Finance 2.0

Beiträge vom März 2009

Social Banking Montag

März 30, 2009 · Kommentar schreiben

Zum Wochenanfang einige kurze Neuigkeiten aus der „Social Finance“ Welt.

Der steigenden Kundenmacht gerecht, wird ein neues Angebot in den Niederlanden. Dort müssen Verbraucher nicht mehr länger mühselig nach Sparprodukten mit den besten Zinsen suchen. Auf der Plattform Spaarbod können Sie stattdessen, die ihnen zur Verfügung stehende Sparsumme, den Sparzeitraum und die gewünschten Konditionen angeben und sich entsprechende Angebote von Banken unterbreiten lassen. Die Plattform zeigt daraufhin zunächst  die vorhandenen Angebote, die am ehesten den Wünschen des Kunden entsprechen. An dieser Stelle können sich die Kunden einloggen, das Angebot annehmen oder solange warten, bis sie ein entsprechendes Angebot einer Bank erhalten. Die Anbieter können auf den Kundenwunsch bieten. Der Kunde erhält innerhalb von 24 Stunden eine Liste der besten 5 Angebote und kann daraus eines auswählen. (mehr…)

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Umair Haque auf der next09

März 26, 2009 · Kommentar schreiben

Umair Haque wird am Pre Conference Day der next09 teilnehmen. Ein Grund mehr sich auf diese Veranstaltung zu freuen.

Mehr Informationen gibt es hier

und hier geht es zum Blog von Umair Haque

electrOUncle

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Marketing statt Social Banking

März 26, 2009 · Kommentar schreiben

Die CitiGroup bietet MySpace Kreditkarte

Das ist ja zunächst einmal löblich. Die amerikanische Citi Group nutzt Social Media. Die amerikanischen Finanzdienstleister sind hier ja ohnehin wesentlich weiter als die deutschen Banken, Versicherungen, Finanzberater usw. Die Strategie dabei mit einer etablierten Plattform zusammen zu arbeiten, ist sicherlich ebenfalls richtig. Insofern zunächst einmal eine wertfreie kurze Beschreibung der Kooperation

Die Citi Bank wird in einer Kooperation mit MySpace eine Kreditkarte herausgeben, mit der Kunden für bestimmte soziale und finanziell verantwortliche Handlungsweisen Punkte sammeln können. Dabei gibt es sogenannte „Thank you points“ für Verhaltensweisen, mit denen zum Beispiel Ressourcen eingespart werden oder ökologisches und soziales Bewusstsein gezeigt wird.

Diese Punkte können dann auf myspace eingelöst werden, z.B. in Form von Musik Downloads, Konzertkarten, Teilnahmen an Film Premieren etc.

Die Citi Bank hat bereits seit längerer Zeit ein Angebot, welches Kunden belohnt, die sich finanzielle verantwortlich Verhalten, die also z.B. Rechnungen pünktlich begleichen und ihre Kreditlinie nicht ausschöpfen. Dieses Verhalten wird mit einer Reduktion des zu zahlenden Zinssatzes belohnt.

Und nun ein kurzes Werturteil.

Sicherlich aus Bankensicht keine schlechte Produktidee, die allerdings beim näheren Hinsehen, doch eher vom Eigeninteresse der Bank getrieben ist und mit sozialer Verantwortlichkeit eigentlich relativ wenig zu tun hat.

Passend hierzu ein Zitat von George Awad, CEO, Citi Cards, says: „Citi is committed to providing

today’s consumers with the products, guidance and financial resources

they need to use credit wisely.“

Da könnte man glatt den Eindruck gewinnen, die Banken seien an der Finanzkrise so gänzlich unschuldig. Der nicht verantwortliche Umgang mit Kreditlinien hängt ja auch von den Möglichkeiten ab, welche die Banken den Kunden einräumen und solange die CitiGroup vom nicht weisen Umgang der Kunden mit ihrer Kreditlinie profitieren konnte, waren solche Produkte oder Empfehlungen auch gar kein Thema. Nun wird einfach mal der Bock zum Gärtner gemacht.

Eigentlich ein sehr schönes Beispiel für die Nutzung von Social Media ohne aber Social Banking zu betreiben. Ein Vorgehen, dessen Ziel der Kunde aber sehr schnell durchschauen wird und dass dann wohl auch kontraproduktiv wirken wird.

electrOUncle

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Noch ein Interview

März 24, 2009 · Kommentar schreiben

Im Visible Banking Blog findet man aktuell ein sehr interessantes Interview mit Mathias Kröner dem CEO der Fidor AG.

Hier geht es zum Interview

Darüber hinaus viele weitere interessante Beiträge von einer offensichtlich sehr interessanten Veranstaltung in Paris, durchgeführt von der European Financial Management and Marketing Association (EFMA):

Social media revolution and impact on financial services

Schade, dass man manchmal auch daheim bleiben muss.

electrOUncle



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Social Banking News

März 24, 2009 · 2 Kommentare

Das Thema Social Banking oder Banking 2.0 ist in Deutschland bisher nur wenig präsent. Um so erfreuter ist man, wenn dann doch Nachrichten über Aktivitäten deutschsprachiger Finanzdienstleister zu einem vordringen. (mehr…)

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Neuzugang im iPhone App Store

März 21, 2009 · 2 Kommentare

Die Sparkassen bieten im iPhone Appstore eine kostenlose kleine Geldautomatensuche an, mit welcher der iPhone Nutzer sich komfortabel zum nächsten Sparkassen Geldautomaten führen lassen kann. Ansonten ist das Angebot deutscher Finanzdienstleister im App Store nach wie vor recht mau.

electrouncle

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Innovate or die

März 21, 2009 · Kommentar schreiben

diese Aussage von Jack Welch ist eine wunderschöne Formel für die Gegenwart und Zukunft der Finanzbranche. Oberflächlich betrachtet befindet sich  die klassische Finanzbranche allerdings in Schockstarre. Einige scheinen sich in ein Erdloch zu verkriechen, um dort abzuwarten, bis sich der Gegenwind der Finanzkrise wieder legt. Andere investieren in Vertrauens- oder Imagekampagnen. Während dessen nutzen die neuen Anbieter die Gunst der Stunde und bringen Angebote auf den Markt, die den Verbraucher stärker einbinden und seine Bedürfnisse wieder mehr in den Mittelpunkt stellen. Insgesamt scheint der deutsche Markt aber aktuell sehr verkrustet und wenig innovativ zu sein. (mehr…)

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Lieblingsmusik

März 17, 2009 · Kommentar schreiben

heute von:

electrOUnlce

Kategorien: Internet

Sie sind die Bank

März 17, 2009 · 2 Kommentare

Die Fidor AG ist mit dem Ficoba Community Banking den finalen Schritt gegangen. Die erste deutsche vollwertige Community Banking Plattform ist Online. Der Mensch steht im Mittelpunkt eines sehr vielversprechenden Ansatzes über dessen Entwicklung man sehr gespannt sein darf. 

Hier geht es zu ficoba.de

electrOUncle

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Leitlinien für Social Banking gesucht

März 17, 2009 · Kommentar schreiben

Kurze Antwort auf die Antwort. In meinem Beitrag zur Social Banking Diskussion auf der pre:publica  habe ich erstmals versucht mich mit den qualitativen Grundlagen der aktuellen und zukünftigen Veränderungen in der Finanzbranche zu beschäftigen. Mich hat die grundsätzliche Frage bewegt, auf welcher Basis neue Ansätze überhaupt entstehen und existieren können. Dieser Frage – davon gehe ich  aus- werden sich alle neuen und alten Anbieter sehr intensiv stellen müssen, wenn sie sich für die Zukunft entsprechend wappnen wollen. Eine Veränderung der Finanzbranche beruht auf basalen Anpassungen, die nicht ausschließlich durch die Akteure des Systems alline erreicht werden können. Die Finanzkrise ist auch nur ein Aspekt eines ungezügelten Wirtschaftssystem, dass in vielerlei Hinsicht zerstörerisch wirkt und verstärkt negative Effekte produziert. Siehe hierzu vor allem die Ausführungen von Umar Haque in einem sehr interessanten Video Vortrag.

Solche basalen Anpassungen sind dann z.B. regulatorische Eingriffe der Regierungen aber vor allem auch die Hinterfragung und Neudefinition von Werten und Zielen. Social Banking basiert in diesem Verständnis auf qualitativen Grundlagen, die neu geschaffen oder auch wieder erweckt werden müssen.

In meinem Artikel habe ich – zugegeben ein wenig polarisierend – herausgearbeitet, dass aus meiner Sicht eine Formulierung „Bock auf Geld“ nicht als Leitlinie für die Veränderung des Bankings herangezogen werden kann.

Herr Krönert hat in seinem Kommentar richtigerweise klargestellt, wie diese Formulierung zu verstehen ist. Ich hatte auch überhaupt nicht den Eindruck, dass wir in der Diskussion inhaltlich und in unserer Sichtweise dessen, was Social Banking, oder wie man es auch immer nennen möchte, ausmacht, so weit auseinander liegen.

Das Menschen wieder Spaß daran haben müssen mit Geld umzugehen und über Geld zu sprechen, dass sie wieder mehr über Geld wissen müssen und sie die Entscheidungskompetenz über den richtigen Umgang mit ihrem Geld zurück gewinnen sollten, ist hier unbestritten. Insofern wäre es natürlich ein durchaus positives Symptom, wenn Menschen wieder Bock auf Geld hätten

Wenn Bock auf Geld bedeutet,  den Menschen Kontrolle zurück zugeben, sie kompetenter und unabhängiger zu machen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen, dann ist dies ein durchaus legitimer Ausdruck

Als Leitlinie eignet sich die Aussage aber dadurch noch nicht, da ein solcher Satz einfach immer noch zu interpretationsfähig und eben wenig qualitativ ist. Qualitive Veränderungen erfordern auch eine Auseinandersetzung damit, was Geld eigentlich ist, wozu es gut und wozu es weniger gut ist, was sinnvolle und weniger sinnvolle Verwendungen sind. Und und und …

Was dagegen ein qualitativer Ansatz sein kann, zeigt mal wiede die GLS Bank. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern der „Global Alliance for Banking on Values“, die Anfang März in den Niederlanden ins Leben gerufen wurde und z.B. die folgenden Ziele verfolgt:

Fazle Hasan Abed, Gründer und Vorsitzenden von BRAC während der Sitzung: „Wo auch immer wir in der Welt leben, ökonomisch sind wir zunehmend voneinander abhängig. Wenn wir die globalen Probleme, mit denen wir alle konfrontiert sind, angehen wollen, ist ein internationales Vorgehen notwendig. Wir glauben, dass diese Banken das Potential haben, die Architektur der Finanzwelt zu reformieren und dauerhafte Lösungen für bisher nicht oder unterversorgte Gemeinschaften und Sektoren anzustoßen.“

Die Diskussion über Leitlinien für Social Banking ist damit eröffnet

electrOUncle

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