Alles nicht so schlimm


also weiter wie bisher !?

Die wichtigsten Volkswirtschaften der Welt beginnen sich offiziell von den Folgen der Finanzkrise zu erholen. So hören wir das zumindest in den etablierten Medien und es freut mich natürlich, endlich auch mal positive Nachrichten vernehmen zu dürfen.  Für wen diese scheinbare Erholung am Ende positiv sein wird, muss sich wohl noch herausstellen. Anzunehmen ist, dass viele Institutionen und Unternehmen, die für Sie (kurzfristig) richtigen Schlüsse ziehen werden: Machen wir weiter wie bisher! Wir müssen zwar besser aufpassen. An der grundsätzlichen Richtigkeit unserer täglichen Praxen und der zugrunde liegenden Theorien ändert das aber nichts.

Wir erleben damit erneut, die so wenig hoffungsfroh stimmende menschliche Normalität, wenn überhaupt, nur in Krisen an unseren Handlungen und Folgen zu zweifeln und sehr schnell wieder zur Tagesordnung überzugehen.

Hurra wir wachsen wieder!

Die abstrakten Zahlen in denen sich unser Wachstum und der Reichtum ausdrücken, sehen wieder besser aus. Die inhaltliche Dimension, also die sozialen, kulturellen und ökologischen Aspekte dieses Wachstums erschliesst sich uns nur wenig. Was wir nicht am eigenen Leib spüren oder aus unmittelbarer Erfahrung kennen, löst in der Regel auch keinen Zweifel aus.

Wir stellen fest:

Mit jeder Krise wird der Kapitalismus offenbar stabiler. Mehr und differenzierter im Blicklog.Gleichzeitig erfolgt offenbar eine neue Aufteilung des Kapitals: Immer weniger Menschen, besitzen immer mehr. Immer mehr Menschen, besitzen immer weniger. Mehr dazu gab es gestern in der Financial Times Deutschland verbunden mit einem Vorschlag eines ökonomischen Querdenkers: Nämlich Thomas Piketty. Wobei dieser Vorschlag dieses Prinzip aufzulösen versuch. Piketty fordert ein progressives Steuerrecht

Was zu befürchten ist:

Neue Ansätze im Finanzmarkt und möglicherweise auch die Social Banking Ansätze werden weniger nachgefragt. Auch der Verbraucher geht lieber wieder zur Tagesordnung über. Das Angebot an wirklich werthaltigen menschlichen Hervorbringungen und Ideen wird zurück gehen oder stagnieren. Kurzfristiges Denken wird uns weiter dominieren.

Begeben wir uns also in eine fröhliche Osterzeit

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