Monatsarchiv: Juni 2010

Neue Fragen mit Zusatzfrage: mit #Asstel ProKunde , #Social Media #Erfahrungen eine #Hymne #Finanzbranche http://ow.ly/24K74

6 Fragen und Zusatzfrage: Asstel ProKunde über Blogs, Social Media, erste positive Erfahrungen und eine Hymne

Das Leben lehrt uns, dass viele Dinge leichter gehen, wenn man von den Erfahrungen anderer profitieren kann. Wir wachsen von Anfang an durch Nachahmung und schöpferische Interpretation in die Welt hinein. Dies ist einer der Gründe, weshalb ich hier in regelmässigen Abständen kurze Interviews mit Experten aus der Bankenbranche führe und diese über Ihre Erfahrungen im Umgang mit den neuen Herausforderungen für Unternehmen und insbesondere Banken berichten lasse. Eine diese Herausforderungen ist sicherlich das Internet, welches nicht nur das Machtverhältnis zwischen Verbraucher und Unternehmen umgkehrt. In Zukunft wird zuhören – das klingt so einfach, ist aber ungemein schwer – zum 1 x 1 der Kundenkommunikation werden und man kann beinahe sagen, dass das mobile soziale Internet die Kommunikationsmethoden der Banken umstülpen wird.

An dieser Stelle vielen Dank an  Herrn Carlo Bewersdorf, Geschäftsführer  der Asstel ProKunde Versicherugskonzepte GmbH. Er war so freundlich meine Fragen zu beantworten und vermittelt dadurch einen kleinen Einblick in die Möglichkeiten, Chancen und Herausforderungen bei der Einführung und Nutzung von Social Media.

1. Sie haben sich dafür entschieden Social Media zu nutzen. Was hat  Sie dazu bewogen?

Mit dem Relaunch unserer Website Anfang Mai haben wir uns auch für ein Blog entschieden. Allerdings ist es nur ein Teil eines größeren Social-Media-Konzepts. Fünf unserer Mitarbeiter sind als eine Art Markenbotschafter im Web2.0 unterwegs. Im Blog schreiben sie darüber, geben Einblicke in ihren Berufsalltag und behandeln Branchenthemen genauso wie private Erlebnisse. Die User sollen sehen, dass bei einer Direktversicherung ganz „normale“ Menschen arbeiten, die man auch über die sozialen Netzwerke erreichen kann.

2. Ihre ersten Schritte in Sachen Social Media wurden von einer  Agentur begleitet. Wobei kann eine Agentur helfen? Was muss das Unternehmen selber machen?

Mit der Agentur achtung! aus Hamburg haben wir gemeinsam ein Social-Media-Konzept inklusive des Blogs entwickelt. Die Inhalte und die Botschafter haben wir im Unternehmen gesucht und gefunden. Fünf Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen verwenden nun, ganz offiziell, 15-20% ihrer Arbeitszeit für ein Engagegment in den Social Media, namentlich auf Twitter, wer-weiss-was, Facebook, gutefrage und wer-kennt-wen. Im laufenden Prozess der Umsetzung des Konzepts steht uns die Agentur weiterhin als permanenter Ansprechpartner, wie ein Coach zur Verfügung.

3. Wie sind Ihre bisherigen Erfahrungen mit Social Media? Was ist  positiv, was ist vielleicht auch negativ?

Da es das Blog erst seit knapp zwei Monaten gibt, können wir noch nicht mehr als ein erstes Zwischenfazit ziehen. Wir erkennen aber ganz klar, dass die User Interesse an einem Austausch haben. Die Kommentare im Blog lassen dies  erkennen. Und dabei geht es nicht nur um Policen. Auch in den jeweiligen Netzwerken kommt der Austausch mit den Usern in Gang. Am deutlichsten zum Beispiel im Frage-Antwort-Portal gutefrage. Negative Erlebnisse hatten unsere Botschafter bisher noch nicht. Wenn jemand eine Beschwerde über das Blog an uns heranträgt oder wir an andere Stelle auf Unzufriedenheiten stoßen, dann antworten die Botschafter immer auf einer persönlichen Ebene. Eben als Mensch. Dieser offene und ehrliche Umgang wurde bisher sehr wohlwollend aufgenommen und resultierte nahezu ausnahmslos in einem freundlichen und respektvollen Kontakt. Manch ein im ersten Schritt erboster Kunde entschuldigte sich und bot im Nachhinein sogar die Löschung sämtlicher negativer Einträge an.

4. Welche Ziele verfolgen Sie mit Social Media? Wann sind Ihre Aktivitäten erfolgreich?

Unser Hauptziel ist es, Asstel ein Gesicht zu geben. Versicherungen haben ja eher ein angestaubtes Image und Direktversicherungen sind zudem noch anonyme Gebilde. Durch Aktivitäten in Social Media möchten wir anfassbar werden und die Anonymität aufheben. Die Erfolgsmessung ist natürlich eine Herausforderung und die Frage, die die meisten Unternehmen in Bezug auf Social Media umtreibt. Für uns ist ganz klar: Wir wollen mit Kunden und Interessenten in einen Dialog treten und ein Gespür für ihre Bedürfnisse entwickeln. In den Netzwerken sowie auf dem Blog passiert das nun. Diese Teilnahme und Interaktion möchten wir natürlich noch weiter ausbauen und bis sich ein Blog etabliert hat, vergeht natürlich auch einige Zeit. Wenn wir Ende 2010 Stammleser für unser Blog begeistern konnten, ist dies ein toller Erfolg.

5. Was ist Social Media für Sie? Ein Marketing- und Vertriebsinstrument oder vielleicht sogar mehr?

Social Media ist für uns eine hervorragende Möglichkeit mit Kunden und Interessenten in Kontakt zu treten. Als Direktversicherer, der die meisten Verträge durch Online-Abschlüsse generiert, wollen wir uns dort tummeln, wo auch unsere Kunden sind. Und das ist im Word Wide Web. Soziale Netzwerke gehören zu der Internet-Nutzung heutzutage dazu. Als Vertriebsinstrument nutzen wir Social Media gar nicht. Die Botschafter sollen nicht verkaufen und haben demnach auch keinen Zahlendruck, denn das wäre die falsche Herangehensweise. Wir möchten unterstützend beraten und einfach ein offenes Ohr für die Anliegen unserer Kunden haben.

6. Haben Sie Social Media Guidelines entwickelt und halten Sie solche Guidelines für unbedingt erforderlich?

Ja, wir haben Social Media Guidelines. Für das Blog gibt es eine Policy. Ebenso haben wir einige Regeln für das Auftreten in den sozialen Netzwerken erarbeitet. Das klingt aber alles weitaus starrer als es tatsächlich ist. Letztendlich geht es darum, dem eigenen Menschenverstand zu vertrauen. Die meisten handeln doch intuitiv richtig. Dennoch haben schriftlich fixierte, verbindliche Regelungen als grober Rahmen eine beruhigende Wirkung und geben den Mitarbeitern Sicherheit. Im Alltag liest da natürlich niemand kontinuierlich nach. Und obwohl, oder gerade weil unsere Botschafter alle online-affin sind und den Ton in Blogs und sozialen Netzwerken kennen, stimmen wir uns im Einzelfall auch mal ab bevor jemand reagiert.

Die  Zusatzfrage

Wenn Sie Asstel vertonen würden? Wie würde Asstel aus Ihrer Sicht  klingen. Gibt es ein Musikstück, welches Asstel beschreibt?

Paul Kalkbrenners „Sky and Sand“ passt perfekt zu uns. Mit einem sehr stimmungsvollen Film haben wir allen Mitarbeitern die neue Positionierung und das neue Logo präsentiert. Paul Kalkbrenners Musik lieferte eher zufällig den Soundtrack. Die Mitarbeiter waren aber derart gerührt, dass das Lied mittlerweile zu einer richtigen Asstel Hymne geworden ist.

Hier geht es zum Asstel Blog

Das nächste Interview folgt schon bald. Diesmal mit Credible Finance

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Hier die weiteren Interviews in denen es in erster Linie um die Erfahrungen von Banken mit Social Media sowie um neuere Ansätze innerhalb der Finanzbranche geht, also zum Beispiel um Social Banking, Finance2.0, mobile Banking usw.

Die Bankonauten

Marko Haschej

Guido Augustin

Lothar Lochmaier

Suitbert Monz

Dr. Harald Meissner

Mustapha Behan

#Finance20 Blog aktualisiert! Wieviel Apps braucht die Bank? http://ow.ly/23a1h #Mobile #Marketing

Wieviel Apps braucht die Bank?

Apps und nicht Apple

Smartphones und insbesondere das iphone gewinnen an Bedeutung.80 % meiner Social Media Aktivitäten erledige ich beispielsweise über meinem iphone. Auch das Lesen von Mails oder das betrachten von News Seiten und News Artikeln geschieht immer häufiger über den kleinen Alleskönner. Allerdings habe ich mein iphone noch nie benutzt, um damit auf mein Konto zuzugreifen. Lediglich 2 Finanzapps befinden sich auf meinem iphone: Eine Geldautomaten und Filialsuche und ein Aktien App, mit welchem ich gelegentlich die Enwicklung meiner Fonds beobachte.

Liebe macht blind

Nun ist das iphone bei Banken sehr beliebt. Schon aus Image Gründen benötigen Banken ein iphone App. Wobei ich mir nicht so ganz sicher bin, ob es wirklich der Kunde ist, der ein iphone App seiner Bank erwartet oder ob es möglicherweise nur die Banken und deren Mitarbeiter sind, die ein iphone App für besonders Image trächtig halten. Bei aller Euphorie für die Smartphones. Laut einer Studie der „ottogroup“ besitzen bisher nur 11 % der deutschen ein Smartphone. 2012 sollen es allerdings bereits 22 % sein. Darüber hinaus sollte man beachten, dass es neben Apple auch andere smartphone Anbieter gibt. Es wäre für eine Bank deshalb falsch, sich nur weil gehobene Mitarbeiter das iphone als ihr neues Lieblingsspielzeug auserkoren haben, auf dieses Gerät zu fokussieren. Ein Artikel im American Banker,  aus einem Land also, in welchem die iphone Nutzerquote wesentlich höher als bei uns sein dürfte, legt nahe, dass Verbraucher, die ein Mobiltelefon mit Android besitzen eher zum mobile Banking bereit wären. Da ihre Bank aber meistens nur Applikationen für das iphone anbietet, bleiben sie jedoch im Regen stehen.

http://www.americanbanker.com/issues/175_115/android-1020990-1.html

How many apps?

Und dann gibt es ja noch ein weiteres Problem. Wieviele Apps soll die Bank eigentlich anbieten? Ein App zum suchen und finden von Geldautomaten, ein App für das Online Banking, ein App für Börsen News und ein App für den direkten Beraterkontakt und und und? Auf einer Seite meines iphones finden 12 Apps Platz. Insgesamt dürften dann kaum mehr als 120 Apps auf das iphone passen. Wenn man ehrlich ist, benutzt man am Ende des Tages ohnehin nur eine kleine Anzahl von Apps regelmässig und ob das dann die meiner Bank sein werden? Es gibt ja zum Beispiel auch Geldautomaten  und Filialfinder auf der nicht nur die Daten einer Bank zu finden sind und je vollständiger die Information, desto eher findet der Dienst unser Interesse. Und was passiert darüber hinaus, wenn mir z.B. jede Regionalbank eine eigene App zur Verfügung stellt. Nein nicht eine App pro Bank sondern „n“ Apps pro Regionalbank.

Also mal ganz ehrlich. Mir wäre das eine Universal App, welches mir den Zugang zu allen Banken meiner Wahl und noch dazu auf alle von diesen mobil aufbereiteten Inhalten ermöglichen würde, irgendwie lieber. Es ist deshalb an der Zeit, dass Banken sich Gedanken darüber machen, was Ihre Kunden wirklich wollen und brauchen. Zumal das mobile Internet doch zukünftig die Filiale ersetzen wird!

Finally, there is a next generation mobile service appearing on the horizon … the chip-neutral device.Today, we have EMV chips for cards, SIM chips for phones and RFID chips for contactless services. This is all going to change in the next few years as Visa, MasterCard, the GSMA and mobile operators work together to develop chip enabled services that are device-neutral.Hence you could stick your communicating wireless payments chip into any machinery, gadget, tool or technology you want … a telephone, a watch, a television, an iPad, a laptop, a pair of sunglasses … anything and everything can become a wirelessly communicating, interactive payments device.Roll on the next generation.

Lesen Sie hierzu doch auch den Artikel von Chris Skinner. Das Zitat stammt aus diesem Artikel. Die Interpretation und Provokation ist aber von mir

http://thefinanser.co.uk/fsclub/2010/06/bank-branches-and-the-next-gen-mobile.html

Oder sehe ich das mal wieder völlig falsch?

Blogbeitrag Der zweite Teil: Was für Banken wichtig ist #Finance20 #Innovation #Marketing #Vertrieb http://ow.ly/229zU

Was für Banken wichtig ist (Teil II)

Online Marketing for Banks

Am Montag durfte ich auf dem Online Marketing Forum for Banks, veranstaltet vom Banking Club eine Diskussionsrunde zum Thema Online Marketing moderieren. An dieser kleinen Runde nahm ein Vertreter einer Bank und zwei Dienstleister teil. Es ging um das Thema, welches auch Gegenstand dieses zweiteiligen Artikels ist. Wie müssen Banken ihre Marketing- und Vertriebsstrategien ändern, um auch zukünftig noch erfolgreich sein zu können? Während es auf der Kölner Veranstaltung – die übrigens im Kölner Stadion stattfand, in welchem ich die Bürgermeister Position von Foursquare einnehme – hauptsächlich um Online Marketing ging, sollen hier – in Anlehnung an den Artikel von „The Financial Brand“ aber auch andere wichtige Herausforderungen für Banken zumindest einmal kurz genannt werden. Wobei die weiter steigende Bedeutung des Internets nicht zu verleugnen ist. Was auch das durchaus rege Interesse an der Veranstaltung des Banking Clubs zeigte.

Trends im Online Marketing

In der Diskussionsrunde stellte ich natürlich auch die Frage nach den Trends im Online Marketing und wenig überraschend wurde hier „Social Media“ genannt. Gar nicht erwähnt wurde der mobile Kanal, wobei sich die Diskutanten sich darin einig waren, daß Online und Mobile im Prinzip dasselbe oder zumindest ähnlich seien. Diese Meinung teile ich übrigens nicht. Meiner Meinung nach haben die wenigsten Unternehmen heute überhaupt schon ein Gefühl für die besonderen Herausforderungen des mobilen Kanals. Dies gilt genauso für Social Media. Denn obwohl alle Diskussionsteilnehmer Social Media als Trend nannten, konnte keiner so richtig aufzeigen, wie Unternehmen diesen Kanal nutzen können und zwischen den Zeilen meine ich herausgehört zu haben, dass zumindest eine gewisse Unsicherheit vorherrschte und man sich nicht sicher war, wie ernst man-  als am klassischen Online Marketing ausgerichtetes Unternehmen – diesen Trend eigentlich wirklich nehmen solle.

D´you know what I mean? (Oasis)

Am zweiten Tag der Veranstaltung konnte ich leider nicht teilnehmen, da ich selber einen Workshop durchführen musste. Deshalb kann ich nicht sagen, ob mein Eindruck getrogen hat oder eventuell sogar bestätigt wurde. Leider hatte ich teilweise sogar noch ein wesentlich schlimmeres Gefühl: Gerade die anwesenden kleinen und regionalen Banken haben nicht nur in Sachen Online Marketing erheblichen Nachholbedarf. Es fehlt vor allem an strategischer und integrierter Marketinplanung. Nur so ist es zum Beispiel zu erklären, dass sich viele Banken einfach unvorbereitet in das unbekannte Gewässer soziales Internet stürzen und dabei dem Glauben unterliegen, dass der Online Dialog im Internet klassische Online Marketing Verfahren vollständig ersetzen könne. Nahezu entzetzt hat mich übrigens, dass es offensichtlich wenig Agenturen im Markt gibt, welche sich auf regionales Online Marketing spezialisert haben. Denn wer die Welt der Genossenschaftsbanken oder auch Sparkassen kennt, würde normalerweise nicht auf die Idee kommen von einem erforderlichen  monatlichen Online Marketing Etat von 20.000 Euro zu sprechen. Oder habe ich da was falsch verstanden?

Aber genug der langen Vorrede, jetzt kommen die Punkte 11 – 25

11. Optimize your website

Mal ganz davon abgesehen, dass nur die wenigsten Internetauftritte von Banken auf Strategie und Seitenziele hin optimal ausgerichtet sind und selbst die großen Banken an vielen Stellen noch fast frühkindliche Fehler machen, fehlt vor allem auch im Hinblick auf die neuen Herausforderungen des sozialen Internets ein Gesamtkonzept, in welchem die Aufgaben und die Stelle der Unternehmenshomepage im Gesamtprozess klar definiert wird. Auch in Sachen Kundenkontaktmöglichkeiten und Inhalten besteht großer Nachholbedarf. Schöne Tools – wie z.B. vom ibi Institut gefordert werden – sind zwar in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen, allerdings sind diese an vielen Stellen auch überflüssig oder überdimensioniert und orientieren sich vor allem nicht an Erfahrungen, Bedürfnissen und Erwartungen von Endkunden

12. Selling inside the online banking firewall

Immer mehr Banken fangen damit an. Allerdings sind die Produktangebote häufig nicht besonders passend und wenig individuell. Darüber hinaus ist die Darstellung und Ansprache im Banking mehr als steigerungsfähig.  Es ist aber sinnvoll und einfacher erst mal die Kunden zu bedienen, die man schon hat. Dabei darf man aber auch hier nicht mit veralteten oder aus der Filiale übernommenen Methoden arbeiten.

13. SEO/Adwords

Großer Nachholbedarf gerade bei den kleinen und regionalen Banken. Aber auch die großen machen hier noch viel zu viele Fehler und verschenken Werbebudgets. In vielen Fällen scheint eine Berechnung des ROI oder Deckungsbeitrages nicht stattzufinden. Anzeigen sind schlecht formuliert oder führen auf Seiten, die unübersichtlich sind und welche das Werbeversprechen nicht einhalten. Hohe Abbruchraten sind die Folge. Vor allem das Thema „Post Click Marketing“ steckt weitgehend noch in den Kinderschuhen.

Erschreckend auch wie  wenig Banken darauf achten in den redaktionellen Suchergebnissen auch so aufzutauchen wie Sie es möchten bzw. wie es für die Marke wichtig wäre. Die dort auftauchenden Ergebnisse sind häufig zufällig und von Fremdeinträgen unterbrochen. Google Maps wird kaum oder gar nicht genutzt. SEO und SEM wird unabhängig voneinander betrieben, da freut sich dann vor allem google

14. Remote deposit

Wird in Deutschland sicherlich nicht so wichtig werden. Wäre dennoch eine nette Erweiterung  Schecks direkt mit dem iphone oder anderen Smartphone Geräten begleichen zu können. Noch besser wäre der Ersatz von Schecks und Kreditkarten durch die mobilen Endgeräte. Ich stelle mir z.B. die folgende Lösung vor. Bei einer eingehenden Rechnung, werden die Rechnungsdaten einfach abfotografiert. Die Daten werden in ein Überweisungsformular übernommen, durch die Bestätigung mit PIN + TAN erfolgt die direkte Überweisung.

15. Mobile banking

Halte ich zwar für nützlich. Als einfache Erweiterung bzw. Übertragung des  schon klassischen Online Bankings auf den mobilen Kanal wird mobile Banking jedoch keine Killer Applikation werden . Gerade wir Deutschen werden mit unseren Sicherheitsbedenken nicht in großen Scharen mobile Banking nutzen. Bestimmte Kontoinformationen ohne LogIn erhalten zu können, wäre sicherlich sinnvoll. Mobile Banking als Transaktionsbanking bietet für mich persönlich keinen großen Mehrwert

16. Iphone App

Ja und Nein.

Sicherlich ist das Prinzip der nützlichen und einfachst zu installierenden und zu bedienenden Anwendungen – wie wir es durch das iphone kennen und lieben gelernt haben – ein Modell für die Zukunft. Banken sollten sich jedoch darüber bewusst sein, dass immer noch sehr wenige Menschen ein Smartphone besitzen und dieses für die Internetnutzung verwenden. Sie sollten deshalb nur dann ein App entwickeln, wenn es an wirklichen Kundenwünschen orientiert ist und nicht nur zur Verbesserung des Images dient bzw. die Bank als technologisch auf dem neusten Stand darstellt.

Zusätzlich sollte die Geldautomatensuche und das Online Banking selbstverständliche und in einer App konzentrierte Anwendungen sein. Ich kann es auch nicht nachvollziehen, wenn solche Apps kostenpflichtig angeboten werden. Was ebenfalls nicht unberücksichtigt bleiben sollt. Apps konkurrieren auch mit Anwendungen aus ganz anderen Branchen, denn der Platz auf dem Smartphone ist ja durchaus begrenzt. Da ist man – bei fehlender Attraktivität – auch gerne mal bereit das App der Bank zu löschen, um damit Platz für Spiele usw. zu machen. Die Anforderungen an eine gut App sind deshalb wohl noch vielschichtiger und höher als an klassische Internetanwendungen.

17. Online Advertising

Unbedingt. Viele Banken fehlt hier auch heute noch das know how und die Erfahrung bzw. die Häuser werden noch zu stark von den Traditionalisten des Marketings dominiert. Auch hier sind vor allem die Regionalbanken im Rückstand, die häufig noch Denken: Mit Online Werbung gewinnt man nur Online Kunden bzw. alle Online Nutzer möchten auch Online abschließen. Was definitiv falsch ist.

Darüber hinaus gilt es aber auch das Online Medium professioneller und artgerechter zu nutzen. Hier wie im klassischen Marketing nur in Budgets zu rechnen, hebt nicht die Vorteile und Möglichkeiten von Online Marketing.

Außerdem ist es wichtig eine strategische Integration vorzunehmen und auch zu beachten, in welchen Phasen des Marketings der Online Dialog über Facebook, twitter und Co. hilfreich und nützlich ist. Denn es ist noch ein Irrglaube dadurch auf Online Marketing verzichten zu können

18. More creative saving accounts

Der Weltspartag könnte mal eine Renovierung erhalten. Sparen könnte aber auch außerhalb dieses Tages mehr Spaß machen und zwar für alle Alters- und Zielgruppen. Hierzu müssen individuelle Konzepte entwickelt werden. Vielleicht auch mit Hilfe der Kunden selber.

Kreditkarten, die automatisch bei jeder Kreditkartennutzung einen vorher definierten Betrag sparen oder auch Sparkonten, welche gleichzeitig in caritative Einrichtungen investieren, wären beispielsweise vorstellbar.

Denkbar wären auch virtuelle Sparbüchsen für die jungen Kunden, die z.B. auch über ein App durch jeden Online gesparten Cent oder Euro immer dicker werden könnten. Das spielerische Element könnte hier dabei helfen auch den Spaß am sparen zu erwecken.

19. High interest, online checking accounts

Hierzu fiel mir ehrlich gesagt wenig ein. Deshalb unbearbeitet die Meinung von „The Financial Brand“

„This is a classic quid-pro-quo. You pay people an interest rate they really love, and have them adopt the habits you’d like them to have in exchange. By requiring people to actively use online banking and their debit cards, you can afford to pay above-average rates.“

20. Brand training for staff

Ein absolutes Muss. In einem Zeitalter, da die Kontrolle über die Marke ohnehin verloren geht bzw. mit den Verbrauchern geteilt werden muss. Banken müssen sich neu finden. Sie müssen auf die Couch und jeder Mitarbeiter muss in der Lage sein die Marke zu fühlen und zu beschreiben. Er muss die Kultur der Marke in tatsächliche Handlungen umwandeln können, ohne das er hierzu gezwungen wird. Auch im Hinblick auf das soziale Internet ist eine entsprechende Kultur zu etablieren.

Wenn man die uneinheitliche Markenwelt mancher Regionalbanken sieht, dann ist gewaltiger Nachholbedarf zu konstatieren. Vor allem auch im Hinblick auf das Internet und/oder den mobilen Kanal

21. Intranet

Hier fehlt mir ein wenig der Gesamtüberblick. Was aber sicherlich in vielen Banken Einzug halten wird und muss ist Soziale Software, also web 2.0 am Arbeitsplatz. Es wird spannend sein zu beobachten, wie klassische RZ Technologien um solche Anwendungen ergänzt oder durch diese sogar abgelöst werden.

Dabei wird es dann auch zu kulturellen Auseinandersetzungen in der Bank kommen, da Sicherheits- und Datenschutzbedenken dazu führen werden, dass durchaus  sinnvolle und effiziente technische Hilfsmittel  mit internen Widerständen rechnen müssen.

22. New core data processing systems

Fakt ist. Die vorhanden Systeme in den Rechenzentren machen es schwer das Innovationstempo von Unternehmen mitzugehen, welche aktuell für den eigentlichen technischen Fortschritt in der Brankbranche verantwortlich sind. Nahezu alle technologischen Innovationen in den letzten 12 Monaten kamen nicht von von den Banken selber. Die Integration selbst kleinster – aus Kundensicht wünschenswerter Entwicklungen – dauert häufig Monate oder ist nur mit viel zu hohen Aufwänden umzusetzen. Die Innovationsbremse  ist hausgemacht und die neuen Anbieter befinden sich schon lange auf der Überholspur

23. Online Newsroom

Der Online Newsroom, der alle eigenen und fremden Aussagen über Marke, Produkte und Services enthalten muss, wird für jene Banken wichtig sein,  die sich als transparent, nachhaltig und authentisch darstellen wollen. Hier zeigt sich, welche Bank es wirklich ernst mit dem „Social Media Dialog“ nimmt

Hier zeigt sich darüber hinaus die Modernisierung von PR und Öffentlichkeitsarbeit. Alle  Informationen haben prinzipiell dieselbe Chance im Newsroom publiziert zu werden. Filtern bezieht sich dann nur noch auf  Beiträge, welche gegen Recht- und Gesetz verstoßen.

Bisher sind die meisten Finanzunternehmen hierfür noch nicht bereit. Es wird spannend sein zu beobachten, wann die ersten etablierten Banken hier beginnen werden zu agieren

24. Strategic branch makeover

Wer fühlt sich wohl in seiner Bankfiliale? Welche Filiale lädt den Verbraucher oder Kunden zu einem spontanen Besuch ein? Welcher Kunde hält sich länger in der Filiale auf als unbedingt erforderlich. Warum gibt es in jedem Ort mehrere Bankfilialen, die eigentlich alle dasselbe anbieten. Und diese Filialen verschandeln so manchen Ortskern und werden noch dazu immer nur für eine kurze Zeit des Tages genutzt.

Auch wenn ich nichts von Q 110 halte, so gibt  es doch genügend Möglichkeiten Bankfilialen freundlicher und einladender zu gestalten. Sie könnten zum Beispiel vielfältiger genutzt werden. Sie könnten Treffpunkte für Bürger werden, sie könnten kleinen Unternehmen Räume zur Verfügung stellen.  Sie könnten als Bildungscenter genutzt werden und vielleicht würden sie sogar Orte des „Time Bankings“ werden, d.h. Menschen bezahlen mit ihrer Zeit und ihrer Arbeitskraft statt mit Geld.

Was ich allerdings nicht sehe, ist die Verwandlung der Bankfiliale in ein High Tech Beratungscenter, denn warum soll ich dafür in eine Filiale gehen. Habe ich doch bald alles in meinem Wohnzimmer.

25. Open new branches

Hier würde ich eher widersprechen. Gerade Sparkassen und Volksbanken Raiffeisenbanken haben heute viele, wenn nicht teilweise sogar zu viele Filialen (meine persönliche Meinung). Darüber hinaus wird das Bild einer Filiale, als ein Gebäude in welches Menschen kommen müssen, um Bankgeschäfte (und nichts anderes) zu erledigen ,aufgelöst werden.

Banking hat das Potential bis in die kleinste granulare Einheit zerlegt zu werden.  Prinzipiell wird Banking demnächst vollkommen automatisiert abgewickelt werden können. Ob Menschen bereit sein werden, auf die Beratung durch einen Menschen zu verzichten, sei zunächst mal dahingestellt.  Aber wozu braucht man noch einen physischen Ort zur Erledigung von Bankgeschäften. Und wenn man diesen wirklich benötigt, warum braucht die Bank noch eigene Räume, wenn sie auch die von Kunden oder Partnern nutzen kann. Gerade die immer an Kostenreduzierung interessierte Finanzbranche wird diese Potentiale ausnutzen. Jede Möglichkeit der Technisierung wird genutzt werden. Wozu also neue Filialen eröffnen?

Und was denken Sie?

Hier übrigens noch mal der Originalbeitrag

Was für Banken wichtig ist (Teil I)

Vor einigen Wochen habe ich hier ein Gelübde abgelegt, welches ich natürlich nur schwer einhalten kann. Wenn man aber denkt, dass ein Thema overhyped ist oder zur Mode verkommt, dann sollte man auch sagen können, was denn wichtiger für die Banken ist als facebook, twitter und Co. Anfang Mai hat „The Financial Brand“ hier eine Liste mit 25 Punkten aufgestellt.

25 Things more important than Social Media

http://thefinancialbrand.com/11549/25-priorities-over-social-media/

Diese Liste habe ich mir mal als Inspiration genommen, ihr ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Ich war jedoch so frei jeden Vorschlag einmal kurz zu bewerten und auf Relvanz für Deutschland zu überprüfen. Da ich morgen auf dem „Fachkongress Online Marketing“ for Banks in Köln eine Diskussionsrunde zum Thema Online Marketing moderieren darf, halte ich den Zeitpunkt für gut geeignet, um diesen zweiteiligen Artikel nunmehr hier zu posten.

Are you ready to be heartbroken (Lloyd Cole)

Wenn Unternehmen  das soziale Internet nutzen, dann hat und muss dies einen Grund haben.  Banken nutzen das Internet, um Kunden zu gewinnen oder zu binden.  Dafür verwenden sie unterschiedliche Verfahren und Instrumente, mit deren Hilfe sie Aufmerksamkeit generieren und diese in konkrete Kontakte oder Abschlüsse umwandeln. Ob diese Kontakte oder Abschlüsse in der Filiale oder direkt Online erfolgen ist grundsätzlich unerheblich.

Nun ist es so, dass das Internet nicht mehr weg gehen wird. Die Hoffnungen derjenigen Menschen und Unternehmen, die am liebsten immer alles beim Alten belassen möchten, werden nicht erfüllt werden. Schauen wir auf die aktuelle Version oder die aktuelle Phase des Internets, dann stellen wir fest, dass nunmehr ein Zustand erreicht ist, in welchem die Mehrzahl der Menschen dieses Medium als ein nützliches und bequemes Medium entdeckt haben, welches sie einerseits mit allen Möglichkeiten des klassischen sozialen Handelns versieht, zusätzlich aber noch Chancen bietet sich jenseits etablierter Formen der Koordination und Kollaboration neu zu organisieren. Dadurch wird das Machtgefälle zwischen einzelnen Menschen und Gebilden wie Organisationen oder Institutionen zumindest potentiell verringert oder gar aufgehoben.

Neben diesen eher abstrakt klingenden Gründen für den nicht aufzuhaltenden Erfolg des „Super Mediums“ Internet sollte man nicht vergessen, dass Menschen nun einmal bequeme und vielleicht sogar sehr faule Wesen sind, und deshalb solche Instrumente nutzen, die Ihnen Zeit und Arbeit sparen oder einfach Spaß machen. Insofern sollte eigentlich niemand verwundert sein, dass sich zum Beispiel soziale Netzwerke oder Online Spiele so großer Beliebtheit erfreuen.

No Wonder (Neil Young)

So ist es dann genauso wenig verwunderlich, dass Unternehmen ihren Kunden folgen müssen. Es macht einfach keinen Sinn ein Geschäft in einem Ort zu eröffnen, in welchem keine Menschen sind. Wenn sich dann die Menschen auch nicht mehr über die klassischen Marketing Instrumente dazu bewegen lassen Produkte zu erwerben, dann muss man eben zu neuen Methoden greifen.

Das heißt: Wie das eben so üblich ist. Man muss zumindest versuchen die eingespielten Methoden ein wenig anzupassen und sich damit in das neue Dorf, also in den Ort in dem noch Menschen leben, begeben.

Why (Bronski Beat)

Die Nutzung von Facebook, twitter und Co durch Banken folgt deshalb oberflächlich betrachtet 2 Antrieben.

  1. Banken werden von den Internet nutzenden Verbrauchern dazu getrieben selbst dort aktiv zu werden und jene Orte zu nutzen, die sich bei diesen großer Beliebtheit erfreuen. Dort wollen die Banken neue Kunden gewinnen und Produkte verkaufen und nehmen dabei in Kauf auch zu stören. Denn wer möchte in einer persönlichen Unterhaltung vom direkten Gesprächspartner oder auch nur von einem Dritten auf ein tolles Produkt hingewiesen werden, es sei denn man unterhält sich gerade über eine bestimmte Produktkategorie. Die Gefahr, dass diese Banken hier nach gewohnten Prinzipien handeln ist groß, da Werte und Kultur nicht zu den Regeln der genutzten Netzwerke passen. Der Versuch gängige Manipulationsstrategien auch hier anzuwenden liegt nahe und kann auch von Erfolg gekrönt sein, denn wer in der Filiale manipuliert kann dies auch im Internet tun. Was für das, für viele Menschen recht komplizierte und unangenehme, Thema „Finanzen“ ganz besonders gilt.

Es ist deshalb ein Trugschluss, Banken, welche die dialogischen Online Instrumente nutzen, damit automatisch eine andere und vor allem Verbraucher freundlichere Einstellung und Handlungsweise zu attestieren

  1. Banken erkennen, dass sie ihre besonderen Stärken (seien es auch nur gefühlte Stärken)

im Internet genauso und möglicherweise noch besser leben können, als vor Ort – also auf der Straße, am Stammtisch, im Sport- oder Kulturverein oder direkt in der Filiale. Diese Banken sind am ehesten dazu in der Lage authentische und ehrliche Gespräche zu führen, da sie dies prinzipiell auch an anderen Orten machen und diese Gespräche auf einem Wertgerüst basieren, welches schon seit vielen Jahren gelebt und entwickelt wird.

Als Bank könnte man sich die Frage stellen, was müssen wir eigentlich wirklich tun oder wie müssen wir sein, um zukünftig auf Basis unserer zugrundeliegenden Geschäftsmodelle erfolgreich zu sein. Oder müssen wir uns möglicherweise sogar neu erfinden, weil wir nicht mehr zeitgemäß agieren oder von Kunden nicht mehr nachgefragt werden.

Bevor man aber so grundsätzliche Themen angeht und einige Banken sich vielleicht ja – kleiner Scherz – trotz Erfolg selber auflösen, weil die Selbsterkenntnis kommt in einer erforderlichen nachhaltigeren Ökonomie keinen Platz mehr zu haben, sollte man damit beginnen das soziale Internet nicht als Selbstzweck zu betrachten und zu glauben, alle Fragen des Marketings wären damit gelöst.

25 Years (The Catch)

The Financial Brand hat deshalb eine Liste mit 25 Dingen aufgestellt, die für Banken wichtiger als „online Social Media“ sind. Hier die Liste und meine persönliche Einschätzung dazu:

  1. Define your brand

Dies halte ich definitiv für eine sehr wichtige Aufgabe. Gerade in der aktuellen Zeit, in welcher  durch die Finanzkrise und die Möglichkeiten des Internets die Karten neu gemischt werden, sollten Banken sich konkrete Gedanken über Ihre Marke machen. Möglicherweise macht sogar eine Neubetrachtung und Veränderung von Geschäftsmodellen Sinn. Die Banken müssen begreifen, dass Sie nicht nur Finanzprodukte verkaufen, sondern dafür da sind Menschen finanziell besser, erfolgreicher und glücklicher zu machen.

Gerade die Regionalbanken haben unter den  neuen Verhältnissen neue Chancen, allerdings gilt es dann auch, sich der Bedeutung der Marke überhaupt bewusst zu werden. Vor allem im genossenschaftlichen Lager sehe ich großen Nachholbedarf

1. Develop a real Gen Y strategy

Die Generation der nach 1980 geborenen Menschen ist definitiv anders als vorhergehende Generationen.  Es gelingt Banken bisher kaum sich auf das veränderte Verhalten einzustellen. Vor allem die traditionsreichen Regionalbanken haben noch keinen Weg gefunden diese Generation  adäquat und erfolgreich anzusprechen.

Dabei ist vor allem der Umgang mit dem Internet ein großes Problem. Hier sind die Banken einfach immer hinterher. Die Sprache der Digital Natives wird nicht beherrscht. Es herrscht häufig sogar Verständnislosigkeit. Die wenigen Kampagnen und Maßnahmen sind von altem Denken geprägt. Die umgekehrte Schirmmütze und der Berater ohne Krawatte wirken – im übertragenen Sinne – auch im Internet nicht

2. Develop a Gen Z strategy

Für eine Gen Y Strategie ist es eigentlich schon fast zu spät. Um denselben Fehler nicht zweimal zu begehen und Banken machen dies ja fast schon gerne, sollte man anfangen sich mit einer Generation zu beschäftigen, für welche z.B. der Umgang mit dem Internet  normal das Lesen eines Buches aber eher unnormal sein wird. Die darüber hinaus mit ganz neuen und durchaus nicht unbedrohlichen Lebensrisiken aufwächst und die vor allem in Finanzfragen einige Zumutungen aushalten werden muss.

3. Non-traditional guerillia Marketing

Ein Thema an welches sich vor allem die deutschen Banken kaum heranwagen. Banken Werbung muss seriös sein und Inhalte vermitteln. Es gibt nur wenige Ausnahmen z.B. die Sparkassen.

Allerdings kommt man in der Regel nicht darüber hinaus Werbung mit lustigen Elementen zu ergänzen. Vor allem die Auseinandersetzung mit dem Wettbewerber ist meistens sehr kameradschaftlich und sehr mutlos. Gerade jüngere Generationen werden hier aber mehr erwarten. Banken haben hier großen Nachholbedarf. Nur wie bricht man die Mauern  in den Köpfen nieder, denn Innovation scheitert auch hier an zu viel Tradition

4. PFM

Definitiv ein wichtiges Thema für alle Banken. Mit Personal Finance Management kann das Versprechen auf mehr Transparenz und professionelleren Umgang mit Finanzen am ehesten eingehalten werden. Menschen sind nach wie vor sehr bequem. Sie werden am ehesten vernünftiger mit Ihrem Geld umgehen, wenn Ihnen die Arbeit der Kontrolle und Steuerung weitgehend abgenommen wird. Einen jederzeit verfügbaren Überblick über die eigenen Einnahmen und Ausgaben und einen  Abgleich in Echtzeit über alle Banken wäre ein großer Schritt. Nur welche Bank wird bereit sein diesen Schritt zu gehen. Es bringt reichlich wenig, wenn man bei jeder Bank ein eigenes PFM Tool benötigt und die Kontodaten nicht zusammen fließen.

Die Bank, welche den Mut dazu hat, wird allerdings einen gewaltigen USP besitzen. Und wenn die Banken es nicht machen, dann eben irgendein IT Dienstleister.

5. Develop an attack plan for a failed competitor

Bereits oben kurz erwähnt. Mehr Mut. Weniger Nachsicht mit den Wettbewerbern, die gestaltender Teil der Finanzkrise waren. Jetzt besteht die Chance hier Kunden abzuholen. Wobei man natürlich sagen muss, dass in Deutschland ja nicht so viele Banken gefallen sind. Ein aggressiveres Marketing gegenüber den vom Staat gestützten Banken sollten aber vor allem die Genossenschaftsbanken an den Tag legen

6. Matrix Mail

Fast könnte man behaupten, dass Newsletter und E-Mails tot sind. Die junge Generation kommuniziert inzwischen mittels sozialer Netzwerke, ICQ und SMS. Nun besteht das Kundenpotential nicht nur aus jungen Menschen. Gerade in Deutschland ist die ältere Generation in der Überzahl und besitzt dazu noch die Vermögen. Obwohl wir Mails ja schon seit Jahren zum Kundenkontakt und zur Kundensprache nutzen, ist es häufig erschreckend wie unprofessionell viele Banken hier immer noch agieren. Was vor allem fehlt ist Originalität. Mails oder Newsletter, die aus der Masse herausstechen, die originell, lesenswert, überraschend und vor allem auch individuell sind.

7.  Redesign your website

Definitiv. Die Internetseiten der meisten Banken wirken antiquiert und bieten keinerlei Kundenerlebnis. Darüber hinaus gleichen die Banken  Auftritte einander wie eineiige Zwillinge. Es fehlt Mut zu ungewöhnlichen und aufmerksamkeitsstarken Ideen . Der direkte Dialog über das Netz wird kaum ermöglicht. Statt Echtzeit herrscht vielerorts Steinzeit.

8. Secure your trademarks

Ich denke, dies gilt vor allem für die kleineren Banken, die häufig auch in Sachen Markenstrategie viel Nachholbedarf haben. Die Sicherung von Markenrechten scheitert hier häufig an Unwissenheit, Kosten und mangelnder Sensibilität für dieses Thema. Schon beim Suchwortmarketing mit google erkennt man die Bedeutung von Markenrechten.

9. Online Chat

Wäre eine gute Sache. Denn Menschen wünschen  gerade im Internet eine schnelle Problemlösung und häufig lassen sich Fragen eben nicht standardisiert über Mails etc. abwickeln und der Besuch der Filiale ist zu aufwändig. Deshalb besteht hier viel Potenzial.

10. Optimize your website

Mal ganz davon abgesehen, dass nur die wenigsten Internetauftritte von Banken auf Strategie und Seitenziele hin optimal ausgerichtet sind und selbst die großen Banken an vielen Stellen noch fast frühkindliche Fehler machen, fehlt vor allem auch im Hinblick auf die neuen Herausforderungen des sozialen Internets ein Gesamtkonzept, in welchem die Aufgaben und die Stelle der Unternehmenshomepage im Gesamtprozess klar definiert wird. Auch in Sachen Kundenkontaktmöglichkeiten und Inhalten besteht großer Nachholbedarf. Schöne Tools – wie z.B. vom ibi Institut gefordert werden – sind zwar in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen, allerdings sind diese an vielen Stellen auch überflüssig oder überdimensioniert und orientieren sich vor allem nicht an Erfahrungen, Bedürfnissen und Erwartungen von Endkunden

Innovations Samstag

In der modernen Welt gibt es keine Ruhetage mehr. Auch Samstags kann und darf innoviert werden. Ob die folgenden Innovationen Samstags gemacht wurden, ist aber nicht bekannt.

Square jetzt auch für das Ipad

Allerdings soll es wohl noch Probleme dabei geben die Transaktionen auch betrugssicher abzuwickeln.

Visa mit Einmal Code

Das folgende Video gibt es wohl schon länger bei youtube. Es zeigt offenbar eine neue Methode für sichere Online Transaktionen. Durch das hin- und her bewegen einer auf den ersten Blick normalen Kreditkarte wird ein Code generiert, der einmalig zum Bezahlen im Internet genutzt werden kann. Aber einfach selber schauen.

Das ganze funktioniert aber offensichtlich auch über das Telefon.

In der Bank entspannen

Dies kann man in Japan. Dort sollen ja die Mitarbeiter noch gestresster und noch zielstrebiger sein als hier. C Scout berichtet von einem Banking Relaxation Space, wo gestresste Büroangestellte zwar auch Bankdienstleistungen in Anspruch nehmen können, wo allerdings genauso Entspannung und Erholung möglich sein soll. Hier gibt es den Originalartikel

Links zum abbiegen nach der Niederlage

Durch die WM vergessen oder die WM vergessen?

Ist die Zeit des Vergessens nur von kurzer Dauer? Angela Merkel, Guido Westerwelle und die ganze Bundesregierung sind gerade die grössten Fans der Fussball Nationalmannschaft. Danach kommen dann direkt die Vorstände und Mitarbeiter der großen Investmentbanken oder solcher, die es sein wollten.

Der Grund hierfür liegt auf der Hand. Eine erfolgreiche Fussball Nationalmannschaft bringt die Menschen auf andere Gedanken und ein WM Sieg – der seit heute aber nicht mehr garantiert ist – würde den Zeitraum des Vergessens möglicherweise lang genug anhalten lassen, um die Umfragewerte der regierenden Parteien wieder auf ein für diese erträgliches Niveau zu verbessern. Man könnte dann sogar, ohne dass das Wahlvolk etwas merkt, die ein oder andere unpopuläre Entscheidung treffen.

Damit Ihr zumindest in Sachen Banken einigermaßen auf dem aktuellen Stand bleibt, folgen hier mal wieder einige Links, die gerne zum abbiegen genutzt werden können.

Neu muss nicht gut sein

Der Blicklog nennt in einer dreiteiligen Serie 10 Gründe für das Scheitern der neuen Finanzordnung, auch wenn das offizielle Scheitern ja erst in Toronto besiegelt werden wird. Und mal wieder reibt man sich verwundert die Augen darüber wie gering unsere Lernfähigkeit ist.  Kurzfristige und vor allem organisierte Interessen dominieren Vernunft und die Notwendigkeiten zur Veränderung. Es scheint als seien wir dazu verdammt dies zumindest solange zu ertragen, bis auch die ewigen Profiteure der Krisen selber ihre individuellen Krisen erleben. Mit anderen Worten: Wer nicht hören will, muss wohl fühlen.

Teil 1 der Blicklog Serie gibt es hier

Zu gross, zu dumm oder zu gierig?

Brett King stellt in seinem Blog die Frage, ob Banken eventuell zu gross sind, um sich überhaupt verändern zu können. Er fragt dies vor dem Hintergrund kaum noch vorhander Innovationen, welche von den Banken kommen. Seine Schlussfolgerungen kann man nur unterstreichen. Darüber hinaus geht es vielen Banken offensichtlich auch noch zu gut.

Kunden sind ja trotz Finanzkrise kaum wechselbereit. Wer für die immer gleichen Fehler und Unverschämtheiten nicht bestraft wird, sieht einfach auch keinen Anlass zur Veränderung. Darüber hinaus ist es ja auch so, dass die Regierungen der Staaten aufgrund fehlenden know hows gezwungen sind den Bock zum Gärtner zu machen. Ohne das know how der verursachenden Banken kommt man offensichtlich nicht aus und auch in Sachen Technologie Innovation – darum geht es hauptsächlich im Artikel von Brett King – bremst diese der Glaube daran, dass Menschen Geldgeschäfte immer nur über Banken abwickeln werden. Auf der einen Seite ist man also unverzichtbar und auf der anderen fühlt man sich zumindest unverzichtbar.

Hier der Artikel von Brett King

Wollen wir Banken oder Technologiepartner

Sollte Technologie wirklich ein entscheidendes Kriterium für die Wahl einer Bank sein oder werden – was ich ehrlich gesagt bezweifle – dann könnten die folgenden Links den etablierten Banken, die ja laut Brett King oft auch zu gross zur Innovation sind -Angst machen.

Beginnen wir mit dieser Ankündigung von Vodafone, die sich allerdings noch auf den afrikanischen Markt bezieht, der aber wiederum auch ein wenig wie ein Testlabor für die entwickelteren europäischen und amerikanischen Märkte wirkt.

M-PESA, Vodafone’s money transfer technology, now provides customers with the ability to link to an interest bearing savings account and buy insurance via their mobile. The service, which is operated by Safaricom in Kenya, offers customers the chance to save money using a direct link to Equity Bank. It will provide a safe and secure service for many millions of Kenyans who currently do not have access to a bank account and so are unable to save money in a secure environment.

http://www.bankingtech.com/bankingtech/article.do?articleid=20000181543

Aus Deutschland kommt die Idee eines von Nutzern verwalteten Vermögensfonds. Das Internet macht es möglich. Die Nutzer treffen die Anlageentscheidung. Das Konzept beruht auf der sogenannten Weisheit der Vielen. Mehr dazu gibt es bei Lothar Lochmaier, der auch direkt eine Einschätzung über die Chancen dieser Idee gibt, die er als Vermögensverwaltung 2.0 bezeichnet. Ein weiterer Schritt zur Nutzer bzw. Verbraucher dominierter Finanzdemokratie, deren evolutionäre Herausbildung er auch in seinem Buch „Die Bank sind wir“ ausführlich beschreibt.

Hier geht es zum Artikel von Lothar Lochmaier.

Die Plattform wird man beobachten müssen. Sie stellt einen interessanten Ansatz dar, der sich aber eher an die Minderheit der professionellen bzw. semiprofessionellen Finanzexperten richtet. Otto Normalverbraucher wird eine solche Anlageform kaum weiter helfen und sie wird sein Interesse sicherlich auch nicht finden können, weil die Mehrheit der Menschen Finanzthemen einfach nicht in den inneren Kreis ihrer täglichen Lieblingsbeschäftigungen hineinnehmen wird.

Hier geht es zur Plattform http://www.investtor.de/home/

Und natürlich wird dort auch getwittert und zwar vor allem Anlage Informatonen:

http://twitter.com/INVESTTOR

Revoultion Day?

Und zum Schluss des heutigen Blog Beitrages gibt es nichts geringeres als eine Revolution. Ob es sich wirklich um ein Revolution oder nur um eine weitere – sicherlich nicht uninteressante Idee – in Sachen Payment Innovation handelt, ist dabei eigentlich gar nicht wichtig. Aber bei einer Revoultion kann man davon ausgehen, dass diese nicht von Innen – also von den Banken selber kommt – sondern von außen, von den unbeachteten oder allenfalls gefürchteten Rändern der Finanzbranche . Der Name des Unternehmens steht auch symbolisch für das Fortschreiten der Veränderungen innerhalb der Branche. Diese Veränderungen werden  auch nicht von den Regierungen dieser Welt beherrscht oder gesteuert: Menschen können und wollen sich offenbar auch selbst helfen und das macht doch zumindest Hoffnung. Oder etwa nicht?

http://www.revolutionmoney.com/

PS: Neue Finanzanbieter genießen in den USA schon mehr Vertrauen als die klassischen Banken. Mehr lesen bei Finextra

Credible – Glaubwürdig

Qualvoll oder unglaubwürdig

Manchmal wird bloggen zur Qual. Zum Beispiel wenn das Wetter gut ist und die Menschen im Biergarten oder Straßencafe sitzen und sich von Angesicht zu Angesicht unterhalten oder andere schöne Dinge machen. Die Qual wächst, wenn gerade auch noch Fussball WM ist. Und wenn man dann vor lauter Arbeit kaum noch Zeit übrig bleibt, erreicht die Qual die höchste Stufe.

Aber was soll die ganze unglaubwürdige Meckerei, denn schliesslich zwingt mich niemand diesen – hoffentlich kurzen – Blog Artikel zu schreiben.

Der Wunsch nach Glaubwürdigkeit

Glauwürdigkeit ist auch eine wichtige Eigenschaft von Bankern. Kunden wünschen sich in jedem Fall glaubwürdige Bankberater und glaubwürdige Banken und Finanzunternehmen. Glaubwürdigkeit gewinnt als Wert wieder eine stärkere Bedeutung.  An vielen Orten hört man den Ruf nach dem ehrbaren Kaufmann, der über Jahrhunderte das wirtschaftliche Handeln von Menschen geprägt hat. Nur wer ehrbar war, durfte sich überhaupt Kaufmann nennen. Dieses „Qualitäts“prinzip des ehrbaren Kaufmannes entstand schon im11. bzw. 12. Jahrhundert vor allem bei fahrenden Kaufleuten und heute beginnt man dieses Prinzip wiederzuentdecken.

Ehrbarkeit – wozu ein bestimmer Verhaltenskodex gehört – ist im Verlauf der kapitalistischen (aber auch kommunistischen) Hochphase immer mehr in den Hintegrund gedrängt wurden und spätestens die Finanzkrise löste bei breiteren Schichten Prozesse des Nachdenkens aus. Über Ehrbarkeit und Glaubwürdigkeit wird diskutiert. Immerhin eine Chance, wenn auch noch nicht die Wende.

Initiativen für mehr Glaubwürdigkeit

An immer mehr Stellen – vor allem im Internet – findet man jedoch Initiativen, die sich dieser Werte annehmen. Sie nutzen die Möglichkeiten des Internets um Transparenz zu schaffen. Kunden können die Leistung von Banken bewerten und aus den subjektiven Bewertungen entsteht ein Bild. Ein Bild über Produkte, Berater, Banken und der ganzen Branche. Dabei steckt nicht hinter jeder Initiative ein Geschäftsmodell oder der Wunch eine Branche auf den Kopf zu stellen oder neu zu erfinden. Das Internt gibt ja jedem die Chance für diese Transparenz zu sorgen. Man braucht nur Zeit,einen Computer oder ein Mobiltelefon und natürlich den Zugang zum Internet. Wobei ein interessanter Nebenaspekt darin liegt, dass man hier offenbar auch nicht auf die althergebrachten Unternehmen oder Institutionen vertraut, da sich diese ja ebenfalls in eine Glaubwürdigkeitskrise befinden.

Credible Finance

Bei Facebook erfreut sich gerade die Gruppe Credible Finance einer langsam aber stetig anwachsenden Popularität. Hier können Menschen ihre Erfahrungen mit Banken darstellen. Hier wird aber auch auf interessante Blog oder Presseartikel zum Thema Finanzen hingewiesen und die Gruppenmitglieder unterhalten sich über Banken und deren Produkte, was ebenfalls zumindest ein Anfang ist.

Hier geht es zu Internetseite von Credible Finance, die noch etwas Feinschliff bekommen könnte, denn wie sagt man so schön: Das Auge ist mit und auch das Aussehen einer Internetseite hat Einfluss auf die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens oder einer Initiative, vor allem dann, wenn man Glaubwürdigkeit produzieren möchte.

http://www.credible-finance.de/

Und hier geht es zur Facebook Gruppe mit immerhin schon 256 Freunden

http://www.facebook.com/enormmagazin?v=wall#!/profile.php?id=100000557605591&ref=ts

Glaubwürdigkeit ist für alle da

Nicht nur der Kunde wünscht sich glaubwürdige Banken. Natürlich wünschen sich auch Banken glaubwürdige Kunden und Banken sollten sehr daran interessiert sein nicht nur glaubwürdig zu wirken, sondern auch glaubwürdig zu sein.  Zu dieser Glaubwürdigkeit trägt im Zeitalter des Internets jeder Mitarbeiter und jede Handlung bei. Vieles trägt zur Glaub- oder Unglaubwürdigkeit bei.

Beispielsweise

Die Internetseite, der Auftritt bei Facebook, der twitter Account und die dort geführten Dialoge, das Xing Profil der Mitarbeiter, die Marketing Kampagne und die Einhaltung des damit transportierten Versprechens. Viele neue aber auch viele klassische Dinge. Um auf wirkliche gelebte Glaubwürdigkeit umzustellen, wird man an vielen Schrauben drehen müssen. Aber es könnte sich lohnen. Für die Bank, für den Kunden, für die Wirtschaft, die Gesellschaft usw.