Poste hier einen kurzes Zitat aus einem sehr interessanten Interview, welches ich bei netzwertig.com gelesen haben. Es ist immer gut auch mal kritische Stimmen zu Wort kommen zu lassen. Denn jedes Ding in dieser Welt hat mindestens 2 Seiten
Als die Welt vor rund 100 Jahren auf Glühbirnen umschaltete, tauschten wir gemütlichen Kerzenschein gegen Betriebsamkeit und Hektik rund um die Uhr. Was verliert die Menschheit diesmal in ihrem Pakt mit dem Netz?
Ich sehe diesem neuen System mit einer großen Portion Furcht entgegen. Wir neigen dazu, jede technische Revolution als Fortschritt zu sehen: bequemer, billiger, schneller. Was wir aus den Augen verlieren, ist der Verlust an Lebensqualität. Je mehr wir unsere Daten und unser Leben online verlagern, desto mehr verlieren wir unser Gespür für wirklichen Kontakt mit anderen Menschen und der Natur. Wir riskieren, unseren persönlichen Handlungsfreiraum einzubüßen, denn wir programmieren nicht nur dieses weltweite Netz – am Ende programmiert das Netz uns!
Das Zitat ist von Nick Carr. Mehr Informationen und das ganze Interview gibt es hier.
In Deutschland geistert gerade der offene Brief der Musikindustrie an Frau Merkel durch die Gazetten. Die Entdeckung der Nische, ermöglicht durch das Internet überflutet den Markt mit Musikstücken. Viele sind schlecht und werden niemals einen Abnehmer finden, viele sind allerdings sehr gut. Die Talentauswahl wird dadurch ein Stück weit demokratisiert. Es können nicht mehr nur jene mit Musik Geld verdienen, die das Glück hatten durch eine Plattenfirma oder einen Talentscout entdeckt zu werden, der zufällig genau diese Art von Musik mochte und somit über einen Plattenvertrag und entsprechende Promotion die Chance hatte in Funk und Fernsehen solange gespielt zu werden, bis sich auch entsprechende Käufer gefunden haben.
Die aus Sicht der Musikindustrie gute alte Zeit ist vorbei. Mangels eigener Ideen und neuer moderner Geschäftsideen hilft da nur noch der Ruf nach dem Staat. Leider unter Beteiligung zahlreicher sogenannter Künstler, die offensichtlich nicht wissen was sie tun.
Das man mit den Veränderungen auch anders umgehen kann, zeigt momentan die Band Radiohead. Zunächst bot man den Fans die Möglichkeit das letzte Album für den Preis im Internet downzuloaden, den man bereit war zu zahlen, jetzt haben die Fans die Möglichkeit einen aktuellen Song der Band zu remixen und ins Internet hochzuladen. Spannend wird es nun sein, zu beobachten, wie Radiohead mit diesen Songs umgeht. Was erhalten die Künstler und was wird aus dem geistigen Eigentum.
Prinzipiell läßt sich hieraus die Empfehlung an deutsche Musiker ableiten – zumindest an die, die den offenen Brief unterschrieben haben, die anderen sind da eh schon weiter – sich dem Mediume einfach zu nähern und auch mal die ein oder andere Idee einfach auszuprobieren. Lustig ist ja ohnhin, dass auschließlich solche Künstler unterschrieben haben, die in die Kategorie „Massengeschmack“ einzuordnen sind.
Der zweite Teil der witzigen und gelungenen viralen Finanzkampagne des Sparkassen- und Giroverbande Hessen-Thüringen (SGVHT) ist Online. Diesemal beschäftigt sich Badesalz mit der Altersvorsorge. Nicht so gut wie Teil 1, aber dennoch außergewöhnlich und witzig.
Die Financial Times Deutschland berichtet in Ihrer Ausgabe vom 14.04.2008 über die Fidor AG. Dieses Unternehmen möchte eine Internet Vollbank gründen. Die Kunden sollen Produkte bewerten können und an der Produktentwicklung beteiligt werden.
Hier ein Zitat des Vorstandes aus dem Artikel:
„Wir bauen derzeit eine Finanzcommunity auf und fragen dann, welche Produkte gefragt sind. Wir wollen, dass Geld Spaß macht und keinen Produktfriedhof“.
Das klingt prinzipiell doch sehr gut. Bleibt die Frage, ob die Verbraucher in Deutschland schon so weit sind und vor allem, ob das Unternehmen in der Lage sein wird:
1. Das Vertrauen der Kunden gewinnen und dauerhaft aufrechterhalten zu können.
2. Die notwendige Transparenz an den Tag zu legen.
3. Authentisch zu handeln und offen zu kommunizieren.
4. Einfache und leicht verständliche Produkte anzubieten.
5. Attraktive und preiswerte Produkte anbieten zu können.
Auf diesem Portal stehen Lebensversicherungen aller Art zum Verkauf, d.h das Ganze funktioniert nach einem Versteigerungsprinzip. Einfach mal vorbei schauen und angucken. Schade kommt etwas spät. Vor einigen Tagen hätte ich diese Plattform gebrauchen können.
Was ist Mode? Was ist modisch? Da sind die Geschmäcker ja zum Glück sehr unterschiedlich. Im Internet ist ja nach wie vor das Thema „Street Style Blogs“ sehr aktuell. Dort kann man dann meistens sehr bunt und individuell gekleidete zumeist recht junge Menschen betrachten. Die Vielfalt und Individualität der dort zu betrachtenden Fotos hängt dann wiederum von der jeweiligen Stadt ab.
Mode hat aber immer auch eine zeitlose Komponente. Der besondere und prägende Stil einer öffentlichen Persönlichkeit kommt hier ins Spiel. Auf Gq.com gibt es eine Liste solcher Stil prägender Persönlichkeiten. In unserem Straßenbild würde ich mir mehr davon wünschen. Dann würde ich mir auch häufiger mal einen Street Stlye Blog anschauen.
Eine Erkenntnis setzt sich durch. Einfache Finanzprodukte lassen sich besser verkaufen. Der Verbraucher möchte sich in der Regel nicht mit komplizierten und nur schwer durchschaubaren Zusammenhängen auseinander setzen. Allzu häufig erscheint die undurchschaubare Produktvielfalt nur ein Trick zu sein, um den Verbraucher unmündig zu halten.
Eine Aussage zum Produkt „Deutschlandrente“ und deren Qualität vermag ich nicht zu machen. Interessant finde ich allerdings, dass der Handel derzeit in Sachen „FInanzprodukte“ erneut Gas gibt und mit diesen Aktionen auch durchaus Erfolg hat. Die klassischen Finanzdienstleister geraten unter Druck. Marktanteile schwinden dahin bzw. werden auf immer mehr Anbieter verteilt.
Die Rheinland Versicherung und Arag verkauften innerhalb von 10 Tagen 5000 Stück von ihrer Deutschland Rente über die Plus Märkte
Und das nächste Handelsunternehmen bereitet bereits Aktivitäten vor. Angeblich wird es bei Aldi demnächst Versicherungsprodukte im Angebot geben.
Heise Online berichtet von einem US Start up, welches Anlegern die Möglichkeit bieten soll, bessere Zinsen zu erhalten. Der Anleger gibt die gewünschte Anlagesumme und seinen Renditewunsch an. Potentielle Investoren können dann auf diesen Kundenauftrag bieten.
Das System soll zunächst für Einzelzertifikate und hochverzinsliche Sparkonten angeboten werden. NeoSaej – so heißt dieses Startup- kann online noch nicht begutachtet werden, da es sich im sogenannten „Stealth-Modus“ befindet.
Die Frage beantwortet eine aktuelle Studie aus Kanada nicht. Allerdings gibt es dennoch interessante Erkenntnisse. Zum Beispiel wird der Einfluss bekannter Blogger auf Kaufentscheidungen offensichtlich überschätzt.
„According to a new study from Canadian research firm Pollara, self-described social media users put far more trust in friends and family online than in popular bloggers, or strangers with 10,000 MySpace „friends.“
In einem Artikel von mediapost.com werden weitere interessante Inhalte der Studie dargestellt:
Of more than 1,100 adults polled in December, nearly 80% said they were very or somewhat more likely to consider buying products recommended by real-world friends and family, while only 23% reported being very or somewhat likely to consider a product pushed by „well-known bloggers.“
Aufschluss- und lehrreich auch das folgende Zitat:
Yet, added Blackshaw, „understanding real influence, you have to look at a number of factors from the type of audience someone attracts, where their expertise lies, and the context in which other sites are linking to them.“
Social forms and institutions no longer have enough time to solidify and cannot serve as frames of reference for human actions and long-term-life plans, so indivduals have to find other ways to organize their lives.
-Zygmunt Bauman - Liquid Modernity-
A merry christmas and a happy new year to all my followers. Enjoy this christmas song by the PetShopBoys http://bit.ly/4o6INk -lasttweet2009 2 days ago
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