Finance 2.0

Einträge werden als ‘Internet’ kategorisiert

Neu bei Finance 2.0: Twitter Liste

Dezember 22, 2009 · Kommentar schreiben

Ich habe damit begonnen meine Social Finance Liste ein wenig zu entschlacken. Die grosse Zahl an neuen Social Media- und vor allem Twitter Aktivitäten von Finanzunternehmen hat mich dazu bewogen, alle Twitter Accounts in einer speziellen Twitter Liste aufzuführen. Diese ist sicherlich nicht ganz vollständig, umfasst aber aktuell 93 verschiedene Aktivitäten. Die Sparkassen Gruppe ist übrigens am aktivsten im eröffnen von Twitter Accounts.

Nun geht die Zeit der Quantität aber langsam zuende. Ich habe hier schon vor einigen Wochen geschrieben, dass in den nächsten Wochen und Monaten immer mehr Finanzunternehmen im sozialen Internet aktiv werden. Es wird deshalb schon bald nicht mehr sinnvoll sein hier jeden neuen Account aufzuführen. Das ist schon bald ähnlich sinnlos, wie jede E – Mail Adresse aufzuführen, die man von Finanzunternehmen so finden kann.

Ab Januar werde ich deshalb eher zu einer Qualitätsliste übergehen und die Twitter Aktivitäten nach meinen subjektiven Einschätzungen bewerten. Schon heute lässt sich ja leider erkennen, dass man zwar im Social Media Meer schwimmen kann, dabei aber nicht unbedingt Dialog führen muss. Wer sich einfach mal so ohne Ziel ins Wasser stürzt und ein wenig herumplanscht, muss nur sehen, dass er nicht uner geht. Ziele eine Strategie oder sogar ein Social Media ROI haben zumindest im Jahr 2009 nur selten eine Rolle gespielt. Die einzige Begründung zur Teilnahme- so meine Interpretation der Aktivitäten – war ein gewisser Hype oder eine gewisse Mode. Ähnlich wie einst bei Second Life. Vielleicht haben aber die meisten Finanzunternehmen einfach auch verlernt wie man Gespräche führt oder können nicht zwischne privaten Gesprächen und dienstlichen Gesprächen unterscheiden bzw. müssen oder wollen unterscheiden, obwohl menschlich ja auch sehr viele private Aspekte hat.

Spannend wird es auch sein zu beobachten, welche Arenen die Finanzunternehmen 2010 aktiv werden. Bleiben sie beim vermeindlich einfach und vor allem kostenlos nutzbaren getwitter oder wechseln sie zum in Deutschland stärker wachsenden, aber von ihnen noch kaum durchdrungenen Facebook. Einige Banken sind ja schon bei Facebook aktiv. Und was ist mit werkenntwen wo zwar schon viele Banken eigene Gruppen haben, aber niemand so richtig weiss er da tun soll,weshalb werkenntwen in meiner Social Finance Liste auch noch nicht aufgetaucht ist.

Hier in jedem Fall die aktuellen Nutzerzahlen der Social Media Plattformen in Deutschland. Quelle: Meedia.de

Und hier geht es zur neuen Twitter Liste und zu meiner Bankenliste auf Twitter

http://electrouncle.wordpress.com/twitterliste/

http://twitter.com/home#/list/electrouncle/banken

http://twitter.com/home#/list/electrouncle/insurance

Zum Schluss noch mein Lieblingstweet, der gar nicht so selten ist.

In meiner Twitter Liste werden überwiegend nur solche Banken aufgeführt, die auch schon mal einen Tweet gesendet haben.

Reblog this post [with Zemanta]

Kategorien: Social Media · Twitter
Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

Das Klima und das Internet

Dezember 20, 2009 · 2 Kommentare

Die Begriffe Wissensgesellschaft und Informationsgesellschaft werden von uns sehr gerne verwendet, um den aktuellen Zustand unserer westlichen Kulturen zu beschreiben.  Nun zeigt zum Beispiel der aktuelle Stand unseres Wissens über die herannahende Klimakatastrophe, dass die Bezeichnung durchaus seine Berechtigung hat. Allerdings ist Wissen nicht gleich Wahrheit und ist immer abhängig von unterschiedlichen Sichtweisen, Positionen und nicht zuletzt Interessen.

Der Klimagipfel in Kopenhagen belegt dann aber auch, dass viel Wissen, nicht unbedingt gut sein oder etwas verändern muss und vor allem häufig eher wider besseren Wissens gehandelt wird. Es wäre deshalb wohl besser, wenn wir uns in einer Interaktions- und Dialoggesellschaft befänden. Wenn die mächtigen dieser Welt sich nicht auf Regeln einigen können, die die Menschen vor dem Klimakollaps rettet, dann ist es offenbar an der Zeit, dass die Menschen – deren Interessen die Politik offiziell vertritt und inoffiziell ignoriert – beginnen sich selber zu helfen und mit demokratischen Mitteln dafür sorgen, dass es zu den notwendigen Veränderungen kommt.

Ein mögliches Instrument hierfür ist das Internet, durch welches neue Formen der Selbstorganisation entstanden sind, die Politik demokratischer und effizienter machen könnten. Das Internet ermöglicht eine Form der Beteiligung, die möglicherweise immer mehr Regierungen und Eliten den Schweiß auf die Stirn treibt. Clay Shirky beschreibt dies in seinem Buch „Here comes everybody“ in beeindruckender Manier. Und nach der Lektüre dieses Buches wird einem klar, dass das Internet, wie von vielen Etablierten immer wieder behauptet, nicht das Ende von Gesellschaft und Vernetzung darstellt, sondern ganz im Gegenteil, dass durch die Globalisierung und die durch Ökonomisierung unseres Alltags zerstörte „Social Capital“ wieder herstellt. Das Internet führt uns in die weltweite Dialog Gesellschaft und damit die Hoffnung auf vernünftige Antworten auf drängende Fragen unserer Zeit, welche die Politik bzw. die Politiker schon lange nicht mehr geben könne.

Kategorien: Veränderung
Mit Tag(s) versehen: , , , ,

Kredit Genossenschaften und ihre Kunden leben Social Media

Dezember 10, 2009 · 2 Kommentare

Das gilt zumindest für die USA und ist möglicherweise auch für deutsche Genossenschaftsbanken ein Grund noch mehr Mut in Sachen Social Media aufzubringen. Wobei – Mut ist eigentlich gar nicht erforderlich, wenn man einfach mal in die Geschichte zurückblickt. Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung, dass sind alles Prinzipien, die sich auch im Internet wieder finden und die sicherlich auch den Erfolg dieses Mega Mediums bzw. dieses sozialen Handlungswerkzeuges ausmachen.

Kein Wunder also, dass der amerikanische Blog www.creditunions.com sechs Gründe nennt, warum man mit seinen Mitgliedern mit Hilfe von Social Media kommunizieren oder in den gleichberechtigten Dialog treten sollte. Grund 1 sind diese Studienergebnisse:

According to an October 2009 Internet Strategy Consortium Survey, an average of 52% of credit union members across all ages are using social media websites. Originally dominated by Gen Y, social media sites are rapidly becoming a mainstream communication channel. The study, conducted online with more than 11,000 credit union members, found that members are using multiple sites, including Facebook (91%), YouTube (32%), MySpace (29%), and Twitter (15%).

Und hier genauere Informationen

  • More than 82% of credit union members ages 18-60+ use Facebook.
  • About half of all members surveyed said they would read a credit union’s Facebook page periodically.
  • Among credit unions with a Facebook presence, only 5-16% of their members were aware their credit union had a fan page. Most members reported learning of Facebook pages through credit union websites.
  • Of Twitter users, 34% use it to follow companies with which they do business.
  • Twitter’s overall familiarity among members was 14%, but only 2-7% reported being “very familiar” with the service.
  • Members using Twitter expect their credit union to provide information such as fraud alerts (71%), special offers (60%), financial tips (58%), and rate specials (57%).
  • Nine-in-ten online members are interested in receiving email from their credit union.
    callahan-social-media-graph

Quelle: The Financial Brand

Und die weiteren Gründe?

Sie sind ohnehin schon da. Auch wenn die Genossenschaftsbanken selber nicht aktiv sind, dann sind aber die Kunden aktiv. Einfach mal bei twitter, ciao, whofinance, usw. nach Genossenschaftbanken suchen. Da wird schon eine Menge über die Banken geschrieben und nicht alles ist schmeichelhaft und richtig. Aber wer nicht zuhört, kann auch nicht reagieren.

Mit Social Media können Sie Ihre Persänlichkeit und ihre Marke entwickeln. Vor allem können sie viele verloren gegangene Werte wieder leben und den Verbrauchern zeigen, dass Bank auch anders geht. Social Media ist eine Chance zurück zu den Wurzeln zu kehren und sich dabei gleichzeitig zu erneuern. Social Media ist die zweite Chance, die man normalerweise gar nicht bekommt: You never got a second chance to make a first impression.

Social Media ermöglicht eine andere Art der Mitglieds- und Kundenbeziehung. Man kann sich zum Beispiel mit den ursprünglichen Antrieben beschäftigen, die hinter den Finanzentscheidungen stehen, man kann sich gemeinsam auch um andere z.B. soziale Angelegenheiten kümmern. Man kann tiefere Beziehungen als Kundenbeziehungen schaffen. Fast ganz so wie  früher. Ohne das Internet und Social Media wäre diese Chance nicht mehr zurückgekommen

Kritische Informationen lassen sich extrem schnell und einfach kommunizieren

und

Sie erreichen potentielle Kunden, die sie sonst gar nicht mehr erreichen könnten. Die Generation Y oder die Digital Natives

Hier der Link auf den Artikel, der diesen Artikel mehr als inspirierte:

http://www.creditunions.com/article.aspx?articleid=3392

Kategorien: Social Media
Mit Tag(s) versehen: , , , , , ,

Mobile, Mobile, Mobile

Dezember 9, 2009 · Kommentar schreiben

Als Nachtrag zu meinem „Mobile Marketing“ Blogpost, bei dem das Iphone im Mittelpunkt stand und in dem ich meiner Erwartung Ausdruck verlieh, dass mobile für die Finanzbranche immer wichtiger werde, hier noch einige weitere interessante Infos, die meine Meinung zu bestätigen scheinen.

So belegt eine amerikanische Umfrage, dass dort die Bereitschaft steigt, dass Mobiltelefon als Zahlungsmittel zu nutzen. Immerhin 59 % würden es z.B. gerne sehen, wenn das Mobiltelefon wie eine Kredit- oder Bankkarte nutzen könnten.

A majority (59 percent) of consumers say they’re interested in using their phone like they would a credit or debit card at the cash register to make a purchase.

64 % würden Ihr Mobiltelefon als Einkaufsassistent und für Preisvergleiche verwenden. Auch der Zugriff auf Kreditkartenumsätze und Kontodaten wird gewünscht. Das ganze geht also tatsächlich in die Richtung „Echtzeit“ Zugriff auf Kontodaten und zwar unabhängig von Orten und Zeiten.

Consumers report being interested in using their mobile phones as a shopping assistant for price comparisons (64 percent), access to credit card details, balances and transactions (61 percent), and organizing and tracking their gift card, loyalty and reward accounts (59 percent).

Hier einige weitere interessante Ergebnisse der Verbraucher Umfrage:

Three-quarters (76 percent) of adults said their mobile phone allows them to stay on top of things, and 41 percent of consumers use productivity applications on their mobile phone at least once a week.

More than two–thirds (68 percent) of adults are excited about new mobile phone features and capabilities.

85 percent of consumers said that they like to be on top of their finances daily, and three–quarters (76 percent) wish there was an alternative to carrying around a wallet stuffed with cards, money, offers, coupons, etc.

Current mobile bankers are overwhelmingly positive (96 percent) about their experiences.

Nearly two–thirds (62 percent) of consumers say that they are likely to download and use a free account management application that would allow them to organize and track their financial and shopping account information.

Und hier die Links zu den Online Fundorten:

http://www.finextra.com/news/fullstory.aspx?newsitemid=20819

http://www.firethornmobile.com/research

Auch das Websitemagazin nennt Indizien die darauf hindeuten, dass Mobile ein wesentlicher Trend für das Jahr 2010 ist. Mobile Banking, mobile Social Networking und Apps sind  3 der fünf Indizien.  Auch darüber habe ich in meinem leztent Mobile Artikel geschriegen.

Hier direkt zum Nachlesen:

http://www.websitemagazine.com/content/blogs/posts/archive/2009/12/04/5-signs-2010-will-be-the-year-of-mobile.aspx

Always Online, Nowism, Mobile Infolust

Durch das Mobiltelefon ist die letzte Lücke in Sachen „Always Online“ geschlossen. Damit wird „Echtzeit“ zum neuen lebbaren Schlagwort. Trendwatching nennt dies in seinem Trend Briefing November 2009:NOWISM. Unternehmen, Marken, Produkte müssen und sind überall und in jedem Moment verfügbar. Der Mensch strebt nach Erlebnissen in Echtzeit. Mobile Infolust ist ein weiteres Schlagwort. Menschen haben und lieben die Möglichkeit zu jeder Zeit live mitzubekommen, was ihre Kollegen, Freunde, Familienmitglieder tun, sagen und denken. Und dies wird u.a. auch den Vertrieb und das Marketing von Finanzdienstleistungen extrem verändern.

Hier geht es zum Trendbriefing:

http://trendwatching.com/trends/nowism/

Relvanter Artikel in diesem Blog

Banken werden iphone Apps lieben

Kategorien: Banken · Mobile Banking
Mit Tag(s) versehen: , ,

Dezember 6, 2009 · Kommentar schreiben

#Finance2.0 Gibt Müttern eine Stimme: Was brauchen Mütter in #Finanzfragen:#’Genobanken nachmachenVerity Mom – About http://ow.ly/Jb3B

Kategorien: Internet

Vision, Social Media Artikel und Interview

Dezember 3, 2009 · 2 Kommentare

Die Bank in der Hosentasche

Zum Jahresende hat mir das Bankmagazin die Gelegenheit gegeben meine Vision darzustellen, wie  Banken in 20 Jahren aussehen könnten. Hierfür vielen Dank an Frau Kühner.

Den Artikel von Frau Kühner und meine darin enthaltenen Aussagen kann man leider nur kostenpflichtig auf der Seite des Bankmagazins erwerben. Ende des Monats werde ich meine Thesen dann hier aber mal einstellen.

http://www.all4finance.de/index.php;do=show/site=bm/sid=bbb167da06127d9dcbed8e2e010f96c3/alloc=203/id=17250

Vision einer Genossenschaftsbank 2.0

Darüber hinaus hat mich Lothar Lochmeier für seinen ausgezeichneten Social Banking 2.0 Blog um ein Interview gebeten. Dieser Bitte bin ich gerne nachgekommen. Lesen Sie in seinem Blog, wie meine Vision einer Genossenschaftsbank 2.0 aussieht. Das Interview bzw. Auszüge aus dem Interview gibt es demnächst auch hier.

http://lochmaier.wordpress.com/2009/12/02/interview-so-konnte-die-genossenschaftsbank-2-0-aussehen/

Social Media im web2.0

Und noch einen Hinweis auf einen Beitrag in der Bankinformation. Ich hatte  die Gelegenheit zusammen mit Franz Welter (Teamleiter E Business bei der Volksbank Bühl) einen Artikel zum Thema Social Media für VolksbankenRaiffeienbanken zu verfassen. Dieser Artikel ist in der aktuellen Ausgabe der Bankinformation veröffentlicht wurden. Diese Ausgabe beschäftigt sich mit dem Schwerpunktthema Social Media und web2.o. Neben dem Artikel von Herrn Welter und mir gibt es dort noch weitere interessante Artikel u.a. auch von Herrn Mathias Kröner von der Fidor Bank AG und Herrn Axel Liebetreu (keynote Speaker und Foresight Expert Zukunftsinstitut).

Leider wurde unser Artikel aber nicht so abgedruckt, wie Herr Welter und ich Ihn abgenommen haben. Und deshalb poste ich den vollständigen Artikel hier noch mal. Eigentlich ein schönes Beispiel für die Vorteile und Möglichkeiten des Internets  Hierzu ein kurzes Zitat aus dem Buch von Clay Shirky: Here comes everybody:

Filter-then-publish-, whatever its advantages, rested on a scarcity of media that is a thing of the past. The expansion of social media means that the only working system is publish-then-filter

Hier der richtige Artikel

Soziale Medien wie Facebook, Xing, twitter oder studiVZ haben sich zu einem Massenphänomen entwickelt und verändern das Kommunikationsverhalten nachhaltig. Volksbanken und Raiffeisenbanken sollten diesen Trend beobachten und ernst nehmen.

Boris Janek und Franz Welter

——————————————-

Zu den Autoren:

Boris Janek ist Manager Online-Marketing und Strategie bei der VR-Networld.

Er referiert zu den Themen Finance 2.0 und Social Finance. Janek betreibt den deutschsprachigen Blog www.finance20.de.

twitter: @electrouncle

Franz Welter ist Teamleiter E-Business bei der Volksbank Bühl.

Er ist unter anderem für den Bereich Internet und in diesem Zusammenhang für Social Media verantwortlich. Welter beschäftigte sich im Rahmen seines Studiums mit den Chancen und Risiken von Social Media im FinanzVerbund.

twitter:@fsw

————————————————-

Social Media sind Medien, die mittels Technologie das menschliche Grundbedürfnis nach sozialer Interaktion unterstützen. Die Begriffe „Social Media“ oder „Web 2.0“ beschreiben eine Evolutionsstufe des Internets, in der Nutzer selbst Inhalte erstellen und austauschen können. Die Nutzer sind zugleich Konsumenten und Produzenten der Inhalte. Social-Media-Dienste lassen sich in Social Networks, Blogs, Mikroblogs und Wikis kategorisieren

Social Networks (internetbasierte soziale Netzwerke):
Jeder Nutzer kann dort personenbezogene Profile (z. B. aus privater und geschäftlicher Veranlassung) anlegen. Über Suchfunktionen können Personen gefunden werden. Bekannten kann eine Kontaktanfrage gesendet werden, die diese mit einer Bestätigung legitimieren. So vernetzen sich die Mitglieder, können miteinander kommunizieren, gemeinsam an Projekten arbeiten oder Fotos und Videos austauschen. Zu den bekanntesten Social Networks zählen Facebook, Myspace, studiVZ und Xing.

  • Blogs (Internet-Tagebücher): Ein Blog ist eine Seite im Internet, auf der eine oder mehrere Personen Inhalte veröffentlichen können. Im Gegensatz zu herkömmlichen Seiten können Beiträge kommentiert werden und auf andere Blog-Beiträge verweisen. So werden die Blogs untereinander vernetzt (Blogsphäre).
  • Mikroblogs: Im Gegensatz zu Blogs ist die Länge der Beiträge bei Mikroblogs begrenzt. Der bekannteste Mikroblog ist twitter. Er begrenzt die Länge seiner Beiträge auf 140 Zeichen und ist daher ausschließlich für kurze Nachrichten oder Statusmeldungen geeignet.
  • Wikis (Sammlungen kollektiven Wissens): Internetseiten auf denen das gemeinsame Sammeln und das Bearbeiten von Inhalten (Informationen, Wissen, Erfahrungen, …) ermöglicht wird. Das bekannteste Wiki ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia.

Einer Studie von ARD und ZDF zufolge, nutzen 43,5 Millionen der Erwachsenen in Deutschland das Internet. 96,1 Prozent der 14- bis 29-Jährigen sind regelmäßig im Internet, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 84,2 Prozent und bei den über 50-Jährigen liegt der Anteil der Internetnutzer mittlerweile bei 40,7 Prozent. Im Rahmen der Nutzung des Internet wird Social Media immer wichtiger: Fast jeder Zweite Internetnutzer nutzt auch social media Dienste. Bei den 14 bis 29-Jährigen beträgt der Anteil sogar 89 Prozent. Insgesamt haben bereits sechs von zehn Erwachsenen Inhalte im Internet veröffentlicht. Außerdem nimmt die Diskussionsfreude zu: Mehr als ein Drittel aller Befragten und etwas mehr als die Hälfte der 14 – 29 Jährigen geben an, bereits aktiv an Online-Diskussionen teilgenommen zu haben. Der Stellenwert der so generierten Informationen ist daran ablesbar, dass die von Verbrauchern erstellten Inhalte immer öfter als wichtige Quelle zur Information und Bewertung benannt werden. 61 Prozent der Befragten lassen sich durch Erfahrungsberichte von anderen Internetnutzern in ihren Kaufentscheidungen beeinflussen, immer stärker auch darin, welche Bankprodukte sie wählen.

Social-Media-Dienste stehen mit 42 Prozent Nutzungsquote bereits an dritter Stelle der bedeutendsten Kommunikationskanäle. Nur E-Mail und Mobilfunk liegen noch auf den Plätzen davor. Auch in Blogs werden Erfahrungsberichte veröffentlicht. Weltweit gibt es über 200 Millionen Blogs. Mehr als ein Drittel der Blogger nutzen dieses Medium, um Meinungen über Marken und Produkte zu veröffentlichen. Diese Zahlen belegen die Bedeutung von Social Media für das Empfehlungsmarketing. Auch das Wachstum einzelner Dienste ist rasant. Das größte Social Network Facebook steigerte seine Mitgliederzahlen alleine in den letzten Monaten um mehrere Millionen. Aktuell zählt Facebook etwa 300 Millionen Mitglieder.

Wie Social Media auf die Finanzdienstleistungsindustrie Einfluss nimmt und welche Auswirkungen dies gerade auch für Bankenmärkte haben kann, zeigen folgende Beispiele:

  • Facebook und andere soziale Plattformen experimentieren mit eigenen sozialen Währungen.
  • Immer mehr Banken integrieren Inhalte oder ihre gesamte Onlinebanking Anwendung in Facebook (mymoneyApp).
  • Neue Geschäftsmodelle entstehen (zum Beispiel Fidor Bank AG, siehe Artikel auf Seite XX oder Plattformen zur Kreditvergabe zwischen Privatpersonen wie smava) und können Geldinstitute als Finanzintermediäre ersetzen.

Noch ist der größere Teil der Bevölkerung nicht im sozialen Internet aktiv und noch ist die Bankfiliale der bevorzugte Absatzkanal der Privatkunden. Die Frage ist jedoch, ob die Filiale auch in Zukunft der bevorzugte Absatzkanal bleiben wird. Dies hängt entscheidend vom zukünftigen Verhalten der jungen Generation ab – für diese ist bereits heute der persönliche Kontakt auch mit Web 2.0 erlebbar und selbstverständlich. Volksbanken und Raiffeisenbanken sollten, sich frühzeitig mit diesem neuen Selbstverständnis und dem veränderten Kommunikationsverhalten auseinandersetzen und hieraus Schlüsse für das eigene Verhalten und den Umgang mit dem Web 2.0 ableiten.

Der Trend, der mit dem „Web 1.0“ begonnen hat, verschärft sich mit „Web 2.0“ durch die stärkere Einbindung und Interaktivität der Internetnutzer. Der hierdurch vereinfachte öffentliche Meinungsaustausch, die vereinfachte Meinungssuche und die insgesamt dramatisch zunehmende Informationstransparenz führt dazu, dass die Autonomie und Macht durch Wissen der Internetnutzer und damit ganz konkret auch die der Kunden von Volksbanken und Raiffeisenbanken immer größer wird.

Schon 1999 hat das „Cluetrain Manifest“ (siehe Kasten) untersucht, welche Entwicklungen und Veränderung in der Kommunikation und im Kommunikationsverhalten zwischen Unternehmen und Endverbrauchern durch die fortschreitende Entwicklung der Internettechnologien entstehen wird. Auf Basis der im Cluetrain Manifest formulierten Thesen können wir die Entwicklungen die wir heute mit „Web 2.0“ umschreiben auf Nachhaltigkeit überprüfen und Handlungsnotwendigkeiten daraus ableiten.Unternehmen, die nicht begreifen, dass ihre Märkte jetzt von Person zu Person vernetzt sind, daraus resultierend intelligenter werden und sich in Gesprächen vereinen, versäumen ihre beste Chance“, heißt es im Cluetrain Manifest.

Optionen und Gefahren für Genossenschaftsbanken

Das Cluetrain Manifest beschreibt zwei Arten der Kommunikation. Zum einen die Kommunikation innerhalb des Unternehmens und zum anderen die Kommunikation zwischen Unternehmen und Marktteilnehmern. Ein vermischen dieser Kommunikationsarten ist nahe liegend, da dieselbe „Sprache“ gesprochen wird.

Es ist nicht verwunderlich, dass auch die Mitarbeiter von Genossenschaftsbanken Social Media bereits sehr intensiv nutzen. Im größten deutschen Business Netzwerk Xing sind eigenen Untersuchungen zufolge bis zu 10.000 Mitarbeiter aus dem genossenschaftlichen FinanzVerbund angemeldet. Die Netzwerkgruppe „Genossenschaftlicher Verbund“ zählt beispielsweise mehr als 3.000 Mitglieder, die mehr als 1.500 Beiträge erstellt haben. Die Gruppe „Raiffeisen-Netzwerk“ ist im Vergleich dazu mit über 7.000 Mitgliedern deutlich größer, mit etwa 500 Artikeln aber weniger aktiv.

Auch eher privat genutzte soziale Netzwerke werden von Angestellten der Volksbanken und Raiffeisenbanken verwendet. In den Netzwerken „meinVZ“, „studiVZ“ und „schuelerVZ“ gibt es über 250 netzwerkinterne Volksbanken- und Raiffeisenbank-Gruppen. Sie haben inzwischen bis zu 760 Mitglieder und die aktivsten Gruppen beinhalten mehrere hundert Beiträge. Im sozialen Netzwerk „wer-kennt-wen“ ergibt sich ein ähnliches Bild.

Die Nutzung sozialer Medien birgt zahlreiche Chancen. Sie ermöglicht den direkten Kontakt zum Kunden und einen offenen Dialog. Die regionale Nähe der Volksbanken Raiffeisenbanken kann so auch im Internet gelebt werden. Darüber hinaus kann jeder einzelne in beruflichen Netzwerken wie Xing seine Fähigkeiten und Erfahrungen darstellen. Nicht zuletzt die Nutzung der sozialen Medien selbst zeigt Medienkompetenz. Pflegt zum Beispiel ein Kundenberater sein Profil in einem sozialen Netzwerk, kann er damit Kunden sowohl Informationen zu seinen Fachkenntnissen als auch einen Eindruck von seiner Persönlichkeit vermitteln. Andererseits erhält der Berater durch seine Vernetzung über Social Networks bestimmte Informationen über seine Kunden teilweise automatisch (beispielsweise Arbeitgeberwechsel, Umzüge, abgeschlossene Weiterbildungen oder Vereinsmitgliedschaften). Damit bekommt er auf einfache Art und Weise Wissen, das für die Kundenbindung wichtig ist und im Beratungsgespräch sinnvoll verwendet werden kann.

Auch in der Öffentlichkeitsarbeit und im Kundenservice ist Social Media ein wichtiges Werkzeug geworden. Es dient dem Aufbau von Loyalität und ermöglicht die Vernetzung mit den Kunden. Gemeinsam mit ihnen können in der Folge zum Beispiel neue Services entwickelt werden. Mit der Präsenz auf und in Social-Media-Plattformen kann in einem bestimmten Gebiet die Kompetenzführerschaft übernommen werden.

Jeder Angestellte, der in Online-Netzwerken aktiv ist, muss sich im Klaren sein, dass er auch dort das Unternehmen repräsentiert. Sowohl private als auch geschäftliche Veröffentlichungen werden dem Unternehmen zugeschrieben und beeinflussen seine Reputation. Dies müssen auch die Unternehmen erkennen, da die Diskussionsbeiträge in der Regel auf fremden und öffentlichen Servern einsehbar sind. In diesem Zusammenhang sollten Mitarbeiter für Themen wie Datensicherheit und Datenschutz sensibilisiert werden.

Der sorglose Umgang mit Unternehmensdaten oder persönlichen Informationen kann Unternehmen auch schaden. Besonders gilt es zu bedenken, dass  Informationen über sehr lange Zeit im Internet auffindbar bleiben. Da die meisten Inhalte auf fremden Plattformen liegen, ist ein einmal gemachter Fehler oder eine unbedachte Äußerung nur sehr schwer zu korrigieren. Geschlossene Benutzergruppen auf öffentlichen Plattformen wie Xing oder studiVZ können leicht eine vertrauenserweckende Atmosphäre schaffen, die Mitarbeiter dazu verleiten könnte, sensible Daten zu verbreiten. Überdies ist zu beachten: Auch diese Diskussionen finden auf fremden und öffentlichen Servern statt. In diesem Zusammenhang sollten Mitarbeiter für Themen wie Datensicherheit und Datenschutz sensibilisiert werden.

Nachrichten und Meldungen – ob postiv oder negativ – können sich durch den Netzwerkcharakter und Transparenz von twitter & Co rasant verbreiten. Wichtig ist es deshalb, dass Unternehmen beobachten und kontrollieren, welche Nachrichten unter Umständen über das eigene Unternehmen verbreitet werden. Nur dann kann es gelingen, bei negativen Meldungen oder Beiträgen zum Beispiel verärgerter Kunden, mit diesen in Dialog zu treten. In jedem Fall sollten sich Unternehmen auf solche Krisenereignisse entsprechend vorbereiten. Glücklicherweise gibt es viele einfache und kostenlose technische Hilfsmittel, die ein Web 2.0 Monitoring ermöglichen. So kann über die Applikationen Tweetdeck, Tweetie oder die Xing-Anwendung „Twitter Buzz“ beobachtet werden, was über das eigene Unternehmen, Marken oder Wettbewerber „getwittert“ wird. Die Konfiguration dieser Hilfsmittel ist einfach. Entscheidend ist jedoch, dass innerhalb des Unternehmens auch festgelegt wird, wer das Monitoring übernimmt, wie das Reporting erfolgt und wer eventuelle bankeigene Social Media Aktivitäten koordiniert und verantwortet.

Social Media vor Ort

Da die Charakteristika von „Social Communities“ auch Risiken für Unternehmen bergen, kann es sinnvoll sein, unternehmensseitig Richtlinien oder Empfehlungen für ihre Nutzung zu entwickeln.

Die Volksbank Bühl hat hierfür eine pragmatische Lösung gefunden: Für ihre Mitarbeiter führt sie Social Media Workshops durch, in denen ausführlich gezeigt und besprochen wird, wie man sich im Web effizient organisieren kann und wie soziale Medien optimal genutzt werden können. Zentrale Themen sind dabei auch Datenschutz und Datensicherheit. Die Ergebnisse des Workshops fließen dann in die Social-Media-Empfehlungen ein, die alle Mitarbeitern erhalten. Mit den Workshops will die Volksbank Bühl einerseits die Nutzung sozialer Medien fördern, gleichzeitig aber die Mitarbeiter auf die sensiblen Aspekte und potenzielle Gefahren hinweisen.

Als modernes und zukunftsgerichtetes Unternehmen nutzt die Volksbank Bühl bereits seit Februar 2009 verstärkt Social Media wie twitter, flickr, youtube und Xing, um sich mit den Kunden aus der Region zu vernetzen. Die Homepage führt über entsprechende Links direkt zu den entsprechenden Social-Media-Diensten (siehe Abbildung 2).

Die Bank nutzt insbesondere twitter zur Beobachtung und Reaktion auf aktuelle Meldungen über Genossenschaftsbanken und speziell über die Volksbank Bühl. Mit vielen kostenlosen Zusatzanwendungen eignet sich twitter für eine zwar oberflächliche, aber schnelle und einfache Marktforschung. Die ersten Erfahrungen sind positiv, wenngleich das Medium twitter selbst im Geschäftsgebiet der Volksbank Bühl noch nicht überall bekannt ist. Allerdings zeigt die steigende Zahl der sogenannten „Follower“ (Personen, die die Kurznachrichten abonniert haben – aktuell mehr als 250) der Volksbank Bühl, dass es wichtig ist, neue Wege der Kommunikation zu beschreiten (siehe Abbildung 3).

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Genossenschaftsbanken für die Verwendung von Social Media prädestiniert sind. Das Wertegerüst der genossenschaftlichen Idee korrespondiert in nahezu allen Dimensionen mit den Grundprinzipien des Internets. Die Herausforderung ist, die Mehrheit der Ortsbanken davon zu überzeugen und die 14 Stärken der Volksbanken Raiffeisenbanken in die Moderne zu übersetzen.

Wer seinen Kunden nah sein will, muss dort sein, wo sich Menschen mit Finanzthemen beschäftigen. Mit dem Cluetrain Manifest gesprochen: Die Banken müssen dort sein, wo Finanzgespräche stattfinden.

Im Zeitalter des Internets entscheiden Kunden über diesen Ort. Immer häufiger nutzen sie dafür die „Datenautobahn“ mit ihren sozialen Plattformen und Tools. Dort suchen Verbraucher authentische und transparente Gespräche über Finanzen. Sie möchten sich ganzheitlich informieren, verschiedene Meinungen einholen und sehen, wie Produkte und Berater von anderen Verbrauchern bewertet werden. Die Konsumenten suchen Gesprächspartner, denen sie vertrauen können, die auf Augenhöhe kommunizieren und die nicht maßgeblich von Eigeninteressen getrieben sind. Sie legen Wert darauf, sich in einem Umfeld zu bewegen, das sie beherrschen und in dem sie sich wohl fühlen. Deshalb ziehen sie immer häufiger das Internet der Filiale vor. Für Volksbanken und Raiffeisenbanken ist dies Gefahr und Chance zugleich. Deshalb ist wichtig, sich mit den Entwicklungen des Web 2.0 auseinanderzusetzen und Strategien zu entwickeln, das veränderte Kommunikationsverhalten in sozialen Medien für die eigene Bank nutzbar zu machen und den Kundenkontakt an dieser Schnittstelle nicht zu verlieren.

Weitere Diskussion zum Thema unter: www.xing.com/net/bankenmarketing


http://www.bankinformation.de/php_fe/index.php?ID=63&rubrikID=3326&unterrubrikID=3619&artikelID=2730&menu=offen

Kategorien: Banken · Social Media
Mit Tag(s) versehen: , , ,

Der Kundenberater kommt aus dem Prospekt

Dezember 2, 2009 · 2 Kommentare

In meinem Beitrag zum mobilen Banking habe ich eine mögliche mobile Anwendung vergessen. Wie sieht es eigentlich mit dem Einsatz von „Augmented Reality“ im Banking Bereich aus. Bietet sich da vielleicht sogar ein Ansatz den guten alten Kundenberater doch noch in die Moderne zu retten. Banken bzw. deren Mitarbeiter sind sich ja sicher, dass die Filiale auch in 20 Jahren noch genauso wichtig ist wie heute. Wobei sie ja eigentlich nicht die Filiale meinen, sondern die Beratung.

In der WeltKompakt und in der DeBug habe ich in der letzten Woche 2 sehr interessante Artikel (in der De:Bug beschäftigt sich gleich mehrere Artikel mit dem Thema) zum Thema Augmented Reality gelesen und in diesem Film kann man ganz gut erkennen, was heute schon alles möglich ist.

So und jetzt muss man  nur mal einen Schritt weiter denken. Nehmen wir den beliebten Flyer oder das beliebte  Prospekt und auf einmal springt der Kundenberater heraus . Oder es werden Filme aufgerufen, welche das Finanzprodukt ganz genau erklären. Und irgendwie kann es dann doch gar nicht mehr so schwer sein, einen Live Berater hinzuzuschalten. Die Frage ist dann natürlich, welcher Berater bzw. welche Beraterin das vorhergehende Casting gewinnt?

Kategorien: Banken · Mobile Banking · Online Marketing
Mit Tag(s) versehen: , , ,

Banken werden Iphone Apps lieben lernen

November 30, 2009 · 3 Kommentare

Kommt nun endlich der Durchbruch für das mobile Internet und damit auch für das mobile Banking? Wird „Mobile Banking“ eine ähnliche Killerapplikation wie das „Online Banking“ werden oder
wird eine ganz andere Anwendung zu „Everybodies Darling“ innerhalb der Finanzbranche .

Die Top Ten von Gartner

Das Beratungsunternehmen Gartner hat unlängst eine Liste der 10  wichtigsten und vielversprechendsten Anwendungen für Verbraucher für 2012 veröffentlicht:

  1. Money Transfer
  2. Location Based Services
  3. Mobile Search
  4. Mobile Browsing
  5. Mobile Health Monitoring
  6. Mobile Payments
  7. Nearfield Communicationshttp:
  8. Mobile Advertising
  9. Mobile Instant Messaging
  10. Mobile Music

Hier ausführlichere Infos via MobileZeitgeist

Und wie man sieht, taucht Mobile Banking hier überhaupt nicht auf. Stattdessen wird die Geldüberweisung und das Bezahlen mit dem Mobiltelefon als explizit die Finanzbranche betreffende Killer Applikationn genannt. Wobei  natürlich auch Location Based Services, Mobile Search, Mobile  Browsing, NFC und Mobile Advertising  bedeutsam für die Finanzindustrie sind. Aus meiner Sicht wird das Mobiltelefon immer stärker die Kaufenstscheidung am Point of Sale also z.B. auch in der Filiale beeinflussen, denn prinzipiell besitze ich durch das Mobiltelefon zu jeder Zeit die Möglichkeit mir Produktinformationen oder auch die Meinung anderer Verbraucher einzuholen. Insofern spielt hier auch Mobile Social Media eine Rolle. Marken, und Dienstleistungen stehen zu jeder Zeit auf dem Prüfstand und werden in Echtzeit ausgehandelt.

Steigende Bedeutung des mobilen Internets innerhalb der Finanzbranche

Indizien für eine steigende Bedeutung des mobilen Internets für die Finanzbranche gibt es aktuell einige. Wie ist beispielsweise die Kooperation zwischen Vodafone und der Deutschen Bank zu interpretieren.

http://www.forium.de/redaktion/deutsche-bank-und-vodafone-kooperieren/

Bei Finextra wird dem mobilen Banking vor allem in den nicht so entwickelten Ländern eine grosse Zukunft vorausgesagt und ein Milliarden Markt prognostiziert. In den Schwellen- und Entwicklungsländern aber auch in Ländern wie Japan und Korea ist der Mobile Banking Boom ja bereits lange ausgebrochen. Filialen und auch klassische Bezahlverfahren werden hier immer stärker ersetzt.

http://www.finextra.com/news/fullstory.aspx?newsitemid=20770

Und dann gibt es ja auch noch den Start von Nokia Money. Und man könnte sich an dieser Stelle fragen, ob die Banken überhaupt schon erkannt haben, dass hier Telekommunikationsanbeiter in ihre Märkte eindringen und für das Angebot von Bankdienstleistungen ja eigentlich keine Bank sondern lediglich eine Banklizenz benötigen. Zwar zielt Nokia aktuell auch eher auf die Märkte in Schwellen- und Entwicklungsländern ab, aber auch in unseren Breitengraden kann „mobile Payment“ durchaus schnell zu einer von Verbrauchern nachgefragten Anwendung sein. Wenn sie mich fragen: Ich würde viel eher mobil bezahlen als mobil auf mein Banking zugreifen.

via. wirelessfederation

Und nicht nur die Mobilfunkanbieter wollen in diesen Markt. In Großbritannien hat Woolworth ähnliche Interessen. Und kennen sie eigentlich schon das Kreditkarten Terminal für das iphone? Oder die Möglichkeit Checks mit dem iphone einzulösen? Hier kann man mehr erfahren.

http://brandonmcgee.blogspot.com/2009/08/mobile-banking-updates-aug-4.html

Moderne Banken besitzen ein Iphone App

Was heute bereits als Trend erkennbar ist, in der Liste von Gartner aber nicht auftaucht, sind die mobile Anwendungen, die aktuell vor allem im Umfeld des Iphones eine immer größere Rolle spielen. Die Finanzindustrie hat den App Store und das Iphone entdeckt. Wer etwas auf sich hält und sich als moderner und innovativer Finanzdienstleister betrachtet, braucht heute ein App im Apple Store. Dieser Trend ist inzwischen so manifest, dass es sich lohnt einmal genauer auf bzw. in den App Store zu schauen.

Im deutschen App Store findet man inzwischen ca. 1520 Finanzapps und die Zahl der Apps von deutschen Anbietern steigt kontinuierlich. Das Einstiegsapp ist dabei in der Regel die Geldautomaten- oder Bankensuche sowie mobile Banking Applikationen oder Zugänge.

Top Apps gekauft

1. Mobile Butler
2. Kosten Check D 1
3. IExpenseit
4. S Banking
5.IOutBank Pro

Topp Apps kostenlos
1. S-Finanzstatus
2. Börse (Aktien + Co)
3. IExpensit Lite
4. Mobile ButlerLite
5. IOutBank

Inzwischen verfügen die Sparkassen, die Postbank und die Apo Bank über eine eigenes mobile Banking App. Eine Geldautomaten- und Bankensuche gibt es von den Sparkassen, der Apo Bank, der Postbank und der Berliner Volksbank, wobei Apo Bank und Postbank die Geldautomatensuche und das Banking in eine App gepackt haben. Mit der Möglichkeit zur Individualisierung und der Organisation eigener Ansprechpartner sowie der Newsletter Integration bietet das Apo App weitere nützliche Services. Auch die Deutsche Bank besitzt mit ederivates ein eigenes App.

Auch wenn ein Trend erkennbar ist , muss man insgesamt das Fazit ziehen, dass deutsche Banken und Versicherungen bisher – um es freundlich auszudrücken – eher zurückhaltend in der Entwicklung von Iphone Apps sind. Wobei man natürlich auch sagen könnte, dass etwas mehr als eine Millionen Iphone Nutzer möglicherweise noch keinen hinreichenden Grund für die Berücksichtigung des App Stores liefern. Dennoch erwarte ich für das Jahr 2010 weitere Aktivitäten in diesem Bereich. Man kann dann auch gespannt darauf sein, ob es zu keativen und nützlichen neuen Ideen kommen wird oder ob – wie bisher – eher eine Moblilisierung bereits vorhandener und klassischer Internetapplikationen stattfindet. Wie in der Bankenbranche üblich, wird es in jedem Fall zu Nachahmungseffekten kommen, denn schon bald wird es zum guten Ton gehören, mindestens eine Geldautomatensuche oder eine Banking Applikation anzubieten.

Die wenigen deutschen Finance2.0 Anbieter findet man heute noch gar nicht im App Store. Gerade von diesen würde ich innovative Ideen erwarten. Ein App der Fidor Bank AG hätte beispielsweise das Potential dem Trend zur Mobilisierung von Social Media in einem App umzusetzen. NFC und Location based Services wären hier ebenso einsetz- und erwartbar wie „Mobile Money Transfer“ oder gar die mobile Geldbörse?

Hierzu interessante Daten:

New research released by eMarketer Wednesday suggests that activity on sites such as Facebook, MocoSpace and foursquare has been a major driver of mobile Internet use.

The firm predicts that the number of mobile users accessing social networks from mobile devices will reach 607.5 million worldwide by 2013, or 43% of global mobile Internet users. In the U.S., 56.2 million people will be social networking via cell phone by then, accounting for 45% of the mobile Web users.

via. Mediapost

Trend in Deutschland – Boom in den USA

Während man bei uns also bisher nur von einem Trend sprechen kann, ist in den USA bereits der Boom ausgebrochen. Hiervon wird zum Beispiel im Netbanker Blog berichtet, der vom Beginn einer grossen App Veröffentlichungswelle spricht. Dies liegt daran, dass es nicht damit getan sein wird, dass jede Bank ein App anbietet. Es gibt vielfältige Angebote und Handlungsfelder zwischen Verbraucher und Bank, die sich in einer App abbilden lassen. Es gibt darüber hinaus zahlreiche unterschiedliche Zielgruppen mit denen Banken und Versicherungsunternehmen im Austausch stehen, für die sich wiederum unterschiedlich Apps anbieten würden. Die Formel eine Bank ein App ist also falsch. Stattdessen wird die Formel lauten: Eine Bank viele Apps.

There will be an app for each major affinity credit/debit card, one for students, one for small businesses, one for large business, one for senior checking, one for home equity lines, and so on. And, if that’s not enough, there could be a dedicated app for each stock broker, loan officer and mortgage broker. There could be one app for every branch, neighborhood, or region. Right now the search-and-discovery tools at Apple would implode under the weight of all these apps. But they’ll figure that out. It’s worth billions to them.

Die PNC Bank und Wells Fargo werden hier als Beispiele herangezogen, da beide Banken erst kürzlich mehrere iphone Apps auf den Markt gebracht haben

via. netbanker

Und nur mal so am Rande: Es gibt gegenwärtig mehr als 100.000 Apps im App Store. Diese wurden insgesamt 1,5 Milliarden mal heruntergeladen. Und so ganz nebenbei werden dadurch auch die Themen Micro- und Mobile Payment forciert. Die meisten Apps und auch Songs, die ich mir bei Apple herunterlade, lade ich mir unterwegs herunter.

Wir können wohl davon ausgehen, dass die Zahl der weltweiten Banking Apps sehr schnell die Zahl von 10.000 oder sogar 100.000 übersteigen kann. Zumal es ja nicht nur den iphone App Store gibt.

Hier noch ein weiterer interessanter Blog Beitrag:

http://brandonmcgee.blogspot.com/2009/08/mobile-banking-updates-aug-4.html

Kategorien: Banken · Mobile Banking
Mit Tag(s) versehen: , ,

November 23, 2009 · Kommentar schreiben

Lesen und Weiter twittern. Das Leistungsschutzrecht. Rettungspaket für die Verlagsbranche. Guter Artikel v. netzwertig.de http://ow.ly/EY4A

Kategorien: Internet

November 23, 2009 · Kommentar schreiben

Surftipp für deutsche Politiker: Willkommen auf starthilfe50.de http://ow.ly/EY2k

Kategorien: Internet