Monatsarchiv: August 2009

Ich habe die Bank der Zukunft gesehen

Insgesamt 4 mal haben wir zwischen Juni und August vor mehr als 400 Vertretern von Volksbanken Raiffeisenbanken über Social Media und Banking referiert. Märkte sind Online Gespräche: Wie Social Media die Bankenwelt verändert, lautete der Titel der jeweils 75 Minuten langen Veranstaltungen. Dabei hatte ich herausragende Vertreter des „neuen Bankings“ an meiner Seite. 2 Mal zeigte Johannes Korten von der GLS Bank wie nachhaltiges, authentisches und transparentes Banking funktioniert und vor allem, wie die GLS Bank das soziale Internet nutzt. 2 Mal stellten Vertreter der Fidor Bank AG ihre Internet Bank vor. Matthias Kröner und Dr. Michael Maier, die Vorstände der Fidor AG, haben die Anwesenden Teilnehmer aufgerüttelt und durch  ihre stichhaltige Argumentation und auch sehr kurzweilige Vortragsart begeistert. Allen Referenten gilt noch mal mein persönlicher Dank. Wir -mich eingeschlossen – haben viel gelernt.

Nach diesen Veranstaltungen bin ich mir sicher: Ich habe die Bank der Zukunft gesehen: Denn die Bank der Zukunft ist:

  • Transparent
  • Nachhaltig
  • Authentisch
  • Ehrlich
  • sozial
  • Internet fokussiert
  • Interaktiv
  • Spezialisiert
  • Menschlich
  • Macht  Spass
  • Produziert Produkte, die wertvoll sind  (siehe Umair Haque)

Diese Liste ist sicher noch nicht vollständig. Die wesentlichen Aspekte sind aber genannt. Ein einzelnes Attribut muss hier aber besonders herausgehoben werden. Das Internet wird die Entwicklung der Bankenbranche nachhaltig verändern.

Die Bank der Zukunft baut auf das Medium der Zukunft. Und alle Zahlen belegen, dass die Bank der Zukunft nach der Devise „Internet first“ handeln muss. Möglicherweise sogar nach der Devise „Internet only“. In diesen Zeiten eine Bank zu gründen, werden viele für verrückt halten bzw. gehalten haben. Die Gründer der Fidor Bank AG haben hier eine andere Meinung und ich halte diese Meinung für richtig. Beim Vortrag von Dr. Maier ist mir noch einmal klar geworden, wie überzeugend, durchdacht und einleuchtend die Strategie der Bank ist. Die Fidor Bank AG nutzt alle Grundprinzipien des Internets und hat daraus eine Bank gemacht. Jeff Jarvis beschreibt in seinem Buch „What would google do? auf den Seiten 319 bis 332 wie eine google Bank aussehen würde bzw. nach welchen Grundprinzipien eine Bank gestaltet werden müsste, welche den Schlüssel Erfolgs Faktoren des Internets folgt. Jeff Jarvis kannte die Fidor Bank AG noch nicht. Hätte er sie gekannt, dann hätte er sie mit Sicherheit erwähnt. Ich lehne mich hier mal weit aus dem Fenster: Die Fidor Bank ist das google der Bankenwelt. Für mich das überzeugendste Internet Geschäftsmodell aus dem deutschen Sprachraum, welches ich in den letzten Jahren gesehen habe. Vielleicht sogar das Beste überhaupt.

Natürlich wird die Fidor Bank AG Zeit benötigen. Die digitale Generation beginnt gerade erst ins Zentrum der Gesellschaft vorzudringen. Die zukünftigen Nachfrager nach Finanzprodukten, die Menschen, die mit google und dem sozialen Internet aufgewachsen sind, werden nach Kriterien über ihre Produktwahl entscheiden, die meiner Generation fremd sind und wohl auch fremd bleiben werden. Aber diese Nachfrager werden eine Internet Bank wählen. Diese Nachfrager werden nach all die Dinge suchen, welche die Fidor Bank AG heute schon bietet.

Für die anderen Banken wird es entscheidend sein, dass Internet entsprechend in die Unternehmensstrategie einzubauen. Aber auch hier gilt: „Internet First“. Wer dies nicht erkennt, muss damit rechnen zukünftig in einem Atemzug mit der Musikbranche, den Verlagen und zahlreichen anderen Branchen genannt zu werden, welche zu spät oder gar nicht auf den Intenetzug aufgesprungen sind. Und aufspringen alleine genügt auch nicht: Wir müssen uns neu erfinden und die alten Zöpfe abschneiden. Das ist meine Meinung und jetzt freue ich mich über andere Meinungen.

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Eine Bank bedankt sich musikalisch

dafür, dass Sie in einer Zeitrschrift zur besten Bank gewählt wurden.

Das nenne ich transparent, authentisch, persönlich, menschlich und vor allem sogar musikalisch.

Kundenvertrauen ist wichtig

Kristin Moyer von Gartner beschäftigt sich in Ihrem Blog mit dem Thema Vertrauen von Kunden. Sie nennt 3 Gründe warum Vertrauen eine wichtige Grundlage für den Erfolg von Banken darstellt.

  • Vertrauen verbessert die Kunden Zufriedenheit
  • Vertrauen ist ein wichtiger Faktor bei der Bildung von Loyalität
  • Wer seiner Bank nicht vertraut, wird eher eine neue Bank suchen

Sehr interessant auch die wohl durch Forschungsergebnisse belegte Aussage, dass der Vertrauensverlust der Kunden eher große als kleine Banken betrifft.

Why Customer Trust Matters for Banks.

Deutschland verdient mehr!

So lautet eine Kampagne, welche das Finanz Bewertungsportal whofinance und die Zeitschrift das Investment in diesen Tagen gestartet haben. Dabei wird der Beste Finanzberater gewählt, der dann Anfang Oktober verkündet wird. Die Kampagne unterstützt darüber hinaus die Per Mertesacker Stiftung.

Für die Kampagne wurde eine nette Landeseite erstellt, welche die Besucher auf die whofinance Seite weiter leitet. Dort können sie dann ihren Berater bewerten oder die zahlreichen anderen nützlichen Funktionen von whofinance verwenden.

In Zeiten des Vertrauensverlustes und der Verunsicherung ist mehr Transparenz im Finanzumfeld immer ein gutes Anliegen. Jetzt muss sich nur noch herausstellen, wie transparent die Banken sein möchten. Obwohl es ja schlichtweg nicht möglich ist, sich im Internet vor der Kundenmeinung zu verstecken.

Die Verbraucherzentralen schalten sich ein

Die Verbraucherzentralen bemühen sich um mehr Transparenz in Finanzfragen. Die Verbraucherzentrale NRW hat unter der URL www.verbrauchfinanzwissen.de ein – leider noch nicht sehr schönes – Portal mit Informationen zu Finanzthemen veröffentlicht. In Sachen Dialog gibt es noch einige Optimierungsmöglichkeiten. Außerdem gelingt es auch hier nicht „Wissen“ unterhaltend zu vermitteln. Die Seite wirkt leider zu sehr wie web1.0 und zeigt, dass es klassischen Institutionen immer noch schwer fällt, Finanzwissen aktuell, informativ und unterhaltend zugleich zu vermitteln.Auch merkt man der Aktivität an, dass Telefon, Print und direkter persönlicher Kontakt die bevorzugten Kommunikationskanäle der Verbraucherzentrale bleiben.

Geld wird durch diese Art der Darstellung niemals und Niemandem Spass machen.

Ein ausgesprochenes Lob allerdings für die Initiative, die ich auch in meine SocialFinanceListe aufnehmen werde

3007 Follower

Das scheint mir für Twitter nutzende Finanzunternehmen in Deutschland so etwas wie ein Rekord zu sein. Die Bürgschaftsbank Hessen hat diese beeindruckende Zahl erreicht. Dabei wurden bisher nur etwas mehr als 319 Tweets gesendet. Man muss also anscheinend nicht so viel sprechen, um Follower zu bekommen.

@Buergschaft

Auch in der Social Finance Liste von Chrisopher Langlois wurde diese beeindruckende Zahl honoriert.  Die Bürgschaftsbank ist die am schnellsten wachsende Bank auf Twitter. Ob man in diesem Zusammenhang von der besten Bank auf bzw. bei Twitter sprechen kann, sei vorerst dahin gestellt. Schaut man sich die Art der Tweets der Bürgschaftsank an, dann sieht das überwiegend nach senden aus. Allein wegen der Qualität des Online Dialogs scheint es deshalb nicht zu dieser großen Zahl der Follower gekommen zu sein.

Der Bürgschaftbank ist es aber offensichtlich gelungen eine hohe Aufmerksamkeit bei twitter zu erzielen. Eventuell wurden dafür auch Maßnahmen genutzt, die außerhalb von Twitter stattfanden. Darüber hinaus ist die Bürgschaftsbank selber auch ein eifriger Follower, was sehr häufig  ja auch zum “ Re Following“ führt. Ob twitter „autofollow“ Tools genutzt wurden, wäre auch noch zu analysieren.

Die Bürgschaftsbank hat ihre Social Media Aktivitäen inzwischen verstärkt und hat einen eigenen Corporate Blog ins Leben gerufen. Hier hat man erkannt, dass „Silence“ alles andere als „golden“ ist.

Ich würde mich freuen, wenn ich hier demnächst einen kleinen Gastbeitrag der Bürgschaftsbank zur Twitter Nutzung veröffentlichen könnte. Ich werde mal den Kontakt herstellen.

Ansonsten gibt es hier demnächst ein Interview mit der Volksbank Bühl. Da wird es auch um das Thema Twitter gehen.

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Youtube Kanal der Karstadt Quelle Versicherung

Die Karstadt Quelle Versicherung nutzt nun auch die schöne bunte Social Media Welt. Bei youtube hat man einen nett gestalteten Wettbewerbschannel eingerichtet. Wer eine gute Idee hat, kann einen kurzen Spot hochladen und darf – wenn er oder sie zu den Gewinnern gehört – dann auch im TV Spot dabei sein. Und um welches Thema dreht sich der Spot? Um das Wetter. Macht ja auch Sinn bei einem Finanzunternehmen. Oder?

http://www.youtube.com/kqvtv

Ein Neuzugang und ein Abgang

Meine SocialFinance Liste wird gleich mal wieder korrigiert. Das Unternehmen Lifejack befindet sich offensichtlich in der Liquidation.

Dafür gibt es nun einen Blog der Bürgschaftsbank Hessen. Sieht ganz gut und informativ aus.

http://www.buergschaft-ohne-bank.de/

Social Media Kampagne der City BKK

Bei der Bewertung dieser Aktivität bin ich vollkommen Zwiegespalten. Die City BKK versucht sich offensichlich darin ihre Zielgruppe mit einer lauten, schrillen und vor allem wenig Produkt bezogenen Kampagne anzusprechen. Angesprochen werden sollen wohl vor allem junge Kunden. Diese sollen auf einer speziellen Landeseite www.diekrankekasse.de dazu bewegt werden zur City BKK zu wechseln.

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Bloggende Versicherungen

Mit den Aktivitäten von Versicherungen im Finance2.0 bzw. Social Finance Themengebiet habe ich mich bisher immer nur am Rande beschäftigt. Das wird sich wohl auch aus Zeitgründen nicht ändern. Um so besser, wenn man dann im Internet  solche ausführlichen Informationen findet, wie die  vom PR Blogger. Klaus Eck hat sich in einem Artikel vom Juli auf die Suche nach bloggenden Versicherungen gemacht bzw. nach Blogs, die sich mit Versicherungen beschäftigen. Er ist dabei auch fündig geworden und hat eine sehr interessante Übersicht erstellt.

Dabei ist Eine Liste mit insgesamt 32 Versicherungsblogsherausgekommen. 12 davon kommen aus Deutschland oder sind deutschsprachig. Meine SocialFinanceListe wird demnächst also eine Ergänzung erfahren.

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