2014: Ein Meer voller Fragen


Kopfüber ins Meer

Wieder sind zwölf Monate vorbei und mit einem Meer voller Fragen gehen wir in das neue Jahr. Schon Karl Popper hat geschrieben, dass alles Leben Problem lösen ist und nicht zuletzt aus der Medizin wissen wir, dass jede vermeintliche Lösung neue Risiken und Nebenwirkungen mit sich bringt. Jede beantwortete Frage wirft somit auch schon die nächste Frage auf, wagen wir uns also in das nächste Fragenmeer. Mal sehen, wo wir wieder aus dem Wasser steigen.

Zum Abschluss dieses Jahres noch einige ganz interessante News aus der Finance 20 Welt und eine Ankündigung in eigener Sache, bevor ihr die Korken und Raketen knallen lassen oder die “Jahres”tränen der Rührung vergießen könnt. Bezüglich der Raketen eine kleine Bitte: “Investiert das Geld sinnvoller”.

Finance News

Nicht gerade eine Revolution, aber ein ganz nützliches Tool. Mit Revolution Credit kann man seinen finanziellen IQ verbessern. Dafür muss man nur einige Fragen beantworten im Gegenzug gibt es Belohnungen. Das nennt man dann wohl Gamification. Banken sollen übrigens auch davon profitieren und wichtige Hinweise für die Kreditvergabe erhalten.

http://www.revolutioncredit.com/

Mit coinding finden nicht nur die Kleinen einen einfachen Einstieg in die bitcoin Welt und wer weiss wofür es gut ist? Vielleicht sind bitcoins einmal alles was uns bleibt. Das mobile Spiel funktioniert ganz  einfach, mit dem Smartphone als coin – Magnet kann man bitcoins sammeln, während man spielt, sich bewegt oder einkauft und erhält gleichzeitig Tipps, wie und wo man diese ausgeben kann. Spielerisch zum bitcoin Propheten werden.

http://www.coinding.com/

Wealthminder ist ein weiterer PFM Dienst, der aber nach dem Prinzip eines Navigationsssystem aufgebaut ist. Sozusagen ein Wohlstands GPS. Der Nutzer legt einen Ausgansort fest, wählt eine Route, sagt wie er dorthin kommen möchte und erhält wichtige Inputs um seinen Weg korrigieren zu können. Es werden mehr als 100 Finanzinstitutionen unterstützt. Möglicherweise ein ganz spannender Ansatz für den Private Banking Bereich.

http://www.wealthminder.com/how-it-works/

Alles Neu in 2014. Der neue Blog ist da

Unter www.financezweinull.de findet ihr ab sofort meinen neuen Blog. Nun endlich selbst gehostet. Ab Mitte Januar wird dann auch die alte URL www.finance20.de auf den neuen Blog verlinken und der alte Blog wird eingestampft. Leider ist es mir beim Umzug nicht möglich gewesen alle Abonnenten meines Blog mit rüber zu nehmen, deshalb möchte ich Euch bitten mir gewogen zu bleiben und auch die Beiträge meines neuen Blogs ebenfalls zu abonnieren. Vielen Dank

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch in das neue Jahr und für 2014 alles Gute. Bleibt mir gewogen

electr(o)fying banknews


WATCHES

Vor einigen Monaten habe ich erstmals über die Bedeutung von Smart Watches für Banken und die Bankdienstleistung geschrieben. Ich halte “Watches” für eine größere Herausforderung als “Glasses”. Die Artikel tragen den Titel

Neue Herausforderung für Banken: Smart Watches

Die Bank am Handgelenk

Nun ist es also  passiert. Hier ist es

Das erste “smartwatch banking”. Die Australian St George Bank entwickelt die erste banking App für eine smartwatch.

http://www.bankfutura.com/2013/10/smartwatch-banking/

Die Chance eine eigene Bank – Smartwatch zu entwickeln ist also noch da

FINANCE20 KONFERENZ

In der Schweiz gibt es nun eine Finance 2.0 Konferenz. Leider konnte ich der Einladung zur Teilnahme nicht folgen. Also muss ich die diversen Blogs durchforsten, um herauszubekommen, welche spannenden Themen dort besprochen wurden. Einem Artikel der Schweizer Computerworld zufolge tut sich die Schweiz vor allem noch schwer mit dem Social Banking, der Artikel meint damit in erster Linie Banklösungen und -angebote, die mobile Technologien und das soziale Internet nutzen bzw. einbeziehen. Auf der Konferenz bot sich nun für die etablierten Banken die Chance eine Nachhilfestunde zu nehmen. Ändern wird dies wahrscheinlich wenig, denn Nachhilfestunden bekommen ja alle Banken, in fast allen Nationen zu allen möglichen Gelegenheiten nicht nur auf Konferenzen  sondern auch in den Medien und vor allem im Internet. Geholfen hat es bisher wenig. Nimmt man mal einige wenige besonders innovative Player wie die Fidorbank, BBVA, ING, Citi, Barclay, mbank, Alior Sync aus. Erwähnen – das sei hier erlaubt – möchte ich auch die Volksbank Bühl, für welche die jetzt schon vollzogenen Innovationen ungleich schwerer zu erreichen waren, als für die eben genannten Unternehmen, zumal Innovation sich nicht auf Technologie beschränken lässt.

Ganz so unbeleckt sind die Schweizer übrigens nicht. Immerhin gibt es die Next Generation Finance Invest von Marc Bernegger, die in innovative Finanz startups investiert. Bernegger nannte  in dem Artikel auch gleich die Gründe, weshalb sich die Schweiz in Sachen Finance 2.0 noch ein wenig schwer tut:

 Als Gründe für die aktuelle Zurückhaltung hierzulande sah Bernegger die vergleichsweise geringe Verbreitung von Social Media im professionellen Umfeld und die Zurückhaltung bei den Verbrauchern. Auch die Regulierung bilde eine hohe Hürde für den Markteintritt.

 Schweiz tut sich schwer im Social Banking (computerworld.ch)

Ein HERZ ÖFFNET VIELE TÜREN

In einer Welt voller LogIn Zwänge und knackbarer Passwörter wird das Gefühl von Unsicherheit und der Wunsch nach mehr Sicherheit virulent. Die Zivilisation schafft mit jedem scheinbar gelöstem Problem mindestens ein neues Problem. Wer kann uns Sicherheit bieten? Sollte Sicherheit nicht gerade auch ein Angebot der Banken sein, vielleicht der Strohalm auf der Suche nach einem Mehrwert und einer Bestandsgarantie?

Nur warum kommen dann die wirklich beeindruckenden Ideen mal wieder aus einer anderen Richtung. Zum Beispiel ein Armband, das dafür sorgt, dass wir uns mit unserem Herzschlag identifizieren können. Deshalb get Nymi

Mehr bei Slidehare: http://www.springwise.com/wristband-replaces-keys-passwords-users-heartbeat/

THE GREAT HOLVI

Holvi ist ein wirklich beeindruckendes banking start up. Das Prinzip des “Holvi – bankings” ist einfach erklärt. Man fügt dem banking einfach den Kontext hinzu, in welchem es sich bewegt: Also den Menschen um uns herum, den Kundenwünschen, -bedürfnissen, – und Aufträgen, den Bildern, den Orten. Außerdem verfolgt man das Ziel interaktiver, dialogischer und mehr aktiverender als Banken zu sein.

Aber lesen Sie selbst das Interview mit Holvi Gründer Kristoffer Lawson im moneymakermagazin

Auch Fußballvereine machen jetzt crowdfunding

Und zwar der Hamburger SV. Nicht weil man einen Spieler braucht, aber weil die gute Tat eben auch für gutes Image sorgt. Komisch eigentlich dass Fußballvereine hier klüger als Banken sind.

Info Beitrag auf Sat 1 regional

Werdet “awesome” Volksbanken


LandlebenNeulich im Zeitungskiosk am Berliner Hauptbahnhof. Eine ganzes Regal voller Landleben: Landlust, Landidee, Servus, Landfee, Landhaus, Land & Berge, usw..Zu kaum einem anderen Thema sind in den letzten Jahren mehr neue Zeitschriften entstanden. Sehnsucht nach dem Land oder im übertragenen Sinne Sehnsucht nach einem anderen – vielleicht ruhigerem oder natürlicher getaktetem – Leben. Die Menschen flüchten in die Stadt aber sehnen sich nach dem Land. Selbst auf dem Land sehnt man dich nach dem Land. So etwas nennt man wohl Schizophren und es lässt sich schwer identifizieren wonach die Menschen sich wirklich sehnen? Schlager und ländliche Traditionen boomen übrigens auch: Helene Fischer, Der Alpen Elvis, Die Zillertaler Bergzigeuner, Almabtrieb, Oktoberfest, Hüttensause in the city, Erntefeste, etc. Sagt mal geht’s noch?

Volksbanken Raiffeisenbanken gehören auch zum Land(leben). Es gibt sie auch in der Stadt, aber die Marktanteile sind dort meistens unbedeutend. Lässt sich daraus was machen? Oder lesen wir Städter bzw. Stadtrandbewohner der Zukunft nur noch in den Landzeitschriften von der Idylle der Volksbanken Raiffeisenbanken, zum Beispiel über die Raiffeisenbank GAMMELSFELD?

Auf der anderen Seite hilft den immer weiter und Druck geratenden Fililalbanken vielleicht auch die Handlungsmaxime: Abwarten und Tee trinken! Denn steigende Mieten und Lebenshaltungskosten werden den Trend zur Landflucht ohnehin irgendwann umkehren, was aber, aufgrund der demographischen Situation und des schleichenden Endes des Wachstums, nicht zu blühenden Landschaften führen dürfte. Lokale Banken müssen sich darauf einstellen. Gerade im ländlichen Raum werden ganz neue Bedürfnisse entstehen, für die es noch keine Anbieter gibt.

„Jeder muss es sich einprägen, um  sich mit dem echten genossenschaftlichen Geist zu erfüllen: Mit vereinten Kräften im engen brüderlichen Zusammenschluss den großen Fragen und Interessen des Menschendaseins gegenübertreten“

Klingt das nach einer Bank? Der Satz stammt von einem der Gründungsväter einer Bankengruppe, allerdings – behaupte ich – hatte dieser Gründungsvater nie die Idee eine Bank moderner Provenienz zu gründen.

Klingt dieses Zitat von Hermann Schultze-Delitzsch wie ein Programm, welchem eine moderne Bank wie es die Volksbanken Raiffeisenbanken sind, folgen könnte?

Was würde Hermann Schultze-Delitzsch wohl heute tun?

Das Bedürfnis der Menschen nach Organisationen und Unternehmen denen sie vertrauen können, wird immer größer. Menschen beginnen sich mit dem einfachen Leben zu arrangieren. Weniger ist Mehr, die meisten von uns werden mit weniger auskommen müssen und dieses weniger ist sogar gut für uns.

gesten bei Arte http://www.arte.tv/guide/de/048214-000/weniger-ist-mehr?autoplay=1

Landzeitschriften sind auch ein Ausdruck dieses Bedürfnisses. Die Rückkehr zu genossenschaftlichen Ursprüngen, zu einer Bank die den Menschen und der Gemeinschaft hilft, z.B. auch mit weniger auszukommen,  ist deshalb eine Chance für die genossenschaftliche Bankengruppe. Dies bedeutet nicht auf moderne Errungenschaften zu verzichten und zu einer Art „Nostalgiebank“ zu werden, die am Wochenende Touristenströme aus den Städten anzieht.

Es geht – wie Brian Solis es formuliert – darum, eine starke Vision zu entwickeln, für einen kurzen Moment alles auf null zu stellen und die Genossenschaftsbank neu zu erfinden, ohne alles was gut war und ist über den Haufen zu schmeißen. Beantwortet die Fragen:

  • Welches Kundenerlebnis möchten wir haben bzw. erzeugen?
  • Welche Rolle möchten wir spielen und was möchten wir nicht mehr tun?
  • Wie können wir uns verändern?
  • Welche Chance liegt in der Digitalisierung?

Die Genoidee ist eigentlich das absolute Gegenmodell zu dem, was wir heute unter banking verstehen. Dieses Gegenmodell muss ausgebaut und als klarer Mehrwert für alle Menschen erkennbar werden. Genossenschaftsbanken sollten sich nach dem Prinzip der „Awesomeness“ weiter entwickeln. Awesomeness – erfunden von Umair Haque- ist eine andere neue Art von Innovation: Kreative Menschen, die lieben was sie tun, schaffen reale bedeutsame Werte und – in Anlehnung an Brian Solis – Erlebnisse. Sie zerstören dabei nicht – wie der liebe Herr Schumpeter – alles  Alte und scheinbar obsolete. Sie suchen auch im Alten den Fortschritt und nutzen die Digitalisierung, um dieses Alte zu modernisieren und besser zu machen.

Crowdfunding, Regionale Vernetzung, Time Banking, die Bank als Plattform, Sharing Economy, Intensivierung der Kundenbeziehung durch Social Media, Cradle to Cradle, Steady state economy. In all diesen Stichwörtern liegen Chancen für die genossenschaftliche Bankengruppe. Nur emotional bewegende Unternehmen haben eine Zukunft. Wenn banking zur Technologie verkommt und zur commodity wird, dann braucht es wirklich keine Banken mehr und dann gibt es vielleicht noch nicht einmal mehr banking als Funktion, weil diese Handlung in unserem Bewusstsein zwischen all den Impulsen und Einkaufsereignissen gar nicht mehr präsent ist.

Interessante Ergänzungen  zu diesem Blog Beitrag:

Awesomeness Manifest von Umair Haque

Eine regionale Plattform für Reparaturen

Four oldschool ways to thrive in any economy

 

Denken nicht nötig. Finanztest, Verbraucherschutz und ein Kurzzeitkredit


Uns wird immer geholfen

In Deutschland werden die Verbraucher geschützt. Das ist gut! Wenn sich Verbraucherschutz aber verselbstständigt und beinahe dogmatisch und  ideologisch daherkommt, ist das nicht gut.

Wenn Verbraucherschutz den Menschen das denken abnehmen will und nicht mehr differenziert an Produkte und Leistungen von Unternehmen herangeht, läuft etwas ich die falsche Richtung.

Genauso wenig ist es gut für den Verbraucher, wenn Verbraucherschützer gar nicht erst zu verstehen versuchen, wofür ein Produkt da sein könnte und welche Nischen es zu besetzen versucht. Es ist auch kaum hilfreich ein ganz neues Produkt nur aus einer retrospektiven Sicht zu bewerten, es also nach den Prinzipien der alten Welt zu beurteilen, ohne Phantasie. Jegliche Weiterentwicklung und Erneuerung wird es so nur sehr schwer haben.

Eine Branche die Erneuerung bitter nötig hat, ist die Finanzbranche. Ein Unternehmen, welches immer wieder mit neuen Ideen kommt und eine hohe Bereitschaft zum experimentieren aufweist ist die Fidorbank.

Der Geldnotruf

Die Fidorbank hat mit dem Geldnotruf ein neues Produkt auf den Markt gebracht, bei dem es sich um eine Art Klein- und Kurzzeitkredit handelt, ähnlich wie es das britische Unternehmen wonga macht. Dieser Kurzzeitkredit wurde bei finanztest.de geprüft und bewertet.

Das Urteil:
Keine Vorteile. Nur Nachteile.

Finanztest ist der Meinung  dass dieses Produkt Menschen, die mit Geld nicht umgehen können nur noch viel tiefer in den Strudel der Verschuldung treiben würde. Damit hat man sich darauf festgelegt, dass nur arme und nicht besonders fiananzaffine Menschen Zielgruppe des Geldnotrufs sein könnten.

Hier geht es zum Test bei finanztest.de

Ist das richtig?
Ich glaube nicht.

Zunächst einmal kann man sich bei keiner klassischen Bank einfach mal 100, oder 99 oder auch nur 38, – Euro leihen. Man könnte , das empfiehlt Finanztest , natürlich den Dispo in Anspruch nehmen, was in vielen Fällen sogar günstiger wäre-  Wobei Menschen in finanziell prekärer Situation – und das scheint ja aus Finanztest Sicht die Zielgruppe zu sein, von ihrer klassischen Bank gar keinen Dispo mehr bekommen.

Wonga

Kleinkredite sind für die meisten Banken kein lohnendes Geschäft. Warum kann ich mir zum Beispiel nicht 333,- Euro leihen und zwar genau für 39 Tage? Banken bieten dies nicht an. Wonga in Großbritannien macht dies aber doch. Was könnte hier angesichts recht hoher Zinsen ein Vorteil für mich sein? 100 % Kontrolle und 100 % Transparenz! Eine schnelle Entscheidung! Durch die Brille von gestern erscheint dies unverständlich. Ehrlicherweise mir bis vor kurzem auch. Ich habe wonga dafür hier auch schon kritisiert. Aber bei welcher Bank bekomme ich diese Leistung heute?

Wonga verfügt über eine hochmoderne und kostengünstige IT, über ein einfaches, verständliches und flexibles Modell und ein übersichtliches Produktportfolio. Die Nachfrage nach wonga Krediten ist groß, die Ablehnungsquote hoch, die Ausfallquote geringer als bei den meisten traditionellen Banken?

Offensichtlich also kein Produkt für Menschen, die arm sind, die dann aber trotzdem loslaufen ,ein Produkt nach dem anderen kaufen und schliesslich  bei RTL 2 zu Herrn Z müssen. Übrigens nehmen viele Unternehmen das Angebot in Anspruch  und mit Zazma gibt es inzwischen einen Anbieter, der einähnliches Angebot speziell für gewerbliche Kunden anbietet. Schon die Internetseite von Zazma und wonga zeigen wie einfach und selbsterklärend banking sein kann und einfaches banking ist faires banking.

Ist der Geldnotruf böse?

Ist also das ähnliche Produkt der Fidorbank wirklich ohne Vorteile? In einer Notlage – die könnte ja sehr kurzfristig sein- wäre es doch gar nicht schlecht einfach so 100,- oder 200 Euro leihen zu können. Zum Beispiel, wenn man irgendwo sein Geld verloren hat und  keine andere Möglichkeit besteht an Geld zu kommen. Soll ich dafür einen Privatkredit aufnehmen und meine Schufa belasten? Normalerweise würde ich mir das Geld vielleicht bei einem Familienmitglied oder einem Freund leihen. Immer mehr Menschen wünschen sich keine langfristige Abhängigkeit, zum Beispiel für 12 Raten von einer Bank. Früher hat man den Kredit doch auch kurzfristig bei Tante Emma bekommen: einfach Anschreiben lassen.Oder nehmen wir den guten alte Deckel in der Stammkneipe.
Ist es denn wirklich schlecht, wenn das Angebot an Finanzierungslösungen sich vergrößert? Mehr Wettbewerb. Mehr und neue Produkte? Was ist daran falsch?
Um noch einmal  auf das Geld leihen von Freunden zurückzukommen. Wenn ich wieder flüssig bin, gibt man dem Menschen, der einem aus der Not geholfen hat  vielleicht einen aus oder lädt ihn zum essen ein. Das ist doch durchaus nicht unüblich!, wenn man sich Geld im Freundes- oder Verwandten Geld leiht. Oder? Wenn man diese Investition in Zinsen umrechnen würde, dann ist das normalerweise sogar teurer als bei der Fidorbank. Und in unserer digitalisierten und individualisierten Welt fehlt es eben an nahen Menschen, die einem aus der Patsche helfen können.

Kommentare löschen ist auch nicht gerade fair

Liebe Mitarbeiter von Finanztest. Mal am Rande! Kommentare zu löschen, weil sie nicht gefallen oder weil der Kommentator zu der Bank gehört, deren Produkt man kritisiert hat, kann ich irgendwie gar nicht nachvollziehen.
Ich finde es toll, dass ihr uns Verbraucher schützt, aber die Welt ist nicht schwarz/weiß. Sie ist vielfältig und es leben unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen in ihr. Sogar in Deutchland soll es Menschen geben, die selber entscheiden möchten.

Der Fidor Geldnotruf ist sicherlich kein toxisches Finanzprodukt, zumal das Produkt viel leichter zu begreifen ist, als so manches klassische Finanzprodukt. Man kann es ohne Beipackzettel verstehen. Sicherlich kann man das ein oder andere kritisieren und auch verbessern. Aber die kategorische und undifferenzierte  Ablehnung erscheint mir überzogen zu sein. Manchmal ist es einfach besser etwas genauer hinzusehen und die eigene festgefahrene Meinung ein wenig zurückzustellen.

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Next banking Berlin 2009  (Teil2)

 

 

Banken und die “collaborative Economy” (Teil 2)


Was Banken tun könnenBanken und die "collaborativve Economy"

Banking als eine Plattform zu verstehen oder als Bank zukünftig eine solche Plattform anzubieten, ist dabei gar nicht einmal so weit hergeholt und entspricht, wenn man es genauer betrachtet, eigentlich dem ursprünglichen Geschäftsmodell der Genossenschaftsbanken. Wobei auch die Sparkassen in dieser Sichtweise sicherlich historische Ankerpunkte finden, die eine Berücksichtigung bei der Entwicklung zukünftiger Geschäftsmodelle finden sollten.

Banken könnten nicht nur eine Plattform anbieten. Sie könnten auch eine Plattform sein. Nein. Sie sind eine Plattform

Wie war das noch liebe Genossenschaftsbanker?

 “ Und wo nicht reicht die Einzelkraft, da schar dich zur Genossenschaft, schallte es, wenn vor 150 Jahren die Jünger der neuen solidarischen Start-ups die Schulze-Delitzsch Hymne anstimmten. Der von Lasalle und anderen Sozialisten als “Sparapostel” bezeichnete Genossenschaftsgründer hatte Urmenschliches aufgegriffen – das Prinzip der Solidarität. Das >> Gefühl der Bedrohung und Bedrückung durch fremde Kräfte, denen der Einzelne machtlos gegenüberstand << sei so der bedeutende genossenschaftliche Banker und Denker Georg Draheim, >> die Hauptwurzel der Genossenschaftsbildung”

(Quelle: 40 Jahre. Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken, Kapitel 1 Seite 9. Autor Peter Gleber)

Die Genossen schufen damals eine Plattform nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe, die grundsätzlich eher Organisator des Geldes als Geldversorger war. Anne Pascual Design Direktorin bei IDEO  hat in einer bemerkenswerten Rede auf der wired money Konferenz in London eine Idee dargestellt, welche die genossenschaftliche Bankengruppe in helle Aufregung, Aufbruchsstimmung und Vorfreude versetzen sollte. Der Inhalt lässt sich in dem Satz zusammenfassen:

“Let´s reinvent banks as platforms”

Banken als Plattform

Um als Bank einen Wert für den modernen vernetzten Verbraucher schaffen zu können, muss man alles darauf ausrichten soziale Verbindungen zu nutzen und zu fördern. Technologie muss diese informellen Verbindungen ermöglichen und nicht verhindern. In Ihrem Vortrag, der sich um “Service Design” drehte, wies sie auf das Phänomen der Tandas in Mexiko hin.

Es handelt sich hierbei um eine Art rotierende Kreditvereinigung. Eine Gruppe von Menschen bündelt ihr Geld und leiht es dann anderen Teilnehmern. Eine Rückzahlung erfolgt in der Regel, weil man sich untereinander persönlich kennt (soziale Kontrolle). Wähle die 10 Menschen, denen Du in Deinem Leben am meisten vertraust. Nummeriere Sie von 1 bis 10 und füge einen bestimmten Geldbetrag hinzu. Damit ist der Anfang gemacht. Jedes Mitglied zahlt dann den gleichen Geldbetrag jeden Monat ein. Jedes Mitglied erwirbt die Möglichkeit oder das Recht den ganzen Pott zu erhalten. Jeder Tanda hat eine bestimmte Laufzeit, die von der Zahl der Teilnehmer abhängt. Organisator ist das Mitglied mit der Nummer1. Jede Zahl steht für eine Woche oder einen Monat. Letztendlich kann niemand mehr entnehmen, als er selber im Laufe der Zeit eingezahlt hat.

Einem ähnlichen Prinzip folgt die schwedische Jak Bank. Sie läuft unter der Rechtsform einer Genossenschaft und verpflichtet sich einem sozialen Ziel und der Solidarität unter den Mitgliedern. Auch hier werden die Kredite von den Mitgliedern selber aufgebracht. Es werden keine Zinsen gezahlt.

Zwei Verfahren, die banking als Plattform verstehen. Die Bank ist nur der Organisator. So entstand einmal die genossenschaftliche Idee und deshalb geht es wirklich um eine Wiederentdeckung oder Wieder Erfindung in einer Welt mit neuen technologischen und kulturellen Möglichkeiten. Anwendungen wie zum Beispiel lendstar, die auf den ersten Blick vielleicht noch wie eine Spielerei erscheinen, haben diese Entwicklung bereits erkannt.

Kommen wir also nochmal zurück zu Anne Pascual. Die Möglichkeit der Skalierbarkeit unter Beibehaltung der Interaktion von Mensch zu Mensch, die Vertrauen generiert, bietet neue Chancen für Finanzunternehmen. Wir sollten – so sagt sie – Finanzunternehmen “wieder” zu Plattformen machen Dabei ist der Einfluss der unmittelbaren Bezugsgruppe oder der “Peer Group” der Schlüssel zum Erfolg. Die Bezugsgruppe erzeugt Motivation und nicht die Experten sagt Anne Pascual. Die Herausforderung besteht darin diesen Aspekt zu nutzen und das soziale Element in der Entscheidungsfindung bzw. bei der Lösung finanzieller Fragestellungen zu nutzen.

Ihre Forderung:

Denkt Euer Angebot aus der Perspektive der Kunden. Welchen Wert und welches Nutzen Versprechen könnt ihr liefern? Wem hilft die Leistung? Macht diese Leistung das Leben der Kunden(Menschen) besser? Und können wir mit unseren Angeboten einen wirklichen Unterschied machen?

Dabei sollte  klar sein, dass es nicht die alten Lösungen und Leistungen sind, welche einen Wert für den modernen Menschen schaffen, denn die Welt ist nicht mehr so wie vor 10, 20 oder 30 Jahren. Vielleicht ist sie sogar wieder eher wie vor 150 Jahren als die Genossenschaftsidee entstand. Sie bietet in jedem Fall die Chance für eine neue Genossenschaftsbewegung oder eine Modernisierung dieser Bewegung. Es geht um eine Genossenschaftsidee innerhalb einer digitalen Umwelt. Da sind Unternehmen wie zum Beispiel Fairnopoly oder die Fidorbank viel weiter und wohl auch mutiger als die Genossen selber

Bank ist in jedem Fall anders als früher

Wahrscheinlich kennt Anne Pascual die Fidorbank noch nicht, die ja zweifelsohne die Bedeutung des Sozialen bereits wieder entdeckt hat. Wenn die Bedeutung der Bezugsgruppe wirklich ein Treiber zukünftiger Entwicklung ist – und ich bin mir sicher, dass Anne Pascual recht hat – dann sollten jene Banken, die heute so viel Zeit darauf verwenden allen Skeptikern an den alten Filial zentrierten Geschäftsmodellen zu erklären wie wichtig die persönliche Kundenbeziehung ist, damit anfangen sich Gedanken über die moderne Ausprägung einer funktionierenden Kunde-Bank Beziehung zu machen. Bank ist heute und zukünftig Vieles. In jedem Fall aber etwas anderes als bisher

Die neuen Wettbewerber entstehen in genau jenen Nischen oder Ökosystemen, die Banken heute nicht für wichtig erachten in denen sie aber besonders angreifbar sind. Transparenz, klarere, einfachere Angebote ohne versteckte Überraschungen, die Nutzung der sozialen Verbindungen, Hilfe zur Selbsthilfe, Unabhängigkeit, Tempo, Spaß, Gleichheit, Augenhöhe, Störungsfreiheit, Vertrauen, überall vorhanden, tief ins Leben integriert, nicht störend etc.

Mehr als Geld und Zinsen

Banking als Plattform kann und muss dann wahrscheinlich auch viel mehr als die Organisation des Geldes sein. Es geht um die Organisation einer regionalen Community. Banken sind eine Plattform und sie bieten eine Plattform. Es geht dann für Banken um nicht weniger als um Geschäftsmodell Innovation und die Suche nach neuen Wegen und neuen Angeboten, für die Menschen auch bereit sind zu zahlen.

Die Altimeter Group nennt vor allem 4 Gründe oder Vorteile, die für einen Einstieg in die kollaborative Ökonomie sprechen:

  • Größere Effizienz, weil die Crowd mithilft
  • Ein Langfrist Beziehung mit den Kunden
  • Neue Werte, die zwischen Nutzern erzeugt werden, generieren neue Erlösströme
  • Wer jetzt handelt hat vielleicht noch einen “First Mover” Vorteil

Welche Chancen haben hier zum Beispiel die Genossenschaftsbanken?

Mitgliedschaft ist meiner Meinung nach der einzige nicht kopierbare USP, an dem entlang eine Geschäftsmodell Innovation vollzogen werden kann. Für welche regional verorteten Bedürfnisse können Banken eine Plattform sein oder eine solche Plattform zur Verfügung stellen? Für welche wird der Verbraucher oder sagen wir das Mitglied bezahlen? Nur über die Auseinandersetzung mit Mitgliedschaft können Genossenschaftsbanken eine wirklich andere, unterscheidbare und vom Kunden nachgefragte Bank bleiben. Das ist eine Chance, die man in jedem Fall nutzen muss, denn so viele Chancen wird es nicht mehr geben

 Quellen:

Allmende 2.0. Teilen wird Trend. Karen Frick in GDI IMPULS. Nummer 2 2013

A Market Definition Report. The Collaborative Economy: Products, services, and market relationships have changed as sharing startups impact business models. To avoid disruption, companies must adopt the Collaborative Economy Value Chain. Altimeter Research Theme: Digital Economies. June 4, 2013. www.altimetergroup.com

Anne Pascual auf der wired money Konferenz:

http://www.wired.co.uk/news/archive/2013-06/20/wired-money-anne-pascual

Online Artikel über Tandas

http://www.boyleheightsbeat.com/tandas-provide-when-banks-wont-lend-645

 

Teil 1 des Artikels: Banking und die “collaborative Economy”

Den ganzen Artikel bei Scribd herunterladen

Banken und die “collaborative Economy” (Teil 1)


Banken und die "collaborativve Economy"Ein Wirtschaftssystem in dem Eigentum und Zugang zwischen Menschen, Startups und Unternehmen geteilt wird, das ist die Collaborative Economy. Einem solchen Wirtschaftsmodell nähern wir uns gerade an und diese Entwicklung wirft vor allem für die klassischen, etablierten und nicht digitalen Unternehmen einige Fragen auf. Nach Social Media und der Demokratisierung von Information und Interaktion, werden nun auch Produkte und Dienstleistungen geteilt und Unternehmen, welche dieses Teilen organisieren, gewinnen an Bedeutung mit entsprechenden Konsequenzen für Unternehmen, deren Geschäftsmodelle darauf ausgerichtet sind.

Nun ist das Teilen unter Menschen keine neue Entwicklung und keine Errungenschaft der Digitalisierung. Teilen ist  – so schreibt GDI Forscherin Karin Frick in der aktuellen  Ausgabe der GDI – Impuls – das Fundament menschlichen Zusammenlebens. Wir haben das Teilen mit der Zunahme unseres Wohlstandes ganz einfach verlernt (vielleicht ist uns auch systematisch entlernt wurden?) und durch den einsamen Konsum, der uns nicht nur vereinsamt sondern auch von unseren sozialen Verbindungen entfremdet, ersetzt. Das nun die kollaborative oder teilende Ökonomie entsteht, hat verschiedene Gründe. Diese sind sozialer, ökonomischer und technologischer Natur.

Was die kollaborative Ökonomie treibt

In vielen Volkswirtschaften verschlechtern sich die ökonomischen Verhältnisse. Die bisherige Unvereinbarkeit von wachsenden Volkswirtschaften und dem gleichzeitigen Schutz und  Erhalt des Ökosystems in Verbindung mit einer weiter wachsenden Weltbevölkerung führen bei vielen, vor allem den jüngeren über soziale Medien weltweit vernetzten, Menschen zu neuen Denk- und Verhaltensweisen, die durch neue Technologien erst ermöglicht werden.

Teilen, Nachhaltigkeit, eine andere Einstellung zu und andere Erwartungen an Unternehmen und Marken stehen auf der Tagesordnung. Jüngere Generationen entwickeln auf der Suche nach Verortung, Zugehörigkeit und Identität andere Ideen vom zusammen leben und der Organisation von Arbeit und Zusammenarbeit. Viele Unternehmen entstehen nicht  nur, um dem Gründer und seinen Mitarbeitern ein Einkommen zu sichern sondern auch  weil die Gründer eine andere Vorstellung von Ökonomie haben und den etablierten Unternehmen zeigen möchten, dass wirtschaften nicht unbedingt aus Raubbau an Natur und Mensch, Egoismus und rücksichtslosem Profitstreben bestehen muss.

Die Ökonomie der Zukunft könnte wieder eine Ökonomie des Teilens werden, die – so schreibt Karin Frick – den Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken und suffiziente Verhaltensweisen fördern werde. Die Geschäftsmodelle der „collaborative Economy“ stellen dabei eine Herausforderung für die alte Ökonomie dar. Natürlich auch für Banken

Die Altimeter Group spricht von einer nicht mehr aufzuhaltenden Bewegung und hat ca. 200 Unternehmen der Sharing Economy genauer betrachtet. Im Banken Markt sind dabei Trends wie crowdfinance, p2p lending und auch Social Banking zu erkennen, bei denen Banken als Mittelsmann ersetzt werden, bzw. dort wo es regulatorisch noch erforderlich ist, in den Hintergrund gedrängt werden. Als herausragendes Beispiel nennt die Altimeter Group lending Club, die inzwischen mehr als 2 Milliarden Dollar an Krediten vergeben – sagen wir besser- vermittelt haben. Auch weiß die Altimeter Group von ersten Banken zu berichten, die zumindest in Kooperation mit Unternehmen der kollaborativen Ökonomie getreten sind. Zum Beispiel citi:

http://citibikenyc.com/

Die Säulen der kollaborativen Ökonomie

Die Geschäftsmodelle der Unternehmen der collaborative Economy beruhen auf drei Säulen, die teilweise einzeln und teilweise auch in Kombination vorkommen. Diese Säulen sind:

  • Company as a service
  • Motivate a Marketplace
  • Provide a Platform

Um die Bank als Servicedienstleister zu verstehen bzw. zu betreiben gilt es auf die Tatsache zu reagieren, dass Verbraucher verstärkt Zugang zu Produkten und Dienstleistungen wünschen, ohne diese zu besitzen. Unternehmen müssen also die Beziehung zum Verbraucher verändern und neue Leistungen wie die Möglichkeit zum Mieten, zum Abonnieren oder kurzfristigem Leihen anbieten.

Beim zweiten Modell “Motivate a Marketplace” geht es darum einen Marktplatz zu managen oder zu organisieren, den man nicht mehr selber besitzen kann. Das Ziel besteht also darin den Menschen dabei zu helfen, die erwünschten Aktionen untereinander abzuwickeln. Man könnte also sagen sich selbst zu helfen und der aufmerksame Genossenschaftsbanker sollte an dieser Stelle aufhorchen. Für die Bank geht es dann also darum in einen Marktplatz einzusteigen, der sich in der Sharing Economy bereits entwickelt hat bzw. sich gerade entwickelt.  Hier gibt es eine Menge von Aktivitäten, die auch die Bank als Betätigungsfeld prüfen könnte. Es geht grundsätzlich um die Weiterveräußerung von Produkten, Mitinhaberschaft, der Tausch von Waren, die Kreditvergabe oder auch die Förderung gegenseitiger Schenkungen. Gerade in ländlichen Regionen wird der Bedarf nach dieser Art von Marktplatz wachsen.

Und schließlich – in der dritten Phase – kann das Unternehmen oder die Bank eine Plattform anbieten, welche das Ziel verfolgt die eigenen Kunden bzw. die Verbraucher zu stärken und diese dazu führt zukünftige Produkte und Services selbst zu erstellen. Stichworte wären: Kollaboration, Cofunding, Cobuilding, Codesign, Coselling, CoRevenue Sharing usw.

Ende Teil 1

Lesen Sie am Montag den zweiten Teil: WAS BANKEN TUN KÖNNEN

Hitzefrei!(e) Links auf Artikel von fleißigen Menschen


Das war im Winter und vor Jahren

Mir ist es echt zu heiß. Deshalb verzichte ich (fast) auf einen Blog Beitrag. Der werte Leser ist ohnehin am Pool oder im Urlaub – bestenfalls im Urlaub am Pool. Wer stattdessen am Arbeitsplatz ist, dem geht es wie mir und der ist sprichwörtlich gesehen echt ein armes ….!

Einen Artikel gibt es trotzdem nicht. Wer bei der Hitze etwas lesen möchte, der soll gefälligst den Links folgen und dort spannende Inhalte konsumieren.

Mobile Payment

Zum Beispiel hier bei mobilebranche.de ein Interview mit Andrea Bauer über Vertrauen als Erfolgsfaktor für Mobile Payment.

Crowdfunding und Social Saving

Den folgenden Link habe ich  schon einmal gepostet. Es macht aber Sinn noch einmal auf die gute Umsetzung einer Wunschspar oder crowdfunding Idee von Dodge hinzuweisen. Sie brauchen ein Auto? Eigentum kommt ja aus der Mode! (lesen Sie hierzu demnächst meinen Versuch und Artikel: Banken und die Collaborative Economy in diesem Blog). Einfach andere einladen Teile des Autos mit zu finanzieren.

Um das sammeln von Geld und das anschließende ausgeben, geht es auch in einem aktuellen Blog Beitrag der Volksbank Bühl. Autor Michael Merkel von der Innovationswerkstatt hat sich intensiv mit leetchi.com auseinandergesetzt und macht den Vorschlag eine solche Funktion auch in das Online Banking einer Bank einzubinden. Könnte funktionieren, denn wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

Crowdfunding und Gemeinwohl

Sehr spannend auch der Versuch das Stromnetz von Berlin in Bürgerhand zu überführen und zu kaufen. Dazu muss man natürlich auf crowdfunding und Bürgerbeteiligung setzen. Hilfe zur Selbsthilfe könnte man eine solche Aktivität auch nennen, womit wir erneut bei der Sharing Economy wären, die ich demnächst mal aus Sicht der etablierten Banken betrachten möchte. Ihr wisst schon: Banking as you know it. Oder auch mehr

Mehr Infos zur Berliner Aktivität gibt es hier

So und jetzt könnt Ihr weiter schwitzen. Ich mach mit

Kümmer Dich um dein Geld sonst tun es Banken


FotoBanken sollten ein Interesse daran haben Ihre Kunden klüger zu machen.  Wie viel interessanter ist ein Gespräch auf Augenhöhe und das Einschlagen eines gemeinsamen Weges, von denen die Teilnehmer eines Beratungsgespräches überzeugt sein können. Ich habe nie verstanden wieso viele Unternehmer glauben ihre internen und externen Kunden für dumm verkaufen zu müssen. Lebt ein erfolgreiches Unternehmen nicht gerade auch von einer herausragenden und nicht so leicht kopierbaren Leistung, die den Kunden zufrieden oder sogar glücklich macht. Sollte es bei Banken nicht eher um einen nachhaltigen Service als um den Vertrieb von Produkten gehen, die noch aus dem Regal müssen.

Banken können ihre Kunden auf vielfältige Art und Weise klüger machen. Die ING Diba versucht dies mit der Seite finanzversteher.de und sicherlich auch mit wenigen und einfachen Produkten.

Das der Vorstand einer Bank ein Buch schreibt, welches den Verbraucher dazu aufruft sein finanzielles Wohlbefinden selber in die Hand zu nehmen, kommt nicht so oft vor. Hierzu braucht man wohl ein ganz anderes Selbstverständnis und vielleicht einen etwas ungewöhnlichen Karriereweg, der mit einer Hotelausbildung begann.  Denn in der Gastronomie ist ein Verhalten, das auf Intransparenz und die Unwissenheit der Kunden setzt, wohl kaum erfolgreich. Die Qualität der Arbeit wird unmittelbar belohnt oder eben nicht. Und wer einmal unzufrieden war, kommt nicht mehr wieder. Schickt alle Bankmitarbeiter zu einem Hotelpraktikum oder holt Mitarbeiter mit Hotel- oder Gastronomierfahrung.

Aber hier soll es ja um ein neues Buch mit dem Titel: Kümmer Dich um Dein Geld, sonst tun es Andere, gehen.  Die Autoren Matthias Kröner, Stephan Czajkowski und die Community. Dieses Buch will Menschen klüger machen und ruft uns alle dazu auf, sich  um die eigenen Finanzen zu kümmern. Wir sollen Kompetenz aufbauen und uns aus der  selbst verschuldeten Abhängigkeit von unseren Bankberatern lösen. Vertrauen ist gut, aber wir sollten in der Lage sein bei der Entscheidung über ein Finanzprodukt ähnlich kompetent vorgehen zu können, wie beim Kauf eines Autos, TV Gerätes oder unseres Smartphones.

Die Autoren waren Gründungsmitglieder der Direkt Anlage Bank GmbH . Matthias Kröner ist heute Vorstand der Fidorbank AG, einer Bank, die angetreten ist, um das banking zurück zum Kunden zu bringen und welche die Branche regelmässig mit unüblichen und manchmal schon revolutionär anmutenden Ideen überrascht und wohl auch erschreckt.

Es handelt sich also um Banker. Banker, die sich klügere Kunden wünschen und bereit sind diese auch klüger zu machen. Das Buch verspricht uns mit einem Aufwand von 15 Minuten in der Woche zum
Finanzprofi werden zu können und das soll auch noch Spaß machen. Das ist doch einen Versuch wert, vielleicht schon in den Sommerferien. Und ganz am Rande durfte ich auch zwei bescheidene Seiten dieses wirklich empfehlenswerten Buches selber füllen.

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Kümmer Dich um Dein Geld sonst tun es Andere

Stilfragen: Mehr als Geld und Zinsen


Banking mit Stil

Die Finanzbranche hat mehr zu bieten als nur Geld und Zinsen. Spätestens seit 2007 erfreut, belustigt und frustriert sie uns durch tägliche Schlagzeilen in allen Medien. Das in dieser Branche aber vor allem Menschen tätig sind, die wie wir alle auch aus Fleisch und Blut bestehen vergessen wir dabei häufig.Und diese Menschen interessieren sich für ganz viele Dinge und Themen, die jeden von uns antreiben. Zum Beispiel auch für Mode, Musik, Kunst, Literatur und andere ganz normale Erfindungen des menschliches Geistes. In meiner neuen RUBRIK Stilfragen geht es ab sofort vor allem um Mode und Musik. Wie sollte sich ein Banker kleiden? Welche Kleidung führt zum Erfolg? Hören Banker Mozart, Rammstein oder Heino? Machen Kleider wirklich Leute und findet Innovation, die diesen Blog ja umtreibt, auch bei diesen nicht unwichtigen Alltagsfragen statt?

Den Anfang macht ein Interview mit einem jungen Bankmitarbeiter einer Volksbank. Wer sich hier zukünftig einbringen möchte, der ist hiermit eingeladen sich zu beteiligen.

Also Bühne frei für Alexander Weinmann

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1.) Welche Kleidung trägt man als Mitarbeiter einer Bank?

Es fällt schwer, hier eine pauschale Aussage zu treffen. Das hängt grundsätzlich von der Aufgabe ab, die man im Unternehmen erfüllt. Wer mit Kunden oder Geschäftspartner zu tun hat, sollte nicht nur fachlich, sondern auch outfittechnisch überzeugen. Dabei sollte man immer beachten, wer der Gegenüber ist. Wer überwiegend mit jungen Menschen zusammenarbeitet darf gerne locker auftreten. Eine farbige Chino, ein Hemd und ein legeres Sakko reichen hier völlig aus. Bei Terminen mit institutionellen Kunden oder in Meetings mit dem Vorstand hingegen bietet sich ein klassisches Outfit an. Mit einem dunklen Anzug, einem hellen Hemd und einer unauffälligen Krawatte macht man hier nichts falsch. Wichtig ist, dass das Outfit nicht aufgesetzt wirkt. Wer sich in einen ungeliebten Zwirn zwängt, dem sieht man das auch an.

2.) Ist Kleidung wichtig? Ich meine: Machen Kleider Leute?

Auf jeden Fall. Für einen Sternekoch gilt das Motto: “Das Auge isst mit” – das übertrage ich auch gerne auf das äußere Erscheinungsbild. Gut gekleidet zu sein hat enorme Wirkung auf Freunde, Kunden und Kollegen. Es wirkt einfach professionell und rundet den perfekten Auftritt ab. Darüber hinaus hilft das richtige Outfit, das Selbstbewusstsein zu stärken.

3.) Wie würdest Du Deine Kleidungsstil beschreiben?

Stilsicher, elegant und modern.

4. ) Darfst Du Dich so in der Bank kleiden oder denkst Du selber, dass in der Bank sowas nicht getragen werden sollte?

Das klassische Bild des Bankers wird durch Anzug, Hemd und Krawatte geprägt. Dieses Verständnis gilt in vielen Häusern auch als Regel i.S. Dresscode. Ich breche gerne auch mal das ein oder andere Tabu. Fliege statt Krawatte, bunte Akzente durch Einstecktücher und Socken, hellgraue Schuhe, Armbänder. Das fällt den Leuten positiv auf.

5. ) Was hast Du Dir zuletzt gekauft und was ist Dein aktuelles Lieblingskleidungsstück?

Cognacfarbene Derby-Shoes aus Glattleder mit blauen Schnürsenkeln. Mein Lieblingsstück ist ein knallrotes Sakko, italienisch geschnitten.

6.) Welches Accessoire braucht der Mann in diesem Sommer! Also falls der Sommer noch kommt?

Aktuell geht nichts über bunte Socken. Ich persönlich bevorzuge einfarbige Socken in kräftigen, warmen Farbtönen wie rot oder orange.

7.) Dein Statement zu Mode und Musik?

Zwei Begriffe, die sich sehr ähnlich sind und auf jeden Fall in einem Atemzug genannt werden dürfen. Mode ist ebenso vielseitig und individuell wie die Musik. Jeder hat einen Stil, den er bevorzugt. In Sachen Musik empfehle ich das aktuelle Brett vor dem Herrn “So Good to Me” von Chris Malinchak.

8.) Wo kaufst Du ein und wie viel gibst Du für Mode aus?

In der Regel online. Absolut empfehlen kann ich http://www.asos.de. Hier gibt es Anzüge, Hemden und unzählige Accessoires in den jeweils angesagten Farben und Formen der Saison. Und das zu unvergleichbaren Preisen! Ich schätze, dass meine monatlichen Ausgaben für Bekleidung im Schnitt bei 150€ liegen.

9.) Ist modische Kleidung männlich? Ich meine: Sollten Männer nicht lieber auf modische Kleidung und Shopping verzichten?

Mode und Männlichkeit schließen sich keinesfalls aus! Im Gegenteil: Mode ist männlicher denn je! Das lassen vor allem Designer in ihren Storekonzepten und mehrmals jährlich wechselnden Kollektionen erkennen. Hier liegt ein enorm hoher Fokus auf dem männlichen Geschlecht. Wer sich in Sachen Outfit übrigens gerne inspirieren lassen möchte, dem empfehle ich zwei Großmeister in Sachen Stil: Nick Wooster und Lapo Elkann.

10.) Was hast Du sonst noch auf dem Herzen? Gib meinen Lesern eine Message!

Bei Mode gilt eine wichtige Regel: Authentizität. Man(n) muss sich in seiner Kleidung in erster Linie wohl fühlen und darf nicht künstlich wirken.

Zu meiner Person:

Mein Name ist Alexander Weinmann. Ich bin Bankkaufmann, Student und bekennender Schuhliebhaber aus dem Westerwald. In meiner Freizeit beschäftige ich mich überwiegend mit Technik und Mode. Somit bin ich über die neuesten Trends immer bestens informiert und meinen Mitmenschen stets ein guter Ratgeber.

crowdfunding jetzt auch für Kinder


Piggybackr

Inzwischen ist crowdfunding in aller Munde. Weltweit gibt es unzählige interessante Ansätze zu bestaunen. Mit piggybackr gibt es nun auch eine crowdfunding Plattform, die von Kindern genutzt werden kann.

We looked around and realized that despite advances in technology, young people are still fundraising by selling candy bars, magazines, and other low-margin items. Piggybackr is our answer of what fundraising is in the 21st century: fun, educational, effective, and a joint effort among friends, family, local businesses, and companies passionate about supporting youth.

Piggybackr wouldn’t be possible without the help of our community of youth and their parents striving to do big things for their teams and communitie

Mit 5 Schritten ist das crowdfunding Projekt angelegt:

1. Anmeldung und Freischaltung innerhalb von 48 Stunden

2. Anlage der crowdfunding Seite

3. Sponsorship Angebote bzw. Incentives mit einem Klick aus einer Auswahl generieren

4. Das Soziale Netwerk aufbauen. Andere einladen

5. Das crowdfunding Projekt anlegen. Wird von piggybackr unterstützt

6. Freigabe durch die Eltern

Auf der Seite gibt es auch noch ein 30 Minuten webinar, in welchem crowdfunding sehr einfach erklärt wird. Das Projekt kann von einzelnen Personen, einer Gruppe oder mehreren Gruppen eingestellt und umgesetzt werden, die dann alle gemeinsam Geld für den entsprechenden Zweck einsammeln. Auf der Seite finden sich dann zum Beispiel Projekte mit welchem für krebskranke Freunde gesammelt wird, Schulprojekte, Sportprojekte,Erziehung  usw. Eine spannende Initiative, die eingedenk rechtlicher Rahmenbedingungen, auch hier einmal geprüft werden könnte. Vielleicht durch eine Bank?

Hier geht es zu piggybackr

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