Finance 2.0 (electrouncle)

Social Banking Star: Caja Navarra

Juli 8, 2009 · 1 Kommentar

Vorwort für Sparkassen und Genossenschaftsbanken

Hierzulande wird das Thema „Social Banking“ an vielen Stellen ja tatsächlich noch müde belächelt. Sparkassen und vor allem auch Volksbanken Raiffeisenbanken galten lange Zeit als Auslaufmodelle ohne langfristige Perspektiven. Selbst die Mitarbeiter dieser Banken zweifelten am eigenen Modell , was bei einigen sogar den Wunsch erzeugte, lieber Direktbanken zu sein.  Kein Wunder also, dass es inzwischen einige bundesweit agierdende Volksbanken Raiffeisenbanken gibt, die auf Basis einer Zweitmarken Strategie auch Verbraucher außerhalb ihres Geschäftsgebietes ansprechen (z.B. Skatbank). Bei den Sparkassen gilt die 1822direkt als Vorreiter dieser Enwicklungen.

Konnte man eine solche Strategie zu Zeiten des web1.o noch nachvollziehen, so ergeben sich im sozialen Netz neue Chancen das bewährte Modell  (Social Banking ohne Internet)auch Online zu leben und sogar noch zu erweitern. Nur, die Sparkassen und Genossenschaftsbanken wissen dies in der Regel noch nicht und erneut besteht die Gefahr zu spät auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Das besondere an diesem fahrenden Zug ist übrigens, dass es eigentlich keine Passagiere gibt. Alle Insassen sind Zugführer, das ist nun mal das Prinzip von Social  Media und die Insassen sind auch nicht die üblichen Verdächtigen, sondern neue innovative Unternehmen (Fidor AG, Smava, whosefinance etc.), welche die Tatsache ausnutzen können, dass die Etablierten -nach eigener Einschätzung-  mehr zu verlieren als zu gewinnen haben.

Vorbilder

Manchmal braucht es ja Vorbilder, um die richtigen Schlüsse und Erkenntnisse ziehen zu können. Ein solches Vorbild könnten die deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken in der Nordspanischen Caja Navarra finden.

Civic Banking

Die Vison der nordspanische Bank Caja Navarra nennt sich Civic Banking. Schon diese Bezeichnung sagt aus, dass der Kunden bzw. der Verbraucher im Mittelpunkt des Handelns steht. Civic Banking ist in diesem Sinne also gleichzusetzen mit dem, was wir hier unter dem werthaltigen Aspekt von „Social Banking“ verstehen.

Civic Banking steht für Transparenz, Verantwortlichkeit und für soziale Kompetenz. Wobei soziale Kompetenz das Bemühen  ausdrückt, sich auch sozial in der Region zu engagieren und Projekte zu unterstützen, die regionale, gesellschaftliche, ökologische oder kulturelle Ziele verfolgen. Dieses Bemühen, treibt in Deutschland ja vor allem auch  die Sparkassen und Genossenschaftsbanken an. Prinzipiell geht es damit darum, dass sich das Unternehmenshandeln in erster Linie am Gemeinwohl orientiert.

5 Kundenrechte

  • Im Zentrum des Civic Bankings bzw. der Markenstrategie der Bank stehen dabei 5 besondere Kundenrechte.
  • Das Recht auf Information darüber, wieviel Geld die Bank mit dem Kunden bzw. seinen Einlagen erwirtschaft.
  • Das Wissen und die Entscheidungsbefugnis darüber, wie die Einlagen der Kunden investiert und diese Investionen zum Laufen gebracht werden
  • Das Recht zu bestimmen, wie die Gewinne der Bank eingesetzt werden sollen, um soziale Projekte zu unterstützen.
  • Das Recht auf Informationen darüber, wie sich diese sozialen Projekte entwickeln..
  • Das Recht oder die Möglichkeit in den sozialen Projekten selber akitv zu werden ,d.h also akiv mitzuarbeiten.

Social Media

Die Bank hat natürlich auch relativ schnell erkannt, dass ihr Civic Banking Modell zwingend eine Nutzung des sozialen Internets erfordert. Nähe, Transparenz und Authentizität lassen sich gerade mit diesem Medium intensiv leben. Eine Nicht Nutzung dieser Möglichkeiten würde den gesamten Ansatz des Civic Bankings in Frage stellen, denn schließlich ist das Internet die Plattform, die von Menschen genutzt wird, um sich auf Online (Markt)-plätzen über die Themen auszutauschen, welche für sie eine tägliche Relevanz haben (z.B. Finanzen)

Insofern ist die Caja Navarra teil einer Community, an der sie selber aktiv teilnimmt und deren Ausbau sie ständig fördert und unterstützt. Die Caja Navarra möchte für ihre Kunden mehr sein als ein Produktanbieter und sieht sich eher als Helfer oder sogar Freund in Sachen Finanzen und verwandten Themen. Und diese Haltung oder Sichtweise wirkt nicht wie ein aufgesetztes Marketing Konstrukt.

Kein Wunder also, das man die Bank bei twitter, youtube,Facebook, Flickr und Friendfeed findet. Die Aktitvität beschränkt sich dabei nicht gerade zurückhaltend.  Mehr als 2000 Tweets und mehr als 500 Follower und 250 Flickr Fotos sprechen für sich.

Zusätzlich Besitzt und betreibt man das grösste Soziale Netzwerk in Spanien mit über 1000 Blogs über sozial verantwortliche Projekte und eine eigene Civic Ba nking Community. Darüber hinaus gibt es weitere eigene Communities, welche die Caja Navarra Marke und Vision leben: Volcan,Eurecan, Tribucan, Pluralcan,estar en la lista (p2p lending)

Kunde und Kundenwünsche im Fokus

Civic Banking stellt Kunde und Kundenwünsche in den Mittelpunkt. Dies bedeutet auf eine Vielzahl unterschiedlicher Bedürfnisse  reagieren zu können. 250 mobile Vertriebler, kommen zum Beispiel auf Wunsch  auch direkt  zum Kunden nach Hause.  Die Filialen sind als Treffpunkte bzw. Community Spaces organisiert. Jeder kann sich dort aufhalten, um kostenlos im Internet zu surfen. Und einmal in der Woche findet in jeder Filiale eine besondere Veranstaltung statt. (Konzerte, Vorträge, Lesungen, Theater Vorstellungen)

Im Rahmen des „Du wählst, du entscheidest“ Kunden Programms können die Kunden aus 9 generellen Kategorien 3 spezielle Projekte wählen, die diese unterstützen möchten. Die Kategorien beschäftigen sich dann u.a. mit Themen in den Bereichen, Forschung, Kooperation, Umwelt, Sport und Freizeit, Behinderung und Gemweinwohl, Unternehmensgründung und Arbeit. Natürlich können auch eigene Projekte vorgeschlagen werden.

Jedesmal, wenn der Kunde ein Produkt oder eine Dienstleistung von Caja Navarra in Anspruch nimmt, wird  gemeinsam entschieden, wo die Gewinne investiert werden sollen. Dadurch entsteht eine enge Bindung an die Bank und die entsprechende Community. Zwischen Bank, Kunde und sozialem Projekt wird eine Beziehung hergestellt, die weit über die typische Kunde – Bank Beziehung hinaus geht.

Im Jahr 2008 entschieden 500.000 teilnehmende Kunden darüber, wie 50 Millionen Euro an 2700 Projekte verteilt wurden.

Transparenz und Feedback

Einmal im Jahr erhalten die Kunden ein Informationsschreiben der Bank, welches die Aktivitäten der Bank inklusive Gewinne und deren Verwendung offenlegt.

CAN hat Verfahren etabliert, über welche die eigene Vision und die Umsetzung der propagierten Ideale z.B. anhand von Kundenbefragungen regelmässig überprüft werden. Dabei werden die Kunden auch gefragt:“Was würden Sie tun, wenn Sie Manger wären oder eine Bankfiliale leiten würde?“

Die Skeptiker werden an dieser Stelle fragen. Was bringen diese ganzen Aktivitäten denn überhaupt außer mehr Arbeit und Mühe?

Ergebnisse

Zwischen 2001 und 2007 hat sich die Caja Invest in der Liste der Banken mit dem höchsten Return on Invest der Eigenkaptialquote vonPlatz 41 auf Platz 4 verbessert.  In der Kategorie  Gewinn nach Steuern kletterte man von Platz 20 auf Platz 12. Bei der Marge pro Mitarbeiter von 16 auf 5.

Fazit

Es macht also Sinn die Dinge so zu tun, wie der Verbraucher es sich wünscht. Unternehmen die Nützliches machen und dabei darauf achten negative Effekte zu verhindern haben eine Chance. Man muss nicht google, amazon oder ebay oder apple gründen, um erfolgreich sein zu können. Es reicht schon aus sich mit deren Erfolgsmodell zu beschäftigen. Macht Dinge, die den Menschen wirklich einen Nutzen bringen. Denkt und handelt nachhaltig. Orientiert euch am Gemeinwohl. Betrachtet das grosse Ganze.

Fazit II (mit Widmung)

Und für Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Manchmal gibt einem das Leben eine zweite Chance. Das was vor kurzer Zeit als veraltet belächelt wurde, ist in Wirklichkeit hochmodern und das Internet muss für eure Geschäftsmodelle keine Bedrohung sein, wenn ihr es schafft eure Visionen zu modernisieren und mit den Menschen über das Internet (und überall sons) in menschlicher Stimme und Sprache zu kommunizieren.

Schlussbemerkungen: Da ich der spanischen Sprache leider nicht mächtig bin, sind alle Informationen dem folgenden Blogbeitrag entnommen.

Caja Navarra: Pioneers in Civic Banking – The Financial Brand.com

Auf die Caja Navarra wurde ich allerdings schon vor längerer Zeit über Twitter aufmerksam bzw. über den Tipp eines Twitter Kollegen. Hoffe demnächst mal direkte Infos von der Caja Navara hier posten zu können. Ich arbeite daran.

civic bankingDieses Bild stammt von der Internetseite der Caja Navarra: www.cajanavarra.es

Boris (oder der electrouncle)

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John Bird + John Fortune erklären die Finanzkrise

Juli 5, 2009 · Kommentar schreiben

Schon etwas älter. Aber absolut brilliant.

Teil 1

Teil 2

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Fidor AG nutzt die gesamte Social Media Palette

Juli 5, 2009 · Kommentar schreiben

Manchmal wundert man sich über sich selbst. Obwohl ich die Aktivitäten der Fidor AG schon eine Weile verfolge, war ich bisher gedanklich doch noch nicht so weit die Fidor AG als echte Bank zu betrachten, obwohl die vollständige Banklizenz ja auch schon seit einiger Zeit vorliegt. Aus diesem Grund ist die Fidor AG bisher nicht in der Liste der Social Media nutzenden Banken aufgetaucht. Was eigentlich schon einer unverschämten Ignoranz gleicht, denn kein deutscher Finanzdienstleister nutzt so viele Social Media Dienste wie die Fidor AG und was man darüber hinaus noch sagen muss:

Hier agiert (schreibt, antwortet und diskutiert) der Vorstand persönlich.

Deutlicher kann man als Unternehmen  kaum demonstrieren, wie wichtig man diese Dialogmedien und die Bedürfnisse der Verbraucher nimmt. Hut ab und weiter so!

Alle von Fidor genutzten Social Media Dienste deshalb jetzt auch in meiner SocialMediaListe oder direkt im Fidor Blog.

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Gute Nachrichten

Juli 3, 2009 · Kommentar schreiben

An vielen Stellen liest man aktuell vom neuen Banking. Begriffe wie Social Banking, Banking2.o, Different Banking oder Next Banking machen die Runde. Die “neuen” Ansätze sind in der Regel mit der Hoffnung verbunden, dass sich etwas ändern möge, dass Transparenz, Vertrauen, Ehrlickeit, Authentizität, Menschlichkeit und Ehrbarkeit in die Bankenbranche ein- oder zurückziehe.

Was mich an der gesamten Diskussion und am Banken Bashing ein wenig stört ist, dass nun alle Banken und alle Bankmitarbeiter über einen Kamm geschoren  bzw. in Kollektivschuld genommen werden. Ich treffe in meiner täglichen Praxis zahlreiche Bankmitarbeiter, welche eine solche Behandlung mit Sicherheit nicht verdient haben. Für manche Banken gibt es deshalb auch durchaus gute Nachrichten. Auf All4Finance kann man nachlesen, welche Banken das Zeug zum Krisengewinner haben.

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Auch als Gewinner sollte man aber an sich arbeiten und den Menschen ins Zentrum des eigenen Handelns stellen. Echte und authentische Problemlösungen sind gefragt. Banken müssen aus Leidenschaft und mit Respekt handeln und sie sollten wirklich nützliche und nicht schädliche Problemlösungen anbieten.

Die ING in Kanada bewegt sich mit ihrer neusten Idee in die richtige Richtung. Über einen Twitter Stream ermöglicht man Bankkunden den Vergleich von Bankgebühren.

ING Direct in Canada has launched “Fee Tweeter”, a new application which enables users to tweet and compare their bank fees with other users.

Mehr darüber bei Finextra:

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Neue innovative Produktideen sind immer eine  gute Nachricht. Und wieder kommt die gute Nachricht von der ING. Diesmal allerdings der niederländishen ING. Wer bei der ING eine Hypothek aufnimmt kann Menschen in Bangladesh und Indien dabei helfen ein Haus zu finanzieren. Dafür können Sie 300 Dollar verschenken, welche die ING auf 600 Dollar aufstockt. Mehr Infos bei springwise oder direkt auf der Seite der ING.

Die ING lernt indem sie Dinge macht und anbietet, welche für Menschen wirklich nützlich sind. Damit orientiert man sich an Unternehmen wie google, apple, ebay,amazon etc. . Allesamt Vertreter der Ökonomie 2.o

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Schlechte Nachrichten

Juli 3, 2009 · Kommentar schreiben

Die Protestwoche ist vorerst vorbei. Die Lektüre von Tageszeitungen, Blogs und auch das Anschauen von Fernsehsendungen bzw. das Anhören von Radiosendungen macht einen aktuell aber nicht gerade glücklich. Es gäbe akuell viele Gründe die Protestwoche zu verlängern. Vor allem in der Finanzbranche hat man anscheinend überhaupt nichts hinzugelernt.

Davon berichtet mit mehreren Beispielen der interessante neue Social Banking Blog von Lothar Lochmeier. Alle Achtung ein vielversprechender Start. Der Besuch des Blogs sei hiermit allen Lesern wärmstens empfohlen.

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In einem TAZ Interview mit Dietrich Wild von der Nachhaltigkeits-Rating Agentur kann man nachlesen, dass es vor allem in Sachen Nachhaltigkeit – sicherlich ein Grundprinzip von Social Banking bzw. die Basis tragfähiger Wirtschaftsmodelle – um die meisten Banken nicht besonders gut bestellt ist.

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Die New York Times berichtet, dass China – in der üblichen Angst vor demokratischen Bedrohungen-nun auch die bedeutender werdenden virtuellen Währungen beschränken möchte. Besonders interessant ist hierbei allerdings, dass virtuelle Währungen in China anscheinend bereits eine hohe Bedeutung haben und teilweise als alternatives Zahlungsmittel verwendet werden und eine Art Untergrund Wirtschaft entstanden ist.

Last year, nearly $2 billion in virtual currency was traded in China, according to the China Internet Network Information Center. Some experts say they believe there is a much larger underground economy in the virtual world.

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Eine weitere schlechte Nachricht, die mit der Banken Branche auf den ersten Blick gar nichts zu tun hat. Vor knapp einer Woche starb Michael Jackson, dem ich hier als herausragendem Musiker und Tänzer gerne Tribut zollen möchte. Das Michael Jackson eventuell doch mit der Finanzkrise zu tun hat, kann man eindrucksvoll in einem Artikel von Umair Haque nachlesen. Aus der Reihe “Zombie Economy”

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Wrong ( Tag 7 der Protestwoche)

Juli 1, 2009 · Kommentar schreiben

Tag 5 und 6 mussten leider ausfallen. Es gibt wirklich Tage an denen man nicht dazu kommt das Internet zu nutzen. Das gilt vor allem dann, wenn man auf einer Dienstreise sein Laptop vergisst.

Die Protestwoche endet also heute mit einem Lied, das andeuten soll, dass vieles falsch läuft in diesem Land. Man soll ja nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, aber da geben Politiker 50 Millionen Euro für ein Unternehmen aus, die es verpasst haben ihr Geschäftsmodell frühzeitig zu innovieren und an sich verändernde Märkte anzupassen. Auf der anderen Seite wird ein für die Entwicklung von Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft so wichtiges Medium wie das Internet aufgrund mangelnder Kompetenz von Politikern und anderen Vertretern mächtiger institutioneller Einrichtungen durch sinnlose Gesetze behindert. Die makellose Rhetorik der Mächtigen bringt dabei die Massen, die ohnehin andere Probleme haben, leicht hinter sich. Hubert Burda spricht in einem FAZ Beitrag von gestern von Fair Play und und ruft eigentlich nur nach neuen Gesetzen, um die  klassischen Medien (den sogenannten Qualitätsjournalismus)zu schützen oder zu retten. Es hat also nicht sehr lange gedauert. Die Trittbrettfahrer des ersten Internetsperrgesetzes haben sich schnell in Position gebracht. Schliesslich ist ja auch Wahlkampf

Da bleibt doch nur ein Wort “WRONG” und ein Video.

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Out of time (Tag 4 der Protestwoche)

Juni 28, 2009 · Kommentar schreiben

Heute schon wieder ein neue dumme Idee eines Politikers als Antwort auf das spickmich Urteil. Und weitere Verbote zum angeblichen  Schutz des Bürgers. Wer hier wohl wirklich geschützt werden soll?

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I fought the law- The Clash (Protestwoche Tag 3)

Juni 27, 2009 · Kommentar schreiben

Gegen das Neue gibt es immer auch Widerstand

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Heroes

Juni 26, 2009 · Kommentar schreiben

Eigentlich ein Liebeslied. Aber es passt trotzdem hierhin.

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We are the people: Protestwoche

Juni 25, 2009 · Kommentar schreiben

Die Protestwoche beginnt. Eine Woche kein Blogbeitrag zum Thema Finance 2.0. Eine Woche lang jeden Tag ein Musikvideo. Keine klassischen Protestsongs, die sind ja sehr häufig musikalisch eher grenzwertig. Also keine Angst Joan Baez kommt hier nicht. Stattdessen Songs mit Aufbruchstimmung und mit klugen Sätzen, die ich als Gegenmotto oder Botschaft für diejenigen verstehen möchte,

  • die das Internet kontrollieren oder zensieren möchten,
  • die mit Hilfe von Juristen, Parteien oder Lobbyverbänden ihre überkommenen Geschäftmodelle bewahren möchten,
  • die das Medium Internet verteufeln oder unter der Rubrik Kulturverfall einordnen,
  • die verständnislos den jungen Menschen gegenüber stehen, für die das Internet ein sozialer Lebensraum und keine Datenbank ist,
  • die mit Hilfe des Internets ihre unsauberen Geschäfte fortführen möchten,
  • die das Medium verteufeln und nicht den dahinterstehenden Menschen als Ursache möglicher schädlicher und negativer Entwicklungen sehen,
  • die immer zwischen Gut und Böse, Schwarz oder Weiss, wichtig oder unwichtig unterscheiden müssen,
  • die nicht aus ihren überkommenen Denkstrukturen heraus können und nicht verstehen,dass die Welt sich verändert und alles kontingent und veränderbar ist,
  • die unter Politik Stimmenfang und Regierungsverantwortung verstehen, die kein Geld für Bildung aber für viele andere Dinge übrig haben,
  • die nicht erkennen, dass wir neue Institutionen brauchen bzw. dass die institutionellen Grundlagen unserer Gesellschaften und Ökonomien von der Realtität inzwischen abgehängt wurden,
  • die Dinge machen oder Produkte und Dienstleistungen anbieten, die nicht zählen, die nicht zuhören, keine Gespräche führen, ständig senden und die kontrollieren wollen, die schon wieder weiter machen wie bisher,
  • die nicht erkannt haben, dass das Ende des Wachstums 1.0 erreicht ist,
  • die immer noch nach dem „Ich“ Prinzip handeln und das „Wir“ des Internets nicht mitgehen können oder wollen,
  • die ihr Weltbild mit Gewalt durchdrücken, manifestieren und verbreiten möchten, (es ist vorbei Mr. Ahmadinedschad)
  • die keine Leidenschaft und keinen Respekt für das aufbringen, was Sie tagtäglich tun und für die Menschen für die Sie dies tun (sollten)
  • und diejenigen die vergessen haben, dass We are the peoplesind

Passend zu meinem Anliegen hier noch einige Links auf lesenswerte Artikel zum Thema

http://blogs.harvardbusiness.org/haque/2009/06/revolution.html

http://www.fischmarkt.de/2009/06/reif_fuer_den_rueckschlag.html

http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2151

http://netzwertig.com/2009/06/18/bundestag-beschliesst-internetsperren-der-anfang-vom-ende/

Listen and enjoy

Den Song fand ich übrigens schon im November oder Dezember,  als ich ihn erstmals auf BFBS gehört habe, sehr schön.

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