Finance 2.0

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Triodos Internetauftritt und ein Kreditticker

November 26, 2009 · Kommentar schreiben

Hatte heute während eines Workshops ganz kurz die Gelegenheit per iphone die Internetseite der nachhaltigen Triodos Bank zu betrachten. Mein kurzer erster Eindruck. Sehr emotional, sehr übersichtlich, sehr einfach und verständlich. Darüber hinaus erfolgt die direkte Integration von Social Media Elementen, diese laufen also nicht einfach nebenher (wie z.B. bei der Noa Bank). Auch bei der Triodos Bank ist man offensichtlich der Meinung, dass Social Media zu einer nachhaltigen, transparenten und authentischen Bank dazugehört. Es gibt keine Berührungsängste und keine übertriebene Hervorhebung der Aktivitäten. Die Integration in die Bankenseite wirkt beinahe schon selbstverständlich. So als sei Social Media Normalität und nicht Hype.

http://www.triodos.de/

Die Triodos Bank ist auf youtube und bei Facebook aktiv, betreibt einen eigenen Blog und auch ein Forum.

Eine weitere interessante Info in Sachen Social Media fand ich bei p2p Kreditie.com. Auf twitter gibt es jetzt einen Kreditticker, welcher die Kreditsummen von auxmoney und smava anzeigt.

http://twitter.com/Kreditticker

 

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Die Bankenwelt vorm Wochenende

November 20, 2009 · 1 Kommentar

Eigentlich gibt es in der heutigen Zeit ja gar kein Wochenende mehr, aber für eine Überschrift erfinde ich es einfach neu. Hier einige interessante Links rund um und aus der Bankenwelt. Natürlich immer (oder fast immer) mit Bezug zum Internet oder Social Media:

Beginnen wir mit der DAB Bank, deren Kundenmagazin in diesen Tagen erstmals auch als e-Magazin zur Verfügung steht. Ein wenig spät für eine echte Online Bank. Aber dennoch hier die Info via Forium.de

http://www.forium.de/redaktion/dab-bank-kundenmagazin-nun-auch-als-emagazin/

Cortal Consors ist da schon einen Schritt weiter. Meines Wissens die erste deutsche Bank mit einem eigenen Facebook App. Welche Aktie bist du? lautet der Name des kleinen Programms. Hier eine ausführlichere Beschreibung der Funktionsweise. Gefunden auf der Seite von Forium.de

Cortal Consors hat mit Unterstützung der Digitalagentur Plan.Net eine Facebook-Anwendung entwickelt, mit der sich augenzwinkernd feststellen lässt, welche Aktie zur eigenen Persönlichkeit passt. Cortal Consors nutzt so die große Reichweite der Facebook-Plattform für eine spielerische, aber dennoch markenorientierte Kommunikation mit den Usern. Ab sofort kann das Quiz “Welche Aktie bist du?” von allen Nutzern des Social Networks unter http://apps.facebook.com/welcheaktiebistdu aufgerufen werden. Das Quiz zählt in Deutschland zu einer der ersten gebrandeten Anwendungen, die ein Unternehmen auf Facebook bereitstellt. Nach der Beantwortung von fünf Fragen wird ermittelt, welche Aktie am besten zu den zuvor markierten Multiple-Choice-Antworten passt. Zehn Wertpapiere namhafter Unternehmen stehen zur Auswahl – von den Gewinnern bis zu den Verlierern am Markt reicht die Palette der möglichen Aktien, die zur eigenen Persönlichkeit passen könnten. Auf der Ergebnisseite werden außerdem Infos zu Cortal Consors bereitgestellt, es ist möglich Facebook-»Fan« der Direktbank zu werden, Aktienkurse abzurufen oder aktuelle Angebote auf dem Finanzportal von Cortal Consors zu nutzen.

http://www.forium.de/redaktion/cortal-consors-startet-eigene-facebook-app/

Bei der Suche des Facebook Quizes ist mir dann  direkt  aufgefallen, dass Cortal Consors auch eine eigene Facebook Gruppe hat, die natürlich sofort in meine „SocialFinanceListe“ aufgenommen wird.

http://www.facebook.com/home.php?#/pages/Cortal-Consors/86220828052?ref=search&sid=548902682.2028996522..1

Die Social Banking Diskussion nimmt weiter fahrt auf. Dies ist nicht zuletzt den vielfältigen Aktivitäten von Lothar Lochmaier zu verdanken und seinem „freundlichen Banken Manifest„. In seinem Blog findet sich aktuell z.B. ein lesenswertes Interview mit Mathias Kröner von der Fidor Bank AG. Eventuell ist ja eine Bank, die  von Kunden gestaltet wird, ja die höchste Form von Social Banking.

Das Interview:

http://lochmaier.wordpress.com/2009/11/19/fidor-interview-was-ist-eigentlich-community-banking/

Und als Ergänzung noch ein Video Interview mit Mathias Kröner. Aufgenommen auf einer Kundenveranstaltung der VR NetWorld GmbH.

Lothar Lochmaier setzt sich in seinem Blog mit meiner Präsentation: Social Banking (was ist das überhaupt) auseinander und liefert Antworten auf meine Fragen.

Hier ein Auszug:

Damit sind wir bei der „sozialen Sprengkraft“ des Begriffs Social Banking angekommen. Denn das Social Banking der „zweiten Generation“, wie ich es nenne, hat mit der ersten Generation der sozialen Fürsorge für vernachlässigte gesellschaftliche Randgruppen nur wenige Schnittstellen gemein. Deren Prominentester Vertreter ist die „Bank der Armen“, die vom Friedensnobelpreisträger Muhamad Yunus gegründete Grameen Bank.

http://lochmaier.wordpress.com/2009/11/19/diskussion-was-ist-oder-was-konnte-social-banking-sein/

Und hier noch mal meine Slideshare Präsentation.

Und noch ein interessantes Thema mit dem sich Lothar Lochmaier beschäftigt. Warum verschlafen die Direktbanken eigentlich das soziale Internet? Die Antwort ist einleuchtend: Weil sie es nicht nutzen können.

http://lochmaier.wordpress.com/2009/11/18/social-media-warum-direktbanken-das-soziale-internet-verschlafen/

Und was machen eigentlich die Menschen in Zeiten der Finanzkrise. Sie sind verängstigt wie ein Umfrage der Apotheken Umschau zeigt. Was ja angesichts unserer eher defätistischen und wenig aufklärerischen Medienlandschaft kein Wunder ist.

Viele Deutsche haben Angst vor finanziellen Problemen. Gleichermaßen befürchten sie soziale Spannungen und Ungerechtigkeiten. Das belegen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der “Apotheken Umschau”. Gut jeder dritte Bundesbürger (35,3%) hat große Angst davor in wirtschaftliche Not zu geraten.
Ebenso viele (33,0%) gaben an, sie befürchteten, dass ihre Rente im Alter nicht ausreichen könnte. Mehr als ein Viertel der Befragten (28,6%) äußerte sich außerdem besorgt, dass wachsende Unterschiede zwischen Arm und Reich zu großen sozialen Spannungen führen könnten. Angst vor einer erneuten Wirtschaftskrise zu haben, bekannte ebenfalls jeder vierte Befragte (27,7%).     Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins “Apotheken Umschau”, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg zwischen dem 18.9.2009 und dem 9.10.2009 bei 1.914 Frauen und Männern ab 14 Jahre.

Info via Forium

Und diese Verunsicherung gilt zunehmend auch gegenüber den Banken. Forium berichtet hier von zwei weiteren interessanten Studien. Offensichtlich bleiben viele Kundenbeschwerden von Bankmitarbeitern unbemerkt

http://www.forium.de/redaktion/studie-zu-viele-beschwerden-bleiben-von-bankmitarbeitern-unerkannt/

Auch die Mitarbeiter von Banken sind offensichtlich der Meinung, dass erheblicher Handlungsbedarf im Management von Kundenbeziehungen bestehe. Dies ergab eine Trendumfrage zur Kundenorientierung. Allerdings scheinen die Ergebnisse der Studie ein wenig am Thema vorbei zu gehen. Zeugen Sie doch noch von einem eher klassichen Bankenmodell, in welchem die Kunden auf der Basis einer CRM Philosophie betrachtet und behandelt werden. Statt CRM heisst das Thema der Zeit aber eher SRM – also Social Relationship Management.

http://www.forium.de/redaktion/studie-erheblicher-handlungsbedarf-im-management-der-kundenbeziehungen/

Womit wir wieder beim Thema Social Media sind. Hier scheinen vor allem die spanischen Banken einen großen Schritt voraus zu sein. Davon berichtet zumidest Christoph Langlois in seinem ausgezeichneten „Visible Banking Blog.

http://clanglois.blogs.com/internet_banking/2009/11/bankinter-launches-bankinter-labs-micrositeblog-twitter-youtube-and-faceboo.html

In einem etwas älteren Blogbeitrag stellt er z.B. die neue spanische Version von SmartHippo vor.

http://clanglois.blogs.com/internet_banking/2009/10/bienvenido-a-hipolistoes-la-versi%C3%B3n-espa%C3%B1ola-de-smarthippocom.html

Soziale Währungen

Finextra berichtet von einem Start up, welches eine eigene soziale Währung entwickelt hat und innerhalb der Community nutzt.

http://www.finextra.com/news/fullstory.aspx?newsitemid=20767

Ein weiterer interessanter Blog Post von Insites Consulting zur Somesso Veranstaltung, an der ich ja selber teilnehmen durfte.

http://blog.insites.be/?p=1316

Und noch ein interessanter Link auf den Somesso Blog selber. Thema Social Media in Small Banking

http://somesso.com/blog/2009/11/social-media-in-small-banking/

Die Bank of America – meilenweit weg vom Social Banking – nutzt aber intensiv Social Media und scheint auch ein wenig am negativen Image arbeiten zu wollen. Auf einer speziellen Seite vermittelt die Bank Informationen zum finanziellen Wohlbefinden.

http://learn.bankofamerica.com/

Zum Abschluss noch eine Frage von Lothar Lochmaier und eine Antwort von Matthias Kröner. Das Bild vom kleinen Dorf hat mir sehr gefallen.

Social Banking 2.0: Wie kann das von Fidor propagierte Motto „Banking unter Freunden und Gleichgesinnten “ funktionieren. Eigentlich hört doch meist beim Geld die Freundschaft auf, selbst in der eigenen Familie (spätestens wenn es ans Verteilen der Erbschaft geht), oder?

Na ja, das geht in manchen Familien mal so, in anderen anders. Auch sehen wir doch eine klare Bewegung hin zur Nachhaltigkeit. Aber, darauf wollen wir uns nicht alleinig verlassen.

Die Technik des Internets und dabei herausragend des Web 2.0 funktioniert, wenn sie richtig angewendet wird, wie eine regionale Vor-Ort-Community. Nennen wir es DORF. In einem Dorf ist jeder mehr oder weniger gezwungen sich nachhaltig zu verhalten, da er ansonsten aus der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen wird. Ohne das Bild zu weit zu strapazieren, weil da ansonsten sehr schnell auch die falschen Assoziationen hochkommen, kann man sagen, dass das im Web 2.0 auch funktioniert.

Denn letztlich kann es im Internet bei Fehlverhaltensweisen zu ähnlichen Gesprächen kommen, wie auch in einem Dorf. Das Beispiel eBay zeigt, wie das geht, indem Käufer und Verkäufer sich bewerten können. Das geht ja bereits in diese Richtung und wird von uns sicher aufgegriffen werden.

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Social Banking: Was ist das eigentlich?

November 18, 2009 · 2 Kommentare

Gestern habe ich diesenBeitrag schon angekündigt. Im Internet diskutiert man neuerdings häufiger über Social Banking. Ausserhalb des Internets scheint diese Diskussion übrigens noch nicht so sehr in den Blickpunkt geraten zu sein. Dort hat man genug mit der Schweinegrippe zu tun und der Platz in den klassischen Medien ist ja begrenzt.

Gerne möchte ich auch einen Beitrag zur Diskussion leisten. Dazu habe ich mal wieder eine Slideshare Präsentation erstellt. Hier versuche ich mal darzustellen, was mich in Sachen Social Banking so bewegt, denn eine Antwort darauf, was Social Banking eigentlich ist, habe ich gar nicht. Es reicht meiner Meinung auch gar nicht aus, wenn Unternehmen oder Experten definieren, was „Social Banking“ ist. Was ist eigentlich für den ganz normalen Menschen Social Banking und braucht der Mensch eigentlich Social Banking? Und wenn der Mensch Social Banking braucht, warum weiss die Mehrheit der Menschen noch nichts davon bzw. warum ist die Nachfrage nach einem neuen „Banking“ eigentlich noch relativ gering?

Bei Xing gibt es jetzt übrigens auch eine Social Banking Gruppe. Da könnte man weiter diskutieren. Bin dort inzwischen Co Moderator und lade mir gerne weitere Gäste ein.

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Social Media + Finance 2.0

November 15, 2009 · Kommentar schreiben

An dieser Stelle einige kurze Infos zu neuen Social Media oder Finace 2.0 Aktivitäten.

Zunächst: Die Fidor Bank AG hat in den letzten Tagen ih neues Angebot www. ibrokr.de gestartet: Der Werbeslogan auf der ibrokr Seite klingt vielversprechend: Next Generation Brokerage: Einfach, Fair, Transparent. Da ist ja klar, dass ich das mal ausprobieren muss.

Ein weiteres Angebot im Aktien Umfeld ist die Brokerage Community www.stockjaeger.de.Gehört dann schon eher zu den klassischen Finance2.0 Ansätzen. Ergänzt also das traditionelle, um eine Communtiy mit der Möglichkeit von anderen Anlegern und insbesondere von Profis zu lerenen.

Und dann gibt es mal wieder eine Social Media Kampagne. Diesmal von der Sparkasse Aschaffenburg Alzenau, die das Ziel verfolgt die Jugend für die regionale Sparkasse zu gewinnen. Über verschiedene Social Media Seiten werden Hinweise gegeben, welche Gewinne und Veranstaltungen als nächstes stattfinden. Das Ganze klingt prinzipiell recht kreativ ist aber eben klassische Werbung unter Verwendung neuer Wege. Das hat dann mit Social Media eigentlich nicht so viel zu tun und wirft bei mir mal wieder die Frage auf, warum Agenturen sich so schwer tun Social Media als Dialoginstrument zu nutzen. Ein gewisser Erfolg wird die Kampagne sicherlich beschieden sein, wobei man natürlich fragen könnte, wie man über twitter die junge Zielgruppe erreichen kann, wo doch die meisten Zahlen belegen, dass twitter von den angesprochenen Leuten überhaupt nicht genutzt wird.

Hier geht es zu den einzelnen Plattformen und zum Originalartikel der wuv

http://www.wuv.de

http://twitter.com/s_napped

http://www.s-napped.de/

http://www.flickr.com/photos/s-napped/

http://www.facebook.com/home.php?#/group.php?gid=192772560198&ref=search&sid=548902682.1937224254..1

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Eine neue Bank

November 9, 2009 · 4 Kommentare

Mit dem Anspruch anders und nachhaltig zu sein. Dazu gibt es eine gute Landeseite und natürlich – wie es sich für eine moderne und transparente Bank gehört – die Nutzung von Social Media. Die Noa Bank:

http://www.anderebank.de/

http://twitter.com/noabank

http://www.facebook.com/pages/Noa-Bank/186348625488

 

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Like Love Social Media changes everything ……

November 5, 2009 · 2 Kommentare

If you are ready to allow that

Die Somesso09 in der Nachbetrachtung

Die Somesso 2009 in Zürich ist vorbei. Es war eine sehr gelungene und hochkarätige Veranstaltung in einem kleinen aber dafür qualitativ absolut hochwertigem Rahmen. Die Teilnehmer setzten sich überwiegend zusammen aus Angehörigen von Beratungsunternehmen, Social Media Profis, Agenturen, einigen wenigen Entrepreneuren und noch weniger Angestellten von Banken.

Die geringe Zahl teilnehmender Banken ist bedauerlich aber leider durchaus üblich für solche Veranstaltungen. Ich habe es bisher noch nicht erlebt, dass Bankvertreter und Vertreter der Internetbranche insbesondere Social Media Enthusiasten auf einer Veranstaltung zusammen gefunden haben. Die Social Media Experten und wohl auch die Verbraucher machen sich offensichtlich mehr Gedanken darüber, wie die Bank der Zukunft aussehen könnte und welche Chancen und Risiken sich durch das transparente soziale Internet für diese ergeben, als die Banken selber. Das ist einerseits gar nicht überraschend, da im Umfeld der schlafenden Banken große Chancen für das Angebot alternativer Finanzdienstleistungen (siehe z.B. smava oder ficoba) entstehen und natürlich auch, weil sie als Menschen vom Handeln der Banken (nicht alle Banken sind gleich) direkt und letzter Zeit überwiegend negativ betroffen sind. Andererseits muss man sich aber auch Gedanken darüber machen, dass die Mehrzahl der Banken Social Media offenbar eher als ein Risiko und weniger als eine Chance betrachten. (mehr…)

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Was mir so auffiel (Links zum abbiegen)

Oktober 26, 2009 · Kommentar schreiben

John Bird und Jack Fortune schlagen wieder zu

Sehr komisch, wenn es nicht so traurig wäre.

http://www.ft.com/cms/4fe40d1a-07b4-11dd-a922-0000779fd2ac.html?_i_referralObject=10664514&fromSearch=n

Und an dieser Stelle die Frage: Warum gibt es in Deutschland keine Satire von dieser Qualität? Vielleicht weil die klassischen Medien glauben, dass man kein Geld mit Qualität verdienen kann?

Müssen Banken einen Beitrag zum Wohle der Gesellschaft leisten?

Im Blog „nackter Kapitalismus“ wurde eine spannende Frage thematisiert: „Leisten Banken einen Beitrag zum Wohle der Gesellschaft?“ Die Antwort auf diese Frage, würden viele aktuell womöglich sofort mit „Nein“ beantworten. Angesichts der, durch das Handeln von einigen Banken entstandenen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Schäden, deren Folgen heute noch gar nicht vollständig abschätzbar sind, ist diese Antwort auch durchaus verständlich. Hier wird allerdings ein recht interessanter Ansatz für die Einordnung und Bewertung dessen gemacht, was zum Wohle einer Gesellschaft beiträgt. Angelehnt ist der Artikel an ein Interview mit Roger Bottle, der eine ganz interessante Theorie entwickelt hat.

http://www.nakedcapitalism.com/2009/10/does-banking-contribute-to-the-good-of-society.html

Nach Roger Bottle besteht das gesamte wirtschaftlich Leben aus einer Mixtur von kreativen und distributiven Aktivitäten. Kreative Aktivitäten bedeutet Dinge, die es vorher noch nicht gab, neu zu entwicklen und dadurch den Nettonutzen zu erhöhen. Distributive Aktivitäten schichten dagegen Leistungen lediglich von einer Gruppe zur anderen um. Es gibt zwar eine kleine Zahl von Profiteuren, die Mehrheit leidet aber eher unter diesen Leistungen.

Nach diesen Kriterien bewertet Bootle Gesellschaften, wobei die kreativen Gesellschaften mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auch langfristig erfolgreich sein sollen.

Erfolgreiche Gesellschaften maximieren das Kreative und minimieren das Distibutive. Gesellschaften, in denen Gewinne nur auf Kosten Anderer gemacht werden können, werden als verarmt  definiert. Sie seien in der Regel auch intensiv gewalttätig.

Die Entwicklung der Stellung und Bedeutung des Finanzsektors wird dann so erklärt:

Even when a certain sort of financial activity is purely distributive, the returns to the winning parties are so enormous that the activity is immensely seductive – and the professionals who appear to be responsible for securing these gains are highly sought after and highly rewarded….

Hier gibt es auch ein Interview mit Roger Bottle

Does-banking-contribute-to-the-good-of-society via. telegraph.co.uk

Wie immer man zu der – zugegebenermassen inhaltlich wenig überzeugenden Unterscheidung – zwischen „creative“ und „distributive“ steht, sie stellt zumindest eine recht simple und nachvollziehbare Erklärung der Finanzkrise dar und zeigt auf, welche Zukunft uns bevorstehen könnte, wenn wir unsere gängigen Wirtschaftskonzepte unhinterfragt fortführen.

Zu viel zu tun?

Und auch Chris Skinner beschäftigt sich in seinem Blog  mit interessanten Fragen, die letztlich klären könnten, warum Banken aktuell so wenig innovativ sind.

For example, how can you expand your business portfolio when capital adequacy needs to be raised?
How can you improve your loan book when no-one wants loans anymore, particularly your bad ones?
How can you innovate when all focus has to go into keeping the lights on?
How can you determine your forward strategy when you have no idea what the policymakers will do next?

The result is that tough decisions have to be made.

In jedem Fall – so Chris Skinner – wären keine Entscheidungen zu treffen, die denkbar schlechteste Lösung.

Der Originalartikel

Können Agenturen Social Media?

In diesem Blog habe ich ja bereits mehrmals die These aufgestellt, dass  mann Social Media nicht outsourcen sollte. Im sehr arrivierten Bruce Clay Internet-Marketing-Blog wurde diese Frage auch thematisert. Die Antwort fällt hier allerdings anders aus. Demnach können Agenturen durchaus erfolgreich „Social Media Marketing“ für Unternehmen durchführen. Die Argumentation dort ist durchaus schlüssig, dennoch konnte sie mich nicht überzeugen: Schon die Begriffskombination ist mir zu sehr in veralteten Machbarkeits- und Gesaltbarkeitsthesen verhaftet.  Ich stelle mir gerade vor, dass ich Gespräche mit Dritten führen muss, die im Auftrag der Person handeln, mit der ich eigenlich kommunizieren möchte. Das funktioniert doch im täglichen Leben auch nicht. Oder?

http://www.bruceclay.com/blog/archives/2009/10/yes_you_can_out.html

Mpesa funktioniert auch aus England

Mpesa ein Dienst mit welchem Geld über das Mobiltelefon versendet werden kann und der darüber hinaus dass. Bezahlen über Internet Ermöglicht, ist jetzt auch in Großbritannien verfügbar und Ermöglicht Kenianiern die Überweisung von Geld ein Verwandte oder Bekannte in Kenia.

Kenianer im Vereinigten Königreich können jetzt Geld zu schicken ihren Freunden und Familie in Kenia durch M-Pesa UK, direkt auf ihr Mobiltelefon Brieftaschen.

http://wirelessfederation.com/news/18533-m-pesa-launches-in-uk-kenya/

Old economy vs. new economy

Und mal wieder ein interessanter Artikel von Umair Haque. Der Anlass für diesen Artikel ist der langsam intensiver werdende Kampf der Verleger gegen das Internet, bei dem es sich eigentlich – so Umair Haque – nur um den Kampf einer geschlossenen, intransparenten und ausgrenzenden Branche gegen eine offene, transparente und demokratische Welt handelt.

http://blogs.harvardbusiness.org/haque/2009/10/the_new_new_mediaconomy.html

Kein Post ohne Twitter

Frei nach dem Motto: Wo Licht ist, ist auch Schatten.  Nur was ist Licht und was ist Schatten?

http://current.com/items/91075172_twitter-worth-a-billion.htm

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Leveraging Corporate Social Media in the Finance Sector

Oktober 22, 2009 · 1 Kommentar

somesso

Am 2. und 3. November findet in Zürich die Somesso Konferenz 2009 statt. Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Mitarbeiter und Experten der Finanzbranche. Der erste Tag ist als Workshop der zweite als Konferenz angelegt. Es sind zahlreiche spannende Veranstaltungen und Vorträge von Social Media Kennern und Experten angekündigt. Hier die Agenda für Tag 1 und Tag 2. Aus Deutschland wird die Fidor Bank AG teilenehmen.

Auch ich habe die Chance erhalten an einer Diskussionsrunde teilzunehmen. Da die Veranstaltung in englischer Sprache stattfindet, habe ich hier mal versucht meinen ersten englischsprachigen Artikel zu verfassen, um auf die Veranstaltung hinzuweisen.

An dieser Stelle auch noch eine Richtigstellung: Ich bin nicht Mitarbeiter des BVR und kann insofern auch nicht offiziell für die Gruppe der Volksbanken Raiffeisenbanken sprechen. Dieser Blog drückt deshalb auch immer meine persönliche Ansicht aus und hat in der Regel keinerlei bezug zu meiner täglichen Arbeit, auch wenn ich hier immer wieder mal schreibe, dass insbesondere die genossenschaftliche Idee und damit natürlich die Genossenschaftsbanken die idealen Voraussetzungen besitzen, um im sozialen Internet aktiv und erfolgreich zu sein.

Hier aber nun der Artikel:

Like Love Social Media would changes everything.

For the financial sector, social media is not yet on the agenda. Although the relevance of the social internet has been recognized, so far only a few banks have entered the social media stage. The reasons for this are obvious: the financial crises and the fact that banks traditionally operate mysteriously rather than transparently. Nevertheless, banks will use social media. And that´s not all: within a short time, social media will be as common as using the telephone, email or online banking. It needs little fantasy to find several reasons for this, too.

1. Social media is more efficient and less expensive than every other known technology. And banks are traditionally ambitious about saving costs and increasing efficiency

2. The social internet is the basic technology for a globalized world

3. People are using social media and because „banking is people“ banks must and will actively use social media.

At the moment just one question remains: How will banks utilize social media?

First of all, the answer to this question requires a conceptual clarification: social media is not social. Social media is human interaction mediated over internet platforms and internet technologies.

This means, if banks deploy social media, ‘’banking“ wouldn’t necessarily become better, more sustainable or human. But at least social media increases the pressure on banks to act more honestly and oriented to the needs of people (consumers). The Internet catapults us into the age of honesty. The transparency of the internet favors enterprises which act openly, fairly, transparently and authentically and those able to involve customers directly in order to furnish superior services.

Such superior services will pursue the objective of improving people’s financial well-being. This applies to making people better, more successful and happier. The particular challenge is: not just people but the economy, society, culture and ecology should not suffer from the actions of the banks, but should likewise profit. That would be ‘’social banking “and this is a social innovation.

In my opinion, banks will use social media. But there are some banks with better pre-requisites for using social media. These are the regional and cooperative banks which are more accustomed to talking to real people in a real voice.

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Mutig Mutig – First Direct mit Social Media Newsroom

Oktober 17, 2009 · 1 Kommentar

Es gibt also auch Banken, welche den Mut haben die Transparenz von Social Media zu leben. Eventuell hat man bei First Direct auch erkannt, dass man gar keine Wahl. In der aktuellen gdi Impuls bringt ein wunderbares Zitat von Norbert Bolz die neue Welt auf den Punkt:

Ehrlichkeit ist heute tatsächlich die beste Geschäftspolitik, weil das Internet uns in das Zeitalter der totalen Transparenz gestossen hat. Was auch immer du tust  man wird deine Spuren finden.

Also dann mal los liebe Banken.

http://www.newsroom.firstdirect.com/

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Ready for the (Wahl) Weekend

September 25, 2009 · 2 Kommentare

Ein neuer Artikel aus der Rubrik: Links zum abbiegen

Für mich wird es leider nur ein sehr kurzes Wochenende. Hoffentlich aber dennoch mit einigen Höhepunkten. Ein Derbysieg am Samstag und ein – mir zusagender – zukunftsweisender Wahlausgang wären beispielsweise zwei mögliche Höhepunkte. (mehr…)

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