Countdown. Am 13.01.2014 ist Schluss


Kein Wüstenrot Tag. Keine letzte SEPA Aufforderung. Dieser über wordpress.com gehostete Blog ist am 13.01.2013 Geschichte. Schon seit dem 01.01.2013 gibt es das neue FINANCE ZWEINULL.

Die alte URL http://www.finance20.de wird ab dem 13.01 dann auch auf den neuen Blog umgeleitet. Neue Beiträge gibt es spästestens dann nur noch auf dem neuen Blog. Schaut Euch doch dort auch meinen heutigen Blog Beitrag an. Es geht noch einmal um die Blogparade vom 13.12.2013. Lothar Lochmeier ist meinem Aufruf gefolgt.

Alle neuen Blogbeiträge könnt Ihr dort auch abonnieren. Leider konnte ich nicht alle Abonnenten des alten Blogs übernehmen. Wer also seine Einstellungen nicht ändert, schaut ab dem 13.01. in ein schwarzes Loch. Das wäre doch schade. Oder?

Bleibt mir gewogen.

Kundenberatung 2.0 mit Co-Browsing


 Dies ist ein Gastbeitrag 

Dirk Emminger ist seit 2011 Sales Manager bei Finanz Informatik Technologie Service und für den Neukundenvertrieb zuständig. Im Laufe seiner Karriere hat er die Finanzbranche aus verschiedenen fachlichen Funktionen kennen gelernt: Von der aktiven Kundenberatung über fachliche Trainings bis zum B2B-Vertrieb. Im täglichen Gespräch mit Kunden und Experten diskutiert er gerne über innovative Themen und die Banken der Zukunft.

So stellen sich Digital Natives…

die Bank der Zukunft vor: eine perfekt aufeinander abgestimmte Kombination aus Online- und Filial-Angeboten. Auch im Web wünschen sie eine persönliche Beratung. Für die Online-Beratung gilt noch: Aufsichtsrechtliche Vorgaben wie etwa das Bankgeheimnis sowie der Mangel an adäquaten Beratungsangeboten schränken das Online-Angebot von Banken und Finanzdienstleister ein. Chats und Hotlines liefern online keinen ausreichenden Mehrwert.

Ein neuer Beratungsansatz ist..

Co-Browsing. Die IT-Auguren von Gartner weisen Co-Browsing eine hohe Relevanz zu. Anbieter wie unblu sind mit innovativen Lösungen international erfolgreich, müssen sich in Deutschland aber mit hohen Zutrittsschranken zum Finanzsektor auseinandersetzen. Grund sind die hohen Compliance-Anforderungen, die an den Betrieb von Software in Bank-Rechenzentren gestellt werden. Software-as-a-Service in der Finance Cloud bietet die Möglichkeit, die Lösung schnell zu implementieren, bei gleichzeitiger Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Bedingungen.

Die Vorteile:

Der Wunsch des Fachbereichs nach einer persönlichen Beratung im Web steigert die Kundenzufriedenheit und –bindung und sorgt für wachsende Umsätze im Online-Vertrieb.

Für weitere Informationen oder Fragen:

f-i-ts.de/co-browsing

 

Auch FKK Banking bald möglich


Wer etwas bezahlen möchte brauchte lange Zeit Bargeld. Es folgten Schecks. Dann kamen  EC und Kreditkarte hinzu. Es folgte das Mobiltelefon. Watches und glasses stehen auch schon in den Startlöchern. Und während wir uns noch fragen, wie das alles gehen soll und ob wir Menschen das wirklich brauchen, hat auf der Techcrunch Disrupt SF 2013 Matthew Drake in einem hackathon gezeigt, wie man nur mit Handgesten bezahlen kann.

Wir sprechen hier noch nicht über ein serienreifes Produkt. Ob eine solche Lösung überhaupt einmal auf irgendeinen Markt kommt, können wir auch noch nicht wissen. Aber offenbar ist “fast” alles möglich. Matthew Drake hat für seinen hackathon auf   ein Zahlungsterminal zugegriffen, welches mit Secret Handshake-Software und einem Sprung-Motion-Controller arbeitet. Offenbar verfügen amerikanische Zahlungsterminals teilweise über diese Technologie. Diese Idee würde die Aufwände bei Händlern wohl extrem reduzieren. Die bei Händlern entstehenden Kosten sind ja auch hierzulande noch ein Hindernis für die Durchsetzung von mobilen Payment Systemen.

Vielleicht bringt Drakes Idee oder soll ich lieber sagen Aktion in Deutschland  sogar den Durchbruch für geldloses bezahlen. FKK soll ja hierzulande noch recht beliebt sein und in deutschen Saunen ist Kleidung auch strikt verboten.

Weiterführende Links

Secret Handshake Lets You Pay With Hand Gestures And Leap Motion – No Phone Or Card Required

System uses handgestures for mobile payment

bitcoin economy


Auto kaufen mit bitcoin

In Australien kann man jetzt erstmals ein Auto mit bitcoin bezahlen. Allerdings handelt es sich wirklich nur um ein Auto bzw. einen Autotyp. Bei dem Auto handelt es sich – so kann man bei venturebeat nachlesen – um ein Tomcar, welches wie ein siebziger Buggy mit Mad Max Elementen aussieht.

Was aber noch viel spannender ist. Offenbar setzt das Unternehmen, welches die Autobranche in vielerlei Facetten revolutionieren möchte,  vollständig auf das Zahlungssystem bitcoin

Artikel: You can now buy a car with bitcoin in australia

bitcoin ATM

Vom ersten bitcoin Geldautomat haben kürzlich auch die deutschen Medien berichtet . Dieser steht wohl in Vancouver in einem Cafe und wurde von Robocoin entwickelt. Dort kann man bitcoins erwerben und in die (noch) reguläre Währung umwandeln und dann vor Ort damit bezahlen. Die bitcoin Automaten soll es demnächst auch an anderen Orten geben. In Deutschland wahrscheinlich aber nicht. Oder?  Wer weiss

Artikel: This is the worlds first bitcoin ATM

bitcoin Portfolio anlegen und managen

Die Geldanlage in bitcoin ist nicht mehr nur ein Geheimtipp. Menschen, die ihrer Zeit voraus sind und die sich auch mit ungewöhnlichen Geldanlagen beschäftigen, haben das schon früh erkannt. Allerdings benötigt man sicherlich umfangreiche Kompetenzen, um diesen Schritt zu gehen, den einem sicherlich kein Bankberater in Deutschland empfehlen würde.

Damit die Anlage in bitcoin und andere “Crypto-Währungen” möglichst einfach und für Jedermann zugänglich wird, gibt es in den USA bereits ein startup, welches bitcoin Portfoliomanagement ermöglicht. Das Unternehmen heißt bitblu und befindet sich noch in der Beta Phase

Link auf bitblu

bitcoin Handel mit der Fidorbank

Wenn es um moderne Finanzlösugen geht, dann gibt es nichts von obi oder ratiopharm sondern zumeist von der Fidorbank. Kein Wunder also, dass auch die Fidorbank auf den “bitcointrain” aufgesprungen ist. Vor einigen Wochen verkündete die Fidorbank eine Kooperation mit der bitcoin Handelsplattform kraken.com.

Pressemitteilung auf finanznachricten.de

bitcoin Ökonomie?

Bleibt zum Schluss die Frage, ob wir da einen Trend unterschätzt haben und wir uns womöglich auf dem Weg in die bitcoin Ökonomie befinden. Was meinen Sie?  Vielleicht hilft bei der Beantwortung dieser Frage auch noch dieser interessante Artikel von Felix Reuter Finance Blogger von Reuters.

Artikel: The bitcoin bubble and the future of currencies

Ergänzung

Offenbar plant auch ebay die Akzeptanz von bitcoin als Zahlungsmittel. So berichten zumindest die deutschen Mittelstandsnachrichten und einige andere Medien

Artikel: Online Shopping: Ebay prüft Zulassung von bitcoin als Zahlungsmittel

http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2013/11/56793/

electr(o)fying news: Von C bis Garanti PFM


Kredit für Facebook Fans?

Ein Unternehmen im Vereinigten Königreich möchte Kredite an Menschen vergeben, die ansonsten kein Kredit “mehr” bekommen. Kredit ohne Schufa sozusagen. Das besondere an dieser Idee. Im Kreditantragsformular wird die Zahl der Facebook Freunde erfragt. Ob die gut für den Kreditnehmer und/oder seine Freunde ist, lässt sich noch nicht sagen. Die Daten werden offenbar abgefragt ohne schon genau zu wissen wozu. In jedem Fall soll der Prozess der Kreditvergabe humaner  werden. Wir sind gespannt.

But the second page asks for your car registration and how many friends you have on Facebook.
Paul Noble, chief operations officer of 118118Money says: ‘We’re looking to make it more human and we can learn more about our customers and how to interact. At the moment, we’re collecting data to learn about our customers.’

Mehr lesen: http://www.dailymail.co.uk/money/cardsloans/article-2450471/118118-check-credit-Facebook-status.html#ixzz2iHBQ5szM

Oder direkt besuchen: http://www.118118money.com/

Die Occupy Money Cooperative

Ein weiterer Versuch banking zu verändern. Manche Menschen wollen dies sogar ohne Banken schaffen bzw. sie sehen nur darin eine echte Chance. Das Ziel ist nicht mehr und nicht weniger als eine Revolution. Und das geht so:

The Occupy Money Cooperative is like a bank, but better.
Like a bank we offer access to financial products like prepaid debit cards. And like a bank your money is FDIC insured.
But unlike a bank, you’ll get a better deal.
Because the Cooperative will be run by its members. Which means we won’t have to answer to Wall Street or to profit-hungry directors.

Also eigentlich nennt man das Genossenschaftsbank. Das Menschen trotzdem neue Genossenschaftsbanken zu gründen versuchen, mag auch daran liegen, dass Genossenschaftsbanken zu sehr wie Banken geworden sind und das Wort “Genossenschaft” ein wenig vernachlässigt haben.

Hier mehr zur Occupy money cooperative:  http://www.occupycooperative.com/

Der Blog: http://www.occupycooperative.com/blog

Die Watch kommt

Immer mehr Menschen beginnen die smartwatch auch in ihrer Bedeutung für das banking zu beobachten. In jedem Falls scheint bald die google watch zu kommmen. Es wird spannend. Glasses oder watches? Oder vielleicht sogar Beides?

9to5: http://9to5google.com/2013/10/14/google-watch-is-happening-soon-heavy-into-kit-katgoogle-now-functionality/

Die Garanti Bank weiss, das der Kunde mehr weiss

Deshalb hat die türkische Bank eine nahezu “geile” mobile Anwendung entwickeln lassen. Der Nutzer kann direkt entscheiden, welches Feature er benötigt. Funktioniert ähnlich wie beim Smartphone. Zum Start gab es 15 Apps, die in Kooperation mit Fjord und Accenture entwickelt wurden.  Diese Apps heißen zum Beispiel Cash Tank oder Money Bar und besitzen verschiedene Fähigkeiten bei der Planung der persönlichen Finanzen. Handelt es sich um so eine Art PFM Baukasten? Mehr in diesem Artikel vom American Banker:

http://www.americanbanker.com/issues/178_184/turkish-bank-lets-customers-build-their-own-apps-1062335-1.html

electr(o)fying banknews


WATCHES

Vor einigen Monaten habe ich erstmals über die Bedeutung von Smart Watches für Banken und die Bankdienstleistung geschrieben. Ich halte “Watches” für eine größere Herausforderung als “Glasses”. Die Artikel tragen den Titel

Neue Herausforderung für Banken: Smart Watches

Die Bank am Handgelenk

Nun ist es also  passiert. Hier ist es

Das erste “smartwatch banking”. Die Australian St George Bank entwickelt die erste banking App für eine smartwatch.

http://www.bankfutura.com/2013/10/smartwatch-banking/

Die Chance eine eigene Bank – Smartwatch zu entwickeln ist also noch da

FINANCE20 KONFERENZ

In der Schweiz gibt es nun eine Finance 2.0 Konferenz. Leider konnte ich der Einladung zur Teilnahme nicht folgen. Also muss ich die diversen Blogs durchforsten, um herauszubekommen, welche spannenden Themen dort besprochen wurden. Einem Artikel der Schweizer Computerworld zufolge tut sich die Schweiz vor allem noch schwer mit dem Social Banking, der Artikel meint damit in erster Linie Banklösungen und -angebote, die mobile Technologien und das soziale Internet nutzen bzw. einbeziehen. Auf der Konferenz bot sich nun für die etablierten Banken die Chance eine Nachhilfestunde zu nehmen. Ändern wird dies wahrscheinlich wenig, denn Nachhilfestunden bekommen ja alle Banken, in fast allen Nationen zu allen möglichen Gelegenheiten nicht nur auf Konferenzen  sondern auch in den Medien und vor allem im Internet. Geholfen hat es bisher wenig. Nimmt man mal einige wenige besonders innovative Player wie die Fidorbank, BBVA, ING, Citi, Barclay, mbank, Alior Sync aus. Erwähnen – das sei hier erlaubt – möchte ich auch die Volksbank Bühl, für welche die jetzt schon vollzogenen Innovationen ungleich schwerer zu erreichen waren, als für die eben genannten Unternehmen, zumal Innovation sich nicht auf Technologie beschränken lässt.

Ganz so unbeleckt sind die Schweizer übrigens nicht. Immerhin gibt es die Next Generation Finance Invest von Marc Bernegger, die in innovative Finanz startups investiert. Bernegger nannte  in dem Artikel auch gleich die Gründe, weshalb sich die Schweiz in Sachen Finance 2.0 noch ein wenig schwer tut:

 Als Gründe für die aktuelle Zurückhaltung hierzulande sah Bernegger die vergleichsweise geringe Verbreitung von Social Media im professionellen Umfeld und die Zurückhaltung bei den Verbrauchern. Auch die Regulierung bilde eine hohe Hürde für den Markteintritt.

 Schweiz tut sich schwer im Social Banking (computerworld.ch)

Ein HERZ ÖFFNET VIELE TÜREN

In einer Welt voller LogIn Zwänge und knackbarer Passwörter wird das Gefühl von Unsicherheit und der Wunsch nach mehr Sicherheit virulent. Die Zivilisation schafft mit jedem scheinbar gelöstem Problem mindestens ein neues Problem. Wer kann uns Sicherheit bieten? Sollte Sicherheit nicht gerade auch ein Angebot der Banken sein, vielleicht der Strohalm auf der Suche nach einem Mehrwert und einer Bestandsgarantie?

Nur warum kommen dann die wirklich beeindruckenden Ideen mal wieder aus einer anderen Richtung. Zum Beispiel ein Armband, das dafür sorgt, dass wir uns mit unserem Herzschlag identifizieren können. Deshalb get Nymi

Mehr bei Slidehare: http://www.springwise.com/wristband-replaces-keys-passwords-users-heartbeat/

THE GREAT HOLVI

Holvi ist ein wirklich beeindruckendes banking start up. Das Prinzip des “Holvi – bankings” ist einfach erklärt. Man fügt dem banking einfach den Kontext hinzu, in welchem es sich bewegt: Also den Menschen um uns herum, den Kundenwünschen, -bedürfnissen, – und Aufträgen, den Bildern, den Orten. Außerdem verfolgt man das Ziel interaktiver, dialogischer und mehr aktiverender als Banken zu sein.

Aber lesen Sie selbst das Interview mit Holvi Gründer Kristoffer Lawson im moneymakermagazin

Auch Fußballvereine machen jetzt crowdfunding

Und zwar der Hamburger SV. Nicht weil man einen Spieler braucht, aber weil die gute Tat eben auch für gutes Image sorgt. Komisch eigentlich dass Fußballvereine hier klüger als Banken sind.

Info Beitrag auf Sat 1 regional

Hohe Zeit für Innovations und Transformations Zentren


Dürfen Banken sich weiter in Sicherheit wiegen? Sind die Banklizenz oder mehr als 30 Millionen Kunden ein beruhigender Grund zu der Annahme, dass der Bankenbranche oder einzelnen Banken nicht das widerfährt, was den Unternehmen der Musikbranche, der Zeitungsbranche und nun auch der Bücherbranche schon so arg zusetzte?

Darf man über Fidor, crowdfinance, Social Banking Unternehmen wie Lendstar, Pocket United, kleine Payment Anbieter wie izettle usw. müde lächeln und Ihnen dauerhaft nicht vielversprechende Geschäftsmodelle unterstellen? Oder muss man auf der anderen Seite sogar befürchten, dass die EU Finanzregulierung nicht nur die vielen neuen Player stärken wird sondern auch jene großen Banken, welche die Finanzkrise mit verursacht haben?

(Siehe hierzu diesen Artikel von Mark Fehr aus der Wirtschaftswoche)

So viele Fragen. So wenig Antworten. So wenig Mut. Es könnte doch gut gehen, lasst uns warten was passiert, denn die Zeit spricht für uns.

Aber auch wenn wir uns nicht absichtlich für das Warten entscheiden. Es wird nichts passieren, denn im Schloss gibt es keine Innovation. Schlimmer noch wenn sich die Entscheidungsgewalt auf viele Schlösser (einige große und ganz viele kleine) verteilt.

Also was wird gebraucht? Innovations- und oder Transformations Unternehmen, die von außen die Aufgabe bekommen ein Unternehmen oder eine Bank umzugestalten und auf Zukunftsfähigkeit auszurichten.

Einige Beispiele gefällig:

(Alle Beispiele aus dem Blogpost: Which bank demonstrates the most innovation von Chris Skinner)

Das BBVA Innovation Centre. Ein Ort wo aus Ideen echte  Innovationen werden. Hier entstehen Ideen und werden in einem Prozess des erarbeitens und erprobens zu Prototypen entwickelt, die dann wiederum analysiert und bewertet werden, bevor sie zu Produkten oder Angeboten der BBVA werden. Sozusagen ein institutionalisierter Design Thinking Ansatz. Mit Ergebnissen: Die BBVA hat beispielsweise als erste europäische Bank Personal Finance Management eingeführt.

http://www.youtube.com/watch?v=nVI7DoBNtvQ

Das Innovation Centre arbeitet zusätzlich mit großen Technologie, Universitäten und Beratungspartnern zusammen, die nicht aus der Organisation kommen. A piece of Open Innovation

Capital One sieht sich selber als Labor für amerikanische Bank Innovation. Das Unternehmen verhält sich eher wie ein Technologie Unternehmen. Im Jahr 2011 entstand die neue Einheit: Capital One Labs, die in einem eigenen inspirierenden Gebäude sitzt. Innerhalb des Unternehmens arbeiten in der Regel Teams mit jeweisl 3 Personen zusammen. Ein Business Analyst, ein Techniker und eine Designer. Jedes Team arbeitet an einem speziellen Projekt und muss innerhalb von 6 Monaten konkrete Resultate erzielen.

Darüber hinaus werden regelmäßig Meetings oder Hackathons mit externen durchgeführt. Zum Beispiel mit Studenten.

https://capitalonelabs.com/

Citi hat inzwischen verschiedene Innovation Labs. Das erste wurde 2009 in Irland entwickelt, welches auch mit der irischen Regierung zusammen arbeitet. Kürzlich wurde eine 24 Millionen Dollar schweres Innovationsprojekt für eine intelligente Payment Lösung der nächsten Generation  angekündigt. Damit wurden allein in Irland bereits 100 Millionen Dollar in Forschung und Entwicklung investiert. 100 Mitarbeiter sind dort mit dieser Thematik befasst.

ING betreibt in Amsterdam das sogenannte Customer Experience Center (ICEC), welches für Mitarbeiter unterschiedlicher Branchen, vor allem natürlich Banken zugänglich ist. Hier werden in erster Linie von der Bank entwickelte Innovation gezeigt oder es werden Zukunftsvisionen vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Ähnlich wie das GAD Innovationsforum in Münster

Hilfe von außen

Die Unterstützung von außen ist darüber hinaus wohl dringend erforderlich. Kann man mit start ups zusammen arbeiten und in diese investieren. Auch diese Frage sollte schnell auf die Tagesordnung kommen. Im Ausland hat man diese Notwendigkeit offenbar bereits erkannt. Im Bankstil Blog gibt es einen ebenfalls sehr interessanten Artikel dazu:

Wie FinTech Start-Ups das Banking verändern – Leumi, Elevator, Innovation Lab, SixThirty u.a.

Besonders das Beispiel der israelischen Leumi Bank scheint nachahmenswert. Zusammen mit Elevator hat man ein Programm aufgesetzt, das Unternehmen unterstützt, die IT Lösungen für das Banking entwickeln. Vor allem das Nutzererlebnis und der Prozess stehen dabei im Mittelpunkt.

Hohe Zeit

Ich denke es ist an der Zeit, das deutsche Banken hier ebenfalls aktiv werden. Dabei ist aber der Ausbruch aus den alten Strukturen zwingend erforderlich. Denn wieso sollte man etwas reparieren, was anscheindend nicht kaputt ist. Ich glaube das ist von Alf

Banken und die “collaborative Economy” (Teil 1)


Banken und die "collaborativve Economy"Ein Wirtschaftssystem in dem Eigentum und Zugang zwischen Menschen, Startups und Unternehmen geteilt wird, das ist die Collaborative Economy. Einem solchen Wirtschaftsmodell nähern wir uns gerade an und diese Entwicklung wirft vor allem für die klassischen, etablierten und nicht digitalen Unternehmen einige Fragen auf. Nach Social Media und der Demokratisierung von Information und Interaktion, werden nun auch Produkte und Dienstleistungen geteilt und Unternehmen, welche dieses Teilen organisieren, gewinnen an Bedeutung mit entsprechenden Konsequenzen für Unternehmen, deren Geschäftsmodelle darauf ausgerichtet sind.

Nun ist das Teilen unter Menschen keine neue Entwicklung und keine Errungenschaft der Digitalisierung. Teilen ist  – so schreibt GDI Forscherin Karin Frick in der aktuellen  Ausgabe der GDI – Impuls – das Fundament menschlichen Zusammenlebens. Wir haben das Teilen mit der Zunahme unseres Wohlstandes ganz einfach verlernt (vielleicht ist uns auch systematisch entlernt wurden?) und durch den einsamen Konsum, der uns nicht nur vereinsamt sondern auch von unseren sozialen Verbindungen entfremdet, ersetzt. Das nun die kollaborative oder teilende Ökonomie entsteht, hat verschiedene Gründe. Diese sind sozialer, ökonomischer und technologischer Natur.

Was die kollaborative Ökonomie treibt

In vielen Volkswirtschaften verschlechtern sich die ökonomischen Verhältnisse. Die bisherige Unvereinbarkeit von wachsenden Volkswirtschaften und dem gleichzeitigen Schutz und  Erhalt des Ökosystems in Verbindung mit einer weiter wachsenden Weltbevölkerung führen bei vielen, vor allem den jüngeren über soziale Medien weltweit vernetzten, Menschen zu neuen Denk- und Verhaltensweisen, die durch neue Technologien erst ermöglicht werden.

Teilen, Nachhaltigkeit, eine andere Einstellung zu und andere Erwartungen an Unternehmen und Marken stehen auf der Tagesordnung. Jüngere Generationen entwickeln auf der Suche nach Verortung, Zugehörigkeit und Identität andere Ideen vom zusammen leben und der Organisation von Arbeit und Zusammenarbeit. Viele Unternehmen entstehen nicht  nur, um dem Gründer und seinen Mitarbeitern ein Einkommen zu sichern sondern auch  weil die Gründer eine andere Vorstellung von Ökonomie haben und den etablierten Unternehmen zeigen möchten, dass wirtschaften nicht unbedingt aus Raubbau an Natur und Mensch, Egoismus und rücksichtslosem Profitstreben bestehen muss.

Die Ökonomie der Zukunft könnte wieder eine Ökonomie des Teilens werden, die – so schreibt Karin Frick – den Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken und suffiziente Verhaltensweisen fördern werde. Die Geschäftsmodelle der „collaborative Economy“ stellen dabei eine Herausforderung für die alte Ökonomie dar. Natürlich auch für Banken

Die Altimeter Group spricht von einer nicht mehr aufzuhaltenden Bewegung und hat ca. 200 Unternehmen der Sharing Economy genauer betrachtet. Im Banken Markt sind dabei Trends wie crowdfinance, p2p lending und auch Social Banking zu erkennen, bei denen Banken als Mittelsmann ersetzt werden, bzw. dort wo es regulatorisch noch erforderlich ist, in den Hintergrund gedrängt werden. Als herausragendes Beispiel nennt die Altimeter Group lending Club, die inzwischen mehr als 2 Milliarden Dollar an Krediten vergeben – sagen wir besser- vermittelt haben. Auch weiß die Altimeter Group von ersten Banken zu berichten, die zumindest in Kooperation mit Unternehmen der kollaborativen Ökonomie getreten sind. Zum Beispiel citi:

http://citibikenyc.com/

Die Säulen der kollaborativen Ökonomie

Die Geschäftsmodelle der Unternehmen der collaborative Economy beruhen auf drei Säulen, die teilweise einzeln und teilweise auch in Kombination vorkommen. Diese Säulen sind:

  • Company as a service
  • Motivate a Marketplace
  • Provide a Platform

Um die Bank als Servicedienstleister zu verstehen bzw. zu betreiben gilt es auf die Tatsache zu reagieren, dass Verbraucher verstärkt Zugang zu Produkten und Dienstleistungen wünschen, ohne diese zu besitzen. Unternehmen müssen also die Beziehung zum Verbraucher verändern und neue Leistungen wie die Möglichkeit zum Mieten, zum Abonnieren oder kurzfristigem Leihen anbieten.

Beim zweiten Modell “Motivate a Marketplace” geht es darum einen Marktplatz zu managen oder zu organisieren, den man nicht mehr selber besitzen kann. Das Ziel besteht also darin den Menschen dabei zu helfen, die erwünschten Aktionen untereinander abzuwickeln. Man könnte also sagen sich selbst zu helfen und der aufmerksame Genossenschaftsbanker sollte an dieser Stelle aufhorchen. Für die Bank geht es dann also darum in einen Marktplatz einzusteigen, der sich in der Sharing Economy bereits entwickelt hat bzw. sich gerade entwickelt.  Hier gibt es eine Menge von Aktivitäten, die auch die Bank als Betätigungsfeld prüfen könnte. Es geht grundsätzlich um die Weiterveräußerung von Produkten, Mitinhaberschaft, der Tausch von Waren, die Kreditvergabe oder auch die Förderung gegenseitiger Schenkungen. Gerade in ländlichen Regionen wird der Bedarf nach dieser Art von Marktplatz wachsen.

Und schließlich – in der dritten Phase – kann das Unternehmen oder die Bank eine Plattform anbieten, welche das Ziel verfolgt die eigenen Kunden bzw. die Verbraucher zu stärken und diese dazu führt zukünftige Produkte und Services selbst zu erstellen. Stichworte wären: Kollaboration, Cofunding, Cobuilding, Codesign, Coselling, CoRevenue Sharing usw.

Ende Teil 1

Lesen Sie am Montag den zweiten Teil: WAS BANKEN TUN KÖNNEN

Banken und die Digitalisierung ihrer Branche


Vor einigen Wochen hatte ich die Gelegenheit einen

Eine kleine Bankfiliale

Eine kleine Bankfiliale

Vortrag an der Universität Stuttgart vor Studenten im Grundstudium des Fachbereichs Finanzwirtschaft zu halten. Der Vortrag fand im Rahmen einer Veranstaltungsreihe mit dem Titel Financial Hotspots statt. Initiator dieser Veranstaltung ist Professor Dr. Henry Schäfer. Die Gelegenheit vor mehr als 200  jungen Zuhörern über die Digitalisierung der Finanzbranche zu sprechen und zu diskutieren, habe ich sehr gerne genutzt. Hierfür habe ich einige Folien zusammen gestellt, die ich inzwischen etwas überarbeitet auch bei Slideshare veröffentlicht habe. Mein Ziel war es dabei darzulegen unter welchen Voraussetzungen Banken zu einer Veränderung gezwungen sind, dass die Zeit nunmehr dafür reif ist und welche technologischen Trends diese Entwicklung treiben. Anschließend habe ich einige Trends dargestellt, die aktuell in Deutschland recht präsent sind und daraus entsprechende Anforderungen für Banken abgeleitet. Wie können Banken auf die Digitalisierung ihrer Branche reagieren. Zum Schluss dann noch der Versuch einige – aus meiner Sicht – sehr moderne und wegweisende Banking Ansätze vorzustellen und deren Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten.  Das Thema Regulierung, welches mit Sicherheit negative Auswirkungen auf die Innovationsfähigkeit der Banken hat, habe ich dabei nicht betrachtet. Der ein oder andere meiner Leser wird vielleicht eine Inspiration in den Folien finden und hat Interesse an einem weiteren Austausch.

In dem Vortrag habe ich natürlich auf vorhandenes Material und auf Ideen zurückgegriffen. Eine Folie von Andre M. Bajorat habe ich beispielsweise vollständig übernommen, da es ihm sehr beeindruckend gelungen ist, darzustellen, das man bereits heute schon ohne Banken auskommen könnte, wenn man es denn drauf anlegen würde.

Ein Trend sich gänzlich von Banken abzuwenden – wie  aktuell in den USA zu beobachten –  gibt es in Deutschland nicht. Auch Ron Shelvin, Brett King und Brian Solis – 3 ausgesprochene Experten der Digitalisierung – haben mich stark inspiriert.

Lesen Sie aber nun den gesamten Slideshare Vortrag über Banken und die Digitalisierung ihrer Branche. Und feuer frei für Lob, Kritik, Anregungen und Diskussionsansätze. Ihr könnt das ganze Wochenende zum laden der Wortgewehre nutzen.

Hier der ganze Vortrag von Andre M. Bajorat

http://paymentandbanking.com/2013/06/26/chancen-die-banken-verpassen-oder-geht-moderner-zahlungsverkehr-auch-ohne-banken/