – auch an Dritte wei-terzugeben.„Die anderen Nutzer könnten mir aus eigenen Erfahrungen heraus Tipps geben“, hofft der Volksbank-Visionär. Dabei werde sich künftig dieKommunikation über Finanzthemen längst nicht mehr nur in spezialisierten Geld-Communities, etwa Onvis¬ta, abspielen: „Kontoinformationen kann ich ebenso wie alle anderen Transaktionen über jeden gewünschten Kanal einsehen oder aus-tauschen. Mein Konto ist damit auf Twitter, bei Facebook, wo immer ich es wünsche. Der Besuch einer Banken-Website und das mühevolle Einloggen in meine verschiedenen Banking-Applikationen ist überflüssig.

Filialen

Die Bank ist entraumt“, sagt Boris Janek voraus. „Sie sucht Unterschlupf in Cafés, Einzelhandelsgeschäften und Kiosken. Es gibt nur noch wenige, aber dafür umso luxuriösere Filialen, in denen ich mich von Mitarbeitern in entspannter Atmosphäre beraten lassen kann.

In entvölkerten ländlichen Regionen werden nur noch Self Service Center existieren“, sagt „Electrouncle“ Janek voraus. Hier wird Beratung auch technikgestützt über Online-Beratungs-Terminals stattfinden. Im Zentrum aller Finanztransaktionen wird in zehn Jahren aber das Internet stehen. Jegliche Art von Finanztransaktion kann dann fallabschließend online erledigt werden, und es wird keine Altersgruppe mehr geben, die das nicht nutzt.

Bargeld

Bargeld ist nicht mehr erforderlich. Die Geldbörse ist passé.“ Derzeit wird in Deutschland noch deutlich häufiger mit Bargeld gezahlt als in vielen anderen Ländern. Aber künftig würden die meisten Bezahlvorgänge, für die heute noch Cash benötigt wird, berührungslos vonstatten gehen, meint „Electrouncle“. Auch dabei werde das Mobiltelefon eine
große Rolle spielen.

Produktverkauf

Die Mitarbeiter können mir aber alle Produkte verkaufen, die ich haben möchte. Das Girokonto von der Deutschen Bank, den Fonds von Union Investment, die Kreditkarte von Amazon, das Online-Banking von Facebook“, sagt Boris Janek voraus. „Damit wird die Bank der Zukunft auch eigentlich keine Bank mehr sein, zumindest nicht im heute üblichen Sinne.“ Jedes Unternehmen könne Bankprodukte anbieten.

Auch branchenfremde Anbieter werden sich in den kommenden Jahren im Finanzsektor ausbreiten. Janek prophezeit: „Wer regelmäßig Bücher bei Amazon oder Musik bei Apple kauft, wird von diesen Unternehmen auch kostenlose Konten usw. angeboten bekommen und diese auch dort erwerben.

Vertrauen spielt dabei durchaus eine Rolle, aber Vertrauen entsteht hier durch Zufriedenheit mit einem anderen Produkt, das einen wahren und emotionalen Wert fürden Kunden hat.“

Die eigene Bank

Konsumenten werden sich überdies vermehrt zusammenschließen, ein eigenes Bankprodukt entwickeln und dieses von einem Partner umsetzen lassen. Dies ist das aktuell als revolutionär angesehen Grund-konzept der Fidor Bank, die für jeden umge-setzten Produktvorschlag 1.000 Euro zahlt. Dabei könnten diese Finanzprodukte nach Janeks Vision sogar weiterverkauft werden. „Die Konsumenten werden so zu Produzenten, die mit eigenen Finanzprodukten sogar selber Einnahmen erwirtschaften.

Die soziale Bank

Die Bank der Zukunft wird transparent, authentisch, nachhaltig und wertorientiert sein, durch das Internet hat der Kunde die Macht übernommen. Er entscheidet wo, wie und mit wem er sich über Finanzen austauscht.

Mehr Staat

Die Bank der Zukunft wird aber nicht nur von Kunden kontrolliert sondern auch verstärkt durch staatliche Institutionen. Es gibt deshalb mehr Banken die nur für die Grundversorgung der Bevölkerung zuständig sind.

Real Banking

Andere Geldinstitute werden erkennen, das ihre eigentliche Leistung nicht nur darin besteht Finanzprodukte anzubieten. Sie kümmern sich um das finanzielle Wohlbefinden des Verbrauchers, insofern steht und fällt sie mit dem Erfolg ihres Kunden. Verliert der Kunde, so verliert die Bank. Gewinnt ein Kunde, dann gewinnt auch die Bank. Dabei sind Bank, Bankberater und deren Leistungsparameter vollkommen transparent.
Der Kunde wird sogar in der Lage sein, die Ähnlichkeit des Beraters im bezug auf seine eigenen persönlichen Wertvorstellungen zu erkennen.

Das vollständige Interview und der sehr interessante Artikel von Anja Kühner findet sich im Original in der Dezember Ausgabe des Bankmagazins und ist auf deren Internetseite auch käuflich zu erwerben.

Was ist ihre Meinung? Wie werden sich Banken und die Bedürfnisse der Kunden in den nächsten 10 Jahren verändern? Die Diskussion ist eröffnet.

Vision, Social Media Artikel und Interview


Die Bank in der Hosentasche

Zum Jahresende hat mir das Bankmagazin die Gelegenheit gegeben meine Vision darzustellen, wie  Banken in 20 Jahren aussehen könnten. Hierfür vielen Dank an Frau Kühner.

Den Artikel von Frau Kühner und meine darin enthaltenen Aussagen kann man leider nur kostenpflichtig auf der Seite des Bankmagazins erwerben. Ende des Monats werde ich meine Thesen dann hier aber mal einstellen.

http://www.all4finance.de/index.php;do=show/site=bm/sid=bbb167da06127d9dcbed8e2e010f96c3/alloc=203/id=17250

Vision einer Genossenschaftsbank 2.0

Darüber hinaus hat mich Lothar Lochmeier für seinen ausgezeichneten Social Banking 2.0 Blog um ein Interview gebeten. Dieser Bitte bin ich gerne nachgekommen. Lesen Sie in seinem Blog, wie meine Vision einer Genossenschaftsbank 2.0 aussieht. Das Interview bzw. Auszüge aus dem Interview gibt es demnächst auch hier.

http://lochmaier.wordpress.com/2009/12/02/interview-so-konnte-die-genossenschaftsbank-2-0-aussehen/

Social Media im web2.0

Und noch einen Hinweis auf einen Beitrag in der Bankinformation. Ich hatte  die Gelegenheit zusammen mit Franz Welter (Teamleiter E Business bei der Volksbank Bühl) einen Artikel zum Thema Social Media für VolksbankenRaiffeienbanken zu verfassen. Dieser Artikel ist in der aktuellen Ausgabe der Bankinformation veröffentlicht wurden. Diese Ausgabe beschäftigt sich mit dem Schwerpunktthema Social Media und web2.o. Neben dem Artikel von Herrn Welter und mir gibt es dort noch weitere interessante Artikel u.a. auch von Herrn Mathias Kröner von der Fidor Bank AG und Herrn Axel Liebetreu (keynote Speaker und Foresight Expert Zukunftsinstitut).

Leider wurde unser Artikel aber nicht so abgedruckt, wie Herr Welter und ich Ihn abgenommen haben. Und deshalb poste ich den vollständigen Artikel hier noch mal. Eigentlich ein schönes Beispiel für die Vorteile und Möglichkeiten des Internets  Hierzu ein kurzes Zitat aus dem Buch von Clay Shirky: Here comes everybody:

Filter-then-publish-, whatever its advantages, rested on a scarcity of media that is a thing of the past. The expansion of social media means that the only working system is publish-then-filter

Hier der richtige Artikel

Soziale Medien wie Facebook, Xing, twitter oder studiVZ haben sich zu einem Massenphänomen entwickelt und verändern das Kommunikationsverhalten nachhaltig. Volksbanken und Raiffeisenbanken sollten diesen Trend beobachten und ernst nehmen.

Boris Janek und Franz Welter

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Zu den Autoren:

Boris Janek ist Manager Online-Marketing und Strategie bei der VR-Networld.

Er referiert zu den Themen Finance 2.0 und Social Finance. Janek betreibt den deutschsprachigen Blog http://www.finance20.de.

twitter: @electrouncle

Franz Welter ist Teamleiter E-Business bei der Volksbank Bühl.

Er ist unter anderem für den Bereich Internet und in diesem Zusammenhang für Social Media verantwortlich. Welter beschäftigte sich im Rahmen seines Studiums mit den Chancen und Risiken von Social Media im FinanzVerbund.

twitter:@fsw

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Social Media sind Medien, die mittels Technologie das menschliche Grundbedürfnis nach sozialer Interaktion unterstützen. Die Begriffe „Social Media“ oder „Web 2.0“ beschreiben eine Evolutionsstufe des Internets, in der Nutzer selbst Inhalte erstellen und austauschen können. Die Nutzer sind zugleich Konsumenten und Produzenten der Inhalte. Social-Media-Dienste lassen sich in Social Networks, Blogs, Mikroblogs und Wikis kategorisieren

Social Networks (internetbasierte soziale Netzwerke):
Jeder Nutzer kann dort personenbezogene Profile (z. B. aus privater und geschäftlicher Veranlassung) anlegen. Über Suchfunktionen können Personen gefunden werden. Bekannten kann eine Kontaktanfrage gesendet werden, die diese mit einer Bestätigung legitimieren. So vernetzen sich die Mitglieder, können miteinander kommunizieren, gemeinsam an Projekten arbeiten oder Fotos und Videos austauschen. Zu den bekanntesten Social Networks zählen Facebook, Myspace, studiVZ und Xing.

  • Blogs (Internet-Tagebücher): Ein Blog ist eine Seite im Internet, auf der eine oder mehrere Personen Inhalte veröffentlichen können. Im Gegensatz zu herkömmlichen Seiten können Beiträge kommentiert werden und auf andere Blog-Beiträge verweisen. So werden die Blogs untereinander vernetzt (Blogsphäre).
  • Mikroblogs: Im Gegensatz zu Blogs ist die Länge der Beiträge bei Mikroblogs begrenzt. Der bekannteste Mikroblog ist twitter. Er begrenzt die Länge seiner Beiträge auf 140 Zeichen und ist daher ausschließlich für kurze Nachrichten oder Statusmeldungen geeignet.
  • Wikis (Sammlungen kollektiven Wissens): Internetseiten auf denen das gemeinsame Sammeln und das Bearbeiten von Inhalten (Informationen, Wissen, Erfahrungen, …) ermöglicht wird. Das bekannteste Wiki ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia.

Einer Studie von ARD und ZDF zufolge, nutzen 43,5 Millionen der Erwachsenen in Deutschland das Internet. 96,1 Prozent der 14- bis 29-Jährigen sind regelmäßig im Internet, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 84,2 Prozent und bei den über 50-Jährigen liegt der Anteil der Internetnutzer mittlerweile bei 40,7 Prozent. Im Rahmen der Nutzung des Internet wird Social Media immer wichtiger: Fast jeder Zweite Internetnutzer nutzt auch social media Dienste. Bei den 14 bis 29-Jährigen beträgt der Anteil sogar 89 Prozent. Insgesamt haben bereits sechs von zehn Erwachsenen Inhalte im Internet veröffentlicht. Außerdem nimmt die Diskussionsfreude zu: Mehr als ein Drittel aller Befragten und etwas mehr als die Hälfte der 14 – 29 Jährigen geben an, bereits aktiv an Online-Diskussionen teilgenommen zu haben. Der Stellenwert der so generierten Informationen ist daran ablesbar, dass die von Verbrauchern erstellten Inhalte immer öfter als wichtige Quelle zur Information und Bewertung benannt werden. 61 Prozent der Befragten lassen sich durch Erfahrungsberichte von anderen Internetnutzern in ihren Kaufentscheidungen beeinflussen, immer stärker auch darin, welche Bankprodukte sie wählen.

Social-Media-Dienste stehen mit 42 Prozent Nutzungsquote bereits an dritter Stelle der bedeutendsten Kommunikationskanäle. Nur E-Mail und Mobilfunk liegen noch auf den Plätzen davor. Auch in Blogs werden Erfahrungsberichte veröffentlicht. Weltweit gibt es über 200 Millionen Blogs. Mehr als ein Drittel der Blogger nutzen dieses Medium, um Meinungen über Marken und Produkte zu veröffentlichen. Diese Zahlen belegen die Bedeutung von Social Media für das Empfehlungsmarketing. Auch das Wachstum einzelner Dienste ist rasant. Das größte Social Network Facebook steigerte seine Mitgliederzahlen alleine in den letzten Monaten um mehrere Millionen. Aktuell zählt Facebook etwa 300 Millionen Mitglieder.

Wie Social Media auf die Finanzdienstleistungsindustrie Einfluss nimmt und welche Auswirkungen dies gerade auch für Bankenmärkte haben kann, zeigen folgende Beispiele:

  • Facebook und andere soziale Plattformen experimentieren mit eigenen sozialen Währungen.
  • Immer mehr Banken integrieren Inhalte oder ihre gesamte Onlinebanking Anwendung in Facebook (mymoneyApp).
  • Neue Geschäftsmodelle entstehen (zum Beispiel Fidor Bank AG, siehe Artikel auf Seite XX oder Plattformen zur Kreditvergabe zwischen Privatpersonen wie smava) und können Geldinstitute als Finanzintermediäre ersetzen.

Noch ist der größere Teil der Bevölkerung nicht im sozialen Internet aktiv und noch ist die Bankfiliale der bevorzugte Absatzkanal der Privatkunden. Die Frage ist jedoch, ob die Filiale auch in Zukunft der bevorzugte Absatzkanal bleiben wird. Dies hängt entscheidend vom zukünftigen Verhalten der jungen Generation ab – für diese ist bereits heute der persönliche Kontakt auch mit Web 2.0 erlebbar und selbstverständlich. Volksbanken und Raiffeisenbanken sollten, sich frühzeitig mit diesem neuen Selbstverständnis und dem veränderten Kommunikationsverhalten auseinandersetzen und hieraus Schlüsse für das eigene Verhalten und den Umgang mit dem Web 2.0 ableiten.

Der Trend, der mit dem „Web 1.0“ begonnen hat, verschärft sich mit „Web 2.0“ durch die stärkere Einbindung und Interaktivität der Internetnutzer. Der hierdurch vereinfachte öffentliche Meinungsaustausch, die vereinfachte Meinungssuche und die insgesamt dramatisch zunehmende Informationstransparenz führt dazu, dass die Autonomie und Macht durch Wissen der Internetnutzer und damit ganz konkret auch die der Kunden von Volksbanken und Raiffeisenbanken immer größer wird.

Schon 1999 hat das „Cluetrain Manifest“ (siehe Kasten) untersucht, welche Entwicklungen und Veränderung in der Kommunikation und im Kommunikationsverhalten zwischen Unternehmen und Endverbrauchern durch die fortschreitende Entwicklung der Internettechnologien entstehen wird. Auf Basis der im Cluetrain Manifest formulierten Thesen können wir die Entwicklungen die wir heute mit „Web 2.0“ umschreiben auf Nachhaltigkeit überprüfen und Handlungsnotwendigkeiten daraus ableiten.Unternehmen, die nicht begreifen, dass ihre Märkte jetzt von Person zu Person vernetzt sind, daraus resultierend intelligenter werden und sich in Gesprächen vereinen, versäumen ihre beste Chance”, heißt es im Cluetrain Manifest.

Optionen und Gefahren für Genossenschaftsbanken

Das Cluetrain Manifest beschreibt zwei Arten der Kommunikation. Zum einen die Kommunikation innerhalb des Unternehmens und zum anderen die Kommunikation zwischen Unternehmen und Marktteilnehmern. Ein vermischen dieser Kommunikationsarten ist nahe liegend, da dieselbe „Sprache“ gesprochen wird.

Es ist nicht verwunderlich, dass auch die Mitarbeiter von Genossenschaftsbanken Social Media bereits sehr intensiv nutzen. Im größten deutschen Business Netzwerk Xing sind eigenen Untersuchungen zufolge bis zu 10.000 Mitarbeiter aus dem genossenschaftlichen FinanzVerbund angemeldet. Die Netzwerkgruppe „Genossenschaftlicher Verbund“ zählt beispielsweise mehr als 3.000 Mitglieder, die mehr als 1.500 Beiträge erstellt haben. Die Gruppe „Raiffeisen-Netzwerk“ ist im Vergleich dazu mit über 7.000 Mitgliedern deutlich größer, mit etwa 500 Artikeln aber weniger aktiv.

Auch eher privat genutzte soziale Netzwerke werden von Angestellten der Volksbanken und Raiffeisenbanken verwendet. In den Netzwerken „meinVZ“, „studiVZ“ und „schuelerVZ“ gibt es über 250 netzwerkinterne Volksbanken- und Raiffeisenbank-Gruppen. Sie haben inzwischen bis zu 760 Mitglieder und die aktivsten Gruppen beinhalten mehrere hundert Beiträge. Im sozialen Netzwerk “wer-kennt-wen” ergibt sich ein ähnliches Bild.

Die Nutzung sozialer Medien birgt zahlreiche Chancen. Sie ermöglicht den direkten Kontakt zum Kunden und einen offenen Dialog. Die regionale Nähe der Volksbanken Raiffeisenbanken kann so auch im Internet gelebt werden. Darüber hinaus kann jeder einzelne in beruflichen Netzwerken wie Xing seine Fähigkeiten und Erfahrungen darstellen. Nicht zuletzt die Nutzung der sozialen Medien selbst zeigt Medienkompetenz. Pflegt zum Beispiel ein Kundenberater sein Profil in einem sozialen Netzwerk, kann er damit Kunden sowohl Informationen zu seinen Fachkenntnissen als auch einen Eindruck von seiner Persönlichkeit vermitteln. Andererseits erhält der Berater durch seine Vernetzung über Social Networks bestimmte Informationen über seine Kunden teilweise automatisch (beispielsweise Arbeitgeberwechsel, Umzüge, abgeschlossene Weiterbildungen oder Vereinsmitgliedschaften). Damit bekommt er auf einfache Art und Weise Wissen, das für die Kundenbindung wichtig ist und im Beratungsgespräch sinnvoll verwendet werden kann.

Auch in der Öffentlichkeitsarbeit und im Kundenservice ist Social Media ein wichtiges Werkzeug geworden. Es dient dem Aufbau von Loyalität und ermöglicht die Vernetzung mit den Kunden. Gemeinsam mit ihnen können in der Folge zum Beispiel neue Services entwickelt werden. Mit der Präsenz auf und in Social-Media-Plattformen kann in einem bestimmten Gebiet die Kompetenzführerschaft übernommen werden.

Jeder Angestellte, der in Online-Netzwerken aktiv ist, muss sich im Klaren sein, dass er auch dort das Unternehmen repräsentiert. Sowohl private als auch geschäftliche Veröffentlichungen werden dem Unternehmen zugeschrieben und beeinflussen seine Reputation. Dies müssen auch die Unternehmen erkennen, da die Diskussionsbeiträge in der Regel auf fremden und öffentlichen Servern einsehbar sind. In diesem Zusammenhang sollten Mitarbeiter für Themen wie Datensicherheit und Datenschutz sensibilisiert werden.

Der sorglose Umgang mit Unternehmensdaten oder persönlichen Informationen kann Unternehmen auch schaden. Besonders gilt es zu bedenken, dass  Informationen über sehr lange Zeit im Internet auffindbar bleiben. Da die meisten Inhalte auf fremden Plattformen liegen, ist ein einmal gemachter Fehler oder eine unbedachte Äußerung nur sehr schwer zu korrigieren. Geschlossene Benutzergruppen auf öffentlichen Plattformen wie Xing oder studiVZ können leicht eine vertrauenserweckende Atmosphäre schaffen, die Mitarbeiter dazu verleiten könnte, sensible Daten zu verbreiten. Überdies ist zu beachten: Auch diese Diskussionen finden auf fremden und öffentlichen Servern statt. In diesem Zusammenhang sollten Mitarbeiter für Themen wie Datensicherheit und Datenschutz sensibilisiert werden.

Nachrichten und Meldungen – ob postiv oder negativ – können sich durch den Netzwerkcharakter und Transparenz von twitter & Co rasant verbreiten. Wichtig ist es deshalb, dass Unternehmen beobachten und kontrollieren, welche Nachrichten unter Umständen über das eigene Unternehmen verbreitet werden. Nur dann kann es gelingen, bei negativen Meldungen oder Beiträgen zum Beispiel verärgerter Kunden, mit diesen in Dialog zu treten. In jedem Fall sollten sich Unternehmen auf solche Krisenereignisse entsprechend vorbereiten. Glücklicherweise gibt es viele einfache und kostenlose technische Hilfsmittel, die ein Web 2.0 Monitoring ermöglichen. So kann über die Applikationen Tweetdeck, Tweetie oder die Xing-Anwendung „Twitter Buzz“ beobachtet werden, was über das eigene Unternehmen, Marken oder Wettbewerber „getwittert“ wird. Die Konfiguration dieser Hilfsmittel ist einfach. Entscheidend ist jedoch, dass innerhalb des Unternehmens auch festgelegt wird, wer das Monitoring übernimmt, wie das Reporting erfolgt und wer eventuelle bankeigene Social Media Aktivitäten koordiniert und verantwortet.

Social Media vor Ort

Da die Charakteristika von „Social Communities“ auch Risiken für Unternehmen bergen, kann es sinnvoll sein, unternehmensseitig Richtlinien oder Empfehlungen für ihre Nutzung zu entwickeln.

Die Volksbank Bühl hat hierfür eine pragmatische Lösung gefunden: Für ihre Mitarbeiter führt sie Social Media Workshops durch, in denen ausführlich gezeigt und besprochen wird, wie man sich im Web effizient organisieren kann und wie soziale Medien optimal genutzt werden können. Zentrale Themen sind dabei auch Datenschutz und Datensicherheit. Die Ergebnisse des Workshops fließen dann in die Social-Media-Empfehlungen ein, die alle Mitarbeitern erhalten. Mit den Workshops will die Volksbank Bühl einerseits die Nutzung sozialer Medien fördern, gleichzeitig aber die Mitarbeiter auf die sensiblen Aspekte und potenzielle Gefahren hinweisen.

Als modernes und zukunftsgerichtetes Unternehmen nutzt die Volksbank Bühl bereits seit Februar 2009 verstärkt Social Media wie twitter, flickr, youtube und Xing, um sich mit den Kunden aus der Region zu vernetzen. Die Homepage führt über entsprechende Links direkt zu den entsprechenden Social-Media-Diensten (siehe Abbildung 2).

Die Bank nutzt insbesondere twitter zur Beobachtung und Reaktion auf aktuelle Meldungen über Genossenschaftsbanken und speziell über die Volksbank Bühl. Mit vielen kostenlosen Zusatzanwendungen eignet sich twitter für eine zwar oberflächliche, aber schnelle und einfache Marktforschung. Die ersten Erfahrungen sind positiv, wenngleich das Medium twitter selbst im Geschäftsgebiet der Volksbank Bühl noch nicht überall bekannt ist. Allerdings zeigt die steigende Zahl der sogenannten „Follower“ (Personen, die die Kurznachrichten abonniert haben – aktuell mehr als 250) der Volksbank Bühl, dass es wichtig ist, neue Wege der Kommunikation zu beschreiten (siehe Abbildung 3).

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Genossenschaftsbanken für die Verwendung von Social Media prädestiniert sind. Das Wertegerüst der genossenschaftlichen Idee korrespondiert in nahezu allen Dimensionen mit den Grundprinzipien des Internets. Die Herausforderung ist, die Mehrheit der Ortsbanken davon zu überzeugen und die 14 Stärken der Volksbanken Raiffeisenbanken in die Moderne zu übersetzen.

Wer seinen Kunden nah sein will, muss dort sein, wo sich Menschen mit Finanzthemen beschäftigen. Mit dem Cluetrain Manifest gesprochen: Die Banken müssen dort sein, wo Finanzgespräche stattfinden.

Im Zeitalter des Internets entscheiden Kunden über diesen Ort. Immer häufiger nutzen sie dafür die „Datenautobahn“ mit ihren sozialen Plattformen und Tools. Dort suchen Verbraucher authentische und transparente Gespräche über Finanzen. Sie möchten sich ganzheitlich informieren, verschiedene Meinungen einholen und sehen, wie Produkte und Berater von anderen Verbrauchern bewertet werden. Die Konsumenten suchen Gesprächspartner, denen sie vertrauen können, die auf Augenhöhe kommunizieren und die nicht maßgeblich von Eigeninteressen getrieben sind. Sie legen Wert darauf, sich in einem Umfeld zu bewegen, das sie beherrschen und in dem sie sich wohl fühlen. Deshalb ziehen sie immer häufiger das Internet der Filiale vor. Für Volksbanken und Raiffeisenbanken ist dies Gefahr und Chance zugleich. Deshalb ist wichtig, sich mit den Entwicklungen des Web 2.0 auseinanderzusetzen und Strategien zu entwickeln, das veränderte Kommunikationsverhalten in sozialen Medien für die eigene Bank nutzbar zu machen und den Kundenkontakt an dieser Schnittstelle nicht zu verlieren.

Weitere Diskussion zum Thema unter: www.xing.com/net/bankenmarketing


http://www.bankinformation.de/php_fe/index.php?ID=63&rubrikID=3326&unterrubrikID=3619&artikelID=2730&menu=offen

Die Bankenwelt vorm Wochenende


Eigentlich gibt es in der heutigen Zeit ja gar kein Wochenende mehr, aber für eine Überschrift erfinde ich es einfach neu. Hier einige interessante Links rund um und aus der Bankenwelt. Natürlich immer (oder fast immer) mit Bezug zum Internet oder Social Media:

Beginnen wir mit der DAB Bank, deren Kundenmagazin in diesen Tagen erstmals auch als e-Magazin zur Verfügung steht. Ein wenig spät für eine echte Online Bank. Aber dennoch hier die Info via Forium.de

http://www.forium.de/redaktion/dab-bank-kundenmagazin-nun-auch-als-emagazin/

Cortal Consors ist da schon einen Schritt weiter. Meines Wissens die erste deutsche Bank mit einem eigenen Facebook App. Welche Aktie bist du? lautet der Name des kleinen Programms. Hier eine ausführlichere Beschreibung der Funktionsweise. Gefunden auf der Seite von Forium.de

Cortal Consors hat mit Unterstützung der Digitalagentur Plan.Net eine Facebook-Anwendung entwickelt, mit der sich augenzwinkernd feststellen lässt, welche Aktie zur eigenen Persönlichkeit passt. Cortal Consors nutzt so die große Reichweite der Facebook-Plattform für eine spielerische, aber dennoch markenorientierte Kommunikation mit den Usern. Ab sofort kann das Quiz “Welche Aktie bist du?” von allen Nutzern des Social Networks unter http://apps.facebook.com/welcheaktiebistdu aufgerufen werden. Das Quiz zählt in Deutschland zu einer der ersten gebrandeten Anwendungen, die ein Unternehmen auf Facebook bereitstellt. Nach der Beantwortung von fünf Fragen wird ermittelt, welche Aktie am besten zu den zuvor markierten Multiple-Choice-Antworten passt. Zehn Wertpapiere namhafter Unternehmen stehen zur Auswahl – von den Gewinnern bis zu den Verlierern am Markt reicht die Palette der möglichen Aktien, die zur eigenen Persönlichkeit passen könnten. Auf der Ergebnisseite werden außerdem Infos zu Cortal Consors bereitgestellt, es ist möglich Facebook-»Fan« der Direktbank zu werden, Aktienkurse abzurufen oder aktuelle Angebote auf dem Finanzportal von Cortal Consors zu nutzen.

http://www.forium.de/redaktion/cortal-consors-startet-eigene-facebook-app/

Bei der Suche des Facebook Quizes ist mir dann  direkt  aufgefallen, dass Cortal Consors auch eine eigene Facebook Gruppe hat, die natürlich sofort in meine “SocialFinanceListe” aufgenommen wird.

http://www.facebook.com/home.php?#/pages/Cortal-Consors/86220828052?ref=search&sid=548902682.2028996522..1

Die Social Banking Diskussion nimmt weiter fahrt auf. Dies ist nicht zuletzt den vielfältigen Aktivitäten von Lothar Lochmaier zu verdanken und seinem “freundlichen Banken Manifest“. In seinem Blog findet sich aktuell z.B. ein lesenswertes Interview mit Mathias Kröner von der Fidor Bank AG. Eventuell ist ja eine Bank, die  von Kunden gestaltet wird, ja die höchste Form von Social Banking.

Das Interview:

http://lochmaier.wordpress.com/2009/11/19/fidor-interview-was-ist-eigentlich-community-banking/

Und als Ergänzung noch ein Video Interview mit Mathias Kröner. Aufgenommen auf einer Kundenveranstaltung der VR NetWorld GmbH.

Lothar Lochmaier setzt sich in seinem Blog mit meiner Präsentation: Social Banking (was ist das überhaupt) auseinander und liefert Antworten auf meine Fragen.

Hier ein Auszug:

Damit sind wir bei der „sozialen Sprengkraft“ des Begriffs Social Banking angekommen. Denn das Social Banking der „zweiten Generation“, wie ich es nenne, hat mit der ersten Generation der sozialen Fürsorge für vernachlässigte gesellschaftliche Randgruppen nur wenige Schnittstellen gemein. Deren Prominentester Vertreter ist die „Bank der Armen“, die vom Friedensnobelpreisträger Muhamad Yunus gegründete Grameen Bank.

http://lochmaier.wordpress.com/2009/11/19/diskussion-was-ist-oder-was-konnte-social-banking-sein/

Und hier noch mal meine Slideshare Präsentation.

Und noch ein interessantes Thema mit dem sich Lothar Lochmaier beschäftigt. Warum verschlafen die Direktbanken eigentlich das soziale Internet? Die Antwort ist einleuchtend: Weil sie es nicht nutzen können.

http://lochmaier.wordpress.com/2009/11/18/social-media-warum-direktbanken-das-soziale-internet-verschlafen/

Und was machen eigentlich die Menschen in Zeiten der Finanzkrise. Sie sind verängstigt wie ein Umfrage der Apotheken Umschau zeigt. Was ja angesichts unserer eher defätistischen und wenig aufklärerischen Medienlandschaft kein Wunder ist.

Viele Deutsche haben Angst vor finanziellen Problemen. Gleichermaßen befürchten sie soziale Spannungen und Ungerechtigkeiten. Das belegen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der “Apotheken Umschau”. Gut jeder dritte Bundesbürger (35,3%) hat große Angst davor in wirtschaftliche Not zu geraten.
Ebenso viele (33,0%) gaben an, sie befürchteten, dass ihre Rente im Alter nicht ausreichen könnte. Mehr als ein Viertel der Befragten (28,6%) äußerte sich außerdem besorgt, dass wachsende Unterschiede zwischen Arm und Reich zu großen sozialen Spannungen führen könnten. Angst vor einer erneuten Wirtschaftskrise zu haben, bekannte ebenfalls jeder vierte Befragte (27,7%).     Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins “Apotheken Umschau”, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg zwischen dem 18.9.2009 und dem 9.10.2009 bei 1.914 Frauen und Männern ab 14 Jahre.

Info via Forium

Und diese Verunsicherung gilt zunehmend auch gegenüber den Banken. Forium berichtet hier von zwei weiteren interessanten Studien. Offensichtlich bleiben viele Kundenbeschwerden von Bankmitarbeitern unbemerkt

http://www.forium.de/redaktion/studie-zu-viele-beschwerden-bleiben-von-bankmitarbeitern-unerkannt/

Auch die Mitarbeiter von Banken sind offensichtlich der Meinung, dass erheblicher Handlungsbedarf im Management von Kundenbeziehungen bestehe. Dies ergab eine Trendumfrage zur Kundenorientierung. Allerdings scheinen die Ergebnisse der Studie ein wenig am Thema vorbei zu gehen. Zeugen Sie doch noch von einem eher klassichen Bankenmodell, in welchem die Kunden auf der Basis einer CRM Philosophie betrachtet und behandelt werden. Statt CRM heisst das Thema der Zeit aber eher SRM – also Social Relationship Management.

http://www.forium.de/redaktion/studie-erheblicher-handlungsbedarf-im-management-der-kundenbeziehungen/

Womit wir wieder beim Thema Social Media sind. Hier scheinen vor allem die spanischen Banken einen großen Schritt voraus zu sein. Davon berichtet zumidest Christoph Langlois in seinem ausgezeichneten “Visible Banking Blog.

http://clanglois.blogs.com/internet_banking/2009/11/bankinter-launches-bankinter-labs-micrositeblog-twitter-youtube-and-faceboo.html

In einem etwas älteren Blogbeitrag stellt er z.B. die neue spanische Version von SmartHippo vor.

http://clanglois.blogs.com/internet_banking/2009/10/bienvenido-a-hipolistoes-la-versi%C3%B3n-espa%C3%B1ola-de-smarthippocom.html

Soziale Währungen

Finextra berichtet von einem Start up, welches eine eigene soziale Währung entwickelt hat und innerhalb der Community nutzt.

http://www.finextra.com/news/fullstory.aspx?newsitemid=20767

Ein weiterer interessanter Blog Post von Insites Consulting zur Somesso Veranstaltung, an der ich ja selber teilnehmen durfte.

http://blog.insites.be/?p=1316

Und noch ein interessanter Link auf den Somesso Blog selber. Thema Social Media in Small Banking

http://somesso.com/blog/2009/11/social-media-in-small-banking/

Die Bank of America – meilenweit weg vom Social Banking – nutzt aber intensiv Social Media und scheint auch ein wenig am negativen Image arbeiten zu wollen. Auf einer speziellen Seite vermittelt die Bank Informationen zum finanziellen Wohlbefinden.

http://learn.bankofamerica.com/

Zum Abschluss noch eine Frage von Lothar Lochmaier und eine Antwort von Matthias Kröner. Das Bild vom kleinen Dorf hat mir sehr gefallen.

Social Banking 2.0: Wie kann das von Fidor propagierte Motto „Banking unter Freunden und Gleichgesinnten “ funktionieren. Eigentlich hört doch meist beim Geld die Freundschaft auf, selbst in der eigenen Familie (spätestens wenn es ans Verteilen der Erbschaft geht), oder?

Na ja, das geht in manchen Familien mal so, in anderen anders. Auch sehen wir doch eine klare Bewegung hin zur Nachhaltigkeit. Aber, darauf wollen wir uns nicht alleinig verlassen.

Die Technik des Internets und dabei herausragend des Web 2.0 funktioniert, wenn sie richtig angewendet wird, wie eine regionale Vor-Ort-Community. Nennen wir es DORF. In einem Dorf ist jeder mehr oder weniger gezwungen sich nachhaltig zu verhalten, da er ansonsten aus der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen wird. Ohne das Bild zu weit zu strapazieren, weil da ansonsten sehr schnell auch die falschen Assoziationen hochkommen, kann man sagen, dass das im Web 2.0 auch funktioniert.

Denn letztlich kann es im Internet bei Fehlverhaltensweisen zu ähnlichen Gesprächen kommen, wie auch in einem Dorf. Das Beispiel eBay zeigt, wie das geht, indem Käufer und Verkäufer sich bewerten können. Das geht ja bereits in diese Richtung und wird von uns sicher aufgegriffen werden.

Social Media + Finance 2.0


An dieser Stelle einige kurze Infos zu neuen Social Media oder Finace 2.0 Aktivitäten.

Zunächst: Die Fidor Bank AG hat in den letzten Tagen ih neues Angebot www. ibrokr.de gestartet: Der Werbeslogan auf der ibrokr Seite klingt vielversprechend: Next Generation Brokerage: Einfach, Fair, Transparent. Da ist ja klar, dass ich das mal ausprobieren muss.

Ein weiteres Angebot im Aktien Umfeld ist die Brokerage Community www.stockjaeger.de.Gehört dann schon eher zu den klassischen Finance2.0 Ansätzen. Ergänzt also das traditionelle, um eine Communtiy mit der Möglichkeit von anderen Anlegern und insbesondere von Profis zu lerenen.

Und dann gibt es mal wieder eine Social Media Kampagne. Diesmal von der Sparkasse Aschaffenburg Alzenau, die das Ziel verfolgt die Jugend für die regionale Sparkasse zu gewinnen. Über verschiedene Social Media Seiten werden Hinweise gegeben, welche Gewinne und Veranstaltungen als nächstes stattfinden. Das Ganze klingt prinzipiell recht kreativ ist aber eben klassische Werbung unter Verwendung neuer Wege. Das hat dann mit Social Media eigentlich nicht so viel zu tun und wirft bei mir mal wieder die Frage auf, warum Agenturen sich so schwer tun Social Media als Dialoginstrument zu nutzen. Ein gewisser Erfolg wird die Kampagne sicherlich beschieden sein, wobei man natürlich fragen könnte, wie man über twitter die junge Zielgruppe erreichen kann, wo doch die meisten Zahlen belegen, dass twitter von den angesprochenen Leuten überhaupt nicht genutzt wird.

Hier geht es zu den einzelnen Plattformen und zum Originalartikel der wuv

http://www.wuv.de

http://twitter.com/s_napped

http://www.s-napped.de/

http://www.flickr.com/photos/s-napped/

http://www.facebook.com/home.php?#/group.php?gid=192772560198&ref=search&sid=548902682.1937224254..1

Like Love Social Media changes everything ……


If you are ready to allow that

Die Somesso09 in der Nachbetrachtung

Die Somesso 2009 in Zürich ist vorbei. Es war eine sehr gelungene und hochkarätige Veranstaltung in einem kleinen aber dafür qualitativ absolut hochwertigem Rahmen. Die Teilnehmer setzten sich überwiegend zusammen aus Angehörigen von Beratungsunternehmen, Social Media Profis, Agenturen, einigen wenigen Entrepreneuren und noch weniger Angestellten von Banken.

Die geringe Zahl teilnehmender Banken ist bedauerlich aber leider durchaus üblich für solche Veranstaltungen. Ich habe es bisher noch nicht erlebt, dass Bankvertreter und Vertreter der Internetbranche insbesondere Social Media Enthusiasten auf einer Veranstaltung zusammen gefunden haben. Die Social Media Experten und wohl auch die Verbraucher machen sich offensichtlich mehr Gedanken darüber, wie die Bank der Zukunft aussehen könnte und welche Chancen und Risiken sich durch das transparente soziale Internet für diese ergeben, als die Banken selber. Das ist einerseits gar nicht überraschend, da im Umfeld der schlafenden Banken große Chancen für das Angebot alternativer Finanzdienstleistungen (siehe z.B. smava oder ficoba) entstehen und natürlich auch, weil sie als Menschen vom Handeln der Banken (nicht alle Banken sind gleich) direkt und letzter Zeit überwiegend negativ betroffen sind. Andererseits muss man sich aber auch Gedanken darüber machen, dass die Mehrzahl der Banken Social Media offenbar eher als ein Risiko und weniger als eine Chance betrachten. Weiterlesen

Das Finanzzitat des Tages von Chris Skinner


So what we’re really saying is that you need to completely rethink the bank around social technologies and rethink the branch network by closing most of it down and reinvesting that saving into social finance.

Hier der gesamte Artikel:

The Financial Services Club’s Blog: The branch-based banking model is dead

Und demnächst mehr zum Thema und zum Artikel


Volksbanken Raiffeisenbanken schätzen Finance 2.0


Kurzes Statemant au dem  Fidor  you tube Kanal mit  Dr. Friedrich Zuther. Abteilungsleiter IT des Bundesverbandes der Volksbanken Raiffeisenbanken. Das meine hier geäußerten Thesen durchaus bestätigt

Deshalb hier auch noch mal der Link auf einen etwas älteren Blogbeitrag:

Social Banking: Volksbanken Raiffeisenbanken

Interview mit Matthias Kröner auf VR NetWorld TV


Das muss jetzt noch schnell gepostet werden. Auf der Veranstaltung vr-richtungsweisend durfte ich einen Vortrag zusammen mit Herrn Kröner von der Fidor Bank AG halten. Hier ein Interview mit Herrn Kröner, welches im Rahmen der Veranstaltung durchgeführt wurde. Matthias Kröner erklärt was Social Banking ist.

Demnächst gibt es hier auch noch das Interview mit Johannes Korten von der GLS Bank

Das Interview führten übrigens Matthias Kortenhaus von der VR NetWorld GmbH und Manfred Rütten von bit ineractive. Gute Arbeit wie ich finde. Für das Erstellen und die Produktion des Videos war Manfred Rütten zuständig, den man über diese Seite beauftragen kann.