Monatsarchiv: März 2011

Energie

German Angst

Fukushima bewegt die Deutschen und schürt unsere Ängste. Das aus allen deutschen Bürgern ab sofort Klimaschützer geworden sind, ist sicherlich zu bezweifeln. Allerdings zeugen die jüngsten Wahlerfolge der Grünen davon, dass eine grundlegende Bereitschaft zum umweltpolitischen Neuanfang existiert. Ob nun aus Vernunft und Einsicht oder aus purer Angst spielt dabei keine Rolle.

Social Business und eine spezielle Chance

Mit dem Verzicht auf die Atomenergie sind natürlich nicht alle Probleme gelöst. Eigentlich fangen Sie erst an, denn dieses Land benötigt ein energiepolitisches Konzept und auch damit wird es nicht getan sein. Das was auf uns zukommt und worin auch eine große Chance besteht ist der Weg in eine neue Art des Wirtschaftens, die Umair Haque in seinem Buch „The new capitalist manifesto als  Social Business beschreibt. Social Business bedeutet eine wirklich nachhaltige und unschädliche Wirtschaftsweise und damit natürlich auch die entsprechende Veränderung der gesellschaftlichen und kulturellen Grundlagen. Aber während Umair Haque in seinem Buch auf Unternehmen schaut und einige beeindruckende Beispiele von Unternehmen zeigt, die durch disruptive Veränderungen ihrer Arbeits- und Handlungsweisen Wettbewerbsvorteile erlangen, könnte Deutschland als traditionell stärker an sozialen und auch ökologischen Werten orientiertes Land, welches wirtschaftlich zusätzlich eine große internationale Bedeutung hat, in der Umstellung auf „Social Business eine neue Perspektive und Chance erhalten.

Um es nicht zu kompliziert zu machen. Social Business bedeutet seine Wirtschaftsweise so auszurichten, dass Mensch, Community, Gesellschaft, Natur und zukünftige Generationen nicht geschädigt werden. Dies läuft darauf hinaus, dass alle Kosten – auch die externalisierten – bei der Produktion von Waren und Gütern einbezogen werden.  Aus Wertschöpfungsketten oder Prozessen werden Kreisläufe.

Dieses Land braucht eine Vision

Statt weinerlich zu argumentieren, dass die anderen Nationen nicht auf Atomkraft verzichten werden und – erlauben Sie mir den zynischen Scherz –wir deshalb trotzdem alle sterben oder aber – weil wir ja in einem globalen Markt agieren – wirtschaftliche Nachteile haben werden – was ja für die – nur noch weinerlich argumentierenden Politiker und Wirtschaftsbosse – 1.0 dasselbe zu sein scheint- sollten wir die Chance sehen. Dieses Land braucht eine Vision, die uns zu einem neuen Wunder führt. Das Modell China hat keine wirkliche Zukunft, das neue Modell Deutschland könnte eine haben, denn – um nochmal auf Umair Haque zurückzukommen – Unternehmen wie Nike, Walmart oder auch Lego – die sich in einigen Bereichen vollkommen neu in Richtung Social Business aufgestellt haben – machen dies sicherlich nicht aus wohltätigen Gründen sondern eher aus harten wirtschaftlichen Überlegungen.

Auch Banken können einen Beitrag leisten

Laut Umair Haque gibt es noch kein Unternehmen, das in allen Aspekten Social Business betreibt. Aber es gibt schon zahlreiche Beispiele. Hätte er stärker auf den deutschen Markt geschaut, so wäre er hier sicherlich auch fündig geworden. Selbst in der Bankenwelt ist Nachhaltigkeit (nicht als Marketing Instrument) ein immer wichtiger werdender Wert. Bezogen auf die Themen Umwelt und Klima ist vor allem auch die GLS Bank ein Vorreiter. Viele Banken offerieren ihren Kunden besondere  Angebote, um in Sachen Strom und Heizung auf regenerative Energien umzusteigen. Ökologische Finanzprodukte und –investitionen sind weitere Trends. Aber wie sieht es mit den eigenen Gebäuden aus. Inwiefern gehen die Banken hier als gutes Beispiel voran? Wie wird Energie gespart? Wird umweltfreundlich gebaut? Wie sieht es mit der Ökobilanz einer Filiale aus und wie z.B. mit der Ökobilanz einer Online Filiale.

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(Interessante Projekte wären mir hier einen Gastbeitrag wert! Einfach Vorschlag an @electrouncle senden).

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Sind Facebook, twitter und Co. die aktuell so beliebten sozialen Medien eventuell sogar ein Beitrag zum Energie sparen?

Das Problem mit den neuen Technologien

Auf der anderen Seite was kosten uns die ganzen technischen Innovationen. Alle neuen Ideen – über die ich hier immer wieder berichte – verbrauchen Energie.  Laut eines Heise Artikels aus dem Jahr 2008 steigt der Energieverbrauch des Internets exponentiell. Jede Suchanfrage bei google schädigt die Umwelt. Wobei der Produktabschluss über das Internet vermutlich aber Energie effizienter als der Abschluss in der Filiale ist. Das mobile Internet, NFC Payment und alle anderen NFC Dienste werden Energie brauchen. Jeder Computer, jedes elektronische Gerät, jeder automatische Türöffner. Mit dem Ausstieg aus der Atomenergie ist es nicht getan. Das Stichwort Green IT gehört auf die Tagesordnung. Wir müsse an vielen Stellen Energie einsparen und uns in Richtung Wiederverwertung bewegen.

Visonäre statt Angsthasen und Bestandsverwalter

Viele Fragen, die es auf allen Ebenen zu thematisieren gilt: In Unternehmen, Organisationen, Institutionen, durch jeden einzelnen Menschen. Eine Gesellschaft könnte sich neu erfinden, wenn wir in die Zukunft schauen, die lieb gewonnen und für den Einzelnen noch profitablen Verhaltensweisen über Bord werfen und unseren eigenen Weg gehen. Wenn Politik und Wirtschaft es schaffen uns diese Vision zu vermitteln, statt ängstlich auf die anderen Angsthasen zu schauen, dann haben wir die Chance zur modernsten und zukunftsfähigen Volkswirtschaft der Welt zu werden. Also legen Sie bitte los!

Und was denken Sie? Hier kann diskutiert werden!

www.facebook.com/diefinance20seite

Und natürlich auch hier

NFC und meine Hosentasche

Einfaches für den Einfachen

Menschen sehnen sich  nicht nach NFC Anwendungen oder Diensten. Es existiert sozusagen kein natürliches Bedürfnis. Aber haben sie sich Autos, Fernsehen oder das iPad gewünscht? Dennoch kann man sich ein Leben ohne diese kulturellen Hervorbringungen heute kaum noch vorstellen. Starbucks hat innerhalb von nur 3 Monaten in 6800 Filialen über 3 Millionen Menschen dazu gebracht mit dem iPhone oder Blackberry zu bezahlen. Auch wenn hier statt NFC noch 2D Barcodes genutzt wurden, zeigen diese Zahlen, dass Menschen offenbar bequeme, einfache und Aufwände reduzierende Technologien sehr schnell annehmen. Zumindest in Ländern, die nicht Deutschland heißen.

Die mobilen Geräte werden unser Leben weiter verändern. Viele Dinge werden einfacher, schneller und bequemer werden. Auf der anderen Seite werden Diskussionen zu den Themen Datenschutz, Sicherheit, Privatheit, Persönlichkeitsrechten und auch Herrschaftsfragen neuen Stoff erhalten. In Sachen Vereinfachung und Bequemlichkeit liegen die Pro Argumente für NFC auf der Hand und es ist deshalb kein Wunder das google auf diese Technologie setzt und auch Apple. Man greife einfach mal in seine Hosen- und Jackentaschen, um das Potential dieser Technologie abschätzen zu können.

Meine Taschen nach aussen gekehrt

Fangen wir bei meiner Geldbörse an. Diese ist in der Regel gefüllt mit Bargeld, diversen Karten, alten Taxiquittungen, Rechnungsbelegen, Visitenkarten, einem Ausweis und einigen Bildern. Sie ist dementsprechend dick und beult sowohl Hosentaschen als auch Anzugtaschen ganz schön aus. Ästhetisch gesehen kein sehr schöner Anblick:

Kreditkarte und Bankkarte liessen sich mittels NFC sehr leicht in das Mobiltelefon integrieren. Besonderer Vorteil: Mit einem intelligenten Tool liessen sich alle Transaktionen übersichtlich darstellen. Eine Echtzeitverbindung zum Konto würde Kostenkontrolle zu jedem Zeitpunkt ermöglichen.

Der Schritt zur Ersetzung von Münzen und Scheinen ist technisch ein sehr leichter. Kulturell sieht das sicherlich anders aus. Meine Geldbörse fühlt sich aber schon leichter an.

Meine Krankenversicherungskarte ist ebenfalls leicht zu ersetzen. Sie wäre in vielerlei Hinsicht erweiterbar bis zur Hinterlegung von Krankheitsdaten, die im Notfall über ein noch zu entwickelndes Sicherheitssystem wertvolle Daten für Ärzte oder Erstretter liefern könnten. Grundsätzlich wären auch Terminvereinbarungen und -Erinnerungen um einiges leichter.

Dauerkarte und Mitgliederausweis des 1FC Köln. Schwups im Mobiltelefon verschwunden. Auch hier sind viele Zusatzdienste integrierbar: Zahlungsmittel, Fahrkarte, besondere Angebote und Coupondienste, Mitgliederzeitung, etc.

Karte für die Autoversicherung: Nicht mehr erforderlich.

Sixt Karte gestrichen!

BahnCard. Wird endlich nicht mehr gebraucht. Zusätzlich würde der lästige und dauerhafte Griff zur Geldbörse wegen ständiger Kontrollen obsolet. Einkäufe in der Bahn kein Problem. Reservierung ohne langes Warten oder anstehen. Erwerb und Buchung von Bonuspunkten . Rabatte und Coupons für Verspätungen.

Personalausweis und Reisepass wären ebenfalls sehr einfach zu ersetzen und es gäbe viele schöne Zusatzfunktionen, über die sich zumindest staatliche Institutionen freuen würden.

Auch Taxiquittungen und andere Belege könnten der Vergangenheit angehören Ganz zu schweigen von Visitenkarten. Selbst die Karte für das Sonnenstudio, welche ich – was mir ein wenig peinlich ist – in meinem Portemonnaie mit mir führe- wäre zu ersetzen und im Sonnenstudio wäre Selbstbedienung zu allen Tageszeiten möglich. Eventuell liesse sich sogar ein System ausdenken, welches aus der natürlichen und künstlichen Sonnenstrahlung eine Art Risikoprofil erstellt.Dafür braucht es natürlich mehr als NFC.

Kein Problem ist auch das Ersetzen jeglicher Art von Schlüssel oder Zugangskontrolle, womit meine Hosentaschen erst einmal leer wären. Vom Brillenputztuch einmal abgesehen.

Was NFC noch alles könnte:

  • Austausch von Kontaktdaten
  • Vergleich von Produkten, Preisen, etc.
  • Bewertungen einholen und abgeben
  • An Orten einchecken und auschecken
  • Werbung und Informationen einholen
  • Lernen und Verstehen bei tägliche Aktivitäten ( Einkauf, Medizin, etc.)
  • Lebewesen und Sachen finden, identifizieren und überwachen
  • Intelligente Dinge
  • Neue Sicherheitssysteme
  • ….

Herausforderungen für Banken

NFC wird Banken nicht überflüssig machen, es wird aber im Bereich Payment auch keine neuen Märkte für die Banken schaffen. In den westlichen infrastrukturell bereits sehr gut ausgerüsteten Märkten, bedeutet mobile Payment lediglich eine Modernisierung allerdings mit erheblichen Kosten Vorteilen. Ausserdem wird es eine gewisse Zeit dauern, bis die Bürger in ihrem Verhalten umschwenken werden. Man betrachte nur mal die skeptische und zurückhaltende Haltung zur Kreditkarte. Oder nehmen wir den wohl gescheiterten Geldchip auf der Bankkarte.

Dennoch sollten sich Banken rechtzeitig mit dem Thema beschäftigen. Kooperationen mit TK Unternehmen oder Technologieanbietern wären sinnvolle Schritte, da wir uns hier in eine Richtung bewegen, welche Banken nicht mehr alleine beherrschen können und sie werden die technologische Entwicklung und vor allem das Entwicklungstempo nicht bestimmen.

Möglicherweise gibt es aber ausserhalb der Payment Anwendungen durchaus auch neue Geschäftsfelder für Banken. Zum Beispiel als Sicherheits- oder Vertrauensprovider, denn noch besteht ja durchaus ein Vertrauensvorsprung z.B vor Telekommunikationsanbietern. Dann sollten aber auch in Sachen Bequemlichkeit und Einfachheit der Lösungen und Dienstleistungen Fortschritte gemacht werden, denn – wie zu Beginn der Ausführungen gesagt- hierin liegen entscheidende Verkaufsargumente für alle Produkte innerhalb einer ständig komplexer werdenden Welt. Anwendungen, welche diese Komplexität reduzieren und hierzu gehört NFC mit Sicherheit versprechen hohe Erfolgchancen.

Was denken Sie? Ist NFC eher Fluch oder Segen für die Banken?

Superwahlsonntag

Diese Online Filiale könnten Filialbanken lieben

Prolog

Man kommt morgens zu einem Vortrag in die Bank und die Filiale ist gähnend leer. Man verlässt diese Filiale abends wieder uns sie ist immernoch gähnend leer. Dennoch hat die – so wollen es uns ja auch ganz viele Studien weismachen – Filiale Zukunft, denn wo sonst sollten sich Menschen von freundlichen und kompetenten Beratern, über Finanzprodukte informieren lassen und wo sonst sollte man das oder die Finanzprodukte oder -lösungen erwerben können. These: Menschen wünschen sich den persönlichen Berater oder Ansprechpartner und deshalb wird die Online Filiale niemals die – sagen wir mal – natürliche Filiale ersetzen können.

Ist das wirklich so?

Stellen Sie sich folgende virtuelle Filiale vor:

  • 1 zu 1 Telefon Support
  • Sichere E Mail
  • Live E Mail Chat
  • Verschiedene Instant Messaging Möglichkeiten
  • Persönliche Betreuer sind Online von 7 Uhr morgens bis 20.00 Uhr abends erreichbar
  • Die Kunden können mit Hilfe verschiedener Online Tools und mit einem fest zugeordneten persönlichen Online Betreuer ihre Finanzangelegenheiten regeln. Dafür steht eine breite Palette moderner Kommunikationskanäle zur Verfügung.

Der Clou dabei ist der eigene persönliche Online Berater. Erreichbar sind ein Filialleiter und entsprechende Finanzexperten.

Die virtuelle Filiale besteht aus 3 Bereichen:

  • Den persönlichen Berater treffen
  • Mit dem persönlichen Berater sprechen
  • Und eine Seite mit generellen Informationen.

Kunden, welche diese Filiale nutzen wollen, können mit Ausnahme der Geldautomaten keine anderen traditionellen Kanäle der Bank mehr nutzen

Für Bankdienstleistungen, die nicht automatisiert oder per E-Mail erledigt werden können, gibt es spezielle Kurier Services.

Alle Kundendaten werden in einem speziellen Informationsbereich geführt, der zusätzlich spezielle Funktionen enthält, die anderen Kunden der Bank nicht zur Verfügung stehen.

Die Kunden der Online Filiale können auf spezielle Telefon- und SMS Services zurückgreifen, die immer zum persönlichen Ansprechpartner durchgeleitet werden.

Das Angebot ist kostenlos. Produkte und Serviceleistungen sind günstiger oder verfügen über bessere Konditionen.

Neukunden müssen sich einmal in der Filiale legitimieren.

Statt einer Internetseite gibt es virtuelle Filialen, die relativ eng an vorhandene Filialen angebunden sind. Das Personal ist teilweise identisch.

Eine schöne Vision?

Nein Realität in Israel

Original Artikel gefunden bei thefinancialband:

Und hier ist die Mimic Bank, welche diesen Service anbietet. (Seite in hebräischer Sprache)

Und könnte diese virtuelle Filiale die „richtige Filiale“ ersetzen?

Deutsche Bank nutzt Social Media für Firmenkunden

Schalter, FirmenkundenMit Social Media zum Kunden

Die deutsche Bank wendet das soziale Internet offenbar gerne im verborgenen an, was aber ja nicht verwerflich ist, denn streng genommen wäre die interne Nutzung bzw. zumindest das interne Einüben ja auch der erste Schritt, um später besser vorbereitet in den offenen Dialog mit Verbrauchern, Interessensgruppen oder Kunden gehen zu können. Auch die erste Phase der menschlichen Sozialisation vollzieht sich ja in der Regel in einem kleinen, geschützten und wenig komplexen Umfeld, was bis heute die idealen Rahmenbedingungen für erste Lernerfahrungen zu sein scheinen.

Computer Weekly berichtet von einem spannenden Projekt der deutschen Bank, die Social Media einsetzt um zusammen mit 1000 ausgewählten Firmenkunden ihr Produktportfolio für diese Kundengruppe optimiert und erneuert. 27 Produktideen sollen aus dieser Initiative hervorgegangen sein. Auf einer etwas abstrakteren Ebene erwarten die Firmenkunden von der deutschen und vielleicht auch von Ihrer Bank die folgenden Dinge:

The bank’s customers expect transparency, committed delivery times, reliability of execution and a seamless transition when switching banks. „Our customers want us to get it right first time. They want us to understand their business language.“

Was erwarten Firmenkunden?

Vor einigen Wochen hatte ich die Gelegenheit einen Vortrag zum Thema Firmenkunden zu halten. Der Vortrag verfolgte das Ziel zu klären, was Banken ihren Firmenkunden im Internet bieten können. Ein – wie ich feststellte – schwieriges Thema – weil den Unternehmen im Internet doch überwiegend kaum unterscheidbare Standards angeboten werden. Eine Möglichkeit die persönliche Kundenbeziehung zum Firmenbesitzer auch über das Internet zu leben, sah ich im Bereich der sozialen Medien. Das Thema Einbindung und Einbeziehung spielte dabei auch eine Rolle. Die deutsche Bank geht nun genau diesen Weg und zeigt, dass sich  diese besonders komplizierte Zielgruppe dadurch erschliessen lässt, dass man sie in den Prozess der Angebotsentwicklung einfach einbezieht.

Feedback erwünscht

Was denken Sie oder haben Sie eventuell bereits ein entsprechende Projekt aufgesetzt?

Der Artikel von Computer Weekly

Anderer Blog Artikel zum Thema: Der Firmenkunde im Internet

Die soziale Online Suche kommt – Vernetzt Euch

Wir sind – sozusagen von Natur  – soziale Wesen. Menschen kommen hilflos auf die Welt und sind arm an Instinkten. Keine andere Primaten Form braucht so lange, um selbstständig lebensfähig zu werden und ist deshalb auch so lange der Sozialisation ausgesetzt. Diese lange Jungendzeit befähigt uns aber auch zur Lösung von Problemen (man müsste gerechterweise aber auch sagen Erzeugung von Problemen), die keine andere Lebensform bewältigen könnte. Um diese Problem zu lösen sind wir auf die Zusammenarbeit in sozialen Kontexten angewiesen.

Durch Social Media wird kein neues menschliches Bedürfnis geweckt, es entstehen keine neuen Eigenschaften. Der Mensch bleibt genauso langweilig oder interessant wie zuvor. Das Internet liefert allerdings Instrumente, welche die Eigenschaften und Bestrebungen menschlicher Lebewesen unterstützt, unterstreicht, hervorhebt und intensiviert. Und es versieht das menschliche Handeln zusätzlich mit einer symbolisierenden Struktur, die überall in Form von Daten sichtbar wird. So als habe man uns „heimlich“ ein Stück Kreide unter die Schuhe gebaut.

Diese Spuren finden sich im Internet heute an ganz vielen unterschiedlichen Orten und irgendwann – in nicht allzu ferner Zukunft -werden diese automatisiert zu Personen, Unternehmen usw. zusammengeführt werden. An einer solchen Zusammenführung arbeitet zum Beispiel google und die soziale Suche – die man mit einem google Account und der amerikanischen Suchfunktion bereits ausprobieren kann – geht genau in diese Richtung. Zukünftig werden 2 Personen z.B. bei Eingabe des Suchbegriffes Tagesgeld unterschiedliche Suchergebnisse in Abhängigkeit davon erhalten, mit wem sie im Internet vernetzt oder verbunden sind.

Zukünftig werden unter den Ergebnissen von Finanz bezogenen Suchanfragen Bewertungen anderer aber vor allem auch mir bekannter Menschen auftauchen. Es werden von mir bekannten Menschen  gesendete Artikel zum Finanzprodukt oder zum Finanzunternehmen erscheinen und es wird immer unwichtiger werden, was die Bank selber über sich sagt. Die schönste Marketing Fassade wird dann keinen Bestand oder Wert mehr haben.

Vernetzt Euch möchte man den Finanzunternehmen zurufen. Vernetzt Euch mit euren Kunden und Nicht Kunden und füllt die Suchmaschinen mit Inhalten über die wechselseitig erfolgreiche Beziehung zwischen der Bank und dem Kunden.  Löst Probleme, damit Verbraucher und Kunden über Euch sprechen. Stellt Fragen, damit ihr heraus findet was Verbraucher  (nein Menschen) von Euch erwarten. Lernt den nicht mehr trennbaren Zusammenhang von nicht Internet bezogenen und Internet bezogenen sozialen Handlungen kennen. Vergesst Media. Vergesst Technologie. Lebt und handelt wie Menschen. Social ist überall und hat etwas mit Erwartungen und der Erfüllung dieser Erwartungen zu tun. Begreift, dass wir eigentlich Nichts Wissen. Verändert Euch und lasst Euch auf Neues ein, denn die Welt ist im Wandel. Und der hört nicht mehr auf.

Infos zur sozialen Suche im google Blog

Ich in Wallenhorst http://ow.ly/4h5rd

Apokalypse

Apokalyptische Ausmaße

Wenn das Regierungsoberhaupt eines Staates von Apokalypse spricht, dann ist ewas außergewöhnliches passiert. Dem normalen Bürger wird dann aufeinmal klar, dass die Politik oder die politischen Führungskräfte die Lage nicht mehr beherrschen, wenn sie diese überhaupt jemals beherrscht haben.  Möglicherweise sind auch einfach nur die der Legitimation dienenden Rationalitäts- und Sicherheitsfassaden zusammen gebrochen (siehe hierzu organisationssoziologische Studien von Perrow und Meyer/Rowan Ende der siebziger Jahre).

Mythos Sicherheit

Innerhalb kürzester Zeit haben wir auf beeindruckende und ebenso beängstigende Art und Weise erleben müssen, dass Restrisiken nicht beherrschbar sind und das Sicherheit ein Mythos bzw. ein gesellschaftliches produziertes Gefühl ist, welches auf Menschen stößt, die dieses verarbeiten und interpretieren. Also entweder keine oder viele Zweifel haben. Oder den Argumentationen folgen, dass es juristische oder wirtschaftliche Sachzwänge gäbe, die  aufgrund der globalen Vernetzung Veränderungen nicht zuliessen. Nur da, wo das Leben endet und Teile der Welt dauerhaft nicht mehr als Lebensraum zur Verfügung stehen, da kann es solcheSachzwänge nicht mehr geben.

Die Chance nutzen

Auf eine Apokalypse folgen Veränderungen, die sehr häufig einen Neuanfang bedeuten. Dinge werden (müssen) anders betrachtet und gesehen als vorher.E s wird nach Auswegen und neuen Lösungen gesucht. Machteliten und Lobbyisten bzw. die Bewahrer des die Krise verursachenden Menschenkreises verlieren zumindest kurzzeitig an Bedeutung und Einflussmöglichkeit. Sie taumeln. Können sich aber meistens wieder fangen, wenn man Ihnen genügend Zeit gibt

Das Alte kann aber auch vollständig verschwinden bzw. über den Haufen geschmissen werden. Nach der Finanzkrise ist das nicht passiert. An vielen Stellen erlebt man die alten Praktiken, die Verursacher wurden nicht in Haftung genommen oder nutzen sogar Steuergelder, um sich damit in Form von Marketing- und Vertriebsaktivitäten oder besonders guten Konditionen neu zu positionieren. Die andere Seite weiss oder wusste sich nich entsprechend zu positionieren.

Dies mag daran liegen, dass verbranntes Geld keine radioaktive Strahlung auslöst.  Man könnte fast sagen: Umweltrisiken sind demokratisch (Ulrich Beck, Risikogesellschaft)  und sie lassen sich nicht verschleiern und leider in der Regel noch nicht einmal wieder gut machen.

Meine persönliche Meinun: Japan darf nie wieder vorkommen. Es ist der Aufruf zur Veränderung nicht nur in der Energiepolitik. Wir brauchen einen konstruktiven Kapitalismus, der Mensch und Natur nicht als Ressourcen betrachtet. Wir alle haben die Möglichkeit an diesen Veränderungen mitzuwirken.

Literatur für mitwirkende

Stéphane Hessels: Empört Euch

Ulrich Beck Risikogesellschaft

Umair Haque The new Capitalist Manifesto

Brett King Bank 2.0

Sei nicht dumm

Dieses Video kursiert gerade im Internet und man könnte den Begriff Atomkraft durch zahlreiche andere Begriffe ersetzen.

6 Fragen zum Crowdsourcing bei der Hypo Vereinsbank

Allzu  oft habe ich noch nicht von internen Social Media Projekten bei Banken gehört. Das mag damit zusammen hängen, dass man sich dort gerade mit der Veränderung der internen Prozesse besonders schwer tut, denn Banken sind sehr hierarchisch strukturierte Gebilde. Um so erfreulicher, dass ich in diesem Interview über ein interessantes Crowdsourcing Projekt der Hypovereinsbank berichten darf. Der Dank gebührt dabei Gerald Krenn, Leiter Customer Satisfaction Family&SME der Bank Austria und Hypovereinsbank und  Matthias Berger geschäftsführender Gesellschafter der Agentur Berger Baader Hermes (BBH).

Berger Baader Hermes ist eine unabhängige, unternehmerisch geprägte Agentur für kreative und interaktive Markenführung. 2001 als Internet-Agentur gegründet steht BBH heute mit knapp 30 Mitarbeitern für ein umfassendes Leistungsspektrum von Markenstrategie und -technik, Klassische Werbung, Dialogmarketing, Handelsmarketing, B2B-Marketing, Vertriebs- und  POS-Kommunikation, Online-Marketing, Mobile-Marketing, Social Media und Apps, Viral Marketing, Webdesign bis hin zu Programmierung. Zu den betreuten Kunden zählen u.a. AutoScout24, Eckes-Granini, Garmin, HypoVereinsbank, OMV, oder TUI.

Parallel doziert Matthias Berger zu Themen wie Online Marketing,
Social Media Marketing oder Digital Branding an der Deutschen Dialogakademie
(DDA) oder der Makromedia Hochschule (MHMK).

1. Sie haben für die Hypvereinsbank ein sehr interessantes internes
crowdsourcing Projekt ins Leben gerufen. Könnten Sie dieses Projekt
kurz beschreiben und auch die Entstehungsgeschichte darstellen?
 

Gerald Krenn

Mit der Ideen- und Diskussionplattform „Wenn ich mein Kunde wär…“ hat
die neue Divison Private Kunden & Kleine und Mittlere Unternehmen einen
absolut neuen Weg eingeschlagen, um Service- und Beratungsstandards zu
definieren, wie sie keine andere Bank am deutschen Markt hat. Nicht
zentral wurden die „moments of truth“ der Kundeninteraktion definiert und
exzellent ausgestaltet, sondern durch Einbeziehung der Profis – all jener Kolleginnen und Kollegen, die täglich in den Filialen Kunde gegenüberstehen und das Geschäft bis ins letzte Detail kennen. Ziel dabei
war, Service- und Beratungsstandards zu definieren, die exzellente
Kundenerlebnisse bewirken. Schon zu Beginn der Initiative war klar, dass
die Definition dieser Standards erst der Start – die Umsetzung im
täglichen Tun jedoch die eigentliche Voraussetzung darstellt. Durch die
Miteinbeziehung aller Kollegen und die Einladung sich an diesem Prozess zu
beteiligen, wurde bereits der Grundstein für eine erfolgreiche Umsetzung
gelegt und die Sensibilität für die Erwartungen unserer Kunden dramatisch
erhöht.

Matthias Berger

Gemeinsam mit den Entscheidern auf Kundenseite wurde aus einer
traditionellen Anstosskette in der Mitarbeiterkommunikation zur Einführung
neuer Standards bereits sehr frühzeitig im Projekt dieser neuartige,
wesentlich modernere Weg eingeschlagen. Unsere Aufgabe als betreuende
Kommunikationsagentur war nicht nur die Entwicklung einer passenden
Crowdsourcing-Plattform, sondern auch die Entwicklung aller Maßnahmen zur
Aktivierung der Mitarbeiter, sich auch entsprechend zu beteiligen. Was im
übrigen natürlich genauso entscheidend ist, wie das reine Bereitstellen
einer einfach zu bedienenden Plattform.

2. Welche Ziele verfolgt das Projekt?

Gerald Krenn
Definition, Implementierung und Umsetzung von Service- und
Beratungsstandards im gesamten Netzwerk der Hypovereinsbank die für unsere
Kunden einen klar erkennbaren, positiven Wert schaffen. Die
Miteinbeziehung unserer Mitarbeiter – also die Beteiligung unserer
Mitarbeiter an strategischen Themen in diesem Ausmaß über „neue Medien“  -
ist gleichzeitig eine Öffnung gegenüber herkömmlichen Ansätzen in der
Organisationsentwicklung; Unternehmenskultur bzw. Change  Mangement
Aktivitäten.

3. Welche Strategie verfolgt die Hypovereinsbank im sozialen Internet und welche konkreten Ziele liegen Ihrem Projekt zugrunde? 

Gerald Krenn
Als kundenorientiertes Finanzdienstleistungsunternehmen versuchen wir die Erwartungen und Wünsche unserer Kunden noch besser zu verstehen, gehen aktiv in den Dialog bzw. beziehen sowohl Kunden als auch Mitarbeiter in strategische Diskussionen mit ein. Erwähnenswert an dieser Stelle nur 3 Projekte des letzten Jahres:

  1. Kundendialog – Diskussionsveranstaltung mit Management und Kunden zu deren Zufriedenheit und Erwartungen mit unserem Service und Dienstleistungen
  2. HVB Kundenforum – eine Web 2.0 Plattform zur Diskussion von Produkt-und Prozessthemen mit Kunden, um deren Erwartungen bereits in die Konzeption neuer Services und Produkte einfließen zu lassen
  3. Und eben das Projekt „…wenn ich mein Kunde wär“-Crowdsourcing, in dem wir  all unsere Mitarbeiter eingeladen haben, Ihrer Erfahrungen für „Exzellente Kundenerlebnisse“ einzubringen

3. Besonders interessant fand ich auch das begleitende Kommunikationsprojekt. Was haben Sie hier konkret getan und warum ?

Gerald Krenn
Entscheidend war die Kombination aus Web 2.0 Crowdsourcing Aktivitäten und
die intensive Nutzung herkömmlicher Kommunikationsmittel und -medien
(Flyer, Anschreiben, Poster etc.) … also die Kombi verschiedener
„Kommunikationsdisziplinen“. Auch der Aufbau des Spannungsbogens in Form
einer herkömmlichen Kampagnenplanung und die Visibiltät des Sponsors,
Peter Buschbeck, Vorstand  für Private, Kleine & Mittlere Unternehmen war
ein absoluter Erfolgsfaktor. Weiter wurde während der Crowdsourcingphase
nichts dem Zufall überlassen – mit einem gebrieften Redaktionsteam,
konnten wir sicherstellen, dass es auf jede Frage eine Antwort gab,
… dass jede Idee bzw. jeder Vorschlag zu einem Dialog führte und sich
alle Inputgeber so besonders wertgeschätzt fühlten.

Matthias Berger

Ein so integriertes Projekt auch in hoher Taktzahl umzusetzen, bedingt ein
reibungsloses Zusammenspiel zwischen verschiedenen Abteilungen auf
Kundenseite bis hin zum Betriebsrat und auch die Integration der Agentur als
festen Partner. Wir waren die gesamte Zeit wirklich ins Team integriert und
nicht nur Erfüllungsgehilfe. Als ein Ansprechpartner für Kommunikation und
Plattform konnten wir auch schnell und effizient beraten und reagieren.

4. Wird es weitere Schritte geben und ist eventuell auch eine Öffung
der crowdsourcing Kampagne nach außen, also zu bevorzugten Kunden (Advokaten, Mavens, etc.) vorstellbar?
 

Gerald Krenn

Weitere Crowdsourcingaktivitäten zu unternehmensinternen Themen sind
aufgrund des Erfolgs geplant – eine Öffnung Richtung Kunden momentan nicht
vorgesehen. Jedoch versuchen wir über unser HVB Kundenforum in ähnlicher
Form mit unseren Kunden im Dialog zu stehen.

Matthias Berger

Diese nun erfolgreich erprobte Herangehensweise wird sicherlich kein
Einzelfall bei der HypoVereinsbank als auch in der gesamten UniCredit Group
bleiben. Es haben bereits weitere Abteilungen und Divisionen angefragt,
Crowdsourcing für verschiedenste Themen einzusetzen. Eine der schwierigsten
zu lösenden Probleme ist hierbei immer die Ressourcen-Frage, denn Social
Media Marketing Nutzung, intern als auch extern, funktioniert nicht ohne die
betreuenden und steuernden Personen, die laufend bereitstehen müssen. Anders
als bei traditionellen Kommunikationsmassnahmen, die einmalig erstellt und
publiziert werden.

5. Welche internen Veränderungsprozesse gehen mit einem solchen Projekt einher?

Gerald Krenn

Nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel!“  wurde durch die Miteinbeziehung
unserer KollegInnen bereits extrem hohe Aufmerksamkeit auf das Thema
„Exzellente Kundenerlebnisse“ gelegt bzw. wurde der Grundstein für eine
erfolgreiche Umsetzung  gelegt. Dieses Projekt leistet weiters einen gewaltigen Teil an  Kulturarbeit (Miteinbeziehunng der Mitarbeiter, Kommunikation auf  Augenhöhe mit Management, Dialog statt one-way-Kommunikation) und dient somit auch indirekt dem Ziel hoher Mitarbeiterzufriedenheit und  Engagement.

Matthias Berger
Wie bereits erwähnt ist es auch eine Frage der richtigen Partnerauswahl und
Änderung bestimmter Prozesse. Früher wurden evtl. Unternehmensberater,
Werbeagentur oder eine Spezialagentur für interne Kommunikation und ein IT
Dienstleister beauftragt. Was aber Umsetzungsgeschwindigkeit extrem
verlangsamt und Budgets erhöht hätte, zusätzlich zum dauernden
Kommunikationsverlust unter den Partnern und mehr steuernden Ressourcen.
Heute ist dies durch disziplinübergreifendes Know-How einer Agentur
wesentlich besser umsetzbar.

6. Warum startet die Hypovereinsbank ihre Social Media Aktivitäten intern und wendet sich nicht (wie die meisten anderen Banken) zunächst nach aussen?

Gerald Krenn
Wie bereits beschrieben nutzen wir verschiedene  Intiativen (HVB
Kundenforum, Kundendialog) für unterschiedliche  Ziele. Dieses besondere
Projekt war auf rein interne Social Media  Aktivitäten konzipiert.

Matthias Berger
Parallel verfolgt natürlich auch eine moderne kundenorientierte Bank, wie
die HypoVereinsbank, auch Social Media Marketing in der Endkundenansprache.
Hier ist es oft auch eine Frage der relevanten Themenfindung. Erste Projekte
sind bereits gestartet und begleiten das kulturelle oder sportliche
Engagement der Bank auf Facebook, Twitter, YouTube und in einem Blog.
http://about.hypovereinsbank.de/de/socialmedia/index.html?hvbicid=hint0377

Die private Zusatzfrage

Geben Sie mir doch mal einen Restaurant Tipp in Ihrer Heimatstadt und
was kann ich dort besonders gut essen., d.h. in welchem Restaurant
kann man Sie gelegentlich treffen?

Matthias Berger
Feinen Fisch und tolles Fleisch beim stilvollen Italiener: Limoni
Ristorante, Amalienstr. 38 im Münchener Viertel Maxvorstadt
http://www.limoni-ristorante.com/

Trendige, moderne aber nicht überteuerte Gerichte im Restaurant mit
anschliessendem Absascker an der zur Zeit sehr angesagten Bar: Heart,
Lenbachplatz 2 im Stadtzentrum http://www.h-e-a-r-t.me/

Ältere Finance 2.0 Interviews

Lesen Sie hier das Februar Interview mit Alexa Gröner von Fundraising 2.0

Ebenfalls im Februar geführt. Das Interview mit Claus Preiss und Franz Welter von der Volksbank Bühl

Zeit ist Gold wert

Wert(e)

Die Zukunft von Mensch und Umwelt wird maßgeblich davon abhängen, dass wir wieder zu nachhaltigen und wahrhaftigen Werten zurückkehren und Geld oder auch Gold nicht mehr länger als Wert für sich betrachten. Streng gesehen ist Zeit ja zum Beispiel viel mehr wert als Geld. Niemand kann sich mehr Zeit hinzukaufen, zumindest die Lebenszeit ist begrenzt und auch die Zeit, die man als Mensch für sich selber aufbringen kann, scheint immer knapper zu werden.

Ende der Auszeit

Dabeit tun Auszeiten von Zeit zu Zeit auch ganz gut und wenn man im Rheinland lebt, dann bietet der Karneval dafür eine gute Gelegenheit. Jede Auszeit geht aber auch irgendwann einmal zu Ende.

65 hours

Das Zeit mehr Wert ist als Geld findet sich auch in einem interessantem neuen Banken Modell bzw. auch in einem Bezahlverfahren. Wenn Zeit knapp und wertvoll ist, warum soll man dann nicht mit Zeit bezahlen. Das nennt man dann Time Banking und durch das Internet können der Austausch von Zeit gegen eine Dienstleistung oder Ware inzwischen nicht mehr nur regional begrenzt ausgeführt werden. Das Unternehmen 65 hours ist eine solche Time Bank. Und im Blog des Unternehmens findet man auch einen interessanten Artikel über Ziel und Zweck des Time Bankings.

http://blog.65hours.com/post/Time-banking-whats-it-all-about.aspx

Hier auch ein älterer Artikel aus diesem Blog zum Thema TimeBanking

http://electrouncle.wordpress.com/2009/04/08/time-is-money-zeit-als-alternative-wahrung/