14 Wünsche für das 8. genobarcamp


Nach  der  7. genossenschaftliche Unkonferenz

Unkonferenzen sind keine neue Erfindung. Es gibt sie schon lange.  Man erkennt sie an der fehlenden Organisation. Wobei dies nicht ganz richtig ist, denn einerseits auch fehlende Organisation eine organisatorische Entscheidung und anderseits muss in Deutschland alles irgendwie organisiert oder angemeldet werden. Selbst bei Revolutionen würde der deutsche Bürger zur Sicherheit wohl erst einmal nach einer Genehmigung fragen. Er wurde hierfür gut konditioniert.

Die erste Unkonferenz soll 1998 in Seattle stattgefunden haben. Heute handelt es sich um ein globales Phänomen, welches auch von traditionellen Unternehmen adaptiert wurde und vor allem immer dann Anwendung findet, wenn man Mitarbeiter und/oder Kunden und Stakeholder auf Innovation und Veränderung einstellen möchte. Ich kenne nun allerdings nicht viele Banken, die Unkonferenzen durchführen. Deshalb kann ich mit etwas Stolz konstatieren, dass vor etwa zwei Wochen das inzwischen siebte barcamp  (genobarcamp) der genossenschaftlichen Bankengruppe stattgefunden hat. Als Organisator hatte sich die Volksbank Gronau Ahaus zur Verfügung gestellt, der ich an dieser Stelle noch mal danken möchte. Ihr habt Eure Sache gut gemacht.

Nun schaue ich aber nach vorn und da bald Weihnachten ist, habe ich 14 Wünsche für das achte genossenschaftliche barcamp bei der GLS Bank in Bochum.

  1.  Das achte genossenschaftliche barcamp soll wieder eine echte Unkonferenz werden
  2. Alle  Teilnehmer müssen  eigene Beiträge und Impulse  mitbringen. Themen für die sie brennen und Ideen mit denen sie etwas bewegen können
  3. Dabei wünsche ich mir mehr Unfertiges, das erst in der gemeinsamen Arbeit Form gewinnt
  4. Mehr Zusammenkünfte in einer großen Runde, weniger kleine Foren und Sessions
  5. Mehr Gespräche, mehr Offenheit, mehr Kritik
  6. Konkrete Ergebnisse, die uns auch über die Veranstaltung hinaus beschäftigen und aus denen  heraus Veränderungen entstehen
  7. Die Ergebnisse jeder Session sollten festgehalten werden. Am besten als Zeichnung oder sogar als Comic.
  8. Wir brauchen definitiv mehr Vorstände und Führungskräfte als Teilnehmer
  9. Wir brauchen Störungen, womöglich von extern
  10. Menschen, die in der Facebook Gruppe mutig mit eigenen Meinungen unterwegs sind und mit Kritik nicht geizen, sollten den  Mut zur Teilnahme aufbringen. Denn wie gesagt, wir brauchen Störungen
  11. Ich finde die einzelnen Sessions  zu lang. Natürlich ist die Länge auch der überschaubaren Zahl an Beiträgen geschuldet. Aber wir sollten mehr kürzere, intensivere, noch spontanere Sessions machen. Wir brauchen mehr Kreativität.
  12. Wir brauchen mehr originelle und weitblickende Beiträge wie die von Frank Kleinert, der in jedem genobarcamp für die außergewöhnlicheren und menschlicheren Fragestellungen steht.
  13. Auch andere Banken sollten mal begeistert über erfolgreiche Projekte sprechen können. Nicht immer nur Bühl
  14. Die Teilnehmer sollen sich nicht nur wohlfühlen. Sie sollen vollgepumpt mit Schumpeterscher Energie raus in die kleine Genowelt gehen und einen Virus verbreiten, der uns gemeinsam nach vorne bringt.

Das alles und noch viel mehr wünschte ich mir, nicht nur wenn ich König von Deutschland wäre. Natürlich könnten diese Wünsche auch von der ein oder anderen Bank oder Bankengruppe erfüllt werden, die vielleicht noch nicht mal ein barcamp haben. Ich muss dann auch nicht dabei sein.

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Die Kraft der regionalen crowd


Aus der Gegenwart in die Zukunft des Internets

Die amerikanische Altimeter group steht für echte Qualität bei der Analyse der digitalen Ökonomie. In letzter Zeit beschäftigt sich das Unternehmen verstärkt mit der „Sharing Economy“ die sie als ein weiteres Muster im Prozess der Digitalisierung ausmacht. Die bisherigen Muster:

  • Das Internet entsteht und entwickelt sich, Unternehmens Websites (Vergangenheit)
  • Social Media und dann Social Busines (Gegenwart)
  • Sharing Startups dann kollaborative Ökonomie (Zukunft)

Nicht alle Ökonomien dieser Welt sind innerhalb der Muster gleich weit fortgeschritten. Zwar kann man auch Deutschland attestieren, dass man sich in Muster 2 und damit in der Gegenwart befindet. Allerdings verharren wir wohl überwiegend in Social Media, nur wenige Unternehmen sind bereits im Bereich Social Business unterwegs. Deutschland, seine Menschen, Institutionen und auch Unternehmen tun sich schwer mit dieser Entwicklung.

Die crowd als Ökosystem

Ein wesentliches Element der Sharing Economy ist die crowd. Sie war bzw. ist schon für Social Media und Social Business relevant, wird auf dem Weg in die Sharing Economy aber immer wichtiger.

Jedes Unternehmen lebt in einer eigenen, nicht geschlossenen – also mit eher offenen Grenzen zu betrachtenden – Crowd, die es auf dem Weg in die Sharing Economy immer intensiver zu nutzen gilt.

Die Crowd ist möglicherweise das Überlebenselexier moderner Unternehmen. Zu dieser Crowd gehören für eine Volksbank Raiffeisenbank zum Beispiel:

  • Die Mitarbeiter
  • Die Kunden
  • Die Mitglieder
  • Die Einwohner des Geschäftsgebietes
  • Regionale Institutionen
  • Regionale Unternehmen
  • Die regionale Wirtschaft (etwas abstrakt)

Diese crowd wird nun immer mehr zur Welt der Bank. Ist also nicht mehr nur Umwelt, wobei sie natürlich Beides ist und die Zustände ständig wechseln. Diese Sichtweise ist neu, obwohl sie grundsätzlich vertraut sein sollte, die Bereitschaft die crowd wirklich zu beteiligen und ihr zu dienen, steht aber meistens nur auf dem Papier und war vor 150 Jahren wohl wesentlich ausgeprägter als  heute. Man könnte sagen: Damals wurde die crowd noch erkannt, heute scheint die gegenseitige Bedingung und Beeinflussung nicht erkannt zu werden.

Nutzung der crowd

Wie kann die Bank nun die crowd nutzen? Beziehungsweise, eigentlich müssten wir fragen: Wie muss die Bank nun die crowd nutzen?

Die crowd ist, so die Altimeter Group – die Basis für Resilienz. Sie macht Unternehmen ein Stück weit antifragil, sichert die Überlebensfähigkeit in einer niemals kalkulierbaren Umwelt. Durch die crowd  oder deren Aktivierung reduziert das Unternehmen Risiken, bewegt sich schneller und kann gleichzeitig wachsen, wobei ich „wachsen“ hier lieber durch anpassen oder wandeln ersetzen würde, da ich persönlich nicht den Wachstumsgott anbete.

  • Das Unternehmen muss die eigene crowd erschließen, indem es sich mit dem eigenen Ökosystem vernetzt, wodurch es Vielfalt erschließen und aus dieser Vielfalt neue Ideen generieren kann.
  • Die Nutzung der crowd erleichtert die Anpassung an sich verändernde Markterfordernisse. Schnelle Richtungswechsel werden möglich. Bisher untätige Ressourcen können schnell aktiviert werden. Das Unternehmen aktiviert damit Selbstheilungskräfte
  • Die Crowd kann je nach Situation und Bedarf größere Teile der Belastung übernehmen, um im Umfang zuzunehmen oder auch abzunehmen. Wachstum kann dann zum Beispiel erzielt werden, indem Aufgaben an die crowd vergeben werden.
  • Nicht unerwähnt bleiben sollte die Tatsache, dass die Vernetzung mit der crowd auch die Bindung und das Vertrauen untereinander erhöhen wird, wodurch auch schlechte Zeiten gemeinsam überstanden werden können.

Unternehmen, welche die crowd nicht aktivieren können, sind aus Sicht der Altimeter Group fragil, weil sie isoliert agieren, nur linear wachsen und auf jene Menschen angewiesen sind, die sie einstellen bzw. die bereit sind sich einstellen zu lassen.

Die Volksbanken Raiffeisenbanken

Für Volksbanken Raiffeisenbanken als eher traditionellen Player wäre also die Entwicklung eines auf dieser crowd basierenden Geschäfts- oder Organisationsmodells ein sehr empfehlenswerter, wenn nicht sogar überlebenswichtiger Schritt, dessen Ausführung ihr grundsätzlich auch  leicht fallen sollte, da die genossenschaftliche Idee das Prinzip der Gemeinschaft bereits in sich trägt. Die mehr als 150. –jährige Geschichte spricht dafür, dass der genetische Code dieser Vereinigung durchaus bereits gewisse Aspekte von Resilienz aufgewiesen hat. Es darf allerdings nicht verkannt werden, dass die Veränderungen in der Umwelt eine dramatische Herausforderung darstellen, welchen einzelne Organismen zum Opfer fallen werden, um das Ökosystem fortführen zu können.

Die Aktivierung der weiter oben genannten Gruppen wäre eine zu nutzende Chance. Die Vielfalt, welche die genossenschaftlichen Banken über ihre jeweils regionalen crowds hervorbringen könnte, wäre ungleich größer als die aller anderen konkurrierenden Finanzunternehmen. Wahrscheinlich wäre auch der Weg zur Aktivierung leichter, da die Beziehung zu den Gruppen in der Regel intensiver als bei anderen Finanzunternehmen sein müsste.

Nutzt die Bank die crowd, dann kann sie sich schneller wandeln. Sie kann nach Bedarf wachsen und schrumpfen. Auch Anpassungen des Geschäftsmodells können durch die enge Vernetzung mit der crowd gelingen, da Bedürfnisse und auch Potentiale nahezu automatisch in den Kern des Ökosystems eindringen können. Volksbanken Raiffeisenbanken müssten dann wirklich mehr als Geld und Zinsen bieten. Manche neue Dienstleistung ließe sich dabei sogar in der Vergangenheit finden.

Eine leidenschaftliche crowd, die hinter einer Idee steht, von der sie selber profitiert und deren Teil sie auch ist, versorgt die Bank mit einem Reservoir erneuerbarer Energien. Die Crowd erledigt den Job der Bank bzw. sie nutzt das Potential der Hilfe zur Selbsthilfe.

Die kollaborative Ökonomie ist eine Chance für die genossenschaftliche Gruppe, die allerdings beim Schopfe gepackt werden müsste. Bisher hat dies nur die Volksbank Bühl mit ihrer crowdfunding Plattform gemacht.

Quelle

Meet the resilient corporations von Jermiah Owyang

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Werdet “awesome” Volksbanken


LandlebenNeulich im Zeitungskiosk am Berliner Hauptbahnhof. Eine ganzes Regal voller Landleben: Landlust, Landidee, Servus, Landfee, Landhaus, Land & Berge, usw..Zu kaum einem anderen Thema sind in den letzten Jahren mehr neue Zeitschriften entstanden. Sehnsucht nach dem Land oder im übertragenen Sinne Sehnsucht nach einem anderen – vielleicht ruhigerem oder natürlicher getaktetem – Leben. Die Menschen flüchten in die Stadt aber sehnen sich nach dem Land. Selbst auf dem Land sehnt man dich nach dem Land. So etwas nennt man wohl Schizophren und es lässt sich schwer identifizieren wonach die Menschen sich wirklich sehnen? Schlager und ländliche Traditionen boomen übrigens auch: Helene Fischer, Der Alpen Elvis, Die Zillertaler Bergzigeuner, Almabtrieb, Oktoberfest, Hüttensause in the city, Erntefeste, etc. Sagt mal geht’s noch?

Volksbanken Raiffeisenbanken gehören auch zum Land(leben). Es gibt sie auch in der Stadt, aber die Marktanteile sind dort meistens unbedeutend. Lässt sich daraus was machen? Oder lesen wir Städter bzw. Stadtrandbewohner der Zukunft nur noch in den Landzeitschriften von der Idylle der Volksbanken Raiffeisenbanken, zum Beispiel über die Raiffeisenbank GAMMELSFELD?

Auf der anderen Seite hilft den immer weiter und Druck geratenden Fililalbanken vielleicht auch die Handlungsmaxime: Abwarten und Tee trinken! Denn steigende Mieten und Lebenshaltungskosten werden den Trend zur Landflucht ohnehin irgendwann umkehren, was aber, aufgrund der demographischen Situation und des schleichenden Endes des Wachstums, nicht zu blühenden Landschaften führen dürfte. Lokale Banken müssen sich darauf einstellen. Gerade im ländlichen Raum werden ganz neue Bedürfnisse entstehen, für die es noch keine Anbieter gibt.

„Jeder muss es sich einprägen, um  sich mit dem echten genossenschaftlichen Geist zu erfüllen: Mit vereinten Kräften im engen brüderlichen Zusammenschluss den großen Fragen und Interessen des Menschendaseins gegenübertreten“

Klingt das nach einer Bank? Der Satz stammt von einem der Gründungsväter einer Bankengruppe, allerdings – behaupte ich – hatte dieser Gründungsvater nie die Idee eine Bank moderner Provenienz zu gründen.

Klingt dieses Zitat von Hermann Schultze-Delitzsch wie ein Programm, welchem eine moderne Bank wie es die Volksbanken Raiffeisenbanken sind, folgen könnte?

Was würde Hermann Schultze-Delitzsch wohl heute tun?

Das Bedürfnis der Menschen nach Organisationen und Unternehmen denen sie vertrauen können, wird immer größer. Menschen beginnen sich mit dem einfachen Leben zu arrangieren. Weniger ist Mehr, die meisten von uns werden mit weniger auskommen müssen und dieses weniger ist sogar gut für uns.

gesten bei Arte http://www.arte.tv/guide/de/048214-000/weniger-ist-mehr?autoplay=1

Landzeitschriften sind auch ein Ausdruck dieses Bedürfnisses. Die Rückkehr zu genossenschaftlichen Ursprüngen, zu einer Bank die den Menschen und der Gemeinschaft hilft, z.B. auch mit weniger auszukommen,  ist deshalb eine Chance für die genossenschaftliche Bankengruppe. Dies bedeutet nicht auf moderne Errungenschaften zu verzichten und zu einer Art „Nostalgiebank“ zu werden, die am Wochenende Touristenströme aus den Städten anzieht.

Es geht – wie Brian Solis es formuliert – darum, eine starke Vision zu entwickeln, für einen kurzen Moment alles auf null zu stellen und die Genossenschaftsbank neu zu erfinden, ohne alles was gut war und ist über den Haufen zu schmeißen. Beantwortet die Fragen:

  • Welches Kundenerlebnis möchten wir haben bzw. erzeugen?
  • Welche Rolle möchten wir spielen und was möchten wir nicht mehr tun?
  • Wie können wir uns verändern?
  • Welche Chance liegt in der Digitalisierung?

Die Genoidee ist eigentlich das absolute Gegenmodell zu dem, was wir heute unter banking verstehen. Dieses Gegenmodell muss ausgebaut und als klarer Mehrwert für alle Menschen erkennbar werden. Genossenschaftsbanken sollten sich nach dem Prinzip der „Awesomeness“ weiter entwickeln. Awesomeness – erfunden von Umair Haque- ist eine andere neue Art von Innovation: Kreative Menschen, die lieben was sie tun, schaffen reale bedeutsame Werte und – in Anlehnung an Brian Solis – Erlebnisse. Sie zerstören dabei nicht – wie der liebe Herr Schumpeter – alles  Alte und scheinbar obsolete. Sie suchen auch im Alten den Fortschritt und nutzen die Digitalisierung, um dieses Alte zu modernisieren und besser zu machen.

Crowdfunding, Regionale Vernetzung, Time Banking, die Bank als Plattform, Sharing Economy, Intensivierung der Kundenbeziehung durch Social Media, Cradle to Cradle, Steady state economy. In all diesen Stichwörtern liegen Chancen für die genossenschaftliche Bankengruppe. Nur emotional bewegende Unternehmen haben eine Zukunft. Wenn banking zur Technologie verkommt und zur commodity wird, dann braucht es wirklich keine Banken mehr und dann gibt es vielleicht noch nicht einmal mehr banking als Funktion, weil diese Handlung in unserem Bewusstsein zwischen all den Impulsen und Einkaufsereignissen gar nicht mehr präsent ist.

Interessante Ergänzungen  zu diesem Blog Beitrag:

Awesomeness Manifest von Umair Haque

Eine regionale Plattform für Reparaturen

Four oldschool ways to thrive in any economy

 

Banken und die “collaborative Economy” (Teil 2)


Was Banken tun könnenBanken und die "collaborativve Economy"

Banking als eine Plattform zu verstehen oder als Bank zukünftig eine solche Plattform anzubieten, ist dabei gar nicht einmal so weit hergeholt und entspricht, wenn man es genauer betrachtet, eigentlich dem ursprünglichen Geschäftsmodell der Genossenschaftsbanken. Wobei auch die Sparkassen in dieser Sichtweise sicherlich historische Ankerpunkte finden, die eine Berücksichtigung bei der Entwicklung zukünftiger Geschäftsmodelle finden sollten.

Banken könnten nicht nur eine Plattform anbieten. Sie könnten auch eine Plattform sein. Nein. Sie sind eine Plattform

Wie war das noch liebe Genossenschaftsbanker?

 “ Und wo nicht reicht die Einzelkraft, da schar dich zur Genossenschaft, schallte es, wenn vor 150 Jahren die Jünger der neuen solidarischen Start-ups die Schulze-Delitzsch Hymne anstimmten. Der von Lasalle und anderen Sozialisten als “Sparapostel” bezeichnete Genossenschaftsgründer hatte Urmenschliches aufgegriffen – das Prinzip der Solidarität. Das >> Gefühl der Bedrohung und Bedrückung durch fremde Kräfte, denen der Einzelne machtlos gegenüberstand << sei so der bedeutende genossenschaftliche Banker und Denker Georg Draheim, >> die Hauptwurzel der Genossenschaftsbildung”

(Quelle: 40 Jahre. Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken, Kapitel 1 Seite 9. Autor Peter Gleber)

Die Genossen schufen damals eine Plattform nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe, die grundsätzlich eher Organisator des Geldes als Geldversorger war. Anne Pascual Design Direktorin bei IDEO  hat in einer bemerkenswerten Rede auf der wired money Konferenz in London eine Idee dargestellt, welche die genossenschaftliche Bankengruppe in helle Aufregung, Aufbruchsstimmung und Vorfreude versetzen sollte. Der Inhalt lässt sich in dem Satz zusammenfassen:

“Let´s reinvent banks as platforms”

Banken als Plattform

Um als Bank einen Wert für den modernen vernetzten Verbraucher schaffen zu können, muss man alles darauf ausrichten soziale Verbindungen zu nutzen und zu fördern. Technologie muss diese informellen Verbindungen ermöglichen und nicht verhindern. In Ihrem Vortrag, der sich um “Service Design” drehte, wies sie auf das Phänomen der Tandas in Mexiko hin.

Es handelt sich hierbei um eine Art rotierende Kreditvereinigung. Eine Gruppe von Menschen bündelt ihr Geld und leiht es dann anderen Teilnehmern. Eine Rückzahlung erfolgt in der Regel, weil man sich untereinander persönlich kennt (soziale Kontrolle). Wähle die 10 Menschen, denen Du in Deinem Leben am meisten vertraust. Nummeriere Sie von 1 bis 10 und füge einen bestimmten Geldbetrag hinzu. Damit ist der Anfang gemacht. Jedes Mitglied zahlt dann den gleichen Geldbetrag jeden Monat ein. Jedes Mitglied erwirbt die Möglichkeit oder das Recht den ganzen Pott zu erhalten. Jeder Tanda hat eine bestimmte Laufzeit, die von der Zahl der Teilnehmer abhängt. Organisator ist das Mitglied mit der Nummer1. Jede Zahl steht für eine Woche oder einen Monat. Letztendlich kann niemand mehr entnehmen, als er selber im Laufe der Zeit eingezahlt hat.

Einem ähnlichen Prinzip folgt die schwedische Jak Bank. Sie läuft unter der Rechtsform einer Genossenschaft und verpflichtet sich einem sozialen Ziel und der Solidarität unter den Mitgliedern. Auch hier werden die Kredite von den Mitgliedern selber aufgebracht. Es werden keine Zinsen gezahlt.

Zwei Verfahren, die banking als Plattform verstehen. Die Bank ist nur der Organisator. So entstand einmal die genossenschaftliche Idee und deshalb geht es wirklich um eine Wiederentdeckung oder Wieder Erfindung in einer Welt mit neuen technologischen und kulturellen Möglichkeiten. Anwendungen wie zum Beispiel lendstar, die auf den ersten Blick vielleicht noch wie eine Spielerei erscheinen, haben diese Entwicklung bereits erkannt.

Kommen wir also nochmal zurück zu Anne Pascual. Die Möglichkeit der Skalierbarkeit unter Beibehaltung der Interaktion von Mensch zu Mensch, die Vertrauen generiert, bietet neue Chancen für Finanzunternehmen. Wir sollten – so sagt sie – Finanzunternehmen “wieder” zu Plattformen machen Dabei ist der Einfluss der unmittelbaren Bezugsgruppe oder der “Peer Group” der Schlüssel zum Erfolg. Die Bezugsgruppe erzeugt Motivation und nicht die Experten sagt Anne Pascual. Die Herausforderung besteht darin diesen Aspekt zu nutzen und das soziale Element in der Entscheidungsfindung bzw. bei der Lösung finanzieller Fragestellungen zu nutzen.

Ihre Forderung:

Denkt Euer Angebot aus der Perspektive der Kunden. Welchen Wert und welches Nutzen Versprechen könnt ihr liefern? Wem hilft die Leistung? Macht diese Leistung das Leben der Kunden(Menschen) besser? Und können wir mit unseren Angeboten einen wirklichen Unterschied machen?

Dabei sollte  klar sein, dass es nicht die alten Lösungen und Leistungen sind, welche einen Wert für den modernen Menschen schaffen, denn die Welt ist nicht mehr so wie vor 10, 20 oder 30 Jahren. Vielleicht ist sie sogar wieder eher wie vor 150 Jahren als die Genossenschaftsidee entstand. Sie bietet in jedem Fall die Chance für eine neue Genossenschaftsbewegung oder eine Modernisierung dieser Bewegung. Es geht um eine Genossenschaftsidee innerhalb einer digitalen Umwelt. Da sind Unternehmen wie zum Beispiel Fairnopoly oder die Fidorbank viel weiter und wohl auch mutiger als die Genossen selber

Bank ist in jedem Fall anders als früher

Wahrscheinlich kennt Anne Pascual die Fidorbank noch nicht, die ja zweifelsohne die Bedeutung des Sozialen bereits wieder entdeckt hat. Wenn die Bedeutung der Bezugsgruppe wirklich ein Treiber zukünftiger Entwicklung ist – und ich bin mir sicher, dass Anne Pascual recht hat – dann sollten jene Banken, die heute so viel Zeit darauf verwenden allen Skeptikern an den alten Filial zentrierten Geschäftsmodellen zu erklären wie wichtig die persönliche Kundenbeziehung ist, damit anfangen sich Gedanken über die moderne Ausprägung einer funktionierenden Kunde-Bank Beziehung zu machen. Bank ist heute und zukünftig Vieles. In jedem Fall aber etwas anderes als bisher

Die neuen Wettbewerber entstehen in genau jenen Nischen oder Ökosystemen, die Banken heute nicht für wichtig erachten in denen sie aber besonders angreifbar sind. Transparenz, klarere, einfachere Angebote ohne versteckte Überraschungen, die Nutzung der sozialen Verbindungen, Hilfe zur Selbsthilfe, Unabhängigkeit, Tempo, Spaß, Gleichheit, Augenhöhe, Störungsfreiheit, Vertrauen, überall vorhanden, tief ins Leben integriert, nicht störend etc.

Mehr als Geld und Zinsen

Banking als Plattform kann und muss dann wahrscheinlich auch viel mehr als die Organisation des Geldes sein. Es geht um die Organisation einer regionalen Community. Banken sind eine Plattform und sie bieten eine Plattform. Es geht dann für Banken um nicht weniger als um Geschäftsmodell Innovation und die Suche nach neuen Wegen und neuen Angeboten, für die Menschen auch bereit sind zu zahlen.

Die Altimeter Group nennt vor allem 4 Gründe oder Vorteile, die für einen Einstieg in die kollaborative Ökonomie sprechen:

  • Größere Effizienz, weil die Crowd mithilft
  • Ein Langfrist Beziehung mit den Kunden
  • Neue Werte, die zwischen Nutzern erzeugt werden, generieren neue Erlösströme
  • Wer jetzt handelt hat vielleicht noch einen “First Mover” Vorteil

Welche Chancen haben hier zum Beispiel die Genossenschaftsbanken?

Mitgliedschaft ist meiner Meinung nach der einzige nicht kopierbare USP, an dem entlang eine Geschäftsmodell Innovation vollzogen werden kann. Für welche regional verorteten Bedürfnisse können Banken eine Plattform sein oder eine solche Plattform zur Verfügung stellen? Für welche wird der Verbraucher oder sagen wir das Mitglied bezahlen? Nur über die Auseinandersetzung mit Mitgliedschaft können Genossenschaftsbanken eine wirklich andere, unterscheidbare und vom Kunden nachgefragte Bank bleiben. Das ist eine Chance, die man in jedem Fall nutzen muss, denn so viele Chancen wird es nicht mehr geben

 Quellen:

Allmende 2.0. Teilen wird Trend. Karen Frick in GDI IMPULS. Nummer 2 2013

A Market Definition Report. The Collaborative Economy: Products, services, and market relationships have changed as sharing startups impact business models. To avoid disruption, companies must adopt the Collaborative Economy Value Chain. Altimeter Research Theme: Digital Economies. June 4, 2013. www.altimetergroup.com

Anne Pascual auf der wired money Konferenz:

http://www.wired.co.uk/news/archive/2013-06/20/wired-money-anne-pascual

Online Artikel über Tandas

http://www.boyleheightsbeat.com/tandas-provide-when-banks-wont-lend-645

 

Teil 1 des Artikels: Banking und die “collaborative Economy”

Den ganzen Artikel bei Scribd herunterladen

Banken und die “collaborative Economy” (Teil 1)


Banken und die "collaborativve Economy"Ein Wirtschaftssystem in dem Eigentum und Zugang zwischen Menschen, Startups und Unternehmen geteilt wird, das ist die Collaborative Economy. Einem solchen Wirtschaftsmodell nähern wir uns gerade an und diese Entwicklung wirft vor allem für die klassischen, etablierten und nicht digitalen Unternehmen einige Fragen auf. Nach Social Media und der Demokratisierung von Information und Interaktion, werden nun auch Produkte und Dienstleistungen geteilt und Unternehmen, welche dieses Teilen organisieren, gewinnen an Bedeutung mit entsprechenden Konsequenzen für Unternehmen, deren Geschäftsmodelle darauf ausgerichtet sind.

Nun ist das Teilen unter Menschen keine neue Entwicklung und keine Errungenschaft der Digitalisierung. Teilen ist  – so schreibt GDI Forscherin Karin Frick in der aktuellen  Ausgabe der GDI – Impuls – das Fundament menschlichen Zusammenlebens. Wir haben das Teilen mit der Zunahme unseres Wohlstandes ganz einfach verlernt (vielleicht ist uns auch systematisch entlernt wurden?) und durch den einsamen Konsum, der uns nicht nur vereinsamt sondern auch von unseren sozialen Verbindungen entfremdet, ersetzt. Das nun die kollaborative oder teilende Ökonomie entsteht, hat verschiedene Gründe. Diese sind sozialer, ökonomischer und technologischer Natur.

Was die kollaborative Ökonomie treibt

In vielen Volkswirtschaften verschlechtern sich die ökonomischen Verhältnisse. Die bisherige Unvereinbarkeit von wachsenden Volkswirtschaften und dem gleichzeitigen Schutz und  Erhalt des Ökosystems in Verbindung mit einer weiter wachsenden Weltbevölkerung führen bei vielen, vor allem den jüngeren über soziale Medien weltweit vernetzten, Menschen zu neuen Denk- und Verhaltensweisen, die durch neue Technologien erst ermöglicht werden.

Teilen, Nachhaltigkeit, eine andere Einstellung zu und andere Erwartungen an Unternehmen und Marken stehen auf der Tagesordnung. Jüngere Generationen entwickeln auf der Suche nach Verortung, Zugehörigkeit und Identität andere Ideen vom zusammen leben und der Organisation von Arbeit und Zusammenarbeit. Viele Unternehmen entstehen nicht  nur, um dem Gründer und seinen Mitarbeitern ein Einkommen zu sichern sondern auch  weil die Gründer eine andere Vorstellung von Ökonomie haben und den etablierten Unternehmen zeigen möchten, dass wirtschaften nicht unbedingt aus Raubbau an Natur und Mensch, Egoismus und rücksichtslosem Profitstreben bestehen muss.

Die Ökonomie der Zukunft könnte wieder eine Ökonomie des Teilens werden, die – so schreibt Karin Frick – den Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken und suffiziente Verhaltensweisen fördern werde. Die Geschäftsmodelle der „collaborative Economy“ stellen dabei eine Herausforderung für die alte Ökonomie dar. Natürlich auch für Banken

Die Altimeter Group spricht von einer nicht mehr aufzuhaltenden Bewegung und hat ca. 200 Unternehmen der Sharing Economy genauer betrachtet. Im Banken Markt sind dabei Trends wie crowdfinance, p2p lending und auch Social Banking zu erkennen, bei denen Banken als Mittelsmann ersetzt werden, bzw. dort wo es regulatorisch noch erforderlich ist, in den Hintergrund gedrängt werden. Als herausragendes Beispiel nennt die Altimeter Group lending Club, die inzwischen mehr als 2 Milliarden Dollar an Krediten vergeben – sagen wir besser- vermittelt haben. Auch weiß die Altimeter Group von ersten Banken zu berichten, die zumindest in Kooperation mit Unternehmen der kollaborativen Ökonomie getreten sind. Zum Beispiel citi:

http://citibikenyc.com/

Die Säulen der kollaborativen Ökonomie

Die Geschäftsmodelle der Unternehmen der collaborative Economy beruhen auf drei Säulen, die teilweise einzeln und teilweise auch in Kombination vorkommen. Diese Säulen sind:

  • Company as a service
  • Motivate a Marketplace
  • Provide a Platform

Um die Bank als Servicedienstleister zu verstehen bzw. zu betreiben gilt es auf die Tatsache zu reagieren, dass Verbraucher verstärkt Zugang zu Produkten und Dienstleistungen wünschen, ohne diese zu besitzen. Unternehmen müssen also die Beziehung zum Verbraucher verändern und neue Leistungen wie die Möglichkeit zum Mieten, zum Abonnieren oder kurzfristigem Leihen anbieten.

Beim zweiten Modell “Motivate a Marketplace” geht es darum einen Marktplatz zu managen oder zu organisieren, den man nicht mehr selber besitzen kann. Das Ziel besteht also darin den Menschen dabei zu helfen, die erwünschten Aktionen untereinander abzuwickeln. Man könnte also sagen sich selbst zu helfen und der aufmerksame Genossenschaftsbanker sollte an dieser Stelle aufhorchen. Für die Bank geht es dann also darum in einen Marktplatz einzusteigen, der sich in der Sharing Economy bereits entwickelt hat bzw. sich gerade entwickelt.  Hier gibt es eine Menge von Aktivitäten, die auch die Bank als Betätigungsfeld prüfen könnte. Es geht grundsätzlich um die Weiterveräußerung von Produkten, Mitinhaberschaft, der Tausch von Waren, die Kreditvergabe oder auch die Förderung gegenseitiger Schenkungen. Gerade in ländlichen Regionen wird der Bedarf nach dieser Art von Marktplatz wachsen.

Und schließlich – in der dritten Phase – kann das Unternehmen oder die Bank eine Plattform anbieten, welche das Ziel verfolgt die eigenen Kunden bzw. die Verbraucher zu stärken und diese dazu führt zukünftige Produkte und Services selbst zu erstellen. Stichworte wären: Kollaboration, Cofunding, Cobuilding, Codesign, Coselling, CoRevenue Sharing usw.

Ende Teil 1

Lesen Sie am Montag den zweiten Teil: WAS BANKEN TUN KÖNNEN

Stilfragen: Mehr als Geld und Zinsen


Banking mit Stil

Die Finanzbranche hat mehr zu bieten als nur Geld und Zinsen. Spätestens seit 2007 erfreut, belustigt und frustriert sie uns durch tägliche Schlagzeilen in allen Medien. Das in dieser Branche aber vor allem Menschen tätig sind, die wie wir alle auch aus Fleisch und Blut bestehen vergessen wir dabei häufig.Und diese Menschen interessieren sich für ganz viele Dinge und Themen, die jeden von uns antreiben. Zum Beispiel auch für Mode, Musik, Kunst, Literatur und andere ganz normale Erfindungen des menschliches Geistes. In meiner neuen RUBRIK Stilfragen geht es ab sofort vor allem um Mode und Musik. Wie sollte sich ein Banker kleiden? Welche Kleidung führt zum Erfolg? Hören Banker Mozart, Rammstein oder Heino? Machen Kleider wirklich Leute und findet Innovation, die diesen Blog ja umtreibt, auch bei diesen nicht unwichtigen Alltagsfragen statt?

Den Anfang macht ein Interview mit einem jungen Bankmitarbeiter einer Volksbank. Wer sich hier zukünftig einbringen möchte, der ist hiermit eingeladen sich zu beteiligen.

Also Bühne frei für Alexander Weinmann

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1.) Welche Kleidung trägt man als Mitarbeiter einer Bank?

Es fällt schwer, hier eine pauschale Aussage zu treffen. Das hängt grundsätzlich von der Aufgabe ab, die man im Unternehmen erfüllt. Wer mit Kunden oder Geschäftspartner zu tun hat, sollte nicht nur fachlich, sondern auch outfittechnisch überzeugen. Dabei sollte man immer beachten, wer der Gegenüber ist. Wer überwiegend mit jungen Menschen zusammenarbeitet darf gerne locker auftreten. Eine farbige Chino, ein Hemd und ein legeres Sakko reichen hier völlig aus. Bei Terminen mit institutionellen Kunden oder in Meetings mit dem Vorstand hingegen bietet sich ein klassisches Outfit an. Mit einem dunklen Anzug, einem hellen Hemd und einer unauffälligen Krawatte macht man hier nichts falsch. Wichtig ist, dass das Outfit nicht aufgesetzt wirkt. Wer sich in einen ungeliebten Zwirn zwängt, dem sieht man das auch an.

2.) Ist Kleidung wichtig? Ich meine: Machen Kleider Leute?

Auf jeden Fall. Für einen Sternekoch gilt das Motto: “Das Auge isst mit” – das übertrage ich auch gerne auf das äußere Erscheinungsbild. Gut gekleidet zu sein hat enorme Wirkung auf Freunde, Kunden und Kollegen. Es wirkt einfach professionell und rundet den perfekten Auftritt ab. Darüber hinaus hilft das richtige Outfit, das Selbstbewusstsein zu stärken.

3.) Wie würdest Du Deine Kleidungsstil beschreiben?

Stilsicher, elegant und modern.

4. ) Darfst Du Dich so in der Bank kleiden oder denkst Du selber, dass in der Bank sowas nicht getragen werden sollte?

Das klassische Bild des Bankers wird durch Anzug, Hemd und Krawatte geprägt. Dieses Verständnis gilt in vielen Häusern auch als Regel i.S. Dresscode. Ich breche gerne auch mal das ein oder andere Tabu. Fliege statt Krawatte, bunte Akzente durch Einstecktücher und Socken, hellgraue Schuhe, Armbänder. Das fällt den Leuten positiv auf.

5. ) Was hast Du Dir zuletzt gekauft und was ist Dein aktuelles Lieblingskleidungsstück?

Cognacfarbene Derby-Shoes aus Glattleder mit blauen Schnürsenkeln. Mein Lieblingsstück ist ein knallrotes Sakko, italienisch geschnitten.

6.) Welches Accessoire braucht der Mann in diesem Sommer! Also falls der Sommer noch kommt?

Aktuell geht nichts über bunte Socken. Ich persönlich bevorzuge einfarbige Socken in kräftigen, warmen Farbtönen wie rot oder orange.

7.) Dein Statement zu Mode und Musik?

Zwei Begriffe, die sich sehr ähnlich sind und auf jeden Fall in einem Atemzug genannt werden dürfen. Mode ist ebenso vielseitig und individuell wie die Musik. Jeder hat einen Stil, den er bevorzugt. In Sachen Musik empfehle ich das aktuelle Brett vor dem Herrn “So Good to Me” von Chris Malinchak.

8.) Wo kaufst Du ein und wie viel gibst Du für Mode aus?

In der Regel online. Absolut empfehlen kann ich http://www.asos.de. Hier gibt es Anzüge, Hemden und unzählige Accessoires in den jeweils angesagten Farben und Formen der Saison. Und das zu unvergleichbaren Preisen! Ich schätze, dass meine monatlichen Ausgaben für Bekleidung im Schnitt bei 150€ liegen.

9.) Ist modische Kleidung männlich? Ich meine: Sollten Männer nicht lieber auf modische Kleidung und Shopping verzichten?

Mode und Männlichkeit schließen sich keinesfalls aus! Im Gegenteil: Mode ist männlicher denn je! Das lassen vor allem Designer in ihren Storekonzepten und mehrmals jährlich wechselnden Kollektionen erkennen. Hier liegt ein enorm hoher Fokus auf dem männlichen Geschlecht. Wer sich in Sachen Outfit übrigens gerne inspirieren lassen möchte, dem empfehle ich zwei Großmeister in Sachen Stil: Nick Wooster und Lapo Elkann.

10.) Was hast Du sonst noch auf dem Herzen? Gib meinen Lesern eine Message!

Bei Mode gilt eine wichtige Regel: Authentizität. Man(n) muss sich in seiner Kleidung in erster Linie wohl fühlen und darf nicht künstlich wirken.

Zu meiner Person:

Mein Name ist Alexander Weinmann. Ich bin Bankkaufmann, Student und bekennender Schuhliebhaber aus dem Westerwald. In meiner Freizeit beschäftige ich mich überwiegend mit Technik und Mode. Somit bin ich über die neuesten Trends immer bestens informiert und meinen Mitmenschen stets ein guter Ratgeber.

Leih Dein Fahrrad bei einer Bank


Ein Fahrrad von citi. Das citibike

Der Ausgangspunkt ist Druck

Alles verändert sich. Auch die Zeiten. Menschen und Unternehmen müssen sich neu erfinden. Menschen sind Marken. Business Model You! Neue Rollen, neue Aufgabenfelder, neue Produkte und Angebote. Nichts ist mehr von Dauer. Aus guter alter Wertbeständigkeit, zum Beispiel mit dem Namen “Made in Germany”, wird das sich ständige Verändern und Neu erfinden. Nicht gerade eine Mentalität, die uns Deutschen liegt.

Der Kunde muss auf den Fahrersitz

Alle Banken lernen jetzt das Internet kennen. Einige begreifen sogar wie es funktioniert und welche Auswirkungen diese mächtige soziale Basistechnologie auf ihre Zukunft haben wird. Allerdings entstand bisher wenig schöpferische Energie aus dieser Erkenntnis. Früher saß das Geld auf dem Fahrersitz, nun ist es die Technologie. Dabei sollte eigentlich der Verbraucher mit seinen aktuellen Bedürfnissen im Fokus stehen.

Ausprobieren lernen

Manche Banken beginnen auch zu experimentieren und bringen ungewöhnliche Ideen hervor, die auf den ersten Blick etwas seltsam erscheinen, die aber dennoch nicht ohne Bedeutung sind.

Wenn Sie in New York leben, dann können Sie sich ab sofort ein Fahrrad bei Ihrer Bank leihen. Die amerikanische Citi hat hierzu über ganz New York ein Netzwerk aufgebaut, dass es allen New Yorkern erlaubt dort für einen Tag oder eine Woche ein Fahrrad zu leihen. Ähnlich wie es die deutsche Bahn in Deutschland macht, wobei ein Fahrrad Verleih durch ein Verkehrsunternehmen eher auf der Hand liegt, als durch eine Bank.

Hier geht es zur Internetseite von citibike

Auf der anderen Seite haben zum Beispiel Volksbanken Raiffeisenbanken ein flächendeckendes Filialnetz, dass sich auch für ein solches oder ähnliche Angebot eignen würde. Dafür müssten – auf den ersten Blick – möglicherweise ungewöhnliche Kooperationen eingegangen werden, aber könnten hieraus nicht auch neue Rollen für eine Bank erwachsen bzw. könnte der traditionellen Rolle der regionalen Volksbank Raiffeisenbank  so nicht wieder stärker Leben eingehaucht werden. Zumindest die Zahl der Filial Besuche würde wieder zunehmen.

Nicht gerade eine disruptive Innovation.  Citibike – inspiriert von einer ähnlichen Aktivität von barclaycard in London – reagiert auf eine sich verändernde Ökonomie und schaut über den Tellerrand des klassischen Geschäftsmodells. Mehr und mehr Banken werden dies tun (müssen). Da heißt es den Blick erweitern und die eigene Rolle einmal neu zu definieren. Kreative Menschen und Ideen erwünscht

Die Bank gibt übrigens 15 % Rabatt auf eine Jahresmitgliedschaft bei citibike, wenn der Kauf über eine Bankkarte von citi erfolgt.

Aktualisierung

Mein niederländischer Blogger Kollege Pascal Spelier wies mich gerade darauf hin, dass die niederländischen Genossen bereits einen ähnlichen Service anbieten:

http://www.promz.nl/casez/case-promotionele-fiets-rabocruizer/

Die Fahrräder werden an Mitarbeiter herausgegeben und an Kunden, die Hypotheken aufnehmen.

Volksbank Bühl: Eine Innovationswerkstatt im Interview (Teil II)


Volksbank Bühl

Innovationswerkstatt der Volksbank Bühl

Auch der zweite Teil meines Interviews mit den Mitarbeitern der Bühler Innovationswerkstatt bringt einige spannende Antworten und die Erkenntnis, dass wir uns über unsere Zukunft wenig Sorgen machen müssen, wenn wir den jungen Menschen richtig zuhören und bereit sind von ihnen zu lernen. Führungskräfte sollten sich stärker in der Kunst des Loslassens üben, dann klappt das auch mit der Zukunft

Finance20: Wie stehen die anderen Kollegen zu Eurer Arbeit?

FSW: Wer sich mit Innovationen beschäftigt weiß, dass es immer Widerstände gibt. Allerdings befinden wir uns auf einem sehr guten Weg. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen sind von diesem Weg überzeugt und unterstützen uns.

ht: Mit jedem erfolgreich umgesetzten Projekt steigt die Akzeptanz. Alle Skeptiker wird man aber nicht bekehren können. Jedoch versuchen wir in Workshops und Vorträgen den Kollegen neue Themen näher zu bringen und dabei dann doch den ein oder anderen Skeptiker vom Sinn unserer Arbeit zu überzeugen.

FG: Teilweise mit Skepsis, teilweise mit Bewunderung. Interessant ist für mich zu sehen, wie sich plötzlich anfängliche “Skeptiker” für die Arbeit der Innovationswerkstatt interessieren, sich in Diskussionen einbringen oder interne Workshops besuchen.

 Finance20: Was war Euer bisheriges Highlight während der Arbeit im Innovationsteam?

FSW: Meine persönlichen Highlights waren zum einen der Launch unserer Social Business Plattform “Volksbank Bühl Connect” und der Crowdfunding-Plattform “Viele-schaffen-mehr.de”. Zum anderen freue ich mich aber immer wieder über die perfekte Arbeitsatmosphäre und die Stimmung im Team.

Age: Das waren auch meine Highlights. Damit haben wir viel verändert und sind immer noch dabei. Außerdem war einmal mehr die re:publica eine tolle Zeit, die das Team wieder ein Stück mehr zusammengerückt hat. Zudem freue ich mich schon auf unsere verschiedenen externen Workshops, die wir sowohl unseren jungen Kunden als auch den Eltern unter unseren Kunden zum Thema “Social Media” anbieten.

MTJ: Mein persönliches Highlight ist der Erfolg der Einführung von Mitarbeiter-Workshops. In diesen Workshops versuchen wir, unter Anwendung von verschiedenen Kreativ-Techniken, spielerisch Ideen gemeinsam mit anderen Mitarbeitern aus unterschiedlichen Abteilungen zu entwickeln. Als nächstes steht ein Workshop mit verschieden Impulsvorträgen an, auf den ich mich jetzt schon sehr freue!

 Finance20: Was können andere Banken von Euch lernen?

Zi: Dass Begeisterung ansteckend ist und bei einem gemeinsamen Ziel ein von einander lernen auf einfache Art möglich wird, woraus wieder viel Neues entstehen kann.

ht: Das abwarten nicht immer die richtige Strategie ist!

MTJ: Innovativ und kreativ zu sein sowie vieles weitere rund ums Web2.0 ;), siehe: http://blog.volksbank-buehl.de/dienstleistungen/

Finance20: Wo und wie seht Ihr Eure persönliche Zukunft?

Zi: Nach Abschluss meines berufsbegleitenden Studiums zum Master of Banking & Finance, das mir die Volksbank Bühl ermöglicht, möchte ich bei uns weitere Verantwortung übernehmen. Hier sehe ich meine Stärken in analytischen und strategischen Aufgabenstellungen.

ht: Meine persönliche Zukunft sehe ich in der Volksbank Bühl bei der Weiterentwicklung der elektronischen Vertriebswege. Gerade dieser Bereich bietet in Zukunft viel Neues und das macht die Arbeit doch erst richtig spannend und abwechslungsreich.

MM: Nach Abschluss meines Fernstudiums, will ich mehr Verantwortung übernehmen und unser Team nach vorne bringen. Vielleicht auch die ein oder andere Innovation im IT-Bereich vorantreiben.

FG: Nach meinem berufsbegleitendem Studium (Master in Wirtschaftspsychologie) möchte ich schnellstmöglich Verantwortung als Führungskraft übernehmen. Dabei sehe ich mich im Bereich Coaching, Personal(-entwicklung). Mich fasziniert die Frage, wie ich Menschen motivieren und Sie dabei fordern und fördern kann.

MTJ: Ich möchte so schnell wie möglich mein Bachelor-Studium abschließen und mich in der Volksbank Bühl weiterentwickeln. Ein Bereich im strategischen Marketing beziehungsweise im Produktmanagement wären sehr interessant. Mehr Verantwortung und ein eventuelles Master-Studium sind meine mittelfristigen Pläne.

Finance20: Habt Ihr vielleicht einen Tipp für gleichaltrige Kollegen in anderen Banken?

MTJ: Meiner Meinung nach sollte man hin und wieder versuchen die gewohnten Denkmuster zu verlassen um neue Ideen zu entwickeln. Man sollte sich trauen neue Dinge anzupacken, Ideen anzusprechen und sich nicht von alten Denkweisen oder Gegenstimmen entmutigen lassen.

FG: “Constant and never ending improvement” (Konstante und niemals endende Verbesserung) : Das Cani-Prinzip von Tony Robbins inspiriert mich ungemein. Es ist gegenüber sich selbst eine andauernde Selbstverpflichtung.

Age: Ihr könnt was! Auch wenn ihr am Anfang denkt, ihr seid dem ganzen nicht gewachsen – es ist eure Aufgabe vorauszugehen. Habt keine Angst, sonder stellt euch selbstbewusst neuen Herausforderungen.

BOJ: Probiert´s einfach aus! Haltet die Augen nach Neuem offen, denkt quer, teilt und diskutiert Eure Ansichten im Unternehmen. Ihr werdet sehen, dass das echt Spaß macht und man sich weiterentwickelt.

Finance20: Und was macht man so in Bühl, wenn mal Freizeit ist?

Zi: Sportliche Aktivitäten in der freien Natur; bei geeigneten Wetterlagen am liebsten fliegend mit dem Gleitschirm an den Bergen in der näheren Umgebung.

FG: Sport, Freunde treffen, Fußball schauen und meinen persönlichen Blog vorantreiben https://www.facebook.com/Wirtschaftspsychologie2.0, bald auch unter http://frankgutknecht.de.

Age: Viel Sport =), Zeit mit Familie, Freunden und Verein verbringen und nicht auf der Stelle stehen.

MM: Sport, Lernen, viel mit Freunden und Familie unternehmen, technische Spielereien ausprobieren, schnelle Autos fahren.. :-)

Vielen Dank für das äußerst anregende und spannende Gespräch. Da wünsche ich mir ja glatt nochmal so jung zu sein wie ihr

Das waren meine Gesprächspartner

Franz Sebastian Welter
Meike Boj
Maik Jost
Frank Gutknecht
Michael Merkel
Thomas Hochfeld
Wibke Ziegler
Anja Gempler
Madlen Fischer

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 sfd

Inzwischen kenne ich alle Mitarbeiter der Bühler Innovationswerkstatt. Zuletzt habe ich einige zusammen mit dem Vorstand Herrn Claus Preiss auf der republica2013 getroffen. Sozusagen auf Innovations Expedition. Eine solche Gelegenheit darf man nicht verstreichen lassen. Finance20 stellte einfach mal einige Fragen, denn schließlich ist es nicht alltäglich, was da in Bühl passiert.

Ich kenne ehrlich gesagt überhaupt keine Bank, die sich so umfassend mit der Beobachtung von Veränderungen im Bankenmarkt beschäftigt. Noch dazu basierend auf der Motivation und Kreativität junger Mitarbeiter. Nahezu im Eigenbetrieb. Wenn man dann noch rekapituliert, wohin sich die Aktivitäten bis hierhin entwickelt haben, dann könnte man sagen: Die Volksbank Bühl hat ein junges Team von Entrepreneuren und kultiviert eine neue Art von Mitarbeiterkultur. Da fragt man sich doch, ob man in diese Mitarbeiter nicht investieren könnte. Investition in Humankapital zum Beispiel über crowdfunding. Aber das ist eine ganz andere Sache. Lesen Sie nun spannende Antworten auf Finance20 Fragen. 

Finance20: Was ist eigentlich eine Innovationswerkstatt?

FSW: Unsere InnovationsWerkstatt ist ein interdisziplinäres Team von 10 Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Fachbereichen.

Age: Wir sind eine Truppe interessierter und neugieriger Menschen, die durch ihre unterschiedlichen Interessen und Sichtweisen einen tollen Mix ergeben.

MTJ: Und trotz der unterschiedlichen Aufgabenbereiche jedes einzelnen, sind wir mittlerweile als Innovationswerkstatt ein Teil des Organigramms der Volksbank Bühl.

 Finance20: Und warum hat eine Bank eine Innovationswerkstatt?

FSW: Kurz gesagt, um auf dem Laufenden zu bleiben und innovative Projekte umzusetzen.

BOJ: Je innovativer ein Unternehmen ist, desto stabiler und profitabler kann es agieren. Die InnovationsWerkstatt ist ein Teil davon: Wir halten die Augen für Trends, neue Dienstleistungen, innovative Geschäftsmodelle, etc. offen und tragen so andere Sicht- und Denkweisen in die Bank hinein.

FG: Oder wie Dieter Zetsche (CEO Daimler) sagte: “Es ist immer klug Teil der Veränderung zu sein! “

 Finance20: Was macht die Innovationswerkstatt?

FSW: Die InnovationsWerkstatt identifiziert und bewertet Trends für die Volksbank Bühl und überlegt, wie wir diese Trends für uns nutzen bzw. wie wir daraus resultierende Risiken abwehren können. Darüber hinaus ist die InnovationsWerkstatt ein Team von qualifizierten Nachwuchskräften – es geht also auch ein bisschen um Personalentwicklung. Die Arbeit der InnovationsWerkstatt findet größtenteils außerhalb der “normalen” Arbeitszeit statt.

Age: In unseren regelmäßigen Treffen bewerten wir Neues und können dabei richtig diskutieren. Wir gewinnen nicht nur über das Lesen von Fachblogs neue Eindrücke, sondern besuchen auch Messen und Veranstaltungen, die unseren Horizont erweitern. Wie eben in der vergangenen Woche die re:publica 2013. Jeder nimmt dabei die für ihn besonderen Themen zur weiteren Verarbeitung mit. Außerdem sehen wir es als unsere Aufgabe unseren Mitarbeitern Innovationen und Trends ein Stück verständlicher und greifbarer zu gestalten. Wir versuchen den Durchblick zu behalten und unsere Mitarbeiter, Kunden und die Bank davon profitieren zu lassen.

Zi: Die InnovationsWerkstatt bietet auch intern Mitarbeiterschulungen und extern Vorträge zu den Themen: Bank 2.0, Social Media, Innovationsmanagement, Enterprise 2.0 und Employer Branding an. Diese können entweder als Präsenzveranstaltung oder als Webinar in Anspruch genommen werden. Zudem haben wir ein breites Repertoire an Kreativitätstechniken und Workshopmethoden zur Entwicklung innovativer Ansätze und Konzepte im Programm.

Finance20: Warum beschäftigt ihr euch mit so hohem Engagement auch außerhalb eurer Arbeitszeit mit Innovation?

MTJ: Zum einen um die neuestens Trends nicht zu verpassen und zum anderen, weil es einfach Spaß macht! Zudem sehe ich es auch als sehr wichtig für meine persönliche Entwicklung bei der Volksbank Bühl. Neben meinem Stipendium zum Bachelor of Management & Finance werden einem Türen zu innovativen Messen und einem außerordentlich interessanten Netzwerk ermöglicht.

Zi: Alles ändert sich und das ständig und vor allem immer schneller. Um am Ball zu bleiben, ist die InnovationsWerkstatt mit ihrer heterogenen Zusammensetzung ein ideales Umfeld. Außerdem wird durch viele Anwendungen auf die wir bei unseren Recherchen stoßen, auch vieles einfacher bzw. effektiver und oft überhaupt auch erst möglich. Und dann sind da noch die Neugier auf alles Neue und ein gewisser Spieltrieb, die sich regelmäßig einstellen.

FG: Ich habe hier die Möglichkeit meine Interessen wie Psychologie, Wirtschaft und Kommunikation mit Social Media zu verknüpfen. Gleichzeitig übernehme ich im Team Verantwortung und kann die Zukunft der Volksbank Bühl aktiv mitgestalten.

Age: Am Anfang mag es für einen selbst viel zu viel sein, aber mit der Zeit und Kontinuität über die Arbeitszeit hinaus daran zu arbeiten und sein Spektrum zu erweitern, bringt für alle Beteiligten nur Vorteile mit sich. Zudem spürt man selbst wie die Identifikation mit dem eigenen Unternehmen wächst und alles mehr Spaß macht. Wir spüren alle die Anerkennung, die uns zuteil wird.

MM: Die Innovationen warten nicht auf uns :-) Wenn wir da nicht am Ball bleiben, bleiben wir auf der Strecke. Da wir nicht nur national sondern auch international Trends beobachten, gibt es schon alleine durch die Zeitverschiebung auch außerhalb der Arbeitszeit Neues zu entdecken.

Finance20: Glaubt Ihr, dass sich Banken verändern müssen und Ihr dazu etwas beitragen könnt?

ht: Jede Branche muss sich verändern bzw. weiterentwickeln, dazu gehören auch Banken. Mit Nokia und Kodak gibt es zwei gute Beispiele, wie es etablierten Firmen ergehen kann, wenn man dies vernachlässigt.

Age: Definitiv. Wer will schon als verstaubt gelten.

BOJ: Ich glaube es nicht nur, ich weiß es :). Veränderung ist essentiell, das hat man in den letzten Jahren sehr deutlich gesehen. Auch unsere Kunden verändern sich. Wir wollen für sie immer die Nummer 1 bleiben und können dazu meiner Meinung nach sehr viel beitragen und gestalten.

Lesen Sie am kommenden Montag den 27.05. den zweiten Teil dieses Interviews

 Das waren meine Gesprächspartner

Franz Sebastian Welter
Meike Boj
Maik Jost
Frank Gutknecht
Michael Merkel
Thomas Hochfeld
Wibke Ziegler
Anja Gempler
Madlen Fischer

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Das Viele mehr schaffen, hat das Projekt zur Entwicklung einer crowdfunding Plattform für Volksbanken Raiffeisenbanken bereits gezeigt. Gestern ist der erste Pilot Online gegangen. Natürlich macht die Volksbank Bühl eG den Anfang, weil diese Bank  den mit dem sozialen Internet auf Unternehmen zukommenden Veränderungsprozess bereits sehr weit – wahrscheinlich weiter als jede andere Bank in Deutschland – durchschritten hat. Man kann sagen die Zeit ist reif!

Social Media mag der Anfang sein. Social Business ist – wenn man die Veränderungen zulässt- aber das einzig vernünftige Ergebnis. Und gerade Volksbanken Raiffeisenbanken sollten in der Lage sein, diese Chance zu erkennen. Crowdfunding geht weit über Facebook hinaus, ist viel mehr als Gewinnspiele für Facebook Fans, ist wertvoller als jede Marketing Kampagne und ist auch mit Spenden nicht zu vergleichen. Crowdfunding lebt die genossenschaftliche Idee in der Region, verbindet Mensch, Idee und  Geld, um gemeinsam etwas zu bewegen und zu verändern. Crowdfunding ist Demokratie und passt damit auch nur zu einer demokratisch organisierten Bank.

Kein Wunder also, dass die Blogosphäre gestern schon ganz schön viel über das Projekt geschrieben hat. Hier sind einige Beispiele:

New Media Passion: Das Finanzgeschäft wird sozial – über Banken und die crowd

Visible Banking schreibt ebenfalls über die erste deutsche Bank, die crowdfunding anbietet

Lothar Lochmaier von Social Banking 2.0 im Interview mit Franz Welter

Parabanking Blog schreibt: Voba Bühl startet regionale crowdfunding Plattform

Und natürlich nochmal eine News im Blog der Volksbank Bühl

Jetzt warten wir nur noch auf interessante Projektideen aus der Region