Monatsarchiv: September 2010

Ein Link

Heute nur ein Link! Und mal ehrlich: Wir Blogger sind eigentlkch schon ein komisches Volk, denn sollten wir nicht helfen die Komplexität im Netz ein wenig zu reduzieren. Stattdessen posten wir Links, um Links, um Links. Aber was soll man tun. Es gibt einfach zu viele spannende Inhalte wie z.B dieser interessante Artikel von Lothar Lochmair zur First Direct und zum Wertmaßtab von Social Media:

http://lochmaier.wordpress.com/2010/09/30/first-direct-ist-der-kunde-in-der-bank-2-0-wirklich-der-souveran/

Jetzt aber ab in die Bar. Sozusagen die Vorhut zum morgen folgenden Barcamp.

Erstes Barcamp der Volksbanken Raiffeisenbanken

Es war – wenn man Wikipedia glauben darf und das darf man natürlich – im August 2005 als das erste Barcamp in Palo Alto stattgefunden hat. Das erste Barcamp in Deutschland ward ann ein Jahr später  und am Freitag dieser Woche findet eine solche Veranstaltung bei der Volksbank Bühl statt. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber besser spät als nie.

Ziel der Veranstaltung ist es über aktuelle und zukünftige Social Media Aktivitäten innrhalb des genossenschaftlichen Verbundes zu diskutieren. Alles Weitere wird sich – wie bei Barcamps üblich – im Laufe des Tages ergeben.

Die Idee entstand vor etwa einem Jahr in Bühl. Herr Welter, Herr Preiss und auch ich hatten sie im Rahmen eines geschäftlichen Treffens bei dem es natürlich auch um Online Marketing und Social Media ging. Erfreulicherweise war der Zuspruch auf unsere Einladung sehr gross und ich freue mich auf einen interessanten Tag, den ich noch dazu auch moderieren darf.

Demnächst mehr an dieser Stelle oder über @electrouncle bzw. hashtag #barcampbühl

Hilfestellung zur Vorbereitung auf das mobile Zeitalter

Graham Brown betreibt einen der spannendsten Internetblogs, die ich kenne. Bei ihm kann man alles über die mobile Jugend lernen und wirft damit einen Blick in die Zukunft von Freizeit und Arbeitswelt. Die Durchsicht der folgenden Folien könnte deshalb auch für Banken interessant sein . Die entscheidende Botschaft: Die Zukunft ist mobil und die Zukunft ist Online. Die Zukunft ist so digital, dass der Begriff als Unterscheidungskriterium zu nicht digital überflüssig sein wird, weil es kein nicht digital mehr geben wird.

Würde mich für Ihre Meinung interessieren

Der 600. Blog Artikel liefert nur Weiterleitungen

Sechshundert Blogbeiträge

Wow eine ganz schöne Zahl und rund noch dazu. Da müsste ich mir eigentlich etwas Besonderes ausdenken. Allerdings bin ich gerade ein wenig Social Media Müde und es fehlt mir an der erforderlichen Energie. Deshalb gibt es nur einige Hinweise.

Zum Beispiel auf ein Interview aus der FAZ Community. Netzökonom Holger Schmidt führte ein Gespräch mit Manish Mehta dem Social Media Manager von Dell. Die zentralen Botschaften: Social Media wird in allen Unternehmen selbstverständlich werden, wobei Social Media nicht alles kann und klassische Marketing Verfahren nicht ersetzen wird. Übrigens: Was selbstverständlich wird, gerät aus dem Fokus des Bewusstseins und wird immer weniger hinterfragt, damit steigt aber auch die Gefahr der Verwässerung und des Qualitätsverlustes. Hier aber das lesenswerte Interview

Innovation ist für ältere Menschen ein schweres Unterfangen. Erst an diesem Wochenende durfte ich das persönlich erfahren. Bei einer Diskussionsrunde über vernetztes Denken und damit einhergehende Herausforderungen für Unternehmen, wurde uns vor Augen geführt, wie schwer es ist das schon Bekannte nicht zum Massstab des Neuen zu machen.

Vieles spricht also dafür junge Menschen unbefangen an die Lösung von Problemen herangehen zu lassen. Und mit dem Internet ist das erheblich einfacher als früher. Die RBC Financial Group fragt deshalb Studenten nach der nächsten bahnbrechenden Innovation in Sachen Finanzdienstleistungen. Hier gibt es mehr Informationen

Aber noch mal zurück zu Social Media. Alles spricht darüber. Alle wollen etwas darüber wissen. Alle wollen dabei sein. In keinem Unternehmen hört man noch was anderes. Da ist die Gefahr des Hypes trotz aller Warnungen durchaus weiterhin akut. Vor allem besteht die Gefahr, dass das Medium zur Message wird, wie im Blog „Adventures of capitalism“ befürchtet wird:

Social media is a great tool that, in the hands of a talented practitioner, can multiply the effect of your marketing. (There’s a reason I like companies like Conversely and VoteJet) But social media is an amplifier. It isn’t the story. Marketers still need to tell great stories. And the current craze for social media marketing threatens to confuse the story with the means of telling it. With all due respect to Marshall McLuhan, the medium is not the message.

Hier geht es zum ganzen Artikel

Vielleicht ist das dann auch der Grund für meine Social Media Müdigkeit

F.A.Z.-Community

Von Dell lernen. Interview mit Manish Mehta

ANZ goMoney™

Grossartige iphone App von Anz Money – Schlägt jedes deutsche App um Längen

Dave Allen wunderte sich schon in den Achtzigern!

So ging Bank gestern

In den achtziger Jahren lief im deutschen Fernsehen eine Comedy Show. Der Protagonist dieser Show war Dave Allen, der in einem Studio alleine auf einem Stuhl saß, während der 45 Minuten wie ein Schlot rauchte und dabei – wie es sich gehört – häufig an einem Whikey Glas nippte. Zwischendurch wurden Sketche gezeigt. Die Sendung lief im deutschen Orignal mit Untertiteln.

Der Humor des aus Irland stammenden und in Großbritannien sehr bekannten Komikers war natürlich sehr britisch. Also schwarz, voller beißendem Spot und ohne jegliche Rücksichtnahme.

Dank youtube habe ich Dave Allen in den letzten Tagen wiederentdeckt und dabei einen kurzen Ausschnitt gefunden, in dem er sich mit Banken beschäftigt. Wobei Sie sich in die achtziger Jahre zurückversetzen müssen. Wie würde dieser Sketch wohl im Jahr 2010 aussehen? Dave Allen is leider im Jahr 2005 verstorben.

Und so geht Bank heute

Aktualisierung 26.09.2010: Bei Frank Mayer habe ich diesen schönen Blog Artikel mit dem Titel: So geht Bank heute gefunden, der doch sowas wie die Vorlage für eine moderne Variante des Dave Allen Spots sein könnte:

Selbst gestandene Banker meinen doch allen Ernstes, ihr Arbeitgeber nimmt das Geld der Sparer für einen kleinen Zins und verleiht dieses zu höheren Zinsen dann weiter. Diese Geschichte hält sich so hartnäckig wie die Sache mit dem Klapperstorch. Wäre dem wirklich so, hätte den  Banken ihr Privileg der Geldschöpfung weggenommen. Und der Banker wäre wohl längst arbeitslos geworden…(Originalbeitrag Weiter lesen)

Aber nun zu Dave Allen on Banks

Es scheint so einfach zu sein einen Verbraucher zu begeistern. Eine einzige Regel führt zur Revolution: Brechen Sie jeden Tag eine Regel der Branche



Sechs Fragen von Boris, sechs Antworten von Marco Ripanti

Marco Ripanti ist Gründer und CEO der ekaabo GmbH, die u.a. die Identitätsplattform yiid.com entwickelt hat. Er ist ein ausgesprochener Netzwerkexperte, der auf eine langjährige Erfahrung mit dem Internet zurückblicken kann. Als Unternehmer hat er natürlich auch viel mit Banken zu tun.  Ob Social Media dabei eine besondere Rolle spielt, war eine der mich interessierenden Fragen. Ich freue mich sehr in Marco Ripanti einen weiteren interessanten Interviewpartner für meine kleine Reihe gefunden zu haben. Wer selber einmal einige Fragen beantworten möchte, kann sich gerne über die diversen Social Media Kanäle mit mir in Verbindung setzen. Aber jetzt sollten Sie weiter lesen.

Sie sind Gründer und Betreiber des Internetdienstes yiid, Erzählen Sie bitte kurz etwas über den Zweck und die Anwendungsmöglichkeiten dieses Dienstes!

Yiid steht mit seinen Anfangsbuchstaben für Your Internet ID und hilft dem Internetnutzer dabei seine Online-Identitäten zentral zu überblicken. Beispielsweise kann jeder mit einem Yiid-Zugang einfach jeden Inhalt im Internet über die Gefällt-mir-Schaltfläche oder die Gefällt-mir-nicht-Schaltfläche kommentieren. Diese Meinungsäußerung erscheint dann direkt in den Sozialen Netzwerken seiner Wahl. Der Nutzer entscheidet ob die Meinungsäußerung nur in Facebook oder auch auf Twitter, LinkedIn oder Google Buzz für seine Kontakte zu sehen sein soll. Der Zweck ist denkbar einfach zu erklären: Mit Yiid können die Nutzer selbst entscheiden wo sie sich mit ihrer Meinung präsentieren.

Welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es oder sehen Sie für Unternehmen bzw. Banken?

Gerade die Finanzwelt ist für viele Menschen ein Dschungel mit vielen Fragezeichen. Wer kein Finanzexperte ist aber trotzdem einen Finanzierer sucht oder Geld gut anlegen möchte, ist froh über informative Empfehlungen. Die Entscheidung kann keine Internetempfehlung dem einzelnen abnehmen. Aber den Weg zur richtigen Entscheidung durchschlagend bahnen kann sie durchaus!

Wie stark beeinflusst das Internet heute ihr privates und berufliches Leben? Was sind die wesentlichen Veränderungen.

Von Null auf Hundert. Als ich als 20jähriger meine erste IT-Schulung hielt habe ich mir meinen ersten Rechner angeschafft und mich eingearbeitet. Danach ging es rasend schnell und Internetprojekt folgte auf das nächste.

Für meinen dreijährigen Sohn ist es das einfachste von der Welt sich mit Hilfe der Favoriten bei Youtube den richtigen Film einzuschalten. Meine einjährige Tochter stibitzt mir morgens mein iPhone und findet darauf ihre Lieblingsfolge Barbapapa. Das Internet ist für uns schon lange selbstverständlicher Wegbegleiter. Einzig als wir vor drei Wochen an der Ostsee zelteten, während ein Orkan wehte und es wie aus Eimern schüttete, war der Internetausfall nur am Rande ein Thema.

Als Netzwerkexperte möchte ich Sie um eine kurze Einschätzung bitten: Wie können Banken Internet Netzwerke nutzen.

Banken sollten Internet Netzwerke vor allem überhaupt nutzen. Gerade in Deutschland sprechen die Menschen nicht gern über Geld und müssen oft lange recherchieren um Antworten auf ihre dringenden Fragen zu erhalten. Banken sollten hier ein paar Schritte vorwärts preschen und den potentiellen Kunden mehr Informationen liefern. Diese Informationen müssen klar verständlich und transparent sein. Selbst wenn ein potentieller Kunde, der sich ausführlich informiert hat und Empfehlungen abgibt, letztlich zu einer anderen Bank geht, so hat die Bank, die offen über die Sozialen Netzwerke kommuniziert hat trotzdem Pluspunkte gesammelt: Jede Empfehlung in den Sozialen Netzwerken optimiert den Prozess, der aus Interessenten Kunden macht.

Und wie hat sich die Zusammenarbeit mit Ihrer Bank verändert? Erwarten Sie von dieser überhaupt den Dialog über Social Media?

Ehrlich gesagt erwarte ich es von meiner Bank nicht. Ich bin auch kein zufriedener Kunde und scheue den Wechsel wegen des großen administrativen Aufwands. Ich bin froh, dass ich wenigstens per eMail mit meiner Bank kommunizieren kann, weiß aber auch, dass der Account von ganz vielen Mitarbeitern gemeinsam genutzt wird, ich also schon mal warten muss bis sich ein Mitarbeiter angesprochen fühlt und antwortet. Würde meine Bank sich aber wider Erwarten den Sozialen Medien öffnen und aufhören den Teufel Internet an die Wand zu malen, würde ich schnell ein begeisterter Kunde werden und meine Bank jedem weiter empfehlen!

Was bedeutet Identität im Internet? Wie stelle ich diese als Unternehmen oder Person her

Es gibt Unternehmen und Personen, die fragen sich ob sie eine Identität im Netz brauchen. Sie brauchen keine, denn sie haben schon eine. Im eigenen Interesse sollten sie versuchen das Beste aus ihr heraus zu holen. Eine Person möchte vielleicht einfach nur sympathisch wirken während eine Bank mit vielen anderen Anbietern um das Vertrauen der Kunden buhlt – ob sie nun die Identität pflegt oder nicht. Keine Aussage ist auch eine Aussage.

Die Zusatzfrage:

Was macht für Sie ein gelungenes Wochenende aus?

Zu einem gelungenem Wochenende gehören für mich ein gemütliches, ausgedehntes Familienfrühstück, ein paar Stunden Boulespielen an der frischen Luft, das passende Wetter zum Grillen und genug Zeit für die Lektüre und das Kommentieren spannender Neuigkeiten aus den Sozialen Medien.

Die weiteren Interviews der Reihe

Katharina Beck (Institut für Social Banking)

Axel Liebetrau (Zufkunftsforscher und Managementberater)

Matthias Kröner (Fidorbank AG)

Thorsten Hahn (Banking Club)

Frank Kleinert ( Innovationsmanager bei einer Rechenzentrale)

Alexandre Janicki (Credible Finance)

Herr Carlo Bewersdorf (Asstel ProKunde)

Florian Schwarz und Florian Schwarzbauer (Die Bankonauten)

Marko Haschej (Raiffeisenbank Eberndorf)

Guido Augustin (Bürgschaftsbank Hessen)

Lothar Lochmaier (Social Banking 2.0)

Suitbert Monz (R+V)

Dr. Harald Meissner (Hochschulprofessor und Unternehmer)

Mustapha Behan (whofinance)

Finance 2.0 gratuliert zum dritten Platz

Eine Rangliste der aktivisten Social Media Branchen. Die Ergebnisse von Netprospex beziehen sich zwar auf die USA aber wer weiss, vielleicht sieht es bei uns ja schon bald genauso aus. Die Scheu nimmt in jedem Fall ab.

Hier kann man die vollständige Studie downloaden . Nur was ist die wirkliche Aussage von „being social“. Is using social media social?

Bitte verfolgen: The Future of Money

Neues aus dem Land der passiven Mitglieder

Glaubt man der aktuellen ARD/ZDF Online Studie, dann scheint der deutsche Internetnutzer Social Media lieber passiv als aktiv zu nutzen. Möglicherweise ist es in Deutschland besser als in anderen Staaten gelungen eine passive und die Verhältnisse stabilisierende Generation heranzuziehen. Wir haben uns offenbar so sehr daran gewöhnt, dass alles Neue von unseren Institutionen sofort bewertet, kategorisiert und regelmentiert wird, dass wir nur noch wenig Interesse daran haben aktiv mitzugestalten. Oder haben wir einfach zu wenig Zeit?

Die Social Media Latte liegt nicht hoch in Deutschland

Unser Hang zur Passivität und zur „Bewahrung des Bewährten“ macht es den Unternehmen leicht. Die Anforderungen an die Social Media Aktivitäten von Unternehmen sind nicht sehr hoch. Nur eine Minderheit erwartet Einbindung, Mitwirkung und Authentizität. So kann Cortal Consors einfach mal eine leicht angepasste Version von Big Brother ausprobieren und erzielt damit durchaus Wirkung und positive Resonanz innerhalb ihrer relevanten Zielgruppe.

Es geht aber auch anders

Wenn Ende Oktober in Amsterdam die international renommierte Finanzmesse „Sibos“ stattfindet, dann können wir miterleben, dass es auch anders geht, denn dort  (im Rahmen der Innotribe) wird die erst 28, – jährige Venessa Miemis auf Einladung von Peter Van eine fünfzehnminütige Präsententation über die Zukunft des Geldes halten. Und zwar aus dem Blickwinkel der Generation Y.

Venessa Miemis betreibt den Blog http://emergentbydesign.com/ und ist auch aktive Nutzerin von twitter http://twitter.com/VenessaMiemis. Dort beschäftigt sich Venessa Miemis mit Innovationen und nutzt die kollaborativen Möglichkeiten des Internets, um aus ihrer Sicht notwendige und nützliche Entwicklungen voranzutreiben. Der Einladung zur Präsentation ließ sie keinen Rückzug in das Stille Kämmerlein folgen, um nach guter aber alter Sitte allein und isoliert einige Power Point Folien zusammenzustellen. Stattdessen ging Sie mit den Mitteln und Methoden der Generation Y an die Herausforderung heran:

Sie stellte eine Internetseite ins Netz um ihr Projekt vorzustellen. Sie stellt dar, dass Sie für die Präsentation ein Video erstellen möchte und dieses Video soll in Berlin gedreht werden. Sie beginnt mit Hilfe von PayPal Geldspenden zu sammeln und versucht weltweite Mitstreiter zur Umsetzung des Projektes zu finden.

Ich bin sehr gespannt was aus der Aktion wird und empfehle meinen Lesern das Projekt zu verfolgen oder sogar zu unterstützen, denn hier entsteht mehr als ein zweifelhaftes Marketing Experiment.

http://emergentbydesign.com/2010/09/09/the-future-of-money-project-begins/

Originalartkel von Peter Van

http://petervan.wordpress.com/2010/09/19/innotribe-at-sibos-2010-gen-y-and-the-future-of-money/