Monatsarchiv: August 2011

6 Fragen mit Zusatzfrage: Matthias Lamberti von YAVALU

Was ist Yavalu und welche Mehrwerte bringt mir die Nutzung?

yavalu ist einfach – die beste Art zu investieren!

Mit yavalu schaffen wir für Privatanleger einen neuen Zugang zum Thema Finanzen und Geldanlage. Es ist eine Online Plattform, die es  jedem Anleger ermöglicht seine Geldanlage selbst und mit wenig Zeitaufwand in die Hand zu nehmen; das alles extrem einfach und transparent, ohne mangelhafte Beratung oder versteckte Gebühren. Etwas Vergleichbares gibt es in Deutschland nicht.

Die meisten Anleger stehen vor dem Problem, die passenden Investments in der richtigen Gewichtung und auf das persönliche Risikoprofil zugeschnitten möglichst kostengünstig und professionell anzulegen.

Wir bieten das! Yavalu sorgt dafür, dass der Anleger die für seine Sparziele und auf seine Bedürfnisse abgestimmten Investments in der optimalen Aufteilung kaufen und beibehalten kann.

Hier habe ich unseren Service nochmal en Detail ausformuliert:

Im Detail heißt das: Auf der Basis einer persönlichen Risikoanalyse und abgestimmt auf das individuelle Sparziel erhält jeder Anleger eine auf ihn zugeschnittene Anlagelösung, basierend auf Exchange Traded Funds (ETFs). Wieso gerade ETFs: Es ist ja mittlerweile auch nichts neues mehr, dass ein aktives Fondsmanagement keinen wirklichen Mehrwert liefert. ETFs sind daher das ideale Instrument für eine erfolgreiche Geldanlage. Der Markt für Indexfonds ist aber mittlerweile auch wieder so komplex geworden, dass der Grundgedanke der Einfachheit, Flexibilität und Transparenz immer mehr verloren zu gehen droht. Für Anleger wird es immer schwieriger, sich im Dschungel der neuen Finanzprodukte zurechtzufinden und dabei nicht den Überblick zu verlieren. Die Finanzbranche macht die Dinge häufig unnötig kompliziert mit dem Erfolg, dass möglichst viele Kunden eine möglichst intensive und damit teure Beratung brauchen. Um den entgegenzutreten haben wir einen systematischen Auswahlprozess entwickelt der die besten ETFs herausfiltert. Passend zu den Sparzielen und abgestimmt auf das Risikoprofil erstellen wir für jeden Anleger so ein individuelles ETF-Portfolio. Seine Investments jederzeit und überall im Blick, wird der Anleger bei Schwankungen an den Börsen, die sein Portfolio aus dem Gleichgewicht bringen könnten, sofort per Email mit konkreten Handlungsempfehlungen informiert. So können Risiken durch Übertreibungen an den Märkten reduziert und der langfristige Erfolg verbessert werden.

2.      Wie kamen Sie auf die Idee zu Yavalu? Spielten da auch persönliche Erfahrungen als Bankkunde eine Rolle.

Ich habe yavalu gegründet, damit ich endlich das verändern kann, was mich jahrelang an der Finanzindustrie geärgert hat: Ein System bei dem am Ende die Bank gewinnt und der Kunde mit Intransparenz, mangelhafter Beratung und teuren Gebühren leben muss.

Stattdessen können wir dem Anleger mit yavalu eine einfache, faire und transparente Lösung für sein Geld bieten. Mit yavalu profitiert endlich der Kunde und nicht die Bank.

3. Bitte stellen Sie kurz Ihr Geschäftsmodell vor? Was sind die wesentlichen Erlösquellen und was Kostenfaktoren?

Unser Geschäftsmodell ist ganz einfach. Jeder Kunde hat zunächst die Möglichkeit für 2 Monate unseren Service unverbindlich und kostenlos zu testen. Während dieser Zeit werden wir unseren Kunden die Einfachheit der Geldanlage näher bringen. Wir verzichten bewusst auf Provisionen, Verwaltungsvergütungen, Performance Fees oder vom Vermögen abhängig prozentualen Gebühren. Nach Ablauf der Testphase können sich unsere Kunden dafür entscheiden unseren Basisservice kostenlos weiter zu nutzen oder für eine monatliche Gebühr von 5,95 € bzw. 7,95 € zusätzlich von unserer fortlaufenden Überwachung und regelmäßigen Erweiterungen zu profitieren. Im Vergleich zu herkömmlichen Angeboten sparen sich Anleger dadurch bis zu 90% der Kosten.

Die wesentlichen Kostenfaktoren liegen auf unserer Seite in der Weiterentwicklung der Plattform. Wir feilen jeden Tag am optimalen Angebot und freuen uns, dass wir yavalu zusammen mit unseren Kunden Tag für Tag verbessern können.

4. Von welchen Entwicklungen wird der Erfolg Ihres Produktes abhängen?

Welche Rolle spielen Bankkunden, Banken oder auch politische Entscheidungen?

Wir standen natürlich vor der Frage, ob wir uns an der Komplexität der Strukturen in der Finanzbranche oder auch an regulatorischen Hürden zerreiben würden. Deshalb haben wir von Beginn an mit einer extrem schlanken Organisationsform gearbeitet und uns zunächst auf den Teilbereich private Geldanlage mit ETFs fokussiert. Eine große Chance bietet unsere fokussierte und effiziente Entwicklung, da wir nicht der üblichen Hemmschwelle, nämlich der Innovationsträgheit bei anderen Finanzinstituten, ausgeliefert sind.

Der Erfolg wird maßgeblich von der wie von Ihnen in Ihrem Blog oft angesprochenen digitalen Revolution des Konsumenten abhängig sein. Wichtig ist, dass die Kunden Vertrauen fassen und erkennen, dass sie selbst ihr bester Bankberater sind. Wir sehen soziale Medien und die aktuelle „Next Finance“ Bewegung als einen Katalysator unserer Innovation

5. Macht Yavalu Filialen, Bankberater oder sogar Banken überflüssig?

Noch nicht. Es wird immer Kunden geben die in eine Filiale gehen oder auch mit einem Berater sprechen möchten. Die Generation, die aber den Mehrwert von Banken, Beratern oder Filialen in Frage stellt wird jeden Tag größer. Für diesen Markt sind Angebote gefragt wie yavalu für die Geldanlage, smava für einen Direktkredit oder auch andere Modelle für Bezahlsysteme. Aktuell bedienen wir noch einen Nischenmarkt, aber in den nächsten Jahren werden wir so eine neue Form des Sparens etablieren, bei der der Kunde profitiert und nicht die Bank.

6. Was sind Ihre Zukunftspläne mit Yavalu? Wird es weitere Anwendungen geben?  Oder eventuell eine Facebook App oder auch eine mobile Anwendung?

Ja! Wir werden einige Erweiterungen in den nächsten Wochen lancieren.

Unser Ziel ist es, yavalu als den Service für die persönliche Geldanlage und Finanzen zu etablieren. Wir sind bewusst mit einem fokussierten Angebot gestartet um den Anleger Schritt für Schritt von der Einfachheit und dem nachhaltigen Erfolg sein Geld selbst in die Hand zu nehmen zu überzeugen. Die digitale Revolution des Konsumenten wird uns in den nächsten Jahren immer mehr begleiten und da gilt es sowohl über eine klare und verständliche Kommunikation als auch über intuitive Anwendungen dem Kunden einen Mehrwert zu bieten. Diese Entwicklung werden wir mitgestalten, sowohl über die Kanäle der sozialen Medien als auch über mobile Applikationen.

Die Zusatzfrage:

Nennen Sie mir doch einige Ihrer Lieblingslieder

U2 – Beautiful Day

http://www.youtube.com/watch?v=3V8nu6e8eFY
Foo Fighters – Long Road to Ruin:
http://www.youtube.com/watch?v=igl1DDlYLBY
Paulo Nutini – Last Request:
http://www.youtube.com/watch?v=ffJ8xcfqOX0

Vielen Dank für das Gespräch

Frühere Interviews 

Matthias Schrader Interview

smava Interview

mybankrating Interview

Stockpulse Interview Teil 1

Stockpulse Interview Teil 2

Next Finance Eintrittskarte: And the winner is…

Leider war die Beteiligung am Gewinnspiel nicht besonders groß. Trotzdem gibt es einen Gewinner bzw. eine Gewinnerin. Das Lost hat Frau Christine Fettich auserkoren. Herzlichen Glückwunsch. Die Karte erhalten Sie direkt über den Veranstalter.

Versuchs mal mit Gemütlichkeit

Wann waren Sie zuletzt in einem Kaufhaus?  Haben Sie sich dort wohl gefühlt?

Der Handel befindet sich gerade im Umbruch. Natürlich spielt das Internet dabei eine nicht unwichtige Rolle, denn Online und Offline sind schon lange nicht mehr trennbar. Was Chancen aber auch Risiken mit sich bringt.

Immer wenn das Internet ins Spiel kommt geht es um Erneuerung. Schlafende Versand-  (Quelle) oder auch Warenhäuser (Karstadt, Woolworth, etc.) sind bereits unter die Räder gekommen. Wenig attraktive Geschäfte bleiben leer:Die  Filialen zahlreicher Handelsunternehmen wie z.B. Platten, CD- und Videogeschäfte verschwinden Schritt für Schritt aus unseren Stadtbildern.

Der Mensch hat es gerne warm und schön

Rolando Benedick  (Präsident der Verwaltungsräte von Valora) äußerte sich gegenüber der GDI IMPULS in einem Interview (Ausgabe 2/2011, Seite 108: Der Kunde sucht Gemütlichkeit) darüber, was der Verbraucher zukünftig vom Handel erwartet:

Der Kunde erwartet Gemütlichkeit auf 3 verschiedenen Ebenen.

  1. Das Geschäft muss in räumlicher Nähe liegen
  2. Muss er sich in dem Geschäft wohl fühlen
  3.  Das Geschäft sollte seinen persönlichen Geschmack treffen

Übertragen wir diese Thesen einmal auf die Bankenbranche. Denn auch Banken gehören irgendwie zum lokalen Handel und prägen das Bild der Innenstädte und Dörfer. Sie haben darüber hinaus den Nachteil, dass man ihre Produkte nicht anschauen oder anfassen kann. Fragen wir uns also:

  • Was können Banken tun, damit die Filiale überhaupt noch eine Zukunft hat?
  • Wie könnte und müsste man Filialen innovieren, damit sie auch zukünftig noch von Menschen aufgesucht und genutzt werden?
  •  Welche Möglichkeiten bestehen, um Online und Offline bruchlos zu integrieren?

Einen Zahn möchte ich Ihnen allerdings an dieser Stelle direkt ziehen: Auch wenn wir Deutschen uns in einigen Bereichen nur sehr langsam verändern. Die Filiale wird zukünftig nicht mehr der von Banken und Verbrauchern bevorzugte Ort zur Abwicklung von Bankgeschäften sein. Folgt man zum Beispiel Brett King, (Autor des Buches Bank2.0 und Mitbegründer der Movensbank) dann ist die Filiale im Jahr 2015 nur noch ihr fünftwichtigster Kanal:

 Thus, if you’re a bank, by 2015 your #1 channel for day-to-day retail banking will be Mobile, then Web, then the ATM, then Call Centre, and at 5 Branch.

/Quelle/ The Modality Shift of Banking

Attraktive Filialen Mangelware

Leider ist die klassische Retail Banking Filiale in der Regel kein besonders attraktiver Aufenthaltsort. Eingerichtet und orientiert an Zweckprinzipien erinnern Filialen an Wartehallen oder Behörden. Wenn die Bankfilialen sich noch eines gewissen Besucherzuspruchs erfreuen würden, dann müsste man sicherlich auch Wartenummern ziehen. Nur wenige Filialen sind darauf ausgerichtet eine Atmosphäre des Wohlfühlens oder der Gemütlichkeit hervorzurufen. Der Verbraucher soll möglichst schnell wieder gehen, es sei denn er gehört zur Kategorie der Top Kunden. Wobei auch diesen Kunden ergonomische Kiefern Möbel, unansehnliche Teppichböden, Filterkaffee und nicht selten wenig motivierte Mitarbeiter geboten werden. Obwohl in den Filialen überwiegend ältere Menschen anzutreffen sind, ist man von den Räumlichkeiten meistens nicht besonders auf diese Kundschaft eingestellt. Vom barrierefreien Zugang zur Bank einmal abgesehen.

Bankgebäude wirken entweder pompös und häufig einschüchternd oder allenfalls unauffällig und ins Stadtbild nicht integriert. Die Innenarchitekten von Banken stellen wiederum immer wieder dieselben – lediglich farblich variierenden – Raumlandschaften her. Wenn überhaupt Innenarchitekten bei der Gestaltung von Filialen hinzugezogen werden

Mit anderen Worten: Das Kundenerlebnis in Bankfilialen ist langweilig,  nicht inspirierend und nicht dazu geeignet positive Gefühle beim Besucher hervorzurufen. Das für viele unangenehme Thema wird auch unangenehm präsentiert. Die Kunden fremder Banken würden niemals von selbst auf die Idee kommen  die Filiale einer anderen Bank zu besuchen, zumal meistens nicht mal die eigenen Kunden weiter als bis zum Geldautomat kommen.

Geld und Leben bilden eine Einheit

Die Zukunft der Filialen wird auch in anderen Ländern heiß diskutiert und auch dort gibt es noch viele Banken, die an deren Zukunft glauben. Allerdings sind diese Banken dann auch bereit in die Attraktivität ihrer Filialen zu investieren. Es ist ja fast schon beschämend, dass hierzulande Q 110 - mittlerweile ja auch schon 6 Jahre alt – nach wie vor als die Filiale der Zukunft gilt und man sich endlich eine attraktive Filiale der Gegenwart wünscht, die es nicht nur in Großstädten als Prestige Objekt für einen noch dazu eingeschränkten Kundenkreis gibt.

Blicken wir aber kurz mal über den Tellerrand. Im Bank Innovation Blog fand ich unlängst diesen interessanten Artikel und eine Aussage, welche die meisten Banken oder deren Entscheidungsträger möglicherweise noch nicht verstanden haben. Matt Harnes ist Präsident von Acru. Diese Bank richtet sich vor allem an wohlhabendere Kundenkreise und ist ein Ableger der Cherokee State Bank. Matt Harnes ist der Meinung, dass das Leben und Geld nicht voneinander trennbar sind. In unserem täglichen Leben müssen wir immer wieder finanzielle Entscheidungen treffen und gerade, wenn wir uns mit den größeren und unser Leben stark beeinflussenden Finanzthemen beschäftigten, müssen wir uns in spezielle – ins Leben eigentlich kaum integrierte- Räume begeben.“

Das Kundenerlebnis spielt für Banken offensichtlich nur eine untergeordnete Rolle. Zeitersparnis und Praktikabilität steht im Vordergrund. Fast entsteht der Eindruck, dass Banken gar nicht in der Lage sind, sich mit Menschen intensiv zu beschäftigen und auseinanderzusetzen. Alle Banken sind mehr oder weniger von der „Geiz ist Geil“ oder auch „Stop and Go“ Mentalität geprägt. Banken verstecken sich, stellen ihre Bemühungen ein und entfernen sich aus der lokalen Gemeinschaft. Sie sind keine Orte, in denen sich die Menschen aufhalten; sind beliebig, austauschbar und erwartbar.

Was können Banken tun?

Welche Möglichkeiten haben Banken aber, die Filiale zu stärken und im Sinne eines ganzheitlich herausragenden Kundenerlebnisses zu optimieren, denn auch hier muss man sich nichts vormachen:  In vielen Filialen ist das Kundenerlebnis heute schlechter als im Internet. In jedem Fall besteht aus Brüchen, Dopplungen und Wiederholungen.

Die Filiale wird zukünftig verschiedene Formen annehmen, sie wird Zielgruppen -orientierter und spezifischer werden. Sie muss sich an viele unterschiedliche Kundentypen und deren generativ geprägtes Verhalten anpassen. Sie wird Online widerspruchsfrei integrieren.

Brett King nennt in seinem Buch Bank 2.0 fünf voraussichtliche Weiterentwicklungen  der klassischen Bankfilialen, die ja vereinzelt auch schon anzutreffen sind.

  1.  Flagship Filialen
  2. Bank Shops
  3. Bewegliche, temporäre, zweckorientierte Filiale
  4. Selbstbedienungsfilialen
  5. Franchising Filialen

In welche Filiale ich noch gerne gehen würde

Ich bin eigentlich ein hundertprozentiger Online Banker. Viele Faktoren haben mein Verhalten geprägt. Modernere und menschenfreundlichere Filialgebäude werden mich sicherlich nicht mehr zu einer grundsätzlichen Verhaltensänderung bewegen. Dennoch gibt es ganz unabhängig vom Banking Orte oder Räume, die mich anziehen, weil sie auf irgendeine Weise mein Interesse wecken oder attraktiv sind. Auch beim Banking geht es vor allem um den Kontext. Geht es um Emotion, sozialer Verankerung, Identität, Bedeutung, Abgrenzung, Verortung…

Nehmen wir Starbucks als Beispiel: Dorthin gehen die jungen Menschen doch auch nicht, weil Sie Kaffee trinken wollen. Starbucks ist ein Teil des sozialen Lebens einer Generation, die überall einen Ort findet, der das Gefühl von Sicherheit, Behaglichkeit und sogar Heimat vermittelt.

  • In eine Bankfiliale,welche diese Gefühle vermittelt, würde ich gehen.
  • In eine Filiale, in der ich mich auch aufhalten kann, wenn ich gar kein Produkt benötige, würde ich gehen.
  • In eine Bank in der ich mich nebenbei, einfach, spielerisch und unverbindlich mit Finanzthemen beschäftigen kann, würde ich gehen.
  • In eine Bank in der ich Menschen und nicht Verkäufer treffen und sprechen kann, würde ich gehen.
  • In eine Bank in der ich Hilfestellungen und Informationen zur Befriedigung meines eigentlichen Bedürfnisses (z.B.Hausbau statt Finanzierung eines Hauses) bekomme, würde ich gehen.
  • In eine Bank, in der ich immer willkommen bin und die sich Zeit für mich nimmt, würde ich gehen. Allerdings dürfte die Bank meine Zeit auch nicht verschwenden.
  • In eine Bank mit einem Gesicht und mit einer Vision würde ich gehen.
  • In eine Bank, die zu mir und meiner sozialen Umwelt gehört, würde ich gehen
  • Uups: In eine Bank, die eigentlich  keine Bank mehr ist, würde ich gehen
  • Ach ja: Und schön müsste es sein

Beispiele für moderne Filialkonzepte

Raiffeisenbank Zürich

Ziraat Bank Türkei

Acru Copper Coin Coffee Shop

Next Finance Eintrittskarte gewinnen

Heiss begehrt und nur limitiert vorhanden: Die Karten für die next finance am 08. September in Frankfurt. Hochkarätige Speaker, der Austausch mit Experten und Branchenkollegen und eine Feier zum zehnjährigen Jubiläum des Sinner Schrader Standortes Frankfurt am Main erwarten Sie.  Wer sich für die Teilnahme interessiert, muss sich normalerweise hier bewerben.Oder kann hier…

Eine Karte gewinnen

Einfach einen Kommentar zu diesem Artikel in diesem  Blog hinterlassen und die aus Ihrer Sicht wichtigsten Finance Trends (z.B. Mobile Payment) nennen.

Unter allen Kommentierenden wird dann ein Ticket für die Next Finance verlost. Deshalb unbedingt die richtige E-Mail Adresse angeben.

Die Teilnahmemöglichkeit endet am Samstag, den 27 August um 18:00 Uhr!

Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.

Der Gewinner wird per Mail informiert und dann direkt vom Veranstalter kontaktiert.

Ich würde ich mich sehr freuen, wenn der Sieger  einen kurzen Gastbeitrag zur Veranstaltung für diesen Blog schreiben könnte.

Nur mutige Menschen verändern Banken

Eine Frage…

…treibt mich um:

Wie würden sich Banken eigentlich verändern, wenn man den Vorstellungen und Wünschen von Kunden folgen würde?

Ohne das ich es belegen könnte, lautet meine Antwort: Mit grosser Wahrscheinlichkeit überhaupt nicht. Das ist grundsätzlich auch keineswegs überraschend, da wir im Prozess der Zivilisation- zumeist unmerklich- zu Nutzenmaximierern erzogen wurden und – bis zum geht nicht mehr individualisiert und nahezu allen sozialen Bindungen entkoppelt- nach corporatistischen Logiken entscheiden.

Damit es wirkliche Veränderungen gibt, benötigt man wohl außergewöhnliche Menschen und Visionäre, die Mut, Überzeugungskraft und den entsprechenden Einsatz für die Um- und Durchsetzung der eigene Idee mitbringen. Und die es darüber hinaus schaffen sich üblichen Regeln und Gesetzmäßigkeiten zu entziehen. Zum Beispiel einer schon lange nicht mehr funktionierenden Wachstumslogik. Oder im privaten Bereich der Irrglaube, dass immer mehr Geld und damit verbunden immer mehr Konsum das persönliche Glück maximiere

Technologie braucht Sinn

Veränderung ist ein wesentliches Thema des Finance20 Blogs. Technologie und das Internet spielen eine zentrale Rolle.Mich begeistern Ideen und Lösungen, die sich an den Interessen und Bedürfnissen des Menschen (oder hierBankkunden) orientieren. Die also zum Beispiel Komplexität reduzieren, Zeit sparen, Spass machen, Transparenz herstellen, Verstehen und Befreiung ermöglichen. Also letztendlich den Menschen ein Stück weit Kontrolle und Selbständigkeit zurückbringen. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass diese technologisch getriebenen Veränderungen nicht ausreichen werden. Grundsätzlich andere Banken entstehen nicht durch Technologien und auch nicht durch Social Media.

Mutige Menschen verändern Banken

Und ein solcher Mensch ist offensichtlich Helmut Lind. In der August Ausgabe der Brand Eins habe ich erstmals von ihm gelesen. Er ist Vorstand der Münchner Spardabank und verfolgt das Ziel, dass Handeln seiner Bank am Gemeinwohl auszurichten. Nachhaltigkeit ist für ihn offenbar nicht nur ein Mode- oder Marketing Begriff, denn er will zukünftig nicht mehr in klassischer Form bilanzieren. Die Sparda Bank München, die heute schon in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich ist – hier wird die genossenschafliche Idee wieder wirklich gelebt – wird – wenn es nach Helmut Lind geht – in den nächsten Jahren die Gemeinwohlbilanz einführen. Wieder ein Unternehmen mehr, das erkennt: Es ist Zeit für eine Veränderung. Und dabei soll und kann auch Gemeinwohl profitabel sein. Es gibt sie nämlich nicht „Die Wirtschaft“. Stattdessen gibt es viele Millionen Menschen und viele Milliarden Menschen, die alle die Chance haben zu zeigen, dass man auch wirtschaften kann, ohne diesen Planeten zu zerstören.

Interview mit Helmut Lind auf youtube

Das Projekt von Helmut Lind gilt es zu beobachten. Aber lesen Sie doch selbst einmal in der Brand Eins/August 2011 nach. Allein für diesen Artikel lohnt sich der Kauf.

Auch interessant

Interneseite zur Gemeinwohlökonomie

Gemeinwohlbilanz

Umair Haque Eudainomics

Mathias Schrader beantwortet 6 Fragen zur Next Finance

Die Next Finance steht vor der Tür. Am 08.09.2011 erwartet Sinner Schrader in Frankfurt spannende Referenten und einen hochkarätigen Teilnehmerkreis (Interessenten müssen sich für die Veranstaltung bewerben) aus der Finanz- und Internetbranche. Als offizieller Medienpartner der Veranstaltung konnte ich im Vorfeld einige Fragen an Herrn Matthias Schrader den CEO von Sinner Schrader stellen.

Hallo Herr Schrader.Ich freue mich sehr, dass Sie sich bereit erklärt haben,

Matthias Schrader

mir einige Fragen für meinen Finance Blog zu beantworten. Als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal auf der Next Conference war, für mich eine der wichtigsten Veranstaltungen jedes Jahres, habe ich mich gefragt, wieso man so wenig Menschen aus der Finanzbranche trifft. Und zwar sowohl auf dem als auch vor dem Podium. Auch in den Folgejahren hat sich wenig getan. Bis heute gibt es eigentlich keine nennenswerte Veranstaltung auf der Banken, Internetexperten und auch der normale Bankkunde zusammenkommen und sich über die Zukunft der Finanzbranche austauschen.

1. Warum ist dies so und was waren Ihre Beweggründe, die next finance ins Leben zu rufen?

Finance sehen wir als eines der großen Themen, wo in nächster Zeit unglaublich viel passieren wird. Nachdem die internationalen Finanzströme im Grunde durchdigitalisiert und bis zum Anschlag beschleunigt sind, richtet sich der Fokus nun voll auf die Konsumenten. Wir erleben ja z.B. einen Boom alternativer Zahlungsmöglichkeiten: zwischen Unternehmen und Kunden – aber auch zwischen den Konsumenten.

Das Thema brennt uns schon lange auf den Nägeln. Und da passt es natürlich gut, dass wir mit unserem Frankfurter Office auf den Punkt zehn Jahre in Deutschlands Finanzhauptstadt vor Ort sind. Das wollen wir gebührend feiern. Zudem ist das Team um Dirk Hibbeler gerade erst in neue Räume gezogen. Bei SinnerSchrader gibt es derzeit keinen schöneren, inspirirenden Ort, um gemeinsam ein wenig in die Zukunft zu schauen.

Das Beste: Die Tickets sind kostenlos. Bewerbungen unter: http://www.nextfinance.de

2. Was erwartet die Veranstaltungsteilnehmer auf der next finance? Auf welchen Teilnehmer dürfen sie sich besonders freuen? Auf wen oder was freuen Sie sich ganz besonders?

Es ist die Mischung, die für mich den Reiz der NEXT Finance ausmachen. Die gesamte Veranstaltung dreht sich im wesentlich um zwei Hauptthemen: alternative Payment-Modelle sowie die veränderte Rolle des Konsumenten. Und dafür haben wir profilierte wie kompetente Sprecher gewinnen können. Da beginnt mit unserem Keynote-Speaker Chris Skinner, einem der wachesten Köpfe der internationalen Finanzszene, über Pelle Braendgaard, der mit PicoMoney eine Plattform für alternative Währungen geschaffen hat, bis zum Gründer Sebastian Herfurth von Friendsurance, dem ersten Social Network für Versicherungen. Dann wird Fred Schuster von der Deutschen Bank mit uns sprechen, genau wie auch Salvatore Pennino von Google – also Vertreter von zwei Giganten, die – jeder für sich und ganz unterschiedlich – voll auf Innovation setzen.

Sprechen wir einmal kurz über die Finanzbranche. In den letzten Jahren und Jahrzehnten ist eigentlich recht wenig passiert. Viele Verbraucher haben das Vertrauen in die Banken verloren. Neben der Finanzkrise und der Qualität der Bankdienstleistung hat sicherlich auch das Internet hierzu beigetragen.

3. Sehen Sie die Banken und Versicherungen für die Zukunft gut gerüstet? Sind die Unternehmen auf die digitale Revolution vorbereitet?

Es gibt in der Branche eine hohe Sensibilität, was das Thema angeht. Das erleben wir immer wieder. Einige der großen Player zählen wir bei SinnerSchrader zu unseren Kunden. Wir nehmen selbstbewusst für uns in Anspruch, gemeinsam mit unseren Partnern einen guten Job zu machen. Nicht zuletzt durch einen intensiven Austausch. Um diese Gespräche zu intensivieren und neue Impulse zu bekommen, dafür ist eine Konferenz, wie die NEXT Finance, eine hervorragende Gelegenheit.

4. Was kommt Ihrer Meinung nach auf die Finanzunternehmen zu? Wie werden die Bankdienstleistung und das Kundenverhalten in den nächsten 5 bis 10 Jahren aussehen?

Wir können es immer wieder beobachten – in allen Branchen verstärkt das Internet zwei Trends: Transparenz und Service. Kunden können leichter vergleichen und verlangen auch von Anbietern eine Offenheit, dort wo sie möglich ist, sowie mehr Service. Geschafffen wird diese Transparenz durch die unmittelbare Vergleichbarkeit der Angebote durch Aggregatoren und natürlich den sozialen Austausch zwischen Konsumenten, der in Echtzeit möglich ist. Schon jetzt wird es nur wenige Kunden geben, die auf ein Finanzprodukt setzen, ohne es zuvor gegoogelt zu haben. Diese Entwicklung wird sich verstärken. Und darauf müssen sich die Finanzunternehmen einstellen.

Wir alle verwenden tagtäglich Geld oder die Produkte von Finanzdienstleistern. Bei mir entstehen dabei immer wieder Momente in denen ich denke: Warum kann das nicht einfacher sein? Warum geht das nicht schneller? Warum orientieren sich die Anbieter nicht an meinen Wünschen bzw. meinem tagtäglichen Kundenverhalten. Warum ist Banking nicht besser in den Alltag bzw. in das Leben integriert? Warum gelingt es Banken nicht

5. Wie sieht das bei Ihnen aus? Stellen sich Ihnen diese Fragen auch? Was stört Sie und wie denken Sie könnte das anders werden?

In meiner letzten Antwort klang das schon ein wenig an. Aus meiner Sicht als Kunde erwarte ich Augenhöhe. Ich möchte klar und ehrlich informiert werden, bei gutem Service und zu Konditionen, die fair sind. Und die Finanzdienstleister müssen zu Enablern meiner Bedürfnisse werden und mir die entsprechenden Tools bereitstellen. Wahrscheinlich ist das die gleiche Antwort, die ich ihnen vor 20 Jahren auch gegeben hätte. Aber unsere Ansprüche sind da einfach gestiegen. Zudem gibt es viele tolle Beispiele, die zeigen, was durch das Internet im Bereich Banking und Versicherungen heutzutage alles möglich ist.

6. Welche Erwartungen werden Ihrer Meinung nach die jungen Menschen, nennen wir Sie mal Digital Natives, an Banken stellen?

Für unserer Kinder wird die Bank, so wie wir sie vielleicht noch kennen, nicht mehr den Stellenwert haben, wie in der Vergangenheit. Also mit Fililale, Sparbuch und Luftballons – Sie wissen, was ich meine. Das Internet reduziert Dienstleistungen auf ihren Kern. Und da sind die Ansprüche der Digital Natives eher gestiegen. Sie erwarten eher, dass noch draufgesattelt wird. Schon jetzt gibt es – zumindest in den USA – Web-Services wie Mint, die mir helfen, meine privaten Ausgaben zu überwachen. Oder Lösungen wie Square, die mein Handy in einen Kreditkarten-Leser verwandeln undundund. Die Erwartungen an Banken und Versicherungen werden also noch steigen, um sich an einem voll-transparenten Markt zu differenzieren.

Kommen wir zum Schluss noch einmal zur next finance zurück. Nochmal mein Kompliment für die Idee und vielleicht auch den Mut eine solche Veranstaltung ins Leben zu rufen. Ich bin sicher die Besucher werden nicht nur hervorragende Speaker erleben können. Auch die Möglichkeiten zum Networking werden wie immer auf Ihren Veranstaltungen ausgeprägt vorhanden sein. Und sicherlich werden auch die Atmosphäre und das Umfeld beeindruckend sein.

7. Wird es eine zweite next finance geben und wovon hängt dies möglicherweise ab?

Wir freuen uns jetzt erst einmal auf die erste NEXT Finance und sind fleißig dabei sie vorzubereiten. Danach müssen wir mal schauen. Die interessanten Themen im Bereich Finance werden sicher nicht weniger. Vielleicht feiern wir den elften Geburtstag des Frankfurter Office ja mit einer weiteren Ausgabe der NEXT Finance. Aber freuen wir uns zunächst auf die erste Konferenz!

8. Wie sehen Sie die Chance das Thema Finance vielleicht auch in die NEXT Conference zu integrieren? Ich fände dabei vor allem auch einen Austausch zwischen jungen mit dem Internet aufgewachsenen Bankkunden – Graham Brown bezeichnet diese Menschen treffend als “Mobile Youth- und Verantwortlichen von Banken interessant!

Wir denken durchaus darüber nach, die Finanzthemen auf der NEXT auszubauen. Auch in der Vergangenheit hatten wir auf der NEXT immer Vorträge aus dem Bereich Finance. Nicht so Theoretisches sondern auch zu Themen aus der Praxis. So hat z.B. Jochen Adler von der Deutschen Bank bei der letzten NEXT gesprochen:

http://video.nextconf.eu/video/1898578/microblogging-at-a-global

Diese Beispiele zeigen, wie sich Großbanken aktiv mit den Herausforderungen und Chancen im Web auseinandersetzen.

Die Interviews, die ich in meinem Blog regelmäßig veröffentliche enden in der Regel mit einer privaten und musikalischen Frage.

9. Nennen Sie mir doch spontan die 3 Musikstücke, welche für Sie eine große Bedeutung haben und die Sie vielleicht mit entscheidenden Erlebnissen Ihres Lebens verbinden.

1. The Clash: London Calling

2. The Smiths: The Queen is Dead

3. Kraftwerk: Die Roboter

Vielen Dank für dieses Gespräch. Die Musikauswahl hätte bei mir übrigens ähnlich ausfallen können

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Weitere Interviews aus der 6 Fragen Serie

smava Interview

mybankrating Interview

Stockpulse Interview Teil 1

Stockpulse Interview Teil 2

Das neue Citibank iPad App

Im Blog von Christophe Langlois bin ich erstmals auf das neue IPad App de Citibank USA aufmerksam geworden./ARTIKEL/ Glücklicherweise hatte ich dann in der letzten Woche einen Termin mit Fjord (Spezialist für Customer Service Design), die maßgeblich an der Entwicklung dieser App beteiligt waren.

Nun kenne ich nicht alle mobilen Anwendungen von Banken für iPad, iPhone und Co., das App der Citibank sieht für mich – und Christophe teilt diese Einschätzung in seinem auführlichen Artikel – allerdings wie ein Quantensprung aus.  Nicht nur wegen der praktischen twitter Integration. Vor allem das Kundenerlebnis bzw. die einfache und intuitive Bedienung, die sich dem typischen menschlichen Verhalten anpasst ist einzigartig. Hier wird den Nutzern nicht die Denkweise der Entwickler aus den IT Abteilungen der Banken aufgezwungen. Bei der Konzeption dieser App waren Entwickler am Werk, die offensichtlich etwas von Psychologie, Soziologie oder Neurologie verstehen. In diese App sind offensichtlich intensive Studien oder Beobachtungen von Menschen beim Umgang mit dem ipad, aber auch bei der Nutzung des Internets oder der Beschäftigung mit Finanzthemen eingeflossen.

Nicht der Mensch sollte die Software oder das Tool erlernen müssen. welches er zur Erledigung alltäglicher Aufgaben benötitgt. Die Software oder das Tool sollte dem Menschen auf den Leib geschneidert sein. Das ist die Zukunft des Bankings.

6 Fragen mit Zusatzfrage: Was macht eigentlich stockpulse? (Teil II)

Und nun folgt die Fortsetzung meines interessanten Interviews mit den Machern von stockpulse. (Teil 1)

5. Welche Rolle spielt Social Media für Ihr Geschäftsmodell?

Unsere Datenbasis stützt sich vornehmlich auf Nachrichten aus Social Media Kanälen wie Twitter und Onlineforen. Das wird zwar ergänzt durch andere Finanznachrichten, die nicht aus sozialen Medien oder Netzwerken stammen, dennoch steht Stockpulse für eine umfassende Auswertung finanzorientierter Kommunikation in Social Media Quellen.

Da der Austausch über Twitter und in Onlineforen, speziell auch über Aktien, in den USA sehr viel verbreiteter ist als in Deutschland waren die Analysen zu Beginn der Entwicklung einfacher für amerikanische Aktien und den amerikanischen Markt. Mittlerweile beobachtet Stockpulse aber auch sehr viele deutsche Aktien und Indizes (DAX, TecDAX, MDAX, SDAX, EURO STOXX) in den wichtigsten deutschen Foren. Auch bei Twitter steigt die Kommunikation über deutsche Aktien.

6. Gibt es bereits Ideen für weitere Produkte, vielleicht in einem weniger komplizierten Umfeld

Es gibt sowohl Ideen als auch Anwendungsfälle für weitere Produkte. Die Analyse der Informationen bei Twitter, Facebook, Onlineforen, usw. bietet sehr viele Möglichkeiten. Die Entwicklung und Nutzung solcher Technologien steht erst am Anfang. Wenn man sich anschaut wie sehr das Internet unser tägliches Leben beeinflusst, kann man sich nicht vorstellen, dass sich diese Entwicklung irgendwann umkehren wird. Im Gegenteil. „Social Media“ steht momentan einfach nur stellvertretend für die Entwicklung von Facebook, Twitter, soziale Vernetzung im Internet & Co. Wie lange und ob die Begrifflichkeiten überleben ist schwer zu sagen. Die Tatsache, dass diese Entwicklung stattfindet ist jedoch sicher.

Daher sind wir auch der Überzeugung, dass sich auch der sehr zugangsbeschränkte Finanzmarkt irgendwann dafür Öffnen muss. Aus diesem Grund konzentrieren wir uns momentan voll und ganz auf die weitere Entwicklung von Stockpulse.

Zusatzfrage: Wie sieht eigentlich der Alltag eines Unternehmensgründers aus. Gibt es  da eigentlich noch Zeit für Freizeitbeschäftigungen? Für welche nehmen Sie sich die Zeit?

Als Gründer im IT-Bereich verbringt man sehr viel Zeit am Tag von dem Computerbildschirm. Man muss glaube ich sehr flexibel sein und sich auf schnelle Zyklen einstellen. Die Suche nach der besten Formulierung, dem besten Modell, der besten Berechnung usw. kann sich manchmal sehr schnell verändern. Das Wichtigste dabei ist, man muss bereit sein für diese Veränderungen. Auch wenn man abends irgendwann nicht mehr vor dem Bildschirm sitzt, gedanklich ist man eigentlich immer noch mittendrin. Für zeitintensive Hobbys bleibt in der Tat nicht sehr viel Zeit übrig.

Aus unserer Sicht ist es aber sehr wichtig sich die Freizeit aktiv zu schaffen. Man benötigt einen Ausgleich, etwas das nichts mit der Unternehmensgründung zu tun hat. Ich denke, nur wenn man sich diese Auszeiten nimmt, kommt man langfristig voran.

Bei meinem Kollege Jonas Krauß und mir ist das momentan der Ausdauersport. Wir haben das Ziel im Oktober beim Kölner Halbmarathon mitzulaufen.

Vielen Dank für das Gespräch

Vorheriges Interview aus der Reihe 6 Fragen + Zusatzfrage.

mybankrating.de

 

6 Fragen mit Zusatzfrage: Was macht eigentlich Stockpulse? (Teil I)

Das ist eigentlich nicht gerade der geeignete Zeitpunkt, um über Aktien oder Aktienmärkte zu sprechen.  Möglicherweise gibt es aber für solche Menschen, die kompetent und erfahren genug sind, um sich mit dieser komplexen Geldanlage zu beschäftigen, Hilfsmittel, die ganz neue Einblicke gewähren oder die die Risiko Kalkulation vereinfachen bzw. bessere Frühwarnsysteme ermöglichen. Das Internet und vor allem die sozialen Medien machen es mal wieder möglich. Aber lesen Sie selber in diesem interessanten Interview mit einem der Gründer von stockpulse.:Stefan Nann

1.  Was ist stockpulse? Was sind die wesentlichen USP?

Stockpulse ist das neue Navigationssystem für den Aktienmarkt. Kunden finden durch Stockpulse die beste Route zum Profit – das System schlägt automatisch Aktien vor, welche am bevorstehenden Handelstag im Fokus der Aufmerksamkeit stehen werden. Darüber hinaus umgehen Kunden mit Stockpulse alle Staus und Behinderungen im Finanzmarkt – das System interpretiert die aktuelle Nachrichtenlage über Aktien und benachrichtigt Anleger automatisch und rechtzeitig bei Stimmungsausschlägen.

Vor dem Hintergrund des Megatrends „soziale Medien“ und soziale Vernetzung im Internet leitet Stockpulse die derzeitige Stimmung an den Börsen aus der Beobachtung von Web-2.0-Kommunikation her und bietet damit erstmalig die Möglichkeit, jeden Tag die aktuelle Sicht der Online-Generation auf Aktien und Märkte zu erfassen. Die Software berechnet, ob die Stimmung in der Kommunikation positiv oder negativ ist und kann durch gezieltes Filtern genau eingrenzen, über welchen Aktientitel bzw. Markt kommuniziert wird. So profitieren Kunden von präzisen und aktuellen Informationen zu ihren Investitionen und erhalten eine unabhängige, umfassende und in dieser Form nie dagewesene Sicht auf den Finanzmarkt.
2. Wie kamen Sie auf die Idee zu stockpulse? Ist der Finanzmarkt nicht sehr kompliziert und zugangsbeschränkt?

Die Idee entstand im Wesentlichen während eines Seminars in der Universität über die Analyse sozialer Netzwerke. Als Ergebnis des Seminars erstellten wir eine Auswertung über die Vorhersage von Oscar-Gewinnern. Anhand der Kommunikation im Forum „Internet Movie Database“ (imdb.com) konnten wir bereits Anfang Januar 2007 90% der Filme/Schauspieler, die Ende Februar einen Oscar gewinnen sollten, vorhersagen. Diese Arbeit war sozusagen der Beginn unserer Forschung zu Stockpulse. Versuche, ein ähnliches Verfahren auf die Kommunikation im Internet über Aktien abzuleiten folgten.

Da wir (mein Kollege Jonas Krauß und ich) gelernte Informatiker/Wirtschaftswissenschaftler sind, konnten wir die Komplexität des Finanzmarktes anfangs nicht vollständig abschätzen. Aber wahrscheinlich war genau das der Grund, wieso wir so beharrlich an der Sache gearbeitet haben. Inzwischen ist es uns auf jeden Fall bewusst wie zugangsbeschränkt der Finanzmarkt ist, insbesondere für neue Dinge. Auch wenn diese Dinge wirklich gut sind und einen Mehrwert liefern. Damit mussten wir lernen umzugehen. Auf der anderen Seite ist der Finanzmarkt ein sehr lukrativer Markt, der auch sehr viele Chancen eröffnet. Bei Stockpulse haben wir inzwischen professionelle Verstärkung für alle komplizierten Finanzfragen und -themen.

Stockpulse zeigt gänzlich neue Wege und Möglichkeiten im Finanzmarkt auf und wird sowohl bei Endkunden als auch bei Finanzinstitutionen eine neue Wahrnehmung der Thematik hervorrufen. In wenigen Jahren werden Lösungen zur Analyse der Stimmung in sozialen Medien nicht mehr aus dem Bankenumfeld wegzudenken sein sondern zum festen Bestandteil eines umfassenden Angebotes werden. Stockpulse ist mit wenigen anderen Unternehmen einer der Pioniere in diesem Feld und trägt damit wesentlich zur effizienteren Informationsversorgung des Finanzmarktes bei.


3. An wen richtet sich Ihre Dienstleistung?

Stockpulse ist ein Entscheidungsunterstützungssytem für eine Auswahl erfolgversprechender Aktien sowie ein effektives Monitoring-Tool für bestehende Anlagen zur Vermeidung von unnötigen Risiken.

Stockpulse richtet sich damit zum einen an semi-professionelle, private Händler, welche durch den Service wertvolle Aktientipps erhalten.

Zum anderen profitieren Privatanleger von einer signifikanten Risikoreduktion für ihr Portfolio durch Stockpulse. Nutzer können zum Beispiel genau auswählen, welche Aktien sie durch Stockpulse analysieren lassen wollen und erhalten automatisch Benachrichtigungen per Email, falls Stockpulse besonders starke Stimmungsausschläge für diese Aktien feststellt. Durch die frühzeitige Information können Nutzer ihre Aktien verkaufen und dadurch ihr Vermögen schützen bzw. unnötige Risiken minimieren.
4. Welches Geschäftsmodell verfolgt stockpulse. Woher und wie sollen Erlöse generiert werden?

Stockpulse ergänzt das bekannte Informationsangebot für den Finanz- und Aktienmarkt für den Endbenutzer, welches in der Regel Geschäftsberichte, technische Daten und allgemeine Informationen aus verschiedenen Medien umfasst, um eine völlig neuartige Komponente. Benutzer erhalten einen strukturierten Zugriff auf die hochdynamische  Informationssphäre „Social Media“, welche für den Finanzmarkt-Bereich bisher nicht oder nur in sehr unstrukturierter Form zugänglich war. Neben der Strukturierung stellt Stockpulse darüber hinaus eine qualitative Bewertung der Kommunikation zur Verfügung. Nachrichten sind dadurch nicht mehr nur einzelne Textbausteine, sondern erhalten durch die automatische Bestimmung der semantischen Orientierung eine qualitative Bedeutung und verschaffen dem Benutzer einen wertvollen Wissensvorsprung (Alpha-Information) gegenüber Personen, welche diese Information nicht besitzen.

Durch die permanente Beobachtung der Kommunikation und die automatische Auswahl lukrativer Aktien wird dem Nutzer die mühsame und zeitintensive Suche nach erfolgversprechenden Handelsmöglichkeiten abgenommen. Der Pulse-Index als Indikator für stark im Fokus stehende Aktien ist dabei das zentrale Instrument zur Aktienauswahl und wird durch weitere wertvolle Informationen zur Stimmungslage in den Märkten ergänzt. Neben Ideen für neue Investitionen übernimmt Stockpulse auch die Beobachtung und Interpretation der Nachrichtenlage bestehender Portfolios und benachrichtigt den Benutzer bei besonderer Kommunikations- und Stimmungslage automatisch.

Wir adressieren in einem ersten Schritt den Endkundenmarkt. Kunden können über unsere Webseite ihr gewünschtes Produkt als monatliches Abo kaufen, ähnlich wie bei XING.

Stockpulse stellt zwei Produktmodelle zur Verfügung:

1. Das Händlermodell:

Stockpulse schlägt Aktien vor, welche am bevorstehenden Handelstag im Fokus der Aufmerksamkeit stehen werden. Der Kunde erhält damit Kenntnis über Profitmöglichkeiten, die ihm einen Informationsvorsprung vor anderen Marktteilnehmern verschafft und neue Handelsperspektiven eröffnet.

Das Modell eignet sich insbesondere für Händler, die mehrere Transaktionen pro Woche verbuchen und kurzfristige Einstiege wahrnehmen. Ein Händler verwendet Optionen oder CFDs, um die starken Kursveränderungen für seine Gewinnmaximierung auszunutzen. Er scheut nicht das erhöhte Risiko kurzfristiger Spekulation und ist davon überzeugt, dass er den Markt jederzeit schlagen kann.

2. Das Anlegermodell:

Stockpulse übernimmt die Beobachtung und Interpretation der Nachrichtenlage für das Portfolio des Anlegers und unterstützt ihn dabei, für ihn relevante Vorkommnisse frühzeitig zu erkennen. Es benachrichtigt den Benutzer bei besonderen Kommunikations- und Stimmungsausschlägen automatisch. Der Benutzer kann somit rechtzeitig auf Ereignisse welche seine Investitionen betreffen reagieren, sein Portfolio anpassen und dadurch Verluste vermeiden.

Das Anlegermodell richtet sich an Personen, die ein Aktienportfolio besitzen und einen längerfristigen Anlagezyklus verfolgen. Ein Anleger möchte sein Vermögen schützen, vermehren und dabei unerwarteten Risiken aus dem Weg gehen. Er ist überwiegend in Aktien investiert und vermeidet in der Regel ein hohes Risiko seiner Anlagen. Er möchte immer auf dem neuesten Stand bezüglich seiner Investitionen bleiben, kann sich jedoch nicht permanent um alle Neuigkeiten und Entwicklungen kümmern.

Teil II des Interviews gibt es morgen früh in diesem Blog

Save the date: Next Finance in Frankfurt am 08.09.2011

Die Next Conference gibt es nunmehr schon seit einigen Jahren. Früher fand sie in Hamburg statt. Inzwischen ist man nach Berlin umgezogen. Nach wie vor ist die von Sinner Schrader erfundene und durchgeführte Veranstaltung   die wichtigste Internetkonferenz in Deutschland neben der Republica. Dabei greift der Begriff Internetkonferenz eigentlich zu kurz. Es geht um viel mehr als das Internet. Es geht um Mensch, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur.

Die Next ist eine fast perfekte Veranstaltung. Bei meinen zahlreichen Besuchen fragte ich mich aber immer wieder: Warum trifft man hier so wenig Menschen aus der Finanzbranche bzw. warum gibt es eine so gelungene Veranstaltung, bei der Unternehmen auf  Menschen treffen, die in der digitalen Welt groß geworden sind und ganz natürlich in dieser Leben, nicht auch in der Finanzbranche?

Natürlich gibt es auch in der Finanzbranche Konferenzen und andere Veranstaltungen. Dort gehen sich aber  - bis auf wenige Ausnahmen – die digitalen Experten und die Banken und Versicherungen eher aus dem Weg. Eine Diskussionskultur  und die Bereitschaft voneinander zu lernen, existiert zumeist nicht.

Sinner Schrader als Veranstalter der next conference hat dieses Manko offensichtlich erkannt und die NEXT Finance ins Leben gerufen:

Und darum geht es

Die Zukunft von Banken und Versicherungen in der digitalen Revolution

Der digitale Konsument revolutioniert das Marketing. Und krempelt damit ganze Industrien um. Viele Kunden kommunizieren mit ihrer Bank inzwischen ausschließlich online. Finanzdienstleistungen drohen, zu austauschbaren Massenartikeln zu werden.

Banken und Finanzinstitute stehen vor der Herausforderung, wie sie auf die Digitalisierung reagieren sollen.

  • Wie verändert sich die Beziehung zum virtuellen Kunden?
  • Bedrohen neue Zahlungssysteme Kredikartenanbieter und Banken?
  • Revolutionieren Peer-to-Peer-Ansätze nach der Musik- auch die Versicherungsbranche?
  • Welche Bedeutung hat Social Media als Kommunikationskanal?

Diese und viele weiteren Fragen wird die NEXT Finance  diskutieren

Save the date

8. September 2011, 14.00 Uhr

SinnerSchrader Frankfurt
Hanauer Landstr. 181-185
60314 Frankfurt/Main

Speaker

Die Liste der eingeladenen Speaker verspricht einen interessanten Tag.

Bereits zugesagt haben:

 Chris Skinner (The Finanser) als keynote Speaker

Pelle Braendgaard (PicoMoney) spricht über Agile Banking

Salvatore Pennino (Google) stellt Google Wallet vor

Sebastian Herfurth (Friendsurance) erklärt den Versicherungsmarktplatz Friendsurance

Teilnahmebedingungen

Die Konferenz ist nur auf Einladung zugänglich und richtet sich an hochkarätige Entscheider aus der Branche.

Interessierte können sich aber für eine Teilnahme bewerben unter:

http://www.nextfinance.de/

Weitere Informationen zur Next Finance

Demnächst gibt es hier ein Interview mit Matthias Schrader zur Next Finance