Monatsarchiv: Juli 2011

Einfaches und spezielles PFM (IOU und Learnvest)

Persönliches Finanzmanagement

Persönliches Finanzmanagement muss nicht immer etwas mit Banking zu tun haben. Die Online Tools, welche in letzter Zeit geradezu aus dem Boden schießen, helfen uns bei der Organisation unseres täglichen Finanzgebarens. Dabei sorgen sie für Vereinfachung, das Zusammenführen unterschiedlicher Orte der Finanztransaktion bzw. unterschiedlicher Konten und Anbieter, sie stellen Übersichtlichkeit her, sparen uns Zeit und nehmen uns viel von den unangenehmen Gefühlen, die entstehen, wenn man sich stundenlang durch Aktenordner mit Verträgen, Briefen und Belegen wühlen muss.

Alltagsprobleme

Nicht für jedes Problem bei der Vereinfachung des persönlichen Finanzmanagements benötigt man die Große, alles umfassende und alles berücksichtigende Lösung, die am Ende unsere Abhängigkeit und möglicherweise auch Manipulierbarkeit von oder durch einen Anbieter nur noch größer macht.

www.iou.ch

Die schweizerische Internet Plattform IOU bietet eine intuitive,kostenlose und extrem einfache Möglichkeit, um Ausgaben zwischen mehreren Parteien zu verwalten. Diese Lösung eignet sich – so die Anbieter – besonders gut für Vereine, Wohngemeinschaften oder Reisegruppen. Eigentlich ist es ja sehr verwunderlich, dass Banken für solche Zwecke – z.B. für Wohngemeinschaften, die es ja nicht erst seit wenigen Monaten gibt – keine speziellen Angebote bereithalten.

Im ersten Schritt gilt es bei IOU einen Pott anzulegen, für den dann 2 Links generiert werden: Einen für die Mitglieder oder Teilhaber des Potts und einen zur Administration. Nach Anlage des Potts kann der Administrator weitere Teilnehmer einladen und Ausgaben hinzufügen, die sich gleichmäßig, prozentual oder über einen Fixbetrag aufteilen lassen. Zu jeder Ausgabe kann eine Beschreibung, ein Datum, ein Betrag und ein Zahler angegeben werden. Die Währung kann ebenfalls bestimmt werden. Einfacher geht es kaum noch. Eine Banking Anbindung ist  nicht nötig

Artikel von imgriff zu IOU. Dort wurde ich auf IOU aufmerksam

Mehrwert von Banken

Wenn ich solche einfachen Tools betrachte, frage ich mich, welchen Mehrwert mir eine Bank in Sachen Personal Finance Management eigentlich wirklich bieten kann. Gut, dort finden die Transaktionen statt, aber grundsätzlich ließe sich dies alles auf einer anderen unabhängigen Plattform auch simulieren, ohne dass ich einen Verlust an Bequemlichkeit hätte. Dies gilt zumindest solange, wie mein Personal Finance Management Tool nicht in Echtzeit funktioniert und vor allem nicht mit der Möglichkeit zum mobilen Bezahlen verbunden ist.

Gerade Unabhängigkeit und auch Datenschutz sind wesentliche Argumente für ein Personal Finance Management Tool, welches auf Simulation beruht und auf Wunsch mit irgendeiner ausgewählten Bank geteilt werden kann und zwar auch nur temporär. Persönliches Finanzmanagement hat nämlich nur dann den Namen verdient, wenn ich es auch kontrolliere. Und der spannendste Vorteil ist ohnehin eher die Weisheit der Masse oder die Tipps meines sozialen Umfelds, die mich vor zu hohen Gebühren, zu hohen Stromkosten usw. schützen? Was kann mir eine Bank hier wirklich bieten? Gewinne ich mehr Unabhängigkeit oder werde ich noch abhänginger, unselbstständiger und unflexibler?

PFM für jede Zielgruppe

www.learnvest.com

Ein weiterer besonderer Vorteil von PFM Tools ist übrigens die spezielle Ausrichtung auf bestimmte Zielgruppen. Mit Learnvest gibt es schon seit 2009 auch ein spezielles Angebot für Frauen, die ja bekanntlich die wichtigsten Finanzentscheidungen innerhalb der Familien treffen. Und auch Learnvest ist natürlich extrem einfach;

  • Einen Plan anlegen
  • Online Bootcamps (Trainingslager) besuchen
  • Kurse besuchen
  • Experten fragen
Auch der Grund für die Gründung von Learnvest kommt mir irgendwie nicht unbekannt vor:
The idea for LearnVest was born when CEO Alexa von Tobel, upon preparing for graduation from Harvard College, found herself frustrated with the lack of personal finance resources and tools available to her. In December of 2008, Alexa took a leave of absence from Harvard Business School to pursue her dream of creating an online platform to help women everywhere gain control of their finances. LearnVest debuted as a TechCrunch50 Company in September 2009, and since then has helped over one million women gain control of their finances.
Wenn man nun auf das klassische Online Banking der deutschen Banken schaut, dann entsteht doch eine gewisse Skepsis, ob Banken hier ein für Verbraucher wirklich nützliches Angebot bereitstellen können. Dabei geht es nicht um technologische Fragen. Viel wichtiger ist das fehlende know how über die wirklichen Bedürfnisse der Kunden. Banken wissen vielleicht zu wenig über das Leben des modernen Menschen, um noch zeitgemäße Angebote unterbreiten zu können. Ich empfehle mehr Soziologien, Psychologen und Ethnologen in die Banken zu holen oder mehr Menschen, die wirklich im Leben stehen.
Oder was sagen Sie dazu?

Killt Echtzeit die Banken?

Das Leben wird immer schneller. Auch wenn die Monate, Tage und Stunden nicht wirklich schneller vergehen, sind wir einer täglich steigenden Komplexität und einem gefühlt rasantem Veränderungstempo ausgesetzt. In nahezu allen Lebensbereichen werden die eingespielten Selbstverständlichkeiten aufgelöst und hinterlassen uns verwirrt und hilflos. Es bleibt darüber hinaus kaum noch Zeit sich in aller Ruhe mit neuen Problemlösungen zu beschäftigen, geschweige denn diese langfristig zu etablieren. Alles geschieht in Echtzeit. Veränderung ist der Normalzustand und nicht die Ausnahme.

Wem wäre es unter solchen Bedingungen zu verübeln, orientierungslos zu verharren oder im Gegenteil jeder neuen Idee erst einmal blind nachzulaufen, ohne ihre Relevanz zu überprüfen bzw. mangels Bezugsrahmens überhaupt überprüfen zu können. Der Irrtum oder die kurzfristige Richtungsänderung wird zum Normalzustand werden. Auch für Unternehmen, die auf eine solche Welt kaum eingestellt sind.

Sind Banken auf eine solche Welt eingestellt.? Können grosse Unternehmen mit vielen tausend Mitarbeitern und Millionen Kunden überhaupt realisieren, was passiert. Und können sie- falls sie es realisiert haben-  sich entsprechend verändern oder anpassen, obwohl die Kasse noch klingelt.

Wie können Banken, deren Geschäft auf Langfristigkeit, Planbarkeit und Kalkulierbarkeit angelegt ist, mit einer Umwelt umgehen, in der Menschen ihr Leben immer stärker nach eigenen Ideen gestalten oder umgestalten können. In der eine feste – auf Jahre hinaus vorbereitete – Lebensplanung immer unwahrscheinlicher wird. In welcher höchste Variabilität gefordert und gewünscht wird. Die Erfahrungen, welche die Menschheit in den letzten 10 Jahren gemacht haben, führen zu  abnehmenden Erwartungen und zu abnehmendem Vertrauen. Von staatlichen Institutionen, der Politik, grossen Organisationen und auch Banken wird immer weniger erwartet und ihnen wird immer weniger vertraut.  Die Enttäuschung der Erwartungen konnte in den letzten Jahren auf allen Ebenen erlebt werden. Wenn die Altersversorgung nicht sicher ist, setzt man dann auf eine private Altersvorsorge bei Unternehmen, die auch nicht gerade erfolgreich in der Erfüllung von Erwartungen und der Rechtfertigung von Vertrauen waren. Wird da nicht alles beliebig? Nimmt man da sein Glück nicht lieber selber in die Hand?

Wird man in einer schnelleren und in Echtzeit funktionierenden Welt tatsächlich noch Interesse an klassischen Bankprodukten entwickeln oder wecken können?Wird man sich wirklich noch die Mühe machen in die Filiale zu gehen, wenn der Aufwand den richtigen Berater zu finden schon höhere Kosten erzeugt, wie der mögliche Irrtum bei der eigenen Entscheidung für ein Finanzprodukt. Das Internet tut sein übriges. Wir lernen tagtäglich, bzw. werden darauf ausgerichtet, den Maschinen mehr zu vertrauen als anderen Menschen oder uns selbst. Berater, die ich nicht über das Internet finden kann, sind für mich persönlich gar nicht mehr existent. Das liegt nicht nur an mir. Die Unternehmen haben mit Geldautomaten, Call Centern oder auch nur der Kundenkategorisierung, usw. eine Mitschuld. Auch Social Media ist nur dann wirklich “ Social“ wenn das Unternehmen von wahrhaftigen“ menschlichen und damit auch menschlich initiierten Gesprächen profitiert.

Das Internet führt zu einer Zerlegung der Welt. Es erzeugt einen weiteren Individualisierungsschub, der wie ein Drucker im Dauerbetrieb wirkt. Immer mehr Optionen, immer mehr Herausforderungen, immer weniger Orientierung, immer weniger Dauerhaftigkeit und Verbindlichkeit. Banking wird nur noch eine Funktion, die von vielen erbracht werden kann. Das Zeitalter der Banken geht definitiv zuende!

5 Gründe warum Banken sonntags geöffnet sein sollten

1. Bankgeschäfte können mitunter sehr komplex sein und erfordern eine intensive Auseiandersetzung mit der Materie. Sonntags haben viele Menschen Zeit dafür.

2. Auch Bankmitarbeiter haben Sonntags mehr Zeit. Man könnte sich intensiver mit den Kunden beschäftigen und damit wieder besser beraten.

3. Andere Geschäfte haben geschlossen. Da Menschen am Sonntag gerne in Geschäfte gehen möchten, würden sie vielleicht wieder in die Bankfiliale kommen.

4. In speziellen Veranstaltungen könnten Banken sich darum bemühen Menschen Finanzthemen interessant und informativ nahe zu bringen. Sie würden darüber hinaus etwas dafür tun Menschen zusammen zu führen und sich auszutauschen. So manche Gemeinde könnte von mehr Zusammenhalt durch eine höhere Interaktionsdichte profitieren.

5. Weil das Internet rund um die Uhr geöffnet ist, muss die Filiale sich anpassen, wenn sie wirklich noch eine Zukunft haben soll.

Einen schönen Sonntag noch

American Express entdeckt die Orte und fördert Firmenkunden

Foursquare und Facebook Places

Wussten Sie schon, dass ich ein Checker bin? Also zumindest ein Einchecker! Ab und zu unterliege ich dem Zwang mich an verschiedenen Orten mittels sogenannter LBS Tools einzuchecken. Manchmal erfasst mich der Spieltrieb. Ein anderes Mal möchte ich meinen Freunden, Fans oder Bekannten einfach mitteilen wo ich gerade bin. Und hin und wieder werde ich auch auf das ein oder andere Angebot (Facebook nennt das z.B. Deals) aufmerksam. Allerdings habe ich – aufgrund mangelnder Nutzerfreundlichkeit – noch keines davon genutzt.

Was für Banken?

Ich bin auch – wie ich in einem früheren Artikel bereits erwähnt habe – der festen Überzeugung, dass ortsbasierte Dienste auch für Banken Nutzungsmöglichkeiten bieten. Einige – vor allem spanische Banken – haben dies bereits ausprobiert. Bisher geht es dabei vor allem um Marketing und Kommunikation

Kreditkartenanbindung und Tool

Nun bietet Amex – so berichtet Techcrunch – seinen Kunden die Möglichkeit Ihren Facebook oder Foursquare Account direkt mit der Kreditkarte zu verbinden, wodurch diese sofort eine Liste von Angeboten von Amex Partnern erhalten. Die Angebote können über die Kreditkarte wahrgenommen und bezahlt werden. Die Aktivität wird im jeweiligen Freundesnetzwerk angezeigt.

Offentsichtlich existiert mit gosocial demnächst auch ein Dienst, mit welchem Amex Partern zukünftig eigenständig Deals anbieten und abrechnen können. Coupons werden dann nicht mehr erforderlich sein und gleichzeitig wird den kleinen Unternehmen eine einfache Tracking Möglichkeit angeboten. Das klingt doch innovativ. Oder?

In meiner Tankstelle….

kann man jetzt berührungslos bezahlen.

Und gestern – der Diesel Preis lag bei herausragenden 1,34 Euro pro Liter – hätte ich mir so gewünscht, meine Kreditkarte würde die Funktion schon unterstützten, denn die Schlange an Zapfsäulen und an der Kasse war für einen Sonntag einfach zu lang. Noch besser hätte ich es allerdings gefunden, wenn die Möglichkeit zum berührungslosen Bezahlen direkt in die Zapfsäule integriert wurden wäre. Aber das wäre wohl zu viel des Guten gewesen.

Das berührungslose Bezahlen wird ebenso wie das mobile Bezahlen sicherlich nicht mehr aufzuhalten sein. Wobei die Kreditkarte da wohl eher eine Brückentechnologie sein dürfte, denn mit dem Mobiltelefon wird bezahlen noch praktischer.  So manche Brücke ist jedoch sehr lang. Vielleicht sogar so lang wie der „Solidaritätszuschlag“ im deutschen Steuersystem.  Bei Douglas kann man übrigens auch bereits berührungslos bezahlen. Hier die Info dazu

Mobile Payment Infographic

Sicherlich hat der ein oder Andere die schöne Infograpfic von G+ bereits gesehen. Sie gibt einen schönen Überblick über die aktuellen Entwicklungen und zeigt die Unternehmen, von denen die wesentlichen Impulse zur Veränderung unseres Bezahlverhaltens kommen bzw. zu erwarten sind.

Jetzt müssen wir nur noch abwarten

H.m.d.g.u.k.l.: Ecostamp sucht Kriterien für nachhaltige Geldanlagen

H.m.d.g.u.k.l steht für „Her mit den grossen und kleinen Innovationen und ist ab sofort eine neue Rubrik. Was ich jetzt noch brauche: Hinweise auf und Ideen für grosse und kleine Innovationen innerhalb der Finanzbranche. Hier ist so eine Innovation:

ECOSTAMP das Portal für Nachhaltigkeit versucht eine interessante Frage zu beantworten: Was ist oder was verstehen Verbraucher unter einer nachhaltigen Geldanalage? Haben Finanztunternehmen hier übereinstimmende Vorstellungen? Möglicherweise wird so manche Geldanlage nur durch den starken Marketing Begriff „Nachhaltig“ geschmückt und ungerechtfertigt auf- oder umgewertet. Seitdem Unternehmen entdeckt haben, dass es einen Markt für Nachhaltigkeit gibt, ist es mit dem Inhalt des Begriffes häufig nicht mehr so weit her. Die Nachhaltigkeitssiegel- und Preise schiessen aus dem Boden. Kann es zum Beispiel überhaupt sein, dass nicht nachhaltig wirtschaftende Unternehmen nachhaltige Produktpaletten anbieten dürfen. Darf eine Bank gleichzeitig nachhaltige Produkte anbieten und auf der anderen Seite in Rüstungskonzerne investieren? Und wollen Verbraucher überhaupt nachhaltige Geldanlagen bzw. zu welchem Preis? Hoffentlich generiert die Umfrage von Ecostamp neue Erkenntnisse.

Hier die Infos aus der Pressemeldung:

Der Modebegriff Nachhaltigkeit ist für
nachhaltige Geldanlagen Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite
ist die mediale Aufmerksamkeit für diese Assetklasse auch aufgrund
des gut klingenden Namens Nachhaltigkeit besonders groß. Auf der
anderen Seite macht es die vielfältige Verwendung des Begriffes allen
Marktteilnehmern nicht leicht, zu erkennen und zu verstehen, was sich
denn wirklich hinter dem guten Namen verbirgt.

Ein gemeinsames Projekt vom Alsterspree Verlag und ECOSTAMP bringt
nun echte Transparenz für den Privatanleger: Wann darf sich eine
Geldanlage wirklich nachhaltig nennen? ECOSTAMP startet eine große
Umfrage unter deutschen Anlegern und Konsumenten sowie weitere
Interessierten. Auf www.ecostamp.de
können Anleger nun selbst bestimmen, welche Investitionskriterien
nachhaltige Aktienfonds haben sollten. Bislang ist der Markt der
nachhaltigen Geldanlagen geprägt von dem Nachhaltigkeitsverständnis
einzelner Akteure – und nicht nach dem Verständnis derjenigen, die
die Produkte kaufen sollen, nämlich die Anleger. „

Was denken Sie über nachhaltige Geldanlagen oder Banken? Ist das vielleicht die Innovation die Kunden brauchen?

Her mit den großen und kleinen Innovationen: Holvi.com und Movenbank.com

Vending MachineInnovationen, Kunden,Banken

Der Innovationsblog der Volksbank Bühl hat vor einigen Tagen viele verschiedene technologische Innovationen im Finanzumfeld vorgestellt. Viele Einige davon sind sicherlich auch Innovationen und vielleicht sogar Verbesserungen für Kunden. Nur wenige der vorgestellten Produkte und Geschäftsmodelle kommen jedoch von Banken. Den Blogbeitrag und die Slideshare Präsentation sollten Sie sich unbedingt noch anschauen. Sie finden diesen hier:

Banking2.0: Ein Überblick über neue Geschäftsmodelle

Diese schöne Übersicht von Franz Welter hat mich direkt inspiriert. Wir beide sind uns – denke ich – darüber einig, dass es sehr viel Veränderungspotential innerhalb der Bankenwelt gibt, welches Meilenweit über Social Media hinausgeht, wenn man den Einfluss des sozialen Internets als Enabler natürlich nicht vernachlässigen oder vergessen darf.

Kennen Sie Holvi?

Holvi ist ein finnisches Unternehmen. Keine Bank. Das Unternehmen nennt seinen Service:

A revolutionary netbanking service for creative projects and group activities.

Holvi befindet sich aktuell im Private Beta Stadium und richtet sich an kleine Unternehmen und Teams. Das Angebot des Unternehmens schafft Transparenz, sorgt für Vereinfachung, stellt Zusammenhänge übersichtlich da und hat so das Potential den Alltag eines kleinen Unternehmens wesentlich leichter zu machen. Das Tool arbeitet in Echtzeit und stellt die finanziellen Aktivitäten in übersichtlichen Grafiken dar.

Man kann beispielsweise Budgets anlegen und in Echtzeit sehen, welche Veränderungen durch die Aktivitäten der Teammitglieder ausgelöst werden. Es können Einnahmen generiert und ebenfalls transparent dargestellt werden. Aus und Einzahlungen funktionieren per Kreditkarte oder Online Banking. Aus dem Tool heraus ist auch das Schreiben und Bezahlen von Rechnungen möglich. Jede bezahlte Rechnung wird getaggt und direkt ins Budget einbezogen.

Eine aus meiner Sicht besonders spannende Anwendung, da gerade kleine Unternehmen häufig nicht in der Lage sind solche Leistungen teuer einzukaufen. Und in Sachen Firmenkunden sind die Online Angebote von Banken relativ mau.

Gründet Brett King eine eigene Bank?

Und gerade eben im  Zug stoße ich auf eine spannende Meldugn. Bloggern wird ja oft vorgeworfen, dass sie viel reden oder schreiben und wenig tun. Und da ist wahrscheinlich auch was dran. Um so glücklicher bin ich, dass ein geschätzter Blogger Kollege  nämlich Brett King von dem das hervorragende Buch Bank2.0 und der gleichnamige Blog stammt, wohl ein Finanzunternehmen gegründet hat, in welchem er dann wohl seine disruptiven Vorstellungen einer modernen Bank umsetzen wird. Der Name der Bank „Movenbank„. Die Beschreibung: Banking der dritten Generation. No Paper, no plastic, no hidden fees. Und der Verbraucher sagt „cool“. Und die Bank sagt: Wer braucht denn sowas?

Hier gehts zur Movenbank

Bankercharts

Neuzugänge

Im Juli gibt es drei Neuzugänge vorgeschlagen von Alexander Majonek von mybankrating.de

Mike Oldfield. Five Miles Out (1982)
Paul Kalkbrenner. Sky and Sand
The Killers.  Mr. Brightside

Weitere musikalische Favoriten empfange ich natürlich gerne per Kommentar, twitter (@bankercharts) oder auch Facebook! Die Bankercharts auf twitter. Folgen Sie @bankercharts

die bisher genannten Musikstücke

Eagles. Hotel California
Placebo. Without you I´m nothing
Frank Sinatra. New York, New York
Motorhead. I got mine
Donna Summer. Hot Stuff
Tom Waits. The piano has been drinking
Annie Mc Donald. Your time will come
Johnny Cash. 25 minutes to go
Joan Baez. Deportee (Plane Wrec At Los Gatos)
30 seconds to mars. Hurricane
Marc Ribot´s Ceramic dog. Marlene
Guns n´ Roses. Rocket Queen
Boston. Peace Of Mind
Dio. Gipsy
Mia. Hungriges Herz
Guns ‘n Roses. Patience
Eminem. Loose yourself

Und noch 2 neue (alte)Favoriten von mir

The Stray Cats. Rock this town

Und etwas neuer

Benny Benassi.Cinema (Skrillex Remix)

Gesucht wird: Die Banking IT Innovation

Wer Beweist das Gegenteil?

In meinem letzten Blogbeitrag stellte ich die Behauptung aus, dass deutsche Banken nicht innovativ sind. Ich bin sogar noch einen Schritt weiter gegangen, indem ich Banken die Möglichkeit zur Innovation absprach. Innovationen können nur von Nicht Banken kommen, da die bewahrenden Kräfte in den Banken überwiegen und die Kulturen und Strukturen von Banken auf Bewahrung angelegt sind.

Universitäten St.Gallen und Leipzig starten den versuch

Das Kompetenzzentrum Sourcing in der Finanzindustrie macht sich jetzt auf die Suche nach Innovationen innerhalb der Finanzbranche und möchte am 22/23 September 2011 in  Bregenz/Vorarlberg/Österreich den Banking IT Innovations Award vergeben.

Ich zitiere:

Im Workshop „Kundenorientierte Gestaltung vernetzter Banken“, der im Rahmen des Business Engineering Forum stattfindet, verleiht das Kompetenzzentrum „Sourcing in der Finanzindustrie“ erstmalig den „Banking IT-Innovation Award“, mit dem besonders innovative Konzepte und Lösungen an der Kunde-Bank-Schnittstelle ausgezeichnet werden sollen. Wir möchten Sie bitten, Ihnen bekannte innovative Produkte, Lösungen und Konzepte vorzuschlagen, die folgende Kriterien erfüllen:

  • IT-basierte Innovation an der Kunde-Bank-Schnittstelle (Technologiebezug und Kundenbezug)
  • Bezug der Innovation zum deutschsprachigen Bankenmarkt
  • Präsentationsfähiger Stand der Umsetzung zum Zeitpunkt der Bewertung (August 2011)
  • Anbieter der Innovationen sind Banken oder Provider
  • Ein Vertreter des Anbieters ist bereit nach rechtzeitiger Einladung am Business Engineering Forum teilzunehmen und die Innovation vorzustellen

Vor dem Thema des Business Engineering Forums „Die digitale Revolution des Konsumenten“ sollen die Innovationen mit dem höchsten Kundennutzen gekürt werden. Die angesetzten Bewertungskriterien sind hierbei:

  • Wie hoch ist der Innovationsgrad der Lösung?
  • Wie sehr differenziert sich die Lösung von bestehenden Ansätzen?
  • Wie werden die Erfolgsaussichten eingeschätzt?
  • Welchen Nutzen bietet die Lösung?
Den Originaltext finden Sie hier
Wer ein Unternehmen oder eine Idee nominieren möchte, findet hier das Nominierungstemplate.

MEIN VORSCHLAG

Wie wäre es zum Beispiel mit dem Social Media Stimmungsbarometer für den Finanzmarkt Stockpulse. Stockpulse befindet sich derzeit im Private Beta Stadium und folgt dem folgenden Prinzip:

Ich zitiere:

Stockpulse beobachtet die Kommunikation über Aktien und Märkte in Onlineforen, finanzbasierten Nachrichtenquellen und Twitter. Die Software bewertet die Stimmung in sozialen Netzwerken durch automatische und gezielte Analyse finanzorientierter Kommunikation. Durch die Identifikation von Meinungsführern und ob diese positiv oder negativ über das Marktgeschehen sprechen wird der sogenannte Pulse-Index berechnet. Dieser basiert auf dem Prinzip der kollektiven Intelligenz und tätigt hochqualitative Aussagen über die aktuelle Stimmungslage in Social Media bezüglich Aktien oder Märkten. Dieses Stimmungsbild ist sehr viel umfassender als andere „Sentimentindizes“, da es auf eine enorm große Nutzerbasis zugreifen kann. Damit erhält man eine komplett neue und vor allem unabhängige Sichtweise auf den Aktien- und Finanzmarkt. Anhand dieser Daten ist es sogar möglich kurzfristig zukünftige Kursschwankungen vorherzusehen.

Das klingt doch vielversprechend. Mehr Infos gibt es auf der Seite von stockpulse und hoffentlich demnächst hier in einem kurzen Interview

Und wie wäre es mit sprechenden Geldbörsen als Innovation?  So wie hier:

Wo sind die innovativen Banken

Social Media

Wenn man den Begriff Social Media ausspricht, dann schwingt die Bedeutung „Innovation“ immer mit. Social Media steht immer auch für Veränderung, also für die durch Social Media, und wohl auch durch das Internet allgemein, ausgelösten oder angestoßenen Veränderungen, welche die Unternehmen wiederum zu Reaktionen zwingen. Wenn eine Bank sich also mit Social Media beschäftigt, sollte sie nicht nur die Nutzungsmöglichkeiten betrachten.

Ist ein Unternehmen aber innovativ, weil es Social Media nutzt? Und hilft Social Media einer Bank Wettbewerbsvorteile zu erlangen oder verlorene Wettbewerbsanteile zurückzugewinnen? Vor allem aus Sicht etablierter und langjährig agierender Banken muss man dies sehr bezweifeln. Es scheint ja als seien diese Unternehmen dazu verdammt, auf jedes neue Thema oder jede Veränderung nur mit dem Prinzip Anpassung zu reagieren.

Anpassung

Finanzunternehmen verändern sich nur sehr langsam. Eigentlich passen Sie sich immer nur an. Nur äußere Störungen und interner Kostendruck führen zu Anpassungen. Äußere  Störungen sind zum Beispiel neue Technologien, staatliche Eingriffe und sehr selten auch die Macht der Verbraucher. Zumeist bedarf es sogar einer Kombination all dieser Faktoren.

Aber sind diese Veränderungen wirklich Innovationen? Und für wen ist eine Innovation nützlich? Nur für die Bank? Für einige Kunden oder für alle Kunden? Für die lokale, nationale oder gar globale Wirtschaft. Wirkliche Innovationen sollten keine spezifischen Interessenlagen berücksichtigen oder Folgewirkungen ausblenden. Und auch die Frage, ob Anpassungen, die grundsätzliche Strukturen nicht erneuern, angesichts der immer herausfordernderen Umweltbedingungen, überhaupt noch ausreichen, darf gestellt werden

Warum Banken wenig innovativ sind, erklärte Ulrich Linnebank kürzlich in einem Gastbeitrag für diesen Blog . Neben den internen Gründen spielt aber auch die Umwelt bei der Lähmung der Banken eine gewisse Rolle. Denn das System ist weitgehend so angelegt, dass Innovationen eher kontraproduktiv und teilweise gar nicht gewünscht sind.  Die notwendige Regulierung des Systems ist gleichzeitig ein Hemmnis für mögliche Veränderungen und auch der Verbraucher schreit, solange er sich nicht vernachlässigt oder betrogen fühlt, nicht nach Veränderungen. Wer soll die Banken also verändern?

Stillstand

Die deutschen Banken scheinen besonders veränderungsresistent zu sein. Wenig hat sich getan in den letzten zwanzig oder dreißig Jahren: Ein wenig Online Banking, einige Aufkäufe oder Fusionen, die Direktbanken, etwas Finanzkrise und nun einige zarte Finance 2.0 Ansätze. Die Fidorbank, Smava, kontoblick und neuerdings Yavalu  oder stockpulse. Und natürlich spiel auch Mobile Banking und Mobile Payment eine Rolle.

Die etablierten Banken beobachten diese Entwicklungen und überlegen, welche es nachzuahmen oder zu integrieren gilt, denn letztendlich wird der deutsche Durchschnittsverbraucher seine Bank nicht wegen etwas besserer Technologie oder fairerer Produkte verlassen.  Da ist eine herausragende Kondition schon von ganz anderem Kaliber. Die kleinen ehrgeizigen Startups, welche die Finanzbranche in der Regel als Nichtbank innovieren wollen, schaffen es entweder in die Nische oder werden in der Komplexität der Strukturen und regulatorischen Hürden zerrieben.

Anpassungen haben in den letzten Jahrzehnten eigentlich immer genügt. Ob sich das im Internetzeitalter groß ändern wird, bleibt fraglich. Es wäre jedoch wünschenswert, wenn Banken (wieder) zu finanziellen Dienstleistern für die breite Masse der Gesellschaft werden könnten. Einiges spricht dafür, dass Technik eine immer größere Rolle spielen wird und diese auch die Chance bietet Banking transparenter, schneller, einfacher und bequemer zu machen und das mit immer weniger Aufwand und möglicherweise sogar mit immer weniger Banken. Oder vielleicht sogar ganz ohne Banken. Denn meine These ist, dass eine wirkliche Innovation erst dann möglich wird, wenn man sich als Entrepreneur von dem historisch geprägten Begriff und den damit verbundenen Bedeutungen und Bildern wirklich trennt

Also werden Banken gar nicht zu einer fundamentalen Innovation in der Lage sein. Schon mit dem Erwerb einer Banklizenz ist die Entwicklung vorgezeichnet. Was ändert sich beispielsweise, wenn Banken PFM einsetzen, aber dennoch nicht von Provisionsmodellen und der Bevorzugung eigener Produkte abweichen, also darauf angewiesen bleiben, dass Verbraucher nicht den vollständigen Marktüberblick bekommen.

Kann eine Bank einer konstruktiven Strategie folgen. Also – wie Umair Haque in seinem Buch: The new capitalist manifesto definiert – wettbewerbsfähig wird, indem sie radikal nützlicher und hilfreicher für Menschen, Kommunen, Gesellschaft, Umwelt und zukünftige Generationen wird, als die Konkurrenten? Kann das dann wirklich noch eine Bank sein, wie wir sie heute kennen.

Ich will nicht unfair sein. Es gibt Ansätze und nur Schritt für Schritt lässt sich eine so dramatische Veränderung- die nicht weniger ist, als eine Umkehrung der Grundhaltung- vollziehen bzw. intern durchsetzen.

Welche Bank ist nun innovativ?

Da fallen mir ehrlich gesagt in Deutschland nicht so viele ein. Auch im Visible Banking Blog von Christopher Langlois- der sich intensiv mit Innovationen in der Bankenbranche und mit Social Media beschäftigt –werden relativ selten deutsche oder deutschsprachige Banken erwähnt.

Häufiger werden spanische Banken, die Danske Bank oder auch die holländische Rabobank erwähnt. Aus den Niederlanden kommt übrigens auch das Angebot Mone You von ABN Amro, die ihr noch einfacheres, schnelleres und vor allem auch mobiles Direktbankangebot am 01.07.2011 auf den deutschen Markt bringen. Möglicherweise aufgrund der intelligenten und einfachen Apps eine Bank, die vor allem jüngere Menschen anziehen könnte.

Beispiele

BBVA  Crowdfunding: Friends and Family 

Rabobank Community für  kleine Unternehmer: Startercommunity 

Danske Bank Crowdsourcing auf Facebook: Ideabank

Adelaide Bank Crowdsourcing/-funding/-collaboration/-financing?:planbig

Aber auch hier sind erst einmal keine substanziellen Veränderungen von Produkten oder gar des Geschäftsmodells erkennbar. Warten wir also weiter, auf die Bank, die das Banking revolutioniert. Oder brauchen wir am Ende gar keine innovativen sondern nur gute Banken?