Monatsarchiv: April 2011

10 Links zu Ideen und News

IdeenMahala – Kostenloses Mobile Banking Netzwerk in Afrika

13 Millionen Afrikaner haben kein Bankkonto. Sie haben noch nicht einmal die Möglichkeit ein Bankkonto zu eröffnen. Mahala bietet nun mobiles Banking auf Basis eines Fremium Models an. Nicht der Kunde bezahlt sondern Unternehmen, die über diesen Weg Produkte anbieten oder Value added Services nutzen oder bieten.

via springwise

Rockhealth – Etwas nützliches entwickeln (Gesundheitswesen)

Wer Ideen hat und in der Lage ist Anwendungen für den Gesundheitsbereich zu entwicklen und damit ein wirklich sinnvolles und hilfreiches Angebot unterbreiten möchte, durch welches es Menschen besser geht, der kann die neue Internetplattform Rockhealth nutzen. Rockhealth ist zugleich ein Inkubator, der junge Unternehmensgründer in der Gesundheitsbranche berät und unterstützt.

http://rockhealth.com/

Ahhha – Ideen zum leben erwecken

Von der Idee bis zur Umsetzung ist es oft ein weiter Weg. Sehr häufig findet man noch nicht einmal Menschen, die ähnliche Ideen haben bzw. bereit wären etwas zur Verwirklichung der Ideen beizutragen. Ahha ist eine neue crowdsourcing Plattform, die vielleicht auch neue Ideen im Banking hervor bringen kann. So wird aus der privaten Idee, wenn gewünscht, vielleicht das neue grosse Ding.

via. springwise

oder direkt zur Crowdsourcing Plattform

First National Bank – Überweisungen am Geldautomat ohne Bankkarte

Die Bankkarte ist ja auch so ein empfindlich und sorgsam zu hütendes Instrument auf das man gut verzichten könnte, wenn es einen Ersatz gäbe. Zum Beispiel das Mobiltelefon – dass man ja ohnehin immer dabei hat. Bei der First National Bank in Johannesburg kann man auf jeden Fall Geldautomaten nun ohne Bankkarte nutzen. Dabei wird eine Pin direkt aufs Banking geschickt und kann dann für einen begrenzten Zeitraum zum Geld abheben verwendet werden.

via. springwise

Adzookie – Das Haus mit Werbung finanzieren

Da hätte man eher drauf kommen können, denn Werbung findet man heute ja überall. Warum also nicht das Haus mit Werbung finanzieren. Mit Adzookie ist es möglich. Nur das Stadtbild wird dann recht gewöhnungsbedürftig sein. Wobei in manchen Regionen wäre sogar das noch eine Aktivität zur Verschönerung.

via.springwise

http://www.adzookie.com/paintmyhouse.php

Getupp – Motivieren durch Freunde

Gamification ist ja gerade in aller Munde und wird sicherlich zum Trend werden, denn schon meine Generation ist eine mit Computer Spielen groß gewordene. Warum soll man dann Spiele nicht auch nutzen, um menschliches Verhalten zu fördern oder zu verändern und Wettbewerb ist ein menschlicher Trieb ebenso wie das Bedürfnis anderen gegenüber einen möglichst positiven Eindruck zu hinterlassen. Dies hat sich das deutsche startupp getupp zunutze und zur Aufgabe gemacht. Über eine ortsbasierte Anwendung können Ziele definiert und Freunde dazu eingeladen werden. Die Freunde können dann darüber entscheiden, ob das Ziel wirklich erreicht bzw. die Tat tatsächlich ausgeführt wird. Über das einloggen an den Orten, an welchen das Ziel verfolgt wird (z.B. Fitnessstudio) erfolgt dann die Kontrolle. Einfach mal selber anschauen bei http://www.getupp.com/de

oder nachlesen bei springwise

Chromaroma – Beim U Bahn fahren spielen

Und noch ein Spiel. Gespielt werden kann es nur in London. Es hat mit Location based Services zu tun, ermöglicht die Verbindung mit anderen Menschen, hat Wettbewerbscharakter  und macht U-Bahn fahren spannender.  Im Netz anschauen oder direkt nach London fahren.

http://www.chromaroma.com/

Thick and Thin Value

Zwei Begriffe, die ich von Umair Haque geliehen haben und mit denen er in seinem Buch “ The new capitalist manifesto“ den Unterschied zwischen dem auslaufenden Modell des Kapitalismus und dem gerade aufkeimenden Modells des konstruktiven Kapitalismus darzustellen. Zur Kategorie Thick Value gehört dann wohl diese Idee: Der erste Computer aus Papier.

http://www.pegadesign.com/en/portfolio-pp.html

In die Kategorie Thin Value gehört offensichtlich Apple. Zumindes wenn es um das Thema Energie geht. Eine Studie von Greenpeace hat offenbar herausgefunden dass Apple und auch Facebook die schmutzigsten Datencenter auf der Welt führen

http://futurezone.at/digitallife/2816-greenpeace-apple-hat-schmutzigste-datencenter.php

http://www.pegadesign.com/en/portfolio-pp.html

Und wenn wir schon einmal bei den eher negativen Dingen sind, dann sollten wir auch noch mal über Geldfresser sprechen.

Geldfresser

Es braucht nicht immer Menschen um dessen Erfindung und liebstes Kind sprichwörtlich in Luft aufzulösen. Auch Termiten verspüren wohl gelegentlich den Drang in die menschlichen wirtschaftskreisläufe einzugreifen. Mehr Infos bei Focus Online

http://www.focus.de/panorama/welt/buntes-geldgierige-termiten-fressen-millionen_aid_620833.html

Bitte mitmachen: Die Banker Charts

Wie klingen Banken?Was hören Banker?

Von Zeit zu Zeit bricht meine musikalische Ader durch und dann muss was mit Musik in den Blog. Im letzten Jahr versuchte ich mich deshalb dem Sound von Banken anzunähern. Wie klingen eigentlich Banken war meine Frage. Aber nach 8 Teilen ist mir nichts mehr eingefallen, zumal meine geschätzten Blog Leser wohl auch nicht in der Lage waren den Klang von Banken herauszuhören. Vielleicht liegt das an der mangelnden Emotionalität von Finanzprodukten, die offenbar auch nicht dadurch emotionaler werden, dass man sie wie in der Q 110 Filiale in eine Dose verpackt.

Die Bankercharts auf twitter. Folgen Sie @bankercharts

Was hören Banker?

Wenn es also nicht gelingt den Klang von Banken herauszuhören, dann bleibt nur die Möglichkeit die Angestellten von Banken nach ihren Lieblingsliedern zu fragen. Deshalb habe ich auf meiner www.facebook.com/diefinance20 Seite einen ersten Aufruf gestartet. Für richtige Charts reicht das Ergebnis noch nicht. Aber hier sind die bisher gewählten Musikstücke, die jedoch sehr genossenschaftslastig sind:

Eagles – Hotel California
Placebo – Without you I´m nothing
Frank Sinatra – New York, New York
Motorhead – I got mine
Donna Summer – Hot Stuff
Tom Waits – The piano has been drinking
Annie Mc Donald – Your time will come
Johnny Cash – 25 minutes to go
Joan Baez – Deportee (Plane Wrec At Los Gatos)
30 seconds to mars – hurricane
Marc Ribot´s Ceramic dog – Marlene

Gunsn Roses – Rocket Queen
Boston – Peace Of Mind
Dio – Gipsy
Mia – Hungriges Herz

Hier noch meine drei aktuellen Favoriten

Yuck – The Wall
Hunx and his Punx – Too Young to be in Love
Sparkadia – Postcards

Und hier zum Anhören der Song von Hunx and his Punx

Und jetzt bitte mithelfen!

Hören Banker eventuell lieber Oldies? Mit anderen Worten wir brauchen aktuelle Lieblingslieder, denn wer es böse mit den Bankern meint, könnte direkt wieder auf eine dumme Analogie kommen. Nennen Sie hier in die Kommentare oder auf meiner Facebook Seite Ihre Lieblingslieder. Es dürfen maximal 3 sein.

Und damit noch nicht genug. Ich suche noch ein schönes Chart Tool? Gibts da vielleicht nicht noch was von twitter? Bitte bei Teilnahme auch noch kurz hinzuschreiben, bei welcher Bank Sie tätig sind. Auch Menschen oder Mitarbeiter mit Bankbezug dürfen mitmachen

Versicherungen und ein schönes Wochenende

Versicherungzweinull

Ein Blog den ich in lezter Zeit immer öfter besuche ist Versicherungzweinull von Sascha Bloser. Ich bin ja der festen Überzeugung, dass die Nutzung des sozialen Internets für Versicherungsunternehmen noch viel schwieriger sein muss als für Banken, da Versicherungsprodukte in der Regel ja Zwangsprodukte sind, die zumeist sogar nur über negative Emotionalität verkauft werden zu können. Kein Wunder also, dass es in Deutschland bisher nur einen einzigen neuen und innovativen web2.0 Ansatz gibt, den man beobachten sollte.

www.friendsurance.de

Aber zurück zu „Versicherungzweinull“. Das Interview mit Tobias Lampe von Keylans Management Consultants zur Social Media Nutzung in der Versicherungsbranche ist sehr lesenswert und liefert viele interessante Aspekte. Zum Beispiel dass die Loyalisierung von Bestandskunden eine Einsatzmöglichkeit für soziale Medien ist.

http://versicherungzweinull.wordpress.com/2011/04/14/studie-socialmedia-nutzung-in-der-versicherungsbranche-interview-mit-tobias-lampe/

Im Blog von Sascha Bloser gibt es auch eine schöne Liste über twitternde und bloggende Versicherungen.

Schönes Wochenende

Ansonsten steht ein verlängertes Wochenende bevor und wir könneten alle den gefällt mir Button der Sonne klicken, wenn Sie einen hätte. Zum Glück hat Sie keinen. Übrigens hat eine amerikanische Studie ermittelt, dass die zusätzlichen Investitionen in Social Media, die viele Unternehmen in den nächsten Jahren investieren möchten, vor allem auf die Erzielung oder Vermehrung von Likes abzielt. Wenn die Agenturen da mal nichts falsch verstanden haben.

Mehr Infos bei Mashable

Banken könnten Menschen helfen

Zum Beispiel jungen Menschen. Wie? Indem Sie diesen mit modernen und der Zielgruppe angepassten Mitteln Finanzwissen vermitteln. Spielerisch. Denn eine Generation, die mit Computer Spielen gross geworden ist, wird diese auch gerne nutzen um zu lernen wie die „magische Welt“des Geldes funktioniert.Während deutsche Banken weiter mit dem üblichen erhobenen Zeigefinger langweilen oder sich mit bunten Fähnchen oder Schulheften in die Klassenräume schleimen, macht das amerikanische Unternehmen Mint vor, dass es auch anders gehen könnte:

We just launched our new online “Quest for Money” game developed in collaboration with Scholastic, the global children’s publishing, education and media company, as a fun way for middle school students to learn about money management strategies like earning and saving money, and budgeting to meet specific financial goals. The game challenges players with questions about money, shopping and saving – rewarding them for smart choices and correct answers.

Dass wäre doch einen Versuch wert. Einfach mal ein paar Social Media Euros einsparen und in die Zukunft investieren.

Social Media Zweifel

Gestern habe ich einige Presse- und Blog- Artikel gelesen, die mir Kopfzerbrechen bereitet haben. Nach einer Studie von Faktenkontor führen Negativberichte im Internet  bei der Mehrheit der Internetnutzer dazu,  sich bei Suche nach einer neuen Bank gegen die negativ dargestellte Bank zu entscheiden. In einigen Blog Beiträgen wird dann daraus der Schluss gezogen, dass Social Media einen außerordentlich großen Einfluss auf die Wahl oder eben nicht Wahl einer Bank oder eines Bankproduktes habe, zumal ältere Studien ja bewiesen haben (zieltraffic), dass die Mehrzahl der Online Gespräche über Banken in den sozialen Medien stattinden. Wobei auch diese Zahlen – meiner Meinun nach – rein quantitativ nicht so überzeugend waren.

In einem anderen Artikel lese ich dann, dass sich mit Social Media durchaus Produkte und auch Bankprodukte verkaufen lassen. Und außerdem wird – in von mir sehr geschätzten Blogs – über die Bedeutung von twitter für Banken geschrieben. Insgesamt liest man oder interpretiert man – also ich – dann: Banken müssen Social Media nutzen, weil Sie sonst schon sehr bald ein gewaltiges Problem bekommen. Ich lese zwischen den Zeilen häufig allerdings auch  und nehme mich da ja gar nicht aus: Ihre Bank benötigt unbedingt Beratung oder eine Anwendung z.B. Monitoring, denn wenn sich Menschen im Internet negativ über Banken unterhalten, wäre es ja gut dies zumindest zu wissen. Wobei es ja eigentlich noch besser wäre, wenn das Handeln und die Produkte der Bank – bei allen Unwägbarkeiten menschlichen Urteilens – überhaupt keinen Anlass zu negativen Bewertungen liefern würden. Dafür ist aber weder Social Media noch Monitoring eine hinreichende Bedingung.

Social Media verstärkt

Nun bin ich ein sehr intensiver Internet Nutzer und auch auf den sozialen Internetplattformen, auf denen menschliches Handeln jenseits von Anschauen, Anhören, Mailen und Einkaufen möglich ist, bin ich unterwegs. Und um die Grundgesamtheit etwas zu vergrössern – natürlich nicht repräsentativ – auch meine Frau und die Tochter meiner Frau (Generation Internet) nutzen das Internet mehr oder weniger intensiv. Ich stimme natürlich zu, dass sich immer mehr Menschen im Internet auch über Finanzprodukte informieren. Allerdings schließen davon gerade einmal  17% auch über das Internet ab  (aktuelle Zahlen  von google). Und natürlich stimme ich zu, dass sich Menschen in den sozialen Medien und an vielen anderen Stellen über Finanzprodukte unterhalten, übrigens wahrscheinlich viel häufiger im Umfeld der Kaufentscheidung und deshalb gar nicht auf Finanzseiten sondern möglicherweise auf Autoseiten, Computerseiten, Reiseseiten, etc. Allerdings bezweifle ich, dass die sozialen Medien heute schon einen besonders hohen Einfluss auf die Finanzentscheidungen von Verbrauchern haben. Vor allem bezweifle ich, dass dies für größere Bevölkerungskreise gilt. Um nochmal den Selbstversuch zu strapazieren. Durch die Nutzung von Social Media hat sich nicht nur mein Kaufverhalten nicht verändert, es wurde auch noch nie eine Meinung über ein Unternehmen beeinflusst. Auch andere nicht unternehmensbezogene Positionen, Einstellungen oder Werte wurden nicht tangiert.  Was ich allerdings am Internet besonders zu schätzen weiß,  ist die Möglichkeit Menschen die ähnlich denken und handeln ohne Aufwand finden und sich mit diesen vernetzen und austauschen zu können.  Die grundlegenden menschlichen Motive ändert auch das Internet nicht. Die psychologischen Lehrbücher werden nicht neu geschrieben werden müssen.

Betrachte ich mal das Verhalten meiner kleinen Grundgesamtheit, dann wurde noch keine dieser Personen, durch die sozialen Medien in irgendeiner Weise dazu bewegt ein Finanzprodukt bei einer bestimmten Bank zu erwerben oder nicht zu erwerben. Und zwar weder durch die Social Media Aktivitäten einer Bank noch durch die – in diesem Fall ja viel interessanteren -  Aktivitäten der Verbraucher, also durch User generated content. Wenn es überhaupt irgendeine nicht beruflich getriebene Wahrnehmung solcher Aktivitäten gab, dann betraf diese eher die Aktivitäten neuer Anbieter  oder von Non und Nearbanks. Zumindest erzeugten diese die Erkenntnis, dass Banking offenbar auch ganz anders geht, als wir das über Jahre und Jahrzehnte erfahren durften.

Das was die Mehrheit der schon lange bestehenden Banken in den sozialen Medien macht, ist ja grundsätzlich keine Erneuerung oder spürbare Veränderung. Die Nutzung von Social Media durch Banken ist schön, sie ist aber allenfalls der Anfang auf dem Weg zu einer neuen Form von Bank, die zwangsläufig in neue Geschäftsmodelle führt, die bisher eben nur von den neuen Innovatoren der Bankenbranche ausprobiert werden.

Schön verpackte Banalitäten

Die Studienergebnisse von Faktenkontor sind wie so viele andere aktuelle Studienergebnisse – an die wir als Anhänger des Echtzeitinternets ja ohnehin nicht glauben dürften – eigentlich eine Banalität. Und Sie sagt aus:

  • Menschen werden in ihrer Entscheidungsfindung von anderen Menschen beeinflusst
  • Wenn Menschen von anderen Menschen negative Bewertungen über Banken oder Bankprodukte lesen oder hören, beeinflusst dies Ihre Entscheidung.

Da ist es übrigens vollkommen egal, über welchen Weg und in welchem Medium sie diese Informationen bekommen. Auch das Fernsehen und sogar RTL explosiv beeinflussen Menschen.

Und auch die Aussage, dass Social Media durchaus vertriebliche Effekte haben kann,  ist eigentlich banal, denn wenn Menschen miteinander kommunizieren und dabei Produkte oder Dienstleistungen thematisiert werden, dann hat dies natürlich irgendeinen Einfluss auf das Kaufverhalten. Selbst wenn Unternehmen dies in den sozialen Medien tun, dann ist dieser  Effekt vorhanden. Auch wenn sie es – aus Sicht des  Gurus – oft schlecht machen und der Erfolg in der Regel kaum oder nur mit sehr großem Aufwand wirklich messbar und damit beweisbar ist.

Und in diesem Zusammenhang sollte man auch nicht vergessen, dass wenn Social Media –wovon wir wohl ausgehen können – demnächst ganz normal und zum Alltag der meisten Menschen gehören wird – mit der Nutzung dieser Instrumente oder Plattformen  kein Vorteil mehr  für die Bank entsteht. Sie vermeidet eher einen weiteren Wettbewerbsnachteil.  Der Vorteil entsteht durch neue Regeln, Grundprinzipien, Werte und Kulturen und eben Geschäftsmodelle

Wobei man den sozialen Medien natürlich eines zugutehalten kann: Sie liefern mehr unabhängige Information und damit mehr Transparenz und sie helfen dabei Menschen kompetenter zu machen, damit so etwas nicht mehr vorkommt:

http://www.bankmagazin.de/Aktuell/Nachrichten/202/16597/Bankmagazin-Zwei-Drittel-der-Kunden-verstehen-Produktinformationen-der-Banken-nicht.html

Und dadurch könnten Bankkunden prinzipiell auch mächtiger werden, wenn sie dies denn möchten. Denn letztendlich geht ohne den menschlichen  Willen und die menschliche Anstrengung überhaupt nichts. Und wenn dann Oma,Opa ,Mama ,Papa, Kind und Kegel ganz normal Social Media nutzen, dann. Ja was dann?

Geliehenes Fazit

Als Fazit bediene ich mich eines Zitats von Ron Shelvin, der sich in seinem Artikel mit einem ähnlichen Unbehagen auseinanderzusetzen hatte:

The key point: Having “blind faith” in social media is fine, but it is simply no basis on which to make smart business decisions.

Und hier der vollständige Artikel von Ron Shelvin, in welchem es aber eigentlich um Personal Finance Management geht.

Und nun Sie. Was denken sie. Disktutieren wir hier oder auf www.facebook.com/diefinance20seite .

Hier noch ein ähnlicher Artikel in englischer Sprache von banking.com.

http://www.banking2020.com/2011/04/13/social-media-is-not-the-next-new-thing/

Die Botschaft verstanden?

Vergessen wir einmal kurz, dass Wells Fargo auf der Liste der „Guten Banken“ nicht gerade ganz oben steht. Dann können wir uns unbefangen dieses Video anschauen. Ein Flashmob – ich liebe übrigens Flashmobs. Zumindest dann, wenn sie mit Musik und Tanz zu tun haben und es schaffen Menschen emotional zu bewegen. Dies ist nun der erste  – sicherlich Marketing Zwecken dienende – Flashmob einer Bank, dem dies gelingt.

Und was dieses Video vor allem im Bezug auf die jungen Menschen verdeutlicht. Nur soziale Marken, die es schaffen eine wichtige Rolle im realen Lebenskontext der Menschen zu spielen und zu übernehmen, können wirklich von den sozialen Medien profitieren. Oder ist das ein Irrglaube?

Zuhören aber richtig

Wenn der Social Media Berater im Unternehmen ist, dann ist „Zuhören“ eine grundsätzliche Empfehlung, die als erster kleiner Gehversuch vor den großen Schritten steht. Bei aufwachsenden Menschen ist das ganz ähnlich: Auch Sprache lernt man über „Zuhören“ . Wie überhaupt „Zuhören“ und „Zuschauen“ eine große Rolle bei der menschlichen Sozialisation und im menschlichen Leben allgemein spielt.

Zuhören hilft

Bei diesem einfachen Hinweis sollte man eigentlich mit dem Kopf schütteln. Warum muss man Unternehmen den Hinweis geben, dass „Zuhören“ eine gute Strategie sein könnte bzw. was ist passiert, dass die Menschen, die in Unternehmen arbeiten offenbar nicht oder nicht richtig zuhören können? Gerade in vielen Banken, deren Produkte in der Regel recht kompliziert, wenig haptisch und vor allem vollkommen unemotional sind, scheint das „Zuhören“ lange Zeit überhaupt gar nicht notwendig gewesen zu sein, denn offenbar hatte der Kunde ohnehin keine große Wahl, denn egal wo er das Produkt oder die Dienstleistung in Anspruch nahm, grosse und vor allem für den Kunden erkennbare Unterschiede gab es ohnehin kaum.

Und wenn Menschen zuhören, dann reicht das meiner Meinung auch noch lange nicht aus. Es gibt ja herausragende Zuhörer, die den Gegenüber nicht nur zu Wort kommen und ausreden lassen, sondern denen es gelingt auf den Redner einzugehen und ihm das Gefühl geben, seine Meinung zu achten und seinen Hinweisen zu folgen. Aus einer solchen Person wird dann häufig ein guter Vertriebler.

Zuhören hilft nicht

Zig Ziglar ist ein berühmter amerikanischer Verkaufstrainer, dessen Buch „Der totale Verkaufserfolg“ ich einmal vor mehreren Jahren im Urlaub gelesen habe. Er ist der Prototyp eines Verkäufers, der in der Lage ist alles zu verkaufen. Und er ist ein guter Zuhörer. Wenn er auch nur zuhört, um seine Verkaufsstrategie entsprechend auf den Kunden auszurichten. Er hört zu, sucht aber nur nach Lücken und Hebeln, um dem Verbraucher ein Produkt zu verkaufen, welches er eigentlich gar nicht braucht.

Wenn „Zuhören“ die Basis einer solchen Strategie bildet, dann kann man sich den Hinweis, dass man als Unternehmen zuhören sollte, eigentlich direkt vergessen. Denn Zuhören würde dann gar nichts ändern und es verwundert eigentlich auch nicht, dass die meisten Unternehmen beim Zuhören und dessen technische Entsprechung „Monitoring“ immer erst an Gefahrenabwehr denken, also erst einmal nur wissen wollen, ob schlecht oder vielleicht auch gut über sie gesprochen wird.

Zuhören muss zu Veränderung führen

Ein solches Zuhören ist Wirtschaft 1.0 und führt in dieser transparenter werdenden Welt zum Mißerfolg. Denn wer immer nur hört, was er hören will und sich erklärt und argumentiert, aber nie über den Schatten der Veränderung springt, hilft Kunden nicht. Er hilft nur sich selber, erzeugt dabei aber externe Effekte (Unzufriedenheit, Vertrauensverlust, etc.) , die – auch weil es inzwischen neue Wettbewerber gibt, die den Kunden wirklich bestimmen lassen – mittel- bis langfristig zum Scheitern des Unternehmens führen werden.

Zuhören bedeutet mitunter und bei Banken in vielen Fällen auch Verhaltensänderungen. Wer richtig zuhört, kann verstehen, was der Verbraucher wirklich wünscht und prüft, ob deren Gespräche Chancen zur Veränderung und Verbesserung liefern.

Was macht man als Bank, wenn Kunden sich ein kostenloses Girokonto wünschen, obwohl der Gehaltseingang unter 1250, – Euro ist. Was macht man, wenn man als Bank nur Geld mit Menschen verdient, die Geld haben. Diejenigen Menschen, die kein oder wenig Geld haben, Banken aber viel dringender gebrauchen könnten? Nun man könnte es z.B. wie hello wallet machen. Hello Wallet ist ein amerikanischer Personal Finance Anbieter, der für jeden fünften bezahlten Account einen kostenlosen Account an eine bedürftige Person oder Familie gibt.

Aber warum führt zuhören so selten zur Veränderung? Können Banken sich gar nicht verändern?

Meine 5 Spielverderber Thesen vom 2. Genobarcamp

Das 2. Genobarcamp

War doppelt so gross und ein voller Erfolg. Da kann man nur Dankeschön sagen an die Organisatoren und vor allem die Teilnehmer, die durchweg nicht als Konsumenten sondern als Prosumenten kamen. So viel hierarchiefreien Dialog habe ich in meiner nunmehr zehnjährigen Verbundzeit fast noch nie erlebt. Und sogar die Kollegen aus Lustenau waren da. Wer weiss, vielleicht ist dann das Barcamp No.4 in Österreich, nachdem das Dritte in Münster sein wird.

Spielverderber

Wie es sich gehört, habe ich natürlich auch eine kleine Präsentation gehalten. Allerdings habe ich auf Power Point verzichtet und wie ich zugeben muss, sind die Thesen eines Spielverderbers auch erst zwischen 23.00 und Mitternacht in meinem Hotelzimmer entstanden.

Hier also meine 5 Thesen, warum Social Media für uns (die genossenschaftlichen Gruppe) nicht die Lösung ist:

1. Wir sind zu alt für Social Media

Ich behaupte wir alle, die vor 1980 geboren sind, sind nicht in der Lage Social Media richtig zu verstehen. Uns ist diese Form der Kommunikation und des Dialoges so fremd, wie zu meiner Zeit den meisten Menschen die Punk Musik fremd war. Deshalb sind wir eigentlich nur geduldet.

2. Nur soziale Marken sind wirklich erwünscht

Diese These schliesst sich direkt daran an. Nur 6 % der Menschen unter 18 und ca. 12 % der Menschen unter 30 möchten sich überhaupt mit Unternehmen oder Marken in den sozialen Netzwerken (vor allem Facebook) verbinden. Soziale Marken sind teil des täglichen Lebens der Menschen und vor allem der jungen Menschen und sind bzw. können Banken soziale Marken sein

3. Social Media ist zu teuer

Unternehmen müssen natürlich Erlöse erzielen und das ist der Grund, weshalb Social Media letztendlich immer an diesem Ziel orientiert sein muss. Social Media von Unternehmen ist deshalb immer anders und muss gemessen werden. Vor allem weil – auch wenn viele Unternehmen Social Media in die Kategorie Image einordnen – im Internet viel besser gemessen werden kann, als in allen anderen Medien. Wenn es aber in erster Linie um Vertrieb von unemotionalen Produkte geht, wäre dann nicht jede Methode des Performance Marketings viel günstiger? Würden wir, wenn wir die Arbeitszeiten und Personalaufwände tatsächlich in ein Verhältnis zu den Ergebnissen stellen würden, nicht plötzlich feststellen, dass Social Media sich für Banken gar nicht lohnt?

4. Social Media ist zu emotional für unemotionale Produkte

Ich vertrete ja die These, dass die wenigsten menschlichen Entscheidungen wirklich rational sind. Wir enscheiden eher emotional und spontan und rationalisieren unser Verhalten im Nachhinein. So sitze ich gerade in einem Raum in dem nahezu jedes Produkt eine emotionale Bedeutung hat, außer meine Geldbörse die neben mir liegt, diese – bzw. deren Inhalt benötige ich natürlich- um die Produkte des Raumes zu finanzieren, aber die emotionale Bedeutung hat dann eher wieder die Arbeit, mit welcher ich das Geld verdiene. Wie bedeutend Emotionalität ist, beweist Lionel Messi: Ein Tag auf Facebook 7 Millionen Fans. Oder auch der Fall zu Guttenberg oder andere emotional besetzte Themen und Menschen. Können gute oder schlechte Banken in den sozialen Medien wirklich etwas erreichen?

Und die fünfte und letzte These des Spielverderbers: Finanzunternehmen können nicht transparent und authentisch sein. Warum nicht? Das liegt noch nicht mal hauptsächlich an den Finanzunternehmen, sondern viel eher an den Regulierern, Gesetzgebern und anderen Institutionen, die sehr streng auf das Verhalten der Finanzunternehmen achten. Allein schon deshalb wird es ein langer Weg werden zu sexy Bankprodukten, die sich aber vielleicht auch niemand wünscht. Nicht alle können und müssen sexy sein. Wobei Sie trotzdem den neusten Blog Artikel der Volksbank Bühl lesen sollten, über einen interessanten neuen Trend und einen Hauch von gamification werden wir in einer Welt von Computerspielern sicherlich erleben.

Und damit verlasse ich die Rolle des Spielverderbers wieder und bin auf der Suche nach Gegenargumenten oder – wenn es unbedingt sein muss – nach weiteren Spielverderber Argumenten. Wie sieht es vor allem mit den jungen Menschen aus. Sehe ich das zu negativ?

Und das war das erste genobarcamp

Der erste April ist vorbei

deshalb geht es normal weiter. Ich hoffe mein verzweifelter Versuch auch mal einen Aprilscherz zu platzieren, hat wenigstens den ein oder anderen Leser kurz irritiert.

Die neue Woche leite ich mal mit einer Zahl ein:

61 %

Um soviel % ist laut einer Studie von Ernst & Young die Zufriedenheit der deutschen Verbraucher mit ihren Hausbanken gesunken. Woran könnnte dies wohl liegen? Sind es die ewig unzufriedenen und nörgelnden Deutschen oder sind es die Banken, die dies zu verantworten haben?

Auf Wiedersehen

Ein gereifter Entschluss

In dieser Woche war mein Blog für einen Tag offline. Was für ein Schock. Ein heilsamer Schock, denn er hat letztendlich das letzte Argument geliefert, um einen schon lange gereiften Entschluss endgültig in die Tat umzusetzen. Denn ab sofort werde ich meine blogging Aktivitäten für Finance2.0 einstellen.

Warum?

Es gibt viele Gründe. Beispielsweise habe ich beide Blog Wettbewerbe an denen ich teilgenommen habe, nicht gewinnen können. Das hat mich sehr mutlos gemacht. Und dann sind da noch die Themen über die ich schreibe: Finanzen und die Finanzbranche und das ewige Hypethema Social Media. Das ist doch an Langeweile kaum noch zu überbieten. Wird sich die Finanzbranche wirklich verändern? Kann ein kleiner unbedeutender Blog da überhaupt was erreichen. Ist den meisten Menschen das Thema nicht ohnhin eher ein Gräuel: Entweder man wacht jeden Morgen- froh den Alptraum mit Peter Zwegat entronnen zu sein – mit Geldsorgen auf. Oder man weiss gar nicht wohin mit seinem Geld, da man ja zum Beispiel- um so mehr man verdient – auch an den Staat kaum noch steuern zahlen darf.

Und Social Media? Da leben wir im Jahre 2011 und entdecken, dass man bessere Geschäfte machen kann, wenn man nett zu Menschen ist, ihr Vertrauen gewinnt und dieses nicht enttäuscht. Und das es besser ist Angebote zu unterbreiten, welche der Mensch auch wirklich braucht. Und dass man auch mal zuhören, mit Kunden sprechen und diese Fragen kann bzw. Menschen Dinge ganz anders machen würden, wenn sie die Wahl hätten. Als ob wir Social Media bräuchten um zu erkennen, dass Diktaturen den Bürgern keinen Spass machen. Als ob Social Media alle Probleme der Menschheit und der Unternehmen oder gar der Banken lösen könnten.

Nein ganz ehrlich! Ich habe keine Lust mehr.

Jetzt kommt Stricken 2.0

Es ist an der Zeit hier mein eigentliches Hobby zu platzieren. Ab dem kommenden Montag wird auch Finance 20 der neue Blog Stricken 2.0, den meine werten Leser auch unter der URL www.stricken20.de erreichen können. Auch auf twitter werde ich ab dann unter @strickonkel und auf facebook mit www.facebook.com/die strick20seite erreichbar sein.

Also bis dann, vielleicht folgt mir der ein oder andere meiner Leser auch bei meinen neuen Social Media Aktivitäten. Dann wird es übrigens auch einen Shop geben, in welchem ich die vielen Pullover, Jacken und Socken, die ich gestrickt habe und noch stricken werde verkaufen.

Also bis dann und vielen Dank für die Treue