So viel Social Business

Machen wir einen Unterschied

Die Welt kann besser werden. Es muss nur genügend Menschen geben, die etwas dafür tun. Was tun? Einen Unterschied machen. Eine Idee umsetzen, von welcher die Menschen oder  Kunden sagen: Durch diese Idee, dieses Produkt oder diesen Service wird mein Leben besser.

Menschen, die sich vor der Umsetzung Ihrer Idee die Frage stellen: Wie kann ich das Leben von Menschen verbessern, gibt es offenbar genug. In den letzten 3 Wochen habe ich unzählige gefunden. Einige habe ich gesucht. Die meisten sind über meinen Interest Graph zur mir gelangt.

Hier sind noch einmal 40 Unternehmen, Produkte oder Ideen. Gefunden auf trendhunter.com. Angefangen bei utopischen Öko Villen über recycelte afrikanische Taschen bis hin zu Hip Hop Social Enterprises.

http://www.trendhunter.com/slideshow/socially-conscious-videos

Auch Musik kann Wirkungen erzielen. Steht sie nicht eigentlich auch für Devianz? Zumindest früher war das noch so. Die Seite Mideast Tunes, die es auch als iphone App gibt, verfolgt das folgende Ziel:

Music for social change

http://mideastunes.com/

Musik ist eine kraft- und machtvolle Möglichkeit sich auszudrücken. Über die Kraft der Musik verbreiten wir unsere Forderung nach Meinungsfreiheit und Demokratie. Auf Mideast Tunes werden junge Talente gefördert. Die musikalisch Kultur überwindet nationale Grenzen und erzeugt ein Gefühl der Gemeinsamkeit. Mideast Tunes wird als Plattform junge Künstler aus dem mittleren Osten und Nord Afrika ermutigen, inspirieren und der Welt vorstellen

Und auch diese Aktivität zeigt: Das Internet bietet Möglichkeiten, die noch keine Generation zuvor hatte. Mit den geringsten Mitteln können Plattformen entwickelt und genutzt werden, die sogar Staaten ins Wanken bringen.

Ironiemodus ein: Bald womöglich auch die Film- und Musikindustrie. Nein – das ist wohl doch nur ein Traum. Ironiemodus aus!

Mehr Game Changer findet man hier

http://gamechangers500.com/

Und soziale Entrepreneure gibt es hier

http://ideamensch.com/33-entrepreneurs-who-make-this-world-a-better-place/

Und wann legen wir los?

Onereceipt vertreibt mir die Wartezeit

Was es auch ist, ich bin dagegen (Groucho Marx)

Es ist noch gar nicht so lange her, da mussten wir zur Bank gehen, um Bankgeschäfte durchführen zu können. Heute nutzen fas 50 % der Bankkunden Online Banking. Als es mit dem Online Banking losging, konnte sich fast niemand vorstellen, den grössten Teil seiner Bankgeschäfte Online durchzuführen. Hätte man damals auf einer beliebigen Straße gefragt: Würden Sie Ihre Bankgeschäfte über das Internet abwickeln? hätten die meisten Menschen mit „Nein“ geantwortet. Und ein wesentlicher Grund für diese Antwort lag in der mangelnden Erfahrung und Vorstellungskraft der befragten Menschen. Denn wer sich überhaupt nicht mit dem Thema beschäftigt und keine Kenntnis über mögliche Abläufe oder auch Chancen hat, wird sich nicht vorstellen können, sein  über Jahre geübtes bewährtes Verhalten zu verändern.

German Angst hilft gegen Konkurrenz

Hinzu kommt dann noch die sogenannte German Angst, mit welcher die Engländer einen Begriff für die typisch deutsche Zögerlichkeit geprägt haben, die es uns so schwer macht sich auf Veränderungen einzulassen.

Spulen wir wieder vor  in das Jahr 2012. Die meisten Deutschen antworten auf die Frage, ob sie sich vorstellen können mit dem Mobiltelefon zu bezahlen, natürlich noch mit Nein. Und die Argumente dagegen sind ähnlich wenn nicht sogar gleich, wie bei der Frage nach dem Online Banking. Ich sage allerdings voraus, das es keine 10 Jahre mehr dauern wird, bis eine Mehrheit der Deutschen nicht nur mobile Banking sondern gleich mobile Payment nutzen werden. Mir persönlich reicht ja neben der Bequemlichkeit schon die Aussicht darauf

1. Kein Kleingeld mehr zu benötigen

2. Keine Karten mehr zu benötigen

3. Keine Quittungen mehr zu benötigen

4. Keine Rechnungsdaten mehr händisch in ein Überweisungsformular oder in das Online Banking übertragen zu müssen

5. Dadurch keine Geldbörse und keine Ablagefläche mehr zu benötigen

6. Jederzeit alle finanzrelevanten Informationen an einem Ort zur Verfügung zu haben

7. Endlich einmal auch an Rabattaktionen teilnehmen zu können, weil die Teilnahme nicht mehr so aufwändig sein wird

Erst mal keine Quittungen mehr

Bis es aber soweit ist, freue ich mich aber über jeden kleinen Schritt in diese Richtung. So zum Beispiel über das Angebot des Unternehmens onereceipt

Onereceipt bietet die Möglichkeit alle Belege und Quittungen an einem Ort zu speichern. Und zwar in der Cloud. Nicht digitale Belege können fotografiert und per Mail an onereicpt gesendet werden. Dort können die Ausgaben übersichtlich dargestellt und dadurch natürlich optimiert werden. Außerdem erfährt“ man, was man im letzten Monat getan hat“. Was mit zunehmendem Alter ja auch ganz vorteilhaft sein kann. Natürlich gibt es auch Belohnungen für die gespeicherten Quittungen. Und was der Deutsche gern hören wird. Es ist sicher.  Es folgt Grund No.8. Quittungen solle ja Krebs erregend sein.

Blog von onereceipt

http://blog.onereceipt.com/

Artikel: A year reviewed in receipts

http://www.jengirdish.com/2012/01/file-under-lists-a-year-reviewed-in-receipts/

Don´t break the Internet

Sicherlich wird es auch bei uns bald soweit sein. Deshalb mache ich mich direkt mal verdächtig und poste diesen kurzen Vortrag von Clay Shirky. Das Video kommt von Tec.com  (Ideas worth spreading) und gefunden habe ich es im Blog Six Pixels of Seperation.

Das was amerikanische Medien Lobbyisten in den USA gerade durchzusetzen versuchen, ist natürlich auch das Gegenteil von Social Business. Es ist der Versuch eine – für einige Unternehmen – sehr lukrative alte Welt zu erhalten. Eine Welt in der die Konkurrenten rar und die wirtschaftliche und meinungsbildende Macht dafür um so größer war. Und nun werden wir von diesen Unternehmen alle zu Dieben gemacht, damit die alten Herren einen luxoriösen und dekadenten Lebensabend genießen können. Es hat sich wohl doch nicht so viel verändert seit der französischen Revolution.

Und danach direkt „Thieves like us“ von New Order hören. Das gibt es hier.

http://www.youtube.com/watch?v=Fc1ldXDJicY

Ein schönes Wochenende noch

Social Business: Roozt, coole Produkte, inspirierende Marken, etwas verändern!

Jung denkt anders

Gerade jungen Unternehmer scheint es nicht mehr auszureichen ein Unternehmen zu gründen, um damit Geld zu verdienen.  Immer mehr Gründer möchten gleichzeitig etwas Gutes tun oder sie richten ihr Unternehmen von Anfang an so aus, dass möglichst keine negativen externen Effekte als Teil des unternehmerischen Prozesses erzielt werden.

Das amerikanische Unternehmen Roozt – aktuell noch im Alpha Modus – tritt mit dem Slogan an:

Cool Products, Inspiring Brands, Real Impact

Und fügt den Untertitel „Next Generation Online Shopping“ hinzu. Das Online Shopping Erlebnis vollendet sich in 4 Schritten

  • Spannende und coole Produkte von ebenso coolen Marken finden
  • Schauen, wie das Unternehmen versucht, sich für eine besserer Welt zu engagieren
  • Von sozial verantwortlichen Unternehmen einkaufen
  • Inhalte und Käufe teilen und dafür Belohnungen erhalten
Das amerikanische Wirtschaftsmagazin Forbes bezeichnet Roozt und seinen Gründer Brent Freeman als Namen, von dem in 6 Monaten die ganze Welt sprechen wir.
Der Gründer ist wohl ein sozialer Pionierunternehmer. Was ihn antreibt?
His business model always resonated with me,” exclaims Freeman. He adds, “That you can take a for-profit biz model and scale it to make a difference that not only has a tangible impact on the world but also a tangible impact on the balance sheet is inspiring”
Artikel von Forbes.com
Die Internetseite des Unternehmens

http://www.roozt.com/

Und was denken Sie?

Don´t be too evil

Das klingt doch eigentlich wie die perfekte Vision eines Unternehmens, welches wir in die Kategorie Social Business einordnen würden. Und in der Tat entspricht google vielen Kriterien eines „Social Businesses“. Offenbar ist es aber im Alltag gar nicht so einfach dieser Vision zu folgen. Je größer ein Unternehmen wird, desto eher scheint aus dem offenen und geliebten Disruptor ein selbstsüchtiger Gigant zu werden, der alles tut, um Konkurrenten abzuwehren.Die finden wir Böse

Die Finden Wir Böse

In den USA kämpfen die gut vernetzten Lobbyisten der Filmindustrie, gegen die Jungspunde aus der Internetbranche, um die alten Verhältnisse wieder herzustellen. Das Internet reagiert empört und reagiert mit machtvollen Protestaktionen. Das ganze nennt sich Sopa (Stop Online Piracy Act) in dessen weiterem Verlauf das ganze Internet schwarz und leer werden könnte. Zumindest temporär.

Wikipedia zum Stopf Online Privacy Act

Die nennen wir nützlich

Aber auch google ist nicht ohne Schuld bzw. verwendet die gleichen Methoden. Um das eigenen soziale Netzwerk zu stärken,  beschädigt das Vertrauen der Nutzer, indem man deren Inhalte ungefragt einfach in die öffentlichen Suchergebnisse pumpt und dabei noch das eigene soziale Netzwerk höher priorisiert als die Konkurrenz – also zum Beispiel twitter.

Kritischer Artikel zu googles neusten Entwicklungen der Suche

(Quelle Mediapost.com)

Die lieben wir, obwohl..

Facebook ist immer wieder in der Diskussion. Mal berechtigt, mal unberechtigt. Sehr häufig begleitet von übertriebenen Reaktionen durch Medien, Politik und den anderen bedrohten Unternehmen und Institutionen. Allerdings muss der werte Nutzer immer mal wieder genauer hinschauen, was denn mit seinen Daten eigentlich alles gemacht wird und ob die kostenlose Nutzung z.B.aufwiegt, wenn – wie aktuell geschehen – alle geposteten Beiträgen, die im politischen Wahlkampf verwendet werden können, d.h die einen direkten Bezug zum aktuellen Wahlkampf in den USA haben, direkt an die Reaktion des Newsportals Politico gesendet werden. Natürlich ohne den Nutzer zu fragen.

The social network is now mining public and private Facebook posts for data that Politico can use in its reporting. Anytime you reference Mitt Romney driving to Canada with the family dog strapped to the roof of his car (that means you, Gail Collins), Facebook will tabulate your feelings about it and send it over to Politico’s editorial desk.

Quelle: Mediapost.com

Artikel von npr.com der Licht in das Rätsel bringt

Wer nicht böse ist, der werfe…

Wem kann man also heute überhaupt noch vertrauen? Klar, das nennt mal wohl Vertrauenskrise und beinahe täglich erfährt und fühlt man, dass wir mitten drin sind. Wie war das noch mit dem Bundespräsidenten?  Und was war mit dem gesunkenen Kreuzfahrtschiff? Welche ökonomischen Prinzipien haben hier mehr als 20 Menschen das Leben gekostet? Orientiert sich Apple an Prinzipien der Nachhaltigkeit oder reicht es aus einfach nur cool und praktisch zu sein? Es reicht wohl aus. Geht Social Business überhaupt noch, wenn das Unternehmen wächst? Ist Wachstum deshalb vielleicht sogar ein Ziel, welches gar nicht zu Social Business passt, weil man dann den Spielregeln der Großen folgen  oder die eigenen Spielregeln auslegen muss. Oder weil man den Kontakt zu seinen Kunden verliert und mit jedem neuen Kunden die Befindlichkeit und Zufriedenheit eines einzelnen Kunden an Bedeutung verliert. Vielleicht hilft Social Media, die Verbindung zum Kunden nicht zu verlieren bzw. ermöglicht sogar den Kunden direkt einzubinden. Ist es aber wirklich Social Business, wenn mir ein Unternehmen nicht mehr die eigenen Lösungen sondern die Lösungen der anderen Kunden verkauft und dafür dann auch noch Geld nimmt. Wofür brauche ich eigentlich Unternehmen? Um Bedürfnisse zu befriedigen, die ich ohne die Unternehmen gar nicht hätte?

Um aber realistisch zu bleiben. Als Kunde werde ich – wenn ich z.B. keine Wurst mag* – niemals die 100 % Transparenz und Kompetenz haben, um letztendlich dass wirklich nachhaltige und schadlose Produkt auszuwählen. Zumal Nachhaltigkeit ja auch seinen Preis hat und das Geld schränkt unsere Spielräume ein.

* kleine Anspielung auf die Frage, ob die ING Diba Herrn Nowitzki Wurst essen lassen darf. Ich denke Sie darf. Unser Hund bestätigt dies gerne. Andere können auch anderer Meinung sein, aber ob man dafür die Facebook Seite einer Bank zumüllen muß? Social Business kann man auch auf die Spitze treiben. Ab morgen   gibt es wieder Beisspiele.

Bilanz für 2011: Banken auf dem Facebook Prüfstand

Dies ist ein GASTBEITRAG von Tobias Lampe Leiter Digital bei KEYLENS Management Consultants.

Im Jahr 2011 haben viele Kreditinstitute neue Facebook-Präsenzen auf- oder bestehende erheblich ausgebaut.  Um mehr Transparenz in das muntere Treiben zu bringen, hat die Strategieberatung KEYLENS in Zusammenarbeit mit der Uni Bremen für das vergangene Jahr eine Übersicht erstellt (vollständige Studie hier zum Download):

Für viel Aufsehen hat die Sparkasse mit ihrer in eine cross-medialen Kampagne eingebetteten Facebook-Seite „Giro sucht Hero“ gesorgt: fast 130.000 Fans zum Jahresende sind in Deutschland ein konkurrenzloser Wert für die Branche; seit Ende der Kampagne ist die Zahl jedoch rückläufig. Der Deutschen Bank reichten 15.000 Fans für einen Platz im Spitzenfeld (Grafik 1) – auf ähnliche Werte kamen in Österreich die Clubseite der Raiffeisen Bank, die Jugendseite der BAWAG PSK, der Auftritt von Erste Bank und Sparkasse sowie die Aktivcard-Seite der Volksbank. Den Schweizer Benchmark bildet die der Studentencard gewidmete Seite der Kantonalbank mit über 18.000 Fans. International befindet sich die Charityseite der Chase Bank mit über 3 Millionen Fans aber noch einmal in einer anderen Liga.

Grafik 1

Die Anzahl der Fans allein kann jedoch kein Erfolgskriterium sein, stattdessen interessiert die bei Fans generierte Aktivität. Facebook-Seitenbetreiber haben bei der Messung dieser Aktivität Zugriff auf differenzierte Facebook Insights und auch  über Web Analytics. Ohne Zugriff auf diese Daten lässt sich zwar kein abschließendes Urteil über Erfolg oder Misserfolg der betrachteten Seiten fällen, aber dennoch ein differenziertes Bild zur allgemeinen Resonanz der Fans auf die Facebook-Aktivitäten der Banken zeichnen.

Dabei zeigt sich, dass nur ein minimaler Bruchteil der Fans jemals in Form eines Kommentars oder eines initialen User-Postings aktiv wird. Teilt man etwa die in 2011 pro Seite angefallenen User-Postings durch die jeweilige Anzahl der Fans, dann ergibt sich ein mickriger Wert von 3,3 % (Grafik 2). Das bedeutet, dass innerhalb eines ganzen Jahres maximal nur jeder 33. Fan einmal einen eigenen Beitrag auf der Pinnwand schrieb. Einen deutlich besseren Wert erreichte die Seite „Finanzkrise: Sparkassen im Dialog“: Diese ist eine Reaktion auf die Occupy-Bewegung und wird tatsächlich von deren Vertretern als Plattform für kritische Fragen genutzt, was einen vergleichsweise hohen Wert von 18% generierte.

Grafik 2

Etwas häufiger als eigene Beiträge kommentieren Fans im Allgemeinen die Beiträge der jeweiligen Institute, oder adeln diese mit einem Klick auf „Gefällt mir“. Interessant ist dabei nicht nur die absolute Anzahl, sondern das Verhältnis dieser beiden Kennzahlen. Bei der Deutsche Vermögensberatung AG wurde beispielsweise ein Beitrag 16mal so häufig mit einem „Gefällt mir“ versehen als kommentiert. Mit diesem Extremwert erreichte die Facebookseite der DVAG mehr „Gefällt mirs“ als jede andere deutschsprachige Seite. Am anderen Ende der Skala befindet sich die Facebook-Seite der Postbank, die sogar mehr Kommentare als „Gefällt mir“ erhielt.

Welches Verhältnis hier gut oder schlecht ist, kann pauschal nicht beantwortet werden. Wer vor allem den Dialog sucht, wird tendenziell stärkeren Wert auf Kommentare legen. Werden dagegen primär markenbildende Botschaften verbreitet,  dann erhält die Anzahl der „Gefällt mir“ verstärkt Relevanz. Zumindest auf eine dieser zwei Resonanztypen werden jedoch die meisten Facebook-Verantwortlichen hoffen. Schließlich sollen die im Durchschnitt mehr als einmal täglich geposteten Unternehmensbeiträge nicht völlig ohne Wirkung bleiben.

Ob die erzielte Resonanz gemessen an der Anzahl der Fans und der eigenen Postings befriedigend ist, darüber gibt ein REACH-RESPONSE-Vergleich Aufschluss, wie in der folgenden Matrix (Grafik 3) dargestellt. Für die beiden Achsen sind Werte von 0 bis 100 möglich, wobei zur Nivellierung zu starker Größenunterschiede logarithmische Skalen genutzt werden. Es zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen REACH und RESPONSE. Während jedoch die Seiten der DVAG oder von Ing-Diba bei gegebenen REACH einen überdurchschnittlichen RESPONSE erzielten, ist dieser Wert beispielsweise für die Seite der Deutschen Bank leicht unterdurchschnittlich.

Grafik 3

Abschließend soll nochmal darauf hingewiesen werden, dass diese Zahlenspielereien natürlich keine finale Bewertung oder sogar konkrete Handlungsempfehlung geben können. Sie bieten Social Media Verantwortlichen jedoch wertvolle Orientierung auf Fragen wie:

  • Wie häufig posten andere Institute?
  • Ist die Kommentarintensität meiner Fans „normal“?
  • Welche Mitbewerber sind auf Facebook die Referenz?

Für 2012 wird spannend zu beobachten sein, ob die im Allgemeinen noch eher schwachen Resonanzwerte der Facebook-Angebote sich signifikant verbessern. Schließlich kann man erwarten, dass die Anbieter aus den Erfahrungen lernen, und immer besser verstehen, welche Bedürfnisse die Zielgruppe an die Facebook-Kommunikation einer Bank richtet.

Tobias Lampe ist Leiter Digital bei KEYLENS Management Consultants, der Strategieberatung für marktorientierte Unternehmensführung. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf unterstützt Kunden bei der Entwicklung und Umsetzung kundenzentrierter Wachstumsstrategien. Der Einsatz digitaler Instrumente wie Social Media wird dabei stets in den Kontext der übergeordneten Unternehmensziele gestellt.

Social Business: Mona Ohlendorf und Wolfgang Grupp

Gestern Mode, heuTe Mode.

fundstelle: De-Bug 01/02 2012 – die zeitschrift für elektronische lebensaspekte – jetzt an jedem kiosk – Artikel und Interview steht auf den Seiten 56-58

In der Modebranche tut sich viel. Neben dem Internet erzeugt auch das ökologische Bewusstsein vieler junger Modedesigner spannende und zukunftsträchtige Veränderungen.

Pionierunternehmer

Zum Beispiel Mona Ohlendorf aus Berlin. Mit ihrer Idee, die sie in einem 20 Seiten langen Business Plan Wolfgang Grupp vorstellte, genau jener Wolfgang Grupp, der uns als erfolgreicher schwäbischer Textil Unternehmer und streitbarer Geist mit sozialem Gewissen auch aus vielen Talk Shows bekannt ist, könnte sie in den nächsten Monaten und Jahren Marken wie American Apparel die Stirn bieten.

Grundlage der Idee ist die Produktion von Kleidung – in diesem Fall T-Shirts – die nach dem C2C also Cradle to Cradle Prinzip hergestellt werden. Cradle to Cradle meint die Gestaltung von Produkten und Herstellungsverfahren nach der Maxime: Alle eingesetzten Roh- und Inhaltsstoffe werden nach dem Ge- oder Verbrauch nicht zu Müll. Sie werden wieder zu Rohstoffen. Aus Stoffströmen oder -ketten werden also Kreisläufe. Es gibt keine Abfälle mehr.

Die ersten Produkte können bereits im Internet erworben werden. Demnächst soll es Geschäfte in Berlin und München geben. Hoffentlich bald auch Köln oder Düsseldorf.

Online Shop Trigemachange

Ein besonderer Aspekt der C2C Produktion ist übrigens, dass der Produktionsprozeß schon im Vorfeld darauf ausgerichtet werden muss, dass keine Reste (Abfälle) entstehen. Es geht also nicht um Recyling. Planen Sie also ein Unternehmen, welches keine (negativen) externen Effekte erzeugt. Richten Sie sich neu aus. Auch aus Arbeit sollte kein Abfall werden. Aus Menschen natürlich auch nicht.

Am Rande erwähnt. Wolfgang Grupp hat nach eigenen Angaben noch nie einen Mitarbeiter entlassen müssen. Er kann sich trotzdem etwas leisten oder vielleicht gerade auch deswegen.

Was denken Sie und arbeiten Sie eventuell selber an einem sozialen Geschäftsmodell?

Weitere Links

Forschungs- und Beratungsinstitut u.a. zu Öko effektivem Design

http://epea-hamburg.org/index.php?id=205&L=4

Seite von Mona Ohlendorf

http://monaohlendorf.com/

Shop

http://www.trigema.de/shop/kollektionen/trigemachange/detail.jsf

Social Business: Ökologie, Ökonomie und Soziales vereinen: MANOMAMA

Gerade in der Modeindustrie finde ich in letzter Zeit nachhaltige Unternehmensansätze. Dies mag auch daran liegen, dass in den letzten Jahren immer mal wieder negative Schlagzeilen über Kinderarbeit, Lohn Dumping oder auch Umweltverschmutzung zu lesen waren. Darüber hinaus fragen auch  Verbraucher nach der Herkunft und Herstellung der angebotenen Produkte. Für deutsche Textil Unternehmen, die aus Kosten Erwägungen kaum noch in Deutschland produzieren können, liegt in Social Business Konzepten zusätzlich  eine wirtschaftliche Chance.

MANOMAMA

Sina Trinkwalder aus Augsburg hat das Unternehmen MANOMAMA gegründet. MANOMAMA ist eine Öko Manufaktur:  100 % ökologische Bekleidung & Acessoires prodziert innerhalb einer regionalen Wertschöpfungskette aus Süddeutschland.

In einem Artikel der Welt, durch den ich auf das Unternehmen aufmerksam wurde,  beschreibt Sina Trinkwalder ihr Anliegen folgendermaßen:

Mein Antrieb ist, Menschen wieder in den Job zu bringen

Kein Wunder also, dass die Unternehmerin 12 Mitarbeiter beschäftigt, die auf dem ersten Arbeitsmarkt eigentlich keine Chance mehr hatten. Die Kleidung ist zu 100 % kompostierbar. Die Unternehmerin arbeitet nicht gewinnorientiert, denn sie verfolgt eine Vision; Sie möchte Missstände beseitigen, was leider von Banken als mögliche Finanzierungspartner nicht honoriert wurde. SOZIALE BANKEN UNTERSTÜTZEN SOZIALE IDEEN

Und natürlich setzt die Unternehmerin auf Social Media

ZITAT aus der Welt: Eine Unternehmerin bricht mit allen Regeln

Social Media wie Facebook oder Twitter, das ist für uns wichtig, weil es eine kostengünstige Variante ist, möglichst viel Reichweite zu generieren und die Marke zu gestalten“, sagt die Unternehmerin.

Social Business erfordert den Regel Bruch. Regel Brecher haben es aber nicht leicht in unserer durchorganisierten und Interessen gesteuerten Gesellschaft. Wir Deutschen fürchten uns offensichtlich vor dem Regelbruch, was in einer sich immer weniger linear entwickelnden Welt jedoch zu Problemen führen könnte. Ich wünsche mir mehr Reglbrecher wie Sina Trinkwalder. Und Sie?

Die Unternehmensseite von Manomama

http://manomama.de/

Manomama Blog

http://www.manomama.de/blog/

Der Artikel von www.welt.de

http://www.welt.de/wirtschaft/article13804136/Eine-Unternehmerin-bricht-mit-allen-Regeln.html

Ein Buch für Regelbrecher

http://37signals.com/rework/

Social Business: Relevantes tun/ z.B. ETHNOTEK

Kleidung

In meinem Leben habe ich schon den ein oder anderen Euro in einem Bekleidungsgeschäft gelassen. Und früher war es mir auch durchaus wichtig, bestimmte Marken zu tragen. Zumindest als Mittel der Distinktion.

Heute versuche ich  vor allem darauf zu achten, was mir wirklich gefällt und bei so manchem Kauf denke ich auch darüber nach, wie hohl und leer die Versprechen von Marken sind und wie abgekoppelt man beim Kauf von den eigentlichen Produktionsprozessen ist.

Mode

Ethnische und tribale Mode ist in letzter Zeit zumindest in der Damenwelt stark im Kommen. Diese treffen den ästhetischen Geschmack bzw. werden uns von der Werbung und den angesagten Mode Zeitschriften als kaufenswert beschrieben. Die Online Beeinflusser spielen natürlich auch eine Rolle. Wo die Ware hergestellt wird und inwiefern die Produzenten überhaupt davon pofitieren ist uns in der Regel egal. In vielen Fällen akzeptieren wir sogar deren Leiden. Apple soll ja auch nicht die besten Arbeitsbedingungen bieten.

Ethnotek macht es anders

Ethnotek ist ein Unternehmen, welches einen engeren bezug zwischen dem ver-bzw. gekauften Produkt und der Kultur des jeweiligen Landes herstellen möchte. Das Unternehmen produziert Rucksäcke und Kuriertaschen mit tribalen Motiven. Jede Tasche besteht aus zwei Teilen: Der eigentlichen Tasche und einer herausnehmbaren und veränderbaren Front. Diese Front nennt sich Thread . Jeder Thread ist ein in direkten Handel erworbenes ethnischen Textil.  Diese  handgefertigten Textilien werden auf der ganzen Welt gesucht und haben zumeist ein tiefes kulturelles Erbe und eine interessante Geschichte. Jedes handgefertigte Stück wird direkt von einem Handwerker oder dem Dorf, in welchem es entstanden ist, bezogen.

Die Käufer der Rucksäcke können diese nun ständig mit neuen Threads verändern.

Durch den direkten Handel von Stoffen wird Transparenz im Prozess der Materialbeschaffung geschaffen, wodurch die Käufer der Produkte sicher sein können, dass die Arbeitsbedingungen der Weber sicher ,hygienisch und menschlich sind. Darüber hinaus kann auch der Mittelfluss zum Handwerker kontrolliert werden. Er erhält dadurch  angemessene Löhne. Es gibt keinen Zwischenhändler.

Die reisefreudigen Unternehmensgründer nehmen die Transaktionen selber vor Ort wahr. Sie verfolgen eine Vision: Ihr Produkt soll den Handwerker vor Ort einen Zugang zu Märkten ermöglichen, den er alleine niemals hätte bekommen können und die Lebensumstände des Handwerkers sollen sich nachhaltig verbessern.

Da die Mitarbeiter der Unternehmens nicht überall sein können, sind Freiwillige und NGOs herzlich zur Mitarbeit eingeladen. So können Reisende neben ihrem Reisevergnügen gleich noch eine nützliche Tat erbringen.  Aber vergewissern Sie sich selbst, dass man ein Unternehmen betreiben kann, ohne dabei andere Menschen zu übervorteilen

Website

http://www.ethnotekbags.com/

Blog

http://www.ethnotekbags.com/blogs/news

Facebook

https://www.facebook.com/ETHNOTEK

youtube

http://www.youtube.com/watch?v=2OznjgN5YI8&feature=player_embedded

Leider trage ich keine Rucksäcke. Aus modischen Gründen

Social Business: P2P Bankportal Civilised Money

Der Begriff zivilisiert ist in unserer Gesellschaft positiv besetzt. Zivilisiert ist besser als unzivilisiert. Der Prozess der Zivilisation wird als eine fortschreitende Entwicklung begriffen. Der Soziologe Norbert Elias schrieb in seinem soziologischen Basiswerk  über sich verändernde Persönlichkeitsstrukturen hervorgerufen durch sich verändernde Sozialstrukturen. Er beschreibt diesen Prozess als gerichtet. Der Prozess ist jedoch nicht geplant.Während Elias nur analysierte, betrachten wir Zivilisation eher wertend im Sinne sich verbessernder Umstände

Zivilisation ist gut

Gerade unsere Generation hat diesen Prozess lange Zeit überwiegend als positiv wahrgenommen oder interpretiert. Die Dinge scheinen für viele Menschen besser geworden zu sein. Offensichtlich stellen wir jedoch in den letzten Jahren verstärkt fest, dass dies nicht für alle Menschen gilt. Die Ungleichheit wird wieder größer. Unternehmen und Institutionen orientieren sich offenbar zu einseitig an Prinzipien der Gewinnsteigerung.

Sind Banken noch gut?

So werden eigentlich als ein Teil der Zivilisation zu betrachtende Banken als nicht mehr zivilisiert wahrgenommen. Menschen wehren sich dagegen oder suchen direkt nach neuen Modellen. P2P Plattformen, in denen die Bank prinzipiell als ein Mittler ausgeschaltet sind, gewinnen an Bedeutung und gelangen in den Mainstream der Nachfrage. In der Hoffnung, dass solche Plattformen fairer, transparenter und sozialer funktionieren, wird ein Gegenmodell zu den üblichen Top Down – Nimm das Produkt so wie es ist, oder lass es sein – entwickelt. Angebot und Nachfrage wird „wieder“ zu einem demokratischen Austauschprozess.

Die zivilisierte Bank

In England gibt es nun eine p2pBank, die ihr gesamtes Angebot auf das p2p Prinzip stützt.

Civilised Moneny beschreibt seine Dienstleistung und seine Vision mit den folgenden Worten:

Welcome to civilisedmoney!

We’re just getting started and are very excited about creating the world’s first people-to-people money portal. Thanks for visiting.

Already you can raise money for your business, project or idea. Or you can invest in or support something or someone you believe in – and that’s just the start. We’re working on all sorts of exciting, useful and civilised solutions.

Soon, whatever you want to do with money, you’ll be able to do it with civilisedmoney - enriching people and making money and banking more civilised.

There are lots of ways you can get involved in civilisedmoney. Why not take a look around, use one of our solutions to see how people-to-people works and the many benefits it offers, check out what people are saying in the forums, or sign up to keep in touch with what’s going on

Enriching people and making money and banking more civilised. Menschen helfen bessere und kompetentere Entscheidungen zu treffen. Sie stärker und dadurch glücklicher und entspannter zu machen und damit Geld zu verdienen. Klingt das nicht nach sozialem Wirtschaften? Aber schauen Sie selbst.

http://www.civilisedmoney.co.uk/pg/Home-102

http://blog-civilised.crowdfunder.co.uk/

PS. Natürlich nutzt Civilised Money Social Media. Aber Social Media ist nicht der Zweck. Allenfalls ein notwendiges Mittel zu diesem Zweck.