Finance 2.0

Februar 7, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Gefangen im Hier und Jetzt. Neuer Blogbeitrag inspierier v. ChrisSkinner – the long now #www.Finance20.de http://ow.ly/14LD1

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Gefangen im Hier und Jetzt

Februar 7, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Mal wieder inspiriert von Chris Skinner

10.000 Jahre

Chris Skinner vom Financial Service Blog war auf einer Konferenz. Dies hat er zum Anlass genommen, um eine neue Artikel Serie anzukündigen, denn die Konferenz mit dem Namen “The long now – long term thinking and responsibility in the framework of the next 10.000 years” hat wohl viel Stoff für weitere Inhalte geboten. Kein Wunder, wenn man sich über die nächsten 10.000 Jahre Gedanken macht, was sicherlich die meisten Menschen als absoluten Quatsch oder sinnlose Zeitverschwendung abtun würden.

The Long now

Die Konferenz beschäftigte sich – wie der Name bereits erahnen lässt – offenbar mit langfristigem Denken. Illustre Redner wie z.B. Brian Eno (er hielt die Eröffnungsrede) traten auf die Bühne. Brian Eno wird die Urheberschaft an dem Ausspruch “The Long now” zugeschrieben, der ihm – wie er auf der Veranstaltung darstellte – erstmals in New York in den Sinn kam, als er feststellte, dass die meisten Menschen dort nur von Augenblick zu Augenblick denken und handeln. New York für viele Menschen nur der Arbeitsort, d.h. nur Ort eines temporären Aufenthaltes leidet darunter, dass diese Menschen ihr Handeln eben nur an dieser kurzen Zeitspanne ausrichten. Verantwortlichkeit und Nachhaltigkeit finden in diesem Kontext kaum statt.

Legislaturperiode

Wenn man Menschen – so Brian Eno – weiter heute nach ihrem Plan oder Lebensplan fragt, dann beziehen sich die Antworten meisten nur auf den nächsten Tag, die nächste Woche oder allenfalls noch den nächsten Monat. Keiner denkt an das ganze eigene Leben (z.B. die Versorgung im Alter) oder gar über das eigene Leben hinaus. Dieses kurzfristig Denken ist in der Tat einer der wesentlichen Gründe, warum es nicht zu nachhaltigen Veränderungen auch in der Finanzbranche kommt. Wir denken in Tagen, Wochen und Monaten: Wenn wir Politiker sind denken wir in Legislaturperioden oder bis zur nächsten Wahl (NRW Wahl). Wir versprechen unseren Bürgern Wachstum, weil es früher immer Wachstum gab und weil wir gelernt und gelehrt haben, dass Wachstum immer gut ist. Vor allem dann, wenn die negativen Effekte des Wachstums ausgeblendet werden. Was ja ebenfalls zu unseren unhinterfragten Selbstverständlichkeiten gehört.

Grundprinzipien

Chris Skinner berichtet in seinen beiden Beiträgen noch von einer Uhr, die mit dem Ziel entwickelt wurde 10.000 Jahre zu halten und bei deren Bau deshalb die folgenden Grundprinzipien beachtet wurden:

Langlebigkeit
Wartbarkeit
Transparenz
Entwickelbarkeit
Skalierbarkeit

Dies sind nach Chris Skinner wesentliche Prinzipien für alles was wir mit dem Anspruch der Langlebigkeit (10.000 Jahre) entwickeln. Diese Prinzipien sind vor allem deshalb wichtig, weil Menschen eben nur einen minimalen Bruchteil dieser Zeitspanne leben können und die Praktiken zur Aufrechterhaltung der Entwicklungen somit von Generation zu Generation übermittelt werden können. Am Beispiel des New Oxford Colleges stellt Chris Skinner dieses langfristige Denken dar, denn schon beim Bau dieses Gebäudes wurde ein Wald angelegt, in welchem das Holz wächst, dass heute zur Renovierung bestimmter Gebäudeelemente genutzt wird. Und bei der kürzlichen Renovierung wurde erneut ein entsprechender Wald angelegt.

Solches Verhalten hilft langfrisitg auch viel Geld zu sparen. Auch hierzu gibt es ein schönes Beispiel im Originalartikel. Neben dem Fehlen der Langfristigkeit in unserem Denken fehlt natürlich auch die Fähigkeit auf kurzfristige Gewinne verzichten zu können bzw. diese in der Erkenntnis aufzuschieben, dass die langfristigen Gewinne viel höher sein können. Wir kennen dies ja gerade aus dem Wertpapiergeschäft und auch unsere Unternehmen und das Handeln in diesen ist auf kurzfristigkeit angelegt.

Gefangene

Wir sind – so meine Meinung – gefangen im Hier und Jetzt. Und da muss man sich gar nichts vormachen. Das gilt für fast alle von uns. Ich muss nicht lange nachdenken, um hier ein persönliches Beispiel zu finden. Wir sind darüber hinaus, gefangen durch den Erfolg der Vergangenheit. Nichts macht so schwerfällig und leichtsinnig wie der Erfolg der Vergangenheit.

Ihre/Eure Meinung?

Was können wir also tun, um uns aus der “Hier und Jetzt” Falle zu befreien. Ich bin gespannt auf die nächsten Ideen und Gedanken von Chris Skinner.Aber würde mich auch über Diskussionen an dieser Stelle freuen

Die Originalartikel von Chris Skinner

http://thefinanser.co.uk/fsclub/2010/02/the-long-now-of-finance.html

http://thefinanser.co.uk/fsclub/2010/02/the-long-now-of-finance-part-two.html

http://thefinanser.co.uk/fsclub/2010/02/the-long-now-of-finance-part-three.html

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Februar 5, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Interview mit Mustafa Behan von whofinance im Finance20 Blog. http://ow.ly/14ngC
6 Fragen, Zusatzfrage und Ray Charles singt Georgia ..

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6 Fragen mit Zusatzfrage: Mustafa Behan (whofinance)

Februar 5, 2010 · 3 Kommentare

In unregelmässiger Reihenfolge wird es hier jetzt Interviews mit interessanten Personen aus der Finanzbranche oder der Social Media Welt geben. In Textform und hoffentlich demächst auch in Video Form. Den Anfang macht Mustafa Behan einem der Mitbegründer von whofinance.

Was ist whofinance?


WhoFinance ist das erste Bewertungsportal in Deutschland, bei dem Verbraucher alle Berater bei Banken, Sparkassen, Versicherungen und unabhängigen Finanzdienstleistern bewerten können. So helfen sich Verbraucher gegenseitig bei der Suche nach guter Beratung für Geld und Versicherung – vor allem in den Bereichen Immobilienfinanzierung, Altersvorsorge, Geldanlage und Versicherungen.


Warum haben Sie whofinance entwickelt?


Meine Mitgründer und ich haben WhoFinance entwickelt, weil wir glauben, dass Transparenz in der Beratungsqualität ein wirklicher Nutzen ist – der vor allem Verbrauchern aber auch den guten Beratern erheblich weiterhelfen kann.


Wie hat sich whofinance in den letzten Jahren entwickelt? Sehen Sie Ihre Ziele erreicht?

WhoFinance ist auf einem exzellenten Weg. Wir haben den aussagekräftigsten Datenbestand an Erfahrungsberichten über Beratung aufgebaut. Berater nahezu aller Institute haben sich bei WhoFinance registriert (zum Beispiel Volksbanken, Deutsche Bank, MLP, Allianz, Quirin Bank und viele unabhängige Berater). Die Presse nimmt WhoFinance als seriöses, präzises und authentisches Bewertungsportal wahr, nicht zuletzt weil jede einzelne Bewertung geprüft wird. Insofern sind wir zufrieden. Wir haben unsere Ziele aber erst dann erreicht, wenn die Mehrheit der Deutschen zuerst bei WhoFinance nachschaut bevor er eine Beratung in Anspruch nimmt.

Wie soll es weiter gehen?
Wir bauen die Plattform weiter aus. Mehr Bewertungen, mehr Berater mehr Traffic. Die Richtung stimmt. Seit einigen Wochen bereichert Jürgen Böhm, einer der Gründer von ImmobilienScout24, unser Team und treibt das Thema Produkt und Traffic nun gemeinsam mit Jutta Kurz voran.  Wir haben nun die ideale Aufstellung um 2010 richtig Gas zu geben.


Wie reagieren die Banken auf Ihr Angebot?

Unterschiedlich. Eine Reihe von Banken begrüßen die Möglichkeit, gute Beratung auch transparent zu machen. Andere sind sich noch nicht sicher, wie sie mit Kundenbewertungen umgehen sollen. Und eine dritte Gruppe von Anbietern glaubt, dass ihre Beratungsqualität einem kritischen Urteil durch die Kunden nicht standhält.


Wie wird oder wie sollte sich die Bankenwelt  im Hinblick auf die Finanzkrise verändern?

Ich glaube, es gibt drei Themenfelder, die ernsthafte Bearbeitung benötigen:
1.       Ein besseres Management des Interessengeflechts zwischen „Produzenten“ und Beratern. Hiermit meine ich z.B. Provisionstransparenz, Alternativen im Angebot und Neutralität bei der Beratung, um Kundeninteressen in den Vordergrund stellen zu können.
2.       Eine höheren Qualifikationsgrad bei Beratern. Hier könnte – ähnlich wie im Gesundheitswesen – ein korrektes „Labelling“ weiterhelfen: „Wer darf denn zu welchem Thema wen beraten“
3.       Eine höhere Qualifikation beim Kunden. Kunden mit besserer Vorbildung haben gute Chance, besser beraten zu werden.

Und noch eine private Frage:

Welches Buch lesen Sie gerade und welche Platte oder welches Musikstück hören Sie gerade besonders gerne?


Bei WhoFinance vergibt der Verbraucher 5 Sterne für „Top Tipps“. Hier sind meine aktuellen Top Tipps:

1.      Buch: Andreas Eschbach: Der Nobelpreis
2.      Musik: Ray Charles „Genius needs company“
3.      DVD: Die zweite Staffel von Psych
Und letztlich, wenn Sie nach Berlin kommen und asiatisches Essen mögen, Mr. Hai in Steglitz. Die Nr. 194 ist eine Sensation J
Vielen Dank für das Gespräch


Mustafa Behan wurde als Sohn eines Ägypters und einer Deutschen 1971 in Berlin geboren. Dort studierte er Mathematik bevor er 1994 seine Karriere bei Procter&Gamble begann. Nach einen Wechsel zu McKinsey führte ihn sein Weg über die Deutsche Bank und Fidelity in die Selbstständigkeit. Behan gründete erfolgreich Firmen in den USA – bevor er 2007 mit Jutta Kurz, Hajo Riesenbeck, Klaus-Jürgen Baum, Peter Schmid und Uli Rump WhoFinance gründete.

Leider konnte ich “Genius needs Company” bei youtube nicht finden. Deshalb hier als Alternative mein Lieblingslied von Ray Charles: Georgia on my mind


→ 3 KommentareKategorien: Internet

Smava kürt den Finance Blog of the year

Februar 5, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Ehre wem Ehre gebührt.  Bei Smava könnet Ihr ab sofort den Finance Blog of the Year wählen. Jeder, der einen Finanzblog betreibt, kann diesen dort einstellen und am Wettbewerb teilnehmen. Natürlich habe ich das auch mit meinem Blog getan und genauso weiss ich schon, welchen Blog ich zum Finance Blog of the year wählen werde, was Ihr dort natürlich auch tun können. Nein, ich wähle mich nicht selber, obwohl eine Reise nach Rom ist ja ein schöner Preis. Also bitte wählt mich, ich stelle hier dann auch Fotos von der Reise ein :-)

Hier der Ausschreibungstext aus dem Smava Blog.

Finance Blog of the Year 2010 – Übersicht

Auf der Suche nach einem guten Kreditangebot, einer rentablen Geldanlage oder einfach nur hilfreichen Tipps und Ratschlägen zu einem Finanzthema verlässt man sich heute nicht mehr auf seinen Bankberater. Erste Anlaufstelle ist das Internet. Nur leider bietet einem dieses Medium eine so unerschöpfliche Menge an Informationen, dass man manchmal mehr Zeit in die Suche als ins eigentliche Studieren der Informationen steckt.

Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen und Euch auf interessante Informationsquellen aufmerksam zu machen, veranstalten wir dieses Jahr zum zweiten Mal die Wahl zum “Finance Blog of the Year” Wir stellen Euch die besten Blogs rund um das Thema Finanzen vor und Ihr könnt aktiv am Wettbewerb teilnehmen!

Ihr interessiert Euch für das Thema Finanzen?
Dann schickt uns Eure Vorschläge! Einfach Titel und URL eures Favoriten als Kommentar in unseren nächsten Blogbeitrag. unter www.smava-blog.de posten. Ihr könnt gerne mehrere Blogs auf einmal empfehlen – wir freuen uns auf zahlreiche Vorschläge!

Betreibt Ihr selbst ein Blog zum Thema Finanzen?
Dann nutzt die Chance, Euer Blog bekannt zu machen und neue Leser zu gewinnen! Sorgt einfach dafür, dass Euer Blog vorgeschlagen wird und – sofern er zu den Nominierten gehört – von Euren Lesern, Freunden und Bekannten so viele Stimmen wie möglich erhält.
Ruhm und Ehre ist natürlich nicht das Einzige, was Ihr als teilnehmendes Blog am Finance Blog of the Year 2010 gewinnen könnt.

1.    Preis:                  Wochenend-Reise nach Rom für 2 Personen oder 650 €

2.    Preis:                  Amazon-Gutschein im Wert von 100 €

3.    Preis:                  2 Tageskarten für die “Invest 2010″ - Die Messe für
institutionelle und private Anleger
vom 23.04. – 25.04.2010 in Stuttgart

Und hier der Link zur Teilnahme:

http://www.smava.de/Servicenavigation+2084+2637+2816+Finance-Blog-of-the-Year-2010—Uebersicht.html

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Social Media Neuzugänge

Februar 4, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Wieder eine Flut neuer (oder mir bisher nicht aufgefallener) Social Media Aktivitäten von Finanzdienstleistern. Werden demnächst auch in die Listen einsortiert. Wie immer hier der Aufruf mir weitere Aktivitäten mitzuteilen.

Danke

Sparkasse Bamberg

http://twitter.com/skba_de

Sparkasse Oy Mittelberg

Hier twittert der Herr Binz

http://twitter.com/Sparkasse_Oy

Die Karlsuher  Sparkasse (noch ohne tweet)

http://twitter.com/sparkasseka

Sparkasse Waiblingen

http://twitter.com/swnonline

SEB Asset Management (SEB Twitter Kanal No. 2)

http://twitter.com/SEB_AM

Sparkasse präsentiert die Londoner Fixing Kurse (für wen?)

http://twitter.com/Fixingkurse

Sparkasse Trier speziell für junge Leute (twittern die eigentlich?)

http://twitter.com/S4young

Auch Neu Isenburg wendet sich an junge Leute

http://twitter.com/sunity

Die LBS (Hessen Thüringen) macht auch mit

http://twitter.com/LBS_HT

Hamburger Volksbank bei Xing

https://www.xing.com/net/hamvoba/

Volksbank Saar West bei Xing

https://www.xing.com/net/saarwest/

Volksbank Triberg bei Xing

https://www.xing.com/net/vb_triberg/

Die Karrierelounge der DZ Bank

https://www.xing.com/net/karrierelounge/

Xing Gruppe der Steiermärkischen Sparkasse

https://www.xing.com/net/stmkspk/

Volksbank Magdeburg

http://twitter.com/VolksbankMD

R + V Versicherung (sogar mit Social Media Managern)

http://twitter.com/ruv_de

R+ V 24

http://twitter.com/ruv24_de

R+ V auch bei Facebook (Wann gibt es die Facebook Versicherung?)

http://www.facebook.com/pages/RV/229219298507

Raiffeisenbank Hersburg

http://twitter.com/RB_Hersbruck

Blog der Raiffeisenbank Hersburg (Die erste deutsche Raiffeisenbank mit Blog)

http://rbhersbruck.typepad.com/blog/2010/01/herzlich-willkommen.html

Easy Credit

http://twitter.com/easyCredit_de

Raiffeisbank Altdorf Feucht

http://twitter.com/RB_Feucht

Teambank bei Twitter

http://twitter.com/TeamBank

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Banking braucht Ambition

Februar 3, 2010 · 1 Kommentar

Über meinen Informationskanal Nummer 1 bin ich heute auf einige deutschsprachige Artikel aufmerksam geworden, die sich mit Banking bzw. Social Banking beschäftigen. Das Netzwerk für deutschsprachige Business Blogger beschäftigt sich beispielsweise mit der amerikanischen “moveyourmoney” Aktion, die nicht nur viel Aufmerksamkeit erzeugt sondern auch durchaus Wirkung gezeigt hat.Wenn man auch in der amerikanischen Öflfentlichkeit uneins darüber ist, ob diese Aktion wirklich dazu führen kann, die Bankenwelt zu verändern.

Mehr als Aktionismus

In jedem Fall fehlt in Deutschland eine vergleichbare Aktion. Und man muss auch zweifeln, ob bei der vorhandenen Apathie der deutschen Verbraucher wirklich ähnliche Effekte erzielt werden könnten. Zumal mit dem Wechsel zu einer kleinen Bank nicht automatisch alles besser werden wird. Der Wechsel einer Bank sollte überlegt sein und die Menschen sollten auf die  dafür notwendigen unabhängigen Informationen zugreifen und diese verstehen können, um eine wirklich kompetente Entscheidung treffen zu können.

Wenn Menschen über Banken reden

Das Menschen über ihre Bank und das Geld, welches sie dieser Bank anvertrauen, nachdenken, ist eine Tatsache. Die Banken beginnen auch zu begreifen, dass  eine größer werdende Zahl von Menschen das Internet nicht mehr nur nutzt, um sich unabhängig zu informieren und zu vergleichen. Immer mehr Menschen halten ihre Erfahrungen mit Banken fest und posten diese über Twitter, in eigenen Blogs, bei Facebook usw. Insofern ist logisch, dass auch die Banken das soziale Netz nutzen. Bisher leider grösstenteils , um dort Informationen zu posten und  – man verzeihe mir diese  Ausdrucksweise -mit den erlernten und studierten aber veralteten Kommunikations Methoden auch diese Kanäle zu verschmutzen.

Mit neuen Anforderungen muss man sich beschäftigen

Einige Banken erkennen allerdings auch, dass Social Media neue Anforderungen erzeugt, mit denen man sich auch mal inhaltlich auseinandersetzen könnte. Dabei kann dann auch die Verwendung von Social Software innerhalb des Unternehmens auf die Tagesordnung kommen. An der Universität Zürich gab es deshalb einen Workshop mit dem Titel: Banking 2.0: Lernen mit Social Software. Im Blog Bank 2.0 findet man hierzu eine kurze Zusammenfassung.

Nach der Lektüre dieses Artikels kann man auf der Positivseite verbuchen, dass sich Banken offenbar dem Thema zuzuwenden beginnen. Auch wenn sich die Veranstaltung hauptsächlich an die Vertreter von Schweizer Banken richtete und ich nicht sagen kann wie viele Vertreter deutscher Banken anwesend waren.

Lesson not learnt

Nach meiner Interpretation des Artikels ist auf der Negativseite aber deutlich mehr zu verbuchen.Der Artikel vermittelt den Eindruck, dass Social Software überwiegend aus technischer Perspektive betrachtet wurde. Also als ein partiell eventuell sinnvolles Instrument.

Darüber hinaus herrscht die typische Machbarkeits Rhetorik vor. Es wird nach wie vor der Eindruck vermittelt, das soziale Internet und auch der Einsatz von “Social Software” sei überwiegend steuer- und kontrollierbar und falls dies in bestimmten Bereichen nicht so sei, dann sei es besser dort nicht aktiv zu werden. Die Banken haben also Angst vor Reputationsschäden, deren Verursachung man aber eher von Mitarbeitern erwartet, die nicht in der Lage sind für , im Namen des oder über das  Unternehmen zu kommunizieren. Weil dieser Mitarbeiter das entweder kraft seines Amtes gar nicht tun darf oder aber gar nicht weiss, wie er seinen  Arbeitgeber in der Öffentlichkeit beschreiben oder vertreten kann. Und dann gibt es noch die Angst vor Mitarbeitern, die sich -aus welchen Gründen auch immer – an ihrem Arbeitgeber rächen möchten oder lügen oder an der falschen Stelle dem Kunden die Wahrheit sagen.
Sollte die Veranstaltung wirklich so abgelaufen sein, könnte man zu folgendem Schluss kommen:

Setzen sechs und Thema verfehlt.

Wer – um Social Software nutzen zu können – zunächst mal ein rigides Regelwerk braucht, wer Angst vor den Äusserungen seiner Mitarbeiter oder möglichen negativen Äusserungen der Verbraucher hat und immernoch denkt, das soziale Internet liesse sich einseitig kontrollieren, der hat viel grundsätzlichere Probleme ohne deren Behebung “Social Software” sowieso keinerlei  Wirkung erzielen kann. Der hat dann – wie im Bank 2.0 Blog sehr treffend festgestellt wurde – kein gutes Produkt. Der hat – wie ich ergänzen möchte – auch keine zufriedenen Mitarbeiter und keine zufriedenen Kunden und der kann im Internet auch nicht mehr länger den Eindruck erwecken, er habe all dieses doch.

Unternehmen ohne nachhaltige Ambitonen gehört nicht die Zukunft

Solche Unternehmen haben keine Ambitionen und gehören zum Modell Wirtschaft 1.0. Für Unternehmen dieses Modells wird es in der Zukunft immer weniger Raum geben. Wer regelmässig in den Blog von Umair Haque schaut, kann dort nachlesen was “Innovation” und was “Unnovation” ist, was “Thin Value” und was “Thick Value” ist.

Unternehmen mit einer Strategie für das 21 Jahrhundert werfen veraltete  Mensch, Natur und Umwelt schadende Strategien über Bord. Solche Unternehmen produzieren tatsächliche Werte und verdienen mit überzeugenden Produkten Geld. Dabei muss nichts verschleiert oder im Kleingedruckten der AGB versteckt werden. Die Menschen erhalten dadurch ein Produkt bei dem sie vom ersten Augenblick an wissen, die richtige Wahl getroffen zu haben. Eine schwierige Aufgabe – aber in der Zukunft gibt es keine leichte Aufgaben mehr.

Banking braucht Ambition

Wer heute Bankdienstleistungen anbietet, sollte bereit sein etwas Großes hervorzubringen und eingespielte scheinbar normale Selbstverständlichkeiten zu verändern. Es gibt Ansätze: Noa Bank, GLS Bank, Triodos, Fidor AG, Smava, etc. Aber es gibt auch noch viele Möglichkeiten und Herausforderungen. Banking braucht auch die Vorsilbe Social nicht, denn eine Unterscheidung zwischen Banking und Social Banking macht überhaupt keinen Sinn. Banking ist immer “Social”, da es sich um eine Diensleistung von Menschen für Menschen handelt und es insofern für alle Unternehmen in diesem Bereich darum gehen muss ein nachhaltiges Produkt anzubieten, welches beiden Seiten weiter hilft.

Für ein wenig Inspiration deshalb einige Zitate von Umair Haque. In der Hoffnung, dass diese zu ambitionierten Banken führen mögen, wobei es um wirklich skalierbare und nachhaltige Ambitionen ohne Verlierer gehen sollte.

Today’s innovators are discovering that putting poverty reduction at the heart of what is made, bought, sold, and used isn’t just good business — it’s the key to exploding the economic boundaries of “business” entirely.

Innovative Unternehmen betrachten Menschen nicht als Konsumenten, d.h. sie reduzieren diese nicht auf ihre Funktion als Nachfrager von Produkten und Dienstleistungen

The war on consumption. Anytime I’m in a boardroom, and a CEO says “consumers,” I eat his brain. The most fundamental law of demand-side econ today is: there is no consumer. People are lots of things: parents, friends, citizens. But they’re not merely consumers, because an economy driven by naked, aggressive hyperconsumption has had its day. In the 21st century, counterintuitively, it is businesses who can make tinier increments of consumption radically more meaningful that will reap the greatest rewards.

Innovative Unternehmen verändern sich vor allem auch selbst und sie erkennen die blockierende Wirkung der DNA des Industriezeitalters, die nach wie vor und trotz aller Falsifizierungen an einem “one best way” festhält der immer weniger Menschen nutzt und immer mehr Menschen schadet.

The war on yourself. The real enemy of prosperity is the industrial era DNA of the modern corporation. And the most intense struggle that every organization must fight isn’t external, but internal. It is about building a better kind of business, commerce, and finance. Because those are the building blocks of the better banking, healthcare, energy, transportation, media — the list is seemingly endless — industries that today’s economy so desperately needs. Where does that war begin – and end? Try my post on Twitter’s next-gen DNA for some pointers (and contrast it with Facebook’s to see two very different kinds of organizations).

http://blogs.hbr.org/haque/2010/01/the_scale_every_business_needs.html

Real Ambition

Und an einer anderen Stelle in seinem Blog. Unternehmen, die bereit sind für die Zukunft  haben Ambitionen und den Ehrgeiz Dinge grundlegend zu verändern und das Gute in unserer Wirtschaft zu maximieren. Sie produzieren “thick Value”. Sie verändern die Welt und bieten Alternativen. Sie verbessern unser Leben.

A real ambition, in contrast is a living expression of how an organizaton answers the four-word challenge of 21st Century economics. Twenty-first Century businesses have ambition — at giganto-mega-universe-sized scale instead. “To organize the world’s information and make it universally accessible:” now there’s an ambition at scale.

Twenty-first Century scale is about ambition, not stuff. So here’s a killer question to kick off 2010: Does your ambition scale?

An ambition that scales is one that takes an organization already creating thick value, and expands it to affirmatively answer the three questions below:

  • Is it globe-spanning?
  • Is it world-changing?
  • Is it life-altering?

For most organizations, the answers are: maybe, nope, not a chance. For a few, even, worse; the answers are: yes, for the worse, for even worse. Most organizations have only the tiniest, puniest, most inconsequential of ambitions. And that, quite simply, is why most are obsolete.

http://blogs.hbr.org/haque/2010/01/welcome_finally_to_today_the.html?

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Nehmen wir einmal an,…

Januar 28, 2010 · 1 Kommentar

…diese Studienergebnisse würden auch für Deutschland gelten. Also die jungen Menschen hier wären ähnlich oder gleich eingestellt, wie jene aus Neuseeland. Es geht um die Generation Y also jener Menschen, die in den späten achtziger und frühen neunziger Jahren geboren sind.

Hier ein Auszug aus dem Originalbeitrag mit entsprechender Hervorhebung der wesentlichen Aussagen der Studie

Die Generation Y geht bewusster mit Geld um, ist sparsam und will kompetente Finanzentscheidungen treffen (können)

Generation Y has become the most money-conscious and financially savvy generation following recent global downturn, according to new research.

Man ist verlässlicher in der Rückzahlung von Schulden und achtet sehr darauf, die beste Leistung zu erhalten. Ein Bankwechsel wird dabei schneller in Betracht gezogen.

Gen Y was more likely to pay off debt and prone to change financial institutions for the best deal, research firm Retail Finance Intelligence (RFI) has found.

Sparen folgt einem eher mittel – und langfristigen Lebensziel und soll weniger der Befriedigung kurzfristiger Luxusbedürfnisse dienen

“Almost three quarters of respondents said they had a savings goal and were future-focused and not interested in immediate luxuries,” Mr Shields said.

Die Generation Y  legt viel Wert auf guten Service, Innovation und auf angemessene Preise, wenn sie ein Bankprodukt oder eine Bank auswählen.

Mr Shield said service, innovation and pricing were also considered when it came to choosing a financial product or institution.

Gen Y was more likely to have switched cards and about 68% of Gen Y respondents valued feature-packed products to a greater extent compared to the average respondent at 62%.

“They may be lured by competitive rates and features but we’ve seen from Gen Y’s switching habits that this alone is not enough to secure loyalty,” he said.

Kunden Service ist wichtig und die Generation wäre sogar bereit mehr zu bezahlen, wenn ihnen entsprechende Online Dienste angeboten werden

“Customer service is the factor that will differentiate providers and, given this Generations belief in sharing experiences and information.”This tech-savvy generation, which was first to grow up with the internet, said they would be willing to pay more fees for online features .

Das konkrete Erleben der Finanzkrise führt innerhalb der Generation zu einem gewissen Pessimismus und weniger Vertrauen in herkömmliche wirtschaftliche Institutionen

The group is also more pessimistic than the average in their outlook on the economy and particularly concerned about the effect of interest rates and economic environment on their financial situation.

Bei der Entscheidung über Produkte spielen Empfehlungen von anderen Verbrauchern – auch über soziale Netzwerke – eine grössere Rolle

The study found that another major differences between Gen Y and their Generation X and Baby Boomer peers their willingness to act on word-of-mouth advice.

“Recommendations from friends and family came through very strongly as the largest influence for Gen Y selecting financial institutions,” Mr Shields said.

“In this time of social networking and online research, people are much more likely to call on their networks for advice and reviews.”Almost one third of Gen Y said they would take out a transaction account based on a recommendation compared to the average of 16%.

Also noch mal zurück zur Ausgangs Annnahme. Mir liegt hier gegenwärtig kein entsprechende Umfrage aus Deutschland vor. Es ist aber gar nich so unwahrscheinlich, dass – durch u.a. durch die Erfahrungen der Finanzkrise – auch unsere Generation Y so denkt.

Zu erwarten ist dann ein gewisses Interesse an Finanzthemen und der Wunsch mehr darüber zu wissen. Das Ziel selber die Kompetenz aufzubauen bzw. auf alle Informationen Zugriff zu haben, die dafür notwendig sind eine smarte d.h. richtige finanzielle Entscheidung zu treffen, dürfte man dieser Generation unterstellen. Einer Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist und gelernt hat, wie schnell und einfach an Informationen kommt, die einem klassische Institutionen (hierzu zählen nicht nur die Banken sondern z.B. die Schulen) nicht mehr oder in keiner interessanten Form mehr geben können.

Diese Generation ist zwar auch an Preisen interessiert, aber sie möchte kompetent und ehrlich beraten werden. Sie möchte, dass eine Bank das Interesse des Kunden über das eigene Interesse stellt. Sie haben die Vision, dass ihre Bank auch dann Geld verdienen kann, wenn sie Dienstleistungen und Produkte anbietet die verstehbar, transparent und hochwertig sind. Weil sie selber bereit sein werden, dafür auch etwas zu bezahlen. Sie wünschen sich, dass Sie Menschen begegnen – egal ob persönlich oder virtuell – die sich in andere Menschen und Bedürfnisse hinein versetzen können und die ihren Erfolg mit dem Erfolg des Kunden verbinden.

Die Generation Y muss dabei hoffen, dass auch die älteren Generationen begreifen, welcher Segen im freien und auch kostenlosen Zugang zu allen Informationen steckt. Sterbende Geschäftsmodelle hin oder her. Mehr Information bedeutet auch mehr Freiheit. Sie muss hoffen, dass es Lobbyisten und vermeindlichen Jugendschützern nicht gelingt das Internet zu zensieren und zu filtern.  Sie muss hoffen, dass Entscheider begreifen, dass es nicht nachhaltig sinnvoll ist die eigene alte Welt zu erhalten und zu schützen und damit die Möglichkeiten zu notwendigen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen zu beschränken.

Banken wie die Noa Bank, GLS Bank, Triodos Bank, Fidor Bank  geben der Hoffnung der Generation Y Nahrung. Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken sollten ebenfalls ihre Chance erkennen. Und alle Banken, die denken es könne weiter gehen wie bisher, werden sich möglicherweise noch wundern. Wenn die Annahme nicht zu gewagt war.

Und warum gerade Genossenschaftsbanken Hoffnung geben sollten und haben dürfen, vermag evenuell auch der folgende Artikel zu erklären. Allerdings muss man dann in das Dorf der jungen Menschen ziehen (Internet) und darf nicht dort bleiben, wo fast keiner mehr ist.

http://millennialmarketing.com/2010/01/why-credit-unions-are-winning-with-millennials/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+MillennialMktg+(Millennial+Marketing)&utm_content=Netvibes

→ 1 KommentarKategorien: Banken · Verbraucher
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Die Welt der Online Finanzen (Teil I)

Januar 22, 2010 · 4 Kommentare

Vor einigen Tagen startete der populäre amerikanische Blog Read Write Web mit einer über drei Monate angelegten Serie, die sich damit beschäftigt, wie das Internet (PC basiert – oder mobil) die Art und Weise verändert, wie wir zukünftig unsere Finanzen (als Private oder Unternehmen) managen. Dies ist unter anderem auch Thema meinesBlogs, weshalb ich diese Serie natürlich beobachten, erwähnen und hier auch darstellen möchte.

Personal Finance Management

Im ersten Teil ging es um das Thema “Personal Finance Management” und der Blick richtete sich konkret auf den erfolgreichen Dienst Mint einen Vorreiter in Sachen Personal Finance Management. Unter Personal Finance Management versteht man dabei im weitesten Sinne die Möglichkeit die eigenen Finanzen Online zu überwachen, gestalten und zu optimieren. Dabei gehen die angebotenen Funktionen weit über die Möglichkeiten der heute üblichen Online Banking Anwendungen hinaus, die sich ja überwiegend auf Transaktionen und neuerdings auch den Produktverkauf konzentrieren. Bisher kann man deshalb nirgendwo von Finanzmanagement sprechen, zumal ja alle Banken das Problem haben immer nur über die Produkte und Services Auskunft geben zu können oder zu wollen, die der Kunde bei Ihnen besitzt. Da aber immer mehr Verbraucher auch bei mehreren Finanzdienstleistern Kunde sind, könnte Personal Finance Mangement aktuell eben nur Banken spezifisch angeboten und das Bedürfnis des Kunden nach einem ganzheitlichen Überblick nicht befriedigt werden. Die grosse Zahl überschuldeter Haushalte in Deutschland spricht ebenfalls dafür, dass es einen Bedarf für Personal Finance Management gibt ( Vom 1. bis 3. Quartal 2009 gab es insgesamt 96.864 http://de.statista.com/ )

Das Personal Finance Management in den USA durchaus nachgefragt wird, belegen die Zahlen von Mint recht eindrucksvoll. Im September 2007 gelauncht, unterstützt Mint nahezu alle amerikanischen Online Banking Anwendungen und die Anwendungen der Kredit Karten Anbieter. Inzwischen hat Mint 1,7 Millionen registrierte Nutzer wovon ca. 700.000 aktiv sind. Monatlich melden sich fast 30.000 neue Nutzer an. Offenbar bietet Mint einen Dienst an, der für den Verbraucher einen wirklichen Wert darstellt.

Neben Mint nennt Read Write Web noch weitere Anbieter der Rubrik Personal Finance Management

https://www.clearcheckbook.com/

https://www.geezeo.com/

http://www.wesabe.com/

http://www.kublax.com/ (UK)

https://money.strands.com/ (ehemals Expensr)

In den Kommentaren zum Artikel finden sich noch einige weitere internationale Beispiele, die Leser hinzugefügt haben.

http://www.moneydashboard.com/ (UK)

http://www.freeagentcentral.com/

(UK  – für Selbstständige und Freiberufler)

http://www.eebacanhelp.com/login.php

(Kein reines PFM Tool – Mobile Anwendung, aber sehr interessant und spannend – demnächst mal näher betrachten)

http://slamarica.com/

(Serbien und weitere Länder)

https://moneycenter.yodlee.com/moneycenter/mfalogin.moneycenter.do?_flowId=mfaloginflow

Die Liste ist sicherlich nicht vollständig. Sie zeigt aber recht eindrucksvoll, wie viel in diesem Segment aktuell passiert.

Nach p2p Kreditplattformen ist Personal Finance Management damit wohl der zweite Finance 2.0 Ansatz, der sich langsam in die Mitte der Gesellschaft vorarbeitet.

Personal Finance Management in Deutschland

In Deutschland kann man Kontoblick am eindeutigsten in die Kategorie Personal Finance Management einordnen. Die bisherigen Ansätze und die erkennbaren Zielsetzungen gehen eindeutig in diese Richtung. Fraglich ist allerdings, ob Personal Finance Management aktuell eine wirkliche Chance in Deutschland hat. Nach wie vor scheint für die deutschen Verbraucher eine Banklizenz Voraussetzung zu sein, um einem Unternehmen seine Finanzangelegenheiten zu überlassen. Eine Glaubwürdigkeits- und  Institutionenkrise wie in anderen Ländern scheintnoch nicht ausgebrochen zu sein bzw. noch keine Wirkung zu zeigen. Auch die Fidor Bank bietet Ansätze von Personal Finance Management und es ist wohl davon auszugehen, dass die Fidor Bank ihr Angebot hier noch erweitern wird.

Mobiles Internet treibt Personal  Finance Management weitervoran

Mit dem mobilen Internet ergeben sich weitere Möglichkeiten im Personal Finance Management. Daten können in Echtzeit erhoben und abgefragt werden. Empfehlungen und Optimierungen in Sachen Finanzen stehen damit potentiell überall und in jeder Situation zur Verfügung. Wird das Mobiltelefon dann auch noch zum Zahlungsmittel ist die letzte Lücke zum vollständigen, umfassenden  und weitgehend automatisiertem Finanz Management geschlossen.

Hier einige Beispiele aus dem Artikel:

Mint and Wesabe, bieten beide ein iphone App und einen mobilen Internetauftritt. Beide Dienste sind in der Lage Push Nachrichten auf das iphone oder als SMS zu senden. Eine solche Nachricht wird beispielsweise gesendet, wenn die Gefahr besteht das Kreditkartenlimit zu überschreiten.

Das in den USA ein wahres App Fieber ausgebrochen ist, wurde hier ja schon hinlänglich berichtet. Auch klassische US Banken wie die Bank of America, Chase Mobile oder Wells Fargo besitzen sehr erfolgreiche iphone Apps. Darüber hinaus gibt es weitere nützliche Anwendungen, die beispielsweise daran erinnern, dass eine Rechnung bezahlt werden muss. Read Write Web nennt hier BillMinder and BillTracker . Es scheint so, als müsse man die einzelnen Anwendungen nur noch zusammen zu fügen, um die Bank auf Hosentaschenformat zu bringen.

Auch in Deutschland werden Apps immer beliebter, wobei man sich noch in der Phase Banking Anwendungen und Anwendungen zur Geldautomaten- und Filialsuche befindet.

Hier der komplette erste Teil der Serie:

http://www.readwriteweb.com/archives/personal_finance_20_how_the_web_is_transforming_personal_finance.php

Gesamtmarkt

Im zweiten Teil der Serie blickte Read Write Web auf den Gesamtmarkt in Sachen Online Finanzen. In einem Interview mit dem Gründer und Erfinder von Xero wurden 4 Teilmärkte für den Bereich Online Finanzen identifiziert:

Personal Finance (e.g. Mint, Wesabe, Yodlee)

Small Business Accounting (e.g. Xero, Kashflow)

Cloud ERP (e.g. Netsuite, Salesforce);

ERP (e.g. Microsoft, Oracle).

Während es im Personal Finance Management Markt bereits einige Wettbewerber gibt, existieren noch sehr wenige Lösungen und Anbieter die Online Finanzmanagement für Selbstständige oder kleine Unternehmen anbieten. Read Write Web sieht hier einen Markt, in welchem innovative Startups eine Chance haben, zumal die amerikanischen Kleinunternehmen bisher auf teure und komplexe Software Anwendungen wie MYOB, Intuit QuickBooks and Microsoft Office Accounting angewiesen sind. Darüber hinaus sei es diesen Anbietern bisher nicht gelungen nützliche Online Anwendungen anzubieten. Wahrscheinlich befürchtet man aber auch die Kannibalisierung des bisher durchaus einträglichen Geschäftes. Einer der wenigen Anbieter in diesem Segement ist das neuseeländische Unternehmen http://www.xero.com/

Xero bieten Online Finanzmanagement für kleine Unternehmen. Hier eine kurze Beschreibung von ReadWriteWeb

It may end up being Xero, a completely online accounting service which was founded in July 2006. Xero hails from New Zealand, but is aiming for global success. Full disclosure, ReadWriteWeb uses Xero to manage its accounts. We’ve found the integration with online banking systems to be impressive, the design slick, and functionality such as multi currencies useful. Perhaps most importantly, Xero has the support of many accountancy firms.

Hier die ausführlichere Beschreibung  von Xero im ReadWriteWeb Blog.

http://www.readwriteweb.com/readwritestart/2010/01/startup-finance-xero-powers-ac.php?

Auch in Deutschland ist mir kein Unternehmen bekannt, dass in diesem Segment aktiv ist oder werden will, obwohl sicherlich ein grundsätzlicher Bedarf besteht.

Und hier der zweite Teil der Serie

http://www.readwriteweb.com/archives/online_finance_ecosystem.php

Was verändern Tablet Computer

Es wird spannend sein zu beobachten, welchen Einfluss Tablet Computer, wie die für den  27. Januar angekündigte (Vorstellung) Apple Lösung, auf die oben genannten Dienste und die Finanzbranche insgesamt haben wird.

Hier die Einschätzung von Mashable:

The finance industry is a giant behemoth with many arms — trading, banking, personal finance, and investment banking, just to name a few. The tablet could have a dramatic impact on all of these areas.

Trading: Traders need to have information at their fingertips and make trades in an instant. Many use their mobile phones or specialized devices for this, but a tablet could present a lot more information and be far more dynamic. You could see tablets everywhere on the floor eventually.

Banking: Bank tellers could process information with the tablet and easily hand it over to someone else when the situation arises. A tablet would be a far more effective way of sharing financial data or even making payments. The need for paperwork would be gone.

Personal Finance: With apps like Mint () at your fingertips, managing your finances would be a snap. If tablets have a wireless way to communicate with one another, it could also prove to be the ultimate payment system.

Investment Banking: In addition to facilitating faster and more effective trading, investment banks could use them to quickly conduct research and swap notes.

The right software and the right interface could stir many financial institutions to purchase Apple Tablets in bulk.

http://mashable.com/2010/01/15/apple-tablet-revolution/

Dies sind Erwartungen bzw. Progonosen, die mir nicht zu gewagt erscheinen. Es erscheint durchaus vorstellbar, dass Apples Tablet demnächst zur Grundausstattung jedes Finanzberaters wird, der etwas auf sich hält.

Cloud ERP

Im dritten Teil der Serie geht es um Cloud ERP, das offenbar sowohl für den Bereich Personal Finance Management also auch für Small Business Accounting eine unverzichtbare Basis als auch einen wesentlichen USP darstellt. Die Frage ist, welche Finanzunternehmen die Bereitschaft mitbringen die Cloud zu nutzen. Und natürlich auch, wie sich die Verbraucher damit fühlen würden. In den USA ist die Bereitschaft offenbar wesentlich größer als in Europa und insbesndere in Deutschland.

Warum Drury Xero gegründet hat und für wie wichtig er die Nutzung von Cloud Computing hält, beschreibt Xero Gründer Drury so:

While Drury saw that a number of cloud-based personal finance companies like Mint were gaining traction with users, small businesses had been stuck with the same tired desktop accounting software they’d been using for the last ten years. Drury built Xero with the intent to help small businesses manage their accounts in the cloud.

Und warum Cloud Computing für den Erfolg seines Produktes und Finance Management überhaupt so wichtig ist, entnehme man dem folgenden Zitat

When asked why the cloud is so important for accounting services he explains, “In the past small businesses rarely shared their business data with accountants as the majority of billable hours were spent simply extracting the right information.” Says Drury, “The fact that your entire business can now look at your accounts in the cloud means that the accountant can finally act as a business advisor and improve your cash flow.”

Drury sieht eine Entlastung der Finanzexperten. Hinzu kommt mehr Transparenz und wohl auch eine einfachere Darstellung und damit ein leichteres Verstehen von Firmenkennzahlen, Bilanzen und anderen Planungsgrundlagen. Über die Möglichkeit externen Experten einfachen Zugriff zu gewähren möchte ich noch gar nicht nachdenken. In jedem Fall dürften Kosten Einsparungen und Effizienzgewinne recht leicht zu erzielen sein.  Nur welches deutsche Unternehmen würde heute einen solchen Dienst nutzen. Immerhin widerpricht Cloud ERP doch nahezu allen Sicherheitsregeln, die man sowohl Unternehmen als auch Privatmenschen seit Jahrzehnten anerzogen hat. Und wieder einmal wird die Veränderungsmacht und kulturelle Sprengkraft des Internets präsent.

Noch ein Nachtrag in eigener Sache: Der zweite Teil meines Gastbeitrages für den Visible Banking Blog ist inzwischen erschienen. Es geht um Finance20 in Deutschland und hier ist der Link auf  Teil 2

http://www.clanglois.blogs.com/internet_banking/blog_index.html

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Gastbeitrag im Visible Banking Blog

Januar 20, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Schon seit mehr als 3 Jahren lese ich mit Begeisterung den ausgezeichneten Visible Banking Blog von Christophe Langlois. Christophe schreibt regelmässig über Social Media in der Bankenwelt, stellt spannende Video Berichte ein und referiert über dieses Thema. Christophe bietet auch einen hervorragenden Workshop für Banken an und ich hoffe, er wird dies demnächst auch mal in Deutschland tun.

Durch Christophe, der durch meine Social Finance Liste auf meinen Blog aufmerksam geworden ist, konnte ich an der Somesso 2009 teilnehmen, wo ich Ihn und viele weitere interessante Menschen kennen lernen durfte. In Christophes Blog findet man die umfangreichste Social Finance Liste im Internet. Nahezu alle Banken und Finanzdienstleister, die Social Media nutzen, sind dort aufgeführt.

Nun hat Christophe mir die Möglichkeit geboten einen Gastbeitrag für seinen Blog zu schreiben, um dort die Social Media und Finance20 Welt in Deutschland darzustellen. Der erste Teil dieses Beitrages ist gestern im Blog erschienen. Ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere den Blog besuchen und den Beitrag lesen würde.

Finance 2.0 in Germany: Ready for take off?… The Social Wallflower will bloom in 2010

http://clanglois.blogs.com/internet_banking/2010/01/guest-post-3-finance-20-in-germany-ready-for-take-off-by-boris-janek.html

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